Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Nicht in den Wind geschrieben: „Wind Wood“ und „Sail“

Geschrieben in Duft,Grünes,Hesperiden,Holziges,Krautiges am 29.08.2014

„Wer Wind sät, wird Duft ernten“ – dachten sich die kreativen Köpfe bei Mancera und lancierten vor einiger Zeit den Duft „Wind Wood“, den ich Euch heute in diesem konsequent durchwehten und thematisch hart am Wind segelnden Artikel vorstellen möchte. Wie Ihr auf dem Bild unten seht, machte auch der Grafiker keine Gefangenen und ließ kurzerhand einen Windstoß durch das Zutatenstillleben fahren.

Wind Wood

Diese Zutaten werden wie folgt angegeben:
Kopfnote: Mandarine, Rosa Pfeffer, Grüne Noten
Herznote: Veilchen, Patchouli
Basisnote: Vetiver, Texas-Zedernholz, Eichenmoos, Ambra, Leder, Weißer Moschus

Wer nun einen windigen Gesellen erwartet, wird nicht enttäuscht. Zitrische und pfeffrig-würzige Windböen wehen durchs Bild. Danach wird es grün in schöner Grasigkeit, was durch das Herz aus Veilchen und Patchouli natürlich an Volumen gewinnt. Von den vielen Basisnoten ist es vor allem der von Holz unterlegte Moschus, der in Erscheinung tritt, um dem luftigen Geist dieses Dufts Auftrieb zu verleihen. „Wind Wood“ ist ein Duft, der auf den ersten Riecher wenig innovativ erscheint, so kennt man ja die Zitrus-Pfeffer-Grün-Kombination und Fougère-Anleihen zur Genüge. Spannend wird er erst in der weiteren Entwicklung, wenn er förmlich abzuheben scheint. Mit luftig leichten und fast schon sauberen Eindrücken. Die richtige Wahl, wenn es einmal in Sachen Parfums leicht und unbeschwert zugehen soll.

Jetzt kommen wir zur grandiosen Überleitung vom Wind zum Segeln. Das Haus Acqua di Portofino hat ebenfalls vor Kurzem einen neuen Duft namens „Sail“ eingeführt. Ich würde jetzt so einiges geben, aus diesem verunglückten August an ein malerisches Mittelmeerdörfchen wie Portofino zu fliehen. Aber dann stellt Euch auch niemand neue Düfte vor. Also opfere ich mich für die verehrte Leserschaft.

Lighthouse portofino

Mit dem Meer vor der Tür böte sich das Segeln absolut an. Als Süßwassermatrose habe ich schon das eine oder andere Ruderboot in die Seerosen gesetzt, ansonsten fuhren wir im Rahmen eines Seminars einmal in einem Nachbau eines historischen Wikingerschiffes hinaus – da hieß es segeln und rudern – ganz auf den Spuren der Nordmänner mit flexiblem Eigentumsbegriff.

ACQUA DI PORTOFINO Sail Edp

Im Produkttext zu „Sail“ wird das Segeln regelrecht zu einem Lebensgefühl und einer zu Lebensphilosophie verklärt:

„Segler haben sich für einen unverkennbaren Lebensstil entschieden oder wie es der italienische Philosoph Benedetto Croce formulierte: ‚die Vereinigung des Tumults mit der Ruhe, dem Puls und der Leidenschaft des Geistes.‘ Diejenigen, die segeln, sind Auserwählte, angetrieben von einer Welle der Lebenskraft, nicht den Ankern des Lebens unterworfen, atmen sie die Gedanken des endlosen Alls und die Impulse der ewigen Wellen.“

Wie duftet nun dieser Segeltörn? Ich bin freudig überrascht, nicht auf einen der unzähligen aquatischen Düfte zu stoßen: Hier geht es gleich mit Eukalyptus-Frische und dunkelgrünen, salzigen Meeresnoten los.

Kopfnote: Eukalyptus, Maritime Noten
Herznote: Geranium, Jasmin, Thymian
Basisnote: Weißer Moschus, Patchouli, Tonkabohne

Geranium und Jasmin darf man sich als äußerst zurückhaltende Gesellen denken, Thymian steuert Krautigkeit bei. Gerade die Mischung aus Moschus und Eukalyptus bildet eine ganz interessante Spannung. „Sail“ ist ein Duft für Segler und für alle, die das Meer lieben.

Hängt die Nase in den Wind! :-)

Liebe Grüße
Harmen

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Zwei Attars …

Geschrieben in Aquatisches,Duft,Grünes,Holziges am 28.08.2014

… sind für den heutigen Tag noch übrig von Al Kimiya. Und weil Attars nicht so häufig sind, frage ich Euch: Wer hat ein Faible dafür? Wer trägt gerne welche, welche habt Ihr?

elixir_1Parfumöl in hoher Konzentration – das ist Attar. Auf dem Nischenduftmarkt gibt es verhältnismäßig wenige Hersteller, die Attars im Programm haben. Amouage brillierte lange Zeit mit einer leider sehr schwer erhältlichen Kollektion, die aber mittlerweile leider wohl komplett eingestellt wurde. Leider, weil es dabei einige wirklich traumhaft schöne Düfte gab. Und das, obgleich ich, wie ich ehrlich sagen muss, kein ausgesprochener Freund von Parfumölen, vielmehr generell: Ölen bin. Ich mag die Konsistenz nicht auf der Haut, irgendein frühkindliches Trauma vielleicht, ich habe keine Ahnung ;) Gott sei Dank benötige ich vom Hauttyp nichts dergleichen, einzig Haaröle werden von mir verwendet und auch die Anwendung jener nötigt mir eine gewisse Überwindung ab.

Meine diesbezügliche Präferenz soll mir, soll uns allerdings nicht den Test unserer zwei heutigen Kandidaten beeinflussen, die auf die Namen Elixir und Tempest hören.

Elixir hängt die Latte namenstechnisch natürlich hoch:

“Das Elixier, auch bekannt als Lebenselixier oder Elixier der Unsterblichkeit, wird oftmals mit dem Stein der Weisen gleichgesetzt. Durch viele Kulturen hinweg gibt es die Vorstellung von einem solchen Trank, der richtig zubereitet und zur richtigen Zeit genossen, ewiges Leben und ewige Jugend verleihen soll.”

Elixier, Lebenselixier, Elixier der Unsterblichkeit – das hat schon viel vom heiligen Gral. Ob Elixir ein solcher für mich wird? Die Zutaten des Zaubertrankes: Kopfnote: Florale Noten, Copahu-Balsam; Herznote: Basilikum, Wacholder, Nagarmotha, Labdanum (Zistrose); Basisnote: Adlerholz (Oud), Labdanum (Zistrose), Gurjunbalsam, Ambra.

Was sehen meine wunden Augen da? Nagarmotha, nochmal. Und Oud. Für mich, wie dieser Tage bereits erwähnt, immer eine unheilvolle, meist süchtig machende Kombination …

War ja klar … ausgerechnet ein Attar muss mir jetzt noch den Kopf verdrehen. Al Kimiya schicken sich an, meinen Doktorandengeldbeutel zu leeren, vielen Dank auch! Liebe Leser, auch wenn ich hier immer so schön als Chefanfixerin tituliert werde, das heißt nicht, dass ich nicht selbst auch “Opfer” bin! Glaubt mir, wenn ich es schaffe EUCH zu infizieren, dann gehe ich mir zuallererst in schöner Regelmäßigkeit auch selbst hilflos auf den Leim.

Lisi Jar

Elixir könnte zu meinem Lebenselixier werden, in der Tat – und das liegt ganz maßgeblich an dem wundervollen Trio aus Oud, Nagarmotha und Wacholder. Elixier zeigt deutliche Oudnoten, rauchig-holzig und medizinisch-feucht, aber kühl, was dem Duft einen erhabenen Charakter verleiht. Elixier erinnert mich an einen majestätischen Wald, an die Ruhe, die man dort finden kann. Kontemplation. Elixier ist beruhigend, beschützend, vertraut. Und entwickelt, je länger er auf der Haut ist, auch eine schöne, verhaltene und subtile Wärme dank seiner Harze, die dem eigentlich eher kühlen Duft allerdings sein Naturell beibehalten lässt.

Elixir ist schlicht – herrlich. Und für mich vermutlich ein Must-Have.

Tempest, unser zweiter Duft, ist eine Verneigung vor Shakespeare:

“The Tempest (dt. „Der Sturm“) ist das letzte Werk des vermutlich größten Dramatikers aller Zeiten, William Shakespeare. Es ist von alchemistischer Bildsprache geradezu durchdrungen (sterbende Könige und Söhne, Ariel als Geist Mercurius usw.) mit Prospero als Archetyp des Magiers.”

Und, schon wieder – Nagarmotha und Oud, darüber hinaus: Kopfnote: Bergamotte, Zitrone, Orange, Petitgrain, Lavendel, Elemiharz, Ingwer; Herznote: Zedernholz, Nagarmotha, Gurjunbalsam, Cashmeran, Jasmin, Rose; Basisnote: Patchouli, Sandelholz, Vetiver, Moschus, Ambra, Adlerholz (Oud).

Miranda - John William Waterhouse

“O, wonder! How many goodly creatures are there here! How beauteous mankind is! O brave new world, That has such people in’t! ” heißt es im Sturm – und auch, wenn mir dieser Blick auf die Welt und die Menschheit nicht immer gelingt, Tempest hilft dabei: Auch dieses Öl ist wundervoll. Die Frische von Nagarmotha verschmilzt mit derjenigen der Hesperiden, die durch Ingwer fruchtige Herbheit gestiftet bekommen. Rose unterstreicht und verstärkt, während Jasmin zart weißblühend cremt. Ein Hauch ernst-krautigen Lavendels, holzig-knarzig-rauchiges Oud von kühlem Charakter und eine Basis, die sauber, seidig-wassergleich, holzig und verhalten grasig untermalt.

Tempest ist ein wahres Fest, eine jener kühlen und komplexen Oudschönheiten, die leider so selten sind. Trotz allem ziehe ich den Wald vor, Elixir, von dem ich verzaubert bin. Und Ihr?

Einen schönen Tag Euch und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

P.S.: Nachtrag – Mist … Tempest wird, je länger er auf der Haut ist, auch immer schöner … Ob ich noch zum Attar-Fan werde?

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In arabischen Gefilden …

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Fruchtiges,Gourmand am 27.08.2014

… weilen wir noch zwei weitere Tage mit Al Kimiya, die mich gestern sehr positiv überrascht haben: Intensive, orientalisch inspirierte Düfte mit einer extrem guten Sillage – ganz nach meinem (zugegebenermaßen recht weit gefächerten) Geschmack. Heute klemmen wir uns Kemi, Layla und Luna unter die Nase, die geneigte.

Kemi greift den Ursprung des Firmennamens auf:

kemi“Al Kimiyas Eau de Parfum Kemi begibt sich zu den Wurzeln des Wortes „Alchemie“. Am Anfang der Herkunftsgeschichte steht vermutlich das altgriechische Wort „chymia“ bzw. „chemeia“ für „Metallguss“ oder auch „chymos“ für „Flüssigkeit“, von dem sich das altägyptische Wort „khem“ für „schwarz“ oder „schwarze Erde“ ableitet. Die Araber griffen dieses auf und so entstand „al-kimiya“. Die genaue Herkunft bleibt aber letztlich unsicher.

Kemi erweist sich als eine orientalische Komposition, die durch ungewöhnliche Zutaten zu überraschen weiß – wie ein Blick in fremde, unbekannte Welten.”

Ungewöhnliche Zutaten für einen Orientalen? Da werfen wir doch gleich einen Blick auf die Noten: Kopfnote: Zedernholz, Adlerholz (Oud); Herznote: Gurjunbalsam, Karamell, Castoreum, Zibet; Basisnote: Sandelholz, Vanille, Hölzer.

Ein klassischer Orientale, das scheint mir greifbar, wird Kemi wirklich nicht sein, zu gourmandig wirkt die Komposition, zumindest auf dem Papier … Auf der Haut angekommen, täuscht dieser Verdacht nicht vollständig. Eine betörender Oudduft, lockend, weiblich und süß – als solcher erinnert er mich sofort an Xerjoffs Mamluk, diese Honig-Venusfalle. Mamluk ist aber wesentlich süßer, einlullender als Kemi, der nicht mit Honig, sondern mit dunkelstem Karamell und sandelwürziger Vanillecreme brilliert. Die animalischen Noten sind, genauso wie bei Mamluk, gegeben – dafür sorgen Zibet, Castoreum und Oud. Alles in allem könnte ich mir, je länger meine Nase an meinem Handgelenk hängt, diesen Duft allerdings auch bei dem richtigen Mann vorstellen: Er changiert zwischen Süße und kühlem,stolzem Oudtier – das hat durchaus seinen Reiz!

JosephWright-Alchemist

Layla ist eine Ode an die Nacht:

“Layla bedeutet auf Arabisch „Nacht“. Etwas romantisch denkt man sich den Alchemisten als Meister verborgener Künste, an der Schwelle zur Welt der Geister und Dämonen, der des Nachts seinem magischen Handwerk nachgeht. So stellte auch der englische Maler Joseph Wright of Derby in seinem Gemälde von 1771 „Der Alchemist auf der Suche nach dem Stein der Weisen“ den vollbärtigen Hennig Brand dar, wie er in einem gotischen Raum, magisch erhellt vom Leuchten eines Glaskolbens den Phosphor entdeckt

Mit „Layla“ zeigt die Kollektion von Al Kimiya eine verträumte, feminine Kreation, die auf die subtile Kraft feiner Gewürze und die Zartheit der Blüten setzt.”

Dass die Nacht weiblich ist, ist ja klar. Wie setzt man bei Al Kimiya die Nacht aber ansonsten olfaktorisch um? Das Rezept: Kopfnote: Gewürznelke, Muskatnuss; Herznote: Ylang-Ylang, Zedernholz; Basisnote: Ambra, Patchouli, Moschus, Vanille.

Laila ist im Auftakt kühl und ich frage mich, woher diese Kühle kommt, die fast wässrige Nuancen zeigt. Alsbald entwickelt sich Laila zu einem echten Chamäleon, das zu bezaubern weiß: Vanille, leicht und seidig huscht über meine Haut, cremt und verwöhnt. Dieser Vanille wohnt eine gewisse Würze inne, eine süße, zart gewürzige, karamellig angehauchte und ambriert gewärmte. Irgendwo hält ein Hauch Schärfe, die Waage, eine sanfte, dunkelbraune Kante im Duft. Und der Duft von sachten, nektarreichen Blüten weht durch diese Nacht …

Lehnert & Landrock - 2558 - Danseuse arabe

Gewürznelke und Muskat muss hier niemand schrecken, sie sind einzeln nicht besonders dominant, sondern fügen sich eher ein in diese warme Sommernacht. Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Wer auf der Suche nach einem wirklichen Gewürzduft ist, ist mit Laila sehr wahrscheinlich, je nachdem, wie der Duft auf der eigenen Haut herauskommt, nicht optimal bedient.

Luna ist unser letzter Duft für heute und passt selbstredend betreffs der Inspiration perfekt zu Layla, der Nacht:

“Luna von Al Kimiya ist natürlich dem Mond zugeeignet, jenem uns nächsten, mit dem bloßen Auge sichtbaren Himmelskörper, der die Phantasie der Menschheit seit jeher beflügelte. Älteste Zeugnisse wie etwa Stonehenge oder die Himmelsscheibe von Nebra bezeugen die große Bedeutung des Mondes für den Menschen. In der geheimnisvollen Welt der Alchemie wurde jedem der damals bekannten sieben Himmelskörper ein Metall zugeordnet. Vermutlich stammt diese Praxis bereits aus der Philosophie der alten Babylonier. Wie könnte es auch anders sein, wurde der Mond mit dem Silber assoziiert – man denke nur an verzauberte Vollmondnächte, in denen der Mond die Welt in seinen silbernen Schein taucht.”

Lehnert & Landrock - 244 - Danseuses arabes

Der Mond, von je her auch interkulturell auch als Zeichen der Fruchtbarkeit gesehen und olfaktorisch mittels folgender Zutaten umgesetzt: Kopfnote: Zitrone, Mandarine, Apfel, Mango, Kräuter, Johannisbeere, Aprikose, Weihrauch, Gewürze; Herznote: Zedernholz, Jasmin, Rose, Iris, Leder; Basisnote: Ambra, Moschus, Vanille.

Die vielen Früchte, vor allem Mango, sowie die Weißblüher in Verbindung mit Leder machen mich natürlich sofort neugierig – und entführen mich in einen üppigen Garten oder auch einen bepflanzten Riad während einer lauen Sommernacht. Die Mischung macht es hier: Reife Mangos, Äpfel und Agrumenfrüchte, ein würziger Hauch der Hitze des Tages sowie Kräuter, die perfekte, herb-grüne Akzente setzen. Weißblüher zaubern jene betörende Atmosphäre, die man so liebt an den Nächten südlicher Gefilde – und die wir hier in Deutschland gerade erst recht nicht einmal ansatzweise haben … Im weiteren Verlauf pudert es noch ein wenig und wildledert sacht vor sich hin, die Basis ist warm und kleidsam, umhüllend – und entspricht so ziemlich genau einer schönen, romantischen warmen Sommernacht …

Für mich ein Ersatz für den fehlenden Sommer und die ebenfalls nicht vorhandene Romantik – Luna wird mich dieser Tage begleiten.

Und Euch? Hat schon einer der Düfte von Al Kimiya Euer Interesse geweckt?

Einen schönen Tag noch und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Blending Magic …

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Florientalisch am 26.08.2014

… lautet er, der Zusatz zu unserer neuesten Marke Al Kimiya, die ich Euch diese Woche vorstellen werde. Sehr arabisch muten sie für mich an, die zwei Attars, die zwei Extraits sowie die vier Eaux de Parfum und Oud werde ich vermutlich auch nicht lange suchen müssen – ob meine Oud Stars von Xerjoff, die ich so sehr liebe, Konkurrenz bekommen? Wir werden sehen.

Ja, ja, jaaa! ‘Ilm, mit dem ich beginne, bietet mir gleich Oud satt:

_ilm„‘Ilm“ ist der islamische Begriff für Wissen. Er beschreibt das Studium und die Entwicklung der Wissenschaft in der Blütezeit des Islam. Ungefähr vom 7. bis 13. Jahrhundert entwickelte sich in den islamischen Ländern eine Hochkultur der Kunst, Kultur und Wissenschaft: die Fachbereiche der Medizin, Mathematik, Astronomie, der Chemie bzw. Alchemie, Literatur, Philosophie und Musik waren hier führend.

Bei „‘Ilm“ handelt es sich um ein Extrait de Parfum, das aus dreierlei Oud besteht. Im Kopf befindet sich gereiftes indisches Assam-Oud, im Herzen Oud aus Bangladesch und in der Basis Oud aus Laos. Das Ergebnis ist eine klare, orientalische Oudkreation, die durch ihre Geradlinigkeit das Streben nach Wissen und Erkenntnis hervorragend darzustellen weiß.”

Dreifach Oud – und das in einer solchen Konzentration, das kann eigentlich nur gut werden! … und heftig, sollte ich vielleicht hinzufügen. Ein Projekt, das ich schon ganz lange vorhabe, ist, mir endlich mal Proben von verschiedenen Oudsorten zuzulegen, um mir einen besseren Überblick zu verschaffen. Ich liebe und erkenne Oud, kann auch Unterschiede entdecken, bin allerdings nicht dazu in der Lage, Oud aufgrund seiner Herkunft zu unterscheiden, beispielsweise. Eine geübte Nase sollte diesbezüglich eigentlich weiterkommen – das würde ich auch können. Insofern kann ich Euch bei ‘Ilm auch nicht sagen, an welchem Punkt welches Oud ineinanderübergeht, wo diese kostbaren Sorten miteinander verschmelzen.

2 Arabian courtyard 100x100 cms.

‘Ilm ist – heftig. Und nur etwas für echte Oudliebhaber, die sich nach dieser Kostbarkeit in Reinform verzehren: Der Duft vereint alle Facetten, für die man Oud liebt – und das in einer solchen Intensität, dass Zögerliche und Unentschlossene die Aussage des Duftes wohl ein zu entschlossenes Statement sein dürfte. Dieses Oud hier holzt, kokelt, raucht, glüht, zündelt – und ist gleichzeitig kühler Natur. Ist heftig animalisch. Verfügt über jene Nuancen, die man bei Jasmindüften indolisch nennt. Betreibt Doktorspielchen mit medizinischen Anmutungen. Und offenbart Facetten, die an die köstlichen Edelschimmelakzente von gutem (!) Gorgonzola erinnern. Das ist alles – tragbar, ja. Aber es bedarf dafür eines Connaisseurs, eines mutigen. Und ja, ich würde ‘Ilm tragen ;)

Hayat ist unser zweiter Kandidat:

„Hayat“ ist das arabische Wort für „Leben“. Das gleichnamige Eau de Parfum aus dem Hause Al Kimiya widmet sich dem Leben und geht diesem bis zu seinen Wurzeln nach. Denn alles, was im Universum existiert, alles Lebendige, aber auch Unbelebte, besteht aus den vier Elementen Erde, Luft, Wasser und Feuer – so glaubte man dies bereits in der griechischen Antike vor rund 2500 Jahren. Diese Lehre gelangte nach Ägypten, später über die Araber in den Mittelmeerraum und dann nach Europa. Erst im 17. und 18. Jahrhundert spaltete sich die Chemie als exakte Wissenschaft von der Alchemie ab. Das Periodensystem der Elemente ersetzte die Vier-Elemente-Lehre.”

Leben – ich lebe auf, wenn ich einen Blick in die Ingredienzen von Hayat werfe: Kopfnote: Bitterorange, Lavendel, Safran; Herznote: Kardamom, Zimt, Ambra; Basisnote: Nagarmotha, Zedernholz, Patchouli, Adlerholz (Oud).

Oud und Nagarmotha? Da kann eigentlich, zumindest für mich, nicht mehr allzu viel daneben gehen, hoffe ich? … Nein. Kann nicht. Wunderbar! … was für ein herrlicher Duft: Animalisches, knarzig-kokeliges, medizinisch anmutendes Oud, dem sonderbar-seltsame Safrannoten assistieren. Lederne, krachlederne Anmutungen nebst einer feinen, würzig-scharfen Zimtsüße und als Gegenpol – Nagarmotha. Mein Lieblingskraut. Jenes gleißende, irgendwie wässrig-fruchtig-frisch wirkende, das ich nicht, nie näher beschreiben kann, das mich aber immer und immer wieder verzückt und in die Knie sinken lässt. So geschehen auch schon unter anderem und vor allem bei Xerjoffs Fars und Montales Steam Aoud. Safran, Oud, Nagarmotha und Leder – a match made in heaven!

Jãbir ist einem großen Geist gewidmet – sein Namenspatron ist folgender:

“Die Geschichte der Alchemie wäre nicht vollständig, würde man an Jãbir vorübergehen, der mit vollem Namen Abū Mūsā Dschābir ibn Hayyān oder lateinisch „Geber“ hieß. Der arabische Universalgelehrte lebte höchstwahrscheinlich im 8. Jahrhundert, konnte sich ohne Übertreibung Alchemist, Astronom, Astrologe, Ingenieur, Geograph, Philosoph und Mediziner nennen und gilt als „Vater der Chemie“. Ihm werden die Entwicklung wissenschaftlicher Herangehensweisen, die Erfindung des Alambic und der Retorte zugeschrieben sowie Methoden wie die Filtration und Destillation. Mit letzterer begründete er ebenso die Herstellung von Parfums.”

Jabir ibn Hayyan

… so kommt es, wenn man vor dem Testen nicht auf die Inhaltsstoffe schaut: Ich hatte etwas komplett anderes erwartet und bin – überrascht. Aber sehr positiv überrascht! Einen kernigen Mann hatte ich erwartet, hätte doch aber schon bei dem Verweis auf Destillationsmethoden stutzig werden sollen … und an Blümchen denken müssen. Die finden sich nämlich in Jãbir zuhauf: Kopfnote: Rosa Pfeffer, Freesie, Veilchen; Herznote: Rose, Maiglöckchen, Pfingstrose; Basisnote: Vanille, Patchouli, Vetiver, Moschus, Adlerholz (Oud).

Jãbir ist – ganz wundervoll: Ein Blütenbouquet aus fruchtig-wässrigen, hell-transparenten, aber eindringlichen Schönheiten, gekonnt von Pfeffer akzentuiert. Und da ist diese Ambivalenz, die den Duft so spannend macht: Oud, deutlich animalisch, in Kombination mit den doch sehr frisch und vor allem auch sauber – Maiglöckchen sei Dank! – wirkenden Blumen. Vanille spielt die umhüllende Gouvernante, Moschus bettet ein wenig … und in der Basis bleibt Jãbir glockenhell und strahlend blühend, während das Oud nur noch eine sehr untergeordnete Rolle spielt.

Die Basis, meine Damen, ist ein Blütentraum, ein ganz besonderer: Ich wurde heute bei meinen Einkäufen zwei Mal auf den Duft angesprochen. Das ist mir bei einer kurzen Stippvisite in die Welt da draußen tagsüber so noch nie passiert. Aber: Mit dem Oud in Kopf und Herz muss man schon können – und es ist wie bei allen Düften von Al Kimiya bisher, arabisch ausgelegt.

Ich bin gespannt auf die nächsten Düfte der Kollektion und verbleibe bis dahin mit den allerliebsten Grüßen,

Eure Ulrike.

 

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Newsletter: Die mystische Welt der Alchemie

Geschrieben in Ankündigungen am 25.08.2014

Hallo,

heute habe ich magische Kostbarkeiten für Sie,
die allesamt von der höchst geheimnisvollen Aura der Alchemie umgeben sind.
Lassen Sie sich verzaubern!

Al Kimiya – die Alchemie

Ihre Wurzeln reichen bis ins alte Ägypten und nach Griechenland zurück.
Magie und Wissenschaft waren noch eng verbunden und ohne diese
frühen genialen Erfinder wären Parfums – wie wir sie heute kennen –
wahrscheinlich kaum möglich.

Aus den kreativen Zauberküchen der modernen Parfum-Alchemisten
stammt die magische Kunst der Kollektion Al Kimiya:

Exzellente Eaux de Parfum – „Hayat“, das Leben,
beruht auf den vier Elementen Erde, Luft, Wasser, Feuer und „Kemi“
widmet sich dem alten Ägypten mit seinen mächtigen Magiern. „Layla“,
die Nacht, wiederum beschwört die Nachtstunden für magische Rituale
und über ihr wacht „Luna“, der silberne Zaubermond.

Die beiden Extraits dienen der Weisheit: „’Ilm“ verbeugt sich
vor dem goldenen Zeitalter des Islam, der Blütezeit der Wissenschaft
und Kultur, als der Gelehrte „Jãbir“, der Vater der Alchemie,
geniale Erfindungen machte.

Zwei besonders kostbare Schätze sind Al Kimiyas Attars „Elixir“
und „Tempest“. Ersteres steht für den Trank der Unsterblichkeit,
den Stein der Weisen, während das zweite als großes Finale von dem
alchemistischen Theaterstück Shakespeares kündet.

Von der Erschaffung edler Metalle

Immer schon war es der Traum der Alchemisten,
edle Metalle wie Gold und Silber zu erschaffen. In der Alchemie standen
sie für Sonne und Mond und wurden nun vom Duftmeister-Alchemisten
Geza Schön in wohlriechende Elixiere verwandelt: das vorzügliche Duo
„Gold“ und „Silver“ von Saskia Diez!

Lassen Sie sich in die geheimnisvolle Welt
der duftenden Alchemie entführen!

Ihr Georg R. Wuchsa
Gründer aus Leidenschaft von

AUS LIEBE ZUM DUFT – das Original!

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Die Männer …

Geschrieben in Duft,Hesperiden,Leder,Solifloral am 22.08.2014

… sind gestern bei Le Galion etwas ins Hintertreffen geraten, deshalb ist es heute ein wenig anders verteilt: Zwei Herrendüfte, einmal Unisex und eine letzte Dame stelle ich Euch vor.

Da ich mich an der Zeit des Erscheinungsdatums der Vorgänger orientiert habe, geht es flott so weiter – La Rose ist an der Reihe, der dritte Soliflor des Hauses. Erschienen im Jahre 1950 widmete Paul Vacher, damaliger Eigner und Parfumeur von Le Galion, La Rose allen Frauen. Als großer Rosenliebhaber testete er wohl jedes Jahr Dutzende Rosensorten, was es sicherlich nicht einfacher machte, die geeigneten Rosen für einen Rosenduft zu finden. Allerdings ist La Rose weniger monothematisch, als man es anhand des Namens vielleicht vermuten würde – ein Blick auf die Ingredienzen lässt es bereits erahnen: Kopfnote: Kopfnote: Bergamotte, Veilchenblätter; Herznote: Rose, Ylang-Ylang, Pfirsich, Lilie; Basisnote: Zedernholz, Patchouli, Vanille, Moschus.

la-rose1_le-galion

Was für eine Rose oder was für Rosen nun letztendlich Zugang zu der schönen Komposition gefunden haben, verraten Le Galion nicht in ihrem Pressematerial. Ein fruchtiger, junger Typ Rose ist es auf jeden Fall, eine samtig-opulente raumfüllende, die durch Lilien an wässriger Frische und Tiefe gewinnt. Ylang sorgt für einen zarten Honiganstrich, während Pfirsich die Fruchtigkeit der Blüten gekonnt aufgreift. Anfangs vermute ich noch einen Hauch im positiven Sinne dumpfen Zimt in dem Geschehen, der sich aber alsbald als Konglomerat aus anderen Zutaten entpuppt: Ein erdig-pudriges, auf subtile Art Kakaoanleihen verströmendes Duo aus Veilchen und Patchouli auf einem Bett aus cremig-vanilligem Moschus.

Feminin & aussagekräftig – La Rose ist eine stolze Vertreterin ihrer Gattung und für Freunde von Rosendüften in jedem Fall ein Must-Try.

Es folgen unsere zwei Männer: Snob von 1952 und Whip von 1953. Ich mag sie ja schon, diese Namen … und die alte Werbung dazu ist auch klasse.

legalionsnob

Snob war eine klare Antwort Vachers auf den Zeitgeist:

“In den 1950er Jahren zeigten die Modefotografien Frauen von einer kalten, harten Seite, ein wenig hochmütig, um nicht zu sagen … versnobt. Gerne wurden die Models vor der Skyline von Manhattan oder auf der Spitze des Eiffelturms mit ausdruckslosem Gesicht gezeigt. Die Proportionen des „New Look“ unterstrichen diese Haltung. Es ist die Zeit der Twinsets, Perlen und hohen Absätze. Die Filme dieser Zeit spiegelten diese vornehme Gesinnung wider – „Frühstück bei Tiffany“, „Die oberen Zehntausend“, „Die barfüßige Gräfin“ und „Wie angelt man sich einen Millionär?“.

Als Reflexion dieser Zeit schuf Paul Vacher „Snob“ mit seinem fruchtigen, gewürzigen und floralen Bouquet. Opulent und mit einem großen Charakter eignet sich dieser Duft perfekt für Feste und Zusammenkünfte. „Snob“ zeigt ein florales Bouquet mit weißen Blüten, gepaart mit Rose, für einen sinnlichen Effekt. Gewürze wie iranischer Safran erzeugen eine Hitze, die von kostbaren Hölzern ausgeglichen wird: australisches Sandelholz und Virginia-Zeder, umgeben von Weißem Moschus.”

… oh, und wie ich diesen Snob liebe! Das ist kein arroganter, neureicher Emporkömmling, sondern ein ironischer, sarkastischer Freigeist. Dieser Mann kokettiert – mit seiner Selbstgewissheit. Er spielt, gekonnt – und weiß es so, die Aufmerksamkeit an sich zu reißen. Meine ist ihm sicher, das steht fest!

Safran in seiner ihm genuinen, trocken-fruchtig-herb-holzig-würzigen Art tändelt mit reifen Früchtchen, genauer: Zitrischem (Mandarine und Bergamotte) sowie einem stolzen grünen Apfel. Ein Röschen fängt diese frische Fruchtigkeit auf und vertieft, während Iris im Zusammenspiel mit der Basis aus Sandel- und Zedernholz sowie Moschus irgendwoher Lederanklänge herzaubert, die von betörend cremigem Jasmin verheißungsvoll kontrastiert werden. Sexy, sehr sexy, meine Lieben – und vermutlich nicht nur an Männern … Zumindest gedenke ich dieses Schmankerl auch selbst zu tragen; werde berichten, ob es was bringt ;)

Grant, Cary (Suspicion) 01 Crisco edit

Whip, die Peitsche, greift die Sexyness zumindest im Namen auf – oder ist das jetzt meine Phantasie, die da mit mir durchgeht? Und nein, ich habe Shades of Grey NICHT gelesen. Wo könnte er wohl herkommen, bei Whip, der Peitschenhieb? Schauen wir uns die Zutaten an:  Kopfnote: Zitrone, Bergamotte, Estragon, Lavendel, Kardamom; Herznote: Jasmin, Veilchen, Iris, Galbanum; Basisnote: Eichenmoos, Vetiver, Patchouli, Leder.

Gustav Marx Begegnung am See

Da haben wir es ja schon, das Leder, wer hätte es geahnt … Dem Pressetext nach zu urteilen vergriff sich an Whip allerdings nicht nur die Herrenwelt, auch die Damen pflegten ihn zu tragen. Ich kann es nachvollziehen, allerdings sehe ich Whip, anders als unseren Snob, tatsächlich eher an einem Mann. Liebe Männer, wenn es Euch nach einem Hesperidengesellen gelüstet, zieht doch einmal diesen schönen und markanten Duft in Erwägung, bevor Ihr Euch ein 0815-Cologne kauft! Zitrisch-prickelnd, sportlich und frisch, von würzig-grünen Kräutern geprägt, dank Iris und Veilchen subtil pudrig und mit einer markanten Ledernote brillierend, in der Basis von Moos, grasigem Vetiver und erdigem Patchouli gekonnt vervollkommnet – Whip ist ein Statement und trotz allem ein Immergeher für einen Mann, einen richtigen.

eau-noble1_le-galion

Eau Noble, der (hoffentlich nur vorerst) letzte Duft von Le Galion, zielt, zumindest auf den ersten Blick, in eine ganz ähnliche Richtung wie Whip: Zitrusfrüchte und Leder sind Thema. Allerdings sind sie hier viel zarter, eleganter, weniger kantig und markant verpackt. “Smooth” wäre das passende Wort dafür. Die Agrumenfrüchtchen tollen nicht herum, sondern scheinen und strahlen gleichbleibend, Frische und Herbheit einhauchend. Galbanum stiftet herb-bitteres Blattgrün, von Salbei und Lavendel krautig untermalt, während Geranium dem zitrischen Obst zur Verstärkung gereicht, minzig deren ätherische Komponente verstärkend. Irgendwo im Hintergrund ist da Weichheit und Moos und – ja, Leder. Sanftes, aber dennoch bestimmtes Leder. Ein eleganter Hesperide ist Eau Noble und wird so seinem Namen mehr als gerecht – so wünsche ich mir einen Zitrusduft!

Alles in allem bin ich sehr positiv überrascht von Le Galion – es sind doch einige Düfte bei mir sehr nachhaltig hängengeblieben, bei Euch auch?

Vergesst nicht, dass uns der Vertrieb von Le Galion dankenswerter Weise zwei Exemplare des wunderschönen und luxuriösen “Sample-Sets” zur Verfügung stellt: Le Coffret genannt, handelt es sich um 9x jeweils 7,5ml der Düfte in Sprühzerstäubern plus einem sehr wertigen Bakelit-Taschenflakon, in dem man die Phiolen schöner aufbewahren und transportieren kann.

Wie Ihr eines der beiden Coffrets gewinnen könnt? Nichts einfacher als das: Postet mir einfach bis Sonntag, 24.08., 24 Uhr unter einen der  drei Le Galion-Artikel, WARUM Ihr es haben wollt und welcher Duft Euch am meisten interessiert. Wir wählen nächste Woche zwei Gewinner aus.

Ein schönes Wochenende Euch und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Geschrieben in Duft am 21.08.2014

beschäftigen uns heute: Le Galion ist Thema, genauso wie gestern und morgen.

legalion222Zuallererst ist 222 an der Reihe, ein Duft, der auf einem Zufallsfund in den Archiven beruht: Irgendwann zwischen 1930 und 1935 muss er wohl entstanden sein, zumindest – die Idee zum Duft. Denn in Serie gegangen ist er wohl nie – bis jetzt. Man hatte ihn wohl vergessen, und das ganz zu Unrecht. Aber alles der Reihe nach, hier zuerst die Ingredienzen: Kopfnote: Veilchen, Kaschmirholz; Herznote: Myrrhe, Styraxharz, Lavendel, Weißer Moschus; Basisnote: Eichenmoos, Sandelholz, Vanille, Leder.

222, jenes Schubladenkind, könnte mein persönlicher Favorit der Kollektion werden: Dieses Veilchen ist einfach nur himmlich – und ich kann es mir sowohl an Frauen als auch an Männern vorstellen. Ein erdig-pudrig, samtig-feuchtes Veilchen in Kombination mit würzig-warmen, harzgesüßten Hölzern. Ein Hauch Lavendel, krautig und seriös, untermalt von köstlich-cremiger Vanille und kontrastiert von einem Hauch Wildleder. Veilchen, Leder und Harze – damit trifft 222 einen Ton, der in letzter Zeit en vogue ist. Und ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie man nicht schon früher darauf kommen konnte, Veilchen in moderne Duftgewandung zu kleiden. 222, jener skinnige, ist absolut zeitgemäß – es stellt sich mir hierbei also die Frage, inwieweit an der Originalrezeptur geschraubt wurde oder ob der Duft seinem Naturell nach damals schon solch eine Aussage hatte. In diesem Falle wäre er seiner Zeit sicherlich voraus.

Mit einem für Männlein wie Weiblein tauglichen Duft anzufangen, ist immer gut – jetzt widmen wir uns aber erst einmal den Blümelein des Hauses Le Galion, der Tuberose und der Iris.

Iris macht den Anfang:

“Im Jahre 1937 zog der Mode-Designer Cristóbal Balenciaga nach Paris. Im selben Jahr präsentierte Jacques Fath seine erste Kollektion der Öffentlichkeit und das erste „carré Hermès“ wurde gezeigt. Die Frauenzeitschrift Marie Claire wurde erstmals veröffentlicht. Die französische Schauspielerin Arletty und Ginger Rogers wurden zu Botschafterinnen der Schönheit. Amelia Earhart flog alleine um die Welt und verschwand dann auf mysteriöse Weise über dem Pazifik. Das Palais du Trocadéro wurde für die Weltausstellung in Paris erbaut. In diesem Jahr veröffentlichte Paul Vacher seinen ersten solifloralen Duft – „Iris“.”

Iris soll eine Hommage an die Zeit des Art-Déco sein und eine Ode an jene Königin der Blüten. Das Parfum soll “französischen Chic mit natürlicher Eleganz verbinden” und versucht dies mit: Kopfnote: Bergamotte, Zitrone, Mimose, Ambrette; Herznote: Iris, Lilie, Rose, Galbanum; Basisnote: Atlas-Zedernholz, Ambra, Moschus.

Ich könnte mich jetzt hier über die einzelnen Ingredienzen, ihr Zusammenspiel auslassen – Iris ist aber genau solch ein Duft, bei dem ich dies nicht machen möchte. Er ist mehr Aura als Parfum, funktioniert als Ganzes, und das ausnehmend gut. Iris ist schlicht – herrlich. Es gibt viele Irisdüfte und darunter viele gute und schöne – meine Lieblinge sind definitiv Malles Iris Poudre, jene olfaktorische Version eines Kaschmir-Seiden-Kleides, Iris Pallida von L’Artisan Parfumeur, jene kühl-ledrige Majestät und Heeleys Iris de Nuit, jene moderne Erhabene.

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Kosaciec bialy Iris palladia palladia“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Le Galions Iris schafft es spielend in meine Favoriten: Seidig-weich, sehr skinnig und cremig (anstatt pudrig zu sein) umhüllt sie meine Haut mit ihrem kostbaren Duft. Zarte Zitrussprenkler schaffen ambivalente Komplexität, Galbanum stiftet herb-grüne Anleihen und Lilie und Rose vertiefen subtil und ohne sich in den Vordergrund zu drängen den blumigen Charakter, den Iris nicht unbedingt immer haben muss. Was für ein wundervoller Duft!

Tubéreuse, ist unsere Nummer Drei: 1937 kreiert, folgte Vacher mit diesem Duft seiner Passion für Soliflors. Und wagt sich damit natürlich gleich an einen echten Kracher: Tuberose, die Femme Fatale der Blüten, jene Männerfresserin. Aber ist sie das auch wirklich in der Interpretation von Le Galion? Bei einem ersten Blick auf die Ingredienzen hege ich Zweifel – und freue mich noch ein bisschen mehr auf den Test: Kopfnote: Mandarine, Galbanum, Rosa Pfeffer, Birne; Herznote: Tuberose, Rose, Orangenblüte, Himbeere; Basisnote: Zedernholz, Ambra, Moschus.

Das sieht mir nach einer fruchtigen, vielleicht gar beschwingt-leichten Tuberose aus – das würde mich wirklich sehr freuen! Schwupps auf der Haut enttäuscht mich der Duft mitnichten, ganz im Gegenteil, er erfüllt meine Erwartung, meine Hoffnung, meine sehnsuchtsvolle: Tubéreuse ist weder eine lolitaeske Kaugummi-Tuberose wie Piguets legendärer Klassiker Fracas noch ein Verführer-Schwergewicht wie die üblichen Verdächtigen (Serge Lutens’ Tubéreuse Criminelle, Malles Carnal Flower usw.), sondern eine unbeschwert leichte, aber dennoch charaktervolle Vertreterin ihrer Gattung. Weißblühend und frisch, ohne die sonst oft üppig ausfallende narkotisierende Schwere, von fruchtiger Rose begleitet und mit Himbeeren und Birnen herrlich verjüngend. Pfeffer kontrastiert gekonnt, während Galbanum herbes Blattgrün stiftet. Die Orangenblüte beschert subtile Nektaranmutungen, während sich die Basis im Hintergrund hält und dem Duft ein sanftes Gleichgewicht schenkt.

Sedap malam

Meine Damen – wer eine leichte Tuberose sucht, einen einfach zu tragenden, aber dennoch femininen Weißblüher, der ist mit Tubéreuse mehr als gut beraten!

Damit unsere Männer hier nicht völlig außen vor bleiben, ist der letzte Duft nun ihnen gewidmet: Special for Gentlemen heißt er, geschaffen im Jahre 1947 als, wusstet Ihr es, Roger Vivier den Stilettoabsatz erfand. Die Zutaten für dieses Mannsbild: Kopfnote: Bergamotte, Zitrone, Lavendel, Galbanum; Herznote: Zimt, Ambra, Labdanum (Zistrose), Patchouli; Basisnote: Eichenmoos, Vanille, Castoreum, Opoponax.

“Eine Hommage an die Tradition von Kompetenz, Exzellenz und Savoir-vivre, getreu dem Geist von Paul Vacher auch in der Neuauflage dieses klassischen und eleganten Duftes. Ein männlicher Duft, der die alten Traditionen der Parfümerie durch die Verwendung edler Ingredienzen wiederbelebt.”

legalionspecialforgentlemen

Gleich vorneweg: Special for Gentlemen wird seinem Namen gerecht. Das hier ist kein Teenagerduft und keiner für metrosexuelle Endzwanziger. Wir haben es hier mit einem echten Kerl zu tun, keine Frage! Krautig-ernster, von Harzen geschwängerter Lavendel kokettiert mit Zitrusfrüchten. Zimt stiftet ein Quentchen würzig-scharfe Süße, während Patchouli maskuline Erdigkeit einhaucht, von einer dicken Moosschicht tatkräftig unterstützt. Sean Connery – ja, George Clooney – ja. Aber bestimmt kein David Beckham.

Morgen geht’s weiter mit den restlichen vier Düften von Le Galion. Bis dahin bin ich hocherfreut, Euch mitteilen zu können, dass uns der Vertrieb von Le Galion dankenswerter Weise zwei Exemplare des wunderschönen und luxuriösen “Sample-Sets” zur Verfügung stellt: Le Coffret genannt, handelt es sich um 9x jeweils 7,5ml der Düfte in Sprühzerstäubern plus einem sehr wertigen Bakelit-Taschenflakon, in dem man die Phiolen schöner aufbewahren und transportieren kann.

Wie Ihr eines der beiden Coffrets gewinnen könnt? Nichts einfacher als das: Postet mir einfach bis Sonntag, 24.08., 24 Uhr unter einen der (dann) drei Le Galion-Artikel, WARUM Ihr es haben wollt und welcher Duft Euch am meisten interessiert. Wir wählen nächste Woche zwei Gewinner aus.

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Tuberosenliebe bei Rancé 1795
Viele kleine Italiener – Visconti die Zweite.
Oud Save the…


Le Galion …

Geschrieben in Blüten,Duft,Reines und Pudriges am 20.08.2014

… ist der Name eines altehrwürdigen Parfumhauses, das seine Geschichte mit vielen anderen klassischen Häusern teilt und ein ähnliches Schicksal erfahren hat. Aber zuerst einmal von vorne: Vor einigen Tagen ist die Kollektion bei uns im Shop gelandet und dieser Zuwachs war für mich Grund genug, Euch nicht nur die Düfte vorzustellen, sondern auch der Geschichte des Hauses zu folgen.

Mir sind immer wieder auf Parfum(flakon)börsen, auf ebay, Flohmärkten und so weiter alte Flakons von Le Galion ins Auge gestochen, insofern ist mir deren Name wohlbekannt – Euch auch? Davon ab: Flakonsammler unter Euch?

“In 1930, Prince Murat, a descendant of Joachim Murat, brother in law of Napoleon 1st, and King of Naples, founded Le Galion Perfume House. The first fragrances the house created were called Chypre, Indian Summer, Champs de Mai, Il n’est qu’à moi, Fougère, 111 and 222.”

LeGalionPaulVacherPrince Murat verkaufte sein Parfumhaus schon sehr bald, nämlich fünf Jahre nach dessen Gründung, an den Parfumeur Paul Vacher. Vacher hatte sich damals bereits einen Namen gemacht für Klassiker wie Lanvins Arpège, Rumeur und Scandal (mit Andre Fraysse) und er erfüllte sich mit dem Kauf von Le Galion den Traum eines eigenen Hauses, für das er in den nächsten Jahren diverse Parfums schuf: Sortilège, Bourrasque, Brumes, Iris und Tubéreuse, nach dem Krieg dann Special for Gentleman, Frac, Lily of the Valley, La Rose, Snob und Whip.

Vacher erwarb sich mit all seinen Kreationen einen Namen, der in einem Atemzug mit den ganz Großen der Branche genannt wurde wie zum Beispiel Ernest Daltroff, Edmond Roudnitska Ernest Beaux oder Jacques Guerlain. So kam es auch, dass er für Dior einige Ikonen kreierte: Miss Dior und Diorling gehen auf sein Konto. Für sein eigenes Haus fertigte Vacher bis zu seinem Tod im Jahre 1975 Parfums. Hernach übernahm seine Tochter die Leitung der Marke als auch die Parfumeurstätigkeit.

Der Niedergang von Le Galion begann ähnlich wie bei vielen anderen alten Häusern: Anfang der 80er verkaufte man an einen amerikanischen Konzern, der die Marke in atemberaubender Schnelligkeit durch schlechte Geschäftsführung ruinierte, bis sie in Vergessenheit geriet.

Der Mann, der Le Galion nun wie einen Phönix aus der Asche wieder auferstehen ließ, ist Nicolas Chabot – hier zwei Interviews mit ihm, einmal von der diesjährigen Esxence in Englisch und einmal in Französisch:

Das schöne Image-Video der Firma solltet Ihr Euch ebenfalls nicht entgehen lassen:

Der Name der Marke sieht sich, wie unschwer zu erkennen, von den majestätischen Seefahrer-Galeonen mit ihren riesigen quadratischen Hecks inspiriert, “um die Idee von Freiheit und Aufbruch zu verkörpern”. Dann lasst uns aufbrechen und uns ins duftende Abenteuer stürzen!

Die heutigen Flakons ähneln den ursprünglichen Flakons sehr, die Vacher zusammen mit bekannten Flakondesignern und Künstlern wie Julien Viard und Serge Mansau schuf. Mir persönlich kommt es zwar immer mehr auf Inhalte an, allerdings gefällt mir, dass man sich bei Le Galion an den alten Flakons orientiert und deren für das Haus typische Formensprache auch jetzt, bei der Renaissance der Marke, wieder aufgreift.

Betreffs der Rezensionen möchte ich mich chronologisch vorantasten: Alle Düfte sind Neuauflagen der alten Klassiker, insofern beginnen wir mit der Ikone des Hauses, mit Sortilège, das auf den gleichnamigen Duft aus dem Jahre 1936 zurückgeht. Leider kenne ich keinen einzigen der Originaldüfte in ungekipptem Zustand, was mir einen Vergleich unmöglich macht.

legalionsortilege

Vermutlich könnt Ihr es Euch bereits denken – wir haben es bei Sortilège mit einem aldehydigen Bouquet zu tun, zeittypisch. Die Noten: Kopfnote: Maiglöckchen, Flieder, Ylang-Ylang, Aldehyde; Herznote: Jasmin, Mimose, Narzisse, Türkische Rose, Iris; Basisnote: Sandelholz, Vetiver, Labdanum (Zistrose), Moschus, Ambra.

Dass Sortilège über viele Jahre hinweg ein Bestseller gewesen ist, wundert mich überhaupt nicht: Ein typischer Franzose, der mir sofort die grazile Eleganz in Erinnerung ruft, die man französischen Frauen so oft zuschreibt. Im Auftakt zeigt sich mir alsbald das frische, säubernde Maiglöckchen, das der Komposition auch eine gewisse Wässrigkeit, Taubenetztheit spendet, die wiederum von Narzisse aufgegriffen wird, dezent metallisch. Fruchtige Rose und Weißblüher nehme ich wahr, ein dicht gewebter Duftteppich, ein Blumenmeer, das köstlich eingerahmt wird von Nektaranleihen. Im weiteren Verlauf sorgt die Iris samt ihrem Gefolge, der Basis, für noch mehr Weiblichkeit: Pudrigkeit und Hautnähe, kostbare Samtigkeit und geheimnisvoll-marzipanig anmutende Süße machen den weiteren Charakter des Duftes aus, der meine Nase verzaubert. Und sicherlich nicht nur meine!

Sortilège ist definitiv ein Vintageduft, meiner Meinung nach aber durchaus zeitgemäß und gleichermaßen klassisch als auch glamourös. Ein femininer Franzose, dessen Herz dem Puder gehört sowie den Blüten. Für mich ein gelungener Auftakt – ich bin gespannt, wie es mit Le Galion weitergeht – Ihr auch?

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Iris, Tuberosen und Gentlemen …


Maskuline Urlaubsnostalgie – „Spanish Cedar“ von Czech & Speake

Geschrieben in Duft,Hesperiden,Holziges,Krautiges am 19.08.2014

Mal wieder etwas Neues von Czech & Speake! Die letzten Rezensionen zu dieser Marke liegen buchstäblich Jahre zurück. Im November 2011 nahm ich mir den Hochschulduft „Oxford & Cambridge“ zur Brust und im April des gleichen Jahres zusammen mit Mariela (in der Kategorie „Die Schöne und das Biest“) „Citrus Paradisi“ und „Cuba“.

spanish_cedar_box

Dieser Neuling hört auf den Namen „Spanish Cedar“ und passt thematisch bestens in die jetzige Urlaubszeit, denn Frank Sawkins, der Gründer von Czech & Speake, ließ sich bei der Kreation dieses Duftes von alten Urlaubserinnerungen leiten, aber lest selbst:

Bultaco Astro

„Bei diesem Duft stammt die Zeder zwar nicht aus Spanien, aber meine Inspiration hat mit Spanien zu tun. Urlaubserinnerungen an Menorca, als ich ein junger Mann war, auf meinem Bultaco-Motorrad durch sandige Buchten, sonnenverbrannte Kiefern und Zedern verströmten ihren unvergesslichen harzigen Geruch. Dieser Duft ist eine Erinnerung an jene Tage und diese Version, die ich kreierte, besteht aus einer Mischung aus Hölzern, Harzen, rauchigen Noten, ausbalanciert mit zitrischen und pikanten Noten.“

Duftkomposition
Kopfnote: Bergamotte
Herznote: Pflaume, Brombeere, Gewürznelke, Galbanum
Basisnote: Virginia-Zedernholz, Sandelholz, Guajakholz, Birkenteer

Schon nach kurzer Zeit merke ich, dass das auf dem Teststreifen nichts wird. Irgendwie zitrisch, irgendwie klassisch … Auf der Haut wird einiges klarer. Bergamotte, zitrisch und herb und dazu die pfeffrig-scharfen Noten der Gewürznelke und als dritte Hauptkomponente natürlich das Zedernholz. Um diese drei ranken sich grün-balsamisches Galbanum, Sandelholz, erdiges Guajakholz und ein Hauch Birkenteer. So entsteht tatsächlich der Eindruck von Hölzern und Harzen – die ebenfalls angegebenen Pflaumen und Brombeeren lassen sich nicht aufspüren.

Menorca-typischer-Privatweg

Irgendwie habe ich mir unter „Spanish Cedar“ etwas anderes vorgestellt, vielleicht mehr bleistiftspitzerartiges Zedernholz. In jedem Fall lohnt es sich, zweimal zu riechen, denn der zitrische Auftakt gaukelt der Nase Altbekanntes vor, ist er aber erst einmal verflogen, zeigt sich das hölzerne Innenleben mit einem satten harzig-maskulinen Hauch. Ja, maskulin, ich denke, dass man hier getrost einmal die Herrenschublade aufmachen darf – Wanderer zwischen den Welten sind natürlich wie immer willkommen.

Viele Grüße von
Harmen

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Our summer draw goes into extra time!
Unser Sommergewinnspiel geht in die Verlängerung!
Riecht wie bei Oma im Schrank? Im Gegenteil!


Newsletter: Keine Haarspalterei – nur die richtige Haarpflege!

Geschrieben in Ankündigungen am 18.08.2014

Hallo!

Gerade im Sommer kann die Sonne Ihre Haare angreifen,
aber auch sonst verdienen diese eine hervorragende Pflege. Damit Sie es
sich nicht vor Ärger raufen müssen, stelle ich Ihnen drei exzellente
Pflegelinien vor, die dem Haar das volle Wellness-Programm bieten.

David Mallett – Der Profi-Salon für zu Hause

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Das ist natürlich nur den Wenigsten möglich. Mit David Malletts
Haarpflege-Kollektion sehen Sie im Alltag, im Geschäftsleben und
auf Reisen einfach unwiderstehlich aus. Die Philosophie dahinter:
Keine überflüssigen Zusatzstoffe, wenig Parfum, leichte Texturen
und all das in stilvollen schwarzen und puristischen Flakons!

Hier geht es zum handlichen Haarsalon.

Philip Kingsley – Keine Chance für Bad Hair Days

Der Haarspezialist und Fachbuchautor optimiert mit seiner
ausgeklügelten Haarpflegelinie die innere Haarstruktur und setzt damit
direkt an der Ursache vieler Haarprobleme an. Mit seinen 57 Jahren
Berufserfahrung verhalf er bereits Audrey Hepburn zu wunderbarem Haar,
heute vertrauen ihm Kate Winslet und Lucy Liu.

Haben Sie einen Good Hair Day hier!

Philip B – Haarpflege de luxe

Der zweite Philip im Bunde ist Ihnen sicherlich schon bekannt.
Seine High-End-Serie Russian Amber Imperial ist das Edelste für die Pflege
Ihrer Haare. Shampoo, Conditioning Crème und das Dry Shampoo
wurden um das Insta-Thick ergänzt – ein Stylingspray
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Darf es eine Portion Luxus für Ihr Haar sein? Dann bitte hier entlang.

Viel Freude mit meinen Empfehlungen für top gepflegte Haare!

Ihr Georg R. Wuchsa
Gründer aus Leidenschaft von

AUS LIEBE ZUM DUFT – das Original!

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Die Gewinner des Muttertag-Gewinnspiels!
Die Gewinner der Reisesets von EviDenS de Beauté!
Muschio Bianco, oh, oh, Angorakaninchenpopoooh


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