Very Bad Rice von Versatile – Die neuen Sprays

Zugegebenermaßen sind die Zerstäuber von Versatile nicht mehr ganz niegelnagelneu, die jüngste Kreation Very Bad Rice ist für mich aber ein idealer Duft für die kühlere Jahreszeit. Und daher kommt die Review zu dem Extrait de Parfum genau jetzt. Die Temperaturen sinken, Nebelschwaden ziehen immer häufiger über die Felder. Das Laub verfärbt sich langsam und nimmt jenen goldgelben Schimmer an, der im Sonnenschein so herrlich leuchtet. Der Oktober ist nicht mehr weit – und Weihnachten auch nur noch schlappe drei Monate entfernt.

Genau die richtige Zeit also für einen Duft, der Wärme und Behaglichkeit verspricht. Und für einen kleinen Blick darauf, was sich bei Versatile außerdem getan hat. Denn mit Very Bad Rice kam nicht nur eine neue Kreation ins Sortiment: Auch bei den Flakons hat sich einiges verändert.

Mehrere Parfumflakons von Versatile Paris mit kugelförmigen Verschlüssen, arrangiert im starken Licht-Schatten-Kontrast.
Very Bad Rice von Versatile Paris auf einer Schale mit weißem Klebreis und frischen Mangostücken.

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Versatile – vom Roll-on zum Spray

Fünf Jahre lang gehörten die kleinen Roll-ons fest zum Portfolio von Versatile. Vor Kurzem hat das Pariser Label sein Sortiment erstmals um klassische Zerstäuber erweitert. Ein Schritt, nach dem die Community laut Versatile tatsächlich schon seit dem Launch der Marke immer wieder gefragt hat. Ganz klassisch sind die neuen Sprays dann aber doch nicht. Die Flakons fassen kompakte 30 ml und enthalten Extrait de Parfum mit einer Duftölkonzentration von 25 %. Fünf der bisherigen Bestseller sind in das neue Format eingezogen, während Very Bad Rice exklusiv als Spray erhältlich ist. Optisch bleibt Versatile ebenfalls unverkennbar: Braunes Glas, schlichtes weißes Label und der markante, kugelförmige Verschluss sorgen dafür, dass die kleinen Flakons trotz neuem Zerstäuber ganz eindeutig zur Marke gehören.

Very Bad Rice – Sündhaft gut

Reis ist als Duftnote keineswegs neu. Man denke nur an Dolce Riso von Calé Fragranze d’Autore, L’Eau Papier von Diptyque, Dirty Rice von BORNTOSTANDOUT, Champaca von Ormonde Jayne oder Venenum von L’Artisan Parfumeur. Und doch zeigt sich das vielseitige Korn in all diesen Kreationen ganz unterschiedlich: mal weich und milchig, mal pudrig, getreidig oder wie warmer Reisdampf. Very Bad Rice schlägt noch einmal eine andere Richtung ein. Die Parfümeurin Ambre Bouchard kombiniert den Reis mit tropisch-exotischen Nuancen.

Duftnoten: Reis, Milch, Erde, Mango, Kokosnuss, Gourmand-Noten.

Ja, man könnte beim ersten Schnuppern meinen, ich hätte mit meiner Aussage, dass dieser Duft perfekt in die kühlere Jahreszeit passt, vollkommen danebengegriffen. Denn Very Bad Rice startet mit einer milchig-hellen Cremigkeit und den exotisch-fruchtigen Noten saftiger Mangos. Also doch Sommer und Tropenfeeling statt kuscheliger Herbstsonne? Nicht unbedingt! Bald schon gesellen sich dunklere, gourmandig-herbe und durchaus erdig-holzige Nuancen hinzu, die mich an gerösteten Zucker denken lassen. Auch die charakteristischen Reisfacetten tauchen auf und erinnern gemeinsam mit den cremigen Milchakkorden tatsächlich an köstlichen Milchreis – allerdings tropisch angehaucht statt klassisch mit Zimt und Zucker. Die Mango bleibt dabei deutlich wahrnehmbar und begleitet die Komposition bis weit in den Duftverlauf.

Very Bad Rice von Versatile ist ein süßer, milchiger und gourmandig-tropischer Duft, dessen herbere, dunklere Facetten ihm Wärme und Tiefe verleihen. Für mich eher goldener Herbst als tiefster Winter und ideal für alle, die Reis in Düften lieben und auch Mangos nicht abgeneigt sind. Ein köstlicher Wohlfühlduft mit exotischem Twist.

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Julia Biró Verfasst von:

Bereits 2010 gingen so einige Blogbeiträge auf mein Konto. Dann war ich „kurz“ weg – sechs Jahre. Umso mehr freut es mich, dass ich nun wieder die Chance bekomme, mein Näschen im Dienste der Duftrezension schnuppern zu lassen und eifrig in die Tasten zu hauen. Was Nischendüfte angeht, habe ich damals übrigens schnell Feuer gefangen. Meine Ausbildung tat dazu ihr Übriges: Als diplomierte Biologin kenne ich mich nicht nur mit Fauna und Flora, sondern auch recht gut mit der Herstellung von Ölen und Extrakten aus, was den Reiz der Parfumwelt natürlich noch größer macht.

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