Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Unter der Sonne Kaliforniens

Geschrieben in Wissenswertes am 25.06.2010

In meinem letzten Artikel haben wir die Duftvorlieben der großen Diven des alten Hollywoods kennengelernt. Heute werden wir einen Blick auf die Herren der Schöpfung werfen. Außerdem werden wir auch noch erfahren, was die prominenten Männlein und Weiblein heutzutage so an ihre Haut lassen. Was denkt Ihre denn? Was ist heute so Trend bei Hollywoods?? Schade, dass der rote Buzzer hier fehlt und wir nicht einfach mal schnell ein bisschen interaktiv werden können. Manchmal wäre das schon toll. Naja, warten wir einfach noch ein paar Jahre, dann geht das doch bestimmt auch. Er ist ja schließlich unaufhaltsam, der Fortschritt! :-)

Ganz altmodisch werden wir jetzt erst einmal. Ganz soweit zurück wie in meinem letzten Artikel gehen wir allerdings nicht, wir bleiben im 20. Jahrhundert. Erster Kandidat unserer Old Hollywood-Beaus ist kein geringerer als Clark Gable. Berühmt wurde er für die Rolle des Rhett Butler in ‚Vom Winde verweht’ aus dem Jahre 1939. Einen Oscar besaß er zu dieser Zeit schon: 1934 gewann er die begehrte Trophäe für die Hauptrolle in der Screwball-Komödie ‚Es geschah in einer Nacht’. Für die Rolle des Rhett blieb es für ihn bei der Nominierung. Vom American Film Institute wurde er auf Rang 7 der 25 größten männlichen Filmlegenden aller Zeiten gewählt. Sein Lieblingsduft war der Chypre von Coty.

Den ersten Platz in der Herren-Filmlegendenrangliste belegte kein anderer als der wandelnde Trenchcoat Humphrey Bogart. Zu seinen berühmtesten Filmen zählen unter anderem ‚Casablanca’ und ‚Die Spur des Falken’, in denen er zumeist hartgesottene, schnodderige und zynische Charaktere spielte, immer bewaffnet mit einem Glas Whisky und einer Fluppe im Mund. Wenig verwunderlich ist seine Duftpräferenz: Tabarome Millesime von Creed. Wenn man den Duft trägt, fühlt man sich angeblich, als ob man in die Blätter einer kubanischen Zigarre eingewickelt wäre – also: Tabak pur! Das passt, finde ich! Das Schüsschen Single-Malt muss man sich halt dazu denken (oder was trinkt der gute Humphrey immer?). ;-)

Dicht hinter Bogey, auf Platz 2 im Ranking der männlichen Filmlegenden lauert Cary Grant. Der gebürtige Brite brillierte als selbstironisch-unwiderstehlicher Weltmann in unzähligen Komödien und diversen Hitchcock-Filmen. Seine verführerische Wirkung mag vielleicht an seinem Parfum gelegen haben. Creed kreierte für ihn den sportlich-eleganten Duft Green Irish Tweed. Zeitgleich mit Grant machte auch Gary Cooper in Hollywood Karriere. Ich verwechsle die zwei irgendwie auch immer namentlich. Cary und Gary ist aber ja auch zu ähnlich und mein Namensgedächtnis war eh noch nie das beste. Naja, und optisch sind die beiden Herren sich ja nun auch nicht unähnlich mit ihren dunklen Haaren. In den ollen Schwarz-Weiß-Filmen wirkt das ja dann noch mal ähnlicher. Nun, genug meiner persönlichen Zuordnungsprobleme! Herr Cooper war jedenfalls auch ein Anhänger der Creed-Düfte. Er pflegte den Duft Epicea zu tragen, welcher –für die, die Französisch können: Nomen est omen – die Noten von Fichte, Lavendel und Gewürznelke vereint und angeblich die perfekte Verkörperung von Wildnis und Abenteuer darstellt. Gut, diese Duftassoziation lässt mich persönlich spontan eher an einen Indiana Jones oder Crocodile Dundee denken als an den recht schweigsamen, stets integeren Charakterdarsteller Cooper. Aber dafür bin ich halt dann wahrscheinlich doch zu sehr Kind der 80er. Mein Bild von Wildnis respektive Abenteuer basiert auf verschwitzt-verstaubten Archäologen mit Schlapphut und Peitsche oder faltigen Krokodiljägern mit Messer und Lederweste – wenig sophisticated, ich gebe es zu – und nicht nicht mehr auf den ebenso knarzig-ledrigen wie wortkargen Westernhelden mit Fluppe oder Zahnstocher im Mundwinkel, die wohl die Haudegen der Cooper’schen Generation darstellen. Ja, die Zeiten ändern sich! ;-)

Und wenn wir nun schon einmal dabei sind, verlassen wir doch die Bogarts, Grants und Coopers und wenden uns der jüngeren Vergangenheit sowie dem Heute zu. Nehmen wir zum Beispiel mal den eben genannten Indiana Jones-Darsteller Harrison Ford. Im Gegensatz zu seinem berühmten Filmcharakter, der wahrscheinlich nur nach Schweiß, Blut und dem Staub der Wüste duftete, trägt Herr Ford mit Vorliebe….. na, was wohl: Creed. Wie auch George Clooney (mmmh, lecker Kerlchen!), Kevin Costner, Pierce Brosnan, Richard Gere, Russell Crowe, Tom Hanks und der Equidenflüsterer Robert Redford. Eine recht illustre Runde. Mir scheint gar: Jeder, der in Starkreisen was auf sich hält und der gehobeneren Promiriege angehört, trägt die edlen Creed’schen Duftwässerchen. Aber nicht nur Charakterdarsteller mittleren Alters, auch die Pop-R’n’B-Heulboje Justin Timberlake und der ewig verschmitzte Lausbub Robbie Williams tragen Parfums des Traditionshauses. Und: Usher, Ricky Martin, Ozzy Osbourne, Gerard Depardieu, David Beckham, 50 Cent… Ja, die alle auch. Vielleicht muss ich meine These noch mal überdenken…

Mir bekannte Ausnahmen wären Brad Pitt (Musk von Lorenzo Villoresi), Robert Downey Jr. (Gendarme), Jared Leto (CK One), Seal (Gendarme), Tom Cruise (Gendarme), Robert DeNiro (mag die Herrendüfte von Annick Goutal) und noch viele, viele andere.

Und die Ladies im heutigen Hollywood? Nun, wenn ich das so richtig sehe, duftet man als weiblicher Promi am besten süß-exotisch nach Vanille, Kokos oder einfach sauber nach frischer Wäsche respektive frisch geduscht– die Düfte von Comptoir Sud Pacifique, La Maison de la Vanille und die gesamte Clean-Duftbrigade sind absolut hip und up-to-date in den Hügeln rund um Los Angeles. Fast alle aktuellen weiblichen Promis haben diese Düfte auf Ihrer persönlichen Hitliste. Ausnahmen gibt es natürlich auch, wenn auch wenige. Da wären zum Beispiel Schmollmund Scarlett Johansson (passenderweise eher wuchtbrummig: Chanel No. 5 und Muglers Angel), die ewig hüftschwingende Shakira (der leichte, pudrig-florale Duft Petits & Mamans von Bulgari – da hätte ich etwas anderes erwartet), Halle Berry (layert die L’Artisan Düfte Mimosa Pour Moi und Premier Figuier), Jennifer Lopez (anscheinend so überzeugt von sich und ihren Duftkreationsfähigkeiten, dass sie doch tatsächlich hauptsächlich ihren eigenen Duft Glow trägt) und Sarah Jessica Parker, die ihren eigenen Duft Lovely mit dem CdG-Weihrauchduft Avignon layert (das kommt jetzt ehrlich gesagt auch ein wenig unerwartet… mmh, Frau Parker und Weihrauch?? Also, ich find’s gut! Daumen hoch von mir!). Die drei letzteren haben allerdings auch die Exotik- und Sauberdüfte in ihrem Duftschränkchen stehen, wie mir eine zuverlässige Quelle versichert hat. :-)

Nun aber genug des Promi-Geplänkels aus dem sonnigen Kalifornien!

Einen schönen Tag wünscht Euch,

Eure Stephanie.

Bildquelle: Humphrey Bogart & Lauren Bacall und Cary Grant & Audrey Hepburn – beide via WikiMedia Commons. Some rights reserved. Vielen Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Schokoladenbraun oder Krebsrot? Mit St. Tropez Selbstbräuner gesund bräunen
Sonne im Herzen!
ALzD-Duftsampleprogramm.


[→4)-ß-D-GlcpA-(1→3)-ß-D-GlcpNAc-(1→]n – Die Beauty-Formel für Haut, die sich wohlfühlt.

Geschrieben in Kosmetik am 24.06.2010

Durstiger Teint spannt, rötet sich und kann nicht strahlen. Dann braucht die Haut ein bisschen Hilfe, um die benötigte Feuchtigkeit wieder zu speichern, schadhafte Zell-Vernetzungen müssen wieder hergestellt werden. La Roche-Posay bringt nun eine neue Pflegelinie speziell für feuchtigkeitsarme Haut mit der kosmetischen Wunderwaffe unserer Zeit: Fragmentierte Hyaluronsäure. Aber Achtung: Nun wird es ein wenig technisch. Aber es lohnt sich, Ihre Haut wird Ihnen danken!

Wasser und Feuchtigkeit bestimmen unser Leben. Und unsere Schönheit. Denn trockene Haut büßt einiges ihrer Ausstrahlungskraft ein. Jeder Hauttyp braucht Feuchtigkeit in seiner täglichen Pflege-Routine, auch wenn man zu öligem Teint oder Mischhaut neigt. Denn: Feuchtigkeit ist keineswegs gleichzusetzen mit Fett. Je nach Hautbedürfnis sollte die Balance in ihrer Pflege stimmen:

Trockene Haut:

Sie braucht eine fetthaltige Creme, Experten sprechen von einer Wasser-in-Öl-Emulsion, die sich wie ein schützender Film auf den Teint legt und ihn mit Feuchtigkeit versorgt. Eine Creme mit zu hohem Wasseranteil wäre kontraproduktiv, denn solche Öl-in-Wasser-Emulsionen entziehen trockener Haut eher noch Feuchtigkeit. Beim Beauty-Shopping sind für trockene Haut also „reichhaltige“ Cremes ideal.

Normale Haut:

Eine frische, leichte Feuchtigkeitscreme ist hier die Idealbesetzung. Vermeiden Sie Produkte mit Fetten auf Paraffin-Basis, denn bei normaler Haut ziehen diese nicht vollständig ein, sondern können einen soliden Film auf der Haut bilden, der die Haut „abdichtet“ und verstopft.

Mischhaut und fettiger Teint:

Viel hilft diesem Hauttyp nicht viel, sondern kann schnell zu Mitessern und Unreinheiten führen. Eine Creme auf Öl-in-Wasser-Basis mit geringerem Fettanteil reicht. Nur in Ausnahmefällen, z.B. bei trockener Büroluft oder im Winter, brauchen manche Partien (z.B. die Wangen) eine Extraportion Fett. Dann können Sie lokal eine kleine Dosis zuschießen.

Viele Menschen neigen nun von Natur aus zu trockener Haut, mit zunehmendem Alter verstärkt sich das Problem. Aber auch äußere Einflüsse spielen eine wichtige Rolle. Häufiges Waschen (und Duschen), trockene oder kalte Luft, UV-Strahlung und falsche Reinigungsprodukte können das Austrocknen des Teints verschlimmern. Und das gilt für alle Hauttypen, von fettig bis sehr trocken.

Um Feuchtigkeit in der Haut zu halten, ist die Haut auf Verbindungen zwischen den Zellmembranen angewiesen. Diese so genannten „Tight Junctions“ sind schmale Bänder aus Membranproteinen, die die Zellzwischenräume schließen und so eine starke Barriere bilden: Die Diffusionsbarriere. Sie kontrolliert den Transport von Molekülen, also auch von Wasser.

Das Problem: Täglich schädigen wir unsere schützende Hautbarriere. Schaben, schrubben und reiben ein wenig von ihr ab. Wasser, Seife, Shampoo und Reinigungsprodukte lösen die Barriere-Fettstoffe heraus. Bei jedem Gesichtwaschen und trocken reiben mit dem Handtuch wird nicht nur Schmutz entfernt, sondern auch die wichtigen Fettstoffe der Barriere. Dadurch wird diese „undicht“ und Feuchtigkeit kann ganz einfach aus der Haut heraus verdunsten. Kosmetik-Hersteller „La Roche-Posay“, der Apotheken-Spezialist für Problemlösungen, bringt nun eine neue Pfleglinie auf den Markt, die sich dem Problem der geschädigten Zellvernetzungen, der schadhaften Tight Junctions, annimmt: „Hydraphase Intense“. In der Formel enthaltene fragmentierte Hyaluronsäure soll die Regeneration der Zellvernetzungen anregen, dieser kleinen brückenartigen Bänder, die der Haut helfen, Feuchtigkeit zu speichern. Hyaluronsäure.

Schon oft gehört, kommt auch ständig in der Werbung. Aber: Was ist eigentlich Hyaluronsäure?

Ich persönlich finde den Namen ja irritierend. Hyaluronsäure. Säure! Klingt doch erstmal ziemlich unangenehm. Ist es aber nicht. Die transparente, gelartige Substanz kommt von Natur aus in den Zellzwischenräumen von Haut und Bindegewebe vor. Schon 1656 (vor über 350 Jahren also) hatten Forscher auf die Anwesenheit dieser damals noch nicht näher definierbaren Substanz hingewiesen, als sie die Nabelschnur näher untersuchten. Aber erst im Jahr 1934 konnten Karl Meyer und John Palmer im Kammerwasser des Rinderauges das Polysaccharid finden und bestimmen. Iiiih, Rinderauge, das klingt ja eklig. Aber genau daher kommt der Name Hyaluronsäure (HS), eben vom griechischen Wort „hyaloid“ für gläsern. Der abschreckende Wortanteil „Säure“ kommt schlicht vom HS-Bestandteil Glucuronsäure. Und HS steckt nicht nur in Augen, sondern im ganzen Körper, über 50 Prozent in der Haut, eben in den Zellzwischenräumen der Dermis, über die wir ja heute in diesem Text sprechen. HS ist ein wahrer Feuchtigkeitsmagnet, der von den Bindegewebszellen produziert wird, die Haut aufpolstert, die Kollagen- und Elastinfasern stützt (Anti-Aging!) und sogar Freie Radikale abfangen kann. Aber: Etwa ab dem 25. Lebensjahr leeren sich die HS-Pools nach und nach. Die hauteigene Produktion lässt nach, beziehungsweise kann den Bedarf nicht mehr decken, die haut verliert an Spannkraft und Feuchtigkeit. Dann wird es Zeit, von außen nachzuhelfen.

Hyaluronsäure steckt hochkonzentriert in (Achtung: Jetzt wird es wieder eklig): in der Kammerflüssigkeit des Auges, in der Synovialflüssigkeit der Nabelschnur und in Hahnenkämmen. Aber keine Sorge, heutzutage sind Forscher in der Lage, HS künstlich herzustellen, um genauer zu sein: biotechnologisch aus Fermentation von Mikroorgansimen zu gewinnen, etwa aus Weizen. Die so gewonnene HS ist reiner als die Variante aus dem Hahnenkamm und löst keine Allergien aus, da sie keine tierischen Eiweiße enthält. Diese HS nennt man „Non-animal-source-Hyaluronan“, oder kurz: NASHs, noch so ein Lieblingswort der Kosmetikindustrie.

Das Faszinierende an Hyaluronsäure: Sie besitzt die fast magische Fähigkeit, relativ zu ihrer Masse gewaltige Mengen an Wasser zu binden. Ein Gramm HS kann bis zu unglaubliche sechs Liter Wasser binden! Beispiel aus dem menschlichen Alltag: Der Glaskörper des Auges besteht zu 98 Prozent aus Wasser, das an nur 2 Prozent Hyaluronsäure gebunden ist! Das ist ein bisschen wie bei Götterspeise: Man braucht nur extrem wenig Pulver, um aus viel Wasser ein Dessert zu zaubern…

Der Clou in der neuen La-Roche-Posay „Hydraphase Intense“ ist nun aber eine spezielle Hyaluronsäure, nämlich sogenannte „Fragmentierte HS“:

HS ist nämlich eigentlich ein relativ großes Molekül, zumindest wenn es um den Einsatz in Kosmetikprodukten geht. Topisch aufgetragen, also per Creme auf die Haut aufgebracht, würde HS gar nicht in die Haut eindringen, sie nicht penetrieren. Die Lösung: Man muss das langkettige Molekül aufbrechen, kleiner machen, es eben „fragmentieren“. Dabei hat sich in der langen Entwicklungsgeschichte von HS als kosmetischem Feuchtigkeitsbinder aber herausgestellt, dass nicht die kleinsten Fragmente am Besten funktionieren. Denn: zu kleine Stückchen dringen zwar super bis in die Lederhaut ein, erzielen aber keine nachweisbare Wirksamkeit mehr. Der Mittelweg ist ideal. Nur Fragmente „mittlerer“ Größe (für Chemie-Fans: Molmasse von 50.000 bis 400.000 Daltons) dringen wie gewünscht ein und erreichen eine nachweisbare Wirksamkeit. Diese geringere HS-Molekülmasse macht auch den Effekt der „Hydraphase Intense“ aus:

Besser als bei „konventioneller“ Hyaluronsäure überwindet die HS in fragmentierter Version die Hautbarriere und dringt tiefer in die Epidermis ein. Und dort legt sie los und kurbelt die Synthese der Zellvernetzungsproteine an. Soll heißen: Das eingangs besprochene Problem, dass die Verbindungen zwischen den Zellmembranen geschädigt sind, kann so wieder behoben werden.

Auf gut deutsch zusammengefasst bedeutet das:

„Hydraphase Intense“ spendet nicht nur intensiv Feuchtigkeit, sondern hilft der Haut auch nachhaltig, diese zu speichern. Der Feuchtigkeitsverlust der Haut wird einfach ausgebremst. Eine raffinierte Technologie, die sich auch noch sagenhaft gut anfühlt. Schon kurz nach dem Auftragen spürt man, wie sich der Teint entspannt. Ein seidiger, angenehmer Wellness-Effekt, den jeder lieben wird, dessen durstige Haut spannt und zickt.

Aber erinnern Sie sich an die Hauttypen, über die wir vorhin gesprochen haben? Jeder Teint braucht andere Formulierungen? Auch hier haben die Macher der „Hydraphase Intense“ mitgedacht: Denn es gibt die Power-Creme in zwei Formulierungen, einmal als „Legere“ für normale bis Mischhaut, und als „Riche“ – den reichhaltigen Kollegen für trockene Haut.

Ihr Constantin Herrmann.

Bildquelle: Around the loghouse von Phil Landowski, Erotic von Marek Bernat und Jelly von Fran Gambín – some rights reserved. Vielen Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Pflege und Schutz für alle Hauttypen: Patyka – Huile Absolue
A Life of Beauty-Award für Helmut Baurecht, ARTDECO
Grosser Aufschwung für Selective Beauty dank 3i als neuem Investor


The Day After Oder: Die besten Anti-Kater-Tricks.

Geschrieben in Allgemein am 23.06.2010

Nach jeder durchfeierten Partynacht folgt ein mehr oder wenig grausiges Erwachen. Das Dufttagebuch erklärt, wie Sie das nächste Mal den Schaden in Grenzen halten können. Kopfweh? War gestern.

Eine der goldenen Regeln für „Blogger“ lautet, man solle immer offen und ehrlich über das schreiben, was uns gerade bewegt. Ich bemühe mich, diese Maxim immer zu befolgen. Und Sie ahnen es bereits, beziehungsweise die Überschrift dürfte mich verraten haben: Mir geht es heute gar nicht gut. Gestern kam so ziemlich alles zusammen, was einen ganz normalen Tag in einen herrlichen Feier-Tag verwandelt. Sonnigstes Biergarten-Wetter, die Mai-Bäume wurden aufgestellt (eine bayrische Tradition, die bereits mittags mit Bier eingeleitet wird), dann schon leicht angeheitertes Dinner mit Aperitiv, Wein und Schnaps. Anschließend ab an die Champagner-Bar und ab dort nahm das Elend erst richtig seinen Lauf: Barhopping und finaler Absturz in einer Diskothek. Es war eine rauschende Ballnacht!

Aber heute morgen (na gut, Mittag)… Kopfweh, Schwindel, Raucherhusten, das ganze Programm. Ich sitze am Schreibtisch und schwöre wieder mal, niiiie wieder ein Glas Alkohol in die Hand zu nehmen. Das Ganze ist aber eigentlich besonders ärgerlich, weil ich als Beauty-Redakteur es eigentlich besser weiß! Denn, auch wenn es keine einzige wissenschaftlichen Beleg dafür gibt, dass irgend etwas auf dieser Welt zuverlässig gegen einen zünftigen Kater hilft, so gibt es doch zumindest einige erprobte Hausmittelchen, die das Leiden am nächsten Tag deutlich mindern. Man muss das Ganze nur rational angehen und sich vorbereiten wie auf einen Ausflug in die Wildnis. Da würden sie ja auch nicht in Badehosen und Flip-Flops drauf los stolpern. Deswegen erlaube ich mir, Ihnen ein kleines Marschgepäck zusammenzustellen für die nächste Party-Nacht. Oder anders gesagt, die goldenen Regeln für „Feiern ohne Reue“:

1. Bereiten Sie sich vor

Ja gut, Feste soll man feiern, wie sie fallen. Aber in den seltensten Fällen trifft Sie die Erkenntnis, dass Sie sich in einem Gelage befinden, überraschend. Meistens ahnt man zumindest am Anfang eines Abends, wohin die Reise führen wird. Dann ist es Zeit, ein paar Vorkehrmaßnahmen zu treffen. Und nein, damit ist nicht das berüchtigte „Vorglühen“ gemeint, das langsame Einstimmen auf den späteren Vollrausch. Vielmehr sollten Sie eine „Grundlage“ schaffen, um die Wucht zu mindern, mit der späterer Alkohol auf den Körper treffen wird. Das Non-Plus-Ultra vor jeder Party ist eine fettige Mahlzeit. Pizza, Pommes Frites mit Mayonnaise, Nudelauflauf mit Käse überbacken – werfen Sie für diese Nacht alle Diät-Vorsätze über Bord. Denn der Alkohol ruiniert Ihre Kalorien-Rechnung ohnehin, da kommt es auf eine fettige Mahlzeit auch nicht drauf an. Also schlemmen Sie ruhig, denn die Nahrungsfette werden im Dünndarm in Ihre Bestandteile zerlegt und binden dann Alkohol, so dass er nicht frei ins Blut gelangen kann. Aber: Wer mehr trinkt, als Bindungsstellen im Darm bereit stehen, kriegt eben doch wieder seinen Rausch ab. Das Ganze wird also nur in seiner Intensität gemindert und hinausgezögert.

2. Auf der Party

Es gibt ein paar Survival-Tricks, die Sie beherzigen sollten, während die Feier in vollem Gange ist. Vor allem anderen sollten Sie nämlich 1. Zwischendurch immer etwas knabbern und 2. Immer wieder Wasser trinken.

Salzige Snacks, also Mini-Gebäck, Chips, Salzstangen, gesalzene Nüsse, etc. verlangsamen die Alkoholaufnahme ins Blut und stärken den Kreislauf. Gleichzeitig bremsen Sie damit aber auch einen Effekt des Alkohols aus: Denn wer viel trinkt, bewirkt, dass der Körper sehr viel Flüssigkeit und Salze verliert. Das führt dann letztendlich zu Kopfweh. Also schon während der Feier darauf achten, dass Sie den mineralischen Raubbau ausgleichen. Das gilt auch für Wasser. Denn wer zu jedem Drink auch ein Glas Wasser trinkt, mindert die Wirkung des Alkohols und füllt die körpereigenen Flüssigkeitsspeicher immer wieder brav auf. Die Folge: sie sind nicht so schnell betrunken und bekommen nicht so leicht Kopfweh.

Aber für die Katerstimmung am nächsten Morgen ist auch entscheidend, was Sie trinken. Denn nicht jedes Getränk wirkt auf die gleiche Weise. Umso mehr Methanol ein alkoholisches Getränk enthält, desto schlimmer werden die Nachwehen. Rotwein ist zum Beispiel ein Methanol-Champion, soll heißen, wer viel trinkt wird am nächsten Tag bestimmt nicht fröhlich aus dem Bett hüpfen. Ähnlich üble Folgen haben auch die anderen Methanol-Giganten Rum, Brandy oder Whiskey. Aber Rotwein hat noch mehr Talente: Bei manchen Menschen lässt er die Konzentration von Histamin und Serotonin im Blut ansteigen. Dadurch erweitern sich die Blutgefäße – auch im Gehirn – und Kopfweh entstehen. Ergo: Wer sich eher an Weißwein, Gin oder Wodka hält (und nicht zu wild mischt!), minimiert die Kater-Problematik deutlich. Wie gesagt ist es wichtig, vor dem Feiern eine „fettige“ Nahrungsgrundlage zu schaffen. Dagegen hilft es aber wenig, viel zu essen, wenn man erstmal betrunken ist. Wer jetzt noch eine Grundlage schaffen möchte, ist zu spät dran, sorry. Doppelt gemein, denn meistens bekommt man mitten in der Nacht noch mal Heißhunger. Dem können Sie gerne nachgeben (Wie gesagt: die Kalorienbilanz dieser Nacht dürfte eh schon eine mittlere Katastrophe sein, es ist also schon egal), aber das späte Essen wird Ihnen nur marginal helfen, den Kater auszubremsen.

Das letzte, was Sie vor dem Schlafengehen machen sollten, ist, Ihren Wasserspeicher noch einmal aufzufüllen: Trinken Sie einen halben Liter Wasser, idealerweise mit einer Magnesium-Brausetablette drin und einer Kopfschmerztablette dazu (Acetylsalicylsäure wäre das Mittel der Wahl, gibt’s in jeder Apotheke). Denn dann verbessern Sie auf jeden Fall die Qualität Ihres Schlafes. Der dürfte sonst ziemlich unruhig werden. Denn es stimmt zwar, dass Alkohol eine super Einschlaf-Hilfe ist, aber leider auch ein Durchschlaf-Gegner: Kommt der Körper erstmal nach ein paar Stunden Schlaf in den „Entzug“, funkt das Gehirn sozusagen SOS und versucht, uns zu wecken. Das Resultat: Auch wer lange schläft ist nicht ausgeruht, sondern fühlt sich wie erschlagen. Zusätzlich wird das sensible Verhältnis von Traumschlaf und Tiefschlaf verschoben, und zwar in Richtung Tiefschlaf. Um am nächsten Morgen ausgeruht aufzuwachen sind aber beide Phasen wichtig. Genau deshalb fühlt man sich auch so erledigt nach der Party, selbst wenn man eigentlich ausreichend lange geschlafen hat…

3. Der Morgen danach

Jetzt ist es soweit: blicken wir dem Feind ins Auge, soll heißen dem Kater. Den Namen verdankt dieser üble Zustand nach durchfeierten Nächten wahrscheinlich dem „Katarrh“, der altmodischen Bezeichnung für eine Erkältung. Denn so simpel ist der Kater eigentlich: Wir fühlen uns irgendwie grippig. Oder als hätte uns ein Lastwagen überrollt. Egal. Jedenfalls gibt es auch einen wissenschaftlichen Namen für unser aller Leid: „Veisalgia“ (Lustig: Versuchen Sie mal nach ein paar Glas Champagner Ihre Freunde davor zu warnen… Unaussprechbar!). Den Ursprung hat dieses fiktive Wort im norwegischen – hier steht „kveis“ für das Unwohlsein nach dem Feiern – und im griechischen (die alten Griechen waren ja bekannt für ausufernde Gelage): „algos“ steht für Schmerz. Schmerz-schmerz also. Wie treffend!

Wer aufsteht, wird erstmal einen „Brand“ haben. Durst hoch zehn. Löschen Sie dieses Bedürfnis am Besten mit Tee, Fruchtschorle oder einer Vitaminbrausetablette in Wasser aufgelöst. Das regt die Nieren an und gleicht den Flüssigkeitsverlust wieder aus. Frisch gepresster Zitronensaft im Wasser kommt auch gleich dem Kreislauf zugute. Noch besser: Richtige Vitaminbomben. Entweder Sie mixen sich selber einen Cocktail aus frisch pürierten Früchten (aber den will ich sehen, der verkatert aus dem bett kriecht und sich erstmal ans Pürieren macht!), oder Sie sorgen vor und stellen sich ein paar „Smoothies“ in den Kühlschrank. So oder so, mit den Vitamin-Drinks bekommen Sie in Rekordzeit alles, was Sie jetzt brauchen: Der Körper bekommt die nötige Flüssigkeit, damit er den Alkohol schneller „verestern“ kann, sprich abbauen. Gleichzeitig wird der Vitaminverlust behoben, der beim Ausnüchtern entsteht.

Manche Menschen schwören außerdem auf einen Espresso mit einem Schuss Zitronensaft darin. Das ist meiner Meinung nach aber Geschmackssache – mir wird davon nur noch schlechter. Aber generell ist – entgegen der weitverbreiteten Meinung – nichts gegen Kaffee zu sagen. Denn das enthaltene Koffein kann die Kopfschmerzen lindern, gleicht ebenfalls das Minus auf dem Flüssigkeitskonto aus und wirkt natürlich belebend. Aber das ist, wie gesagt, Geschmackssache.

Wem morgens übel ist, der sollte gut überlegen, was er isst. Alles, was sauer, scharf gewürzt oder salzig ist, hilft gegen Übelkeit. Also die Klassiker: saurer Rollmops, Essiggurken und sogar Äpfel. Wenn es Sie ganz „übel“ erwischt, kann Rote-Beete-Saft den Magen besänftigen und unterstützt außerdem die Leber bei ihrer Entgiftungs-Arbeit. Saure, scharfe oder salzige Speisen helfen außerdem gegen die Übelkeit, lautet der Tipp der Ernährungsexpertin. Die Säure fördere den Alkoholabbau, Salz ersetze verlorene Mineralstoffe und scharfe Gewürze regen die Verdauung an. Rollmops, Salzstangen und Essiggurken hätten also durchaus ihre Berechtigung.

Frühstück sollen Äpfel die Übelkeit bekämpfen und munter machen. Rote-Beete-Saft unterstützt ebenso wie Artischockensaft (bzw. eingelegte Artischockenherzen) die Leber und damit die Entgiftung des Körpers.

Die oberste Regel heißt aber: Vergessen Sie Konter-Biere und Co. Wer jetzt weiter trinkt, verzögert den Kater nur. Man fühlt sich vielleicht zunächst besser, aber der leidige Teil kommt unweigerlich, er wird nur hinausgezögert. Außerdem sollten Sie Ihrer Leber nach jeder Party ein paar Tage Ruhe gönnen, als Faustregel: Wer am Wochenende feiern war, sollte sich sieben Tage Alkohol-Verbot auferlegen.

Wenn Sie sich jetzt fragen, wieso wir uns den Kater-Streß eigentlich jedes Mal antun, muss ich zurückfragen. Ist es das nicht wert? Bisschen Kopfweh nehme ich doch hin und wieder gerne in Kauf für eine großartige Nacht wie gestern. Und das nächste Mal ziehe ich das ganze Register, kaufe rechtzeitig Smoothies, Kopfwehtabletten, Magnesium und ein paar Smoothies. Dann wird alles nur noch halb so wild. Und nicht vergessen: eine fröhliche Nacht wirkt sich auch auf Ihre Schönheit aus. Das hat mir schon meine geliebte Großmutter beigebracht. Denn wer richtig Spaß hat, lacht und feiert, der bewirkt für ein paar Tage, dass die gesamte Mimik sich „hebt“. Sie strahlen, das ganze Gesicht lächelt und irgendwie fühlen Sie sich großartig. Denn wer brav jede Nacht seinen Schönheitsschlaf hält, hat vielleicht weniger Kater, aber manchmal eben auch weniger vom Leben.

Ihr Constantin Herrmann.

Bildquelle: French Fries von Waggaway, Wine von Stefan Gustafsson, Toby von Sasarakt und Pickles von Michal Zacharzewski – alle via StockXchng. Some rights reserved. Vielen Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Keine passenden Artikel gefunden

Iron Man 2 – Wie riecht eigentlich ein Superheld?

Geschrieben in Duft am 22.06.2010

Seht mal da oben… Ist das ein Flugzeug? Ein Ufo? Superman? Nein, alles falsch. Es ist Iron-Man 2, der an die Spitze der Kino-Charts fliegt. Und passend dazu: Der neue Superheldenduft von Diesel. Schnell lesen (‚Mach 5’ wäre durchaus angebracht), und schnell den Duft besorgen!

Hurra, es ist mal wieder soweit: Ich habe einen neuen Lieblingsfilm. Ach was, Film, einen neuen Lieblingsmann, einen neuen Lieblingshelden! Iron Man. Der mit dem feuerwehrroten Stahlanzug. Ein egozentrischer, manchmal unfreiwillig komischer Superheld mit der perfekten Mischung aus Sex-Appeal und arrogantem Machisme, abgeschmeckt mit einem überaus hohen Fun-Faktor und sehenswertem Action-Portfolio. Dabei muss ich zugeben, den Film habe ich erst vor ein paar Tagen an einem verregneten Sonntagnachmittag bei Freunden eher zufällig aus dem DVD-Schrank gezogen. Aber dann: wow! Für Fans von smarten Superhelden, Action-Filmen mit überlebensgroßen Bösewichten und rasanten Hightech-Waffen ist der Film ein richtiger Leckerbissen. Große Lacher inklusive. Und es kommt noch besser, denn aktuell läuft im Kino schon der zweite Teil! Iron Man is back. Und lassen sie es mich mit Keri Hilson sagen: I like!

“Schön, dass ich wieder da bin!”
Tony Stark aka Iron Man

Cineastische sechs Monate sind vergangen (im echten Leben eigentlich zwei Jahre), seit Tony Stark seine Geheimidentität im ersten Filmteil als Iron Man öffentlich gemacht hat. Tony Stark, gespielt von Robert Downey Jr., ist ein Ekel. Waffenproduzent (pauschal schon Mal: Pfui!), skrupellos, macht- und geldgeil. Irgendwie taugt das alles nicht so recht zum Helden. Bis er eines Tages entführt wird von irgendeiner islamistischen Miliz aus Afghanistan. Diese böse Buben-Anleihe aus dem echten Leben verleiht Iron Man 1 leider einen etwas negativen Beigeschmack, irgendwo zwischen bitterster Realität und hollywoodeskem Boulevardkino. Aber ansonsten erzählt der Film mit viel Witz und Hirn wie aus dem Waffenhändler ein plötzlich liebenswerter Superheld wird. Ohne Superkräfte, genetische Mutation oder irgend einem Chemielabor-Atom-was-auch-immer-Unfall, bastelt sich Tony Stark in der Gefangenschaft notgedrungen einen Kampfanzug und schafft es mit dem Ding, sich zu befreien. Von diesem Moment an beschließt er, der Welt Frieden zu bringen (natürlich vor allem für die USA) und feilt fleißig an seinem Kampfanzug-Boliden, bis das Ding eine funkelnde rot-goldene Power-Rüstung ist, die ihm ungeahnte Kräfte verleiht, ihn fliegen lässt und ganz nebenbei zum Frauenschwarm macht. Schließlich eröffnet Iron Man der Welt seine Identität: alle sollen erfahren, wer hinter der gepanzerten Maske des Philantropen steckt: Tony Stark!

Das klingt jetzt alles in etwa so wie die anderen üblichen Marvel-Helden. Alles Gutmenschen, entweder geläutert oder von Geburt an, die sich durch eine Schar von Widersachern kämpfen.

Aber Iron Man ist anders.

Irgendwie witziger. Nicht so abgebrüht wie Superman, nicht so tölpelhaft wie der junge Spiderman und schon gar nicht so depressiv wie Batman. Iron Man hat verdammt viel Spaß. Und der Zuschauer darf mitlachen. Und mitfiebern, denn irgendwo zwischen Welt-retten und Einfach-nur-cool-aussehen muss ja auch noch ein Frauenherz erobert werden.

Also, wie gesagt: sechs Monate ist es her, dass Tony Stark sich als coolster Mann des Planeten geoutet hat. Und er liebt seine neue Rolle, legt Auftritte hin wie ein Rockstar, lässt sich feiern. Dazu röhrt im jetzt laufenden zweiten Film der schlau ausgewählte Soundtrack von ACDC. Iron Man rockt das Haus! Aber was wäre ein Superheld ohne Gegner? Die stehen alsbald Schlange.

Es ist zwar nicht der zu erwartende „Mandarin“, seine kommunistische Antipode aus den alten Marvel-Comic-Heften, die Partie war dem Filmstudio wohl nicht mehr zeitgemäß. Dafür aber sieht sich der gutaussehende Lebemann dem wachsenden Druck seiner eigenen US-Regierung ausgesetzt, die den Kampfanzug gerne in Serie fertigen würden. Dann taucht plötzlich ein slawischer Schlägertyp auf, der Starks (an sich ja geheime) Technologie zu zwei verdammt gefährlichen Plasma-Peitschen umgebaut hat: Ivan „Whiplash“ Vanko (unglaublich toll-bös gespielt von Mickey Rourke)!

Aha, übrigens, der „Mandarin“ war den Filmemachern nicht mehr zeitgemäß (im Gegensatz zur in den 70’ern noch reale Bedrohung durch das rote China). Aber ein russisch-anmutender Ivan darf es dann doch sein?

Wie dem auch sei, es reiht sich noch ein fieser Waffenhändler in den Reigen der Widersacher ein, um gemeinsam mit Peitschen-Vanko eine Armee aus Roboter-Dronen zu bauen. Leider ist die dichte Handlung des Iron Man 2 deutlich überladen, aber in 125 Minuten Länge gelingt dem Regisseur John Favreau letztendlich doch der Spagat zwischen zu viel Stoff und angenehmer Screwball-Action-Unterhaltung. Und jetzt mal an alle Männer gesprochen: Nehmen Sie Ihre Frauen ruhig mit ins Kino. Der Film ist charmant genug, um auch weibliche Fans zu finden, die Damen dürfen nach Herzenslust Robert Downey Jr. und seine schlagfertigen Statements anschmachten, während die Herren der Schöpfung wahlweise Gwyneth Paltrow oder Scarlett Johansson gut finden dürfen (Tut Tony Stark ja auch: “Googelst du sie etwa?”
”Na, anstarren darf ich sie ja nicht.”). Und Iron Man als fliegende Kampfmaschine ist sowieso für alle Action-Freunde ein echter Kracher. Oder wie Mr. Stark es selbst sagt:

“Ich beschreibe es als das, was es in Wirklichkeit ist.”
“Und zwar?”
“Es ist eine… ähem… Hightech-Prothese.”

Stan Lee, der Autor der Marvel-Erfolge „Spider Man“, „Daredevil“ und „Fantastic Four“ schuf 1963 die Figur des Iron Man (übrigens: mal drauf achten, in Iron Man 1 und 2 tritt der Meister selbst in einer Mini-Rolle auf. Das ist dann, wenn die hartgesottenen Fans in den vorderen Reihen plötzlich gröhlen). Und er entschied sich bewusst gegen magische Kräfte oder ein Wesen aus dem All wie beim Silver Surfer. Iron Man schöpft seine Power aus einer genialen wissenschaftlichen Erfindung: der rot-goldene Kampfanzug, der Tony Starks Kräfte vervielfacht und ihn mit Mach 5 fliegen lässt…

Und, was fällt uns bei Stärke, Coolness und Superheld für ein Duft ein? Genau: Diesels ONLY THE BRAVE, der Duft im Faust-Flakon. Das dachten sich wohl auch die Diesel-Parfumeure und bringen jetzt zu Iron Man 2 eine limitierte Sonder-Edition auf den Markt: „Diesel Only The Brave Iron Man Limited Edition“ (längster Parfum-Name der Welt…). Die eh schon sehr ansehnliche Faust, die seit 2009 zu recht in unglaublich vielen Männerbadezimmern steht, trägt nun für kurze Zeit den feuerroten Handschuh des Iron Man – was ich persönlich einfach saustark (Pardon) finde. Kann ein Flakon noch mehr Selbstbewusstsein ausstrahlen?

Der Duft selbst ist – genau wie der Leinwandheld – die perfekte Mischung von lässig, unverschämt sexy und trendy. Den ersten Schlag machen in der Kopfnote frische Zitrone, Mandarine und Koriandernoten, eine Etage tiefer lauern (das von mir so geliebte) Labdanum, ein Hauch smartes Lavendel und charmante Rose, während in der Basis Ambra und Zedernholz für den mächtigen Wumms Sexappeal sorgen. Zugegeben, ein Mass-Market-Produkt, aber dafür ein richtig cooles. Wenn ich je die Welt rette, dann trage ich dabei diesen Duft! Und wenn sich Iron Man für einen seiner Star-Auftritte vor kreischenden weiblichen Fans rüstet, dann trägt er auch Diesel, davon bin ich mittlerweile überzeugt.

Denn:

Vielleicht mag ich gerade deswegen Tony Stark aka Iron Man so gerne. Er verkörpert alles, was wir Männer gerne wären: Er hat Geld wie Heu, zieht von Party zu Party, klopft coole Sprüche, sieht verdammt gut aus und rettet auch noch ganz nebenbei die Welt. Rasant, witzig, intelligent, unwiderstehlich. Eben genau wie der Duft! Also bitte, wenn es da draußen noch echte Helden gibt, dann besorgt Euch den Duft. Ich will keinen von Euch morgens in der U-Bahn ohne erwischen! Und für alle anderen Nicht-Heroes, Männer wie Frauen, gilt: Film angucken und schwärmen.

All you women who want a man of the street
But you don’t know which way you wanna turn
Just keep a coming and put your hand out to me
‘Cause I’m the one who’s gonna make you burn
(ACDC – „Shoot to Thrill“ aus dem Iron Man 2 Soundtrack)

Ihr Constantin Herrmann.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Duftverzeichnis
Etat Libre d’Orange – eine kreative Duftkollektion aus Paris
Das riecht doch wie… – bei Oma. Wer kennt nicht solche Gerüche, die einem plötzlich in die Nase steigen und einen sofort um Jahre oder Jahrzehnte zurück versetzen


Old Hollywood Glamour

Geschrieben in Wissenswertes am 21.06.2010

Mode, Parfums und Stars – diese drei Begriffe scheinen in der heutigen Zeit irgendwie zusammenzugehören wie in meiner Jugend nur Tick, Trick und Track. Fast jeder Promi, der wahlweise eine Rolle in einem Hollywood-Blockbuster ergattern konnte oder auch nur einmal einen Top100-Hit landete, ist nebenberuflich als Mode- oder Duftdesigner tätig. Naja, oder besser: Man gibt seinen Namen dafür her. So bleibt man in aller Munde, was für die praktisch veranlagte Promiseele ja äußerst wichtig ist. Die Düfte von Fräulein Spears, der SATC-Quäkstimme Sarah Jessica Parker und dem ausladenden Gesäß La Lopez überfluten die Drogerien und Parfumerien. Das Schlimmste dabei ist: Es ist kein Ende in Sicht. Denn: Die Duftwässerchen verkaufen sich und zwar nicht zu knapp. Ich erinnere mich noch an eine Nahtoderfahrung (ja, man kann es ruhig und getrost so nennen), als ich mein zartes Näschen voller Einfalt und jugendlichem Leichtsinn über einen mir angebotenen Teststreifen hielt, auf dem ein Duft war von… leider weiss ich nicht mehr genau, von wem. Prominent war er/sie/es auf jeden Fall. Nun ja, mir verschlug jedenfalls es dabei nicht nur die Sprache, sondern auch fast den Atem und ich möchte betonen: Nicht vor Verzückung! Aber wie ich mir immer so schön ins Gedächtnis rufe: Geschmäcker sind verschieden! Außerdem war ich auch mal 15 (mein Duft damals, als Teenie der 90er nicht verwunderlich: CK One) und kann mich daher rückblickend ansatzweise in die hormongeplagten, dauergiggelnden Mädels hineinversetzen, die wohl das Hauptklientel der prominenten Duftwässerchen darstellen. In entsprechenden Foren tauschen sich jene jedenfalls ausgiebig über die, ich zitiere: „Hamma“-Düfte von Britney, Kylie, JLo & Co aus. Nun, was den Kostenpunkt angeht, dürfte das Taschengeld für den Erwerb von Lovely, Curious und Glow sowie all die anderen ähnlich klingenden, da immer irgendwie mädchenhaft-bezaubernd betitelten Parfums reichen, da sie dann doch eher im schülerfreundlichen unteren Preissegment angesiedelt sind.

Mir persönlich stellt sich da die Frage, was denn die werten Damen (und Herren) Hollywood-Duftkreateure denn selbst an ihre zarte Promihaut lassen. Nur schwerlich kann ich mir vorstellen, dass da nur Wasser und ganz wichtig: der eigene Duft ran darf. Was sind denn überhaupt die Lieblingsdüfte unserer Stars und Sternchen? Und was trugen die großen Diven vergangener Zeiten?

Wie wir noch erfahren werden und wie auch irgendwie zu erwarten war, haben sich die Parfumgeschmäcker in den letzten 120 Jahren ziemlich gewandelt. Wir beginnen vor langer, langer Zeit, sprich: Im ausgehenden 19. Jahrhundert. Wir befinden uns hier zwar noch nicht in den Hügeln des kalifonischen Sonnenstaates, die amerikanische Filmmetropole existierte zu diesem Zeitpunkt nämlich noch gar nicht. Im Europa des späten 19. Jahrhunderts war die Französin Sarah Bernhardt die prominenteste Schauspielerin, berühmt unter anderem für ihre Darstellung der Kameliendame. Die göttliche Bernhardt duftete am liebsten nach dem holzigen Orientalen ‚Jicky’ von Guerlain aus dem Jahre 1889, später dann nach dem Houbigant Blütenklassiker ‚Quelques Fleurs’. Einige Jahrzehnte später (nun sind wir in Kalifornien angekommen) trug eine andere Schauspielerin den Beinamen ‚die Göttliche’: Greta Garbo. Die gebürtige Schwedin ist eine der größten US-Filmlegenden und unsere erste wirkliche Repräsentantin des Old Hollywood Glamours. Zu ihren Duftlieblingen gehörten The Crown Perfumerys Florientale ‚Tanglewood Bouquet’ und die Balmain-Düfte ‚Vent Vert’ sowie ‚Ivoire de Balmain’.

Wie die Garbo zählt auch Marlene Dietrich zu den Filmgöttinnen des alten Hollywoods. Bereits vor ihrer Emigration in die USA war die Dietrich irgendwie anders als andere Frauen ihrer Zeit. Sie war nicht gefällig, hatte Ecken und Kanten, trug gerne Männerkleidung und rauchte wie ein Schlot. Damals ein Skandal! Rebellisch und unkonventionell zeigen sich auch ihre Duftpräferenzen: Der wild-ledrige ‚Bandit’ von Piguet, Carons Ode an die rauchende Frau ‚Tabac Blonde’ sowie der Peitschenhieb ‚Coup de Fouet’. Auch ‚Fracas’ zählte zu den Düften ihrer Wahl und natürlich ihre persönliche Duftkreation aus dem Hause Creed ‚Angelique Encens’ aus dem Jahre 1933, der mittlerweile leider vom Markt genommen wurde – den Reformulierungen sei Dank.

Irgendwie anders und unkonventionell in ihrer Art war auch ihre Hollywood-Kollegin Katharine Hepburn. Sie war hoch gebildet, hatte einen Uni-Abschluss in Philosophie und Geschichte, was in der damaligen Zeit als Frau und unter Schauspielern eher argwöhnisch beäugt wurde. Außerdem besaß sie eine gehörige Portion Selbstbewusstsein, eine scharfe Zunge und ein oftmals herrisches Auftreten, was ihr den Beinamen ‚die Zarin’ eintrug. Anspruchsvoll war sie nicht nur in ihrer Rollen-, sondern auch in ihrer Duftauswahl: Sie liebte den Guerlain-Duft ‚Vol de Nuit’ aus dem Jahre 1933.

Ganz anders dagegen ihre zarte Nachnamensvetterin Audrey. Die grazile Schönheit mit den braunen Rehaugen liebte florale Düfte: ‚Spring Flower’ von Creed gehörten ebenso zu ihrem Sortiment wie Patous Jasmin- und Rosenbombe ‚Joy’ oder der fruchtige Blütenduft ‚Ivoire de Balmain’. Untrennbar verbunden ist die Holly Golightly-Darstellerin aber mit einer Duftkreation aus dem Hause Givenchy. Der französische Modeschöpfer Hubert de Givenchy lernte die damals 24-jährige Schauspielerin bei den Dreharbeiten zu ihrem Film ‚Sabrina’ kennen. Es entwickelte sich eine langjährige Freundschaft. Sie wurde seine Muse, er ihr „Leib- und Magen“-Modedesigner. Fortan trug sie in allen ihren Filmen seine Kostüme. Er kreierte ihr zu Ehren den romantisch-floralen Duft ‚L’Interdit’.

Zeitgleich mit der jungen Hepburn etablierte sich auch eine andere junge Schauspielerin vor den Kameras Hollywoods, die aber das genaue Gegensteil der zart-elfenhaften Audrey war. Marilyn Monroe stilisierte sich innerhalb weniger Jahre zum sexbombigen Weltstar. Sie war schon zu Lebzeiten eine Legende und ist es bis heute geblieben. Und welcher ebenso legendäre Duft lag ihr wohl besonders am Herzen? Ja klar: ‚Chanel No. 5’. Im Bett trug sie nach eigener Aussage gewöhnlich nur ein paar Tropfen dieses Duftes. Ah ja… Aber ehrlich: Hätten wir etwas anderes erwartet? Neben Chanels fünfter Sinfonie hatte sie (außerhalb des Bettes) eine Vorliebe für den Rosen- und Jasminkracher ‚Joy’ sowie ‚Fracas’, diese trug sie dann auch gerne in Kombination mit Kleidung. ;-)

Der kühlen US-Ostküstenschönheit Grace Kelly wurde zu ihrer Hochzeit mit dem monegassischen Fürsten Rainier vom Traditionshaus Creed der Duft ‚Fleurissimo’ kreiert. Eine Sonderanfertigung, die fünf Jahre lang nur ihr vorbehalten war. Nach Ablauf dieser Exklusivfrist war Jackie Kennedy eine der ersten, die die florale Komposition (ja, der Name lässt es bereits vermuten) aus Tuberose, Veilchen, Iris und Rose orderten.

Mit ihrem Creed-Exklusivduft ist die schöne Grace in illustrer Gesellschaft. Bereits im Jahre 1760 (!!) in London gegründet, erlangte das Parfumhaus Creed schnell großes Ansehen beim englischen Hofe. Alsbald wurde Creed offizieller königlicher Hoflieferant Queen Victorias. Auch die anderen Königshäuser Europas konnten gar nicht genug von den Creed’schen Spezialkreationen bekommen. Was früher nur Königs vorbehalten war, kann heute jeder in Auftrag geben, der genug Zaster im Portokässchen zur Verfügung hat: Für einen Betrag im sechsstelligen Rahmen kreiert Creed jedem einen persönlichen Duft nach eigenen Wünschen und Vorlieben, auf den man 5 Jahre lang das Exklusivrecht hat. Nicht schlecht! Zum bedufteten Auftragsklientel gehörten die schon erwähnten Marlene Dietrich und Audrey Hepburn, aber auch Cary Grant, Winston Churchill oder Gerard Depardieu trugen bzw. tragen maßgeschneiderte Creed-Parfums.

Doch was die Herren der Schöpfung in Old Hollywood so an ihre Haut ließen und wie man als Promi unter der Sonne Kaliforniens heutzutage duftet, das erfahrt Ihr in meinem nächsten Artikel!

Einen schönen Tag wünscht Euch,

Eure Stephanie.

Bildquelle: Sarah Bernhardt von Nadar, Marlene Dietrich sowie Marilyn Monroe – alle via WikiMedia Commons. Some rights reserved. Vielen Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

GLAMMY 2006 – die GLAMOUR Leserinnen haben gewählt / Frauenzeitschrift GLAMOUR vergibt Preis für die besten Beauty-Produkte
Jessica Alba ist das neue Gesicht von Revlon
Moschino Glamour: Florale-fruchtige Noten mit Anklängen von Amber


Freitagsverlosung.

Geschrieben in Allgemein am 18.06.2010

Hallo Ihr Lieben,

wie jede Woche auch diesen Freitag unsere Verlosung: Fünf Probenpakete wollen unter das Volk gebracht werden. Wer eines haben mag schreibt uns bitte bis Sonntag, 24 Uhr, eine Mail an info@ausliebezumduft.de und nennt uns einen Duft, den wir diese Woche rezensiert haben. Namen und Adresse nicht vergessen! Viel Glück!

Die Gewinner der letzten Woche waren: Eva K., Marion S.-K., Sonja R.-B., Monica H. und Karin V. – herzlichen Glückwunsch!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Eure Ulrike.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Freitagsverlosung.
Freitagsverlosung.
Freitagsverlosung.


Come Fly With Me

Geschrieben in Kosmetik am 18.06.2010

Der ewig-öde Streit, ob Hamburg, Berlin oder München am Tollsten ist, hat einen Schiedsrichter gefunden: Das Berliner Kosmetik-Label „Uslu Airlines“. Denn eine Stadt, aus der die schlichtweg coolsten Beauty-Produkte des Landes kommen, liegt im City-Ranking auf meiner Skala ganz weit oben. Buchen Sie also einen „Flug“ mit Uslu Airlines, der angesagtesten Marke dieses Sommers. Destination: Beautiful.

An dieser Stelle habe ich bereits ein paar Mal darüber sinniert, dass meiner Meinung nach die Zukunft im Airbrush-Make-up liegt. Die Marke „Kryolan“ (DER Profi für Theater-Schminke) hat hier für Deutschland schon vor Jahren die Latte hoch gehängt und ein kleines Heim-Gerät entwickelt, mit dem man sich einen hauchdünnen Farbfilm auf das Gesicht sprühen kann. Dior zog nach, mit einer Foundation aus der Sprühdose, die im Grunde wie ein Deo-Spray aussieht und eben die Idee des Airbrush im ganz Kleinen probt. Nun las ich zufällig, dass sich ein kleines Berliner Kosmetik-Unternehmen ebenfalls mit der Idee des Spray-On beschäftigt: „Uslu Airlines“.

Wenn ich sage, kleines Unternehmen, dann meine ich eigentlich: ein Rising Star! Ein Überflieger-Projekt. Denn die Marke Uslu Airlines ist seit ihrem Take-off vor ein paar Jahren wie ein (Lufthansa-) Kondor aufgestiegen zu einer echten Szenegröße und verzückt Promis, schenkt alteingesessenen Beauty-Redakteurinnen ein freudiges Glitzern in den Augen und verschönert mittlerweile so ziemlich alles, was den Machern des Hauses unter die Finger kommt.

Aber langsam, beginnen wir von ganz vorne:

Uslu Airlines rollte das erste Mal 2003 auf die Startbahn der Beauty-Szene. Im Cockpit sitzen die türkischstämmige kreative Chefin Feride Uslu und ihr cleverer „Copilot“ und Lebensgefährte Jan Mihm, der vor allem die Zahlen und Fakten im Auge hat. Ein Winning-Team, wie sich schnell zeigen sollte. Vom Start weg machten die „Airflow“-Produkte der Marke Furore, ein System mit dem Feride bereits Ende der 90’er Jahre als Make-up-Artistin viel Erfahrung gesammelt hatte. Nur blöd, dass es so ein Airbrush-System so gut wie nirgends für zuhause zu kaufen gab! Gute Idee, dachten sich die beiden Firmengründer, machten sich an die Entwicklung – et voilà: Am 13.01.2003 wurde das erste Produkt bei „Colette“ in Paris verkauft. Der erste Riesenerfolg kam aber mit Nagellacken. Mit Farben, wie man sie bisher nicht kannte, die aber seither regelmäßig sogar von den ganz großen internationalen Marken kopiert werden (ich will jetzt mal keine Namen nennen…). Ich finde alleine schon die Namensgebung zum Niederknien genial. Statt von Produkten spricht die Marke von „Destinations“, wie man es aus dem Flugverkehr eben kennt. Und so tragen die umwerfend coolen Nagellacke konsequenterweise schicke (und manchmal völlig fremd anmutende) Namen von Flughäfen dieser Welt, inklusive der gebräuchlichen Drei-Buchstaben-Kürzel wie CDG (Charles-de-Gaulles, Paris) oder THF (Berlin Tempelhof). Die Farben? Von silber-schimmernd bis neongelb alles dabei.

Es geht aber noch cooler:

Unter dem Motto „The Colour of Sound“ holte sich Uslu vier DJs mit an Bord, die ihren eigenen Nagellack entwerfen durften: Von den Rollerboys gibt es ein pastelliges Lila („JMK“), von DJ Fetisch ein silber-metallisches „THF“, von Headman ein wirklich super-trendiges Hellblau, und – mein Favorit – von Busy P. ein zartgelb („PSG“), das im Dunkeln leuchtet! Mit in der Packung: eine Club-Mix-CD des jeweiligen Plattendrehers.

Das ist Kosmetik für das 21. Jahrhundert!

Wer rund um den Globus unterwegs ist, weiß, was Frauen überall auf der Welt sich wünschen: Makellosen Teint und ganz viel Spaß am Leben! Vor ihrer Zeit bei Uslu lebte Feride in New York, experimentierte auf Modenschauen und bei Fotoshootings mit Farbe und Textur von Make-up. Ihr Ziel: Ein perfekter Teint ohne maskenhaft zu wirken. Dieser „Au naturel“-Look mit knalligen Farben auf Lidern, Lippen und Nägeln wurde so etwas wie ihr Markenzeichen.

Feride Uslu entdeckte für sich bei ihrer Arbeit das Airbrush-System. Eine Farbpatrone einlegen und mit der kleinen Spritzpistole eine hauchdünne Schicht aufsprühen, fertig.

Aber warum der Name und das Spiel mit dem Wort „Airlines“? Weil Uslu Airlines die Welt des Make-ups so verändern möchte, wie Flugzeuge einst den internationalen Verkehr revolutionierten. Traumziele wurden auf einmal erreichbar, ob Hawaii, Indien oder die USA. Alles ist möglich. Jet-Set? Den gibt es nicht mehr. Heute kann sich jeder das Fliegen leisten und reist um die Welt. Und so stellt sich Uslu das auch mit Airflow-Make-up vor: In einigen Jahren, so prophezeit die Firmen-Chefin (und ich schließe mich ihrer Meinung an), wird ein Airbrush-System im Bad so selbstverständlich sein wie wir heute einen Last-Minute-Flug in die Sonne buchen.

Wer einen Eindruck von dieser neuen Airbrush-Welt bekommen möchte, muss nur mal auf Youtube nach Uslu suchen. Es gibt dutzende Videos. Kleiner Vorgeschmack gefällig?

Selbstbewusst, nicht wahr? Aber der Erfolg gibt der Marke recht. Im Moment noch ein Szene-Label, dessen Farbcodes sich die Schönen und Coolen auf Flash-Mob-Veranstaltungen und Underground-Partys zuflüstern, bin ich doch fest davon überzeugt, dass die Geheimtipp-Marke bald aus dem Beautymarkt nicht mehr weg zu denken ist. Schon heute verkauft Uslu über 180 „Destinations in mehr als 170 Ländern“. Das ist mehr, als Lufthansa, British Airways oder Air France bieten können, prahlen die Macher auf ihrer Homepage mit einem Augenzwinkern.

Zu erwähnen wären da übrigens noch unbedingt die Concealer der Marke. Sehen aus wie Lippenstifte, enthalten ganz viel Vitamin E, dafür aber keine Duftstoffe. Das macht sie superverträglich und pflegend, und sie decken perfekt ab ohne zu schmieren. Und jede Frau, die mit kleinen Unreinheiten oder Augenschatten zu kämpfen hat, weiß, wie schwierig ein guter Concealer zu finden ist! Zumal es bei Uslu nicht nur die üblichen hell-mittel-dunkel-Schattierungen gibt, sondern gleich acht tolle Nuancen, so dass jeder Hautton seine perfekte Farbe findet.

In den Anfängen der Marke machte Uslu mit Stickern auf sich aufmerksam, die sie bei Fashion Shows verteilten, mittlerweile führen die besten Shopping-Adressen der Welt ihre Produkte: „Colette Paris“, „Apropos“ Köln, „Corso Como 10“ Mailand oder das „Quartier 206“ in Berlin. Und Uslu hat keinesfalls vor, einen Zielflughafen anzusteuern. Die Reise-Flughöhe ist noch lange nicht erreicht! Mit den Designern von „Mykita“ entwarf das Berliner Team eine Sonnebrillen-Kollektion (die „Mykita Uslu Airlines Aviator Glasses“), eine Zusammenarbeit mit der Schmuckdesignerin Sabrina Dehoff soll Klunker mit integriertem Make-up auf den Markt bringen, und natürlich ganz viel Fashion (etwa T-Shirts in Kooperation mit „KassoforKasso“).

Das klingt jetzt alles super-modern und trendy, aber droht dann nicht immer eine Wolke der Oberflächlichkeit den Flug in Turbulenzen zu bringen? Nein. Denn Uslu beweist auch hier, wie schlau die Marke konzipiert ist. Denn die Nagellacke der „BBB“-Kollektion (die berühmte „Bread & Butter Berlin“-Modenschau) unterstützen auch noch ein Charity-Projekt. 90 Cent pro Fläschen gehen an die „Arche Berlin“, ein christlicher Verein, der armen Kindern und jungen Menschen hilft. Elf rasante Farben, von orange (BBE – Big Bell Australia) bis schillernd-pink (BBQ – Codrington Antigua). Sieht klasse aus und hilft Menschen, denen es nicht so gut geht. Nochmal: Wie cool ist das!?

Lassen Sie mich Ihr Flug-Lotse sein und besorgen Sie sich den vielleicht besten Nagellack der Republik. Oder einen Lippenstift, ein Airbrush für zu Hause, ach ganz egal, shoppen Sie alles, was Ihnen Spaß macht. Einchecken und abheben, würde man im Flugjargon wohl sagen. Hauptsache Sie verpassen nicht Uslu Airlines. Denn diese Marke wird Geschichte schreiben. Beauty-Geschichte. Und wir sind live dabei.

Ihr Constantin Herrmann.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Keine passenden Artikel gefunden

Edelmetall.

Geschrieben in Ambriertes & Harziges, Duft, Fruchtiges, Holziges, Orientalen am 17.06.2010

Den Edelmetallen sind die beiden neuen Düfte von Profumi del Forte gewidmet, genauer: Gold und Platin, Namenspaten und Inspirationsquellen für die zwei Ergänzungen, die Fortsetzung(en) der Versilia-Linie.

Gewohnheitsmäßig hat der Chefparfumeur wieder Einblicke in sein Tagebuch gegeben, welches den wahren Poeten in ihm zutage fördert – das Pressematerial ist wie immer wortgewaltig ausgefallen:

„Gold und Platin: Tag und Nacht. Männliches Ego und weibliche Essenz. Das Offensichtliche und das Geheime. Glänzendes Gold von edler Reinheit. Archaisches Platin, geheimnisvolle Alchemie. “

Und weiter:

„Aurum und Platinum sind in Duft gefasste Freude, brillante Parfums, duftende Goldbarren der Eleganz von Versilia, in einer limitierten Auflage. “

Soviel zum allgemeinen „Rezept“. Nun aber zu den beiden Düften.

Versilia Aurum liest sich wie ein sommerlicher fruchtig-floraler Charmeur mit seinen Ingredienzen: Kopfnote: Orange, Pflaume, Erdbeere; Herznote: Herznote: Rose, Jasmin,Tuberose, Maiglöckchen, Ylang-Ylang, Iris, Sonnenblume, Orchidee; Basisnote: Vanille, Tonkabohne, Perubalsam, Tolubalsam, Sandelholz, weißer Moschus, Ambra.

Des Parfumeurs Intention war diejenige eines Alchimisten – der Versuch, den Geist des Goldes einzufangen und olfaktorisch wiederzugeben:

„Ich habe eine lange Zeit ausprobiert: Ich erforschte, roch, kreierte und sortierte Dutzende von Duftmischungen auf meiner Suche nach dem Parfum aus, das den Geist dieses allerwertvollsten Metalls, des Goldes, wiedergeben würde. Ein Duft, der kostbar ist, aber nicht anmaßend oder überheblich wirkt. Am Ende habe ich, glaube ich, den richtigen Weg gefunden – mit einem Mix aus süß und warm, einer zarten Balance zwischen Früchten und Blumen, Hölzern, Harzen, Meeresbrisen und aphrodisierenden Erinnerungen. Mein Aurum ist ein Juwel, der mit Stil an den süßesten Sommerabenden getragen werden soll.”

Aurum ist meines Erachtens nach ein perfekt weiblicher Duft, dem ein sehr sinnliches Moment innewohnt. Im Auftakt dominieren Fruchtnoten, vor allem saftige Orange macht sich bemerkbar, erscheint aber bereits ambriert sich auf einem harzig-warmen Lager präsentierend. Begleitet von Pflaume – eher mehr – und Erdbeere – eher weniger – gesellen sich alsbald die Blumen zu dem fruchtigen Stilleben: Erwachsene Iris, pudrig und mit dezenten erdverbundenen Anklängen sowie cremige Weißblütler, allen voran Orchidee. Die Harze zeigen eine allumfassende Präsenz, sie hüllen den Duft sowie auch den Träger wohlig-warm ein und offerieren Noten von Vanille und einer Ahnung von Mandel.

Ein sinnlicher Wohlfühlduft und sehr „comfy“, vor allem die omnipräsente Basis ist weich, warm und fluffy, überzeugt durch ihre orientalische Süße, die aber nie too much ist und durchaus erwachsen zu wirken versteht. Will sagen: Hier erwartet einen keine girlieske florale Süßigkeit mit quietschigen Fruchtnoten, ganz im Gegenteil.

Mir persönlich beschert Aurum in der Tat solches Wohlgefühl, daß ich mir durchaus überlege, ihm einen Platz in meiner Sammlung einzuräumen – selten für einen solchen Duft, weil eigentlich absolut nicht mein Beuteschema.

Ganz meinem Beuteschema entsprechend und somit heißer Kandidat für einen neuen Frühlings-/Sommerduft ist für mich Platinum. Versilia Platinum ist, der Name sagt es schon, einem anderen Edelmetall gewidmet, dem Platin. Die Ingredienzen: Kopfnote: Bergamotte, Grapefruit, Rosa Pfeffer, schwarzer Pfeffer, Rhabarber, Myrrhe; Herznote: Geranium, Freesie, Magnolie, Rose, Maiglöckchen; Basisnote: Vanille, Strohblume, Eichenmoos, Weihrauch, Zedernholz, Vetiver, Patchouli.

Was hat uns hierzu das Tagebuch zu sagen?

„An dem Tag, als ich die Gipfel der Apuanischen Alpen erreichte, versunken in die Betrachtung des Meeres, war ich gefangen zwischen ganz unterschiedlichen Welten, die ich mit einem Blick umfassen konnte: die brennende Sonne auf den Stränden und die glasklare Spiegelung der Marmorberge hinter mir, das intensive Blau des tyrrhenischen Meeres und das starke Grün der Kastanienwälder, die fließende Schönheit des Strandes im Sommer und die ewige Schlichtheit dieses glühend heißen Teils von Versilia. Ich stellte mir den Charme eines Parfums vor, das die Landschaft mit ihren weit auseinander liegenden Stimmungen, geschmeidig und mysteriös, bekannt und doch anders als jedes andere Parfum umfasst. Ein einzigartiger Duft, wie das kostbarste der Metalle, das Platin.’’

Und weiter:

„Einzigartig und kostbar.Das Feuer der ewigen Gegensätze: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Tag und Nacht, Gold und Silber. Der Duft beginnt frisch und würzig mit Zitrusnoten, wird reichhaltig mit blumigen Aromen – Geranium, Freesie, Rose, Maiglöckchen…..und schlussendlich warm und intensiv. Er erinnert an die hölzernen Töne von Zedern, die trockene Note des Vetiver und die exotische Note von Weihrauch und Patchouli. Ein starkes und doch rätselhaftes Parfum.“

Ganz ehrlich? Anfänglich war dieser Duft für mich nur der Noten wegen halbwegs interessant, halbwegs. Und ich war ehrlich überrascht von dem wundervollen Resultat, sowohl auf dem Teststreifen als auch auf der Haut.

Ambivalenz und Unikatcharakter, diese Worthülsen, um die man wohl nicht drumherum kommt in einem anständigen Text und derer ich mich auch ab und an bediene, wie ich zugeben muß. Hier sieht man aber meines Erachtens nach einmal mehr, wie nichtssagend letzteres Textchen ist. Ein frisch-würziger Auftakt mit zitrischen Noten, ergänzt von einem floralen Herzen und ein paar Harzen und Hölzern in der Basis. Ein Irgendjemand oder besser: ein Jedermann.

Das ist Platinum aber absolut nicht. Es erwartet einen hier ein sehr eigenständiger Charakter mit einer sehr großen Anziehungs- und Strahlkraft. Die Kopfnoten sind in erster Linie geprägt durch zwei sehr dominante Früchtchen: Ausgeprägte herbe Rhabarberfrische und säuerlich-prickelnde Grapefruit, gepfeffert serviert und dezent von Myrrhe untermalt. Meine Nase nimmt bereits den aus der Basis nach vorne drängenden ungestümen Vetiver war und bis weit ins Herz erinnert mich der Duft an dieser Stelle an eine komplexere Variante meines geliebten Sel de Vetiver von The Different Company, nur eben angereichert mit einer kräftigen Portion Rhabarber, sehr authentischem und somit seltenem im übrigen. Verhalten kommen alsbald besagte Blüten ins Spiel, von denen ich allerdings lediglich das gleißende Geranium herausrieche sowie später die eigentümliche Würze der italienischen Strohblume, auch Immortelle genannt. Anfangs eher kühl, frisch und herb-fruchtig gewinnt der Duft mit seinem Verlauf an Ruhe und Wärme. Letztere entsteht vornehmlich durch die Hölzer in der Basis in Begleitung von Weihrauch und Patchouli, was dafür verantwortlich ist, daß diese Form der Wärme eine eher kühle Variante ist. Ein Oxymoron, eigentlich, ich weiß – aber vielleicht versteht ja trotzdem wer, wie ich das meine ;)

Für mich waren die beiden Düfte der Kollektion eine echte Überraschung muß ich gestehen. Bisher haben mir alle Düfte gefallen, gelungen beherrschte Handwerkskunst, allerdings nichts dabei, daß ich unbedingt hätte haben müssen. Für mich ganz persönlich zu viele Hesperiden, da habe ich schon meine wenigen Lieblinge, mal ein schöner Ambraduft, damit bin ich auch schon versorgt, schöne feminine Düfte – die kommen für mich oft nicht in Frage… Zugegeben, by Night Black wäre vielleicht noch etwas, ja… Diese neuen beiden Düfte aber lassen mich regelrecht ins Schwärmen kommen – ich finde sie nämlich ziemlich herausstechend und vor allen Dingen auch wirklich sehr aussagekräftig.

Ich bin sehr gespannt was Ihr von den beiden Schätzen haltet – laßt es mich wissen bitte!

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

TOUS – Touch Duft- und Kosmetikset
Duftverzeichnis L – Z
Alles neu macht der Mai…


Von der Schwierigkeit, einem Mann etwas zu schenken.

Geschrieben in Allgemein, Duft am 16.06.2010

1. Natürlich ein Duft.

2. Aber welcher? Eine Typologie!

Und 3. Andy Tauers neuer Coup: „Orange Star“

Vor kurzem wurden in Berlin mal wieder die „Duftstars“ verliehen. Sozusagen die Jahresfeier der Beauty-Welt. Chefredakteure, Beauty-Experten, Mode-Designer und die Entourage der großen Duft-Hersteller feiern gemeinsam eine rauschende Party. Soweit jedes Jahr das Gleiche. Sehr lustige Nebenbeobachtung dieses Jahr: Ein Kamerateam interviewte prominente Gäste (Schauspielerinnen und Co.), was sie über Parfums als Geschenke denken. Und prompt, dem Anlass zum Trotz antworten alle einmütig: „Bitte keine Parfums verschenken. Das wäre schrecklich. Schmuck und Kleidung kämen viel besser an.“ Aha. Ist das so?

Ich muss ehrlich sagen, ich verschenke sehr gerne Düfte. Und freue mich jedes einzelne Mal, wenn ich welche bekomme. Das ist keinesfalls so einfallslos wie eine Krawatte oder ein Kochbuch, sondern viel mehr inspirierend! Ich habe schon Düfte bekommen, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie mir gefallen. Aber wow, kaum hatte ich sie ausgepackt, war ich begeistert. Und hätte sie sonst vielleicht nie kennengelernt. Woher also diese hartnäckige Mär, dass Parfums zum Verschenken nicht taugen??

Nun ergab es sich, dass ich letzte Woche Geburtstag hatte. Jedes Jahr wieder ein unerfreulicher Anlass, den ich am liebsten ignorieren würde, denn meist bekomme ich Dinge geschenkt, die ich wirklich überhaupt nicht will, und muss trotzdem brav „Danke“ sagen! Und schon die letzten Wochen vor der Geschenkübergabe beginnen alle Freunde und Bekannte damit, mich zu löchern, was ich mir denn wünsche. Ich wünsche mir aber nix. Gar nix. Das ist eben so. Ich hab nämlich alles. Nicht, weil ich in unermesslichem Reichtum schwelge oder generell ein Großkotz bin, sondern weil ich wirklich glücklich und zufrieden mit meinem Leben bin. Das zu sagen nervt aber alle Geschenke-Suchenden, denn eine richtige Hilfe ist das ja nun nicht gerade, zugegeben. Aber ich verstehe das Problem nicht. Denn meiner Meinung nach freut sich ein Mann immer (ich wiederhole: Immer) über ein gutes (!) Parfum. Deswegen ein für alle mal, schwarz auf weiß, hier mein Plädoyer im Namen aller Männer:

Schenkt uns mehr Düfte! Aber bitte nur die Richtigen…

Denn wenn ich „Duft“ sage, meine ich: Irgendwas überraschendes. Nix, was es auch im Supermarkt gibt. Nix, was auf den Top Ten-Listen der örtlichen Drogerie zu finden ist. Sondern eben was Außergewöhnliches. Ich weiß durchaus, dass ich damit den Finger auf die Wunde vieler Geschenke-Suchenden gelegt habe. Denn genau das ist das Schwierige am Präsente-Shoppen: Den meisten fehlt es an Kreativität (und Zeit zum Suchen!). Wie also findet man auf Anhieb diesen einen, den außergewöhnlichen, den „richtigen“ Duft?

Die Antwort ist ganz einfach: Denken Sie in Klischees!

Klischees sind simpel und leicht umzusetzen, sogar, wenn man den Mann noch gar nicht sooo gut kennt, für den es gilt, einen Duft zu finden. Sehen Sie sich doch mal unsere kleine Duft-Typologie der gängigsten Männer-Exemplare an – so treffen Sie ohne Schwierigkeiten den olfaktorischen Nagel auf den Kopf:

- Der Gentleman

Für ihn kommt es nicht darauf an, welche Trends gerade hip oder „in“ sind. Für ihn zählen traditionelle Werte und er liebt Altmodisches, das gilt für Kleidung, Musik und Business. Dann steht er wahrscheinlich auf klassische Düfte mit Holznoten, die trocken und warm, aber sehr markant wirken. Bevorzugte Duftnoten sind wohl Vetiver, Patchouli, Zeder und Leder.

- Der moderne „Lifestyler“

Er blättert durchaus mal Mode-Magazine, weiß was „Loafers“ sind und wie man einen Herrenschal knotet. Und er kriegt gerne Komplimente für seine köstlich-wahrnehmbaren Düfte. Im Grunde ist er am einfachsten zu beschenken, denn dieser Typ Mann findet keineswegs, dass ein Kerl nur einen einzigen Duft benutzen sollte, sondern seine Parfums je nach Tagesform und Anlass gerne abwechseln darf. Über neue Inspirationen freut er sich also immer. Einen Volltreffer erzielen Sie bestimmt mit lässigen Chypre-Düften, also mit einer spritzigen Kopfnote (Bergamotte, Zitrone, etc.), einer blumigen Herznote (Rose, Jasmin) und einem warmen Schlussakkord (Moschus, Amber).

- Macher & Denker

Ob Banken-Boss, Fabrik-Direktor oder Schriftsteller – alle, die viel mit dem Kopf arbeiten und sich ihrer Macht-Position durchaus bewusst sind, werden wahrscheinlich auf Tabak-Noten stehen. Zugegeben, das ist stark vereinfacht, aber tatsächlich ergeben Studien immer wieder, dass Tabak und Macht irgendwie zusammen gehören (siehe Fidel Castro… kleiner Scherz). Alternativ dürfen Sie (wenn der Mann sich gerne den Anstrich des Mysteriösen, Undurchschaubaren gibt) gerne in die Reihe der „Orientalen“ greifen. Etwas Weihrauch, Myrrhe, Zimt stehen diesem Männertypus ebenfalls ganz ausgezeichnet.

- Sportliche Kerle

Die Neid erregenden Männer, die irgendwie ständig am Sporteln sind, morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, nach Büroschluss ins Fitnesscenter springen und am Wochenende gerne Mountainbiken, klettern, wandern oder etwas ähnlich Absurdes tun, für die muss ein Duft vor allem ein Talent haben: Ihnen ständig das Gefühl geben, erfrischt zu sein. Hier führt kein Weg an zitrusfrischen Parfums vorbei. Orange, Limone, Mandarine, notfalls noch Bergamotte oder Petitgrain stehen bei Ihnen ganz oben auf der Favoriten-Liste.

- Die wilden Kerle (soll heißen: Abenteurer)

Sie fahren mit dem Jeep mal eben um die Ecke zum Brötchen holen, haben immer ein Survival-Messer dabei, navigieren mit ihrem GPS-Handy durch die Innenstadt als hätte man sie am Amazonas ausgesetzt und gucken nachts gerne die Sterne an, denn im Grunde wären sie doch am Liebsten Astronaut oder so etwas geworden. Großstadt-Cowboys, die scheinbar von einem inneren Drang erfüllt sind, die große Freiheit zu fühlen… und zu schnuppern. Wer so einen Mann beschenkt, wird seine Augen mit einem exotisch-aromatischen Parfum zum Leuchten bringen. Gewürz- oder Kräuter-Akkorde wie Minze, Salbei und Rosmarin treffen bei ihm ins Schwarze. Gerne auch mit einem Schuss Wild-West-Romantik, sprich Leder.

Alles, was Sie nun noch brauchen ist eine Marke, die für den nötigen Überraschungs-Kick sorgt. Da wird es schon schwieriger. Wer regelmäßig im ALzD-Dufttagebuch liest, kennt natürlich längst die meisten coolen Independent-Marken, die es zu erschnuppern lohnt. Der Rest der Welt muss sich eben erstmal durch die Online-Webshops der Republik klicken. Denn die wirklich außergewöhnlichen, großen Düfte finden Sie wie gesagt nicht im Discounter um die Ecke oder an der Supermarkt-Kasse. Wer etwas Besonderes sucht, wird im WWW am Leichtesten fündig. Und genau so eine außergewöhnliche Marke, die ich gerade für mich neu entdeckt habe, möchte ich ihnen heute ans Herz legen:

Andy Tauer – Orange Star

Genau diesen Duft habe ich nämlich zum Geburtstag geschenkt bekommen und da zum ersten Mal gerochen!

Andy Tauer ist sozusagen ein Autodidakt aus der Schweiz, der ein klitzekleines, aber umso exquisiteres Parfumhaus betreibt. Der neueste Duft aus seinem Repertoire, „Orange Star“, beweist sein Genie: ein strahlend-frischer Zitrus-Duft mit üppigem aber schwerelosem Fruchtaroma. Überhaupt nicht seifig oder süß-kitschig, sondern fröhlich, sauber und männlich. Hesperiden, Orangenblüten und Zitronengras schweben über einem Bett aus Tonkabohne, Vanille und Ambergris. Aus diesem Duft strahlt die Sonne, wenn ich das mal so sagen darf.

Nette Geschichte am Rande:

Andy Tauer Düfte kommen jetzt in einem neuen Flakon. Und dieser Falkon war … ein Geschenk! Paßt doch zu unserem Thema: In einem Interview verriet Tauer nämlich, dass eine Gruppe junger Designer auf ihn zukam. Sie hatten von seiner Marke gelesen und sich gedacht, dieser Mann braucht ein Re-Design. Also boten sie ihm an, ein neues Konzept zu entwickeln und schenkten ihm die Arbeit. Umsonst. Für lau! Hat nix gekostet. Ist das nicht toll? Denn jeder, der schon mal mit Produkt-Design zu tun hatte, weiß wie viel Arbeit in so einer Design-Arbeit steckt! Und eine professionelle Design-Agentur hätte sich Lauer nun mal (nach eigener Aussage) nicht leisten können. Das Ergebnis der Zusammenarbeit sehen wir bei Orange Star: ein blauer Fünfkant, der an einen Stern erinnert. Sehr sympathisch, sehr männlich, nicht überladen – ohne Krone, Wappen oder ähnlichem Schnick-Schnack. Eben pur. So wie der Duft.

Aber zurück zu unserem Geschenke-Problem: Denn wer gerade keinen zitronigen Duft sucht, wird bei Tauer auch für die anderen gängigen Herren-Modelle fündig! Es gibt einen umwerfenden Orientalen, nämlich „L’Air du Desert marocain“ oder das aufregend-ledrige „Lone Star“ für den Abenteurer. Alles da, alles köstlich. Man muss eben nur suchen! Dann liegt das perfekte Männergeschenk zum Greifen nahe. Und ich muss der jungen Dame Recht geben, die mir vor ein paar Tagen meinen ersten Tauer überreicht hat: So schenkt man heute! Denn erlesene Parfums mit Überraschungseååffekt sind sogar für die Männer ein fantastisches Präsent, die (wie ich) meinen, eigentlich schon alles zu haben.

Ihr Constantin Herrmann.

Bildquelle: Blue Frosting Cupcake von Tara Sandsmark – some rights reserved. Vielen Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Der gepflegte Mann – was Frauen erwarten – Die Nase entscheidet über die Attraktivität
Gepflegte Männer sind gefragt – Aktuelle Umfrage beweist: Frauen mögen kosmetikbewußte Männer
Boellis – Panama 1924 – Eau de Toilette


Love is in the Air

Geschrieben in Wissenswertes am 15.06.2010

So ganz genau kann ich gar nicht sagen woran es liegt, aber mir ist heute irgendwie ganz frühlingshaft-romantisch zumute. Einen wirklichen Grund dafür kann ich nicht finden… Vielleicht liegt es am schönen Wetter, an dem vielen Grün draußen, den Blumen, dem Duft des Frühsommers oder den herumsurrenden Bienchen und Hummeln… Man weiß es nicht. Verklärten Blickes sitze ich hier auf meinem Balkon in der Sonne, betrachte die fleißigen Pollensammler um mich herum, die herrlichen Blümchen und wie meine ach-so-schöne Kletterrose knospt, sprießt und porzellanrosa blüht… Ach je, und ich wundere mich, dass mir so sonnig-warm ums Herz ist. ;-)

Neulich fiel mir mein altes Rodin-Buch in die Hände. Ihr wisst schon, ein solches mit seinen Zeichnungen, Skulpturen und diversen biographischen Hintergrundinfos. Mit Freude habe ich es seit langem mal wieder durchgeblättert. Seit ich in der 12. Klasse im Kunst-LK ein Referat über ihn halten musste, bin ich dem bärtigen Franzosen, oder besser: seinen Werken, verfallen. Die Ausdrucksstärke und Dramatik, die seinen Skulpturen innewohnt – faszinierend! Einfach schön! War von Euch schon einmal jemand im Pariser Rodin-Museum? Für Kunstliebhaber, insbesondere Freunde von Plastiken, äußerst empfehlenswert. Für Fans von Rodin natürlich ein absolutes Muss.

Doch nicht nur seiner Werke, auch seine Biographie ist beachtenswert. Rainer Maria Rilke war zeitweilig sein Privatsekretär. Er wird als Wegbereiter der Moderne angesehen, der mit den traditionellen Werten und Stilmitteln der damaligen Kunst brach und neue Maßstäbe setzte. Seine Geschichte ist dicht verwoben mit der einer anderen französischen Künstlerin: Camille Claudel. Sie war seine Schülerin, seine Geliebte, seine Muse. Sie stand ihm Modell und wurde in vielen seiner Werke verewigt. Klingt seeeeeehr romantisch! Doch ihre Liebe war zeitlebens schwierig, nicht nur wegen des Alterunterschieds (er war 24 Jahre älter als sie). Camille war emotional äußerst labil. Streitereien, Eifersüchteleien und unkontrollierte Gefühlsausbrüche bestimmten die Zweisamkeit der beiden Künstler. Zudem blieb ihre Beziehung größtenteils heimlicher Natur. Nach der Trennung von Rodin verschlechterte sich Claudels psychischer Zustand. Sie verfiel immer mehr dem Wahnsinn und verbrachte schließlich die letzten 30 Jahre ihres Lebens ins einer Anstalt. Eine wahrlich gepeinigte Künstlerseele!

Das inspirierende Moment Liebe, die fruchtbare Konstellation von Künstler und Muse finden wir auch in der Welt der Düfte. Spontan fällt mir da zum Beispiel der gute Herr Daltroff von Caron ein. Er fand seine Muse in der ehemaligen Damenschneiderin Félicie Wanpouille, die er nach der Gründung des Parfumhauses Caron zu seiner künstlerischen Beraterin machte. Was das Verhältnis der beiden angeht, geben die Quellen unterschiedliche Auskünfte. Die einen sagen, dass Daltroff seine Liebe zu ihr stets für sich behielt und sie unerwidert blieb. Die Sehnsucht nach ihr soll seine Kreationen erst so einzigartig-umwerfend gemacht haben. Die anderen Quellen lassen verlauten, dass sie seine Geliebte war. Nun, da ich persönlich nicht dabei gewesen bin und nicht im Gräbele lag (wie wir im Schwabenland sagen würden), kann ich mich nur auf die Quellenlage verlassen und gebe hier auch beide Varianten an. Soll ja alles korrekt vonstatten gehen hier, nicht wahr? ;-)

Im Internet kursieren ein paar Fotos der beiden. Ich darf ganz ehrlich sein: Wenn ich mir die Bilder so anschaue, kann ich mit Mademoiselle Wanpouille nur schwerlich als heißblütig-angeschmachtete Muse vorstellen. Verströmt sie doch einen eher spröden Fräulein Rottenmeier-Charme. Gut, das Foto dürfte sie in gereifterem Alter zeigen. Außerdem waren damals andere Zeiten und anderes up-to-date als heute. Aber dennoch habe ich in meinem kleinen Steffi-Köpfchen als Assoziation einer Muse irgendwie eher ein anderes Bild. Naja, vielleicht sollte ich da nicht zu festgefahren sein. Außerdem sind Geschmäcker ja bekanntlich verschieden. Herr Daltroff war jedenfalls Feuer und Flamme für Mademoiselle Wanpouille. Er kreierte die Parfums, sie die dazugehörigen Flakons. Die beiden waren viele Jahre lang ein echtes Erfolgsteam. 1939 musste Daltroff, der aus einer jüdisch-russischen Familie stammte, aus hinlänglich bekannten Gründen ins amerikanische Exil fliehen. Félicie Wanpouille übernahm fortan die Leitung des Parfumhauses Caron und behielt diese auch bis zu ihrem Tod in den 1960er Jahren. Irgendwie ja schon romantisch, das alles.

Ebenso herzerwärmend ist meiner Meinung auch die Geschichte von Alfred d’Orsay und seiner Geliebten Marguerite, der Countess of Blessington. Diese war prekärerweise außerdem seine Schwiegermutter, was einen kleinen bis mittleren Skandal auslöste, die beiden allerdings nicht davon abhielt, ihre Beziehung weiterzuführen. Bei diesen beiden trug es sich nun zu, dass die Countess eine etwas unglückliche Hautchemie besaß, was dazu führte, dass alle bis dahin gängigen Parfums auf ihrer Haut nicht wirklich angenehm dufteten – zumindest ihrem Empfinden nach. So begann der gute Alfred, der den schönen Künsten und so auch der Parfumeurskunst nicht abgeneigt war, selbst ein bisschen herumzuexperimentieren. Ganz Kavalier und Gentlemen kreierte er eigens für seine Holde den Lindenduft Tilleul. Ihr kennt Ihn bestimmt. Ich hatte kürzlich auch einmal die Gelegenheit ihn zu schnuppern und muss sagen: Schöner Duft, gefällt mir gut. Für meine Nase haben blühende Linden in natura manchmal eine fast schon unangenehm-intensive Komponente. Ich weiß nicht, ob es da nur mir so geht. Aber oft kann ich unter einem blühenden Lindenbaum nicht allzu lange stehen, weil mir die Duftwolken zu viel und irgendwie zu aufdringlich sind. Tilleul duftet seeehr authentisch nach Lindenblüten, allerdings ohne diese (meine) Kopfschmerzkomponente. Daher finde ich den Duft ziemlich gelungen. Auch der Countess Blessington scheint er gefallen zu haben und das will ja was heißen. ;-)

Eine weitere Liebesgeschichte ist die zwischen dem Parfumeur Edmond Roudnitska und seiner Frau Thérèse. Exklusiv für sie entwarf er in den frühen 50er Jahren einen Duft, der nirgends käuflich zu erwerben war. Vierzig Jahre lang trug nur sie ganz alleine dieses Parfum. Erst nach seinem Tod erlaubten Roudnitskas Witwe und sein Sohn, dass der Duft unter dem Namen Le Parfum de Thérèse von Frédéric Malle auf den Markt gebracht wurde. So können wir alle heutzutage Teil an der großen Liebe von Edmond und Thérèse haben und sie mit dem Duft inhalieren, genießen. Ist das nicht zum Heulen schön? Ich jedenfalls habe schon ein Tränchen im Auge….

Reichlich Tränen vergossen hat wahrscheinlich auch die Protagonistin der Novelle La Bataille von Claude Farrère. Die Japanerin Mitsouko (na, wisst Ihr schon worum es geht?) wartete zur Zeit des russisch-japanischen Krieges Anfang des 20. Jahrhunderts verzweifelt auf die Rückkehr ihrer beiden Lieben – ihrem Mann, einem japanischen Admiral, und ihrem Liebhaber, einem englischen Offizier. Die herzergreifende Darstellung dieser unglücklich-verzwickten Dreiecksbeziehung in Zeiten von Hoffen und Bangen inspirierte den damaligen Chefparfumeur Jacques Guerlain des gleichnamigen Traditionshauses zu dem fruchtigen Chypreklassiker Mitsouko.

Last but not least noch ein letztes Pärchen bei dem man die Bezeichnung Liebespaar allerdings nicht zu wörtlich nehmen sollte. Marie Louise von Habsburg, die Herzogin von Parma, war dem Veilchen optisch und olfaktorisch mit Haut und Haar verfallen. Sie liebte das Blümchen so sehr, dass sie ihre Briefe mit violetter Tinte schrieb und diese mit einer Veilchenblüte anstelle ihrer Signatur unterzeichnete. Auf ihr Bitten hin versuchten die Mönche eines nahegelegenen Parmeser Klosters den Duft des zarten Veilchens zu destillieren, was ihnen schließlich und endlich auch gelang. Dies war die Geburtsstunde des wunderbaren Veilchenduftes Violetta di Parma, der viele Jahre nach dem Tod der Herzogin von Lodovico Borsari auf den Markt gebracht wurde und uns heute noch durch seine schlichte Eleganz und Schönheit verzaubert. Ach, seufz!

Rosarote Grüße sendet Euch,

Eure Stephanie.

Bildquelle: Bouquet of Tulips, Poppy Field und Swan in Sunset von John Nyberg – some rights reserved. Vielen lieben Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Creed Parfum – LOVE IN WHITE demnächst auch in Deutschland
Avon: Wish of Happiness: Duftende Wünsche nach Sommeraromen werden wahr
Jewels of AQABA – Jewels of Blu


« Neue BeiträgeÄltere Beiträge »
blogarama.com

BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Directory & Search engine Beauty Blogs - BlogCatalog Blog Directory
Proudly powered by Wordpress - Impressum