10 Kommentare

  1. Kathrin
    30.Apr 2020
    Antworten

    Liebe Ulrike,
    vielen Dank für deinen unglaublich tollen und langen Bericht. Ich kenne die Marke Le Couvent des Minimes seit einigen Jahren und liebe & schätze sie sehr. Sie haben so tolle, sich olfaktorisch deutlich abhebende Wohlfühlprodukte!
    Herzlichen Dank für die Hintergrundinformationen und auch das Video, das ganz angenehm den frankophilen Part meines Hirns aufgefrischt hat 🙂
    Ich bin damals über eine Rezension eines leichten frischen Basilikumduftes <3 auf die Marke aufmerksam geworden. Das geliebte Wässerchen mit dem langen Titel "Le couvent des minimes Eau des Matines Cologne"
    (türkises Etikett) kann ich dir sehr empfehlen. Aber ich meine, du bist auch eine Basilikumliebhaberin? Dann kennst du es sicher bereits 😉
    Da ich mich das ein oder andere Mal in Straßburg in einem Lädchen namens Saga Cosmetics mit einigen (kleineren und größeren) Produkten von Le Couvent… eingedeckt habe, muss ich gestehen, ich müsste einmal nachschauen ob das vorgestellte Eau des Missions nicht sogar dabei ist… Zumindest als Taschenzerstäuber. Falls nicht: Da ich mich auch als ein "Vanillezögerer" bezeichnen würde und rauchige Düfte/Gerüche mag, ist das Fläschlein so gut wie mein!
    Viele Grüße
    Kathrin

  2. Katharina W
    20.Mai 2020
    Antworten

    Nach mehrjähriger Neukauf-Abstinenz bin ich auf der Such nach einem neuen Duft (respektive Düften, denn ist man erst wieder drin im Duft-Fieber….) und da lese ich diese wundervolle Rezension. Als Fan von Düften aus Mönchshänden (oder zumindest Kloser-Geschichte, zb dem Caldey Lavender Water) muß ich diesen Duft bei nächster Gelegenheit testen… oder vielleicht doch blind kaufen? 😉
    Gruß Katharina

  3. Ulrike Knöll
    Ulrike Knöll
    27.Mai 2020
    Antworten

    Hallo liebe Kathrin,

    herzlichen Dank für Deine liebenswerten Zeilen und selbstredend auch für den Tipp! Du hast das sehr richtig in Erinnerung, ich mag Basilikum in Düften sehr gerne, darüber hinaus ist es leider in eben diesen nicht sehr häufig anzutreffen, insofern habe ich schon nach dem Cologne geschaut, es ist bereits auf dem Weg zu mir 😉

    Und Du, hast Du die Vanille noch gefunden in Deinem Repertoire? Wenn ja – wie findest Du sie?

    Herzliche Grüße

    Ulrike

  4. Ulrike Knöll
    Ulrike Knöll
    27.Mai 2020
    Antworten

    Huhuu liebe Katharina,

    wie schön, einmal wieder von Dir zu lesen!
    Was suchst Du denn gerade an Duft oder besser: Düften? Vielleicht habe ich ja noch ein paar Test-Tipps parat 😉
    Die Vanille kannst Du getrost kaufen, denke ich. Habe sie schon privat einigen Freunden empfohlen, die allesamt sehr angetan waren. Der Duft ist wirklich „easy to like“, darüber hinaus findet sich, sollte er wirklich nicht gefallen, immer jemand im Umfeld, der sich darüber freut. Und der Preis ist phänomenal bei einigen ebay-Verkäufern …

    Ganz viele liebe Grüße

    Uli

  5. Margot
    4.Jun 2020
    Antworten

    Liebe Uli,
    Dein Artikel und Deine Recherchen dazu haben wieder einmal wahnsinnig Spaß gemacht zu lesen. Und wie immer, Hut ab! vor der Arbeit die Du Dir damit machst. Aber ich weiß, Dich kann man getrost als Nerd bezeichnen, in allem was Du tust und das ist definitiv nicht abwertend gemeint!
    Ich wollte zu der Marke noch anmerken: Ich meine, das vor einigen Jahren im Müller Drogerie Markt bereits gesehen zu haben. Schon in einer größeren Filiale. Ob es heute noch dort steht, weiß ich leider nicht. Sollte vielleicht mal schauen gehen.

    Ganz liebe Grüße,
    Margot

  6. Ulrike Knöll
    Ulrike Knöll
    4.Jun 2020
    Antworten

    Huhuu liebe Margot,

    schön, von Dir zu lesen! ich war ehrlicherweise schon richtig lange nicht mehr in einem Müller, insofern … Wüsste gar nicht, wo außer bei meinen Eltern einer wäre. Und mir war die Marke vorher noch nie aufgefallen – hat sich aber gelohnt!
    Kennst Du denn Düfte von ihnen? Was die Vanille angeht solltest Du Dich bei Interesse beeilen … 😉

    Viele herzliche Grüße

    Uli

  7. Margot
    10.Jun 2020
    Antworten

    Liebe Uli,
    dann werde ich mich mal in den Müller im Breuningerland begeben. Das war bisher der einzige Müller, in dem ich sie gesehen habe.
    Grüßle, Margot

  8. Ulrike Knöll
    Ulrike Knöll
    12.Jun 2020
    Antworten

    Gib mal Bescheid, bin gespannt! 🙂

    Viele liebe Grüße

    Uli

  9. Actron
    23.Jul 2020
    Antworten

    Liebe Ulrike,

    ich bin jüngst selbst auf diesen Duft aufmerksam geworden und spiele mit dem Gedanken, ihn anstelle von Spiritueuse Double Vanille zu kaufen. Der Guerlain ist ja doch recht teuer und scheint überdies online kaum noch erhältlich.

    Was denkst du, kann man Eau des Missons auch als Mann tragen oder ist es eher an eine weibliche Zielgruppe gerichtet? Freilich, ein solcher Vanilleduft wird nicht „Alpha Male“ schreien, das ist mir klar. Aber die zitierte Beschreibung von Kafkaesque lässt ihn ja doch Unisex erscheinen.

    Und wie schaut der Vergleich mit Spiritueuse Double Vanille aus, konntest du den seit April schon tätigen und dazu noch etwas schreiben?

    Viele Grüße,
    Bernd

  10. Ulrike Knöll
    Ulrike Knöll
    23.Jul 2020
    Antworten

    Huhuu lieber Bernd,

    ich persönlich entdecke gewisse Ähnlichkeiten zwischen SDV und EdM, wobei letzterer meines Erachtens nach keine Kopie im eigentlichen Sinne ist. Vielleicht sollte ich vorwegschicken, dass ich SDV zwar sehr schätze, aber ganz allgemein kein ausgesprochener erklärter Vanillefan bin. Mir sind Vanilledüfte oftmals zu süß, um sie an mir selbst ertragen zu könne, obschon ich sie an anderen durchaus zu schätzen weiß.

    Mehr oder weniger süß sind beide Düfte, wobei SDV für mich in eine etwas andere Richtung weist. Sein Gourmandcharakter erinnert, wie beispielsweise auch der von Ambre Narguilé von Hermès, wirklich an ein Dessert, lässt einem in der Tat das sprichwörtliche Wasser im Mund zusammenlaufen und ist demnach ausgesprochen wörtlich zu nehmen. Er besitzt eine überaus fruchtige, likörige Komponente, diesbezüglich empfinde ich die Rezension bei Kafkaesque als sehr treffend, vielleicht der beste Vergleich, den man online finden kann meiner Meinung nach.

    SDV ist enorm komplex, weswegen er für mich in seiner Opulenz, in seinem goldenen Strahlen, in seinen leuchtenden Farben (Rot-, Gelb-, Orange-Spektrum) orientalisch anmutet. Er ist einerseits auf eine Weise „hell“ (aufgrund eben genannter Aspekte), andererseits aber auch „dunkel“ wegen der Rum-Anklänge, den holzigen Tönen als auch den balsamisch-warmen Harzen in der Basis sowie dem Tabak (siehe auch: Tom Ford Tobacco Vanille, der in unserem Zusammenhang ebenfalls gut in die Reihe passt neben SDV und Ambre Narguilé). Letzterer ähnelt allerdings eher einem Pfeifentabak, einem, Du ahnst es schon, fruchtig-gourmandig-süßem als Rauchschwaden. Lutens‘ Chergui oder auch Fumerie Turque beispielsweise krachen hier wesentlich „krasser“ rein was das angeht und sind deshalb auch nicht zu vergleichen, sondern von mir diesbezüglich als kontrastierender Gegensatz angeführt (beide im übrigen toll und testenswert, falls Du sie noch nicht kennst!).

    Im Vergleich dazu ist EdM … weniger komplex. Linearer. Auf eine Weise heller, gleichwohl aber mitunter auch dunkler. Wo SDV durchgängig zwischen diesen beiden Polen tanzend balanciert (äußerst gekonnt, das ist keine Frage), hat EdM keine so großen Ausreißer in Richtung Helligkeit und Dunkelheit. Das heißt aber für mich, für meine Nase, dass er dennoch bisweilen, wie beschrieben, heller wirkt, wenn SDV in seine boozy Rum-Tiefen, den holzgeschwängerten, schwelgt – weil EdM mit seinen Zitrusfrüchtchen im Kopf nie so tiefdunkel-funkelnd ist. Die Vanillenote in EdM ist eindimensionaler (ungleich: eindimensional), als Vanilleduft ist er „typischer“, wenn Du so willst, aber er besitzt eben auch Harze, rauchige Töne, die ihn für mich, wenn SDV seine fruchtigen Dessertfacetten feiert, streckenweise dunkler erscheinen lassen. Verstehst Du, was ich meine?

    Alles in allem bin ich nach wie vor der Ansicht, dass EdM ein ziemlicher Schnapper ist für den Preis. Und ich bin mir sehr sicher, dass man, wenn einem der Duft nicht gefällt, einen Abnehmer im Freundes- oder Bekanntenkreis findet, denn er ist relativ „easy to like“. Für ein „Cologne“ ist die Sillage und die Präsenz im übrigen überragend.

    Bezüglich Deiner Frage, ob ein Mann ihn tragen kann … Ich pflege immer zu sagen: der Duft sucht sich seinen Träger selbst 🙂 Ich glaube, dass es hier keine Grenzen gibt. Die Frage ist nur – was für ein Typ bin ich, wie kleide ich mich, vor allem aber: wie bringe ich den Duft rüber im Sinne von: mit was für einem (Selbst)Bewusstsein und Selbstverständnis, mit was für einer Selbstverständlichkeit trage ich ihn, wie verkörpere ich ihn bzw. was gebe ich ihm für eine Bühne.

    Ein gutes Beispiel für das, was ich meine, sind Tuberosendüfte. Tuberose geht meist in Richtung Femme Fatale, wie viele Weißblüher, das erfordert ein gewisses Standing. Vom Stil her (eher) extravagante Frauen dürften damit kein Problem haben, ich kenne allerdings auch ein paar eher introvertierte weibliche Exemplare, die derlei Düfte, wenn sie sie tragen, ziemlich gut spielen können, weil sie sie dann bewusst und mit einer Selbstverständlichkeit tragen, was wiederum einen äußerst reizvollen und interessanten „scheinbaren“ Kontrast zur Person darstellt (die beispielsweise eher weniger offensiv weibliche Kleidung bevorzugt und/oder von ihrem Naturell her keine „Rampensau“ ist).

    Um wieder auf die Herren zurückzukommen: Als ich einmal in Hamburg bei Harald Lubner war, erzählte der mir, dass diverse Fußballer bei ihm bevorzugt die Gourmanddüfte von Profumum Roma, Confetto und Acqua e Zucchero, kaufen. Das ließ mich schmunzeln, weil die sind wirklich wirklich sehr sehr süß, eine 10 von 10 auf der Gourmandskala. Aber – warum nicht? Ich bin mir sicher, dass das einigen sehr gut stehen kann, wenn man … siehe oben 🙂

    Darüber hinaus gibt es ja ohnehin schon seit Jahren eine Tendenz hin zu mehr Süße bei Männerdüften, auch und gerade im Mainstreambereich. Viele würden den Beginn dieses Trends unter anderem bei Paco Rabanne verorten, es gibt allerdings noch viel ältere Düfte, die schon in diese Richtung wiesen. Ich kenne nicht nur einen Mann, der, das passt sehr gut zum Thema, Givenchys Pi trägt – und der ist sehr viel keksig-gebäckiger als EdM, dennoch steht er ihm/ihnen 🙂

    Ich bin gespannt, wie Du Dich entscheidest – lass es mich wissen, wenn Du magst 🙂

    Herzliche Grüße

    Ulrike

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