Auf den Hund gekommen

Ganz ehrlich? Als ich gefragt wurde, ob ich nicht einen Artikel zu unserer neuen Tierpflegelinie John Paul Pet by Paul Mitchell schreiben möchte, war ich ganz aus dem Häuschen. Mir geht es da nämlich ganz anders als dem verzweifelten Maiglöckchenjournalisten aus Ulis Artikel gestern. Mein Problem ist nicht, dass ich nicht weiß, wie ich anfangen und was ich schreiben soll. Ich weiß nicht, wo aufhören! Umfasst doch das Thema John Paul Pet vor allem eines: Hunde. Ihr wisst, ich bin ein großer Tierfreund und darüber hinaus ein noch größerer Hundefreund. Ich hatte selbst einen sowie einen Pflegehund. Das war toll! Mmmh, Katzen mag ich auch. Damit passe ich wohl nicht ins gängige Hunde- oder Katzenfreundschema. Nein, man kann auch beides mögen. Mit Katzen bin ich aufgewachsen und doch ziehe ich, vor die Wahl gestellt, im direkten Haustiervergleich die einzigartig-vertraute Beziehung zu einem Hund vor.

Wir zwei sind im Zimmer beisammen: mein Hund und ich… Draußen heult wütender Sturm. Mein Hund sitzt vor mir – und schaut mir unverwandt ins Auge. Und auch ich blicke in seine Augen. Es scheint, als müsste er mir etwas sagen wollen. Er ist stumm, er besitzt keine Sprache, er versteht sich selbst nicht – aber ich verstehe ihn wohl.
Iwan Turgenjew, Der Hund

Kennt ihn nicht jeder Hundebesitzer? Diesen Moment der stummen Kommunikation mit seinem haarigen Freund und Gefährten. Ein Augenblick innigster Vertrautheit und Zweisamkeit. Ja, es gibt viele, viele glückliche Momente mit Hunden. Und auch immer wieder solche, in denen man leicht- bis mittelbestürzt die Augen vor der Tatsache verschließen möchte, was er jetzt schon wieder angestellt hat. Ich erinnere mich an so manche Momente als mein eigener Mischlingshund mich fast bis zur Verzweiflung trieb. War er doch einerseits äußerst liebenswert und anhänglich, manchmal aber auch ein echter Tunichtgut, der es faustdick hinter den Ohren hatte und keinen Schabernack ausließ. Vor allem in seiner „Sturm und Drang“-Zeit jagte ein Klamauk den nächsten. Vom Geburtstagstisch einer Bekannten klaute er in einem unbeobachteten Moment den Schokokuchen, beim Spazierengehen schleppte er halbe Bäume durch die Gegend ohne Rücksicht auf Verluste und legte sich in jede, aber auch wirklich jede Pfütze. Ach ja, hatte ich schon erwähnt, dass er mein Abizeugnis halb aufgefressen hat? Von sämtlichen Topfpflanzen sowie anderen Einrichtungsgegenständen einmal abgesehen. Ja, aber aus solchen Schäden wird man klug und die zerstörerischen Schübe wurden fortan a) von vornherein unterbunden und b) ließen mit zunehmendem Alter von alleine nach. Nichtsdestotrotz kein Grund für meinen Liebling mich zeitlebens in meinem Alltag nicht auf Trab zu halten. 🙂

Ich erinnere mich noch an eine Gassirunde mit einer Freundin durch das Tübinger Hinterland. Mein Hund vollführte auf meine Befehle hin tollkühnste Kunststückchen, die ich ihm neu beigebracht hatte. Vor lauter stolzgeschwellter Brust und Freude über meinen gelehrigen und schlauen Vierbeiner übersah und überhörte ich leider, leider eine Schafsherde, die hinter einem dichten Gebüsch eingezäunt war. Tja, da war es auch schon geschehen. Der Hund schnellte in hohem Bogen über den Zaun und trieb die Schafsherde in perfekter Hütehunde-Manier eine weite, weite Wiese hinunter. Natürlich freudig-bellend – es war ja auch eine Mordsgaudi für ihn. Man konnte ihm richtig ansehen, dass er nicht minder stolz auf seine eigene Leistung war als ich noch ein paar Sekunden vorher auf seine Kunststückchen und mein trainerisches Talent. Ja, Freud und Leid liegen manchmal wirklich nahe beieinander. Hehe, mittlerweile kann ich darüber lachen. Es war aber auch ein filmreife Szene. Gut ausgegangen ist es außerdem. Weder Schaf, noch Hund, noch sonst jemand sind bei der Sache zu Schaden gekommen (von einem gehörigen Schrecken einmal abgesehen). Einzig der Zaun hatte ein wenig gelitten und war dann auch ein Fall für die Hundehaftpflicht. An dieser Stelle möchte ich jedem empfehlen, eine solche für seinen Hund abzuschließen. Sicher ist sicher. 😉

Seine große Leidenschaft aber waren nicht Schafe, sondern Wasser. Ob in Form von Pfützen, Flüssen, Seen, Schlammlöchern oder stinkenden Tümpeln voller Entengrütze, überall musste er hineinspringen oder zumindest -liegen. Da gab es kein Halten mehr. Wie er danach aussah, kann man sich ja bestimmt bildlich vorstellen. Aber der Wasserfanatismus hatte auch etwas Gutes. Duschbäder waren kein Problem für ihn (oder besser für mich, denn ich hätte die Sauerei ja hinterher aufputzen müssen). In dieser Hinsicht war er wirklich pflegeleicht. Und wäre somit eigentlich der ideale Tester für unsere neue Hundepflegelinie gewesen: John Paul Pet by Paul Mitchell.

Die Produkte von Paul Mitchell sind den meisten wahrscheinlich aus Friseursalons bekannt. Mein neuer Friseur hier in Lindau vertreibt sie auch und, wie er Zufall es so will, hatte ich dort (ganz unabhängig von diesem Artikel) bei meinem letzten Termin vor ein paar Tagen eine gründliche Paul Mitchell-Produktberatung – natürlich nicht für die Tierpflegelinie. Wobei…. es soll ja auch genug Menschen geben, die sich mit Pferdeshampoo die Haare waschen. Hab ich läuten hören. Warum also nicht auch Hundeshampoo? Wenn’s schön macht…

Zur Firmenhistorie: Gegründet wurde das Unternehmen John Paul Mitchell Systems (JPMS) im Jahre 1980 von den zwei jungen Wilden Paul Mitchell (Friseur) und John Paul DeJoria (Marketing-ler) – mit einem geliehenen Startkapital von nur 700,- US $! Also: Vom Tellerwäscher zum Millionär… Der gelebte amerikanische Traum! Leider konnte Paul Mitchell den Erfolg des Unternehmens nur bedingt miterleben. Er starb Ende der 1980er Jahre an Krebs. Mittlerweile ist John Paul Mitchell Systems weltweit einer der Marktführer der Friseurproduktbranche. Leider, leider sieht das Reglement von JPMS vor, dass nur Friseursalons ihre Produkte vertreiben dürfen. Aus Liebe zum Duft versucht nämlich schon seit längerem vergeblich Paul Mitchell ins ALzD-Sortiment aufzunehmen. Aber ohne eigenen Friseursalon läuft da nichts. Und Herr Wuchsa war bislang noch nicht dazu zu überreden, nur deshalb zusätzlich noch ins Friseurbusiness einzusteigen – was ja irgendwie auch verständlich ist.

Mmmmh, da stellt sich mir persönlich natürlich gleich die Frage, ob er an die Tierpflegeprodukte von JPMS nur gekommen ist, weil er klammheimlich unter die Hundebarbiere gegangen ist?! Ich werde in diese Richtung weitere Nachforschungen anstellen und es Euch wissen lassen. 😉

Ganz abwegig ist die Vermutung nicht. Herr Wuchsa ist selbst Hundefreund und stolzer Besitzer zweier Collies: Merlin und Giacomo. Als Chefhunde durften die beiden die John Paul Pet-Produkte natürlich ganz exklusiv vortesten und waren samt Herrchen hellauf begeistert. Daraufhin kamen die Hunde meiner lieben Kolleginnen und Kollegen in den Genuss der tierischen Pflegeserie. Einstimmige Meinung: Einfach spitze! Damit war der Startschuss für die Aufnahme der John Paul Pet-Produkte ins ALzD-Sortiment gegeben.

Die Tierpflegelinie von John Paul Mitchell Systems wurde 2005 auf den Markt gebracht. Toll finde ich persönlich, dass wirklich für jeden Hund etwas passendes dabei ist. Ob man jetzt einen kurz-, lang- oder drahthaarigen Hund hat, ob er empfindliche Haut hat oder wasserscheu ist, ob es ein Welpe ist oder ob er helles Fell hat, das leicht vergilbt. Ein unglaubliches Sortiment an Shampoos und Conditionern – da bleibt kein Hundewunsch offen. Einzig ein spezielles Lockenshampoo konnte ich bisher noch nicht entdecken, aber ich bin mir sicher, dass das auch noch bald auf den Markt kommt. Ein, zwei Shampoos sind auch für Katzen konzipiert, nämlich das Welpen- sowie das Trockenshampoo. Die haben es ja auch nicht so mit Wasser, die Kätzchen. Gute Idee, also. Ach ja, bevor ich es vergesse: Auch die Tierpflegeprodukte unterliegen selbstverständlich strengsten Kontrollen, um die Verträglichkeit der Rezepturen und Inhaltsstoffe sowie ihre Wirkungsweise sicherzustellen. Ganz lustig ist, dass sie zuerst an freiwilligen Friseuren getestet wurden bevor sie an den Hund kamen. Paul Mitchell ist nämlich seit jeher Verfechter der tierversuchsfreien Produktentwicklung. Stattdessen kommen alternative tierfreie Testmethoden zum Einsatz. Außerdem kooperiert JPMS bereits seit Ende der 1980er Jahre mit Tierschutzorganisationen wie PETA. Man kann JPMS in dieser Hinsicht wahrlich als Pionier bezeichnen. Von meiner Seite aus daher ein eindeutiges ‚Daumen hoch’! Doch nicht nur Tierschutz auch Umweltschutz liegt dem Unternehmen sehr am Herzen und so versichern sie zusätzlich auch eine umweltfreundliche Herstellung sowie die Nachhaltigkeit ihrer Produkte. Dafür gibt es noch mal ein ‚Daumen hoch’ von mir! Als weiteren Pluspunkt möchte ich den für mein Empfinden völlig angemessenen, da im Preis-Leistungsverhältnis günstigen Preis anbringen. Da kann man nicht meckern! 😉

Macht also summa summarum: Dreimal ‚Daumen hoch’ von mir und ein völlig begeistertes ALzD-Team samt Vierbeinern. Keine schlechte Ausbeute, möchte ich mal sagen! Habt Ihr (oder besser: Eure Hunde) schon Erfahrung mit den vorgestellten Produkten gemacht? Oder möchtet Ihr auch eine nette Hundegeschichte loswerden? Keine Scheu, nur heraus damit! 🙂

Ein schönes Wochenende wünscht Euch

Eure Stephanie.

Bildquelle: Privataufnahmen.

Neueste Kommentare

Stephanie Biró Geschrieben von:

Bereits 2010 gingen so einige Blogbeiträge auf mein Konto. Dann war ich „kurz“ weg – sechs Jahre. Umso mehr freut es mich, dass ich nun wieder die Chance bekomme, mein Näschen im Dienste der Duftrezension schnuppern zu lassen und eifrig in die Tasten zu hauen. Was Nischendüfte angeht, habe ich damals übrigens schnell Feuer gefangen. Meine Ausbildung tat dazu ihr Übriges: Als diplomierte Biologin kenne ich mich nicht nur mit Fauna und Flora, sondern auch recht gut mit der Herstellung von Ölen und Extrakten aus, was den Reiz der Parfumwelt natürlich noch größer macht.

14 Kommentare

  1. Verena
    21.Mai 2010
    Antworten

    Hallo liebes ALDZ-Team,

    mich würde mal interessieren, ob die Serie ausschließlich für Hunde ist, oder ob sie sich auch für Pferde eignet. Das Detangling-Spray und auch die feuchten Tücher könnte ich mir nämlich auch sehr gut für die Pferdepflege vorstellen.

    Vielen Dank und freundliche Grüße
    Eure Verena

  2. Ulrike
    21.Mai 2010
    Antworten

    Wir haben nachgefragt liebe Verena und die von Dir genannten Produkte sind auch sehr gut für Pferde geeignet, ja.
    Für mich ein Grund, sie demnächst mal an den Pferdchen meiner Freundin zu testen, wenn mich mein Rücken mal wieder zum Reiten läßt 🙂

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende –

    Ulrike.

  3. Verena
    21.Mai 2010
    Antworten

    Lieben Dank! Die Entwirr-Sprays aus dem Reitsportfachgeschäft bewegen sich nämlich im gleichen preislichen Rahmen, und da konnte mich bis jetzt noch nichts so richtig überzeugen. Ich glaube, da muss ich demnächst was ordern. 🙂

  4. Ulrike
    22.Mai 2010
    Antworten

    Stimmt – die taugen nicht immer was diese Sprays. Meine Freundin ist mit ihren Isländern und deren Mähnen hin und wieder auch am Verzweifeln, bin gespannt, ob dieses Spray ihr hilft – dann lass es uns mal gemeinsam testen 🙂

    Liebe Grüße,

    Ulrike.

  5. Annette
    23.Mai 2010
    Antworten

    Ganz lieben Dank für den tollen Artikel, Stephanie!
    Ich habe selber 2 Hunde (West Highland Terrier) und habe mich beim Lesen köstlich amüsiert und an die „Schandtaten“ meiner Beiden gedacht.
    Die Pflegeserie für Hunde interessiert mich sehr.
    Gibt es davon eigentlich Proben?
    Dann würde ich mir die nämlich zu meiner nächsten Bestellung wünschen.

    Liebe Grüße
    Annette

    • Steffi
      23.Mai 2010
      Antworten

      Liebe Annette,

      uih, gleich zwei Hunde und dann noch Terrier. Ich kann mir vorstellen, dass denen auch gerne mal der hundliche Schalk im Nacken sitzt. Und zwei schaukeln sich dann bestimmt auch gerne mal gegenseitig hoch, oder nicht? Hehe, bei mir blieb mit meinem Wufti jedenfalls selbst der ödeste Alltag irgendwie spannend… Nervenkitzel Hund 😉

      Bzgl Pröbchen werde ich mich mal kundig machen und mich dann an dieser Stelle wieder bei Dir melden.

      Ein schönes Pfingstwochenende wünscht
      Stephanie.

  6. Annette
    23.Mai 2010
    Antworten

    Huhu Stephanie,

    oh ja, den Wauzis sitzt wirklich oftmals der Schalk im Nacken….
    Aber ich liebe sie einfach über alles!

    Und vielen Dank schon mal fürs erkundigen!

    LG und natürlich auch schöne Pfingsten,

    Annette

  7. Margot
    24.Mai 2010
    Antworten

    Liebe Steffi, Liebe Uli,
    wenn Uli das Trockenshampoo auch noch gleich bei Ihren Katzen testet und es für GUT empfindet, werde ich das auch mal ordern.
    LG, Margot

    • Ulrike
      25.Mai 2010
      Antworten

      Gute Idee Margot – sollte ich in der Tat mal machen. Wenn wir es in Angriff genommen haben – ich und meine Weiber – berichten wir Dir – falls Du nicht schneller sein solltest 😉 Dann aber bitte auch mit Feedback, ja?

      Liebe Grüße, die Uli.

  8. Steffi
    25.Mai 2010
    Antworten

    Liebe Annette,

    nach Rücksprache mit Bruchsal muss ich Dir leider mitteilen, dass es von den Tierpflegeprodukten keine Pröbchen gibt. Tut mir leid.

    Liebe Grüße an Dich und die zwei Wuftis,

    Steffi.

  9. Annette
    25.Mai 2010
    Antworten

    Hallo Steffi,

    ach schade.
    Aber trotzdem ganz lieben Dank fürs Nachfragen.

    Sonnige Grüße,
    Annette

  10. Christiane
    26.Mai 2010
    Antworten

    Katzen baden? Ihr seid ja so gemein;-).
    Mein Kater ist neulich auf seinem Badewannen-Beobachtungsposten eingedöst und in mein Lavendel-Badewasser gerutscht. Oh, oh, ein gut duftender, aber schwer beleidigter Kater musste da gerettet werden.:-)
    Liebe Grüße Christiane

  11. Margot
    27.Mai 2010
    Antworten

    Hallo Christiane,
    da war vom TROCKENSHAMPOO die Rede 🙂
    Nass würde ich meine beiden NIE baden können. Aber ein nach Lavendel duftender Kater hat schon was an sich. Das Flohpuder riecht doch auch so, oder? 🙂
    LG
    Margot

  12. Ulrike
    1.Jun 2010
    Antworten

    Nieee würde ich, allein schon aus Selbstschutz, meine Damen baden!
    Ich erinnere mich noch mit Schrecken an den Versuch, leider zugleich am Tiere, als ich mit den allerbesten Vorsätzen Zora im Sommer ihres Haarkleids entledigen wollte, des viel zu warmen, und sie mit dem „extra leisen Tierrasierer“ scheren wollte…
    So schlimm habe ich noch nie ausgesehen, ich schwöre 😀

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