Nocturnal King, Wild Grace, Golden Tusk und Gentle Guardian – Raumdüfte von Mabou

Im Interview erzählte uns Marie Junkersdorf schon einiges über die Raumdüfte des 2018 gegründeten Münchner Labels Mabou (nachzulesen hier). Heute möchte ich Euch gerne die vier verschiedenen Düfte vorstellen, die die spannenden Namen Nocturnal King, Wild Grace, Golden Tusk und Gentle Guardian tragen. Jedem Duft ist in der Linie Sculptures of Alamee ein eigener Tierkopf zugeordnet. Wer es dezenter mag, kann auch eine der Boxes of Alamee nutzen, die mit farbigen Steinen befüllt sind.

Mabou – Wild Grace

Marie hat mir vier Samples der Raumdüfte zukommen lassen, sodass ich Euch heute die unterschiedlichen olfaktorischen Ausrichtungen von Löwe, Giraffe, Elefant und Gorilla näher erläutern kann. 🙂

Nocturnal King – König der Nacht

Als die Idee mit den Tierkopfdiffusoren im Raum stand, war Marie schnell klar, dass auf jeden Fall ein Löwe mit dabei sein musste: ihr Lieblingstier und Sternzeichen. Das hat uns die junge Gründerin bereits verraten.

Doch welche Duftnoten verkörpern den König der Nacht, so die Übersetzung des Namens Nocturnal King? Gemeinhin kennt man den Löwen ja gerne auch als König der Savanne. Der Raumduft, der der gerne auch nachtaktiven Großkatze gewidmet ist, vereint die Ingredienzien Zedernholz, Zimt und Ingwer.

Mabou – Nocturnal King

Naturgemäß fällt ein Test auf der Haut flach, daran muss ich mich erst ein wenig gewöhnen. Das Papier verströmt alsbald einen fast schon schokoladig anmutenden und wunderbar warm-würzigen Holzduft, der für mich nach Sonnenuntergang in der Savanne duftet. Nicht, dass ich dort schon einmal gewesen wäre, aber so stelle ich es mir vor. Die Sonne glutrot und riesengroß am Horizont, der Boden terracottafarben. Eine Farbe, die sich auch in den Lavasteinen der gleichnamigen Box wiederfindet.

Die Duftprobe alleine wirkt auf mich zurückhaltend, daher nehme ich an, dass der Duft im Diffusor auch eher unterschwellig und subtil ausfallen wird. Wobei hier natürlich auch die Größe und Belüftung des Raumes, in welchem er steht, einen gewissen Einfluss hat. In meinen Augen ein sehr schöner, würziger Duft, der mir ausnahmslos gut gefällt. 🙂

Wild Grace – Wilde Grazie

Wie die Giraffen mit ihrem langen Hals auf hohen Beinen durch die Savanne gehen, ist tatsächlich durchaus von Anmut geprägt, weshalb der Name Wild Grace für mich hervorragend passt. Und welche Duftnoten trägt die Giraffe in sich? Vanille, Tonkabohne und Nachtjasmin sind die olfaktorischen Zutaten des Raumdufts, die für mich schon vor dem Testen durchaus verführerisch klingen.

Überraschenderweise ist die Farbe der Giraffe nicht Gelb, sondern ein helles Rosa mit sanftem Lilatouch. Diese Farbgebung findet sich übrigens auch in der passenden Box of Alamee namens Wild Grace wieder, in der Lachskristalle eingearbeitet sind.

Der Duft von Wild Grace ist ganz anders geartet als der erste Testkandidat. Üppig floral und lieblich, hell und lebhaft, ohne dabei aber auch nur ansatzweise zu intensiv zu werden. Wild Grace ist frühlingshaft und süß und trägt – dank der Gewürze – durchaus auch leicht gourmandige Züge in sich.

Auch dieser Raumduft ist auf dem Papier deutlich wahrnehmbar, wirkt aber eher subtil und dezent, weshalb ich dies auch auf den Diffusor übertragen würde. Für Freunde lieblicher und frühlingshaft-floraler Raumbeduftung absolut empfehlenswert. 🙂

Golden Tusk – Goldener Stoßzahn

Der Name lässt es erahnen: Wir haben es bei Golden Tusk mit einem Elefanten zu tun. Auch ein Savannentier, das in der ganz eigenen Welt von Mabou seinen Platz gefunden hat. Glücklicherweise muss man sagen, denn ist der Elefantenkopf nicht einfach auch wunderschön anzuschauen? Wie viel Liebe da im Detail steckt, das finde ich unglaublich.

Die duftenden Zutaten verrate ich Euch natürlich auch noch – Sandelholz, Apfel und Grapefruit – und schon geht es los mit der Testung des dritten Raumdufts mit dem klangvollen Namen Golden Tusk. Die Box zum Duft ist übrigens mit weißen Selenitsteinen bestückt.

Mabou – Golden Tusk

Fruchtig und fröhlich wirkt Golden Tusk, besitzt aber auch jene würzig-holzige Wärme des Sandelholzes, die den Duft trotz seiner Fruchtnuancen erdet und haltbar macht. Tatsächlich besitzt der Elefanten-Raumduft auch leicht gourmandige Untertöne, was der Komposition dezent orientalisch-fruchtige Züge verleiht. Auch Golden Tusk zeigt sich von seiner sanftmütigen Seite und erhellt den Raum duftmäßig auf subtile Art und Weise.

Gentle Guardian – Sanfter Beschützer

Kein eigentlicher Savannenbewohner, sondern eher einer, der in bewaldeten Gegenden beheimatet ist, ist der sanfte Riese, der Gorilla. Doch im sagenhaften Land Mabou, das sich das Münchner Label erschaffen hat, liegen die einzelnen Landschaftstypen anscheinend recht nah beieinander.

Gentle Guardian vereint die Duftnoten Muskatnuss, Rose und Moschus. Was erwarte ich? Abschließend würde ich einen eher pudrigen Duft erwarten, denn würzig, floral und fruchtig hatten wir in der Linie bereits. Mal sehen, ob ich damit richtig liege.

Mabou – Gentle Guardian

Ich gebe es gleich zu: Ich lag falsch. Gentle Guardian ist kein wirklich pudriger Duft, sondern eine würzige Blütenkomposition, die im Vergleich zu Wild Grace weniger lieblich ist. Weniger frühlingshaft, sondern eher eine würzige Rose mit sanft-cremiger Moschusuntermalung. Für all jene, die zarte Blütendüfte ohne allzu große Süße und mit einer dezenten Würze bevorzugen. Ein ruhiger und entspannter Duft, der diese besondere Raumduftlinie gekonnt abrundet.

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Julia Biró Verfasst von:

Bereits 2010 gingen so einige Blogbeiträge auf mein Konto. Dann war ich „kurz“ weg – sechs Jahre. Umso mehr freut es mich, dass ich nun wieder die Chance bekomme, mein Näschen im Dienste der Duftrezension schnuppern zu lassen und eifrig in die Tasten zu hauen. Was Nischendüfte angeht, habe ich damals übrigens schnell Feuer gefangen. Meine Ausbildung tat dazu ihr Übriges: Als diplomierte Biologin kenne ich mich nicht nur mit Fauna und Flora, sondern auch recht gut mit der Herstellung von Ölen und Extrakten aus, was den Reiz der Parfumwelt natürlich noch größer macht.

Ein Kommentar

  1. Miriam
    6. Dezember 2022
    Antworten

    Pflaume klingt so toll!

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