In der Mitte der Woche…

gibt es heute einmal ein paar Verweise. Zuallererst, meine Lieben, möchte ich Euch auf Pradas neues Video zum Duft Candy L’Eau aufmerksam machen. Das Luxuslabel hat sich niemand Geringeres als Wes Anderson und Roman Coppola als Regisseurs-Duo herausgesucht – eine treffsichere Wahl, würde ich sagen! Wes Anderson ist als Regisseur ein Genius und Sonderling, verantwortlich für Filme wie Die Royal Tenenbaums, Darjeeling Limited und Moonrise Kingdom, den ich Euch bereits hier vorgestellt hatte in meiner Rezension zu Humiecki & Graefs Candour. Coppola schrieb an den Drehbüchern der letztgenannten beiden Filme mit und machte sich in der Vergangenheit einen Namen mit Videoclips für berühmte Musiker wie The Strokes, Moby, Fatboy Slim, Green Day und anderen. Jetzt aber genießt die kapriziös-deliziöse Geschichte um Pradas Candy, die gleichzeitig eine Hommage an Truffauts Jules et Jim darstellt:

Da es ja alsbald wieder grünt und blüht und uns der Frühling beglückt, möchte ich Euch einen alten, aber nichtsdestotrotz lesenswerten Artikel aus der Süddeutschen ans Herz legen: Vom Flakon zum Balkon – Fünf Parfumeure hat man gebeten, eine nicht nur optisch überzeugende Balkonbepflanzung zusammenzustellen. Ein sehr inspirierender Artikel! Gärtnert Ihr denn? Und wo – im (eigenen?) Garten, auf der (Dach?)Terrasse, auf dem Balkon? Ich für meinen Teil hatte mir vor einigen Jahren überlegt, mir einen Schrebergarten anzumieten, da ich leider weder Balkon noch Terrasse oder Garten habe. Dieses Projekt scheiterte allerdings an den zu Verfügung stehenden Gärten (kein Wasseranschluss, Brombeerdschungel, zu weit weg und so weiter und so fort) und an der Erkenntnis, dass ich lieber in einen eigenen Garten (so viel) Zeit investieren würde als in einen gemieteten. Nun ja, kommt Zeit, kommt vielleicht auch irgendwann mal ein Garten – für meine Katzen zumindest wäre das mindestens genauso toll wie für mich 🙂

Und wenn wir gerade schon bei der Süddeutschen sind: Leider, leider gibt es sie dort nicht mehr, die kurzweilige Kolumne des Herrn Nickel. Trotz allem finden sich im Archiv noch diverse lesenswerte Artikelchen über Düfte, und zwar unter dem Stichwort „Duftprobe“, siehe hier.

Die Zeit hatte im letzten Jahr ebenfalls beschlossen, dem Thema Duft eine ganze Serie zu widmen – eine, die leider bisher im neuen Jahr noch nicht allzu viel frischen Wind (oder sollte ich sagen: Parfum?) eingehaucht bekommen hat. Nichtsdestotrotz ein schöner Anfang – siehe hier.

Und weil wir es ja neulich bereits über Schweißgeruch hatten – siehe hier – auch noch ein Artikel aus der Welt vom Anfang des Jahres über einen neuen Ansatz, Parfums zu kreieren: Körpergerüche – Das perfekte Parfum für die Partnerwahl. Und? Haltet Ihr das für zukunftsträchtig? Ich bin gespannt!

Einen schönen Tag wünscht Euch Eure Ulrike.

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Ulrike Knöll Verfasst von:

Meine Liebe gilt seit jeher dem Ästhetischen: Mir geht das Herz auf bei jeglichen Dingen, die durch Form, Funktionalität, Design und Herzblut zu überzeugen wissen. Und wenn dann noch ein Quäntchen Historie dazu kommt, ist es meist ganz um mich geschehen … Ich bin der Nischenparfümerie mit Haut und Haaren verfallen und immer auf der Suche nach dem – oder vielmehr: einem – neuen heiligen Gral. Diese Suche sowie mein ganzes Interesse und meine Begeisterung möchte ich gerne mit Euch teilen!

Ein Kommentar

  1. Waltraud Seemann
    17. April 2013
    Antworten

    Liebe Ulrike, zum Thema Körpergerüche? 1. Bin ich aus einer Generation als man begann Körpergerüche auf Schärfte zu bekämpfen, nicht nur Achselschweiß. Es gibt noch andere die man heute nicht mehr kennt, die als das was sie waren /sind gebrandmarkt wurden. Wenn z. B. die Jungs in der Schule am Geruch der Mädchen wußten, dass sie ihre Mens hatten…..igitti! Oder Männer wo man sagte: „Altjuchten“ was hieß, dass der auch unten herum ungewaschen roch…Juchten ist auf bestimmte Weise gegerbtes Leder (für die, die das nicht unbedingt wissen können und wissen müssen). Oder die Schweißstinkefüße: „Hier stirbt grad jemand, es hat schon bei den Füßen angefangen! „Wenn ich scharf nachdenken würde kämen mir sicher noch andere solche „Feuchtgebietsgerüche“ in den Sinn. Will ich aber nicht!
    Da waren die neuen Reinlichkeitsmöglichkeiten, Duschen, Deos etc. wunderbar.
    Und nun werden diese unhygienischen Gerüche sozusagen „wiederentdeckt“. Ekelhaft, wenn ich mir das vorstelle. Wie in den alten Affenhäusern in Zoos: Menschengeruch verstärkt.
    Allein der Duft: ‚Nuance de Peau‘ den ich mal testen konnte, hat mich angeekelt. Meine erste Wahrnehmung: „Wie schweißnass ist dies Händchen.“
    Für mich bitte ganz normale Parfüms. Meinswegen auch mal einen Konzeptduft wie ein Holzlager oder eine Ölkännchen mit Maschinenöl, Maschinenhalle. Aber nicht wieder ekelhafte Körpergerüche. Ich finde das irgendwie dekandent. Kaufhallen in Kaliningrad wo es nach Gammelfleisch stinkt, Fischhalle? Wenn es erst mal anfängt, wo endet das? Und wer soll das wo tragen? Und vor allem: Wer soll das ertragen?
    Wir Europäer stinken sowieso z. B. mehr als Asiaten von Natur aus. Die Spanier wurden in Süd- und Mittelamerika von den Inkas etc. als stinkend wahrgenommen. Warum nicht gleich den Körper mit Fischtran ölen?
    Anders betrachtet ist das auch wieder so eine Form des Autismus: Ich stinke mich ein mit ekelhaften Gerüchen, dann kommt mir keiner zu Nahe: Duftmarken setzen?
    Nein, hier streike ich und gehe jetzt mal an dem Flakon von Dia schnüffeln als Kontrast.
    Liebe Grüße, Waltraud

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