4 Kommentare

  1. Jutta L.
    23.Mrz 2011
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    Liebe Uli, danke für Deine schöne, poetische Beschreibung! Ich liebe die Mimose sehr, als Blüte und auch als nachgebildeter Duft in der Flasche, das mal vorweg. Für mich ist alles, was nach Mimose riecht, Frühling pur. Mein liebster Mimosenduft ist bisher auch Mimosa pour Moi, sowie das auch genannte Mimosaique (ist mir aber mittlerweile etwas zu süss) und dann noch Aria di Capri von Carthusia, der auch eine wunderbare Mimosennote im Zentrum hat.

    Auf den Annick Goutal Duft war ich so gespannt, dass ich ihn mir sofort ohne Bedenken grosszügig auf die Haut gesprüht habe. Für mich war ganz klar, dass nach den Orientalen, dem göttlichen Matin d’Orage, dem köstlich-herben Ninfeo Mio und den klaren, z.T. Neuinterpretationen der Rosendüfte von Annick Goutal nur ein weiteres Meisterwerk zu erwarten war. Mittlerweile nehmen Annick Goutal Düfte wirklich einen grossen Teil meines Duftschrankes ein.
    Also, zurück zum Anfang, ich habe ihn gleich auf beide Arme und Hände gesprüht und stand nach einer Minute in einem reichlich grusligen Nebel von weissem Pfeffer und Apfel-Birnenkompott. Der weisse Pfeffer hielt sich bestimmt 20 Minuten, danach roch er nur noch nach besagtem Kompott kombiniert mit einer für mich viel zu starken Moschusnote.
    Ich war richtig traurig! Und gleichzeitig froh, dass ich ihn nicht blind bestellt hatte. Was die Pfeffernote angeht, ich liebe ja Pfeffer in Düften, aber eher schwarzen, und dann bitte in eher würzig orientalischen Varianten. Ich bin mir auch darüber im Klaren, dass gar kein Pfeffer drin ist, sondern meine Nase irgendeinen synthetischen Stoff in Überdosis riecht, der bei mir als Pfeffer ankommt. Es gibt bestimmt synthetische Elemente, die ich in ihrer ursprünglichen Weise rieche, die einen Duft aber eigentlich nur unterstützen sollen. Kann das schwer beschreiben, aber selbst als das verflogen war, wurde der Duft nicht wirklich schöner.
    Schade, schade…. Meine Tochter und meine Freundin kamen übrigens zum gleichen Ergebnis, nicht in Bezug auf Pfeffer, aber auf die Gesamtwirkung.
    Dennoch, für mich ist es nur ein Ausrutscher, ich freue mich jetzt schon auf den nächsten AG Duft!

    Lieben Gruss
    Jutta L.

  2. Ulrike
    24.Mrz 2011
    Antworten

    Hallo liebe Jutta,

    da kommt Dir ja der heutige Artikel gerade recht, oder? 😉
    Ich konnte es mir nicht verkneifen anlässlich des neuen Goutals dann doch noch meine Lieblingsmimose hinterher zu schieben… Aria di Capri hat auch prominente Mimosennoten? Muss ich nochmals testen *notiert*
    Ist lange her. Mimosaique würde ich so gerne mal wieder schnuppern, er ist ja mittlerweile discontinued soweit ich das weiß – es ist ebenfalls ewig her, dass ich ihn gerochen habe.

    Im übrigen ging es mir sehr ähnlich wie Dir: Ich bin ein totaler Fan der letzten Veröffentlichungen von Goutal. Es fing an mit den Orientalisten, von denen ich auch zwei besitze (den Weihrauch und den Amber), dann Matin d’Orage, Ninféo Mio und die wunderschöne nostalgische Rose. Ich habe auch gleich auf die Arme gesprüht und – nun ja… war enttäuscht. Es ist nicht so, dass Le Mimosa ein schlechter Duft wäre – er passt nur absolut nicht zu mir, wird sehr ungünstig auf meiner Haut und zielt einfach auch auf eine ganz andere Art Trägerin ab als ich es bin. Schade. Aber ich bin mir sicher – der nächste passt wieder 😉

    Im übrigen trage ich heute etwas, das auch eine neue Liebe werden könnte: Die Rose Alexandrie von Armani Privé, in der sich auch eine Mimose tummelt 🙂

    Viele liebe Grüße zurück,

    die Uli.

  3. Anna
    16.Aug 2012
    Antworten

    …ich habe den Duft heute zum ersten Mal getestet und bin total begeistert. Erstaunlich ist, dass er bei mir auf der Haut in der Herznote ganz stark nach Cumin (ja wirklich! Ein Hauch von Kreuzkümmel…obwohl das nicht in den Inhaltsstoffen steht, aber dies bestätigten mir alle, die an meinem Arm schnupperten…) duftet, aber überhaupt nicht aufdringlich, sehr zurückhaltend, sinnlich, empfindsam, eben wie eine Mimose, die sagt: „VORSICHT!!! Überleg Dir gut, ob Du mich berührst…“ Irgendwie sehr speziell, dieser Duft, etwas ganz Besonderes, zum Verlieben. Und DANKE für die tolle Duftbeschreibung an Uli, aber für mich ist Le Mimose von Annick Goutal genau das, was ich gesucht habe. Man sollte den Duft aber wirklich auf der Haut testen, auf dem Teststreifen hätte ich nie geahnt, wie er sich bei mir entwickelt.

    LG Anna

  4. Ulrike
    17.Aug 2012
    Antworten

    Hallo liebe Anna,

    das freut mich aber sehr, dass Du in dem Mimöschen eine neue Liebe gefunden hast! So ist es eben mit der Hautchemie, deshalb empfiehlt sich auch immer ein eigener Test. Und, darüber hinaus: Wir haben natürlich nicht nur unsere ganz eigene Haut, sondern auch unsere ganz eigenen Empfindungen, die wir mit Düften verknüpfen, sind unterschiedliche Persönlichkeiten – gut, dass es so viele Düfte gibt und für jeden etwas dabei ist 🙂

    … by the way: (Mindestens) EINE Mimose braucht man als Frau, finde ich 😉

    Viele liebe Grüße,

    Ulrike.

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