Pressemitteilung: EU-Gesetzesvorhaben zu Parfum steht unter Beschuss

Wir haben bereits über das Thema berichtet und auch selbst die Petition geschlossen unterstützt. Hier nun die aktuelle Pressemeldung des Initiators Parfumo.

Verbraucher-Petition für Duft erregt Aufsehen: 2500 Unterschriften gesammelt

Seit knapp vier Wochen gibt es online eine Petition, die sich gegen ein EU-Gesetzesvorhaben zur Regulierung von Parfuminhaltsstoffen richtet. Diese Aktion der Internetseite Parfumo hatte gestern ihren vorläufigen Höhepunkt: eine Liste mit zweieinhalbtausend Unterschriften wird nach Brüssel geschickt. Angelika Förster von Parfumo sagt: „Wir sind begeistert! So früh haben wir nicht mit einem solchen Echo gerechnet!“

Der 14. Mai war Stichtag: in Brüssel wurden bis gestern Kommentare zur anstehenden Gesetzesänderung angenommen. Die Kommission befasst sich nun mit den eingereichten Meinungen zur Zukunft des Parfums. Die Parfumo-Initiative nimmt an dieser Konsultation teil. Ihr kritischer Beitrag wird unterstützt von der Petition.

Die Aktion fand weltweit Verbreitung und bekam in kurzer Zeit viel Unterstützung: von Blogs, via Facebook, von vielen bekannten Parfumeuren, von Parfümerien und Fachleuten. Alle sind sich einig: hier geht die EU zu weit. Die Verbraucher sollen nicht bevormundet werden und die Parfumkreation ist ein schützenswertes Kulturgut.

In der Petition wird ausgeführt, warum Verbraucher gegen die geplanten Einschränkungen für die Herstellung von Parfum sind. Parfum würde durch das Gesetz in seiner Vielfalt und Bandbreite verstümmelt, denn duftende Inhaltsstoffe sollen verboten werden, die für Parfum so wichtig sind wie die Farben Rot oder Blau für die Malerei. Christoph Polatzky, der Betreiber von Parfumo, der Webseite für Parfumliebhaber, erläutert: „Das bringt die Kunden auf die Barrikaden – wir wollen schönes Parfum und nicht fahle Ersatzstoffe, die nur noch entfernt an Parfum erinnern. Deshalb erheben wir Einspruch gegen die Gesetzesänderung. Mit stichhaltigen Argumenten… und mit vielen Unterschriften.“

Nicht wissenschaftlich bewiesen sei das Allergierisiko von 1-3%, trotzdem will die EU Verbote erlassen – statt besserer Regeln zur Information, wie es die Petition fordert. Angelika Förster bringt es auf den Punkt: „Wir wollen guten Verbraucherschutz. Nicht willkürliche Verbote.“

2500 Unterschriften können aus Sicht der aktiven Streiter für die Kunst des Duftes in Brüssel nicht übersehen oder als „unwichtig“ abgetan werden. Und die Aktion läuft weiter. Auch nach der Einreichung werden Unterschriften gesammelt. „Das Thema wird nicht im EU-Alltag untergehen.“ prophezeit Förster „Wir werden mit immer mehr Unterschriften unsere Kritik verbreiten. Das einzige, was uns aufhalten könnte: wenn die Kommission ein Einsehen hat und die Gesetzesvorlage vernünftig abändert.“

Auf http://www.parfumo.de/petition werden deshalb weiter Unterschriften gesammelt – für Duft und gegen Überregulierung. Auf die Reaktion der EU-Kommission wird derweil mit Spannung gewartet.

Wir rufen alle auf, die diese Petition noch nicht unterschrieben haben, dies jetzt zu tun. SOS FÜR PARFUM! Bitte hier entlang!

Ulrike & Harmen
und das gesamte Team von Aus Liebe zum Duft

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Hallo, ich heiße Harmen, war bis vor Kurzem irgendwas­unddreißig und habe immer die Nase im Wind, um Duftschätze für Euch zu finden und hier vorzustellen. Selbst bevorzuge ich feine Lederdüfte oder Gewürzkompositionen, ohne mich da aber festzulegen. Warum auch? Es gibt ständig so viel Neues in der Welt der Düfte zu entdecken. → BIRÓ

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