Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

It’s Summertime…

Geschrieben in Allgemein, Fruchtiges, Hesperiden am 7.07.2010

Alle haben ihn herbeigesehnt, den Sommer – und nun ist er endlich da… Ich möchte ja nicht meckern, aaaaber… ein Übergang wäre schön gewesen, den hätte ich mir gewünscht. Mehr Zeit, um sich an diese Temperaturen zu gewöhnen, mehr Zeit, um meine Frühlingsdüfte zu tragen und mehr Gelegenheit(en), die 237 Kleidungsstücke auszuführen, welche ich für jene Übergangsjahreszeiten parat habe, die genausowenig wie die Klamotten mehr zum Tragen kommen… Egal. Es ist Sommer meine Damen und Herren – und so, wie es aussieht, bleibt er uns auch ein paar Tage erhalten.

Nachdem wir nun doch einige Tage mit schweißtreibenden Temperaturen hatten und das so weitergehen wird, heißt es jetzt, sich auch olfaktorisch darauf einzustellen und zu -stimmen – mit passenden Sommerdüften. Ganz abgesehen davon, daß ich durchaus mal wieder etwas Neues gebrauchen könnte (wer kann das nicht), möchte ich Euch im Folgenden meine Sommergarderobe zeigen – nicht ohne natürlich hoffentlich im Gegenzug bitte einen Einblick in Eure gewährt zu bekommen! Ergo, Hosen runter und Schrank auf oder so ähnlich ;)

Zu jedem Sommer gehören natürlich die obligatorischen Hesperiden – die Zitrusfrüchtefraktion. Davon habe ich logischerweise auch einige, von denen ich Euch einige im Folgenden vorstellen mag.

Ein schlichter, aber feiner Vertreter seiner Gattung ist Aspreys Purple Water. Ein ganz klassisches Cologne, aber sehr straight interpretiert. Understatement pur, zurückhaltend, erlesen. Nicht innovativ, nicht ausgefallen und auch nicht besonders auffallend – aber gerade darin liegt für mich der Reiz dieses Klassikers auf seinen leisen Sohlen. Mandarine und Zitrone in der Kopfnote und Jacarandablüte, die für mich immer, vermutlich auch in Kombination mit der Orangenblüte im Herzen, nach Akazien riecht, nach blühenden Akazien, die ich liebe. Ein wenig Ingwerherbe sowie ein Büschel Basilikum, in der Basis Pfeffer, Vetiver und Moschus – fertig ist ein sehr tragbarer Immergeher.

Nicht besonders komplex, sondern eher einfach gehalten und gerade durch jene Simplizität überzeugend ist Carthusias Mediterraneo: Zitronenblätter, Grüntee und zitrische Noten, that’s all. Und manchmal braucht es auch nicht mehr: Riecht wie ein herrlicher, selbst gemachter und wunderbar kühler Zitroneneistee – mmmmmhhh! Mediterraneo macht einfach Freude.

Einer meiner absoluten All-Time-Faves im Sommer ist Profumi di Pantellerias Dammuso. Seine Ingredienzen: Kopfnote: Zitrone, Grapefruit, Limette; Herznote: Brombeere, Kardamom; Basisnote: Grüntee, Zedernholz, Sandelholz, Moschus, Vetiver. Zugegeben – Dammuso ist Geschmacksache. Dieser Duft ist ein Spalter, wirklich. Auf einem meiner Parfumboards, in denen ich gerne ab und an mit anderen fachsimpele über die Vetiverkomponente von X in der Basisnote im Vergleich zu Y’s… Ihr wißt schon, Nerdgespräche. Gerne und immer wieder. Aber – um auf den eigentlichen Ausgangspunkt zurückzukommen: Dammuso. Hier ist man sich sehr uneins: Für die eine Hälfte ist es der Sommer-Holy-Grail, die andere Hälfte findet schon gerne mal Bezeichnungen wie „Katerpipi“ oder ähnliches für den guten Dammuso. Entfernt, wirklich entfernt, kann ich auf abstrakte Art und Weise nachvollziehen, wo diese Assoziation herkommt – von der Brombeere in Kombination mit den Hesperiden. Gleichzeitig macht aber genau diese Note den Duft aus, wie ich finde.

Dammuso ist keiner jener Hesperidenkandidaten, die eben nach einem typischen Zitrusdüftchen riechen. Diese haben durchaus ihre Berechtigung, sind optimale Sommerbegleiter, aber – seien wir mal ehrlich: fast jeder von uns hat davon sicher schon mindestens einen im Schrank. Oder auch mehr, so wie ich, wie man oben schon lesen konnte. Dann möchte man doch einmal eine Variation. Oder einfach Bekanntes innovativer umgesetzt. Dazu gehört für mich Dammuso. Er ist, ganz klar: Ein Hesperidenduft. Und jene bietet er der geneigten Nase auch sofort in der Kopfnote: Limette und Zitrone satt sowie Grapefruit – alle deutlich wahrnehmbar. Dieses zitrische Trio wird alsbald ergänzt von einer dunklen, vollen Brombeere (eine viel zu seltene Note)– fein-herb und beerig-reif gesellt sie sich gleichberechtigt zu den Hesperiden. Grün-frischer Kardamom (ähnlich wie in Clive Christians göttlichem X for Men) rundet das Ganze zusammen mit Grüntee und ebenfalls grünem, leicht grasigem und verhalten rauchigem Vetiver gekonnt ab. Die (restliche) Basis ist bis auf verhaltene Zedernholzakzente wenig wahrnehmbar, muß aber auch nicht – Dammuso überzeugt, so wie er ist. Zumindest mich – und das auf ganzer Linie. Euch auch?

Ich bin gespannt!

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Citrus von Michael Lorenzo via stock.xchng, Iced Tea 2 von Benjamin Earwicker via stock.xchng, Lemonade von Ilco/Ilker via stock.xchng – vielen lieben Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Summertime and the living is easy…
Duftverzeichnis
Duftverzeichnis L – Z


Sommerliche Novitäten Teil 3.

Geschrieben in Ankündigungen am 6.07.2010

Wie gestern versprochen noch ein letzter Teil mit Sommerneuheiten – einige davon kann ich gar nicht erwarten…

Die Italiener von Acca Kappa haben sich dem Lavendel angenommen und ergänzen ihre nette Kollektion mit Blue Lavender, einer angeblich frischen Lavendelinterpretation, die sich durch Bilder von blaublühendem, im mediterranen Sommerwind wogendem Lavendel inspiriert sah.

Aus dem Hause Robert Piguet kommt einmal mehr eine Relancierung eines alten Klassikers – die Rede ist hier von Calypso, einer überarbeiteten Version des gleichnamigen 50er Jahre Duftes. Im Signatureflakon, der schwarzen Art-Deko-Schönheit, verbergen sich folgende Noten: Mandarine, Iris, Wildleder, Rose, Ambra und Patchouli.

L’Artisan Parfumeur haben gleich zwei neue Düfte angekündigt, welche mich schon jetzt fast platzen lassen vor Neugierde – weil ich das Haus sehr schätze, die immer wieder aufs neue oftmals sehr innovativen Düfte und die Parfumeure, allen voran Hausparfumeur Bertrand Duchaufour. Von jenem ist auch der für den Herbst angekündigte Duft Traversée du Bosphore, welcher im Herbst erscheinen soll. Geheimnisvoll zuerst als Projekt Sultan bezeichnet und so durch einige Blogs geisternd, meldete sich Celene Aguiar, die Brandmanagerin auf einen Artikel in Marie-Helenes Blog The Scented Salamander und verkündete den richtigen Namen des Duftes, welcher sich durch die Stadt Istanbul inspiriert sieht und dadurch ein weiterer Reiseduft von Duchaufour ist (Timbuktu, Dzongkha, Fleur de Liane, Havana Vanille).

Vor der Bosporus-Überquerung wird uns aber noch ein anderer Duft aus dem Hause L’Artisan beglücken, und zwar Cœur de Vétiver Sacré, was übersetzt soviel wie Herz des heiligen Vetiver heißt. Die Nase dahinter ist Carine/Karine (?) Vinchon, die bereits den organischen Duft Jatamansi kreierte (und die gerade Opus 3 für Amouage erschaffen hat, den ich dieser Tage noch vorstellen werde). Die Noten sind: Bergamotte, Dattel, getrocknete Früchte, Schwarztee, Safran, Ingwer, rosa Pfeffer, Weihrauch, Vanille, Moschus.

Leider, leider gibt es aber auch einen Haken: Cœur de Vétiver Sacré wird wohl die erste Zeit nur exklusiv bei Barneys in New York erhältlich sein… NY-Reisende, wo seid Ihr?!?

Die Mailänder vom Conceptstore 10 Corso Como legen nach mehr als zehn Jahren auch noch nach und lancieren einen zweiten Duft, 10CC Uomo. Ich persönlich liebe ihren ersten, absolut unaufgeregten, zurückhaltend-minimalistischen Understatementduft 10CC. Vor Jahren hatte ich in mir aus London mitgebracht und war damals so stolz auf dieses kleine, hierzulande noch gänzlich unbekannte Juwel – ein holziger Sandelholzgeselle mit subtilen Weihrauchanklängen, sanft und zart und absolut unisex tragbar. Das weckt natürlich Erwartungen an die Nummer zwei, ganz klar. Ebenfalls als luzide, „airy fragrance“ beschrieben, hat Uomo wohl folgende Zutaten: Mandarine, Ingwer, Bergamotte, Jasmine, Ylang-Ylang, schwarzer Pfeffer, Bourbon-Vanille, Zedernholz, Ambra und Moschus. Mal sehen, ob das Männchen die hohe Messlatte des Vorgängers erreichen kann.

Unser hübscher Herr Gorham von Byredo zeigt sich fleißig und lanciert schon wieder einen neuen Duft: Palermo, das elfte Parfum des Schwedenexportes. Jerome Epinette ist die Nase dazu, der auch bereits einen Großteil der anderen Byredos kreierte (darüber hinaus auch Jovoys Poudré und Fougère sowie drei Düfte der Atelier Cologne-Reihe). Palermo enthält folgende Noten: Bergamotte, Bitterorange, Rose, Ambretteblüte und „fresh musk“ sowie „skin musk“.

Kilian Hennessy vollendet mit Duft Nummer Neun namens Love and Tears (Surrender) seine Serie Les Ingénues aus seiner L’Œuvre Noire-Kollektion. Die Serie Les Ingénues, die Naiven oder besser: jungen Wilden (nach einem Gedicht von Verlaine) ist den Damen gewidmet und beinhaltete bisher Prelude to Love / Invitation, Love / Don’t be shy sowie Beyond Love / Prohibited – jetzt kommt mit Love and Tears / Surrender – was für ein Name im übrigen! Theatralisch, aber gut – ein solifloraler Jasmin hinzu, der „erotisch“ und „heilig“ riechen soll – ganz wie die Liebe oder vielmehr: wie man sich die Liebe eben vorstellen mag…

Und zuguterletzt noch ein ganz besonderes Schmankerl, das mich mit wahnsinniger Vorfreude erfüllt: Luxusinneneinrichter Clive Christian präsentiert nach langen Jahren einen neuen Duft, C for Men. Die Ingredienzen füllen, ähnlich wie oft bei Amouage, ganze Seiten – ich kann mir zwar beim besten Willen nicht vorstellen, wie der Duft riecht beziehungsweise habe etliche Szenarien im Kopf, da nur Gutes drin ist, wird er aber hoffentlich toll-toll-toll: Zitrone, Matétee, Mandarine, Blattgrün, Tee, Thymian, Elemiharz, Jasmin, Himbeere, Rose, Kardamom, Nelke, Iris, Safran, Labdanum, Ambra, Zedernholz, Moschus, Vanille, Leder, Tabak, Eichenmoos, Zypresse, Weihrauch, Tonkabohne, Adlerholz (Oud) Styrax, Guajakholz und die seltene Alpenscharte (Snow Lotus).

… geschafft – jetzt sind wir wieder auf dem neuesten Stand mit den Novitäten. Nun möchte ich natürlich auch wissen, was Euch besonders neugierig gemacht hat, auf was Ihr Euch besonders freut!

Gespannte Grüße,

Eure Ulrike.

P.S.: Wenn ich gerade meinen Blick über den Schreibtisch wandern lasse… sehe ich ein paar Pröbchen, die ich ganz vergessen hatte zu erwähnen, da ich sie ohnehin dieser Tage rezensieren werde: Amouage Opus 1-3, drei neue Schönlinge aus dem Oman. Ein diesbezüglicher Artikel erwartet Euch Anfang nächster Woche :)

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Comptoir Sud Pacifique – Coco Extreme
Calvin Klein ck one summer – und noch eine Industrievariante
Manuel Canovas – Les Fantaisies Parfumées – Pink Riviera


Sommerliche Novitäten die Zweite.

Geschrieben in Ankündigungen am 5.07.2010

Zum Abschluß der letzten Woche habe ich Euch bereits einige Sommerneuheiten präsentiert, heute geht es flott weiter, denn die Neuigkeiten wollen nicht enden…

Mona di Orio lanciert eine neue (Unter)Kollektion namens Les Nombres d’Or, bestehend (vorerst?) aus drei Düften: Ambre, Musc und Cuir (Leder). Der Name rührt vom sogenannten Goldenen Schnitt her, der göttlichen Teilung, einem bestimmten Strecken-/Größenverhältnis, das ideale Proportionen vorweist und insofern als Inbegriff von Ästhetik gesehen werden kann. Für Mona di Orio war jener nach eigenem Bekunden für sie immer von besonderer Faszination als Ansatz(punkt), Schönheit zu verstehen.

Die drei Düfte enthalten folgende Ingredienzen:

Ambre: Ylang-Ylang, Zedernholz, Tolubalsam, Benzoeharz, Bourbon-Vanille, Ambra.

Musc: Neroli, Rose, Angelika / Engelwurz, Tonkabohne, Heliotrop, Moschus, Moos.

Cuir: Kardamom, Leder, Absinth, Opoponax, Castoreum, Wacholder.

Bond No. 9 sind wie immer fleißig dabei, neue Düfte zu veröffentlichen – zwei oder vielmehr drei sind es an der Zahl: Copper Square und Washington Square. Ersterer unisex, dafür aber mit „maskulinen Tendenzen“, zweiterer ein Damenduft, beide aus der „Feder“ des Parfumeurs Laurent Le Guernec, der bereits einige Male für Bond tätig war. Copper Square ist eine Hommage an das private College Copper Union und sieht sich inspiriert durch Architektur und Kunst. Angekündigt als ein (ge)würziges Düftchen hat er folgende Ingredienzen: Kopfnote: Wacholderbeere, Cognac, Herznote: Myrrhe, Lavendel, Weihrauch, Patchouli; Basisnote: Kaschmirholz, Moschus, Vetiver, Labdanum, Hölzer. Washington Square ist der Eröffnung des gleichnamigen Parks gewidmet und die zweite Zusammenarbeit von Bond mit dem City Parks Departement (Ihr erinnert Euch an Highline?) – die Noten: Kopfnote: Bergamotte, Estragon, Geranium; Herznote: Rose, Honig; Basis: Leder, Ambra, Vetiver, Moschus.

Darüber hinaus folgt mal wieder ein Exklusivduft für Harrods, der vierte um genau zu sein (nach Harrods for Him, Harrods for Her und Harrods Swarovski Crystal Oud). Sein Name: Harrods Rose. „Die olfaktorische Dimension der Rose zelebrierend“ entwickelte Bond hier einen anglo-amerikanischen Duft mit Tuberose, Narzisse, Rose, Moschus, Ambrettesamen und Kaschmirholz.

Von New York lassen wir unseren Blick jetzt nach Los Angeles schweifen: Keiko Mecheris Linie wird ebenfalls erweitert, und zwar gleich um sechs neue Düfte. Zuallererst eine Reihe von vier „sommerlichen Zitrusdüften“, jeder einen Ausflug illustrierend: Mulholland, Taormine, Les Nuits d’Izu und Tarifa, laut Mecheri eine moderne Variante der klassischen Eau de Cologne-Thematik, „Frische und Transparenz“ gepaart mit einem „undefinierbaren Charakter an Sanftheit“, jenerwelcher nach Mecheris eigenem Bekunden ihre Düfte ausmacht. Aha. Mulholland hört sich als „olfactive immersion in the go… Iden mythical era of psychedelia and hipness of the canyon of dreams“, ergo als olfaktorisches Eintauchen in das Jetzt, den Fluß der Zeit (so zumindest verstehe ich es) in Korrelation mit irgendwelchen Träumen für mich doch stark nach einer Hommage an David Lynchs Filmwelten an… Die Ingredienzen: Zitrone, Petitgrain, ein „orientalischer Akkord“ und der für Mecheri typische „Kristallmoschus“. Taormine stellt einen Ausflug nach Sizilien dar, ein „typischer Sommerduft mit einem leicht(en) femininen Akzent – die Noten: Petitgrain, Bergamotte, Zitrone, Bittermandel, aromatische Noten und der bekannte Kristallmoschus. Les Nuits d’Izu huldigt den Izu-Inseln, der „Riviera Japans“ – Yuzu, japanische Rose, Moos, Hinoki-Scheinzypresse und Vanille. Tarifa wiederum stellt einen Ausflug ins Mediterrane dar mit Noten von Orangenblüte(n), Petitgrain, Bergamotte, Gewürzen, Vanille und Kristallmoschus.

Attar de Roses ist Nummer fünf im Bunde, ein Duft gespickt mit Mecheris Lieblingsingredienzen: Taif-Rose, Shiraz-Rose, Jasmin und Kristallmoschus. Les Zazous, die Nummer sechs, liest sich für mich ein wenig wie Lutens’ ikonischer Chergui – wäre nicht ganz abwegig, da Lutens wie es scheint die Lieblingsmuse von Frau Mecheri ist. Die Ingredienzen: Sandelholz, Mahagonie, Bienenwachs, Iris, heller Tabak, Weihrauch, Vanille und ambrierte Noten. Inspiriert wurde Les Zazous durch die gleichnamige dandyeske (Jazz und Bebop-hörende) Subkultur im Frankreich des 2. Weltkrieges sowie danach.

Parfums DelRae Roth veröffentlichen mit Coup de Foudre ihren siebten Duft, erneut von Yann Vasnier kreiert. Dieser dreht sich (wie einige andere erwähnte Neulancierungen ebenfalls) um die (Schönheit der) Rose, eine Rose, welche sich beim ersten Riechen bereits in eine Liebe auf den ersten Schnupperer entpuppt, wie das Haus ein wenig poetischer verlauten läßt. Die Ingredienzen: rosa Pfeffer, Zitrone, Pink Grapefruit, Provence-Rose, Jasmin, Magnolie, Tonkabohne, Vetiver, Moos und Moschus.

Auch hiermit sind die Neuigkeiten noch nicht alle mitgeteilt – bleibt dran, morgen kommt der Rest!

Frohes Schwitzen und liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Comptoir Sud Pacifique – Coco Extreme
Calvin Klein ck one summer – und noch eine Industrievariante
Condé Nast Verlag: zweite Ausgabe von VOGUE BEAUTY noch in diesem Jahr


Freitagsverlosung.

Geschrieben in Allgemein am 2.07.2010

Hallo Ihr Lieben,

soviel Arbeit gerade… und schwupps, ist war der Monat auch schon um – ich hatte mich doch glatt letzte Woche verguckt, dachte ich, wir hätten diese Woche noch einen letzten Freitag im Monat…

Haben wir nicht, deshalb folgt heute, diesmal ausnahmsweise am ersten Freitag im Monat, unsere Sonderverlosung: Fünf Probenpakete warten auf neue Besitzer, wie jede Woche, und darüber hinaus auch ein besonderes Präsent: Passend zur Jahreszeit eine Figue Amère-Duftkerze von Miller Harris.

Wer jene gewinnen mag, schreibt uns bitte bis Sonntag, 24 Uhr, eine Mail mit seinem Namen und seiner Adresse an info@ausliebezumduft.de und nennt uns einen diese Woche rezensierten Duft – viel Glück!

Jenes hatten letzte Woche folgende Damen und Herren, die Gewinner unserer letzten Freitagsverlosung: Ole S., Carin J., Anne W., Tatjana P. und Tim G. – viel Spaß beim Schnuppern!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Euch allen,

Eure Ulrike.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Freitagsverlosung.
Freitagsverlosung.
Freitagsverlosung.


Sommerliche Novitäten…

Geschrieben in Ankündigungen am 2.07.2010

Ich habe jetzt extra nachgeschaut: Mitte Mai hatte ich das letzte Mal von Neuigkeiten berichtet, genauer: am 17.05.10. Jetzt scheinen alle Häuser aus dem (vorgetäuschten?) Winterschlaf erwacht zu sein und kündigen, von Muse und Sommer geküßt, so vieles Neues an, daß ich gar nicht alles in einen Artikel packen kann. Ergo: Augen auf, heute und Anfang der kommenden Woche gibt es einiges zu entdecken!

Die Rosenfranzosen von Parfums de Rosine erweitern ihren Rosengarten um eine neue Rose für Herren: Rosissimo, nach Rose d’Homme und Twill Rose die dritte im Bunde. Als „clear signature perfume“ bezeichnet, das durch Stärke und Eleganz beeindruckt, wird der Duft als hesperidischer Floraler angegeben. Die Duftnoten: Grapefruit, Zitrone, Bitterorange, Verbena, Rosmarin, Jasmin, Freesie, Rose, Hölzer, Leder, Labdanum, Tannenbalsam, Vetiver, Leder, Eichenmoos. Wie immer erhältlich in den beiden gängigen Größen – 50 und 100ml.

Ebenfalls ein neues Röschen kommt von Annick Goutal: Rose Splendide, für den September angedacht, ist eine Kreation der – sozusagen – Hausparfumeurin von Goutal, Isabelle Doyen, und eine Hommage an die Inhaberin, an Annick Goutal und deren Leidenschaft für Rosen. Diese sind natürlich auch im Duft, darüber hinaus unter anderem Birne und Magnolie, was alles in allem einen frisch-fruchtiger und dezent-grünen Duft ergeben soll. – Wenn ich mich hier an das entzückende Birnendüftchen Petite Chérie erinnere und an einen der einzigen Weißblüher, nach dem ich süchtig bin, der zauberhafte Un Matin d’Orage… dann hört sich das durchaus vielversprechend an, ich bin gespannt Frau Goutal!

Wenn wir schon beim seltenen Thema Birne(n) sind – Jo Malone präsentiert uns ab September ebenfalls einen neuen Duft, nämlich English Pear & Freesia, inspiriert von dem Gedicht Ode to Autumn des britischen Romantikers John Keats. Geschaffen von Christine Nagel, die jetzt wohl häufiger mal im Hause Malone verkehrt und werkelt, enthält er folgende Duftnoten: Birne, Freesie, Ambra, Patchouli, weißer Moschus.

Jean-Claude Ellenas Tochter Celine Ellena huldigt den Russen, das französische-russische Jahr zelebrierend, und präsentiert mit The Different Company De Bachmakov, inspiriert durch die russischen Wurzeln des Kreativdirektors und Flakondesigners Thierry de Baschmakoff, von dem hier ein interessantes Interview zu lesen ist. Dieser erklärt zu dem Duft, daß sich das Land seiner Herkunft eben nicht nur mit Kalachnikovs, Wodka und Babuschkas zusammenfassen läßt und er zusammen mit Madame Ellena einen Duft kreieren wollte, welcher die immense Geographie, deren Dimensionen, die Landschaften, den kulturellen Reichtum einzufangen vermag. Und ja, dazu gehört wohl doch auch ein Schuß Alkohol, denn Wodka ist sehr wohl in geeister Variante als subtile Note angegeben, darüber hinaus grüne Noten, die die Weite der Landschaft(en) abbilden zu suchen sowie Hölzer und Blüten für deren Varietät. Die Ingredienzen: Kopfnote: Bergamotte, Muskat; Herznote: Shiso, Korianderblätter, Freesie; Basisnote: Zedernholz, Moschusnoten und „weiche Kreide“ (ja!). Vorerst (?) nur in der gewohnten 90ml-Größe erhältlich.

Holzig geht es auch bei der ubiquitären Frau Kawakubo zu, dem Mastermind von Comme des Garçons, die uns ebenfalls mal wieder mit Neuem beglückt: Wonderwood, eine „positive Überdosis“ an Hölzern, holzigen Noten und Noten, die hölzern wirken sollen aber eigentlich synthetischer Natur sind und als „Wood gone mad“, als verrückt gewordenes Holz bezeichnet werden in dem Pressetextchen. Diese holzige Idee führt hoffentlich nicht auf einen Holzweg – ich scharre schon mit den Hufen – und beinhaltet Noten von Pfeffer, Bergamotte, Muskat, dem obligatorischen Weihrauch, Cristalon (ein synthetischer Akkord, wohl floral-fruchtig mit rosigen Anklängen und pflaumig-apfeligen), Cashmeran, Guajakholz, Zedernholz, Sandelholz, Vetiver, Oud und Kümmel. Der Duft sollte diesen Monat erscheinen und uns hier hoffentlich auch bald erreichen.

Hier geht’s zum Videoclip zur Duftveröffentlichung – gemacht von den berühmten Quay Brothers:

Von Diptyque kommt im September nun nach Vetyverio etwas recht ungewohntes, nämlich ein neuer Unisexduft, welcher eine „einzigartige Interpretation der Vanille“ sein soll – Eau Duelle. Entwickelt von Fabrice Pellegrin ist es wohl ein eher würziger Geselle, zumindest den Ingredienzen nach zu urteilen: Kardamom, Wacholder, Elemiharz, Safran, schwarzer Tee, Ambra und Rotangpalme (Calamus).

Etwas früher sind noch L’Occitane dran: Im August erscheint deren limitierte Edition Calanques, inspiriert durch die gleichnamigen Calanques in, logisch: Frankreich. Wikipedia erklärt uns, daß ein Calanque ein „enges, steilwandiges Tal im Kalkgestein am Rande des Mittelmeeres, das teilweise vom Meer überflutet ist und dadurch fjordartigen Charakter hat.“ Besonders bekannt sei das Massif des Calanques im Süden Frankreichs – und genau jenes stand Pate für L’Occitane. Die Noten der Serie, von der es Eau de Toilette, Duschgel, Seife, Badesalz, Körpermilch und ein Körperpeeling geben wird: Kopfnote: Mandarine, Orange, Mastixharz, Zitrone; Herznote: Jasmin, aquatische Noten, Fenchel; Basisnote: Zypresse, Hölzer, Benzoeharz, Pinie.

Das war noch längst nicht alles – wie versprochen geht es nächsten Montag weiter mit den Neuigkeiten. Bis dahin wünsche ich Euch ein wunderbares Wochenende, genießt das Wetter!

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: La Calanque von Paul Signac via Wiki Commons sowie Calanque de Sugiton von Vincent, ebenfalls via Wiki Commons – vielen lieben Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Comptoir Sud Pacifique – Coco Extreme
Calvin Klein ck one summer – und noch eine Industrievariante
Manuel Canovas – Les Fantaisies Parfumées – Pink Riviera


Die Macht der Amygdala: Düfte, die uns in Erinnerungen schwelgen lassen.

Geschrieben in Duft am 1.07.2010

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Liebe? Wonach sie roch, welchen Duft sie oder er damals trug? Oder steigen Ihnen manchmal Gerüche in die Nase und versetzen Sie an einen anderen Ort oder eine vergangene Zeit? Denn das Gedächtnis speichert Düfte, wohl verwahrt in ihrem Unterbewusstsein. Mit diesen olfaktorischen Erinnerungen spielt I Profumi del Forte, das italienische Luxus-Prafum-Label.

Déjà-vu: Es gibt Momente im Leben, da reicht ein winziger Impuls, etwa ein Geruch oder bestimmter Geschmack, und es ist, als wäre ich plötzlich in einen Fahrstuhl gestiegen, der mich aus dem Hier und Jetzt in tiefere Etagen meiner Erinnerung rauschen lässt. Etwa, wenn ich eine Cola trinke. Das tue ich nämlich nur ganz selten, aber wenn, dann schrumpfe ich plötzlich, werde kleiner und kleiner, trage dunkelblaue Bügelfalten-Shorts und sitze auf einem großen weißen Gartenstuhl, die Beine baumeln, denn sie reichen noch nicht bis zum Boden. Ich sitze bei meiner Großmutter auf der sonnenüberfluteten Terrasse und sie lächelt mir zu, streicht mir über den Kopf. Und ich muss lächeln. Das ist eine so kostbare Erinnerung, dass ich vielleicht gerade deswegen nur so selten Cola trinke – damit der wundersame Effekt der mentalen Zeitreise nicht verblasst.

Oder das Parfum Roma, von Laura Biagotti. Meine erste große und leider unerfüllte Liebe trug diesen Duft. Noch heute rasen meine Gedanken durch alle Stadien des Verliebtseins, wenn ich dieses Parfum irgendwo rieche. Plötzlich Herzklopfen – ich schaue mich freudig um – da ist niemand, den ich kenne – Ärger – Wut, wieso hat das denn bitte damals nicht geklappt? – Resignation – Seufzen. Trotzdem: Ich liebe diesen Geruch immer noch.

Israelische Forscher haben übrigens herausgefunden, warum vor allem Gerüche unseren Geist auf die Reise schicken: Die Forscher des Weizmann-Instituts ziegten 60 Probanden Objekte, die mit jeweils einem signifikanten Duft eingesprüht worden waren. In einer zweiten Runde präsentierte man ihnen die gleichen Objekte noch einmal, allerdings diesmal mit anderen Gerüchen. Eine Woche später zeigte man ihnen im Labor die Objekte ein weiteres Mal – allerdings ohne Duft – und bat die Testpersonen, sich an die im Gehirn gespeicherten Gerüche zu erinnern, während ihre Hirnaktivität gemessen wurde. Resultat: Der Duft, den die Probanden als Erstes gerochen hatten, löste eine heftige Reaktion des am Gedächtnis beteiligten Hippocampus aus, sowie in jener Hirnregon, die Emotionen verarbeitet: in der Amygdala. Unser Gehirn verknüpft also tatsächlich Düfte mit Erinnerungen, mehr noch: mit Gefühlen! Diese Tatsache macht sich ein Parfumhaus in der Toskana zu Nutzen: Profumi del Forte. Spielen Sie mit uns das Memory der Luxus-Parfums:

Düfte, die aus dem Reichtum der Erinnerungen schöpfen

In der Mitte des 19. Jahrhunderts verbrachten die adeligen Familien der Toskana ihren Urlaub mit Vorliebe in dem kleinen Badeort Forte die Marmi. Selbst in den heißesten Sommern wehte hier eine kühlende Brise aus den benachbarten Apuanischen Alpen – Im Schatten mächtiger Eichen konnte man der Hitze entkommen und flanieren, auf dem örtlichen Markt türmten sich Berge duftender, sonnengereifter Zitrusfrüchte. Vom Meer wehten köstlich aquatisch-salzige Aromen in das kleine Städtchen.

Parfumeur Enzo Torre verbrachte (in unserer Zeit) seine Kindheit in dem italienischen Kleinod. Inspiriert von den Düften seiner Heimat entwarf er zusammen mit anderen großen Nasen für Profumi del Forte eine kleine, kostbare Range exklusiver Parfums, die sämtlich mit den olfaktorischen Erinnerungen an vergangene Zeiten (und vergangene Eleganz!) spielen. Seine Begegnungen mit Künstlern, seine Liebe zur Toskana und die blühenden Landschaften rund um Forte dei Marmi, Bücher, Reisen, die schönen Dinge des Lebens – Enzo Torre verarbeitet die schönsten Eindrücke seines Lebens zu Düften. Stimmungen, Erlebnisse, Emotionen verdichtet als Parfum. Jedes einzelne Werk seiner Duftkollektion ist wie eine Schatztruhe, die – wenn man sie erst einmal geöffnet hat – ihre Magie entfaltet und uns auf eine Sinnesreise schickt.

Das neueste Juwel der exquisiten Traum-Manufaktur: Versilia Platinum

“An dem Tag, als ich die Gipfel der Apuanischen Alpen erreichte,
versunken in die Betrachtung des Meeres,
war ich gefangen zwischen ganz unterschiedlichen Welten,
die ich mit einem Blick umfassen konnte:
Die brennende Sonne auf den Stränden und
die glasklare Spiegelung der Marmorberge hinter mir,
das intensive Blau des tyrrhenischen Meeres und
das starke Grün der Kastanienwälder,
die fließende Schönheit des Strandes im Sommer und
die ewige Schlichtheit dieses glühend heißen Teils von Versilia.
Ich stellte mir den Charme eines Parfums vor,
das die Landschaft mit ihren weit auseinander liegenden Stimmungen,
geschmeidig und mysteriös, bekannt und doch anders als jedes andere Parfum umfasst. Ein einzigartiger Duft, wie das kostbarste der Metalle, das Platin.”
(Enzo Torre, Chef-Parfumeur)

Versilia, das ist der vielleicht berühmteste und mit Sicherheit verträumteste Abschnitt der Toskanischen Riviera. Wo im 12. Jahrhundert einfache Fischerdörfchen entstanden, wie das für seine idyllische Schönheit berühmte Viareggio oder das romantisch-verwunschene Forte die Marmi – gibt es für Touristen heute das mondäne Lebensgefühl italienischer Kultur zu erleben. An den herrlich nostalgischen Badestränden, an denen die Zeit vor vielen Jahrzehnten stehen geblieben zu sein scheint. Auf den Wochenmärkten mit ihren südländischen Gerüchen und Farben. Oder in den schmalen, verwinkelten Gassen, in denen Lokale Tische auf den Gehweg stellen, und wo bis tief in die Nacht bei Rotwein geplaudert und gefeiert wird. Dieses pulsierende Lebensgefühl, die Schönheit der Natur und der Charme vergangener Zeiten – all das versucht I Profumi del Forte in seiner neuesten Komposition festzuhalten. Mit Erfolg! Und das Beste: Auch wenn Sie selber keine Erinnerungen an das zauberhafte Forte die Marmi haben, weil Sie noch nie dort waren – der neue Duft Versilia Platinum gibt die Eindrücke der Versilia-Region so glaubhaft wieder, dass man sich sofort verliebt, die Amygdala feuert Emotionen, löst eigene Assoziationen aus dem Unterbewusstsein in das Gefühl einer wohligen Vertrautheit auf.

Der Duft öffnet sich mit frischen Zitrus-Akkorden, wie man sie auf einem Spaziergang über einen italienischen Wochenmarkt erleben würde (Herrlich: die vibrierende Bergamotte-Nuance über allem). Würzig-strahlend, angereichert mit überschwänglichen Blumen-Aromen – Freesie, Geranium, Magnolie, Maiglöckchen… dann entwickelt sich aus der Tiefe des meisterhaft-verschlungenen Parfums eine sinnliche Warme Notierung: Hölzerne Töne von Vetiver, Eichenmoss, exotischer Weihrauch und verführerisches Patschuli. Erinnerungen ans Meer steigen unweigerlich aus dem Unterbewussten auf, man fühlt sich wie von riesigen Pinien und Eichen beschützt, die Sonne kitzelt auf der Nase. Ein herrlicher Sommerduft, stark aber nicht aufdringlich. Mir persönlich gefällt dieser olfaktorischer Spaziergang durch meine schönsten Urlaubserinnerungen ausgesprochen gut. Mondän-nostalgisch, und doch sehr modern. Verträumt, aber nicht verspielt. Ein kleines Meisterwerk. Unbedingt proberiechen!

Und noch ein kleiner Nachklapper in Sachen Hirnforschung:

Wenn Sie demnächst eine Präsentation halten müssen, oder eine Prüfung auf sie zukommt, können Sie den Hippocampus auch bewusst auf Trab bringen! Eine Studie der Universität Lübeck fand nämlich heraus, dass Düfte nicht nur Erinnerungen reaktivieren, sondern auch Gelerntes im Schlaf festigen können. Soll heißen: Wer beim Lernen einen bestimmten Duft riecht (Duftkerze!), und denselben Geruch dann beim zu-Bett-Gehen wieder riecht, wird das zuvor gelernte im Schlaf fester im Gehirn verankern. Denn Erinnerungen an Tatsachen und Ereignisse werden im Hippocampus verarbeitet, der besonders während der Tiefschlafphase aktiviert wird. Dieser Hippocampus ist nun aber mit unserem Geruchssinn direkter verbunden als Augen oder Ohren. Das erklärt übrigens auch, wieso ein Duft so effektiv Erinnerungen auslösen kann. Mithilfe von Magnetresonanzaufnhamen konnten die Lübecker Forscher nun nachweisen, dass die Aktivität bei schlafenden Probanden steigt, wenn um sie derselbe Duft (im Schlaf) versprüht wurde, den sie bereits zuvor beim bewussten Lernvorgang gerochen hatten. Beeindruckend, oder?

Ihr Constantin Herrmann.

Bildquelle: Forte dei Marmi Beach von Iardo und Forte dei Marmi Bathing Establishment von o2ma – some rights reserved. Vielen Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Die Macht der Düfte
tommy Summer 2009 Düfte duften nach einem entspannten amerikanischen Sommer
Neil Morris Fragrances – dynamische und lebendige Düfte, die auf der Haut tanzen


Welche Farbe steht mir eigentlich?

Geschrieben in Wissenswertes am 30.06.2010

Immer wieder hört man von Winter- und Sommer-Typen. Aber kaum jemand weiß, was hinter dieser schematischen Einteilung der Hautpigmentierung steckt. Oder sind alle Farb-Vorgaben eh längst überholt, und es gilt: Was gefällt, sieht auch gut aus?

Eine Kollegin fragte mich unlängst um Rat, denn Sie wolle gerne mal eine neue Haarfarbe ausprobieren – hatte aber Angst, statt in den richtigen Farbtopf eher ins Fettnäpfchen zu fallen. Denn leider sieht tatsächlich nicht jedes Haar an jeder Haut gut aus.

Die Erklärung liegt an der genetisch bestimmten Pigmentierung des Teints – sie regelt die Grundrichtung des Farbtyps. Je nachdem, welcher Anteil überwiegt, erscheint der Hautton eher wärmer oder kühler. Viel Karotin, also gelbes Pigment, sorgt für einen goldenen, elfenbeinfarbenen Teint. Mehr blaues Pigment, Melanin, sorgt für eine bläulich-rosig kühltonige Farbe. Der Schweizer Maler und Kunstpädagoge Johnannes Itten formulierte in den 1920’er Jahren seine Farbtypenlehre, in der er die Wirkung von Farben in unterschiedlicher Umgebung analysierte. Dabei entdeckte er, dass manche Farben besser oder eben schlechter mit anderen Nuancen harmonieren. Itten nannte das den „Simultankontrast“.

Um das zu verstehen, muss man nur einmal für ein paar Minuten auf eine monochrome, einfarbige Fläche blicken. Ist die Fläche zum Beispiel Rot, erscheint nach einiger Zeit vor Augen ein grünes Flimmern, das ist die Komplementärfarbe. Diese Beobachtung lässt sich nun übersetzen in die Welt der Schönheit: Denn wie gesagt hat jede Haut einen eigenen Farbton. Schimmert der Teint zum Beispiel leicht bläulich (viel Melanin), so könnte ein orangefarbenes Shirt oder ein orangestichiger Lippenstift auf dem Gesicht einen bläulichen Simultankontrast erzeugen. Dadurch wirkt die Haut müde und fahl, gerötete Unreinheiten treten optisch in den Vordergrund und sogar Falten fallen mehr auf. Gegen-Beispiel: Eine Frau mit warmem, goldenem Hautton trägt starkes Violett: Der Simultankontrast hüllt den Teint in einen gelblichen Schleier und das Gesicht wirkt ungesund, büßt an Ausstrahlung ein. Daher leitet sich ein gewisses Zusammenspiel zwischen Hautton und Kleidung, bzw. Make-up ab. Man kann seine Attraktivität also mit kleinen Farb-Tricks maßgeblich steuern. Allerdings unterscheidet Itten nicht nur nach den zwei Hauttonarten – kühl und warm – sondern auch noch nach deren Intensität. So entwickelte sich das Prinzip der Farbtypen, benannt nach den vier Jahreszeiten – von warm nach kalt: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Der Frühlingstyp

… Dies ist der in Mitteldeutschland und in allen nordischen und östlichen Ländern Europas und den USA am weitesten verbreitete Hautton. Blondes bis aschblondes Naturhaar, bis hin zu rotblond. Der Teint: Eher blass, gelbstichig, neigt zu Sommersprossen und reagiert UV-empfindlich, im Sommer maximal goldbraun getönt. Die Augenfarben können sehr verschieden sein, von Grün über Blau bis Goldbraun.

Das steht Ihnen: Helle, warme und vor allem frische Farben wie Orange, Lindgrün, Blattgrün, Lachs, Apricot, Koralle, Beige, Kamel. Besonders schön als Make-up auf den Augen: Warme Goldtöne. Auf den Lippen sind leuchtende, klare Rottöne ideal wie Tomatenrot. Aber bitte immer ohne bläulichen Anteil, wie zum Beispiel Bordeaux-Rot.

Davon sollten Sie Abstand nehmen: dunkle Farben, schwarz. Kalte Farbtöne lassen den Teint blass und müde erscheinen. Dunkles Tannengrün, Pink oder erdiges Braun sollten Sie ebenfalls vermeiden.

Prominente Frühlingstypen: Renée Zellweger, Nicole Kidman, Gwyneth Paltrow, Michelle Pfeifer, Jane Seymour

Der Sommertyp

… kommt ursprünglich vor allem in Norddeutschland häufig vor. Die Haare sind meistens aschblond oder bräunlich. UV-Licht rötet Ihren Teint schnell und sie neigen zu Sonnenbrand. Die Augen sind meist graublau, aquagrün oder petrolfarben. Ihre Haut wirkt leicht durchscheinend, rosa oder gelblich-beige.

Das steht Ihnen: blau-basierende, gedeckte und kühle Farben. Pudriges Rosé, Hellblau oder Mint sind wunderbare Lidschatten-Nuancen für Sie. Auf den Lippen darf es ruhig mal ein kräftiges Bordeaux sein, Himbeere oder Fuchsienrot. Tabu sind Rottöne mit Orange darin, sie rauben Ihrem Teint Ausstrahlung und Jugendlichkeit. Generell steht Ihnen alles pastellige besser zu Gesicht als knallige Leuchtfarben. Auf den Wangen ein frisches Rosa kann Wunder wirken, wenn Sie sich morgens im Spiegel als zu müde oder fahl empfinden.

Davon sollten Sie Abstand nehmen: Wie gesagt orangestichiges Rot, darüber hinaus sind Schwarz, reines Weiß (lässt älter wirken), gelb und gelbstichige Brauntöne ungeschickt für Sie.

Prominente Sommertypen: Sharon Stone, Cameron Diaz, Melanie Griffith, Dolly Parton, Heather Locklear

Der Herbsttyp

… ist so etwas wie der „Klassiker“ in Süddeutschland, Irland, sowie den südlichen Benelux-Ländern. Das Haar wird von einem Rotstich dominiert, zeigt sich aber oft auch in klassischem Dunkelbraun. Der Teint ist sehr blass und neigt zu Sommersprossen. In der Sonne bräunen Sie kaum. Die Augen sind Goldbraun, Bernstein, Braungrün oder Rehbraun.

Das steht Ihnen: Erdfarben und Farben, die sich hierzulande im echten „Herbst“ zeigen. Ideal sind alle Braun-Nuancen, von Schoko bis Rost. Dunkles Grün, Olive, gedecktes Orange und Beige. Auf den Lippen steht Ihnen dunkles Bordeaux hervorragend, Orange oder ein warmer Ziegel-Ton. Als Lidschatten empfehlen sich Champagner, warmes Gelb und Lachsrosa.

Davon sollten Sie Abstand nehmen: Kalte Töne sowie grelles, blaustichiges Pink. Nuancen wie Jade oder Seegrün sind zu kühl für Ihren Teint, ebenso Marine und Jeansblau.

Prominente Herbsttypen: Julia Roberts, Cindy Crawford, Jennifer Lopez, Sophia Loren

Der Wintertyp

… ist ebenfalls vor allem in Süddeutschland, Südeuropa, den USA und Asien beheimatet. Er hat fast immer schwarzes oder sehr dunkles braunes Haar, ein leuchtendes Augenweiß und bräunt sehr schnell. (Ausnahme: Der „Schneewittchen“-Typ. Er bräunt fast gar nicht und bleibt meistens blass.) Die Haut ist im Winter bläulich, im Sommer olivfarben und langanhaltend braun. Die Augenfarbe ist dunkelbraun, grün oder Schwarzbraun.

Das steht Ihnen: Kräftigende, leuchtende Farben wie Rot, Blaugrün, Royalblau, Indigo, Violett und Pink.

Wunderbar als Lidschattenfarbe eignet sich Türkis oder – wer es prägnanter mag – Violett, sowie Silber. Auf die Lippen gehört rubinrot, rosa oder Pink. Der Wintertyp ist außerdem so ziemlich der einzige, der mit Schwarz hervorragend zurecht kommt. Das gilt sowohl als Haarfarbe, Oberbekleidung aber auch (abends für die Party) auf den Lippen und als deutlich sichtbarer tiefschwarzer (und je nach Augenform ruhig etwas breiterer) Lidstrich.

Davon sollten Sie Abstand nehmen: Mischtöne wie Graublau, jedes Braun und alle pudrigen Pastell-Nunacen stehen Ihrem Typ nicht so gut. Ebenso können Sie auf Gelb und goldene Nuancen gut verzichten. Am schlechtesten steht Ihnen aber Orange – diese Farbe lässt Sie müde und abgespannt wirken.

Prominente Wintertypen: Catherine Zeta-Jones, Monica Belluci, Demi Moore

Aber zurück zu meiner Kollegin und ihrer Frage nach dem Haarefärbe-Wunsch. Denn eigentlich hat das Farbschema der Vier Jahreszeiten-Typen in unserer Zeit ein wenig an Relevanz verloren. Noch in den achtziger Jahren als einzig wahre Lösung von Mode- und Typberatern ausgegeben (und in unzähligen Büchern breitgetreten), hat sich der Blick heutzutage etwas gelockert. Erlaubt ist alles, was gefällt. Und da kann es nun mal passieren, dass ein Sommertyp sich am Liebsten ganz in schwarz kleidet und seine Haare umfärbt, weil sie den Effekt des Blassen, Strengen nun mal lieber mag, als in pudrigem Pastellblau charmant zu wirken. Gut aussehen kann die Frau dennoch. Allerdings kann es eben vorkommen, dass Sie sich morgens im Spiegel nicht so gefallen, und Sie sich bewusst eben doch für eine Farbe entscheiden, die Ihrem Typ gerecht wird – und voilà, auf einmal finden Sie die andere da im Spiegel wieder toller und hübscher. Außerdem hat man gelernt, dass der Simultankontrats umso stärker auftritt, desto näher die Störfarbe am Gesicht ist. Tiefschwarz gefärbtes Haar oder eine schwarze Bluse kann an einem Frühlingstyp absolut „daneben“ aussehen, ein schwarzer rock dagegen schon wieder super. Denn er wirkt sich optisch weniger stark auf den Teint aus, da er ja (logisch) weiter vom Gesicht entfernt ist. Wer also wie meine Kollegin seinen Typ z.B. mittels einer neuen Haarfarbe verändern möchte, sollte sich zuerst überlegen, welchen Effekt er (jaja, oder: sie) damit erzielen möchte – mehr Strenge oder mehr Charme – und sich dann für oder eben gezielt gegen eine für ihn (sie) harmonische Farbe entscheiden. Der schlichtweg beste Tipp wird aber immer sein, bevor man sich die Haare färbt: Besorgen Sie sich eine Bluse oder ein T-Shirt in dem gewünschten Farbton, den die Haare demnächst bekommen sollen, und tragen sie so die Nuance – direkt neben dem Gesicht – erstmal Probe. So werden sie ganz schnell feststellen, wie wohl Sie sich fühlen. Und dann erst ab zum Friseur…

Ihr Constantin Herrmann.

Bildquelle: Renee Zellweger von David Shankbone, Cameron Diaz von Angela George, Jennifer Lopez von Steve Bott und Monica Bellucci von Manfred Werner – alle via Wikimedia Commons. Some rights reserved. Vielen lieben Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Manuel Canovas – Les Fantaisies Parfumées – Route Mandarine
Farben und ihre Wirkung
Ab sofort online: Top-Friseur und Farbspezialist Andreas Kohlhoff – exklusiv auf www.colour-expressions.pantene.de


Beim ersten Mal tat’s noch weh…

Geschrieben in Chypre, Duft, Fruchtiges am 29.06.2010

schnulzte Stefan Waggershausen im Jahre 1990 zusammen mit der französisch-belgischen Karibikperle Viktor Lazlo ins Mikrofon. Erinnert Ihr Euch? Eines der ganz großen Meisterwerke der deutschen Musik. ;-)

Nun, in meinem Fall hier kann ich das Schmerzbekunden nicht bestätigen, obwohl es sich um mein erstes Mal handelt. Beim Schreiben diese Artikels hatte ich weder körperliche noch seelische Schmerzen, auch keine Phantomschmerzen, ja noch nicht einmal der Weltschmerz hat mich heimgesucht. Und so hoffe ich, dass auch Ihr beim lesenden Verkosten dieses Artikels gänzlich indolent bleibt, es Euch noch nicht einmal ein klitzekleines bisschen in der Seele weh tut.

So sei es nun! Hier kommt meine erste Duftrezension:

Thema meines Erstlingswerkes soll die in letzter Zeit hier im Blog bereits öfters erwähnte Roudnitska’sche Ode an die Frau Gemahlin sein – Le Parfum de Thérèse. Die Geschichte dahinter dürfte hinlänglich bekannt sein und soll deshalb hier nur am Rande Erwähnung finden. Edmond Roudnitska, seines Zeichens Parfumeur von Weltklasseformat, kreierte Mitte der 1950er Jahre einen Duft für seine Frau Thérèse. Dieser sollte über 40 Jahre lang nur ihr vorbehalten sein, nur von ihr getragen werden. Erst nach Edmond Roudnitskas Tod erlaubten die Witwe und ihr Sohn (der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Michel ist ebenfalls ein berühmter Parfumeur) dem renommierten Frédéric Malle, den Exklusivduft unter dem Namen ‚Le Parfum de Thérèse’ auf den Markt zu bringen.

Mit dieser romantischen Geschichte im Hinterkopf gehe ich nun gespannt in die Dufttestung. Laut Frédéric Malle erwartet mich ein Parfum, welches „hell, komplex und unglaublich modern“ sein soll; ein fruchtiger Chypre mit satten, überreifen Früchten, namentlich Pflaume und Melone, einem Bouquet aus sinnlicher Rose und Jasmin, gelagert auf einer holzig-ledrigen Basis. Soweit, so gut!

Frisch aufgesprüht offenbaren sich Gewürznoten; ganz deutlich Pfeffer, Muskatnuss vermeine ich wahrzunehmen, im Hintergrund schwirren subtil ein paar Hesperiden umher. Aquatisch-fruchtige Tendenzen zeigen sich, die wohl von der Melone herrühren. Keine derb-süße Honigmelonenfruchtigkeit, sondern viel eher eine ebenso dezente wie authentische Wassermelone. Herrn Malles Prophezeiung von üppig-überreifen Früchten sehe ich hier nicht, dafür sind die Noten von Melone und Pflaume viel zu zart: eine wässrig-leichte Fruchtsüße mit säuerlichen Anklängen, die sich mit der immer noch deutlich wahrnehmbaren Pfefferschärfe auf ein pikantes Stelldichein einlässt. Zu diesen tritt ein weiterer Geselle hinzu: Jasmin, welcher sich für seine Verhältnisse in vornehmer Zurückhaltung übt. Mit diesem gewinnt der Duft an Raum, bleibt aber insgesamt eher hautnah. Eine eher dunkel-fruchtige Rose betritt die Bühne, die beinahe seifige Noten mit ins Spiel bringt. Es entwickelt sich eine fruchtig-säuerliche Süße, insgesamt bleibt der Duft aber eher im herberen Milieu. Im Hintergrund sorgt Pfeffer für eine stetige würzig-trockene Schärfe, die sich in der Basis mit Holznoten und leicht rauchig-krautigem Vetiver vereint. Leder kann ich nicht explizit herausschnuppern, zu sehr verschmelzen die einzelnen Duftnoten miteinander. Leider entwickelt sich der Duft auf meiner Haut ganz und gar nicht vorteilhaft, kippt extrem ins Säuerlich-Schweißige… Tja, ich bin eben nicht Thérèse. Böse Hautchemie!

So, nun sitze ich hier, meine Murmel ist ganz benebelt vom Parfum und der verwirrenden Erkenntnis, dass meine persönlichen Erwartungen und der tatsächliche Duft doch reichlich divergieren. Dem romantisch-verklärten Bild, welches ich mir in meinem kleinen Steffi-Köpfchen zusammengeschustert habe, entspricht Le Parfum de Thérèse nicht. In keinster Weise haben wir es hier mit einem pastellig-verspielten Jungmädchenduft zu tun (gewiss, gewiss ich hätte es mir auch schon beim näheren Betrachten der Duftnoten denken können….), kein Werk eines frisch Verliebten, kein rosarote Brille-Duft für eine jugendliche Angebetete, dafür ist er viel zu erwachsen, viel zu reif, viel zu individuell – letzteres liegt duftbiographisch ja auch in seiner Natur. Es ist ein Duft, der gefallen muss, der nicht grundsätzlich gefällig ist. Man kann erschnuppern, dass er das Produkt einer langjährigen Liebe ist. Edmond Roudnitska kannte das Wesen seiner Frau, ihre Vorlieben und Wünsche in- und auswendig als er ihr den Duft auf den Leib schneiderte. Der Prototyp entstand bereits in den 50er Jahren, aber erst 1961 war das Parfum perfekt auf Thérèse abgestimmt. Seither ist an der Rezeptur nichts mehr verändert worden.

Mir persönlich fällt es schwer, mir Thérèses Parfum in den nierentisch-belasteten 50ern oder auch den 60ern vorzustellen, weil mir dafür viel zu modern wirkt. Ja, irgendwie zeitlos-avantgardistisch. Es ist ein sich langsam entwickelnder, lang anhaftender, äußerst komplexer Duft, der ausgewogen-rund wirkt. Die Duftnoten verschmelzen ineinander, sind aber trotzdem noch in ihren individuellen Tendenzen wahrnehmbar. Ausschlaggebend für die Duftharmonie ist meines Empfindens nach der rote Faden, der sich durch den gesamten Duftverlauf mal mehr, mal weniger dominant hindurch zieht: die trockene Pfefferschärfe, die ihre duftenden Begleiter im Laufe der Zeit wechselt, sich weiterentwickelt, aber als Konstante immer erhalten bleibt. Genauso wie Thérèse ihrem Edmond über viele Jahrzehnte hinweg treue Weggefährtin und geliebte Muse war, die seine Kreativität durch ihr bloßes Dasein nährte, ihn unterstütze, ermutigte und ermunterte. Vielleicht können wir in dieser Konstante eine kleine Verbindung zwischen Duft und Liebespaar sehen…. ach, da ist sie wieder meine Romantik! :-)

Einen schönen Tag wünscht Euch,

Eure Stephanie.

Bildquelle: The New Perfume und Sweet Nothings von John William Godward – some rights reserved. Vielen Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Schön fürs Rendezvous – Wie deutsche Frauen die Männer einfangen
Schön für das erste Rendezvous – Kosmetik und Parfum von AUS LIEBE ZUM DUFT hilft Ihnen dabei
“1270″ – Ein nobler Duft von Beatrice Frapin-Cointreau


Yoga findet Dich!

Geschrieben in Bücherkiste, Wissenswertes am 28.06.2010

Promis lieben Yoga, von Ralf Bauer bis Jennifer Aniston, von Ursula Karven bis Madonna. Wer kein Yogi ist, fühlt sich irgendwie ausgeschlossen, fast „out“. Zuerst dachten wir, der Trend gehe schon wieder vorbei. Weit gefehlt, immer mehr Yoga-Schulen, -Lehrer und –Bücher schießen aus dem Boden. Vielleicht wird es doch Zeit zu lernen, was Hatha Yoga, Jivamukti und Bikram bedeutet. Und vielleicht ist es an der Zeit zu erfahren, was Yoga für jeden einzelnen von uns tun kann…

Fangen wir von vorne an. Was ist Yoga eigentlich genau? Ein Wundermittel? Sehen all die Stars und Promis so gut aus, weil sie zu Musik fernöstlicher Klangschalen irgendwelche spirituellen Mantras murmeln? Nicht wirklich. Denn Yoga ist durchaus harte Arbeit.

Die positiven Effekte kommen nur durch regelmäßiges Training. Und das über einen längeren Zeitraum, mindestens so etwas zwischen sechs Wochen und vier Monaten. Und zwar bei täglichem Training! Aber die, so sagen Yogis, lassen sich locker durchhalten, denn manche Veränderungen sind doch sofort spürbar. Gestresste fühlen sich auf einmal gelassener, Untrainierten wird ein saftiger Muskelkater am nächsten Tag zeigen, dass auch die „ach-so-sanften“ Übungen eine Menge abfordern.

Ausflüchte wie “Dafür bin ich einfach nicht beweglich genug”, “mein kaputter Rücken erlaubt mir keinen Sport” oder der Klassiker: „ich bin doch kein Hippie“ gelten nicht. Denn erstens kann jeder Mensch Yoga üben, nämlich einfach die Übungen, die er machen kann, so gut er es nun mal kann. Und zweitens kann man das Esoterische auch ausblenden. Was bleibt ist ein Workout für Geist und Körper, der den Stress des Tages minimieren kann, Verspannungen löst, der Psyche mehr Energie spendet und für ein besseres Körperbewusstsein sorgt. Man sitzt aufrechter, hält den Rücken gerader, verfügt über eine dauernde Körperspannung und fühlt sich auf einmal wohler in seinem Körper. Klingt doch super, oder! Das ist auch der Grund, warum die meisten Menschen erst zum Yoga kommen, wenn Sie schon unter Rückenproblemen, Kopfschmerzen oder geistiger Unruhe leiden. Wie sagen Yogis so schön: Wenn die Zeit richtig ist, erwischt sie einen ohnehin, die “Sucht” nach mehr Wohlgefühl.

Was ist Yoga eigentlich?

Diese Frage ist eigentlich andersrum leichter zu beantworten: Was ist Yoga nicht?

Yoga ist keine Religion und auch kein Dogma. Yoga ist vielmehr eine Philosophie aus Indien. Das Wort „Yoga“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Vereinigung“. Vereinigung von Körper und Geist mit „dem großen Ganzen“. Gut, dass klingt jetzt schon wieder unglaublich nach Esoterik-Kram, auf den nun mal nicht jeder steht. Aber in Normal-Deutsch übersetzt bedeutet das nichts anderes als: Yoga vermittelt ein neues Körpergefühl. Geist und Körper werden in Einklang gebracht. Man lernt, Stress wegzuatmen, innere Knoten und Anspannungen mit Workout zu beheben und im Alltag gelassener an die Dinge heranzugehen. Also gar nicht sooo schlimm esoterisch.

Yoga ist aber auch keine Sportart. Auch wenn sie immer wieder so dargestellt wird.

Yoga ist ein Übungsweg. Ziel dieses Weges ist es, zu sich selbst zu finden. Plötzlich versteht man, wieso bestimmte körperliche Probleme auftreten, wie sie entstehen und wie man dagegen steuern kann. Yoga ist weniger Workout für den Körper, sondern vielmehr Entspannung für den Geist. Der Geist lernt mit Hilfe der Methoden des Yoga sich zu sammeln und friedvoll zu werden – vielleicht nicht ständig, aber immer öfter, und vor allem auf Abruf! Das dürfte nicht nur dem Autor dieser Zeilen zugute kommen, der ein rechter Hitzkopf ist. Wenn ich mir angucke, wie viele Menschen morgens beim Autofahren nicht ohne hysterisches Hupen zur Arbeit kommen, würde ich sagen: viel mehr Menschen sollten Yoga machen!

Aber was bedeutet eigentlich: Yoga machen?

Durch die Körper-Übungspraxis des Hatha-Yoga (das ist der erste Übungsweg im Yoga, der Geist und Körper gemeinsam bearbeitet) kann man schlichtweg fitter werden, Muskeln aufbauen und spezielle Symptome, etwa Rückenschmerzen, bekämpfen. Alles das kann laut Yoga-Experten aber nur gelingen, wenn man auch seine „geistigen und spirituellen Muskeln“ trainiere. Soll heißen: mangelnde Fitness, Schwäche und Rückenschmerzen haben in der Regel auch ihre Ursachen darin, dass die Psyche nicht fit und durch vielfältige Zerstreuungen geschwächt ist.

Seien wir ehrlich: Kaum jemand hat Zeit (oder Lust – und vor allem die Kraft, den doofen inneren Schweinehund zu massakrieren), um wirklich regelmäßig ins Fitness-Center zu gehen oder einen Yoga-Kurs zu besuchen. Also bleibt die Bewegung letztendlich bei den meisten auf der Strecke. Umso schlimmer, wenn wir Stress haben. Natürlich: Wer abends erschöpft nach einem langen Tag nach Hause kommt, würde sich lieber auf das Sofa werfen, statt den Körper zu trainieren. Und morgens? Lieber eine halbe Stunde länger schlafen, als Frühsport zu probieren.

Aber hier ist Yoga doch der perfekte Weg zu mehr Stärke. Denn man kann „yogieren“, wann immer man nur will. Ganz Ungeübte sollten am besten nur 10 bis 15 Minuten üben und die Trainingsdauer dann allmählich steigern. Das kann morgens nach dem Aufstehen sein, um Kreislauf, gute Laune und Beweglichkeit zu fördern, oder abends, um den Stress des Tages abzuschütteln und Verspannungen zu lösen.

Es gibt mittlerweile unzählige Yoga-Bücher und –DVDs, die eine Grundanleitung für Asanas (= Yoga-Übungen) bereit halten. Aus denen kann man sich die Übungen heraus picken, auf die man Lust hat, und die eventuellen geistigen oder körperlichen Symptome behandeln. Besonders möchte ich das „Yoga Gesundheitsbuch“ von Anna Trökes empfehlen, das mir beim Einstieg enorm geholfen hat. Hier werden die Grundbegriffe des Yogas erklärt und Asanas gezeigt, die gezielt Beschwerden wie Gelenkschmerzen, Angstzustände, Schlafstörungen, Asthma oder Rückenprobleme behandeln. (Gräfe und Unzer-Verlag 22,90 Euro). Ein toll bebildertes, umfangreiches Kompendium, mit dem man schon ganz schnell loslegen kann.

Mein zweiter Buchtipp wäre Ursula Karvens „Yoga für Dich und überall“, das 60 süß illustrierte und unterhaltsam beschriebene Übungen für den Alltag bereit hält. Denn Yoga kann man zwischendurch auch ganz bequem in den Alltag integrieren. Eine kleine Übung morgens im Bett, um besser in den Tag zu starten. Eine am Schreibtisch, um akuten Stress zu minimieren, eine beim Kochen oder sogar beim Faulenzen im Kinosessel, um ganz nebenbei die Muskulatur zu straffen.

Im Laufe der Zeit haben sich viele Traditionslinien des Yoga herausgebildet, vor 3500 Jahren am Beginn war der Yoga noch sehr stark von einer magischen Sicht auf die Welt geprägt. Daher dürfte auch dieser esoterische Kram rühren, den Yoga immer ein wenig umweht (und mich persönlich Jahre lang davon abgehalten hat, mich mit Yoga auseinanderzusetzen). Die Yogis – früher „Rishi“ (Seher) genannt – waren Menschen, die intensiven Kontakt mit ihren vedischen Göttern pflegten. Sie glaubten, mittels bestimmter Atem- und Meditations-Übungen in Kontakt zu ihren Gottheiten zu treten. Erst ab dem 6. Jahrhundert vor Christus wurden aus diesen als Außenseiter der Gesellschaft betrachteten Rishis richtiggehende Weisheitslehrer, die ihr Können an willige Schüler weitergaben. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten reinen Yogatexte, denn bis dahin wurde das Wissen um Yoga nur mündlich weitergegeben – ein bisschen wie eine Art Geheimlehre.

Yoga wird seitdem in der Gemeinschaft trainiert. 500 v. Christus zog so ein Yogi namens Siddharta Gautama Shakyamuni durch Nordindien, besuchte diverse Yoga-Gruppen und –Lehrer und fand irgendwie alles nicht so richtig toll. Die Lehren, die damals vermittelt wurden, engten ihn zu sehr ein. Er suchte das reine Bewusstsein. Und als er es fand – unter einem Pappelfeigen-Baum, wurde er zu „Buddha“, dem „Erwachten“. Seitdem ist Yoga frei von allen Gottheiten, frei von Religion. Der Yogaweg wie wir ihn heute kennen, nahm seinen Lauf.

Welche Yoga-Arten gibt es, und welche ist die Richtige für mich?

Den zweiten Teil der Frage muss sich wohl jeder Yoga-Neuling selber stellen. Eine Anweisung kann es nicht geben, man findet seinen Stil nur durch Herumprobieren. Am einfachsten ist es wohl, mit dem klassischen Hatha-Yoga zu beginnen und dann nach Lust und Laune hin und wieder etwas Neues zu probieren. Wichtig ist allerdings, dass man nach einiger Zeit einen Yoga-Lehrer sucht und Stunden nimmt (alleine oder in der Gruppe). Erstens, damit sich bei den Übungen nicht Fehler einschleichen und festsetzen, zweitens weil es nur mit einem „Guru“ (ebenfalls ein Wort aus dem Sanskrit, das übersetzt so viel bedeutet wie „der, der Licht ins Dunkel bringt“) möglich ist, Geist und Körper im Sinne des Yoga als Philospohie in Einklang zu bringen.

Hier die wichtigsten Yoga-Wege als Übersicht:

Anusara-Yoga

… vereint mehrer klassische Ansätze. Ziel ist eine freudvolle Praxis, um im Einklang mit dem Körper innere Schönheit zu erleben. Klingt hochgestochen, macht aber richtig Spaß. Man denkt viel über innere Schönheit nach und wie man sie nach außen vermitteln kann.

Ashtanga-Vinyasa

… ist sehr kraftvoll und dynamisch. Basierend auf dem Hatha-Yoga werden sehr anspruchsvolle Asana-Reihen im indischen Stil geübt, die durch Sprünge miteinander verbunden sind. Sehr wichtig dabei: Die typische Yoga-Atmung.

Bikram-Yoga

… ist definitv nichts für Anfänger, denn man kommt mächtig ins schwitzen. Trainiert wird bei 38° Celsius und bis zu 40 % Luftfeuchtigkeit. 24 Hatha-Yoga-Übungen und zwei Atemübungen werden „durchgehechelt“, um Kraft, Balance und Biegsamkeit des Körpers zu steigern. Gleichzeitig soll das Schwitzen den Körper entgiften.

Hatha-Yoga

… ist so etwas wie die Urform aller Yogi-Übungen, ein Oberbegriff für Körper- und Atemübungen, um Seele und Körper in Harmonie zu bringen. Hatha bedeutet so viel wie Kraft, Ausdauer, Energie.

Hormon-Yoga

… ist eine Kombination aus Hatha-Yoga, tibetischen Energieübungen und dem Kundalini-Yoga. Eierstöcke, Schilddrüse und Nebennieren werden gezielt stimuliert, um die Hormonproduktion anzukurbeln. Viele Frauen in den Wechseljahren schwören darauf! Eine Studie der Universität Sao Paolo stellte bei Frauen fest, dass der Östrogen-Spiegel nach vier Monaten Hormon-Yoga um 254 Prozent gestiegen war. Beeindruckend! Aber bitte fragen Sie jetzt nicht, was bei Männern passiert, die dieses Training absolvieren. Ich weiß es nicht…

Jivamukti-Yoga

… stammt aus dem New York der 1980er-Jahre. Jivamukti bedeutet übersetzt so viel wie „Befreiung der Seele“. Fließende, tänzerische Bewegungen statt einzelner Asanas wechseln mit Gesang und Atem-Training, um mentale Stärke und Ausgeglichenheit zu erreichen.

Lassen Sie mich zwei Sätze als Fazit zu meiner neuen Yoga-Begeisterung sagen: Erstens, Yoga hat für jeden etwas zu bieten. Wen das Esoterische nicht stört, oder wer es sogar etwas spirituell mag, für den ist Yoga sowieso super! Wer, na sagen wir, etwas bodenständiger veranlagt ist, der kann das Klim-bim ausblenden und Yoga als sportliche Ertüchtigung sehen. So oder so spürt man schon nach ein paar Trainingsrunden eine effektive Wirkung auf Körper und Geist. Ich persönlich fühle mich herrlich beruhigt. Bei der anschließenden Tiefen-Entspannung, die ich immer noch gleich mitmache, schlafe ich zwar im Handumdrehen ein, und meine Yoga-Lehrerin sagt, das Schnarchen sei eine Zumutung für die Gruppe, aber gleichzeitig verspricht sie, das werde mit der Zeit besser. Denn das ist das Tolle an Yoga: es wird mit der Zeit wirklich immer besser! Man kann immer tiefer und schneller entspannen, spürt, wie der Körper Übungen schafft, bei denen er vorher gestreikt hat. Man spürt, wie Rückenschmerzen und Verspannungen sich in Wohlgefallen auflösen. Und wenn ich jetzt Madonna im Fernsehen wieder mal weise nicken sehe, kann ich zurück lächeln. Ich bin jetzt nämlich ein „Insider“. Und das können Sie auch werden. Oder wie sagt der Yogi so schön: Du findest nicht zu Yoga, Yoga findet dich!

Ihr Constantin Herrmann.

Bildquelle: Bonsai von Gabriella Fabbri und Yoga von Aaron Neifer – beide via StockXng. Some rights reserved. Vielen lieben Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Keine passenden Artikel gefunden

Freitagsverlosung.

Geschrieben in Allgemein am 25.06.2010

Hallo Ihr Lieben,

wie jede Woche so auch diese unsere altbewährte Freitagsverlosung: Fünf Duftpakete wollen unters Volk – wer eines haben mag, schreibt bitte bis Sonntag, 24 Uhr, eine E-Mail mit seinem Namen und seiner Adresse an info@ausliebezumduft.de und nennt einen Duft, der diese Woche erwähnt wurde – viel Glück!

Die Gewinner der letzten Woche waren: Angelika H., Catrin B., Angelika V., Thomas K. und Petra R. – herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Schnuppern!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Eure Ulrike.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Freitagsverlosung.
Freitagsverlosung.
Freitagsverlosung.


« Neue BeiträgeÄltere Beiträge »
blogarama.com

BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Directory & Search engine Beauty Blogs - BlogCatalog Blog Directory
Proudly powered by Wordpress - Impressum