Halo und Supernova von Nebular – Olfaktorische Himmelserscheinungen

Ende letzter Woche habe ich euch die beiden Kreationen One Galaxy und Aurora des Nischenduftlabels Nebular vorgestellt, heute geht es direkt weiter mit Halo und Supernova. Wir erinnern uns: Bei der Marke dreht sich alles um das Universum mit seiner schier endlosen Weite und um faszinierende Himmelserscheinungen in unterschiedlichster Form.

Zwei türkisfarbene Parfumflakons von Nebular vor blauem Hintergrund, einer stehend, der andere kopfüber gespiegelt.

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Halo – Wie ein Himmelsauge

Wer um Sonne und Mond schon einmal einen leuchtenden Ring bzw. Bogen gesehen hat, kennt das optische Phänomen namens Halo bereits. Er entsteht, wenn Licht auf winzige Eiskristalle in hohen Wolkenschichten trifft und dort gebrochen sowie reflektiert wird. Besonders häufig zeigt sich der sogenannte 22-Grad-Halo, ein heller Lichtkreis rund um Sonne oder Mond. Je nach Form und Ausrichtung der Eiskristalle können aber auch ganz unterschiedliche Bögen und Lichtfiguren entstehen. Übrigens können die dafür verantwortlichen Cirrostratuswolken so dünn sein, dass mitunter erst der Halo verrät, dass sie überhaupt am Himmel vorhanden sind.

Kopfnote: Aldehyde, Zitrone, Rosa Pfeffer
Herznote: Freesie, Alpenveilchen, Rose, Geranium
Basisnote: Moschus, Sandelholz, Vanille, Cashmeran

Türkisfarbener Parfumflakon von Nebular mit transparentem Glasboden und silbernem Verschluss vor weißem Hintergrund.

Sehr hell, clean und luftig startet Halo in den Duftverlauf – den Aldehyden sei Dank – und erinnert dabei tatsächlich an ein strahlendes Lichtphänomen. Ätherisch und molekülig wirkt die Komposition, getragen von zitrisch-würzigen und seifig-floralen Facetten, die den Duft wunderbar klar und transparent erscheinen lassen. Auch im weiteren Verlauf bleibt sich das Eau de Parfum treu. Fluffiger Moschus und Cashmeran treffen auf liebliche Vanille und warmes Sandelholz, alles weiterhin sehr hell und leicht umgesetzt.

Halo ist ein sauberer, moschusartig-pudriger Duft mit ausgeprägten Aldehydfacetten, der für mich vor allem in der wärmeren Jahreszeit zur Geltung kommt. Dann passt er zu nahezu jedem Anlass und ist natürlich unisex tragbar.

Supernova – Wenn Sterne alles überstrahlen

Eine Supernova ist eine gigantische Sternexplosion und gehört wohl zu den spektakulärsten Ereignissen im Universum. Innerhalb kurzer Zeit wird dabei so viel Energie freigesetzt, dass sie zeitweise sogar heller leuchten kann als eine ganze Galaxie. Bei der Explosion wird Material weit ins All geschleudert, während je nach Art der Supernova beispielsweise ein Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch zurückbleiben kann. In unserer Milchstraße sind solche Ereignisse übrigens ziemlich selten. Schätzungen zufolge kommt es nur wenige Male pro Jahrhundert zu einer Supernova.

Kopfnote: Neroli, Orangenblüte
Herznote: Gourmand-Noten, Kaschmirholz
Basisnote: Zedernholz, Ambra, Moschus

Dunkelroter Parfumflakon von Nebular mit transparentem Glasboden und silbernem Verschluss vor weißem Hintergrund.

Sehr süß, likörig und holzig startet Supernova in den Duftverlauf – kräftig, ausdrucksstark und einnehmend. Dezent medizinische, safranartige Akzente untermalen die Komposition, während cremige Blütennoten für eine wohlig-behagliche Weichheit sorgen. Lieblich-ambriert, mit fluffigem Moschus und cleanem Zedernholz geht es weiter. Insgesamt wird Supernova nach und nach heller, luftiger und transparenter und nimmt damit wieder jene typisch ätherische Nebular-DNA an, die mir bereits bei den anderen drei Kreationen aufgefallen ist. Aufgrund seiner gourmandig-boozy Ausrichtung sehe ich den Duft eher in der kühleren Jahreszeit und dann vor allem am Abend, zum Ausgehen oder für besondere Gelegenheiten.

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Julia Biró Verfasst von:

Bereits 2010 gingen so einige Blogbeiträge auf mein Konto. Dann war ich „kurz“ weg – sechs Jahre. Umso mehr freut es mich, dass ich nun wieder die Chance bekomme, mein Näschen im Dienste der Duftrezension schnuppern zu lassen und eifrig in die Tasten zu hauen. Was Nischendüfte angeht, habe ich damals übrigens schnell Feuer gefangen. Meine Ausbildung tat dazu ihr Übriges: Als diplomierte Biologin kenne ich mich nicht nur mit Fauna und Flora, sondern auch recht gut mit der Herstellung von Ölen und Extrakten aus, was den Reiz der Parfumwelt natürlich noch größer macht.

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