Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Newsletter: Atkinsons 1799 – Luxus erfrischend exzentrisch

Geschrieben in Ankündigungen am 28.07.2014

Liebe Freunde von Aus Liebe zum Duft!

Schon längst wollte ich Ihnen eine besondere neue Marke vorstellen,
die ich äußerst spannend finde: Atkinsons 1799. Da wir nun
drei neue Düfte hereinbekommen haben, ist es die Gelegenheit,
meinen Bericht nachzuholen.

Atkinsons ist die Wiederauferstehung einer alten englischen Marke,
die im 19. Jahrhundert bis in die Königshöfe hinein riesige Erfolge feierte!

Neben dem Kult-Cologne „24 Old Bond Street“ gibt es noch
die Legendary Collection mit vier traumhaften Vintage-Düften,
die Oud Collection mit einem meisterhaft komponierten Oud-Duo
sowie wunderbare Duftkerzen.

Als sympathisches wie auch angenehm exzentrisches Markenzeichen
dient ein gutgelaunter Brummbär mit dem Motto: Dandify yourself.

Ganz neu eingetroffen ist die Contemporary Collection,
die traditionelle englische Duftthemen modern interpretiert:
Rose in Wonderland“, „Lavender on the Rocks“ und „Posh on the Green“.

Lernen Sie hier diese englischen, wunderbar exzentrischen
und luxuriösen Düfte kennen!

Ihr Georg R. Wuchsa
Gründer aus Leidenschaft von

AUS LIEBE ZUM DUFT – das Original!

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Mit Lawrence von Arabien…


Die schöne Julia …

Geschrieben in Duft am 25.07.2014

… hat sich hier schon lange nicht mehr blicken lassen – Asche über mein Haupt! Ich hatte Euch in meinem ersten Artikel zu Giulietta Capuleti – siehe hier – versprochen, begeistert versprochen, dass es am nächsten Tag weiter geht mit den Rezensionen. Und dann kam etwas dazwischen, einiges sogar. Dieser Tage möchte ich nun mein Versprechen einlösen und Euch die verbleibenden Düfte der schönen italienischen Kollektion präsentieren.

Lassen wir aber zuerst einmal Madame de Guidi zu Wort kommen über Julia-Mythen, ihren ersten Duft Soul Drops und den Rest ihrer Kollektion:

„Nur die Mentalität und Engstirnigkeit früherer Zeiten beschränkte Julia immer wieder auf den Balkon. Tatsächlich porträtierte Shakespeare sie in seinem Drama als starke Frau, entschlossen, voller Persönlichkeit und fähig, sich gegen die Zwänge ihrer Familie und Konventionen ihrer Zeit zu entscheiden. Die Stärke der von Shakespeare erzählten Julia war es, die ich interpretieren wollte, als Schwert inmitten leichter Federn. Leichtigkeit und Stärke, die unsere Marke verkörpert. Mein Wunsch war es, die Geschichte der wahren Julia zu erzählen. Um genau zu sein, die Julia von Shakespeare und nicht die Julia der Fantasie und Folklore. Eine unveröffentlichte Julia. Wenige wussten von ihrer wahren Persönlichkeit. Heutzutage kommen so viele Leute und bleiben stehen, nur um den leeren Balkon zu sehen, ohne dass sie die wundervolle Geschichte lesen oder kennen.”

Wie wahr, wie wahr … und weiter:

“Giulietta Capuleti Soul Drops wurden erschaffen, um die Kraft des Authentischen zu demonstrieren. Und auf der Suche nach Authentizität versuchte ich, die ganze Fiktion rund um Julia zu entfernen. Zugleich wollte ich eine Botschaft voller Eleganz und Stil jenseits der Mode aussenden, in der klassischen Schönheit der Dinge, die zeitlos wertvoll sind.

Nun bin ich froh, „Far from the Balcony“ präsentieren zu können, eine Reise, eine Flucht, eine Rückkehr … ein Pfad, um uns aus einer Zeit zu führen, die nicht mehr die unsere ist … Giulietta Capuleti „Far from the Balcony“ ist die moderne Geschichte unserer inspirierenden Muse, weiblich und ganz Frau, heute wie gestern missverstanden. Heute wie gestern schwingt Julia ihr geflügeltes Schwert. Ein Schwert (in der Box, auf dem Glas), das ihren Namen zwischen den Flügeln nicht mehr trägt. Julia in „Far from the Balcony“ ist selbstsicher und stolz auf ihre Identität und sie weiß, wer sie ist. Die Düfte in der Kollektion „Far from the Balcony“ sind leicht, virtuos, perfekt für den Alltag, für eine Morgenbesprechung oder einen Feierabenddrink … für eine unerwartete Einladung zum Essen … oder eine zauberhafte Gala. Ich habe freiwillig Abstand von der großen Opulenz der Soul Drops genommen. „Far from the Balcony“ ist ein modernes Werk, aber Soul Drops eine Suche nach der Vergangenheit.“

Soul Drops, der erste Duft, als nostalgisches Kleinod, als Reminiszenz – und die Düfte, die uns noch erwarten, als moderne und gleichermaßen zeitlose Begleiter einer Frau, die in ihrer Weiblichkeit Julia gleicht …

ballo_in_maschera

Beginnen wir mit Ballo in Maschera, dem Maskenball:

„Ballo in Maschera – der Maskenball. In der berühmtesten Liebesgeschichte der Welt, William Shakespeares „Romeo und Julia“, beschreibt der göttliche Dramatiker eine magische Szene: Ihre Blicke treffen sich auf dem Maskenball, es ist sofort um sie geschehen. Die schicksalhafte Begegnung. Liebe auf den ersten Blick. Liebe, die den Hass der verfeindeten Häuser zu überwinden sucht.”

Um den Maskenball olfaktorisch in Szene zu setzen, hat Madame de Guidi folgende Ingredienzen verwendet: Kopfnote: Safran, Mandarine, Türkische Rose, Hyazinthe; Herznote: Tuberose, Tiaréblüte, Mais; Basisnote: Sandelholz, Vanille, Ambra.

Romeo_Juliet

Im Auftakt erinnert mich Ballo in Maschera an … Sand, warmen Sand. Vielleicht sind es die Urlaubserinnerungen? Nein, es gibt in der Tat eine Erklärung für meine Assoziationen: Jene Mandarine prickelt saftig und süß vor sich hin, zitrische Frische spendend, während Safran für die ihm eigene fruchtig-holzige Trockenheit sorgt. Darunter zeigen sich bereits die Protagonisten der Basis, allen voran würzig-warmes Sandelholz und cremige Vanille, die im Zusammenspiel mit den Kopfnoten für, ja – Strandanklänge sorgen, zumindest für meine Nase. Erzählt mir doch, ob Ihr beim Testen ähnliche Eindrücke habt, meine Lieben!

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Allmählich tritt er zurück, der Sand, jene heitere Wärme und Ausgelassenheit, und macht großen Gefühlen Platz: Tuberose und Tiaré verführen meine Nase, betören, umgarnen und bezaubern. Leichtfüßig und hell, aber dennoch raumgreifend zeigen sich die beiden Weißblüher von ihrer besten Seite. Voluminös, aber nie erdrückend, feminin, aber nicht besitzergreifend.

Rose und Hyazinthe zeigen sich auf meiner Haut lediglich zu Beginn des Duftes, jene Frische unterstreichend, die federführend von Mandarine generiert wird. Wobei jene türkische Rose zugegebenermaßen auch im Herzen im Hintergrund die Fäden in der Hand hält: Sie schafft ein Gleichgewicht, balanciert die weißen Blumen aus.

Ist das nun für mich der Beginn einer flammenden Leidenschaft? Ja und nein. Zarte Bande des Vertrautseins, ein Gefühl, das einen vermutlich nur bei sehr wenigen Menschen ergreift, deren Blick man gerade erhascht hat und die einem fremd sind, eigentlich. Die Wärme aufkeimender Zuneigung, das Potential einer Liebe, einer großen, einer allumfassenden. Das Gefühl des Angekommenseins. Interpretiert man Ballo in Maschera so, dann passt er exakt, wie ich finde. Unabhängig davon ist es der zweite hinreißende Duft aus der Kollektion – die letzten beiden stelle ich Euch Montag vor.

Ein schönes Wochenende meine Lieben und viele herzliche Grüße,

Eure Ulrike.

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Jetlag …

Geschrieben in Allgemein am 24.07.2014

… habe ich, irgendwie. Eigentlich gibt es dafür keinen Grund, denn es hat mich nicht durch einige Zeitzonen gepeitscht, sondern ich weilte lediglich eine knappe Woche auf Malta, genauer: auf Gozo. Bei Bekannten waren wir untergekommen in deren wunderbarem Haus mit riesiger Terrasse, privatem Pool, Blick aufs Meer und Fernsicht über die halbe Insel, die ohnehin nur einen Durchmesser von knapp 15km hat.

The Azure Window. Malta. Nikon D3100. DSC_0224.

Ich war schon einmal auf Gozo, vor etlichen Jahren – und mochte es sehr: Eine ziemlich eigentümliche Mischung aus europäischen und arabischen Einflüssen, katholisch, streng katholisch und landschaftlich sowie architektonisch an Middle East erinnernd. Sehr ruhig und friedlich, entspannend ist es auf Gozo – sieht man einmal davon ab, dass die Bewohner der Insel ein großes Faible für Feuerwerk haben, weshalb es den ganzen Tag irgendwo knallt und man sich bisweilen in einem Kriegsgebiet wähnt.

Dufttechnisch erinnerte mich das bisweilen an meinen Liebling von Uli Lang aus dessen Kooperation mit der Künstlerin Lisa Kirk, Revolution. Ansonsten umgaben mich herrliche Blüten wie Oleander in verschiedenfarbigster Pracht, Hibiskus und Bougainvillea natürlich, darüber hinaus wilder Thymian und Aloe Vera, um nur einige zu nennen, die die ansonsten eher karge Vegetation ausmachen. Ackerbau wird allerdings viel betrieben – Zitrusfrüchte, Kürbisse, Melonen, Tomaten und vieles mehr wird dort angebaut. Wer Harmens Geburtstagsartikel für mich noch im Kopf hat – siehe hier -, der wird sich erinnern, dass ich ein absoluter Tomatenfan bin, weswegen ich auf Gozo ständig tomatenmümmelnd in meinem persönlichen Paradies weilte.

b o k e h l i c i o u s

Heavenly Flower.

Pretty Hibiscus

Alles in allem war es ein überaus gelungener Urlaub – wären da Hin- und Rückreise nicht immer so nervig. Ok, ich bin ehrlicherweise keine gute Reisende, für mich ist das alles immer Stress. Was dazu maßgeblich beigetragen und mich zu diesem Artikel hier motiviert hat, war die Dame neben uns auf dem Rückflug. Aus der Malteser Hitze kommend, leicht transpirierend und – einen Gourmand-Orientalen tragend, in mehr als ausreichender Dosierung.

easyJet A321 Cabin

Übel war mir, den ganzen Flug über. Und über Kopfschmerzen konnte ich mich auch nicht beklagen. Wütend ließ sie mich zurück, diese Frau um die 40, die den ganzen Flug über in einem Fachjournal für Psychologie las. Wie, bitte schön, kann man sich mit einem solchen Sujet befassen und dann nicht vielleicht auf die Idee kommen, dass ein derart opulentes und, ja, eigentlich für den Abendauftritt geschaffenes Parfum eventuell nicht für einen Flug geeignet sein könnte?

Prinzipiell bin ich, der geneigte Leser wird es wissen, der Meinung, dass man Düfte für sich selbst tragen sollte. Und nehme auch nicht immer Rücksicht auf die Geschmäcker der Umwelt, da bin ich ehrlich. Als ich da so aber im Flugzeug still vor mich hinlitt, wurde mir doch einmal mehr bewusst, dass es einfach Alltagssituationen gibt, in denen man sich der Umwelt zuliebe zurücknehmen muss. Und ich dachte an meine beste Freundin und wie dankbar ich ihr als einer ihrer Patienten wäre, wenn ich sterbenskrank mit einer Männergrippe in ihrer Praxis eben nicht mit einem prächtigen Chypre oder einem mächtigen Orientalen begrüßt werden würde – was sie im übrigen auch nicht tut, sie besitzt extra “Praxisdüfte”. Des weiteren dachte ich an jenen Vorfall mit einer Bekannten, die vor Jahren Andy Tauers wunderschönen L’Air du Désert trug – nur leider in deutschen Landen bei hoher Luftfeuchtigkeit und circa 38 Grad Mittagshitze, beim gemeinsamen Essen beim Italiener, fünffach gesprüht. So sehr ich Tauers Wüstenluft mag – ich denke, dass eine solche Verwendung nicht intendiert war – und es hat mir, obgleich hartgesotten, damals auch wirklich den Appetit verdrossen.

Wie seht Ihr das, meine Damen und Herren? Ich meine, wir hatten hier häufiger schon mal die Diskussion betreffs Bürokollegen – wie handhabt Ihr es generell im Alltag mit Parfum(s)?

Ich bin gespannt!

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Landschaften, Mythen, Szenerien – Die Düfte von Gritti

Die Düfte „Aqua Incanta“, „Damascus“ und „Doped Tuberose“ der Familie Gritti aus Venedig habe ich Euch gestern vorgestellt. Heute geht es mit „Fanós“, „Noctem Arabs“ und „Preludio“ weiter.

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fan_s Nicht ganz von dieser Welt, im Reich der Mythen scheint „Fanós“ verortet zu sein:

Über das Meer erreiche ich die Insel der Nymphe, es entführt mich ein Zauber, orientalische und okzidentalische Gerüche vermischen sich. Beseelt begebe ich mich auf die Suche nach etwas Unerreichbarem …

Helle Gewürze – vor allem Zimt und Kardamom – treffen auf grüne Veilchen- und Mimosennoten. Sandelholz, Orangenblüten, Vanille und Ambra sollen noch mit von der Partie sein, lassen sich aber nur schwer ausmachen. Meines Erachtens ist „Fanós“ bis jetzt der schwierigste Duft der Kollektion. Obwohl helle Gewürze und grüne Noten zusammen durchaus vorstellbar sind, gehen sie meines Erachtens hier nicht so recht zusammen. Eine schräge, aber dafür umso interessantere Mischung.

Duftkomposition:
Kopfnote: Ingwer, Kardamom, Zimt
Herznote: Veilchen, Mimose, Sandelholz
Basisnote: Orangenblüte, Vanille, Ambra

noctem_arabs Bei dem Namen „Noctem Arabs“ ist ein Orientale beinahe Pflicht.

Der unendliche Horizont der Wüste, die geheimnisvollen Schatten, Pferde, die mit halsbrecherischer Geschwindigkeit von den Prinzen der Himmel geritten werden. In einem Moment hält alles an. Die Begegnung mit einer Frau, deren Schönheit ich gesucht und nun gefunden habe.

In dieser Szenerie dominiert das Oud bereits auf den ersten Riecher. Und dieses Oud wurde mit Hölzern verstärkt, trocken, glühend, tief und auch weich. Wow! Ich kann von Oud nicht genug bekommen, obwohl die Kreationen mittlerweile Legion sind. Deswegen gefällt mir „Noctem Arabs“ bis jetzt am besten.

Duftkomposition:
Kopfnote: Tabak, Patchouli, Virginia-Zedernholz
Herznote: Adlerholz (Oud), Sandelholz
Basisnote: Moschus, Ambra, Myrrhe

preludio Einen Auftakt, ein Vorzeichen kündigt „Preludio“ an, doch was soll folgen?

Eine warme südliche Brise, die am Rande des Horizonts ein ruhiges smaragdgrünes Meer streichelt. Dann, plötzlich, ein frischer Ostwind, der den Duft von Geheimnis und Magie mit sich bringt …

Dieses Naturschauspiel, dieses Landschaftsgemälde verströmt tatsächlich eine Aufbruchstimmung. Aquatisch, würzig und auch etwas fruchtig – mit saftiger Melone und frischer Zitrone – geht es los, hinzu kommen noch leichte Holz- und Moschusnoten. Keine fundamental neue Interpretation der aquatischen Düfte, aber eine angenehme und natürlich wirkende Variante dieses Themas.

Duftkomposition:
Kopfnote: Lavendel, Aromatische Noten, Wassermelone, Zitrone
Herznote: Hölzer, Sandelholz, Pinie (Kiefer), Tabak
Basisnote: Ambra, Borretsch, Moschus

Abschließend lässt sich sagen, dass die Kollektion von Gritti ein breites Spektrum an Düften abdeckt, die allesamt sehr gut gemacht sind. Meine beiden persönlichen Favoriten sind der Zimtduft „Damascus“ und der Oudduft „Noctem Arabs“. Welche sind Eure Lieblinge?

Liebe Grüße
Harmen

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Sustinet nec fatiscit – Die Düfte der Familie Gritti
Duftverzeichnis


Sustinet nec fatiscit – Die Düfte der Familie Gritti

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Heute und morgen machen wir mal wieder eine kleine Reise durch Raum und Zeit … es geht nach Venedig ins 16. Jahrhundert …

Die Familie Gritti ist eine Familie von Parfümeuren, die ihre eigene Linie bereits 2010 lancierte. Ihre Kreationen gehen auf alte Rezepturen zurück, die ihr Vorfahr, der berühmte Alvise bzw. Lodovico Gritti im 16. Jahrhundert entwickelt haben soll. Auch bei dem oben abgebildeten Logo blieb man ganz der Tradition treu und stützte sich auf das Familienwappen, dessen Motto auf dem Banner „Sustinet nec fatiscit“ nur frei übersetzt werden kann, etwa sinngemäß „Widerstehen, nicht wanken“ oder „Do not sway in the face of hardship“, wie es auf der Gritti-Webseite übersetzt wird.

Lodovico Gritti.jpg

Ihren berühmten Ahnen stellt die Familie folgendermaßen vor:

Während des 16. Jahrhunderts, mitten in der Renaissance und der Pracht der Serenissima Repubblica di Venezia, lebte Alvise Gritti, ein adliger Physiker, Alchemist und Reisender, aber vor allem ein brillanter und verwegener Geist.

Umgeben war er von der Familie des Dogen und seinem Hof mit all seinen Lastern, seinen Intrigen und Geheimnissen. Er macht sich von Venedig aus Richtung Osten auf den Weg ins Morgenland, wie ein Prinz auf der Suche nach etwas Neuem. Inmitten der Städte, der Völker, der Kulturen taucht Alvise in das flüchtige Reich der Aromen ein und beginnt mit einer introspektiven Reise.

Alvise kehrt an den venezianischen Hof zurück, exzentrisch und charmant, aber als anderer Mensch, der von der Angst besessen ist, die gewonnenen Erfahrungen zu vergessen.

Er arbeitet lange und schwer und schreibt viele einzelne Notizen auf, die – mit größter Rücksicht auf seine beschriebenen olfaktorischen Bilder – in der Gritti-Kollektion zum Leben erweckt wurden.

Er zeichnet die bedeutendsten Etappen seiner spirituellen Reise nach, indem er die künstlerische Sprache anwendete, die er am besten kannte: das Parfum.

Schauen wir also einmal, was uns Alvise Gritti Feines von seinen Reisen mitgebracht hat, jeweils drei Kreationen sollen es heute und morgen sein.

aqua_incanta Aqua Incanta erzählt die Geschichte einer magischen Begegnung in den Straßen von Medina.

Ich verfolgte ihren duftenden Weg durch die Gassen der belebten Medina, ohne ihr Gesicht zu kennen. Trunken von dem Geruch, traf ich ihren Blick und sah die süßesten Noten über ihr Profil gleiten. Ein Hauch Gewürze in das Haar gewebt. Hat ihre bloße Anwesenheit die Luft verzaubert? Ich verliebte mich sofort …

Florale Noten mit Iris und Rose verströmen die Lockstoffe, die unseren verzauberten Protagonisten durch die Gassen eilen lassen. Die Blüten, ein wenig minzig, köstlich verfeinert mit Vanille und mit entschieden pudrig-warmen Noten verbunden. Benzoeharz, Ambra und Hölzer spenden Weichheit, Sinnlichkeit und runden diesen Duft ab. Auch wenn diese Geschichte im Orient spielt, diente dieser eher als Inspiration. So entstand ein charmanter, schmeichelnder, aber durchaus westlicher Duft, der etwas vom Geheimnis des Orients und von der Sehnsucht nach der großen Liebe durchscheinen lässt. Perfekt für wahre Romantikerinnen.

Duftkomposition:
Kopfnote: Florale Noten, Rose, Iris
Herznote: Vanille, Pudrige Noten
Basisnote: Benzoeharz, Ambra, Hölzer

damascus Mit Damascus kommen wir von der unerreichbar scheinenden geheimnisvollen Schönheit zur leidenschaftlichen Liebesnacht, wie uns die Kurzvorstellung deutlich macht:

Überraschend wie eine unerwartete sinnliche Begegnung in einer heißen Nacht. Eine verführerische Frau, mit ihren Geheimnissen, ihr Duft, der sich im Raum verteilt. Die zerknitterten Leintücher, Körper in Leidenschaft vereint …

Prickelnd und scharf, das sind hier zweifelsohne die richtigen Schlagworte, denn saftige Orange trifft auf den charakteristischen Zimt. Dieses Kopffeuerwerk wird von betörenden Myrrhe-, Sandelholz- und Tabaknoten flankiert. Die Basis aus Ambra und Patchouli vereint nicht nur diese gegensätzlichen Noten, sondern fächert das ungewöhnlich vielseitige Duftspektrum noch weiter auf. Eine aufregende Affäre, ebenfalls orientalisch inspiriert, voll unerwarteter Wendungen. Ein Abenteuer für sie und ihn.

Duftkomposition:
Kopfnote: Orange, Zimt, Neroli
Herznote: Myrrhe, Sandelholz, Tabak
Basisnote: Ambra, Patchouli

doped_tuberose Was soll uns Doped Tuberose sagen? Doping für die Tuberose, nur für die Tuberose?

Ein sinnlicher Schauer streichelt deinen Rücken. Ein narkotisierender Duft durchdringt dich und lässt dich nicht entkommen. Dein Herz rast, ein Mantel aus Samt umhüllt dich und deine Gedanken schwinden dahin …

Natürlich ist sie da, die fleischliche Tuberose, wie man sie kennt. Sie ist „doped“ und es bleibt uns überlassen, ob wir sie als aufgeputscht, betäubt bzw. narkotisiert empfinden wollen. Fest steht, dass Bergamotte, Zitrone und Lavendel nur das Appetithäppchen sind und schon bald von der Wucht der Tuberose überlagert werden. Verstärkung erhält diese vom Weißblüherkollegen Jasmin, mit tiefen Untertönen von ekstatisch-religiösem Weihrauch stammend, unterlegt von einem Basistrio aus Patchouli, Benzoeharz und Zedernholz, welches den Chyprecharakter der Komposition vollendet. Damit ist „Doped Tuberose“ ohne Frage der profilierteste der drei Düfte.

Duftkomposition:
Kopfnote: Bergamotte, Zitrone, Lavendel
Herznote: Tuberose, Jasmin, Weihrauch
Basisnote: Patchouli, Benzoeharz, Zedernholz

Morgen geht es mit „Fanós“, „Noctem Arabs“ und „Preludio“ weiter. Ich freue mich!

Liebe Grüße
Harmen

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Duftverzeichnis


Die Gewinner der feinen Evody-Düfte aus der Collection d’Ailleurs

Geschrieben in Allgemein am 21.07.2014

Drei Flakons von Evody aus der neuen Collection d’Ailleurs gab es in unserem Gewinnspiel zu gewinnen.

evody-collection-d-ailleurs

Gewonnen haben die von Fortuna Auserwählten :-)

D’Âme de Pique: Johanna, Kommentar 23

Noir d’Orient: Sabine W., Kommentar 35

Ombre Fumée: Christel, Kommentar 6

Bitte meldet Euch bei gewinnspiel@ausliebezumduft.de und schreibt uns Eure Adresse.

Herzlichen Glückwunsch zu diesen Duftmeisterwerken. Schreibt uns bitte, wie sie Euch gefallen haben!

Ganz liebe Grüße
von Harmen
im Auftrag des gesamten Teams von Aus Liebe zum Duft

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Collection d’Ailleurs …
Freitagsverlosung.
Gewinner der letzten Freitagsverlosung


Newsletter: Ein duftender Blick über die Alpen zu den Sternen!

Geschrieben in Ankündigungen am 21.07.2014

Für Sie habe ich duftende Sterne vom Himmel geholt!

Zwei neue Shooting Stars von der Manufaktur XerJoff sind
aus den Fernen des Universums bei uns gelandet:

Blue Hope und Red Hoba!

Beide Düfte haben mich auf Anhieb begeistert und fasziniert.

Hier erfahren Sie mehr über die spannende Geschichte der Meteoriten
und vor allem über die exzellenten Parfums, die ihren Namen tragen.

Italienische Dufttrilogie der Milaneser Manufaktur Mazzolari

Sicher freuen auch Sie sich schon auf den kommenden Sommer-
und Urlaubsmonat August. Er wurde zwar nicht nach Augusto Mazzolari,
dem Gründer des italienischen Dufthauses, sondern nach Kaiser Augustus
benannt. Aber um dem Patron von Mazzolari die Ehre zu erweisen, trägt
eine der neuen Kreationen seinen noblen Vornamen „Augusto“.

In seinem Gefolge finden Sie noch eine duftende Dame „Vaniglia“,
die alle Naschkatzen verzücken wird sowie einen weiteren historischen Namen:
Nero“ – typisch italienisch, männlich, kaiserlich.

Werden Sie selbst zum Shooting Star oder umhüllen Sie sich
mit italienischer, wohlriechender Noblesse!

Genießen Sie den Sommer in vollen Zügen.

Ihr Georg R. Wuchsa
Gründer aus Leidenschaft von

AUS LIEBE ZUM DUFT – das Original!

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Die Gewinner des Muttertag-Gewinnspiels!
Die Gewinner der Reisesets von EviDenS de Beauté!
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Vom Orient …

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Holziges am 18.07.2014

… erzählen uns Evody heute, und zwar mit dem zweiten Duft der neuen Collection d’Ailleurs, die ich gestern bereits angefangen hatte Euch vorzustellen.

Vergesst nicht, es läuft parallel eine Verlosung: Evodys deutscher Vertrieb war so freundlich, uns von den drei neuen Duftschönheiten jeweils einen Flakon zum Verlosen zur Verfügung zu stellen. Wie Ihr daran teilnehmen könnt? Ganz einfach: Kommentiert den heutigen oder den morgigen Artikel und verratet mir, welchen Duft Ihr warum gewinnen wollt. Zeit habt Ihr dazu bis Sonntag, 20.07., 24 Uhr. Am Montag werden dann die Gewinner verraten.

Noir d’Orient heißt unser zweiter Kandidat, den wir uns jetzt gleich ansehen werden:

“Die Gewürzroute hält so viele Geheimnisse und Schätze bereit. Eine Straße mit einem heißen und feuchten Herz, wo die starken und berauschenden Weihrauchschwaden in die von der Sonne verbrannten Ebenen führen. Indien wühlt auf.

In Puducherry stellt sich die koloniale „weiße Stadt“ ihrem schwarzen Viertel entgegen. Begeisterung, Frustration, Freude, Not … eine Straße der extremen Gefühle. Noch weiter im Süden – Kerala und der Fluss, die exotisch üppigen Wälder. Man atmet die Gischt des Indischen Ozeans, noch bevor man in Mysore ankommt, ein legendärer Name … der Palast und natürlich die Gewürze … graue Ambra, die entlang der Küste strandet, krönt diese atemberaubende Reise. „Noir d’Orient“ entstand rund um die duftenden Reichtümer Indiens.

Die Ouvertüre ist von Weihrauch erfüllt, eine Hommage an die Heiterkeit dieses Volkes. Das Herz enthüllt einen ganzen Schwall an Gewürzen – heiß, sinnlich und intensiv, Nelke, Zimt … Dann lässt die Seele, animalisch und zärtlich zugleich, den Noten von Patschuli verbunden mit Treibhölzern Platz und enthüllt einen Akkord aus bernsteinfarbenem Rum. Ein orientalischer Hauch, berauschend.”

evodynoirdorient

Noir d’Orients Duftnoten: Kopfnote: Weihrauch; Herznote: Gewürznelke, Zimt; Basisnote: Hölzer, Rum, Patchouli.

Ein reiner Weihrauch-Duft? Nein, das ist er nicht. Und für mich ist es auch kein wirklicher Orientale, wenn ich ehrlich bin, was den Duft für mich persönlich in diesem Falle noch schöner macht. In Indien war ich leider noch nie, etwas, das dringend einmal nachgeholt werden muss, aber … ich stelle mir auch Indien anders vor. Beschränkt man sich eher auf die Gewürzroute beziehungsweise die Assoziationen mit derselben, dann, ja dann kann ich folgen. Vielleicht auch nur wegen Lubins Idole, der für mich eine entfernte Ähnlichkeit besitzt, vielmehr in die gleiche Richtung zielt wie Noir d’Orient.

Day 25: Smile!

Kräftiger erhabener Weihrauch, eher würzig als kühl, rauchig und leicht an den Duft heißer Steine erinnernd, verschmilzt hier mit einem sehr dominanten, süß-scharfen Zimt, der auf geniale Art und Weise in köstlichen Rum getaucht sich zeigt. Likörig, honigartig und mit Südfrüchte-Anmutung ausgestattet schafft dieses leckere Tröpfchen einen mehr als anziehenden Duftkörper und stattet mit ordentlich Volumen aus. Weder auf meiner Haut noch auf dem Duftstreifen ist die Nelke hervorstechend, vielmehr unterstreicht sie den Charakter der bisher vorhandenen genialen Truppe. Patchouli und Hölzer in der Basis vervollkommnen den Duft mit, klar, Holzigkeit, sachtem (Kakao?)Puder, einem Quentchen Erdigkeit und festigen seinen außerordentlichen Charakter.

Kraken Rum

Noir d’Orient kann von beiden Geschlechtern getragen werden und wird selbstredend ein Lieblingsduft vieler: Zimt ist ja für einige ein echtes Reizwort, Weihrauch hat auch viele Fans und Rumnoten lassen das Herzchen einiger meiner Leser/innen hüpfen – in dieser Kombination sind alle drei ziemlich unwiderstehlich, das kann ich Euch versprechen!

Weiter geht es mit Ombre Fumée:

“La Réunion, eine spektakuläre Insel und fernab vom Klischee einer tropischen Insel, diese Insel verdient es erobert zu werden … Häufige Eruptionen lassen einen dunklen dichten Rauch ausströmen, aber die Erde bleibt ruhig. Endlose Wurzeln verhindern zerstörerische Erschütterungen. Lunar und vulkanisch, der Kontrast ist umso rätselhafter, je mehr man die Großartigkeit der Wasserfälle und des grünen, unendlichen Dschungels entdeckt. Eine Mischung aus Piment, umhüllt von Sanftheit und Wärme … lukullisch Bourbon genannt, seine Üppigkeit berauscht und macht atemlos …

Ombre Fumée“ ist eine Ode an das Vetiver. Dieser Grundstoff ist der Reichtum der Insel Réunion. Das Vetiver wird umhüllt von dunklen mysteriösen und sinnlichen Noten, aber ebenso von grünen und frischen, um die Ambivalenz der Flora zu charakterisieren. In der Kopfnote, eine Explosion aus Zitrusfrüchten. Die Orange und die Zitrone eröffnen diesen Duft mit klaren und erfrischenden Noten. Dieser frischen Seite folgt schnell die aromatische Sanftheit der Zypresse. Und dann stellt sich die pudrige Note von Iris verbunden mit schwarzem Pfeffer ein, warm und knisternd. Das Vetiver wird nun dunkel. Die bittere Schwärze der Tonkabohne wird sinnlich von grauer Ambra und dem animalischen, hirschledernen Akkord gebändigt.”

evodyombrefumee

Vetiver, Vetiver, Vetiver! Dieses Gras lässt mich in schöner Regelmäßigkeit verlocken – ich liebe diese Ingredienz, und zwar schon seit Anbeginn meiner Parfumleidenschaft. Ombre Fumée ist für mich ein Meisterwerk – und das obgleich ich bereits diverse Vetiverdüfte mein Eigen nenne.

Cirque de Mafate vue du Maido - La Reunion

Dunkles, rauchig-grasiges und verhalten salziges Vetiver, das seinem Namen – Ombre Fumée, der rauchige Schatten, die rauchige Finsternis – alle Ehre macht. Von prickelnden Hesperidensternchen beleuchtet, eine Kombination, die immer funktioniert, verbindet sich das göttliche Gras mit herb-holziger Zypresse, ernst und klar, sowie Iris, erdig, erhaben und sacht seidig-pudrig. Pfeffer kontrastiert gekonnt und harmoniert hervorragend mit den Anklängen vom Tier, den ledernen, die den starken Charakter des Duftes unterstreichen. Die ambrierte Basis zeigt sich warm, würzig und von einer dezenten Harzsüße, den Duft ideal abrundend.

Ein markanter, innovativer Vetiverduft, von Männlein wie Weiblein tragbar. Für mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Must-have und eine perfekte Ergänzung meiner kleinen Vetiversammlung.

Und? Habt Ihr schon einen Favoriten?

Ein schönes Wochenende und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Die Gewinner der feinen Evody-Düfte aus der Collection d’Ailleurs
Collection d’Ailleurs …
„La Fumée Ottoman“ – so elegant ist Weihrauch!


Collection d’Ailleurs …

Geschrieben in Duft,Fruchtiges,Solifloral am 17.07.2014

… ist der Name einer neuen Linie aus dem Hause Evody, der wir uns heute und morgen widmen werden.

Dazu habe ich noch ein nettes Bonbon für Euch, mit dem ich jetzt gleich herausplatze: Deren deutscher Vertrieb war so freundlich, uns von den drei neuen Duftschönheiten jeweils einen Flakon zum Verlosen zur Verfügung zu stellen. Wie Ihr daran teilnehmen könnt? Ganz einfach: Kommentiert den heutigen oder den morgigen Artikel und verratet mir, welchen Duft Ihr warum gewinnen wollt. Zeit habt Ihr dazu bis Sonntag, 20.07., 24 Uhr. Am Montag werden dann die Gewinner verraten.

Zurück zu Evody: Wir haben die Firma schon eine ganze Zeit im Sortiment – deren “normale” Kollektion sollten Stammleser bereits kennen. Zu dem Firmenhintergrund hatte ich bereits Folgendes verlauten lassen:

evodyfrauen“Zum Label selbst seien aber auch noch ein paar Worte verloren: Evody leitet sich von Evodia ab, dem Baum der hunderttausend Blüten – und hinter dieser schönen Assoziation steckt eine nette kleine Familiengeschichte in Form eines Frauenduos: Régine Droin und ihre Tochter Cérine Vasseur führen ein kleines, aber feines Geschäft im Herzen von Paris, welches neben auserlesenen Parfums auch Duftworkshops für diejenigen anbietet, die einmal unter fachkundiger Anleitung in die Geschichte des Parfums eintauchen wollen. Und haben sich vor einigen Jahren den Traum einer eigenen Kollektion erfüllt, die wir uns jetzt näher ansehen werden.”

evodycollectiondailleurs

Näher ansehen gilt ebenfalls für heute, bezieht sich aber auf die Collection d’Ailleurs, die wir uns gemeinsam unter die Nasen klemmen werden, vielmehr: Ich mir für Euch.

“Die Collection d‘Ailleurs öffnet ein neues Kapitel der Geschichte von Evody. Sie ist eine Hommage an die Reichtümer der Natur und an die Vielfalt der Kulturen. Mit den Düften der Collection d‘Ailleurs schenken uns die Designerinnen ihre Interpretation weit entfernter Orte. Diese Duftbilder entstanden aus den Leidenschaften des Mutter-Tochter-Duos Régine und Cérine, dem Reisen und natürlich dem Parfum.

Seit ihrer Kindheit bereist Régine über Bücher fremde Orte. Sehnsuchtsorte, die sie später wirklich mit der noch jungen Cérine entdecken wird … Die Gefühle und das Staunen während ihrer Reise brachte sie dazu, dieses Abenteuer durch die Düfte fortzusetzen.

„Reisen, das ist seinem Leben Sinn zu geben, das ist seinen Sinnen Leben zu geben“. Alexandre Poussin”

“Welten eröffnen” soll uns die Collection d’Ailleurs, im besten Falle völlig neue, und uns “vom  Orient zum Okzident führen.” Sehen wir sie uns einfach einmal an – ich beginne heute mit D’Âme de Pique:

“Die Königin der Blumen erblickte das Licht der Welt vor den Toren Asiens, aber im Tal der Rosen am Fuße des Hohen Atlas kann man sie finden, ungestüm und dominierend. Gehüllt in Purpur und Samt spielt sie ihre Gegensätze aus: ihre Opulenz und Zartheit. Sie widersteht allem! Kälte, Trockenheit greifen sie nicht an. Gegenüber den Felsen thront sie. In den Bergen und zwischen Wasserfällen versteckt sie sich in den verborgenen Gärten. Die Erinnerungen bleiben unvergesslich. Die Sterne des nächtlichen Himmels bewundern sie, die Bezauberndste und Prächtigste. Die Königin ist da! Unvergleichlich in ihrer Blütenpracht …

D’Âme de Pique“ feiert diesen im Tal der Rosen allgegenwärtigen Duft. Evody haben die verschiedenen Gesichter der Königin der Blumen erforscht. „D’Âme de Pique“ öffnet sich auf einem grünen und spritzigen Hauch von Johannisbeerblättern in Verbindung mit einem Birnenakkord. Im Herz hat die Rose die Ehre. Die Essenzen und das Rosen-Absolue werden besonders von einer berauschenden Himbeeren-Auslese betont. Die milchigen und üppigen Sandelholz-Noten und das Vanille-Absolue – alles in Kontrast mit dem in der Sonne getrockneten Patchouli – bekleiden diese große Dame mit einer einmaligen Sinnlichkeit.”

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Betreffs des Namens lassen mich Evody hier ein wenig im Unklaren: Âme heißt in jedem Fall Seele, Pique hat unterschiedliche Wortbedeutungen – Pik, Laub, Spieß und Schippe, wobei die letzten beiden vermutlich eher nicht gemeint sind …

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Eine Rose ist es, eine Huldigung an dieselbe, und noch dazu eine ziemlich gut gemachte mit Noten, die mir umgehend ein Lächeln ins Gesicht zaubern: Schon im Auftakt präsentiert sich mir das Trio, das die Seele und somit den Charakter des Duftes ausmacht – Rose, schwarze Johannisbeere und Birne. Eine saftige, frisch-herbe Birne, die sich harmonisch mit den spritzig-säuerlichen Anklängen von Cassis vermählt – was für eine herrliche Fruchtkombination! Zu diesem schönen Obst-Duo stößt sofort die Rose, eine samtig-seidige mit latent fruchtigen Anklängen, die das Herz des Duftes ausmacht. Auf der Haut hält sich dieses wundervoll leuchtende Trio lange, schillernd und strahlend. Die Basis ist perfekt gewählt: Patchouli, na klar, immer erste Wahl bei Rosendüften, verstärkt, pudert und vertieft, während würziges Sandelholz und Vanille Süße, Wärme und somit Hautnähe stiften.

Eine feminine Rosenschönheit, die ihresgleichen sucht und sicherlich viele von Euch begeistern wird – zu Recht. Ich bin sehr gespannt auf die anderen beiden Düfte, die uns morgen erwarten – Ihr hoffentlich auch!

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Die Gewinner der feinen Evody-Düfte aus der Collection d’Ailleurs
Vom Orient …
Die Düfte des Hauses Evody – Teil 2.


Impressionen …

Geschrieben in Allgemein am 16.07.2014

gibt es natürlich auch noch zu dem Mercedes-Benz-Workshop “bring your own fragrance”, über den ich Euch gestern bereits ausführlich berichtet hatte – viel Freude beim Ansehen!

Im übrigen hat bereits – außer diversen Twitter-Tweets – ein anderer Artikel über unser Bloggermeeting den Weg ins Netz gefunden, und zwar aus der Feder von Jo Fairley: The Perfume Society – We have smelled the future.

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Die traute Runde – vorne Dr. Bodo Kubartz beim Bildchen schießen.

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Jo Fairley (The Perfume Society) hält das Motto des Tages bildlich fest.

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Dr. Stefan Geyer bei der Einführung.

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Sabine Engelhardt und Marc vom Ende, die (Be)Duft(ungs)spezialisten.

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Einfach nur – Marc :)

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Die Teilnehmer – samt alten Bekannten ;)

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Nochmal die Teilnehmerrunde – und im Vordergrund das geniale Raumduftobjekt, das es mir so angetan hat … und nicht nur mir ;)

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Grant Osborne von Basenotes.

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Candice Sabatini von Beauty News NYC.

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Meinereiner.

Und dann noch, ganz wichtig: Fachsimpeln, fachsimpeln, fachsimpeln :)

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Ich hoffe, ich konnte Euch ein paar schöne Einblicke bieten – und wenn Ihr könnt und wollt und Euch nicht (noch?) das nötige Kleingeld für eine S- oder C-Klasse fehlt: Fahrt einmal Probe und testet das AIR-BALANCE-Paket, es lohnt sich!

Ein großes Dankeschön an die Daimler AG für dieses herrliche Event!

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Unser Besuch bei der Pitti Immagine Fragranze in Florenz
Duftjunkies zu Besuch bei Aus Liebe zum Duft
Das Wort zum Sonntag: Mitarbeitertreffen in Bruchsal


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