Acht Düfte, acht kurze Dates: Heute muss Akro zum olfaktorischen Speed-Dating. Ich teste die Kompositionen spontan und möglichst unvoreingenommen. Die jeweiligen Duftnoten schaue ich mir deshalb erst im Anschluss an.
Jeder Duft bekommt zunächst seinen Auftritt auf dem Teststreifen und darf anschließend auch auf die Haut. Denn gerade dort zeigt sich oft erst, ob der erste Eindruck bleibt oder ob sich plötzlich eine ganz andere Seite offenbart.
Ich bin gespannt, welche Düfte mich sofort packen, welche überraschen und wer am Ende ein zweites Date bekommt. Finden wir es heraus. 😉

Date #1: Akro – Bake
Teststreifen: Zitrisch, gourmandig und vanillesüß. Mein erster Gedanke geht quasi direkt in Richtung Zitronenkuchenteig. Die spritzige Frische trifft auf eine weiche, süße Teignote und macht Bake sofort ziemlich köstlich.
Haut: Hier zeigt sich Bake überraschend anders. Der Duft startet hell, kühl und luftig, fast strahlend, und wirkt deutlich weniger süß und gourmandig als auf dem Teststreifen. Erst nach und nach schieben sich die Kuchennuancen ins Duftbild. Zart teigig, weich und sehr transparent, bleibt Bake eng mit der luziden Zitronennote verbunden. Dadurch wirkt die Kreation auf meiner Haut ausgesprochen sommerlich und leicht. Viel subtiler, als ich nach dem ersten Eindruck auf Papier erwartet hätte.
Fazit: Bake gefällt mir richtig gut und überrascht mich vor allem damit, wie leicht und transparent er bleibt. Ein Neo-Gourmand mit zitronigen Teignoten, der luftig und hell wirkt und damit weit entfernt ist von schwer, üppig oder klebrig-süß. Für mich ein sonniger, sommerlicher Gute-Laune-Duft mit Gourmand-Twist.
Duftnoten: Zitrone, Vanille, Gourmand-Noten, Sahne
Date #2: Akro – Smile
Teststreifen: Fruchtig, zitrisch und leicht grünlich zeigt sich Smile auf dem Papier. Dazu kommen florale Nuancen und eine weiche, fast ein wenig fluffige Seite. Insgesamt wirkt der Duft durchaus präsent und kräftig.
Haut: Auf der Haut wird Smile klarer, spritziger und prickelnder. Eine saftig-herbe Zitrusnote trifft auf deutlich fruchtige Beerennoten. Gleichzeitig wirkt der Duft luftiger, transparenter und insgesamt leichter als auf dem Teststreifen. Die floralen und weichen Facetten treten etwas zurück, dafür entsteht eine sehr helle, sommerliche Melange.
Fazit: Smile ist ein unkomplizierter Alltagsbegleiter für den Sommer, der sofort gute Laune macht. Frisch, mediterran angehaucht und wunderbar ausgewogen. Wer harmonische Zitrus-Frucht-Düfte mag, macht mit diesem Eau de Parfum eigentlich nichts falsch. Und ja: Ein kleines Lächeln zaubert Smile tatsächlich ins Gesicht.
Duftnoten: Bergamotte, Salbei, Himbeere, Moschus
Date #3: Akro – East
Teststreifen: Üppig, kräftig und sehr markant zeigt sich East auf dem Papier. Würzige und dunkle Holznoten stehen klar im Vordergrund, begleitet von einer dezent rauchigen Facette, die mich spontan an Oud erinnert. Insgesamt wirkt der Duft tief, dunkel und ziemlich präsent.
Haut: Auf der Haut startet East frischer und klarer, behält seine dunklen, holzig-rauchigen Untertöne aber bei. Dazu gesellen sich zarte Beerennoten, die etwas Fruchtigkeit in die Komposition bringen. Trotz seiner Kraft wirkt East erstaunlich ruhig und entwickelt sich langsam. Nach und nach wird er leichter, luftiger und transparenter, im weiteren Verlauf auch etwas wärmer. Die rauchige Holznote bleibt für mich allerdings die ganze Zeit sehr dominant.
Fazit: Schön gemacht, für mich persönlich aber zu markant und dunkel. Auf mich wirkt East eher maskulin. Trotzdem ist das kein Duft nur für den Abend oder besondere Anlässe, sondern durchaus alltagstauglich.
Duftnoten: Himbeere, Adlerholz (Oud), Leder, Ambroxan
Date #4: Akro – Rise
Teststreifen: Sehr hell und tropisch-fruchtig. Mango und Ananas kommen mir direkt in den Sinn, dazu eine milchig-cremige Facette. Insgesamt erinnert mich Rise auf dem Papier an Piña Colada.
Haut: Auf der Haut zeigt sich Rise zurückhaltender. Zarte Fruchtnoten bleiben erhalten, vor allem die exotisch-spritzige, süße Ananas. Gleichzeitig wirkt der Duft luftiger, wässriger und weniger cremig als auf dem Teststreifen. Eine feine Kokosnote lässt sich ebenfalls wahrnehmen, allerdings nicht trocken oder pudrig, sondern klar und leicht. Der Piña-Colada-Vibe bleibt trotzdem bestehen.
Fazit: Fruchtig-tropisch, luftig, transparent und wunderbar sommerlich. Rise wirkt leicht, sonnig und unkompliziert. Sehr schön.
Duftnoten: Kokosnuss, Piña Colada, Tiaréblüte, Sandelholz
Date #5: Akro – Heat
Teststreifen: Hell, zitrisch und würzig, dabei sehr klar und transparent. Der Duft wirkt kühl und luftig, wird aber von einer feinen Schärfe durchzogen, die ihm etwas Spannung verleiht.
Haut: Auf der Haut bleibt Heat frisch, kühl und zitrisch. Dazu kommen grünliche und holzige Facetten sowie eine feine Schärfe, die sich durch den Duft zieht. Insgesamt wirkt er eher zurückhaltend, hautnah und sehr klar.
Fazit: Heat ist sehr hell, eher leise und transparent. Auch die Haltbarkeit ist bei mir eher leicht. Für mich ein schöner Frischekick für den Sommer und perfekt für alle, die keine 24-Stunden-Highperformer suchen. Wer lieber öfter nachsprüht oder seinen Duft im Laufe des Tages wechselt, liegt hier genau richtig.
Duftnoten: Peperoni (Chili), Koriandersamen, Zitrone, Kardamom, Ingwer, Wacholder, Zedernholz, Ambroxan, Moschus
Date #6: Akro – Breathe
Teststreifen: Hell, herb, grünlich und aromatisch. Krautige Noten stehen klar im Vordergrund und geben Breathe zunächst sogar leichte Barbershop-Vibes. Dazu kommt eine kühle, frische Klarheit.
Haut: Auf der Haut verschwinden die Barbershop-Anklänge für mich komplett. Breathe wirkt nun viel weicher, ruhiger und fast meditativ. Fein-krautige Nuancen treffen auf dezente Zitrik, helle Hölzer und eine sanfte, an Tee erinnernde Facette. Insgesamt hat der Duft auf meiner Haut etwas leicht asiatisch Anmutendes.
Fazit: Ein schöner, heller, grünlich-krautiger und luftiger Duft mit feiner Holz-Zitrus-Untermalung. Breathe bleibt eher hautnah und wirkt sanft und fließend. Gerade diese ruhige, unaufgeregte Art gefällt mir gut.
Duftnoten: Bergamotte, Lavendel, Aquatische Noten, Moschus
Date #7: Akro – Crush
Teststreifen: Hell, pudrig und trocken, dazu fruchtig-beerige Nuancen. Crush ist auf dem Papier für mich gar nicht so leicht zu greifen und irgendwie schwer zu beschreiben.
Haut: Auf der Haut wirkt der Duft hell und fruchtig. Dazu kommen floral-frische Noten, die mich an Rose denken lassen. Crush bleibt eher hautnah und entwickelt im weiteren Verlauf eine nussige, pudrige und leicht molekülige Seite.
Fazit: Crush bewegt sich für mich irgendwo zwischen gourmandig, floral und fruchtig, ohne sich eindeutig in eine Richtung festzulegen. Süße Früchte, pudrige Blüten und nussige Nuancen verschmelzen zu einem leisen, transparenten Duft, der romantisch und unbeschwert anmutet.
Duftnoten: Geröstete Mandel, Litschi, Bulgarische Rose, Gourmand-Noten, Haselnuss, Vanille
Date #8: Akro – Glow
Teststreifen: Boozy, fruchtig und würzig, dazu holzige Nuancen und eine dezente Schärfe. Glow zeigt sich auf dem Papier recht präsent und macht Lust auf mehr.
Haut: Auf der Haut wird Glow weicher und luftiger. Würzige, holzige und ambrierte Noten bleiben erhalten, wirken nun aber transparenter und geschmeidiger. Dazu kommen eine sanfte Vanillesüße und eine kuschelige Wärme, die sich im weiteren Verlauf immer stärker ausbreiten.
Fazit: Edel und elegant, weich und behaglich, boozy und würzig und gleichzeitig ziemlich sinnlich. Glow ist ein wunderschöner Duft mit ordentlich Sex-Appeal und einer rauchigen Vanillenote, die mir richtig gut gefällt.
Duftnoten: Rosa Pfeffer, Weihrauch, Vanille
Und wer bekommt ein zweites Date?
Am Ende sind es drei Düfte, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind. Glow landet ganz klar auf Platz eins: warm, weich, boozy, würzig und mit genau der richtigen Portion Sex-Appeal. Dahinter folgt Bake, der mich mit seiner hellen, luftigen Zitronenkuchen-Interpretation wirklich überrascht hat. Und auch Breathe würde ich gerne noch einmal ausgiebiger testen. Gerade seine ruhige, klare und unaufgeregte Art finde ich spannend.
Und wer wäre euer Kandidat für ein zweites Date?
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