7 Kommentare

  1. Liebe Leute – Eure Wortgewandtheit in Ehren, aber ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass, je größer der verbale Aufwand bei der Beschreibung eines Parfums, desto enttäuschender das Dufterlebnis selbst. Bitte niemals vergessen, hier
    sollen potenzielle Kunden geworben werden – und wenn die dann auf die poetische Marktschreierei hereinfallen und penetrant-billig ( trotz hohem Preis!) stinken, ist das schließlich deren Sache. . . . Bestimmt will ich niemandem die Freude am Duft verderben ( ich selbst benutze leidenschaftlich Mille von Patou und Bandit von Piguet),aber ich rate doch zum Kritisch-bzw. Treubleiben in bezug auf die Duftliebe des EIGENEN Lebens. Alles Liebe: Martina!

  2. Ulrike Knöll
    6.Okt 2014
    Antworten

    Hallo liebe Martina,

    herzlich Willkommen und danke für Deine konstruktiven Anmerkungen. Allerdings musst Du mir ein wenig auf die Sprünge helfen: Ein Blog ist immer ein „verbaler Aufwand“ und wir betreiben unseres hier aufgrund unserer „Liebe zum Duft“, wie der Name schon sagt. Was genau ist denn für Dich „poetische Marktschreierei“? Jeder der Autoren hier, mich eingeschlossen, beschreibt Düfte in den Artikeln aus eigener, persönlicher Perspektive – in den ihm eigenen Worten. Individualität – darauf kommt es uns an. Und somit auch auf eine eigene Sicht auf die Dinge oder vielmehr Düfte. Unsere regelmäßigen Leser kennen, wie ich denke, den Geschmack der einzelnen Autoren, der ja auch Erwähnung findet – und können sich anhand unserer Beschreibungen ihr eigenes, ja, auch: kritisches Bild machen. Unsere Inhalte hier sind sogenannter „Unique Content“, wir verzichten bewusst auf Pressetexte oder ähnliches – das kann man woanders lesen. Was würdest Du Dir denn wünschen?

    Viele Grüße,

    Ulrike.

  3. Liebe Ulrike – es stimmt, dass man Düfte nur sehr schwer beschreiben kann und sie eben jeder anders wahrnimmt. Es ist auch ganz o.k., zu lesen, wie ein Parfum bei anderen Menschen rüberkommt. Deine Beschreibung für “ Bandit “ z. B. war wirklich haarscharf zutreffend, genauso hätte ich es AUCH formuliert. Also will ich nicht sagen, ein Autor sei mit seiner Duftbeschreibung prinzipiell im Unrecht, nur habe ich, wie erwähnt, schon manche herbe Enttäuschung mit Düften erlebt( allerdings, wie ich zugeben muß, bei Reklametexten, denen man sowieso nicht glauben sollte.
    Fazit: Eure sinnlichen Eindrücke lesen sich prima – nur würde ich persönlich nicht daraufhin losrennen und mir den betreffenden Duft kaufen. Was A. gefällt, muss B. noch lange nicht begeistern – aber das weißt Du auch selbst. Nichts gegen Subjektivität, schön, dass Menschen noch den Mut dazu haben! Aber ich hab meine – Du Deine, und XY hat seine. Lese ich mal, wenn total tote Hose ist,ansonsten dann gleich gute, alte Lyrik . Gruß, Martina

  4. Ulrike Knöll
    7.Okt 2014
    Antworten

    Hallo liebe Martina,

    gute alte Lyrik findest Du auch bei uns zuhauf, wenn Du Dich ein bisschen in unserem Archiv tummelst. Ich für meinen Teil bin ein großer Lyrikfan und flechte, wie Dir sicher schon aufgefallen ist, in viele Texte hier meinen Hintergrund mit ein, meine Liebe zur Philosophie, meine Leidenschaft für Poesie, meine Hingabe zur Literatur und zum Film. All das lässt sich ganz vorzüglich mit Duftrezensionen verbinden, sind Düfte doch ebenfalls eine Kunstform – und zwar eine, die zu vermitteln über ein Onlinemedium eben der Sprache bedarf. Ich denke, dass ein Großteil unserer Leser genau diese Verknüpfung zu schätzen weiß, die Du in anderen Duftblogs nicht in dieser Form finden wirst. Denn es geht hier eben immer noch hauptsächlich um die Liebe zu den Düften 🙂

    Viele Grüße,

    Ulrike.

  5. Liebe Ulrike, Du hast völlig recht! Nicht umsonst tauchen Parfums – u.a. ja auch „Bandit“ immer wieder in der Weltliteratur auf, und selbstverständlich ist Poesie wie z.B. “ . . . Und über alle Mauern tropften leise/ von bleichen Perlen groß und klar,
    und war ein Duften rings, durch das die Weise/ der Nachtigall wie Gold geflochten war.“ ( Börries von Münchhausen, “ Weißer Flieder“ ) einfach zeitlos herrlich!!!
    Ich nehme mich zurück:: Wenn nämlich die Liebe zu irgendetwas – wie zu den Düften- unsere leider oft schon so verarmte Sprache sich poetisch entfalten läßt,
    ist es sehr schön, weil es zeigt, dass die Menschen heutzutage nicht jegliche Tiefe und alle Feinheit der Sinne verloren haben! Ja, ich fürchte fast, ich selbst bin ein wenig “ Bandit“, denn statt wie die Axt im Walde über Euch arme Duftlyriker herzufallen, bin ich wohl etwas grob geworden. . . Also : was kümmert mich mein Geschwätz von gestern – Ihr seid schon richtig, und wo kommen wir denn hin, wenn wir kein Organ mehr für die Schönheit bzw. ihr Empfinden haben!!
    Aber bei meinem Kommentar bezüglich Harmen, von wegen “ Waschbäraugen“ ,muß ich DOCH bleiben, da hilft nun alles nix. Da wollte er’s den Mädels mal so richtig geben, wie? Dafür kriegt er halt Feuer!
    Keine Rose ohne Dornen – Martina!

  6. Liebe Ulrike! Du fragtest doch, was ich mir von Eurem Blog wünsche, und wenn ich so darüber nachdenke, gibt es vielleicht einige Anregungen . So wäre es interessant, zu lesen, was Menschen mit ihrem ganz speziellen Duft verbinden, ob er z.B. Auftrittshilfe sein soll oder Ausdruck einer geheimen Seite, Sehnsuchtsfantasie bedeutet etc. Es geht ja in aller Regel nicht nur um’s „Gut Riechen“, sondern man stellt schon gewisse Ansprüche an ein Parfum.
    Auch kleine persönliche Geschichten könnten erzählt werden. Schließlich ist die eigene Duftauswahl immer gefühlsbesetzt, und ich denke, es macht Spass,zu überlegen, was genau einem das Lieblingsparfum vermittelt, warum man es überhaupt so mag! Auch Anekdoten hinsichtlich prominenter Perönlichkeiten – sollte man sie irgendwo aufgeschnappt haben – wären sicher unterhaltsam. Damit der MENSCH nicht zu kurz kommt, bzw. die Verbindung Mensch/ Parfum ! Das finde ich spannend – Du nicht? Soweit meine kleine Vorschlagsliste.
    Duft ist angewandte Lebenskunst,und in diesem Sinne
    mit künstlerischen Grüßen: Martina

  7. Margot
    8.Okt 2014
    Antworten

    Liebe Blogger-Verantwortlichen!
    Könnt ihr bitte die inverse Anzeige der Blog-Antworten wieder in weiß (Hintergrund)und schwarz (Schrift) ändern? So wie jetzt ist es für mich ein fast unmöglicher Akt, die Kommentare zu lesen und definitiv zu anstrengend. Obwohl, vielleicht ist das ja auch gewollt, dass man es nicht mehr wirklich entziffern kann 😀

    LG, Margot

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