Der Herbst kommt…

hermesepicemarine… und mit ihm zahlreiche Neuigkeiten, die ich Euch wie immer gesammelt präsentieren möchte. Bleiben wir erst einmal in Europa – und schauen gleich rüber zu unseren französischen Nachbarn: Hermès erweitern ihre Hèrmessence-Kollektion um Épice Marine. Wieso man einen maritimen Gewürzling erst im Herbst und nicht im Frühjahr lanciert, verstehe ich zwar nicht ganz… aber ein Blick auf die Noten erklärt alles weitere: Wir haben es hier mit einer schottischen Küstenlandschaft zu tun oder vielleicht einer irischen – und das macht den Duft überaus testenswert für mich! Die Noten: Bergamotte, gerösteter Kreuzkümmel (Kumin), Zimt, Kardamom, Algen, Whisky und Rauch – der Parfumeur ist natürlich Jean-Claude-Ellena, der diesmal zusammen mit Olivier Roellinger gearbeitet hat.

reminiscencetonka

Reminiscence üben sich mal wieder in Demut und toben sich weiter aus im Reich der monothematischen Düfte, die sie bisher exzellent umzusetzen vermochten. Schauen wir mal, wie der Neue wird: Tonka heißt er und wird als Orientale beschreiben, der alle Facetten der Tonkabohne auslotet und beleuchtet. Fabrice Pellegrin ist der Parfumeur und die Noten sind folgende: Bergamotte, Sternanis, Jasmin, Labdanum, Honig, Bittermandel, Tonkabohne, Vanille und Moschus.

L’Occitane lancieren zwar zwei neue Düfte – Flor do Dia and Flor da Noite – , die Teil einer ganzen Kollektion sind, allerdings ist diese erst einmal nur den Brasilianern vorbehalten. Schade eigentlich, früher als nächstes Jahr dürften sie bei uns wohl nicht ankommen. Bis dahin könnt Ihr Euch aber trösten, etwas zumindest: Auf Youtube haben L’Occitane einen schönen Kanal, siehe hier. Dort finden sich einige nette Videos, die man sich durchaus mal zu Gemüte führen kann. Beispielsweise diese beiden hier:


[Das zweite Video wurde leider mittlerweile entfernt.]

Ben Gorham war wieder fleißig mit seinem Label Byredo und beehrt uns demnächst mit 1996 Inez & Vinoodh, einer Kooperation mit den beiden dänischen Fotografen Inez van Lamsweerde und Vinoodh Matadin. Inspiriert sieht sich der Duft von einer Fotografie namens „Kirsten 1996“ – Gorham ließ dazu Folgendes über Facebook verlauten:

„I’ve had a lot of questions regarding this project.. It’s actually a Christmas card I helped Inez & Vinoodh make for friends and family. The perfume was inspired by the image you see of Kirstin taken back in 1996. Inez & Vinoodh always reflected it’s a beauty image – now it is.“

Die Ingredienzen des als „holzig-orientalisch“ beschriebenen Duftes: Wacholderbeeren (yes!), Iris, Veilchen, Ambra, Leder und Patchouli.

1996byredo

Um Puredistance war es lange ruhig nach ihrem wunderschönen Opardu – Ende des Jahres folgt nun Black:

„Puredistance Black is an understated elegant and mysteriously charming perfume inspired by the concept of BLACK; a concept that for centuries has been associated with secrets, mystery and style.

Puredistance BLACK is created in Paris by the famous French Perfumer Antoine Lie based on a concept of Puredistance founder Jan Ewoud Vos. The essence of the concept was to create a perfume that is close to the wearer and releases sensual and elegant scent layers in a whispering way – without shouting. A mysterious fragrance that stays in the shadow, giving away – only every now and then – part of its nature. Antoine loved the concept and created a sophisticated perfume full of charm with the same elegant personality as the timeless classic Puredistance I, but then more masculine and oriental. And as a consequence of the concept of BLACK (that treasures the beauty of the unknown) we will not reveal the ingredients of Puredistance BLACK…. Envision, Smell, Feel. Don’t analyse.“

Nicht analysieren, sondern einfach drauf einlassen… Machen wir natürlich gerne – und ich kann es kaum erwarten, bis ich den Duft unter der Nase habe!

Morgen folgen noch ein paar mehr Neuigkeiten, die uns bald erreichen sollten – bis dahin alles Liebe und einen schönen Tag,

Eure Ulrike.

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Geschrieben von:

Meine Liebe galt schon seit je her dem Ästhetischen: So geht mir das Herz auf bei jeglichen Dingen, die durch Form, Funktionalität, Design und Herzblut zu überzeugen wissen. Und wenn dann noch ein Quäntchen Historie dazu kommt, ist es meist ganz um mich geschehen … Ich bin der Nischenparfümerie mit Haut und Haaren verfallen und seitdem immer auf der Suche nach dem oder vielmehr: einem neuen heiligen Gral. Diese Suche sowie mein ganzes Interesse, meine Begeisterung möchte ich gerne mit Euch teilen!

8 Kommentare

  1. Margot
    19.Sep 2013
    Antworten

    Hallo Uli,
    danke für die News!
    Byredo’s Neulancierung klingt ganz so, als ob mein Name drauf steht, nur die Wacholderbeere macht mir etwas Kopfzerbrechen.

    LG, Margot

  2. Ulrike
    20.Sep 2013
    Antworten

    Also iiich freue mich ja gerade auf die Wacholderbeeren 😉 Insgesamt reicht aber Byredo als Marke schon, um mich neugierig werden zu lassen – so wie bei Dir vermutlich auch 😉

    Liebe Grüße zurück,

    Uli.

  3. Margot
    16.Okt 2013
    Antworten

    Hallo Uli,

    habe Pröbchen geordert, u.a. von Kirsten. Trotz Wacholderbeere, die ich nicht als solche empfinde (ich hab dabei eher Gin in der Nase) kann ich bestätigen: Auf diesem Duft steht mein Name!
    Empfinde ihn als unauffällig-auffallend. Er hat ein sehr spezielle Präsenz. Leder und Patchouli sind sehr fein ausgewogen und mit den Iris/Veilchen-Akkorden perfekt abgestimmt. Kein Kracher, sondern etwas das in Erinnerung bleibt ohne zu kleben. Understatement in Reinstform! Genial!

    Darauf gibt’s jetzt einen Safran-Gin!

    Schönen Abend und LG,
    Margot

  4. Dorothea
    17.Okt 2013
    Antworten

    Gut zu wissen, dass die Wacholderbeere nicht allzu dominant ist… Hat mich nämlich auch abgeschreckt, nach meiner Erfahrung mit Irish Leather…

  5. Ulrike
    24.Okt 2013
    Antworten

    Huhuu Ihr Lieben,

    @ Margot: 1996 passt richtig gut zu Dir 🙂

    @ Dorothea: Nein, nein – kein Vergleich zu Irish Leather, absolut nicht!

    Viele liebe Grüße,

    Uli.

  6. Margot
    24.Okt 2013
    Antworten

    Danke Uli für Deine Meinung!
    Finde dass er perfekt in meine kleine Sammlung passt.

    @ Dorothea: Irish Leather hab ich nicht getestet, aber wenn Uli bestätigt, dass da kein Vergleich zu ziehen ist, dann passt das.

    LG, Margot

  7. Margot
    26.Okt 2013
    Antworten

    Hallo Uli,
    brauche Deine Hilfe bei 1996.
    Habe ihn gestern nochmal in Langzeit getestet und ….. ich komm einfach nicht drauf. Er riecht wie …???? bzw. hat eine sehr große Ähnlichkeit mit etwas das ich kenne …. mir fällt aber nciht ein, wo ich ihn unterbringen soll! Fast hätte ich es gehabt aber „no chance“
    Vielleicht kannst Du mir auf die Sprünge helfen.

    LG, Margot

  8. Ulrike
    28.Okt 2013
    Antworten

    Huhuu liebe Margot,

    Deine Frage wird alsbald beantwortet werden 😉 Du musst Dich nur noch ein klitzekleines bisschen in Geduld üben…

    Liebe Grüße,

    Uli.

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