3 Kommentare

  1. Stefanie
    14.Mrz 2013
    Antworten

    Ja, liebe Ulrike, bin sehr gespannt – auf diese und weitere Kapitel der Geschichte. Doch vor allem ist es auch deine Lesart, die diese Geschichte für mich interessant werden lässt. Denn obwohl ich die Aufmachung, die Anmutung und die Nase dieser kleinen Kollektion hoch spannend finde, kommt mir die Geschichte von Jul und Mad, wenn ich ehrlich sein soll und vielleicht sogar ein wenig gehässig sein darf, ziemlich banal vor. Ich bezeichne diese Art Erzählung gern als RTL-II-Romantik – und spielte sie nicht in Paris und Venedig, sondern in Kassel oder Nürnberg, krähte wohl kaum ein Hahn danach. Da wirken die Konzepte zB von Humiecki&Graef, Olfactiv Studio oder auch Hors La Monde stimmiger auf mich. In diesem Fall, dem von Jul und Mad, werde ich also nicht wegen des Konzeptes testen, sondern trotzdem. Und fieberhaft angesteckt von deiner Begesiterung 🙂

    Merci!
    Stefanie

  2. Ulrike
    21.Mrz 2013
    Antworten

    Hallo liebe Stefanie,

    ich kann gut nachvollziehen, dass die Story nicht jedermanns Sache bzw. ein Spalter ist 😉 Die Düfte allerdings solltest Du Dir keinesfalls entgehen lassen, die sind wirklich sehr sehr schön. Für mich schon jetzt eine der Entdeckungen des Jahres. Warum machen es nicht alle so: Nicht gleich mit 38 Düften rauskommen, sondern mit einer kleinen, feinen Anfangssortierung – und wenn sie dann noch durchgängig so überzeugt wie diese Kollektion… Das freut mich wirklich sehr. Mein Favorit ist ja, wie Du weißt, der Stiletto-Duft. Bin gespannt, ob Sie Dir gefallen, solltest Du sie testen. Berichte doch mal!

    Viele liebe Grüße,

    Ulrike.

  3. Stefanie
    14.Apr 2013
    Antworten

    Liebe Uli,

    „Amour de Palazzo“ ist derjenige in Jul und Mads neuer Kollektion gewesen, der mich eigentlich am wenigsten reizte. Eigentlich. Testen wollte ich auf jeden Fall alle drei, und die anderen beiden waren als Abfüllungen gerade nicht zu haben. Und nun hat bereits dieser Eigentliche meine Kritik am Konzept komplett in Wohlgefallen aufgelöst. Denn was stört mich eine – für meinen Geschmack – banale Geschichte, wenn ein derart unbanaler Duft dabei herauskommt (man liest daraufhin auch die kleinen Lovestories sofort mit ganz anderen Augen;-).

    „Amour de Palazzo“ ist ein ungemein tiefer und dunkler Duft, geschliffen auf eine Weise, dass er als Kleinod perfekt in das für ihn vorgesehene Schmuckkästchen passt. Andere Abenddüfte mögen süß nach Streichelzoo oder scharf nach Flohmarktpelz riechen. Dieses Tier indessen wirkt ungezähmt und sehr lebendig, bewegt sich geschmeidig und elegant, so lauernd wie selbstsicher.

    Überraschend ist dabei, dass es sich nicht durch den Dschungel, sondern durch eine hoch kultivierte Umgebung bewegt, zwischen polierten Hölzern, unter kustvoll restaurierten Gewölben, im flackernden Licht hoher Kandelaber, in Harmonie mit knisterndem Brokat und fast schmelzendem Leder. Dabei wirkt dieser Duft ebenso männlich wie weiblich auf mich, nicht irgendwie auch, sondern beides zugleich, ohne jeden Widerspruch. Wie man wohl merkt, habe ich den meinen auch aufgegeben 🙂 Grandios!

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