Bis zum Sommer ein Sixpack – Teil 2

Abtronic 2Vor vier Wochen habe ich versprochen, abzunehmen – ohne Diät! Einfach nur mittels moderner Homeshopping-Technik:

Der „Abtronic X2“ ist ein muskel-stimulierender Elktroschocker, so könnte man überspitzt sagen, denn der kleine Gürtel sendet Elektro-Impulse an die Muskeln der Bauchpartie und des unteren Rückens. Dadurch festigt sich die gesamte rumpf-Partie und theoretisch kann man so auch ganz einfach abnehmen. Also habe ich – nach kiloweise sündigen Leckereien zu Weihnachten – Anfang Januar beschlossen, mir so ein Ding zu bestellen.

Nun, vier Wochen später kann ich sagen: das Training ist ein wenig lästig. Zuerst trägt man ein spezielles Gel auf die Kontakt-Pads auf, damit der elektronische Reiz überhaupt an die Muskeln wietergegeben werden kann. Das hat die Konkurrenz (Slendertone!) übrigens sehr viel eleganter gelöst, dort sind die Pads bei Lieferung bereits mit einer mehrere Monate haltbaren Schicht überzogen. Beim Abtronic X2 muss man jedesmal vor dem Anlegen des Gürtels eine Schicht aufkleckern, die übrigens in der XXS-Mini-Flasche geliefert wird. Das heißt: Man muss regelmäßig dieses spezielle Gel nachkaufen. Aber so kleinlich will ich nicht sein, denn um mir wirklich ein Sixpack anzutrainieren, müßte ich normalerweise ja noch viel mehr Aufwand betreiben!

Der Hersteller empfiehlt im Beipackzettel, jeden Tag nur so um die 10 Minuten den Gürtel zu tragen, also (Zitat:) „nach gesundem Menschenverstand“ zu trainieren und nicht zuviel. Pah, dachte ich mir und habe die letzten Wochen diesen Gürtel jeden Tag so viel wie möglich getragen, locker an die 6 Stunden pro Tag. Beim Zähneputzen, auf’m Weg in die Arbeit, beim Mittagessen, am Schreibtisch, abends auf’m Sofa. Wie gesagt: so viel wie möglich, und natürlich gleich die intensivste Trainingsstufe, den sogenannten „Iron-Man-Modus“. Und ein bisschen habe ich mich sogar daran gewöhnt. An das ständige Zerren und Zucken, das Kribbeln und das Gefühl des engen Gürtels um den Bauch. Aber um ehrlich zu sein, jeden Abend, wenn ich mich aus dem Ding schäle, überkommt mich doch ein Gefühl der Erleichterung, es wieder loszusein. Denn so wirklich bequem ist es nicht. Aber bleiben wir realistisch –  wer außer einem Verrückten wie mir, der immer sofort Ergebnisse sehen will, trägt seinen Abtronic schon den ganzen Tag?!

Rein rechnerisch ergibt sich übrigens aus den Hersteller-Angaben, wer den Gürtel 6 Stunden lang trägt, hat 144.000 Sit-ups gemacht. Klingt so, als müßte man nach dem ersten Tag bereits den Monster-Muskelkater seines Lebens haben. Hat man aber nicht, denn die Muskelkontraktionen sind doch recht sanft. Ich würde mir stärkere Elektro-Impulse wünschen, aber nunja. Das Tolle ist allerdings, dass – anders als bei Slendertone – gleichzeitig die Muskeln der Vorder- und der Rückseite beackert werden. Und siehe da, nach vier Wochen Dauer-Workout sehe ich tatsächlich Resultate!

Jeden Morgen stelle ich mich vor den Spiegel und staune: die Haut wird straffer, ich spüre Muskeln, wo ich noch nie welche hatte und die Fettpölsterchen an Bauch und Hüfte schmelzen. Seeehr langsam aber sichtbar. Und vor allem fühlbar! Und das begeistert mich nun doch. Wenn man ganz genau hinschaut, kann man am Bauch sogar schon erste anzeichen eines Sixpacks sehen…

Das „Problem“ aller Bauch-weg-Gürtel ist, dass die Muskelpartie im Rumpf zwar gestärkt wird, dass man aber langsamer an Bauchumfang verliert, als man sich das so gemeinhin wünscht. Denn: Auch wenn primär die Bauchmuskulatur verstärkt wird, nimmt man doch keineswegs vor allem am Rumpf ab. So funktioniert der Körper einfach nicht. Es wird durch die höhere Belastung zwar fett abgebaut, aber am ganzen Köprer, nicht nur an den trainierten Stellen. Das bedeutet für Männer, dass eine stählerne Brust und ein mächtiger Bizeps auch immer ein wenig den Bauchspeck angreifen, das bedeutet aber andererseits (bei Frauen stärker als bei Männern), dass eine starke Bauchpartie nicht zwingend Bauch, Beine oder Po straffen. Der gesamte Körper reagiert – ergo dauert es länger als man denkt, bis das Hüftgold schmilzt…

Aber wie gesagt: Im Spiegel sehe ich, beim Kneiftest spüre ich enorme Fortschritte. Ein voller Erfolg also, auch wenn der Reality-Check – nämlich das Maßband – ergibt, dass tatsächlich nur 3 Zentimeter Bauchumfang weg sind. Aber hey, drei Zentimeter sind doch schon mal ein Anfang. Abtronic sei Dank! Denn das heißt, wenn ich weiter so brav „trainiere“ und jeden Tag work-oute, könnten es nach drei Monaten doch wohl schon fast 10 cm sein! Und damit hätte ich auf jeden Fall ein wahnsinnig tolles Ergebnis, das sich sogar in der Badehose sehen lassen kann (endlich wieder, nach jahrelangem unsportlichem Vor-sich-Hin-Geschwabbel).
Mein Entschluß steht also fest:

Ich werde weiter trainieren!

SixpackWer sich mit ein paar überschüssigen Pfunden rumärgert, dem kann ich nur empfehlen, sich einen Fett-Weg-Gürtel zuzulegen. Nicht alles, was man auf Homeshopping-Sendern entdeckt ist Mist. Und mein Direkt-Vergleich der beiden marktbeherrschenden Anbieter – slendertone und Abtronic – hat ergeben, dass ich eher zum „abtronic X2“ raten würde. Zwar schätze ich am Slendertone-Kandidat drei enorme Vorteile: 1. Die Pads sind beschichtet, so dass das lästige Gel-Auftragen und –Nachkaufen wegfällt 2. Der Gürtel läuft mit einem Akku, der an der Steckdose aufgeladen werden kann, während man beim Abtronic regelmäßig die Batterien wechseln muss und 3. Der Slendertone gibt fühlbar stärkere Impulse ab, so dass man ein größeres Trainings-Gefühl hat. Aber: der entscheidende Faktor, der mich überzeugt ist, dass der Abtronic nicht nur die Bauchmuskeln stimuliert, sondern eben auch die Rückseite. Und genau da liegt doch wohl für viele von uns die schlimmere Problemzone: Das Hüftgold. Durch das Training beider Muskelpartien erreicht der Gürtel das sichtbar bessere Resultat als der Slendertone. Wie gesagt, meiner persönlichen Meinung nach.

Und wer es erstmal gemütlich angehen möchte, für den hab ich noch ein paar simple Fett-weg-Tricks, die auch ohne Technische Hilfsmittel klappen:

1. Sauer macht dünn: Trinken Sie frischgepreßten Zitronen-Saft! Denn das enthaltene Vitain C erhöht den Adrenalinspiegel und aktiviert den stoffwechsel. So wird mehr Fett aus den Reserven genutzt. Ähnlich wirken auch Paprikaschoten, Kohl, Sauerkraut und andere Zitrusfrüchte, denn deren hoher Vitamin-C-Gehalt hilft dem Körper, das Schlank-Hormon Noradrenalin zu bilden.

2. Frühstück muss sein! Ohne einen gesunden Start in den Tag kommt nicht nur unsere Laune schwer in die Gänge, sondern auch der Verbrennungsmotor. Deswegen holt sich der Körper die benötigte Energie aus den Muskeln statt aus dem Fett. Dadurch verliert man zwar auch an Gewicht, aber eben leider nicht dort, wo wir es uns wünschen, denn primär werden Muskeln abgebaut.

3. Der kleine Schwarze Fett-Killer: Espresso killt Kalorien. Am Besten nach dem Essen eine Tasse trinken, natürlich ohne fette milch und ohne Zucker! Dann heizt er dem Stoffwechsel richtig ein und hilft dem Körper noch Stunden nach dem Essen Kalorien zu verbrauchen. Apropos Kaffee und milch: Das erste, was Star-ernährungsexperten einem neuen Diät-willigen raten: Weg mit der Milch. Kaffee, Tee, Müsli – ja! Aber bitte entweder mit der Low-Fat- Variante oder gleich schwarz/ pur / mit Orangensaft.

4. Radieschen verputzen: Die kleinen roten Knollen, die wir Bayern eh so gerne essen, haben nämlich erstaunliche Talente: Erstens haben sie nur etwa 20 Kalorien pro 100 Gramm, und weisen sogar eine negative Energibilanz auf, denn der Körper verbraucht mehr Energie um sie zu verdauen, als sie Energie liefern. Außerdem binden die leckeren Dinger im Körper einiges an Fett und schleusen es ungenutzt wieder aus. Clever , oder?! Am Besten eine Handvoll vor jedem Essen knabbern. Dann stellt sich obendrein auch noch schneller ein Sättigungsgefühl ein.

5. Zucker ade! Dass raffinierter Zucker viele Kalorien hat, brauchen wir Ihnen ja sicher nicht mehr zu sagen. Deswegen sind Kuchen, Schokolade, Limo, kandierte Früchte, etc. während einer Diät eigentlich tabu. Wer aber seinen zum Beispiel seinen morgendlichen Kaffee einfach nicht ungesüßt trinken mag, der greift zu Honig oder Fruchtsirup. Denn die enthalten wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente, während man mittlerweile entdeckt hat, dass Haushaltszucker ein regelrechter Vitamin-B-Räuber ist! Aber natürlich auch Honig wegen des Zuckeranteils bitte nur sparsam verwenden.

Neueste Kommentare

Geschrieben von:

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.