Bis zum Sommer ein Sixpack!

Wer kennt es nicht… über Weihnachten hat man sich so einiges an Pfunden angegessen, denn: Ein Plätzchen geht immer noch und bei Familienbesuchen nicht mindestens einen vollen Teller zu sich zu nehmen grenzt schon fast an Unhöflichkeit… Nun ja. Mir ist es da nicht anders ergangen, ergo wird jetzt in Zukunft der Gürtel etwas enger geschnallt essenstechnisch – damit das bald auch wieder im realen Leben klappt.

Das scheint aber nicht nur Frauen so zu gehen, sondern auch unserem netten Herrn Herrmann: Constantin ist, wie einige von uns, mit etlichen guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet, unter anderem auch mit obigem – siehe Titel. Wie er das anstellen will, hat er uns auch niedergeschrieben und ich bin schon jetzt gespannt auf eine baldige Fortsetzung. Und, sollten seine Abnehmversuche fruchten und nicht nur frusten, überlege ich mir das auch gleich mal…

Heute also Constantin im Six-Pack-Wahn – die restlichen Tage der Woche werde ich mich unter anderem dem neuen Comme des Garçons Monocle Scent Two: Laurel widmen sowie Keiko Mecheri, die in der letzten Zeit einige neue Düfte lancierte, die noch einer Rezension harren (das Loukhoum-Trio sowie zwei neue Iris-Düfte, ein „Lederchen“ und der Datura-Duft).

Viel Vergnügen mit Constantins letzten Bekenntnissen aus 2009 und bis morgen –

Eure Ulrike

Bildquelle, some rights reserved.

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Mein Ziel: Straffer Bauch & schmale Hüften
Vorraussetzung: Das Ganze ohne Schwitzen, ohne Sit-ups, ohne Diät!
Einziger Helfer: Ein Bauchweg-Gürtel.

Warnung: Der folgende Text kommt einem Seelen-Striptease gleich. Sollten Sie schwache Nerven haben, oder eine Traumfigur, brauchen Sie nicht weiter zu lesen.

Ihr Lieben,
das Jahr neigt sich dem Ende zu und allerorts werden gute Vorsätze geschmiedet. Ich habe mich ein bisschen umgehört, zugehört – manchmal auch gewundert, was sich meine Freunde und Kollegen so vorgenommen haben für 2010. Manchmal glichen die Wünsche eher Bestellungen ans Universum, à la „ich möchte endlich meinen Traummann finden“, „ich möchte einen besseren Job“, oder „dieses Jahr knacke ich den Lotto-Jackpot“. Ist ja alles schön und gut, aber scheinbar neigen wir dazu, uns zum Start ins neue Jahr Dinge zu wünschen, ohne etwas dafür tun zu wollen. Als hätten wir uns kosmische Unterstützung verdient, einfach nur per se dadurch, dass es uns gibt. Aber wie lehrte mich meine Mutter, seit ich aufrecht sitzend Befehle annehmen konnte:
OHNE FLEIß KEIN PREIS! Yes, Sir. Und doch ja, ich denke, sie hatte recht…
Bis (!) ich vor ein paar Tagen nachts beim Fernseh-Zappen an einem Homeshopping-Sender hängen blieb. Da wurde ein Produkt beworben, dass ganz ohne eigenes dazutun einen Sixpack herbezaubern soll. Und wie es sich für einen Beauty-Besessenen gehört, war ich sofort neugierig (abgesehen davon, dass ich mich kurz wunderte: Wer bitte guckt denn nachts um drei Dauerwerbesendungen für Fitnessgeräte??? Ich, Ich, Ich! )
Eine geschlagene Stunde, also dreimal den ganzen Schmu von vorne, habe ich aufgepumpte US-Dauer-Lächler neidisch angestarrt und der drittklassigen Synchronisation gelauscht: Du wirst es kaum glauben – nein, das ist ja f.a.n.t.a.s.t.i.s.c.h.! „Die Weltsensation!“ – „Bis zu 400 Sit-ups in nur einer Minute!“ – „Verändern Sie noch heute Ihr Leben!“
Und ich dachte mir, wieso eigentlich nicht. Die nächste Bade-Saison kommt bestimmt, und ein Sixpack steht mir durchaus gut … Ich erinnere mich noch, vor viiiiielen Jahren, während des Studiums, hatte ich jeden Tag nen Haufen Zeit übrig, und verbrachte meine Single-Abende im Fitness-Center, um mich von einer Nautilus-Maschine zur nächsten zu schleppen, vom Aerobic-Kurs bis zum Bauch-Beine-Po-Workout. Und ja, irgendwie hat es auch Spaß gemacht. Mit jedem Tag sah ich besser aus, passte in winzige Jeans-Größen der örtlichen Edel-Boutique und konnte im Muscle-Shirt in die Discothek, ohne dass man an der Bar über mich getuschelt hat. So, dass ist jetzt aber leider rund 12 Jahre her. 12 Jahre, in denen mir der Beruf wichtiger war, die Partnerschaft, das Feiern, das Essen. Mit jedem Jahr wurde ich ein klein wenig Fauler, rundlicher und bequemer. Das Resultat lächelt mich in Form eines Wohlstands-Pizza-Pasta-Prosecco-Bäuchleins jeden Morgen im Spiegel an. Im Muscle-Shirt traue ich mich heute nicht einmal mehr zum Briefkasten.
Aber damit soll jetzt Schluß sein!
Ab heute mache ich jeden Tag 400 Sit-ups die Minute – ohne etwas dafür tun zu müssen, versteht sich. Denn seit heute bin ich stolzer Besitzer des „Abtronic X2″.
(Und das alles nur für Euch, liebe Leser!)

„Der Weg ist das Ziel“
Konfuzius

Wer jetzt denkt, bei mir seien endgültig alle Sicherungen durchgeknallt, der mag recht haben. Oder vielleicht sind in nächtlichen Dauerwerbesendungen irgendwelche hypnotischen Botschaften verschlüsselt, die einen zwingen, zum Telefon zu greifen und zu shoppen. Man weiß es nicht. Jedenfalls habe ich mir so einen EMS-Gürtel bestellt.
EMS bedeutet „Elektrische Muskel-Stimulation“ und kommt eigentlich aus der Medizin. Sanfte Elektro-Impulse werden an einen Muskel abgegeben und stärken ihn, ohne dass der Patient etwas dazu beitragen muss. Das ist zum Beispiel wichtig nach Sportverletzungen, wenn man etwa ein Bein nicht bewegen darf, die betroffene Muskulatur aber dennoch nicht abbauen möchte. Dann werden Patches auf die Haut geklebt, die winzige Stromstöße abgeben. Dadurch zieht sich der Muskel zusammen, als würde man joggen, Gewichte heben, etc. Exakt dieselbe Wirkung soll so ein EMS-Gürtel auf die Bauchpartie haben. Muskel-Aufbau-Training, wie bei Sit-ups, nur dass man währenddessen bequem auf dem Sofa liegen und fernsehen kann. Schwitzen is‘ nicht.
Die Theorie ist so simpel, dass ich gar nicht verstehen kann, wieso das ganze eigentlich nicht funktionieren sollte.
Ich habe mich dann mal im Netz schlau gemacht und verschiedene Anbieter solcher EMS-Geräte miteinander verglichen. Marktführer ist wohl die Marke „Slendertone“, die gleich ein ganzes Arsenal verschiedener Gürtel anbietet, für den Bauch, die Arme und sogar den Hintern. Dennoch entscheide ich mich für den „Abtronic X2″ aus der Fernseh-Werbung, denn der kleine Batterie-betriebene Gürtel bearbeitet als einziger nicht nur die Muskeln der vorderen Bauchseite, sondern auch den Rücken-Bereich, das heißt: Rettungsringe adé!

Stichtag: 30.12.2009
Bauchumfang: 97 Zentimeter
BMI: 25

Heute beginne ich also mit meinem Training. 40 Sit-ups die Minute. Der Hersteller spricht von wenigen Minuten Training pro Tag, aber ich sage es gleich: Ich werde dieses Ding jede freie Minute tragen. Ach was, jede freie Minute. Ich werde es sogar tragen, während ich arbeite. Der Gürtel liegt so eng am Körper, dass man ihn problemlos unter der Kleidung verschwinden lassen kann. Beim ersten Einschalten kribbelt es ein wenig, das schmierige Gel, das vorher auf die Kontakt-Patches aufgetragen wird, fühlt sich unangenehm kalt an. Mehr passiert erstmal nicht, außer, dass ich spüre, wie sich die Muskeln im Bauch zyklisch sanft zusammenziehen und wieder entspannen. So ähnlich, erinnere ich mich entfernt, fühlen sich Sit-ups an. Nur, dass ich währenddessen gerade am Schreibtisch sitze und diese Zeilen tippe. Netter Nebeneffekt: dadurch, dass sich auch die Muskeln am unteren Rücken beweisen müssen, sitze ich etwas gerader als sonst vor meinem Computer.
Nun bin ich sicherlich nicht dick, trage die durchaus akzeptable Jeansgröße 33, und fühle mich unter Schichten von Klamotten gar nicht so unwohl in meinem Körper. Aber ich weiß, es werden wieder die Tage der Freibad-Saison kommen, wenn es kein Verstecken mehr gibt, sondern ich am Pool entlang flaniere und neidisch bin auf alle Männer mit schmaler Taille und flacherem Bauch. Aber mich deswegen in eine Diät stürzen? Erstmal nicht. Nicht, solange mir die Werbung verspricht, dass ich auch ohne Hungern und Schwitzen besser aussehen kann.
Und genau das ist der Plan: Ich werde vier Wochen lang nicht weniger essen, weiterhin hartnäckig keinen Sport betreiben und auch sonst nicht viel ändern. Nur meinen Bauch-Weg-Gürtel arbeiten lassen und gucken, was passiert.
Und in genau vier Wochen werde ich Euch berichten, ob sich etwas getan hat. Wieviel ich (wenn überhaupt) an Bauchumfang verloren habe, wie alltagstauglich das Gerät ist, und ob ich vom „Workout“ Muskelkater bekommen habe (???).
Vier Wochen Boot-Camp auf dem Sofa, vier Wochen jeden Tag hunderte Bauch-Crunches, vier Wochen jeden Tag misstrauisch den Hüftspeck beäugen. Und wie gesagt, das alles nur für Euch, liebe Leser!

Euer Constantin

Übrigens: Wenn Ihr auch einmal wilde Dinge im Fernsehen oder in der weiten Prairie der Beauty-Welt entdeckt, die Ihr lieber nicht selber testen wollt, dann schreibt uns! Wir finden garantiert einen verrückten Beauty-Junkie (nämlich mich), der mit Begeisterung alles ausprobiert. Euer Wunsch sei mir Befehl, mailt mir einfach.
Und jetzt ab auf’s Sofa, Sit-ups machen. Yes Sir!

Neueste Kommentare

Geschrieben von:

3 Kommentare

  1. 13.Jan 2010
    Antworten

    Na da bin ich mal gespannt, was Dein Fazit nach paar Wochen ist. 🙂

    LG Alexandra

  2. Margot
    13.Jan 2010
    Antworten

    Lieber Constantin,
    zu den Produkten aus der TV-Werbung habe ich leider kein Vertrauen. Aber so etwas ähnliches probiere ich gerade aus. Ich habe meinen Pfunden und meiner Körperkontur bereits im letzten Herbst den kampf angesagt und durfte dabei in meinem Fitness Studio eine kostenlose Behandlung mit Lybra wahrnehmen. Das sind 16 patches die auf dem Körper (je nach Belang) aufgesetzt werden und 50 Min. mit verschiedenen Stomstößen eingesetzt werden (so grob) dabei wird der Muskel gestärkt, Fettzellen zerschossen, Jaaaaa, usw. Bereits nach einer Behandlung hatte ich an einigen Stellen 2 cm weniger Körperumfang!! (Wird z.B. auch zur Stärkung der Rückenmuskulatur oder Behandlung von Zellulite eingesetzt) Allerdings wird definitiv gesagt, ohne entsprechend viel Eiweißzufuhr (für die Muskeln) und Bewegung/Sport nützt das nicht viel um einen festen Körper zu er- und vor allem BEhalten. Na ja, ich hab mir jetzt mal ein 5er-Abo zum Sonderpreis besorgt. werde diese 5 Sitzungen wohl im März wahrnemen (kurz vor Bade-Sommerkleidchen-Saison-Eröffnung) und solange weiterhin die anderen Angebote des Fitness Studios in Blut und Schweiss nutzen 🙂
    Viele Grüsse und viel Erfolg,
    Margot

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