Xanadu, Valhalla und Anela von Paradis Des Sens – Von A bis X

Gleich zwei Kollektionen durchstreifen wir heute mit den Düften Xanadu, Valhalla und Anela: die Awakening Sensations und die Golden Sensations. Auch hier dreht sich alles um bestimmte Gefühle und Stimmungen, allerdings mit einer etwas anderen Ausrichtung als bei den bereits vorgestellten Universal Sensations und Forbidden Sensations mit Felicity, Utopia, Seven Heaven, Divina und Nirvana.

Die Awakening Sensations stehen für Klarheit, Energie und Aufbruch, während es bei den Golden Sensations wärmer und opulenter zugeht. Paradis Des Sens beschreibt letztere als besonders reichhaltige und luxuriöse Seite seines Portfolios. Mit Xanadu, Valhalla und Anela lernen wir heute die letzten drei der insgesamt acht Düfte kennen, die ihr aktuell bei Aus Liebe zum Duft entdecken könnt.

Blauer Flakon von Xanadu von Paradis des Sens auf einem weißen Podest, umgeben von blauen Blüten.
Blauer Flakon von Valhalla von Paradis des Sens vor einer abstrakten, blau beleuchteten Felskulisse.
Flakon von Anela von Paradis des Sens zwischen dunklem Holz, goldenen Harzen und warm leuchtenden Vanilleschoten.

Schon gelesen?

Neu bei Aus Liebe zum Duft: Paradis Des Sens
Seven Heaven, Divina und Nirvana von Paradis Des Sens – Himmlisch-verbotene Genüsse

Xanadu – Willkommen im Paradies

Bei Xanadu haben vermutlich einige von euch sofort das Lied von Olivia Newton-John im Ohr. Doch der Name reicht deutlich weiter zurück: Xanadu ist die westliche Bezeichnung für Shangdu, die einstige Sommerresidenz des Mongolenherrschers Kublai Khan, die später zum Sinnbild eines prachtvollen, beinahe paradiesischen Ortes wurde. Damit passt der Name eigentlich ganz wunderbar in das Duftuniversum von Paradis Des Sens. Parfümeurin dieses Eau de Parfum ist Philippine Courtière, die die Schlagworte Weichheit, Reinheit und luxuriöser Komfort olfaktorisch übersetzte.

Kopfnote: Mandarine, Bergamotte, Pfirsich
Herznote: Rose, Maiglöckchen, Orangenblüte, Jasmin
Basisnote: Moschus, Ambra, Vanille, Vetiver

Blauer Flakon von Xanadu von Paradis Des Sens mit schwarzem Verschluss vor weißem Hintergrund.

Im Auftakt zeigt sich Xanadu dank der Zitrusfrüchte zunächst spritzig, erfrischend und herb, wird dann samtig und pfirsichfruchtig, ehe sich schließlich ein betörend-helles Blütenbouquet in der Komposition ausbreitet. Luftig-frische Rose, aquatisches Maiglöckchen sowie die cremigen Noten von Orangenblüte und Jasmin geben nun den Ton an, bleiben dabei jedoch stets hautnah, weich und eher zurückhaltend. Fluffiger Moschus gesellt sich im weiteren Verlauf hinzu, während sich der Duft langsam in einer behaglichen, anschmiegsamen Basis niederlässt.

Xanadu von Paradis Des Sens ist ein sanfter, cleaner Blütenduft, der zitrisch-herb startet und sich dann schnell zu einem seidenweichen Bouquet entwickelt. Sehr elegant, sehr modern und dabei wunderbar feminin ist dieses Eau de Parfum ideal für alle, die helle florale Düfte lieben, dabei aber auf allzu üppige oder schwere Blütennoten verzichten möchten.

Valhalla – Zwischen Walhalla und Tropenfrucht

Valhalla führt uns zunächst weit in den Norden. In der nordischen Mythologie wird die Halle Odins, in der gefallene Krieger nach ihrem Tod aufgenommen werden, Walhalla genannt. Instinktiv würde man diesen Ort vermutlich eher mit der rauen skandinavischen Landschaft verbinden als mit Tropenstimmung. Doch das neue Eau de Parfum schlägt mit Zutaten wie Mango ausgerechnet die entgegengesetzte Richtung ein. Damit dürfte Paradis Des Sens Valhalla alles andere als kühl und nordisch interpretieren, sondern vielmehr sonnig, fruchtig und exotisch. Für die olfaktorische Umsetzung dieser ungewöhnlichen Interpretation ist der Parfümeur Pierre Guéros verantwortlich.

Kopfnote: Mandarine, Birne, Bergamotte, Mango
Herznote: Zedernholz, Kaschmirholz, Jasmin
Basisnote: Vanille, Ambra, Tonkabohne

Blauer Flakon von Valhalla von Paradis Des Sens mit schwarzem Verschluss vor weißem Hintergrund.

Intensiv fruchtig und süß startet Valhalla in den Duftverlauf, üppig, tropisch und bunt. Die Mango lässt sich wunderbar herausschnuppern, während sich allmählich helle, weiche Holznuancen in die Komposition schieben und die fruchtig-exotische Stimmung transparenter und leichter werden lassen. Jasmin steuert fein-cremige Akzente bei, bevor das Eau de Parfum in der Basis zart-würzig und lieblich-warm ausklingt.

Eine gewisse Ähnlichkeit zu einer bekannten Kreation aus dem Hause Xerjoff lässt sich für mich nicht verleugnen. Allerdings ist Valhalla längst nicht so schrill, laut und krawallig wie Erba Pura, sondern zeigt sich insgesamt deutlich gemäßigter. Die Präsenz würde ich als mittel einstufen: Nach einem durchaus kraftvollen Start wird die Kreation schnell leichter und ruhiger. Die Haltbarkeit ist sehr gut. Ein fruchtig-tropischer Duft, den ich vor allem in Frühling und Sommer und hier insbesondere in der Freizeit sehe.

Anela – Duftender Schleier

Das hawaiianische Wort „ʻānela“ bedeutet „Engel“. Ob Paradis Des Sens bei der Namensgebung seines neuesten Eau de Parfum tatsächlich darauf Bezug genommen hat, ist zwar nicht überliefert, zur Idee des Duftes würde es jedoch wunderbar passen. Denn die Marke beschreibt Anela mit den Begriffen Sonnenlicht, schützender Schleier und goldene Wärme. Gleichzeitig ist die von Parfümeurin Suzy Le Helley kreierte Komposition der bislang einzige Duft der Golden Sensations Collection – jener Linie, die die besonders warme und luxuriöse Seite von Paradis Des Sens verkörpert.

Kopfnote: Safran, Schwarze Johannisbeere, Rosa Pfeffer
Herznote: Iris, Weihrauch, Maiglöckchen
Basisnote: Bourbon-Vanille, Moschus, Ambrette

Orangefarbener Flakon von Anela von Paradis Des Sens mit schwarzem Verschluss vor weißem Hintergrund.

Trockener, dezent scharfer Pfeffer trifft im Auftakt von Anela auf eine pudrige, molekülig-kristalline Süße und die dunklen, subtil ledrigen Noten von Safran. Die Johannisbeere nehme ich höchstens als fruchtige Andeutung wahr. Ambriert-vanillige, moschusartige Nuancen verschmelzen mit feinrauchigem Weihrauch und pudriger Iris.

Anela von Paradis Des Sens vereint all diese Facetten in einer sehr transparenten, beinahe futuristisch anmutenden Komposition, die luftig und leicht und zugleich unglaublich behaglich, wohlig und umhüllend wirkt. Für mich ist Anela eher eine Kreation für die kühlere Jahreszeit und perfekt für alle, die weich-würzige, warm-pudrige Düfte mit Molekülcharakter lieben.

Neueste Kommentare

Julia Biró Verfasst von:

Bereits 2010 gingen so einige Blogbeiträge auf mein Konto. Dann war ich „kurz“ weg – sechs Jahre. Umso mehr freut es mich, dass ich nun wieder die Chance bekomme, mein Näschen im Dienste der Duftrezension schnuppern zu lassen und eifrig in die Tasten zu hauen. Was Nischendüfte angeht, habe ich damals übrigens schnell Feuer gefangen. Meine Ausbildung tat dazu ihr Übriges: Als diplomierte Biologin kenne ich mich nicht nur mit Fauna und Flora, sondern auch recht gut mit der Herstellung von Ölen und Extrakten aus, was den Reiz der Parfumwelt natürlich noch größer macht.

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert