4 Kommentare

  1. Barbara
    25.Jan 2017
    Antworten

    Liebe Uli

    Herzlichen Dank für diesen herrlichen Blogartikel. Ich habe mich gerade köstlich amüsiert :o) Ich kann dir so nachfühlen, da ich jahrelange mit der Bahn gependelt bin.

    … eingequetscht von um ihr Gleichgewicht kämpfenden überpackten Trolleys: Recht hast du! Nicht zu vergessen, die rucksacktragenden Mitreisenden, die sich ohne Vorwarnung umdrehen und schon hast du dieses Ding mitten im Gesicht. Gemeingefährlich sowas! Vielleicht sollte man eine neues Verbotsschild kreieren: Ruckartige Bewegungen mit Rucksäcken sind zu unterlassen! ;o)

    Liebe Grüsse, Barbara

  2. Ulrike Knöll
    26.Jan 2017
    Antworten

    Oh ja, die Rucksäcke, ganz eigenes Kapitel! Sooo nervig, ehrlich …

    Die Rückfahrt war auch nicht wirklich besser – wir waren zwar schnell am Ziel dank Sprinter (nur wenige Haltestellen), aber das Abteil war komplett überhitzt, das Wlan hat nur sehr mäßig funktioniert und es ruckelte und zuckelte die ganze Zeit so übel, dass ich geschlagene zwei Stunden gegen meine Übelkeit angekämpft habe. Ich war gestern noch komplett im Eimer, Kopfschmerzen usw. – ich glaube, ich bin da echt eine Mimi und kann mir gar nicht vorstellen, wie andere es so bequem finden, mit der Bahn zu reisen. Für mich ist es Stress. Autofahren ist mir so viel lieber, auch wenn es nicht immer praktikabel bzw. effizient ist und umwelttechnisch auch nicht wirklich der Bringer … Fliegen finde ich fast noch schlimmer, das liegt aber wohl an mangelnder Routine: Ich bin einfach immer total aufgeregt, denke immer, ich komme zu spät, bin total genervt und gestresst usw..

    Pendelst Du jetzt auch noch?

    Liebe Grüße zurück,

    Uli

  3. Barbara
    31.Jan 2017
    Antworten

    Liebe Uli

    Nein, ich pendle nicht mehr, höchstens vom Keller in das Erdgeschoss und in den 1. Stock. Hausfrauenpendeln sozusagen :o)

    So 1 – 2 x in der Woche fahre ich aber schon noch mit der Bahn, aber nur kurze Strecken von höchstens einer halbe Stunde. Dein Betrag könnte glatt von meinem Mann stammen, er benützt die Bahn nur im äussersten Notfall.

    Noch zum Thema Fliegen: Ich bin immer wieder erstaunt wie billig man kreuz und quer durch Europa fliegen kann. Da kostet ein Ticket nur einen Bruchteil eines Bahnbillets. Wie sich das rechnen soll, ist mir wirklich ein Rätsel.

    Liebe Grüsse
    Barbara

    PS: Ich glaube, ich bin auch eine Mimi, früher konnte ich problemlos im Zug lesen, heute wird mir davon übel. Das Alter? ;o)

  4. Ulrike Knöll
    16.Feb 2017
    Antworten

    Hach ja, liebe Barbara,

    Fliegen ist billig, das ist wahr. Aber – ich tue es auch nicht viel lieber als Bahnfahren 😉 Zudem: Manche Billigflieger haben ja auch schon zweifelhafte Ideen, wie man sich die Tickets vergolden kann, allen voran z.B. Ryanair, die einmal öffentlich überlegt haben, ob man für den Gang auf’s stille Örtchen nicht eine Gebühr einführen könnte, direkt vorne, zum Einwerfen, an der Türe – ist nie durchgegangen, hätte mich aber wirklich interessiert, ob das nicht „in die Hose“ (oder sonstwohin) gegängen wäre … Bei meinem letzten Florenz-Ausflug hatte ich auch schon über seltsame Angebote berichtet – hier wollte man mir den leeren Platz neben mir anbieten, als Luxus, und zwar für annähernd denselben Preis bzw. evtl. auch mehr, als ich für meinen eigenen Sitzplatz bezahlt hatte.

    Ich gebe zu, Ich bin hier eine „Öko-Sau“, aber … mir ist es immer noch am wohlsten im eigenen Auto. Mag ja sein, dass es nur eine Häufung dummer Zufälle ist, allerdings passiert wirklich jedes Mal was im Zug. Und manchmal auch wirklich Wahnwitziges. Da war z.B. auch diese Geschichte vor circa einem Jahr, bei der ich durch Schreie aus meinem netten Gespräch im Abteil vor die Türe gelockt wurde. Ein Mülleinsammler trommelte wie wild auf die Toilettentür, ein paar andere Fahrgäste kamen fragend wie ich. Eingemischt haben sich schlussendlich drei: Ich, eine andere Frau und ein Mann. Hintergrund: Der Müllsammeltyp wollte in die Toilette. Die war besetzt von einer Frau, die nach Ansicht des Typens nicht schnell genug war. Wohlgemerkt: Er wollte keine Tickets kontrollieren o.ä.! Er wurde dann laut – und rabiat. Die Frau hat rausgeschrien, er solle aufhören, sie hätte Angst, so würde sie die Tür nicht öffnen – daraufhin ist er völlig ausgetickt. Der männliche Fahrgast war wenig hilfreich, er hat den Typen beschimpft und ist gegangen. Ich und die andere Frau haben ihn gemaßregelt und die Frau innen dazu bewegt, die Türe zu öffnen. Heraus kam tränenüberströmt eine Mittvierzigerin im Businesskostüm, die, ja, wirklich Panik bekommen hat, und ziemlich schnell verschwand. Ich habe mir dann eine Zugbegleiterin geschnappt und ihr den Vorfall geschildert. Die hat dann sowohl den Oberboss des Zuges hergebracht, der allerdings gleich den Typen mitschleifen musste. Dieser meinte, er hätte halt seine Zeit einzuhalten, worauf Cheffe total unsouverän reagierte, nämlich mit – ok, nächstes Mal halt anders. Die Betroffene haben wir nicht mehr gefunden, dafür andere Reisende, die das Theater mitbekommen haben. Trotz meines freundlichen Insistierens hinsichtlich der beiden Männer fanden beide alles eigentlich ganz knorke – der Müllmann war sich keiner Schuld bewusst, der Cheffe spielte alles herunter. Die Zugbegleiterin war fassungslos, hat mir nachher noch ihren Namen gegeben. Ich habe den ganzen Vorfall dann mündlich als auch schriftlich bei der Bahn gemeldet – selbstredend nicht ohne das Verhalten der Zugbegleiterin zu loben.

    Nun, nachdem bei meiner letzten Zugfahrt auch ständig zwei wirklich komische Typen um mein Abteil rumgeschlichen sind, nachdem ich alleine darin war – es war spätabends – und nach diesem Vorfall finde ich persönlich Zugfahren irgendwie auch … nun ja, man steckt halt in diesem Zug fest. Sowas passiert mir beim Autofahren nicht. Insofern werde ich weiter auf dieses zurückgreifen, so oft wie möglich. Und Locomore werde ich natürlich noch testen.

    Viele liebe Grüße,

    Ulrike

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