
Dafür bin ich neulich über dieses Düftchen gestolpert, dass ich bisher mit Verachtung gestraft hatte – vollkommen zu Unrecht wie sich zeigte. Und es beinhaltet wohl auch blauen Mohn, irgendein tibetisches Exemplar davon – soviel zur blauen Blume. Aber zuerst einmal die Ingredienzen: Mohn, Glyzinie, Jasmin, Hyazinthe, Frangipani, Ambra und Patchouli.
Bereits kurz nach dem Aufsprühen entfaltet sich ein herrlich leichter Duft: Blütensüße gemischt mit etwas, das sich schwerlich als „aquatische Noten“ fassen lässt – vielmehr erinnert der Geruch an Blütennektar, an taubenetzte Blütenpollen. Eine wunderbare Frische macht sich breit gleich einer Sommerbrise, die durch ein blühendes Feld weht. Ein transparentes Blumenbouquet, ätherisch, dahingehaucht mit leichtem Strich wie ein Aquarellbild. Ein Duft von einer sauberen Frische, einer reinen Klarheit. Darüber hinaus ein Hauch fruchtige Süße und von ferne ein Akzent keksiger Anklänge – ein Kornfeld neben dem Mohn? Oder der Duft frischer Madeleines beim Picknicken draußen in der Natur?
Für mich gilt was Novalis aka Georg Philipp Friedrich von Hardenberg in seinem Heinrich von Ofterdingen schrieb, jener Schrift, der die Blaue Blume entspringt: „Er sah nichts als die blaue Blume, und betrachtete sie lange mit unnennbarer Zärtlichkeit.“ Ich sehe gerade auch nur noch das blühende Feld, das imaginäre, welches vor mir von meinem Handrücken aufsteigt.

Und vielleicht wird Coquelicot das auch für mich – eine neue Liebe.
In diesem Sinne – alles Liebe,
Eure Ulrike.
Bildquelle: Blue Himalayan Poppy von Per Ola Wiberg, Himalayan Blue Poppy von Andrew Curtis, Blauer indischer Mohn von Anami/Dieter Weiher, alles via Wiki Commons, some rights reserved – vielen lieben Dank!
Hier finden Sie Coquelicot in unserem Shop.

Schreibe den ersten Kommentar