Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

777 – Stéphane Humbert Lucas’ „Black Gemstone“

Die Kollektion 777 – Stéphane Humbert Lucas gehört zu denjenigen, die bislang absolut grundlos im Duft-Tagebuch nicht besprochen wurden. Der Franzose ist uns natürlich kein Unbekannter, so kennen wir ihn von den Marken Nez à Nez und SoOud. Als ich das erste Mal „777“ auf dem Tisch hatte, sah mir das sehr nach Zahlenmystik aus. Allen bibelfesten Klosterschülern und Iron-Maiden-Fans ist die Zahl des Tieres 666 als Hausnummer des Antichristen bekannt, die Schnapszahl 777 hingegen steht laut Wikipedia in der Numerologie für die göttliche Vollkommenheit und Gerechtigkeit. Nun, wie dem auch sei, es handelt sich ja in jedem Fall um eine Duftkollektion – wie man unschwer erkennen kann, um eine orientalisch inspirierte.

777

 

shl

Evelyn hat übrigens bei Beauty Mekka schon ausführlich berichtet und wenn Ihr ihre Erstmeinung haben wollt, startet bitte hier.

Black Gemstone“ lautet der Name des ersten Dufts, den ich mir unter die Nase klemme. Ich habe bei dem schwarzen Edelstein auch schon eine Ahnung, worum es sich handeln könnte, auch wenn dies im Produkttext nur angedeutet wird. Black Stone front and side Höchstwahrscheinlich reden wir hier über den berühmten Schwarzen Stein in Mekka, der sich in der Kaaba befindet, dem quaderförmigen Gebäude im Innenhof der Heiligen Moschee. Die Pilger umkreisen die Kaaba und versuchen den Stein zu küssen, zu berühren oder wegen des großen Drängens zumindest mit der Hand in seine Richtung zu zeigen. Woraus der Stein besteht, wurde wissenschaftlich nie genau untersucht. Man vermutet bei dem aus vorislamischer Zeit stammenden Kultstein, dass es sich um einen Meteoriten, um einen Tektiten oder einen Achat handelt.

The AFFICHE

Der Duft ist mir auf den ersten Riecher grundsympathisch. Die ersten beiden Komponenten bestehen aus zitrischer Frische und Holzigkeit. Diese beiden Elemente beginnen daraufhin sich zu verwandeln, zu changieren. Was mit Zedernholz und Zitrone beginnt wird zunehmend um die harzig-balsamischen Noten der Myrrhe bereichert. Daraus entstehen wieder ganz neue Eindrücke: ich meine hier und da Minze wahrzunehmen, Oud oder gar Nadelbaumartiges, was aber laut Duftnoten nicht enthalten ist. Dann stößt man auf die unnverkennbaren Weihrauchnoten – alles stets in einem holzig-harzigen Grundton. Natürlich haben wir es hier mit einem Orientalen zu tun, wie könnte es auch anders sein. Und natürlich ist dieser als Eau de Parfum durchaus kraftvoll ausgefallen. Trotzdem bewahrte Stéphane Humbert Lucas Augenmaß, denn hier ist eine innere Harmonie, eine ausgewogene Komposition spürbar – keine der Ingredienzen haut allzu kräftig zu. Außerdem balancieren die frischen Noten die potenziell schweren und gewaltigen Harze wunderbar aus.

Duftkomposition:
Kopfnote: Zedernholz, Zitrone
Herznote: Myrrhe, Harze
Basisnote: Weihrauch, Teakholz, Tonkabohne

Sicherlich muss man orientalische und harzige Düfte mögen, aber wenn dies der Fall ist, dann wird Euch „Black Gemstone“ begeistern.

Ich bin gespannt auf die restlichen Düfte der Linie und werde hier über meine Entdeckungen berichten.

Liebe Grüße
Harmen

Nachtrag: Da muss einfach Oud drin sein. Oder was meint Ihr? :-)

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Newsletter: Die Duftsparwoche, 20 % Nachlass auf die Kollektion von Etro

Geschrieben in Ankündigungen am 15.09.2014

Liebe Freunde von AUS LIEBE ZUM DUFT,

auf dem Weg zur legendären Duftmesse Pitti Fragranze in Florenz
habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich meinen lieben und treuen
Stammkunden einmal wieder etwas Gutes tun kann.

Der Weltspartag ist zwar erst Ende Oktober,
ich rufe aber jetzt alternativ die Duftsparwoche aus.

Ganz beseelt vom Dolce Vita Italiens habe ich mich entschlossen,
Ihnen die Düfte und Body Line von ETRO mit einem
Nachlass von 20 % anzubieten.

Wie erhalte ich den Rabatt?

Bestellen Sie von heute an bis einschließlich Sonntag, den 21.09.2014.
Legen Sie die gewünschten Artikel in den Warenkorb und geben Sie
im Warenkorb im Feld „Geburtstagsgutschein“ den folgenden Code ein. Daraufhin werden bei allen Artikeln von ETRO 20 % automatisch abgezogen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Aktion nur ein Mal pro Kunde gilt,
nicht mit anderen kombinierbar ist und die Bestellung nicht mit zusätzlichen
Gratisproben ausgeliefert werden kann.

Genießen Sie die wunderbare Kollektion von ETRO aus Italien!

Bald hören Sie wieder von mir,
dann berichte ich von meinen neuesten Entdeckungen!

Ihr Georg R. Wuchsa
Gründer aus Leidenschaft von

AUS LIEBE ZUM DUFT – das Original!

 

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Zarkoperfume: Inception & zwei Mal Moleküle bitte!

Drei weitere Düfte von Zarkoperfume erwarten uns heute, nämlich Inception und gleich zwei nach Molekülen benannte Düfte, MOLéCULE 234•38 und PINK MOLéCULE 090•09.

Zuerst: Ich bin ein Chemie-Verlierer. Chemie hat mich, als wirklich einziges Fach, in der Schule nie interessiert, wirklich nicht. Ok, in der Schule später hat mich vieles irgendwann nicht mehr interessiert, weil die Prioritätensetzung einfach eine Verschiebung erfuhr, wovon Harmen auch ein Liedchen singen kann, aber … Nein, Chemie war nicht meines. Vielleicht könnte ich sie heute lieben, die Chemie? Spätestens nach Breaking Bad, einer meiner erklärten Lieblingsserien mit dem Crystal Meth-kochenden Chemielehrer Walt, dem an Krebs erkrankten? Kann schon sein, ging mir zumindest mit Mathematik irgendwann wieder so (Nein, Harmen, Mathe ist KEIN A….loch!). Allerdings bedürfte es da einer näheren Auseinandersetzung damit, einer Vertiefung – dafür fehlen mir, ganz recht, momentan Zeit, Nerven und eventuell auch ein guter “Anleiter”. Ein perfekter Heranführer ans Thema ist zum Beispiel Dr. Philip Kraft, dessen Facebook-Seite ich sehr gerne lese – Scent and Chemistry. Hintergründe zu diversen Düften zu erfahren aus der Perspektive eines Riechstoffchemikers und – notwendigerweise – Duftfans ist für mich immer wieder spannend.

Aber wenden wir uns unseren Düften von Zarkoperfume zu …

Inception orientiert sich an dem gleichnamigen Film von einem meiner Lieblingsregisseure, Christopher Nolan, den man mittlerweile vermutlich schon als Klassiker bezeichnen darf. Habt Ihr ihn gesehen? Wenn nicht, hier ist der Trailer:

“Von der Vielschichtigkeit des gleichnamigen Films inspiriert, ist INCEPTION mit sechs Duftphasen statt den traditionellen drei ein echter Exot.

Wie ein Musiker ein Stück komponiert, so hat Zarko diesen Duft aus sanften, hellen Noten über tiefe, sinnliche bis zu kräftigen, kraftvollen Noten geschaffen. Zusammengestellt aus Ingredienzen höchster Qualität, finden sich Inhaltsstoffe, die Männer und Frauen gleichermaßen anziehen: Zitrusfrüchte, Blüten, Gewürze sowie grüne Noten und weiche Hölzer sind die Bausteine einer außergewöhnlichen Duft-Partitur.”

Die Latte hängt hoch, wenn ich an das Meisterwerk von Nolan denke …

ZarkoperfumeInception

… und Inception weiß durchaus für sich einzunehmen: Ich rieche – Ozon. Eine luftige, leichte Brise, die an mir vorbeizieht, schwebt, rauscht. Frisch, leicht, ätherisch, transparent – Bilder von gewaschener Wäsche evozierend, von Morgen am Fenster, soeben aus der Dusche gestiegen, den Tag noch voller Möglichkeiten noch vor einem.

Inception lässt sich nicht auseinanderklamüsern, er ist mehr Bild, verschwommenes, leicht dahingehauchtes, als ein verdinglichtes Etwas. Zitrisch-frisch, ozonisch-leicht, unbeschwert, dynamisch und anregend mit einem Hauch Aquatischem.

Und unsere Moleküle?

zarkoperfumemolecule

MOLéCULE 234•38 – sechs Jahre Entwicklungszeit –  beinhaltet laut Beschreibung “ein großes Molekül, das mit seinem eigenen Geruch vorherrscht und damit mehr einem Phänomen als einem Duft gleicht.” Iso E Super vielleicht? “Die Zusammensetzung und das Gewicht des Moleküls entspricht der der Haut und deren Umgebung, so, dass der Körper direkten Einfluss auf die Bestandteile des Duftes nimmt. Er entwickelt und verändert sich über einen Zeitraum von zehn Stunden und wird eins mit der Haut. Es war eine große Herausforderung, dieses Molekül mit einem weiteren, leichten und völlig gegensätzlichen Molekül zu einem Duft zu kombinieren, der immer wieder neu und anders duftete. Der körperliche und mentale Zustand des Trägers wirkt sich direkt auf den Duft aus. Diese ständige Interaktion zwischen Mensch und Parfum lässt sich gut als eine Liebesaffäre für ein ganzes Leben beschreiben.”

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Eine Liebesaffäre für ein ganzes Leben? Immer her damit! Mein vorheriges Eingeständnis zwecks meinem chemischen Unverständnis greift bei unseren beiden Molekül-Düften: Ich kann überhaupt gar nichts mit den Zahlen anfangen, die ihnen zugeordnet sind.

MOLéCULE 234•38 enthält ziemlich sicher unser Iso E Super, jenes Wunderstöffchen, das viele schon bei Geza Schoens Escentric Molecules so geliebt haben: Dieses trocken-steinige, sonnengewärmt-holzige, verhalten-süß-würzige Bezaubernde. Was hier sonst noch drin ist? Keine Ahnung. Bisher gefällt mir dieser Duft allerdings mit Abstand am besten. Ein wenig Zitrisches findet sich im Laufe der Zeit noch, allerdings bleibt der Duft, wie der Rest der Linie, sehr hautnah und somit mehr Aura als Parfum.

zarkoperfumepinkmolecule

PINK MOLéCULE 090•09 ist der Liebling aller Frauen, so scheint es – und das ist nicht weiter verwunderlich, brilliert er doch mit Champagnernoten, genauer gesagt: Rosé-Champagner. Das macht mich äußerst neugierig, liebe ich doch … Rosé-Wein im Sommer, Rosé-Sekt und ja, wenn es die Geldbörse zulässt auch gerne mal Rosé-Schampus.

„Pink Molécule 090.09“ interpretiert die Frische der dänischen Küsten mit der Intensität dunkler Hölzer und wirkt in der Nase wie Rosé-Champagner am Gaumen: Man spürt eine unschuldige, prickelnde Frische, hinter der sich gleichzeitig sehr intensive und sinnliche Noten wahrnehmen lassen. Dieser Effekt hält dauerhaft an. In der frischen der beiden Phasen arbeitet Zarko mit Holunder, Aprikose und schwarzer Orchidee. Der Duft verzichtet ganz auf Herznoten und verstärkt dadurch den dreidimensionalen Effekt durch Mahagoni, Sahne und dunkle Hölzer. Diese Noten vermitteln durch ihre unglaubliche und lang anhaltende Frische einen spannenden, überraschenden und völlig innovativen Eindruck. „Pink Molécule 090.09“ – eine Kreation voller Kontraste, welche eine elegante Harmonie verströmen.”

Eine wollüstige Beschreibung dank Harmen und dem Pressematerial des Hauses … und schwupps ist das pinkfarbene Molekül schon auf meine Haut gewandert: Beerig und seifig duftet es, darüber hinaus nehme ich Noten von Aprikose oder Nektarine in Kombination mit fruchtiger Rose wahr. Saubere Frische, feminin und leicht, von einer leisen Herbheit geküsst und von sanfter cremig-salziger Kühle. Für viele sicherlich der perfekte, sinnliche Sommer-Hauterfrischer, der auch zu anderen Jahreszeiten seinen Zweck erfüllen wird.

Habt Ihr schon getestet? Und – wie haltet Ihr es mit “Molekül-Düften”?

Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende Euch,

Eure Ulrike.

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Zarkoperfume …

Geschrieben in Duft,Holziges,Reines und Pudriges am 11.09.2014

… müssten eigentlich ein gefundenes Fressen für meinen lieben Kollegen Harmen, unseren promovierten Skandinavisten sein: Dem “Nordic Way of Life” fühlt sich die dänische Marke verpflichtet, deren Parfumeur Zarko Ahlmann Pavlov, ebenfalls Modeschöpfer, seiner Auskunft nach einige Jahre der Entwicklung widmete:

zarkoel1„Über fünf Jahre habe ich in mein Studium zum Parfümeur investiert, um den einzigartigen nordischen Lifestyle in Form einer Duftlinie zu repräsentieren. Meine Leidenschaft besteht darin, besondere Duftmoleküle mit der klassischen, französischen Duftkunst zu kombinieren – und das nur mit den besten Inhaltsstoffen – für mich ist das die Kür. Aktuell bin ich der erste und einzige dänische Parfümeur und sehe im Entwickeln und Produzieren eines Parfums einen lebenslangen Lernprozess. Parfum ist wie ein Kunstwerk, wie ein Gemälde auf einer Leinwand oder wie ein komponiertes Musikstück. Es sollte rein um den Duft, die Essenz gehen, nicht um das Marketing oder aufwändige Verpackungsrituale und so präsentiert sich Zarkoperfume – reduziert und fokussiert auf das Wesentliche.“

Schon länger tummeln sich die mittlerweile fünf Düfte von Zarkoperfume bei uns im Shop, die ich Euch die nächsten beiden Tage vorstellen mag. Das Besondere an den Düften ist, folgt man den Angaben des Herstellers, deren Zusammensetzung: Synthetische Moleküle in Kombination mit Natur. Die Parfums verfügen deshalb wohl nicht über den klassischen Aufbau in Form einer Duftpyramide, vielmehr verbinden und entfalten sich die natürlichen Bestandteile, schneller verblassend, mit den synthetischen Molekülen, gleichbleibend in Intensität und Charakter, und schaffen so eine Aura auf  und um die Haut des Trägers, die im Zusammenspiel mit dem Duft ebenfalls ihr Eigenleben zeigen kann. Soviel zu einem Duftkonzept, das von vielen Menschen und Medien als eines der Zukunft bezeichnet wird. The Future is now – nämlich jetzt sofort, wenn ich Euch e’L und Oud’ish vorstellen werde.

zarkoel

e’L ist “für die Frau entworfen, die sich in der Hektik des Alltags behauptet, und die sich Luxus ganz bewusst gönnt.”  Hektik des Alltags? Kenne ich. Oder meine ich zumindest zu kennen. Behaupten? Na klar, als mehrfache Katzenmutter und ständig An-mehreren-Baustellen-gleichzeitig-Kämpfende kann ich das schon von mir behaupten. Und Luxus bewusst gönnen? Ich erzähle an dieser Stelle lieber nicht, wie viele Parfums, Bücher, Schuhe ich mein Eigen nenne … Und Ihr so? ;)

“Nordisch. Pur. Frisch” – so soll er sein, der Duft; oder vielmehr sie, die Trägerin, die ihn auf ihrer Haut genießen darf. Grüner Tee, Granatapfel und “tiefe, sinnliche Noten” sollen enthalten sein, die aber dennoch nicht schwer wirken … Meine Haut offenbart … Ozoniges. Luft, Transparenz. Kühle gepaart mit einer metallisch-dumpfen Süße, die nichtsdestotrotz federleicht erscheint. Salzige Noten auf der Haut einer jugendlichen Schönheit, soeben dem nahen Meer entstiegen und eine leichte Gänsehaut an den Tag legend in der frischen Brise trotz freundlich gesinnter Sonne? Ja, so ungefähr, das passt für mich. Sommersprossen auf der Haut. Selbstgemachter Eistee, denn Teenoten erkenne ich mittlerweile deutlich auf meinem Handrücken – des weiteren scheint sich Minzig-Kräuteriges dazwischengemogelt zu haben. Erfrischend und gleichzeitig wohlig umhüllend.

Beauty Is In The Eyes Of The Beholder

Oud’ish ist, na wem wohl gewidmet? Dem Oud, natürlich. “In Reinform nach süßem Holz und Waldboden” riechend soll Oud’ish nach indischem Grüntee, Ambra, weißem Moschus und Oud duftend eine Hommage an diese kostbare Ingredienz darstellen.

zarkooudish

Oud’ish präsentiert sich holzig-balsamisch – und diese Facette des Duftes besitzt eine animalisch-karamellige Ausrichtung, die an Oud erinnert, genauer an Le Labos Oud 27, eine extreme Light-Variante desselben. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass Oud’ish wirklich (viel) Oud enthält. Vielmehr duftet das Parfum so, als ob man seine Nase über die Haut einer wunderschönen und gepflegten frisch geduschten und eingecremten Frau gleiten lässt – und aufgrund der Duftspuren Rückschlüsse auf ihren temperamentvoll-leidenschaftlichen Lover ziehen kann ;) Das ist irgendwie schon sehr sexy ;)

I will Overcome

Morgen sehen wir uns die verbleibenden zwei Düfte von Zarkoperfume an – bis dahin alles Liebe und viele Grüße,

Eure Ulrike.

 

 

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In der Zeitung …

Geschrieben in Allgemein am 10.09.2014

… bin ich gelandet – und zwar in der Inside Beauty, für die ich in Zukunft schreiben werde. Es freut mich sehr, für eine solche Branchengröße, zumal eine unabhängige, tätig zu sein! Hier mein erster Artikel für Euch:

Inside Beauty_Nr. 04_ALZD_Corporate_Cover

 

Inside Beauty_Nr. 04_ALZD_Corporate_StoryGefällt er Euch?

Darüber hinaus noch eine Kleinigkeit in eigener Sache, die mir wirklich sehr am Herzen liegt: Harmen und ich sitzen gerade daran, das Blogkonzept zu überarbeiten und weiterzuentwickeln. Brainstorming haben wir schon gemacht und werden wir auch noch tun, wir sind quasi gerade mitten im kreativen Prozess. Dabei wollte ich Euch um Hilfe bitten: Was wünscht Ihr Euch vom Blog, was wünscht Ihr Euch darüber hinaus, was würdet Ihr hier gerne noch lesen, was interessiert Euch und sollte von uns (mehr) berücksichtigt werden? Ideen, Verbesserungsvorschläge und Ratschläge werden gerne angenommen Ihr Lieben! Und es wäre wirklich nett, wenn auch die Wenigschreiber diesmal zur Tastatur greifen würden – ist ja ganz in Eurem Sinne :)

Viele liebe und gespannte Grüße,

Eure Ulrike.

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Roja Parfums’ „Mischief“ und „Enslaved“ – sei ungezogen!

Geschrieben in Blüten,Duft am 9.09.2014

„Sei verspielt, sei ungezogen!“ ruft uns Roja Dove zu! Anlass hierfür ist sein Duft „Mischief“, dessen Name im besten Fall so viel wie „Unfug“ bedeutet. Ferner fügt er an:

„Ich wollte einen Duft kreieren, der mich an die Frühlingsblumen erinnert – die Blumen meiner Kindheit, in der nichts zu ernsthaft war und alles war wie ein Spiel, das nie ein Ende hat.” Roja Dove

mischief

Diese kindliche Unbeschwertheit wurde mit folgenden Noten zu einem Duft komponiert:
Kopfnote: Bergamotte, Grapefruit, Zitrone
Herznote: Orangenblüte, Jasmin, Rose, Veilchen, Pfirsich
Basisnote: Galbanum, Veilchenblätter, Nelke, Patchouli, Zedernholz, Eichenmoos, Vanille, Moschus, Ambra

Flower Child ~ Published Book Cover

„Übermut tut selten gut“ – ja, dieses weise Wort durfte ich mir ebenso wie „Messer, Gabel, Schere, Licht …“ in meiner Kindheit zur Genüge anhören, vermutlich gab es auch ausreichend Anlass dazu. Der hier als duftende Hommage an die Kindheit dargebrachte Übermut vollbringt das Kunststück, unbeschwerte Frische mit Luxus zu verbinden. Da sind ausgelassen tobende Zitrusnoten – wie tanzende blonde Lockenköpfe – und ein großes frühlingshaftes Blumenbouquet, welches „Mischief“ dann doch recht eindeutig an die Damenwelt adressiert und gerade mit weißen Blüten und Pfirsichnoten die Lebensfreude selbst feiert. Die imposante Anzahl der Duftnoten in der Basis täuscht. Hier wird mit feinen Noten eher unterfüttert, Volumen aufgebaut und verfeinert, als eine ganz neue Komponente einzubringen. Aber letzten Endes ist dies auch der erwähnte Luxus und die Tiefe, die den Duft vom oberflächlichen Einerlei abhebt. Obwohl ich auch hin und wieder für gepflegten Unfug zu haben bin, ist „Mischief“ von Roja Parfums doch eher etwas für die großen Mädchen!

enslaved

Dass Roja Dove mit seinem Duft „Enslaved“ nicht die gleichnamige norwegische Viking-Metal-Band vor Augen hatte, ist nur eine der vielen kleinen Enttäuschungen, die ich Tag für Tag zu bewältigen habe. Statt nun also das spärlicher werdende Haupthaar zum Stromgitarren-Volkstanz zu schütteln, stoße ich auf Doves Definition:

„Mit ‚Enslaved‘ fange ich die Idee eines tiefen und leidenschaftlichen Sich-Verliebens ein, bei dem es kein Entrinnen mehr gibt. In einem alten Wörterbuch meiner Familie wurde das Wort ‚Enslaved‘ (dt. versklavt) mit ‚ein Gefangener der Liebe sein‘ definiert. Ich wollte einen Duft kreieren, der sowohl seinen Träger als auch diejenigen, die ihn an ihm riechen, ‚versklavt‘. Einen Duft, dem man nicht entkommt, weil man zum Gefangenen der Liebe wird.” Roja Dove

Den bizarren Insel-Humor rechne ich Dove hoch an, wenn er verlauten lässt: „Werden Sie zum Gefangenen der Liebe!“ Vermutlich schwebt Herr Dove sicher eher etwas Theatralisches und Dramatisches vor, als er diese unbedachten Worte äußerte oder dachte er etwa an die Legionen in Ringfinger-Fangeisen gelegten Männer, die in Scharen zu Laubsäge und Eisenbahn in die Hobbykeller flüchteten, um dem beißenden Schwefelatem des Hausdrachens zu entkommen?

Tenderheart

Im Kopf werden die Stolperdrähte und Schlingen der Liebe mit zarten zitrischen Noten ausgelegt: Bergamotte, Zitrone und Limette sorgen für prickelnde Vorfreude. Die großen Gefühle des Herzens werden – wie sollte es auch anders sein – mit einem furiosen Bouquet zum Ausdruck gebracht. Jasmin, Rosen, Ylang-Ylang, zarte Orangenblüten, aber auch Geranium und Nelken pfeifen es wie die Spatzen von den Dächern. Die Liebe, eine Gefangenschaft, aus der man nicht entkommen will – hier legt die Basis die Fesseln der Liebe an, indem eine tiefgründige und aufrichtige Grundlage aus Zedernholz, Eichenmoos, Patchouli, Ambra, Vanille, Moschus und Labdanum zum Einsatz kommt. „Enslaved“ ist dementsprechend ein üppiger, weicher und süßer Duft, der zugleich auch warme, trockene, pudrige, aber vor allem überaus sinnliche Züge besitzt.

Duftkomposition:
Kopfnote: Bergamotte, Zitrone, Limette
Herznote: Jasmin, Rose, Ylang-Ylang, Orangenblüte, Geranium, Nelke
Basisnote: Zedernholz, Vetiver, Eichenmoos, Patchouli, Ambra, Vanille, Moschus, Labdanum (Zistrose)

Beide Düfte sind von ihrem grundsätzlichen Aufbau gar nicht so grundverschieden, doch stellt „Mischief“ definitiv die lebendigere und hellere Variation dar. Beide gehören in die Familie der überaus luxuriösen Blütendüfte. Wer sich hier wohlfühlt, sollte es unbedingt einmal mit diesen exquisiten Düften versuchen!

Liebe Grüße
von
Harmen

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Newsletter: Richard Lüscher Britos – auf zu den Duftparadiesen der Welt!

Geschrieben in Ankündigungen am 8.09.2014

Hallo,

seit 15 Jahren bin ich für Sie unermüdlich auf der Suche
nach den ganz besonderen Duftkollektionen dieser Welt
und kann Ihnen nun wieder stolz eine weitere,
außergewöhnliche Kollektion präsentieren, die es als Deutschlandpremiere
exklusiv bei uns gibt.

Richard Lüscher Britos – Natural Terroir Perfumes

Die drei Jugendfreunde Malvin Richard, Lukas Lüscher
und Serena Britos reisen um die Welt und spüren die ganz besonderen
Orte auf. Diese sind von einzigartigen Duftbouquets gekennzeichnet,
sogenannte „Duft-Terroirs“. So sind ihre Parfums von einer dominanten
Duftpflanze geprägt und der sie umgebenden Landschaften,
Pflanzen und Menschen.

Diese Duftparadiese wurden
von bekannten Parfumkünstlern für Sie eingefangen:

04°N 74°W – Kolumbien – Tanz im Garten Eden
… von Jean-Claude Richard

14°S 48°E – Madagaskar – Zuversicht im Unbekannten
… von Vero Kern

38°N 16°E – Kalabrien – Der Ausstieg aus der geliebten Tradition
… von Jean-Claude Richard

44°N 03°E – Causse Méjean – Geheimnisvolle violette Hügel
… von Andy Tauer

46°N 08°E – Valais – Schweizer Berg-Cowboy
… von Jean-Claude Gigodot.

Folgen Sie diesen Koordinaten und begeben Sie sich
zu den duftenden Paradiesen dieser Welt!

Viel Freude auf dieser besonderen Reise wünscht Ihnen

Ihr Georg R. Wuchsa
Gründer aus Leidenschaft von

AUS LIEBE ZUM DUFT – das Original

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Der Sommer hat uns verlassen …

Geschrieben in Allgemein,Bücherkiste am 5.09.2014

… – so zumindest will es mir dieser Tage scheinen. Ja, ich weiß – oder zumindest hoffe ich: Vielleicht bekommen wir noch einen goldenen Herbst. Einen, der uns jetzt im September oder auch Anfang Oktober laue Tage und Nächte samt zünftiger Temperaturen beschert. Das bringt mich momentan allerdings nicht weiter, wo ich tatsächlich schon vor circa zwei Wochen meine Heizung angeworfen habe. Heizt Ihr auch schon?

Das Herz wärme ich mir allerdings an und mit anderem – einen kleinen Überblick meiner Wohlfühlausstattung möchte ich Euch heute geben.

kusmitea-prince-wladimir-250g_1Statt leichten Fruchtschorlen ist mir abends nach Wärme, deshalb kommt Tee auf den Tisch. Ich bin seit geraumer Zeit auch tagsüber leidenschaftliche Teetrinkerin, nachdem ich Kaffee, den ich früher literweise trank, mittlerweile nicht mehr wirklich gut vertrage. Tee – ein wahnsinnig tolles Thema und eines, in das man genauso nerdig versinken kann wie in Parfums, Schokolade, Whisky und vielen anderen. Ich habe mich mittlerweile festgetrunken, und zwar an zwei Marken: Kusmi Tea und Mariage Frères, deren herrliche Teeduftkerzen wir auch schon im Laden hatten. Beides altehrwürdige Unternehmen, gegründet in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Für mich weisen die Firmengeschichten, das Packaging, die sorgfältige Pflege im Umgang mit den Produkten und die Qualität derselben durchaus Parallelen auf im Vergleich zu einigen Traditionshäusern in der Parfumbranche. Und, ich bin ganz ehrlich: Wenn ich nach neuen Teesorten suche, verlasse ich mich des öfteren auf meine Duftkenntnisse. Darüber hinaus weist mein bestehendes Teesortiment eine ähnliche Unüberschaubarkeit auf wie meine Duftsammlung und – es gibt Deckungsgleichheiten. Ich liebe beispielsweise Rauch nicht nur in Düften, sondern auch in Tees, weshalb ich (stark) geräucherte Schwarzteesorten für den Tag liebe. Mariage Frères produzieren den meinem Geschmack nach besten geräucherten Schwarztee, der auf den klangvollen Namen Empereur Chen-Nung hört. Erster Gedanke beim Genuss desselben? Le Labos Patchouli 24, Annick Menardos Schwarzwaldschinken-Patchoulinebel-Vanillrauch-Kracher. Perfekt, wenn man am hellichten Tag keinen torfigen Whisky trinken mag. Und wenn es abends dann mit Tee weitergeht, bevorzuge ich Kusmis Prinz Wladimir: Ein sanfter, moderner Schwarztee mit Vanille und Gewürzen, hell, aber dennoch markant und nicht allzu teeinhaltig, wobei ich ohnehin niemals Einschlafprobleme habe.

Salbeiblätter

Trotz allem darf es gerne auch mal ein reiner Kräutertee sein, erst recht, nachdem mich meine Freundin M. – schöne Grüße an dieser Stelle! – letztes Jahr auf den Geschmack gebracht hat: Nur Kräuter und Blüten als Tee – köstlich! Ihr selbstgemachter Tee war schnell dezimiert und getrunken, so musste ich mich nach Ersatz umsehen. Bei Dawanda wurde ich fündig und möchte Euch diese Verkäuferin nur wärmstens empfehlen, von der ich keinerlei Umsatzbeteiligung erhalte ;), deren Tees ich aber selbst liebe und schon häufig verschenkt habe.

fusseneggerAuf dem Sofa, das für mich groooß sein muss – Frau und Katzen brauchen Platz – wimmelt es bei mir von Kissen und Decken, derer man, Meiner Meinung nach, nie genug haben kann. Besonders gerne mag ich die graphischen Entwürfe von David Fussenegger, von dem ich einige Decken besitze. Und, bei Tieren ziemlich unschlagbar weil farbecht und qualitativ sehr sehr hochwertig: Bassetti Plaids. Ein herrlicher Farbtupfer in der Wohnung, wunderschöne Stoffe und einfach zu waschen. Ich habe Plaids, die auch nach Jahren trotz vieler Wäschen und einiger Unglücke noch aussehen wie neu. Mein Lieblingsmuster, ein Klassiker des Hauses: Fong.

f2_gfl_fong-v2_plaid

Dufttechnisch begleitet mich gerade ein Diffusor in den Herbst, und zwar einer von einer Firma, die momentan ohnehin zu meinen Diffusorenfavoriten gehört: Oud Nobile von Dr. Vranjes. Harmen hat, nachdem mittlerweile zur Raumbeduftung bekehrt, ja auch schon einmal im Frühjahr von diesem Schönen geschwärmt, siehe hier:

DrV_OudN_bottle_final“Oud Nobile macht mich erst einmal sprachlos, so umwerfend ist er. Preislich liegt dieser Raumduft über den anderen, was aber an der extrem hohen Ölkonzentration von 30 % liegt – dies ist durchaus spürbar, wenn man die Flüssigkeit mit dem Finger berührt und man riecht die hohe Intensität einfach auch. Dabei ist zu beachten, dass der Duft etwas länger als gewöhnlich braucht, um die Stäbchen hochzuwandern. Im Wesentlichen sind es zwei Komponenten, die den Duft ausmachen: Eine Schicht zitrischer Noten, funkelnd, frisch, glänzend und darunter als Gegenspieler das Oud, das aber keineswegs knarzt, wie man es vermuten könnte. Es ist als Oud absolut erkennbar, nur wurden seine angenehmen Seiten vortrefflich herausgearbeitet. Dunkelholzig, weich, ledrig, aber keinesfalls bitter oder medizinisch und immer wieder durchsetzt von einer zitrischen Fruchtigkeit. Hut ab vor dieser gekonnten Komposition! Ich denke, hier können auch Oud-Meider auf ihre Kosten kommen.”

Die Duftnoten: Kopfnote: Bergamotte, Neroli; Herznote: Oud; Basisnote: Myrrhe, Weihrauch.

Ich wünschte, der Doktor würde uns ein Parfum zu diesem wunderschönen Raumduft gönnen! Edles, samtiges Oud, dezent pudrig, verhalten holzig, elegant ledrig und subtil rauchig. Erhabenheit, gepaart mit glitzernden krautig-zitrisch-kräuterigen Noten, dunkelgrün-minzig anmutend. Oud Nobile ist – ein König. Und macht sich in so gut wie jedem Ambiente gut, ob nun minimalistisch oder voller Antiquitäten, dieser Oudschönling verleiht jedem Zuhause eine edle Wohlfühlatmosphäre. Ihr seht schon, mich hat es richtig erwischt, weshalb der Duft auch gleich dreifach in meiner Wohnung steht ;)

donnatarttZum Rumlullen auf dem Sofa möchte ich Euch abschließend noch eine Leseempfehlung für lange Herbstabende mit auf den Weg geben – Den Distelfinken. Oder gleich alles von der Autorin, von Donna Tartt. Ich liebe sie seit ihrem ersten Roman, mit dem sie sich von Null auf Hundert unter die besten amerikanischen Schriftsteller geschrieben hat. Der Distelfink ist Nummer Drei – und völlig zu recht auf den Bestsellerlisten gelandet. Wer kennt ihn schon, wer kennt Ihre anderen Bücher?

Und überhaupt: Was lest Ihr so, wie macht Ihr es Euch gerade schön? Ich bin gespannt und freue mich auf Tipps!

Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Eure Ulrike.

 

 

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Frohe Weihnachten!


Alfa, Id & Omega von Mendittorosa …

… erwarten uns heute, Stefanie Squeglias duftende Hommage an Sizilien.

mendittorosaalfaSqueglia hat es mit den Gegensätzen und den Gegensatzpaaren, wie wir gestern schon erfahren durften, so verwundert die Intention, das Motto zu ihrem duftenden Trio nicht:

“Im Gegensätzlichen finden wir die Balance. Diese drei Düfte der Trilogie – „Alfa“, „Omega“ und „ID“ – wurden nicht nur so entworfen, dass sie sich gegenseitig ergänzen, sondern dass sie eine Reise abbilden.”

Ok, dann mal los meine Lieben, ab auf die Reise!

Alfa ist natürlich – der Anfang, dem Squeglia eine nackte Venus, einem klaren blauen See entsteigend, zuordnet: “Mit einer nur vordergründigen Einfachheit wird eine Geschichte von Erde, Milch und Weinbergen erzählt, und das Safranherz birgt tiefe Sehnsüchte nach der Sinnlichkeit von Muskatnuss, Sandelholz, Jasmin und Thymian.”

Sandro Botticelli - La nascita di Venere - Google Art Project - edited

Venus entsteigt bei mir … ganz klar Botticellis Muschel ;) Und was Alfa angeht – klar, der Duft ist unisex, aber … ich sehe ihn eher an einem Mann. Von mir aus an einem Metrosexuellen, wie es so schön neudeutsch heißt, aber – an einem Mann. Auf meiner Haut sowie auf dem Teststreifen zeigt sich unser Alphamännchen kühl und metallisch, erdig und ledrig, seltsam nah und fern zugleich. Milch und Muskatwürze, seltsam-eigenartige Safrananleihen, Sandelholzkaramell und warme Steine, von einem kühlen Windhauch überzogen. Experimentell und einzigartig, mit einem interessanten Verlauf, kontemplativ und mutig ist Alfa. Und wann, wenn nicht jetzt sollte man beginnen?

mendittorosaidId ist ein ganz anderes Kaliber, das deutet bereits die dunkelbraun-goldene, an Bernstein erinnernde Farbe des Duftes an:

“Essentiell, tief und wild – „ID“ ist die dunkle Leidenschaft, die uns unseren Träumen näherbringt. Inspiriert vom Spitznamen der Einheimischen für den Vulkan, „Iddu“, der über der Insel Stromboli thront, ist „ID“ eine olfaktorische Hommage an das wilde Wesen, das Mendittorossa erstmals Leben einhauchte.”

Id erinnert mich auf den ersten Schnupperer an Annick Menardos Patchouli 24 für Le Labo, von dem wir es morgen auch nochmals haben werden … Majestätisch-dominanter Rauch und starke Holznoten, kokelig-glimmend. In diesem Glühen finde ich – als Vegetarier/Veganer – ansatzweise Anleihen von Speck oder Schinken, jenem stark geräucherten, den ich auch in der Menardo-Schönheit schon liebte. Kurios, oder? ;) Die Noten könnten wir jetzt auch gut gebrauchen, deshalb: Kopfnote: Ravensara; Herznote: Jasmin, Iris; Basisnote: Birke, Oud (Adlerholz), Labdanum (Zistrose), Zimt.

mendiid

Ravensara ist ein Baum aus Madagaskar, der auch schon in Alfa Eingang fand – ich habe einiges nachgelesen und es gibt wohl einen, der zimtartig duftet sowie einen, der in Richtung Anis tendiert. Welcher Baum nun genau gemacht ist – keine Ahnung. Zimt findet sich in Id in jedem Fall, seine pfeffrig-süße Schärfe drängt sich durch die von Andy Tauer wohlbekannten, heftigen Birkenteernoten, die sich ein Duett mit dem Rauch gönnen. Iris pudert sacht im Hintergrund, während der Untergrund harzig-warm brodelt. Eine rauchig-süße Oudseltenheit, die ich mir toll an beiden Geschlechtern vorstellen kann.

mendittorosaomegaOmega ist, ganz passend, unser Abschluss der Mendittorosa-Kollektion:

“Als letzter Buchstabe des griechischen Alphabets bezeichnet „Omega“ das Ende, die letzte Grenze. Das genaue Gegenteil von „Alfa“ bezieht seine Eleganz und Gelassenheit aus dem Bewusstsein seiner Sterblichkeit.”

Omega lockt uns mit folgenden Zutaten: Kopfnote: Kumin; Herznote: Jasmin, Iris; Basisnote: Vanille, Weihrauch, Adlerholz (Oud).

mendiomega

Mein erster Gedanke – Geste von Humiecki & Graef, mein Liebling, das futuristische Samtveilchen. Hier haben wir es auch mit einer futuristischen Blüte zu tun, einer samtig-pudrigen, aber gleichermaßen kühlen, die von vanilligen Nebelschwaden umhüllt wird. Die Blüte ist außerdem – cremig, für mich aber nicht als Jasmin zu identifizieren. Eine Iris allerdings kann ich klar verorten, genauso wie eine leicht angebrannt-zuckrige Karamellnote. Kumin? Bei mir nicht. Oud? Auch nicht wirklich. Das schadet aber nicht, ganz im Gegenteil! Meine Assoziation mit Geste vermag eine erste Richtung anzugeben, ich werfe mal noch MariaLux, jetzt MariaLx ins Feld, was die Handschrift der Düfte angeht. Wer damit etwas anfangen kann, ist auch bei Omega goldrichtig.

Und – hat Euch die Kollektion neugierig gemacht?

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bilderquelle: Mendittorosa und www.kavewall.com – some rights reserved. Vielen lieben Dank!

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Geschrieben in Aquatisches,Duft,Reines und Pudriges am 3.09.2014

… sind schon vor einiger Zeit bei uns im Shop gelandet – und bisher hatte ich nicht die Zeit gefunden, mich dieser neuen Linie zu widmen, was ich heute und morgen zu ändern gedenke. Seelendüfte – was für eine schöne Selbstbeschreibung, die die Latte allerdings auch einigermaßen hoch hängt, wie ich finde.

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Die Kollektion Mendittorosa stammt, wie man dem Namen schon anmerkt, aus Italien, genauer:  am Fuß des sizilianischen Vulkans Stromboli. Stefanie Squeglia, gebürtige Neapolitanerin, ist die Frau hinter der Marke und ihre Intention fasst sie in ganz klare Worte:

“Neigungen, keine Parfums. Entworfen für den Einzelnen, nicht für alle. Diese Düfte richten sich an Personen, die einen Raum in Schwingung versetzen. Getrieben vom Fernweh suchen sie immer nach ihrem Gegenteil und bedienen sich ihrer Leidenschaft und ihres Instinktes, um ihren eigenen Weg zu gehen.”

Den Anfang machte Squeglias Dufttrio Alfa, Id und Omega, der Schönheit Siziliens gewidmet. Hernach folgten North und South. Kunsthandwerk und Handwerkskunst hat in Italien große Tradition, so wundert es mich nicht, dass auf die Aufmachung der Düfte ein besonderes Augenmerk gelegt wurde: Die Deckel wurden eigens von Künstlern geschaffen, in Anlehnung an die Landschaft, der die Parfums huldigen. Gebettet sieht sich jeder Flakon in einer herrlichen Birkenholzkiste, die an die Kisten erinnern soll, in denen Kunstgegenstände um die Welt geschippert werden. Der aufmerksame Leser weiß, dass ich im Regelfall die “inneren Werte” immer vorziehe und kein Flakonsammler bin – dieses “Außen” hier macht aber wirklich was her, erst recht, wenn man die Holzkistchen einmal live in der Hand hatte.

Aber – wir wollen ja nicht oberflächlich sein. Und sind außerdem selbstredend ganzheitlich orientiert, weswegen ich mich jetzt sofort für Euch ins duftende Getümmel stürze! Beginnen möchte ich von hinten, nämlich bei den Himmelsrichtungen Nord und Süd.

Norden und Süden, zwei Gegensätze, ein Gegensatzpaar – und schon sind wir wieder bei Mendittorosas Motto: “Eine Liebesgeschichte, die tief in die Tradition der Herzenssuche nach dem Gegenüber eintaucht – eine Geschichte von Sehnsucht und Vollkommenheit. Jeder Norden hat seinen Süden, jeder Süden seinen Norden.” Beide Düfte sind Individuen, verschmelzen aber auch gerne zu einer Einheit, will sagen: Man kann und darf sie auch layern, gelayert tragen. Das werde ich doch gleich versuchen, später.

MendittorosaNorthNorth, unser Norden, soll “hell und rein” sein, “leicht und nostalgisch”. Er soll Erinnerungen hervorrufen an das Holz schwedischer Saunen, an Blätter und Kinderzeichnungen – und unternimmt das mit folgenden Zutaten: Kopfnote: Schwarzer Pfeffer, Aldehyde; Herznote: Ozonische Noten, Florale Noten; Basisnote: Atlas-Zedernholz, Virginia-Zedernholz, Muskatnuss.

Hell und rein – diese Attribute passen perfekt: North beginnt sacht leuchtend und wollweiß. Zuckerwatte, die sich über weißes Zeichenpapier webt, Muster von Schneekristallen nachahmend und den Odem einer frischen Meeresbrise verströmend. Lackweiß, watteweich, transparent und irisierend, gebrochene Wärme, Sauberkeit und der zarte Strich von Graphit auf Papier. Von Ferne: Die zart-krautig-floralen Anklänge eines schon lange gekühlten Saunaaufgusses. Kunstvoll verschlungen, vorsichtig polarisierend und dennoch – harmonisch umhüllend und beschützend, auf unnachahmlich unschuldige Art und Weise.

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mendittorosasouthIst South das Gegenteil? Dann muss South direkt sein, opulent, entschlossen. Und vermutlich warm. Der Beschreibung nach könnte der diese meine Erwartung erfüllen, soll er doch “schwül” sein und an warmes Brot, in der Sonne trocknende Leintücher und den Duft französischer Kernseife erinnern. Wobei – auch hier wieder viel Unschuld, findet Ihr nicht? Die Ingredienzen: Kopfnote: Basilikum, Alpenveilchen; Herznote: Seringablüte; Basisnote: Haselnuss, Sandelholz.

Frisch aufgesprüht verursacht South bei mir sofortiges Kopfkino – ein Auszug davon: Brot? Brot! Ja, sehr fein – erinnert mich an … meine leider vergriffene Lieblingskerze Révolution von Cire Trudon, die nach Holzofenbrot duftete. Und, wie heißt er doch gleich, der Serge Lutens mit dem Brot? Aber Achtung, hier ist sie schon, die unverkennbare Haselnuss. Nein, keine Nutella auf dem Brot, Haselnuss, kernig und von einer dezenten Pudersüße. Jeux de Peau, jetzt habe ich es, so hieß er, der Lutens-Duft. Und schöner als er war Praliné de Santal von Parfumerie Générale, der, hier schließt sich der Kreis, ebenfalls Nussnoten enthält. Ich denke weiter an jene Monroe-Hommage Immortelle Marilyn, die mit Haselnussseide und Heu brillierte … South ist aber – trockener. Und sauberer, denn hier weht einem in der Tat der Duft frischgewaschener Wäsche in die Nase, der in einem eigenartigen Kontrast zu den satten Nüsschen steht. Ein bemerkenswerter Duft.

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Gelayert habe ich die beiden Himmelsrichtungen natürlich auch – und zwar im Test jeweils in umgekehrter Reihenfolge. Das Ergebnis bleibt auf meiner Haut so ziemlich das gleiche, obwohl, vielleicht gefällt mir North mit South übersprüht ein wenig besser: Hier nehme ich abstrakte, seltsam saubere Fruchtnoten wahr, eine Spur Haselnuss, ozonische Anklänge, die mich irgendwo in die Nähe von Wasser versetzen, sandige Erde zwischen den Zehen, Gräser um die Beine und die Wäscheleine, die frisch bestückte und hell strahlende irgendwo im Rücken.

Ein sehr interessanter Einstieg – bin gespannt, wie es morgen weitergeht. Ihr auch? Habt Ihr schon getestet?

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Mendittorosa und www.kavewall.com – some rights reserved. Vielen lieben Dank!

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