Luisant Haze von Thomas de Monaco – Schimmernder Nebel

Eines meiner liebsten Dufthäuser hat ein neues Parfum lanciert: Thomas de Monaco präsentiert mit Luisant Haze einen Neo-Gourmand, also einen Duft, der sich fernab der klassisch-opulenten, dessertartigen Gourmand-Pfade bewegt und stattdessen süße Noten mit überraschenden Akzenten verbindet – mit aquatischen, holzigen, frischen oder auch moleküligen Facetten. Spannung wird hier durch den Einsatz von Kontrasten erzeugt, durch die Verbindung gegensätzlicher Akkorde, die ein harmonisches Gesamtbild erzeugen.

Flakon von Luisant Haze von Thomas De Monaco vor einem lichtdurchfluteten Hintergrund mit schimmernder Seifenblase und goldenen Reflexen.

Thomas de Monaco im Duft-Tagebuch

Vor etwa fünf Jahren tauchte die Marke Thomas de Monaco zum ersten Mal auf diesem Duftblog auf. Seither habe ich euch in regelmäßigen Abständen über die Neuheiten des Labels informiert und zahlreiche Kreationen vorgestellt. Nachdem die letzten drei Düfte der silbernen Artist Collection zugeordnet wurden, gehört Luisant Haze wieder zur klassischen Gold Collection.

Luisant Haze – Wie ein duftender Schleier

Die Parfümeurin Karine Chevallier war für die kreative Arbeit an dem Duft Luisant Haze zuständig, der sich um eine „irisierende Schwerelosigkeit dreht, die alles in Lichtfragmente fasst.“ Das klingt erst einmal wenig greifbar und dazu passt ja auch der Duftname Luisant Haze: Eine Kombination aus dem französischen Adjektiv luisant – was so viel wie schimmernd und glänzend bedeutet – und dem englischen Wort haze – also Nebel, Dunst oder Schleier.

Duftnoten: Walderdbeere, Rosa Pfeffer, Kardamom, Tuberose, Zucker, Safraleine, Weißer Moschus, Ambra, Tonkabohne.

Flakon von Luisant Haze von Thomas De Monaco vor goldenem Hintergrund mit irisierenden Seifenblasen und leuchtenden Reflexen.

Luisant Haze vereint von Beginn an die Noten von fruchtig-süßen Walderdbeeren mit prickelndem Pfeffer und würzig-ledrigem Safraleine, untermalt von einem lichtdurchfluteten Strahlen, das molekülig und schwerelos wirkt. Die Tuberose bringt cremig-florale Akzente hinzu. Sie zeigt sich dabei nicht allzu dominant, sondern verschmilzt auf wunderschöne Art und Weise mit den beerig-würzigen Nuancen. Gerösteter Zucker bringt gourmandige Facetten und sanfte Zuckerwatten-Momente ins Spiel, ehe die Kreation mit pudrig-kristallinen und behaglich-weichen Noten ausklingt.

Ein luftiger, transparenter und strahlender Mix aus köstlichen Erdbeeren, warmen Gewürzen, cremigen Blüten und feinen Gourmand-Akzenten, der umhüllend und wunderschön ist. Trotz aller moleküligen Leichtigkeit überzeugt das Parfum mit einer guten Präsenz und einer ebensolchen Haltbarkeit. Weniger für hochsommerliche Temperaturen gedacht, sondern eher eine Kreation, in die man sich in der kühleren Jahreszeit schmiegen möchte. Perfekt für Fans von Erdbeeren in Düften sowie für all jene, die süßlich-fruchtige und gourmandig-würzige Kompositionen bevorzugen. Sehr elegant, modern und ein Parfum, mit dem Thomas de Monaco sich einmal mehr treu bleibt.

Neueste Kommentare

Julia Biró Verfasst von:

Bereits 2010 gingen so einige Blogbeiträge auf mein Konto. Dann war ich „kurz“ weg – sechs Jahre. Umso mehr freut es mich, dass ich nun wieder die Chance bekomme, mein Näschen im Dienste der Duftrezension schnuppern zu lassen und eifrig in die Tasten zu hauen. Was Nischendüfte angeht, habe ich damals übrigens schnell Feuer gefangen. Meine Ausbildung tat dazu ihr Übriges: Als diplomierte Biologin kenne ich mich nicht nur mit Fauna und Flora, sondern auch recht gut mit der Herstellung von Ölen und Extrakten aus, was den Reiz der Parfumwelt natürlich noch größer macht.

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