Let’s get flirty mit Juicy Rose und Blushy Lips von The Pink Artist

Zwei Blüten stehen im Zentrum der heutigen Kreationen Juicy Rose und Blushy Lips: Rose – das war nicht allzu schwer zu erraten – und Iris. Nachdem ich euch im letzten Beitrag Pink, please! – The Pink Artist bringt Sommer auf die Haut bereits Tropical Smoothie und Mojito vorgestellt habe, folgen nun die nächsten beiden Düfte der Kollektion. Den Abschluss bilden schließlich Chocolat Noir und Lait d’Amande.

The Pink Artist Juicy Rose Parfumflakon vor pinken Rosenblüten – fruchtiger Rosenduft

Juicy Rose – Leicht, klar und richtig saftig

Die Rose gehört zu den Duftnoten, die man sofort erkennt und doch überrascht sie immer wieder aufs Neue. Kaum eine Blüte ist so präsent in der Parfümerie und gleichzeitig so wandelbar. Ihr Spektrum reicht von pudrig über opulent, von frisch bis seifig. Mal ist sie fruchtig, mal grünlich und oft alles zugleich.

Gerade diese Vielseitigkeit macht ihren Reiz aus. Die Rose kann unbeschwert und hell wirken oder tief und sinnlich, fast schon mit einer Aura, so verführerisch wie eine Femme Fatale. Vielleicht ist es genau diese Vielseitigkeit, die sie bis heute so interessant macht.

Kopfnote: Orange, Clementine, Schwarze Johannisbeere
Herznote: Rose, Himbeerblätter
Basisnote: Patchouli, Vanille

Hell, luftig und luzide startet Juicy Rose in den Duftverlauf. Die Zitrusfrüchte unterstreichen die leichte, frische Seite der Rose, während dunkle Beeren für wunderschöne und sehr authentische Fruchtakzente sorgen. Schwarze Johannisbeere ist deutlich wahrnehmbar, und auch Himbeeren meine ich herauszuschnuppern – saftig, süß und wunderbar sommerlich. Olfaktorisches Bindeglied ist die Rose selbst: fein-fruchtig, frisch und mit einer leicht seifigen Nuance, herrlich unbeschwert und jugendlich anmutend.

Juicy Rose ist ein heller, moderner und unbeschwerter Rosenduft, klar, unkompliziert und eingängig. Genau darin liegt sein Reiz. Die Komposition bleibt durchweg transparent und angenehm leicht. Besonders gelungen ist die Balance zwischen Frische und Fruchtigkeit, die so fein austariert ist, dass der Duft weder ins Süße noch ins Schwere kippt, sondern fast reduziert und sehr klar wirkt. Ein alltagstauglicher Begleiter für die wärmere Jahreszeit, der verspielt und modern ist und dabei eine feine, zurückhaltende Romantik bewahrt.

Blushy Lips – Come and kiss me

Mit Blushy Lips bewegt sich The Pink Artist in eine andere Richtung. Statt Frische und Frucht stehen hier pudrige, cremige Irisfacetten im Fokus: Lippenstift, Puder, ein Hauch von Vintage-Ästhetik – und das, ohne altmodisch zu wirken. Dabei greift das Label auf einige Ingredienzien zurück, die wir bereits aus Juicy Rose kennen. Rose und Schwarze Johannisbeere finden sich auch hier wieder, werden jedoch um weitere Noten ergänzt, die die charakteristischen, weichen und leicht kosmetischen Nuancen der Schwertlilie in den Vordergrund rücken.

Kopfnote: Schwarze Johannisbeere, Schwarzer Pfeffer
Herznote: Iris, Veilchen, Rose
Basisnote: Vanille, Tolubalsam, Styraxharz

Fruchtig und rosig geht es los! Das Opening von Blushy Lips ist nicht allzu weit entfernt vom Auftakt von Juicy Rose, allerdings tritt die Schwarze Johannisbeere hier weniger dominant auf. Stattdessen gleitet die Kreation langsam in cremige Gefilde ab. Die Iris zeigt sich hier hell und pudrig, vereint sich auf schönste Art und Weise mit den fruchtig-floralen Nuancen von Rose und Beeren. Das Veilchen unterstreicht die pudrigen Anklänge mit seinen ganz eigenen, bezaubernden Facetten, ehe die Komposition ganz allmählich in die vanillig-würzige und geschmeidig-weiche Basis gleitet.

Blushy Lips von The Pink Artist ist ein frühlingshaft-sommerlicher und angenehmer Mix aus Blüten, Beeren und pudrig-cremigen Noten mit einem würzig-weichen Finish. Die Komposition wirkt stimmig und ausgewogen, bleibt insgesamt eher zurückhaltend und hautnah. Ein unkomplizierter, eher leiser Duftbegleiter für jede Gelegenheit, der einfach gute Laune macht.

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Julia Biró Verfasst von:

Bereits 2010 gingen so einige Blogbeiträge auf mein Konto. Dann war ich „kurz“ weg – sechs Jahre. Umso mehr freut es mich, dass ich nun wieder die Chance bekomme, mein Näschen im Dienste der Duftrezension schnuppern zu lassen und eifrig in die Tasten zu hauen. Was Nischendüfte angeht, habe ich damals übrigens schnell Feuer gefangen. Meine Ausbildung tat dazu ihr Übriges: Als diplomierte Biologin kenne ich mich nicht nur mit Fauna und Flora, sondern auch recht gut mit der Herstellung von Ölen und Extrakten aus, was den Reiz der Parfumwelt natürlich noch größer macht.

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