Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Nicht ohne meinen Lack!

Geschrieben in Kosmetik,Make-Up am 28.04.2010

Wer heute hip sein möchte, muss schnell sein. Denn das temporär-wechselnde Erkennungszeichen des internationalen Beauty-Jet-Sets ist meistens schon innerhalb weniger Tage wieder ausverkauft.

In der Geschichte der Beauty gab es immer wieder Produkte, für die Kundinnen schon früh morgens Schlange standen, um einen der begehrten Tiegel, Töpfchen oder Flakons zu ergattern. Bestseller, die den allzu-oft bemühten Tatbestand des „Must-Haves” tatsächlich erfüllen. 1971 gab es so einen Run auf die Kosmetik-Counter, als Jade Maybelline seine „Great Lash” präsentierte. Oder 1992, als Yves Saint-Laurents „Touche Eclat” Kundinnen weltweit den Kopf verdrehte und dann aufhübschte. Oder 1999, als Hollywoods umschwärmte „Creme de la Mer” endlich den deutschen Markt stürmte. Wie gesagt: es gab immer Produkte, die einen unerklärlichen Reiz darstellten, die man unbedingt haben wollte und über die alle Welt sprach. Ich beobachte nur in letzter Zeit, dass sich dieses Stampede-ähnliche Kaufverhalten ändert. Denn waren es früher kleine Revolutionen, die zu anschließendem Kaufrausch führten – wie eine Wundercreme oder der erste High-Tech-Concealer mit integriertem Pinselchen – so sind die Must-Haves unserer Zeit deutlich simpler gestrickt: Einzelne Farben (!) führen zu einer kleinen Massenhysterie. Vor allem dreht sich dabei alles um Nagellack. Eine bestimmte Nuance, meist als sogenannter „One-Shot” (also nur für eine Saison erhältlich) wird zum Renner.

Eyewear & PolishAngefangen hat diesen Hype um eine Nagellack-Nuance Uma Thurman. Oder eigentlich Chanel. Wie rum auch immer: Als Uma Thurman Mitte der Neunziger in „Pulp Fiction” einen Schicht tiefdunkle Kirsche auf den Nägeln trug, wurde die Farbe sozusagen über Nacht zum Kult… und ist es bis heute geblieben!
Aber tatsächlich erleben wir nun immer häufiger, dass eine Nagellack-Nuance auf den Markt kommt, von Celebrities in aller Öffentlichkeit getragen wird – und wumms – zum Bestseller wird. Mal ist es ein mintgrün, das allerwelts den Parfumerie-Verkäuferinnen aus den Händen gerissen wird, ganz aktuell ist es: Schwarz.
Nicht wirklich neu, denn so um das Erscheinen der „Twilight”-Triologie herum und zu Zeiten der „EMOs” (diese schwarz-pink-karierte Jugendbewegung), war schwarzer Nagellack bereits das erste Mal in. Schuld war – schon wieder – Chanel. Denn das französische Haus setzte 2006 die Bench-Mark mit der Farbe „Nr. 219 Black Satin”. Wieder waren es Celebrities, die munter mit ihren Nägeln vor Kameras posierten und so den Trend massentauglich machten: Jessica Alba, Mena Suvari, Lindsay Lohan und wie sie alle heißen.

Fast scheint es, als wäre der Lack das, was früher die IT-Bag war oder die Non-Plus-Ultra-Louboutins. Der „Vernis” (wie ihn Beauty-Junkies liebevoll nennen) ist heutzutage zum Statement geworden: Hey, schaut her, ich kenn mich aus in der Welt der schönen Dinge und bin trendy!”
Könnte dieser Wandel mit der Wirtschaftskrise zu tun haben?
Früher, als aufgeblähte Immobilien-Geschäfte und leicht zu habende Kredite unser Leben bestimmten, musste jede Frau dringend eine Kelly-Bag haben. Konnten sich aber nur wenige leisten, und selbst wer das Geld hat muss lange warten bis das Gute stück von Hand gefertigt wird – so schafft man Begehrlichkeiten! Nun, im Jahre 2010 sitzt das Geld weniger locker, wenn man heute auf der Straße fragen würde, wette ich, träumen nur noch halb so viele Frauen von einer Hermès-Handtasche wie vor zehn Jahren. Andere Dinge, andere Werte sind in den Mittelpunkt des Lebens gerückt. Man spart. Und leistet sich kleinere, erschwingliche Kostbarkeiten, eben einen IT-Lack!

So waren im letzten Jahr Yves Saint Laurents Grau-Ton „Stormy Grey” und Chanels Wahnsinns-Grün „Jade” absolute Topseller. Wollte man haben, musste man haben. Und konnte damit jede Kollegin im Vorbeigehen erblassen und neidisch auf dem Flur stehen lassen. Das Bizarre: auf Auktionsplattformen erzielten die begehrten Nuancen absurde Preise. Teilweise bis zum vielfachen des eigentlichen Verkaufswertes.
Beispiel: Chanels Jade.

Auf der Pariser Fashion Week 2009 präsentierte Design-Gott Lagerfeld seine Herbst- und Winterkollektion, und dekorierte die Topmodels mit Ringen und Ketten aus Jade. Passend dazu die Nägel in einem umwerfenden, zarten Grünton. Die Resonanz auf das von Make-up-Chef Peter Philips entwickelte Blassgrün verlief irgendwo zwischen überwältigend und absurd-euphorisch… Der Lack (ursprünglich ja extra für den Laufsteg entworfen) wurde zum Phänomen. Deshalb ging Chanel den logischen Weg, gab seinen „Jade” in limitierte Produktion… und der war dann am Counter bereits nach zwei Tagen restlos ausverkauft! Ein Wahnsinn. Bei Ebay haben dann doch noch ein paar Glückliche (?) ein Fläschen ergattert. Für schlappe 150 Euro das Fläschchen!
Ähnlich verhielt es sich mit der Erstauflage des schwarzen „Black Satin” von Chanel. Wieder ein One-Shot (wie gesagt: Begehrlichkeiten wecken!), wieder innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, so dass sogar Chanel die (pardon) Spucke weg blieb. Und wieder Höchstpreise bei Ebay und Co. Nur, dass sich alle, die damals für überteuerte Preise eine Lackflasche ersteigert haben, nun ärgern dürften: denn Chanel nimmt das legendäre Schwarz in die laufende Kollektion auf. Genügend Schwarz für alle!

Aber wie darf man sich die Entstehung so eines Hypes eigentlich vorstellen? Sitzen Damen der ersten Liga beim Kaffeeklatsch zusammen, sagen wir mal beispielsweise Frau Beckham und Frau Holmes, und flüstern sich heimlich den Namen der neuen IT-Farbe zu? So wie man sonst nur hinter vorgehaltener Hand über diesen waaaahnsinnig guten Schönheitschirurgen spricht, den die beste Freundin auch unbedingt mal kennenlernen sollte?
Voodoo LipstickNagellack ist nicht mehr bloß der stiefmütterliche Verwandte des Lippenstifts. So wie Gürtel sich von ihrer sklavischen Beziehung zu Schuhen gelöst haben (1990: „Schuh und Gürtel müssen identisch aussehen”), so durchlebt der Nagellack unserer Tage seine Emanzipation.
Fast, und einige Leser werden mich jetzt wohl am Liebsten mit Heugabeln und Fackeln aus dem Dorf treiben wollen, fast ist der Nagellack 2010 wichtiger als der Lippenstift.
Den Trend haben nun auch Firmen entdeckt, die bisher noch nicht so viel mit beauty zu tun hatten. War es früher noch so, dass jedes (hinterletzte) Label unbedingt ein eigenes Parfum kreieren musste, so hat sich auch hier der Nagellack als neue konstante Größe etabliert: Das Mode-Label „American Apparel” etwa bringt jetzt keinen eigenen Duft, sondern eigene Nagellacke. Find ich klasse! Denn eine Kompetenz in Sachen Trend-Farben hat das Label auf jeden Fall. Wer wissen will, was gerade so angesagt ist, streift einmal in einer Boutique durch die engen Gänge und ist sowas von up-to-date! Was hier hängt, trifft den Zeitgeist.
Und jetzt also auch Nagellack. 18 Nuancen gibt es, viele davon in matt (ist ja auch grad so „in”), und ein paar tolle Knallfarben, etwa ein poppiges Gelb oder ein Eighties-Blue.
Aber natürlich gibt es auch die drei derzeit wichtigsten Farben, die bis vor kurzem so begehrt waren, dass sie morgen sicher schon wieder (Gähn) out sind: ein „Factory Grey” in mausgrau, ein „Hassid”, nämlich tiefschwarz, und ein „Office” – einen herrlich „Jade”-ähnlichen Mintton.

Und was lernen wir jetzt daraus?
Dass heute ohne auffälligen Lack nichts geht. Lieber ein paar Euro in einen stylishen Vernis investieren und damit aus einem mittelmäßigen Outfit einen Knaller machen, als eine Saison lang auf eine Handtasche hinzusparen – die man sich ja dann doch wieder nicht kauft, weil sie bis dahin schon wieder out ist. Gott, ist schick sein manchmal kompliziert?!
Und bitte schicken Sie mir jetzt keine Mails, ich wiederhole: Keine Mails!, um mich zu fragen, was der kommende Trend-Lack ist. Ich weiß es nämlich nicht. Pastell-Gelb? Knall-Koralle? Oder kommt Nude wieder? Keine Ahnung, wirklich. Wir werden uns alle überraschen lassen müssen, was sich Köpfe wie Karl Lagerfeld und seinesgleichen als nächstes einfallen lassen. Nur eines kann ich mit Sicherheit sagen: es wird auf jeden Fall NICHTS mit French Manicure zu tun haben. Denn das kann nun wirklich schon lange niemand mehr sehen. Das sollte nur mal jemand den ganzen 16-jährigen Mädchen sagen, die ich morgens immer in der U-Bahn sehe…

Eine schöne Restwoche wünscht Euch,

Euer Constantin Herrmann.

Die neue Nagellack-Kollektion von Deborah Lippman jetzt bei Aus Liebe zum Duft

Bildquelle: Eyewear von Kelly Davies und Lipstick von Vera Yatsula – beide via Stock.xchng. Some rights reserved. Vielen Dank!

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Die Farben des Lebens

Geschrieben in Kosmetik,Make-Up am 26.04.2010

Warum Tom Fords erster Film „A Single Man” bei aller tiefen Traurigkeit ein Plädoyer für mehr Farbe ist – und das ausgerechnet vom Meister des schlichten, schwarzen Smokings!

Seit ein paar Tagen läuft „A Single Man” in den deutschen Kinos. Der erste Film des Modeschöpfers Tom Ford. Mode und Movie, passt das zusammen? Wieso nicht. Karl Lagerfeld schießt Fotos, Gaultier liebt es, für Science-Fiction-Kracher die Kostüme zu entwerfen – da ist es nur ein kleiner (eigentlich naheliegender Schritt) zum Regisseur. Zugetraut hätte man es Mr. Ford trotzdem nicht. Aber allem Spott zum Trotz hat Tom Ford die Romanverfilmung (nach Christopher Isherwood) zu einem der besten Filme des Jahres geführt, und das ohne jede filmerische Vorkenntnis, zuletzt sogar ohne Sponsoren. Er musste seinen ersten Film selber finanzieren. Das Melodram, das dabei entstand ist die perfekte Symbiose aus der oberflächlich-schönen Welt der Mode und der tiefen Emotionalität eines Künstlers. Hirn trifft Herz, wie man es sich für einen Kinoabend nicht schöner wünschen könnte, ohne anstrengend zu werden, ohne vermeidbare Längen, ohne intellektuelles Gefasel. Der Film berührt, schmeichelt und hinterlässt im Herzen für ein paar tage eine tiefe Schneise der Melancholie. In einem Wort: Ein Meisterwerk.

Sitzt man erst einmal wohlig in den Kinosessel gekuschelt und der Vorspann läuft, ist man bereits gefangen. Gefangen in einer emotionalen Tour de Force von bestürzender Schönheit. Wir befinden uns im Jahr 1962 in Los Angeles und begleiten einen Tag im Leben des College-Professors George Falconer (unglaublich eindrucksvoll und bestürzend gut gespielt von Colin Firth). Professor Falconer ist schwul und in herzzerreißender Trauer versunken wie ein Ertrinkender in einem Meer aus Verzweiflung (mit dieser Metapher beginnt auch der Film). Sein Lebensgefährte, die Liebe seines Lebens, ist vor ein paar Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Und diesen Schicksalsschlag konnte der intellektuelle und introvertierte Falconer nie überwinden. So erleben wir den letzten Tag im Leben eines zerbrochenen Mannes, der seine letzten Stunden mit Vorbereitungen auf seinen Selbstmord verbringt. Die finale Flucht aus der bunten Welt der Sechziger Jahre, zu der aber der Professor keinen Zugang mehr finden kann. Die Rolle des Verzweifelten ist minimalistisch angelegt, lebt von kleinen Gesten in Zeitlupe und emotional aufpeitschender Musik in der Tradition eines Wong Kar-Wai („In the Mood for Love”). Eine erdrückende Langsamkeit und Bedeutungslosigkeit umschließt das Herz des Zuschauers – eisern und eiskalt. Den letzten Tag in seinem Leben verbringt Falconer routiniert, von der Uni-Vorlesung, in der er für einen kurzen Moment seine Fassade bröckeln lässt und aus seinem Panzer ausbricht, nur um sofort die Flucht anzutreten. Wie ein Fels in der Brandung brechen sich die Wellen des Lebens an ihm, Begegnungen, amouröse Avancen, Begegnungen – alles verläuft wie in einem Film, den der Professor selber beobachtet, immer begleitet von Erinnerungen an seinen toten Freund. Selbst das alkoholgeschwängerte Abendessen mit Falconers bester Freundin – mit Herzblut und trauriger Schönheit gespielt von Hollywoods First Choice, wenn es um zermürbend unglückliche, welkende Frauenrollen geht: Julianne Moore – verkommt zu einem tristen Abbild vergangener, besserer Tage. Auffallendstes Stilmittel des Neu-Regisseurs Ford ist dabei der Umgang mit Farben. Falconer selber wird in blasser, grobkörniger Tristesse gezeigt. Seine Erinnerungen an die Zeit mit seiner großen Liebe dagegen in pulsierender Farbigkeit. Begegnungen an seinem letzten irdischen Tag verlaufen konsequenterweise in zwei Layern. Falconer selbst gräulich-blass, die Menschen, denen er begegnet strahlen dagegen. Aber im Laufe des Filmes verändert sich das Spektrum: Umso mehr der Professor noch einmal an Lebensfreude an diesem letzten Tag erlebt, desto kräftiger wird auch seine eigene Farbigkeit. Die Farbe an sich wird zum Ausdruck der Lebenslust, der Freude, des Lebens. Denn die Figur Falconer ist alles andere als eindimensional an diesem letzten Tag. Sie verläuft mehrere Stadien, entwickelt sich noch einmal – humorvoller Seitenblick: In einer Rückblende liest Falconer Ovids Metamorphosen. Wie treffend! Es ist nicht der einzige Moment im Kinosaal, indem manche lachen, anderen gefriert das Schmunzeln – etwa, wenn Colin Firth den Selbstmord plant, überlegt, wo und in welcher Stellung er sich erschießen soll, um seiner Putzfrau möglichst wenig Arbeit zu machen… Auf dem Bett, in der Dusche, oder vielleicht in einen Schlafsack eingezurrt wie eine Raupe. Manche lachen, andere habe ich weinen sehen. Aber solche Filme sind für mich der schönste Grund, ins Kino zu gehen: Wenn die Flut der Gefühle jeden Zuschauer auf seine ganz eigene Art erfasst, aber doch niemanden kalt lässt.

Verlässt man nach 101 Minuten den Kinosaal, bleibt erst einmal eine tiefe Traurigkeit. Man reflektiert die eigenen verflossenen Lieben seines Lebens, überdenkt die Distanz, auf die wir alle oft aus Angst vor Nähe gehen, hinterfragen unser Leben. Und wünschen uns mehr Farbe. Kein Leben im Grauschleier, sondern Lebendigkeit, Glück, Sex, Liebe, Lust, Freunde. Denn darum geht es in „A Single Man” eigentlich: Egal was passiert, was man auch erlebt und wie grau alles erscheinen mag – nie die Lust am Leben verlieren. Und selbst, wenn eine Beziehung zu Ende geht, weitermachen. Wie heißt es im Film so schön: „Liebhaber sind wie Busse. Man muss nur manchmal ein bisschen warten, aber dann kommt der nächste.”

Lust auf Farbe!

Shocking Color NoubaWenn wir gerade über Farbe reden, fällt mir sofort „Nouba” ein, die dekorative Kosmetiklinie von Rosy Armanini, die seit den Siebzigern mit konsequenter Qualität und hinreißender Farbigkeit brilliert. Ihr Look für diesen Sommer nennt sich „Shocking Color” – und gerade nach einem nachdenklich-tristen Film wie „A Single Man” möchte man loslaufen und sich etwas Buntes leisten. Die Damen haben es da leicht, wir Männer könnten uns als Statement höchstens einen neonbunten Turnschuh holen – gerade auch sehr angesagt! Denn was drückt mehr Lebensfreude aus, als ein Make-up in starken, explosiven Farben. Nicht unbedingt alltagstauglich, sondern eher etwas für abends, aber auch das lehrt uns „A Single Man”: gehen Sie mehr aus dem Haus, da draußen wartet das Leben, nicht in den eigenen vier Wänden und schon gar nicht im Gespinst der eigenen Melancholie. Aber was ist so Besonders an dem neuen Nouba-Look, das er mir ausgerechnet jetzt in den Sinn kommt? Er ist mutig. Und schön. Spielt mit den klassischen Akzenten der 60′iger Jahre, die im Make-up-Bereich doch gerade eh so angesagt sind: Kräftiger Eyeliner, über die Natürliche Augenform hinaus laufend, das klappt auch mit einer schwarzen Linie – aber bei Nouba können Sie in allen Farben des Regenbogens schwelgen. Flüssige Eyeliner in Lila, Grün, Blau – herrliche Reminiszenzen an die fröhliche Welt der Sixties, die im Film nur kurz angedeutet wird mittels der wunderschönen Julianne Moore, die wir beim schminken beobachten dürfen. In der gleichen Feuerwerk-artigen Schönheit liefert Nouba diese Saison Mascaras und Lidschatten, mit denen man herrlich spielen kann, um seinem Alltag etwas aufzupeppen. Probieren Sie es zum Beispiel mal mit meiner Lieblings-Wimperntusche in leuchtendem Grün: erst eine normale Mascara in schwarz auftragen, trocknen lassen, und dann nur die Spitzen mit einem Hauch bunter Türkis- oder Aquamarin-Farbe veredeln. Passend dazu gibt es umwerfend schön schillernde Lipglosse (ebenfalls sehr Sixties, da kam Gloss nämlich gerade in Mode), in fünf kristallklaren Farben – von Orangerot über Lilac bis Mauve.

Und vielleicht ist ein Kinoabend mit Freunden ja der perfekte Anlass, um wieder mehr aus dem Haus zu gehen. Ein Film, ein Cocktail – und sich des Lebens freuen. Dazu tragen Sie die neuen Nouba-Farben und können signalisieren: Ich habe die Botschaft verstanden. Hinter all der Traurigkeit von „A Single Man” steckt eigentlich der Aufruf, mehr zu wagen, mehr zu erleben, mehr zu genießen!
Ich jedenfalls gehe jetzt sofort mit meinen neuen silbernen Turnschuhen auf die Straße und gönne mir ein glas Sekt, obwohl es erst 14 Uhr ist. Carpe Diem, der wohl blödste Spruch der lateinischen Sprache hat nämlich seit „A Single Man” eine neue, ernsthaft fröhliche Bedeutung für mich. Und ja, ich bin bereit, ich werde genießen! Tom Ford sei Dank.

Eine schöne Woche wünscht Euch,

Euer Constantin Herrmann.

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La Vie en Rose…

Geschrieben in Gesichtspflege,Kosmetik,Make-Up am 17.03.2010

Rosen sind als Duftstoff gerade mal wieder sehr en vogue. Und die Kosmetik zieht nach: Dr. Sebaghs neues Rosenserum für sensiblen, geröteten Teint. Für den Geldbeutel: Luxus pur. Aber für Haut, die aus dem Gleichgewicht geraten ist: endlich herrliche Entspannung! Das „Rose de Vie” ist jeden Tropfen wert…

Dr. Sebagh Rose de Vie Serum DélicatKennen Sie Columbos Frau? (Die von dem liebenswerten Ermittler mit dem Silberblick und dem grauen Trenchcoat…) Nein? Ich auch nicht. Die kennt nämlich keiner. Lieutenant Inspector Columbo spricht zwar ständig von ihr, aber gesehen hat sie noch keiner. Und genau so ist es mit Dr. Jean Louis Sebagh. Zum Kundenstamm des britischen Arztes gehören Filmstars und Models, Reiche und allerart Prominente, über die der Schönheits-Experte zwar gerne spricht, aber sie nicht nennt und niemand genau weiß, um wen es sich handelt.
Vor über zwanzig Jahren dachte sich eben dieser Dr. Sebagh, er könne und dürfe all sein Wissen nicht nur seinem streng gehüteten Kundenzirkel vorbehalten. Wo ein Wissen, da ein Weg! Also setzte er sich an die Arbeit und schuf eine kleine, aber exquisite Kosmetik-Linie, die Seren, Cremes, Masken und Reiniger umfasst – Resultat aller Produkte soll der „Sebagh-Effekt” sein, ein frischer, strahlender Teint, egal in welchem Alter. Dabei betont der Arzt immer wieder gerne, was uns eh allen klar ist: Umso früher eine Frau (und ein Mann!) zu cremen anfängt, desto besser. Denn ab dem 25. Lebensjahr baut die Haut systematisch ab. „Genauso wie wir unseren Körper kontinuierlich mit Nahrung versorgen, so dürfen wir auch bei Inhaltsstoffen unserer Pflege nicht sparen.”

Gereizter Teint – jede zweite Frau kennt das!

Mehr als die Hälfte aller Frauen in Deutschland erleben regelmäßig, dass ihre Haut juckt, spannt oder sich rötet. Die Ursachen können vielfältig sein – falsche Ernährung, Streß, Allergien, Zuviel Hautpflege oder schlichtweg die falsche. Generell unterscheidet man dabei zwischen „exogenen” und „endogenen” Einflüssen. Die sogenannten Endogenen Faktoren können in der Psyche wurzeln. Streß zum Beispiel ein häufiger Auslöser für gereizten Teint. Es kann aber auch eine generelle genetische Veranlagung vorliegen. Gemein, aber wahr: Manche Frauen haben ihren empfindlichen Teint schlichtweg geerbt und müssen dann besonders darauf achten, ihn zu stärken.
Exogene Faktoren dagegen sind Reiz-auslöser von außen. Das kann zum Beispiel UV-Strahlung sein, die falsche (oder zuviel) Pflege, trockene Heizungsluft oder Wind und Kälte im Winter.
Kennzeichen des empfindlichen Teints ist vor allem, wenn nach der Gesichtsreinigung der Teint spannt, oder er bei Wärme beziehungsweise Kälte sich schnell rötet. Oder wenn er auf Pflegecremes mit Juckreiz oder Brennen reagiert. Dann handelt es sich höchst wahrscheinlich um empfindliche Haut. Über 70 Prozent der Frauen berichten in Studien von den oben beschriebenen Symptomen, Tendenz steigend.

Das neue Serum: Rose de Vie Serum Délicat

Dr. Sebagh Rose de Vie Serum DélicatEin seidiges nicht-fettendes Feuchtigkeits-Konzentrat , das Freie Radikale bekämpft und gerötertem, angespanntem Teint pempert und Linderung schenkt. Die Haut wird gestärkt, beruhigt und geschützt. Ein paar Tropfen nach der Reinigung auf den betroffenen Partien verteilen und sanft in die Haut einmassieren.
Symcalmin, der berühmte entzündungshemmer mindert Rötungen und Spannungsgefühl im Handumdrehen, Delta-tocopherol wirkt anti-oxidativ und kostbares Rosenöl spendet intensiv Feuchtigkeit. Die Haut beginnt bei regelmäßiger Anwendung zu strahlen, dank Omega-3-Säuren, Vitamin E und einem extrem hohen Lipidanteil.

Andere Firmen werben groß damit, den Schlüssel jugendlicher Haut entdeckt zu haben. Dr. Sebagh hält es da eher mit Columbo: Den Ball flach halten, und die Resultate für sich sprechen lassen. Die Fans kommen dann ganz schnell – und von ganz alleine. Auch ohne marktschreierisches Imponiergehabe. So war es schon bei anderen großartigen Sebagh-Produkten wie der sensationellen Vitamin-C-Puder-Creme, die als wahrer Ausstrahlungs-Booster anderen Produkten beigemischt wird, um den Teint zum Leuchten zu bringen. Und so wird es auch diesmal sein, mit dem Rosenserum. Ganz von alleine wird die Sebagh-Lawine wieder einmal ins Rollen kommen, und ganz heimlich werden die Schönen und Reichen sich diesen Geheimtipp zuflüstern und cremen was das Zeug hält. Aber lassen sie mich kurz den Inspector Columbo für Sie spielen, denn ich hätte da noch eine Frage, wenn Sie erlauben: Wo ist der Unterschied zwischen uns und den Schönen und Reichen? Eben, es gibt keinen mehr. Wir können alle umwerfend aussehen, auch ohne zu Dr. Sebagh in die Praxis zu müssen. Wir können uns sein Wissen nämlich nach Hause holen. Und fühlen uns dabei doch irgendwie wie ein Hollywood-Star mit seiner Geheim-Tipp-Pflege. Was so ein paar Tropfen Rosen-Elixir so alles ausmachen…

Kleine Notiz am Rande:
Wer Rötungen mit Make-up kaschieren möchte, macht oft nur noch alles schlimmer!
Irritierter Teint sieht oft nicht besonders schön aus. Rot, schuppig, fahl, mit Pickelchen. Am Liebsten möchte man sich verstecken, oder zumindest die betroffenen Hautstellen.
Im Gesicht heißt das: mit Make-up zukleistern.
Aber: oft verschlimmern alle kosmetischen Camouflage- Helferlein das Ganze nur noch!
Denn viele Make-up-Produkte lassen die Haut nicht genug atmen, oder enthalten allergieauslösende Dufstoffe, und langkettige Kohlenwasserstoffe wie Paraffine oder nichtflüchtige Silikone – und die wiederum mindern die Regenerationsfähigkeit der Haut.
Aber es wäre doch gelacht, wenn wir Ihnen nicht die passende Lösung bieten könnten: Erst das neue Rosen-serum, dann Mineral-Make-up statt Mass-Market-Produkte.
Mineralische Pigmente sind längst in Lebensmittelqualität verfügbar und decken als Puder und Foundations mit ihrem breiten Farbspektrum alle Hauttöne und Wünsche ab. Zwar erreichen sie nicht das samtweiche Hautgefühl der eben angesprochenen Silikone, die sich wie ein samtiger Film auf den Teint legen, dafür kann die Haut aber bestens atmen und sieht oft – je nach Auftragetechnik – auch natürlicher, ungeschminkter aus. Besondere Beachtung beim Schminken von „Problemhaut” benötigt übrigens die zarte Augenpartie. Sie ist sehr empfindlich und reagiert schnell gereizt auf Make-up. Zum Glück gibt es auch hier mittlerweile mineralische Produkte, wie z.B. Eyeshadows, die viele Allergiker und Frauen mit empfindlichem Teint besser vertragen. Übrigens: schwarzer Mascara und schwarzer Eyeliner sind für sensible Haut seltener ein Problem, als Produkte mit grünen oder blauen Farbstoffen. Schuld sind die darin oft enthaltenen Kupferoxide oder Chromdioxod-Teilchen. Nickel-Allergiker sollten allerdings wiederum mit der schwarzen Mascara vorsichtig sein, denn gerade in der Farbe Schwarz ist oft Nickel enthalten.
Wie würde Columbo sagen: Noch irgendwelche Fragen offen?

In diesem Sinne – Ihr Constantin.

Bildquelle: White Red Rose von A.I.Inc. via stockxchng – vielen lieben Dank!

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Where the wild roses grow…
Annick Goutals Rosenstrauß…


Hautweh.

Geschrieben in Gesichtspflege,Körperpflege,Kosmetik,Make-Up am 1.02.2010

Hilfe, meine Haut funkt S.O.S. !
Die besten Strategien, um gereizten, empfindlichen Teint schnell wieder
in den Griff zu bekommen

Manchmal spürt man es nicht nur, man sieht es auch: das Gesicht sieht gerötet aus, juckt, spannt, glänzt – wir fühlen uns einfach nicht wohl in unserer Haut.
Dann gilt es, die Ursache zu erkennen und sofort gegenzusteuern. Denn für jedes Problemchen gibt es auch meistens eine schnelle, simple Lösung.

Problem 1: Stress!
Gerade wenn es im Job mal drauf ankommt,
zeigt der Teint ausgerechnet Pickelchen und Rötungen

Ein großes Meeting steht an, der Chef fordert viel zu viel – und das alles natürlich auf einmal – und irgendwie wird der Berg Arbeit immer größer, egal wie viel man rödelt. Und schon sieht man es mir an: Stress, Hektik, zu viele Zigaretten, Liebeskummer, egal was der Auslöser sein mag- mentale Reizungen und Hautreizungen liegen leider nur allzu oft dicht beieinander. Aufregung lässt nämlich leider den Teint erröten, die Hauttemperatur steigt und die unter der Oberfläche liegenden Nerven reagieren reizbar wie eine Diva. Wirklich lästig, aber eine ganz normale Reaktion, bei jedem Hauttyp. Aber bei empfindlichem Teint treten die normalen Reaktionen noch gehäuft, öfters und vor allem sehr viel stärker zu Tage. Missempfindungen wie Jucken oder Brennen können sozusagen von innen heraus, durch sogenannte „endogene” Faktoren entstehen. Die Psychodermatologie spricht hier von der Haut als „Immunorgan”, in der rund 2.000 Nervenbotenstoffe die Entzündungsprozesse des Teints regulieren. Das bedeutet, dass psychischer Stress, Schlafmangel und Hektik dazu führen können, dass im Körper Botenstoffe freigesetzt werden (sogenannte Neurotransmitter), die das Immunsystem der Haut schwächen. Sie wird anfälliger für Entzündungen, da der antibakterielle Schutzschild der obersten Hautschicht geschwächt wird. Und dann helfen auf die Schnelle auch keine mentalen Entspannungsübungen oder ähnlicher Kram. Jetzt braucht man eine „Feuerwehr”, die zum Löscheinsatz gerufen wird.

Die Lösung: Beruhigender Hafer

Das Power-Getreide ist ein wahrer Stress-Blocker. Als Tee aufgebrüht (erhältlich in Kräuterläden) wirkt er gegen Nervosität, Stress-Gefühle und Schlaflosigkeit. Dazu die ideale Ergänzung: Eine Hautpflegeserie, hoch-potente Dermokosmetik, wie „Optolind Empfindliche Haut”. Denn sie geht noch einen Schritt weiter, nutzt den natürlichen Hafer als kosmetischen Inhaltstoff, in dem auch hautberuhigende Substanzen stecken, wenn auch nur in sehr geringen Mengen. Die Optolind-Pflege für empfindliche Haut enthält „Symcalmin”, einen chemisch den hautberuhigenden Extrakten des Hafers nachempfundenden Wirkstoff, der durch sein Herstellungsverfahren aber nicht die allergenen Bestandteile des Hafers enthält (Klar, wer allergisch auf Hafer ist, würde sonst prompt ja wieder unangenehme Hautreaktionen zeigen). Durch Verkapselung in feinste Liposomen dringt Symcalmin besonders schnell in tiefere Hautschichten und entfaltet dort eine spürbar beruhigende Wirkung, lindert Hautrötungen und Juckreiz, beruhigt und entspannt die Haut. Und das Meeting nächste Woche? Werden Sie souverän meistern, mit hafergestärkten Nerven und strahlend schöner Haut. Wenn Sie dann doch noch erröten, dann wahrscheinlich wegen all der Komplimente, die Sie vom Chef bekommen werden…

Problem 2: trockene Luft
Besonders in der kalten Jahreszeit fängt der Teint an zu „spinnen”.

Wenn es draußen kalt ist, bedeutet das leider für die Haut, dass sie zusätzlicher, großer Belastung durch schlechtes Raumklima ausgesetzt ist. Denn wenn kalte Außenluft in einen beheizten Raum gelangt und sich dort erwärmt, sinkt die Luftfeuchtigkeit. Das führt einerseits schnell zu trockenen Schleimhäuten und nur oft genug zu Halsschmerzen, andererseits auch zu trockener, geröteter und sogar unangenehm juckender Haut. Da wir Menschen aber über kein Sinnesorgan verfügen, dass trockene Luft eindeutig wahrnimmt, spüren wir es meist erst, wenn die Haut schon in Mitleidenschaft gezogen wurde, empfindliche Haut natürlich schneller und vehementer als jeder andere Hauttyp. Aufgrund des mangels an Feuchthaltefaktoren des Teints kommt es zu einem starken Feuchtigkeitsverlust.

Die Lösung: Trinken, Cremen und … Gärtnern!

Am angenehmsten für die Haut ist im Wohn- und Arbeits-Bereich eine konstante Raumtemperatur von circa 20 Grad Celsius – auch im Winter! Über Nacht im Schlafzimmer darf es sogar ruhig etwas kälter sein. Gleichzeitig sollte man seinen Flüssigkeitshaushalt von innen auffüllen, idealerweise mit einem Glas Wasser pro Stunde Aber das alleine hilft noch nicht. Eine clevere, unkomplizierte Möglichkeit, das Raumklima zu verbessern, ist, Pflanzen aufzustellen. Ein „Philodendron” (auch Baumfreund genannt), verwandelt Formaldehyd aus der Luft in Feuchtigkeit und filtert gleichzeitig Schadstoffe (z.B. Tabakrauch). Einfach ein paar der hübschen Grünpflanzen im Zimmer aufstellen – die Haut wird es danken.

Problem 3: Zuviel Pflege!
Eigentlich möchte man seiner Haut besonders viel Gutes tun,
sie reagiert aber leider mit Ausschlag

Die Haut benötigt fetthaltige und wasserlösliche Pflegestoffe, das ist den meisten sicherlich klar. Um aber Fette und Öle mit Wasser und wasserlöslichen Stoffen mischen zu können, arbeitet die Kosmetik-Industrie mit Emulgatoren. Und seit Jahrzehnten reagieren viele (um genau zu sein: immer mehr!) Frauen mit gereizter Haut auf sie. Denn über die Creme geraten die Emulgatoren logischerweise auch in die Haut und reichern sich dort in den oberen Schichten an. Beim Duschen, Baden und Gesichtwaschen lösen sie dann die Hautfette auf und waschen diese aus der Haut heraus. So verliert der Teint seine Schutzstoffe, die wichtige Lipidbarriere wird geschwächt. Außerdem verursachen Emulgatoren kleinste Risse in der Hornhaut, in diese dann Fremdstoffe eindringen und zu Entzündungen führen können. Gerade bei empfindlicher Haut kommt aber noch ein weiteres „Problem” dazu: Duftstoffe, die ebenfalls in vielen kosmetischen Produkten verwendet werden, sorgen zwar dafür, dass eine Creme unverwechselbar gut riecht. Andererseits stehen sie Studien zufolge an dritter Stelle der allergieauslösenden Substanzen und führen immer häufiger zu Irritationen. Jetzt bitte nicht erschrecken, aber: Von 13 000 bislang erfassten kosmetischen Zutaten lösen circa 3000 immer wieder Kontaktallergien aus. Wer das vermeiden möchte, setzt auf Kosmetika, frei von Duftstoffen und natürlich frei von Emulgatoren.

Die Lösung: DMS oder Naturkosmetik

„DMS” steht für Derma Membran Struktur – ein Wirkkomplex aus hochreinen, pflanzlichen Lipiden, der sowohl in seiner Zusammensetzung als auch seinem Aufbau den natürlichen Barriere-Lipiden der Haut gleicht. Dadurch vermag DMS, die Lipidbarriere zu regenerieren, also zu „kitten”. Das minimiert das Eindringen schädlicher Umwelteinflüsse und die Verdunstung der hauteigenen Feuchtigkeit. Und das Problem mit den Duftstoffen? Wird von vornherein vermieden. Denn die meisten DMS-Präparate sind konsequenterweise geruchsneutral. Des weiteren dürfte die Zusammensetzung der Produkte so stabil sein, das sie auch ohne Konservierungsmittel auskommen. Die Alternative ist auf jeden Fall eine hoch-reine Naturpflegserie wie die von mir so geliebe „REN”-Skincare. Keine Emulgatoren, keine Duftstoffe, keine Konservierungsstoffe – die ideale Pflege für sensiblen, gereizten oder irritierten Teint. Am Besten, Sie lassen sich bei Ihrem nächsten Besuch in einer Parfumerie oder Apotheke beraten, welche DMS-Produkte für Ihren Teint am Besten passen.

Problem 4: Falsche Ernährung
Selbst wenn kein Stress herrscht, und man dieselbe Pflege wie gewohnt verwendet, treten manchmal aus heiterem Himmel rote Flecken auf

Sensible Haut ist von Natur aus sehr zart und verfügt nur über eine extrem dünne Hornschicht. Manche Genußmittel wie Kaffee, schwarzer Tee, Sekt oder colahaltige Erfrischungsgetränke steigern aber die Durchblutung und sorgen für rote Flecken auf dem Teint. Solche colahaltigen Getränke und (was viele leider immer unterschätzen) Fast Food enthalten außerdem große Mengen Phosphat, das wiederum die Zinkverwertung des Körpers hemmt. Zink ist aber ein wichtiger Baustein der Hautgesundheit. Denn es vermindert Unreinheiten und die Talgproduktion, verbessert den Vitamin-A-Stoffwechsel und die Wundheilung (Das haben wir ja oben bereits gelernt: Mikrorisse!). Aber auch scharfe Gewürze wie Chilli, Curry oder Pfeffer sind schlecht für sensible Haut. Denn sie erhöhen die Reizbarkeit der Blutgefäße und führen somit schnell zu Rötungen. Was tun, fragt der Geplagte…

Die Lösung: Cleveres Beauty-Food

Generell wirkt sich jede Form der einseitigen Ernährung auch negativ auf den Teint aus. Besonders bei empfindliche Haut können Sie aber einiges tun, um für mehr Wohlfühl-Komfort zu sorgen. Austern sind z.B. prima Zink-Lieferanten mit 220 Milligramm pro 100 Gramm. Wem das aber auf Dauer zu luxuriös ist, der kann sich auch mit viel Getreide-Produkten behelfen. Statt Alkohol und colahaltigen Limonaden lieber regelmäßig Weißen Tee trinken, der besonders viele Anti-Oxidantien enthält, und möglichst oft Kaltwasserfische (z.B. Lachs), Rapsöl oder Nüsse essen. Denn diese enthalten sogenannte „gute Hautfette”, also mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren. Sie beruhigen und pämpern trockene, reizempfindliche Haut, und machen sie schön glatt und geschmeidig.

Sie sehen also, auch empfindlichster Teint ist allen Angriffen von innen und außen nicht schutzlos ausgeliefert. Sie müssen nur den „Aggressor” identifizieren, schon können Sie einiges tun, um Ihre Haut wieder in die Balance zu bringen. Übrigens: Oft weiß man gar nicht genau, welches Problem denn nun eigentlich verantwortlich ist für die Haut-Irritationen. Sind es Duftstoffe oder doch ein zu scharf gewürztes Essen? Reagiere ich auf zuviel Pflege oder ist eher der Ärger mit dem Chef schuld? Wenn Sie die Ursache für Ihre Probleme nicht klar erkennen, hilft nur eines – Buch führen! Notieren Sie in einer Art „Haut-Tagebuch” jeden Tag alle haut-relevanten Dinge. Also, was Sie gegessen haben, welche Kosmetika Sie verwendet haben, wie gestresst Sie waren und in welcher Ausprägung ihre Hautprobleme auftraten. Nach vier bis sechs Wochen stellt sich meistens heraus, welche Faktoren sich wirklich ungünstig (oder günstig!) auf ihr Aussehen und Ihr Wohlbefinden auswirken…

Viel Erfolg!

Liebe Grüße, Ihr Constantin Herrmann.

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Wimpern-Wunder.

Geschrieben in Kosmetik,Make-Up am 25.01.2010

Stars wie Madonna lassen sich schonmal für 10.000 Dollar künstliche Wimpern basteln, inklusive Nerzhaar und Diamanten-Besatz. Affig? Finden wir auch. Und out noch dazu. Denn wer etwas auf sich hält in der Welt der Schönen und Reichen investiert jetzt in „Wimpern-Botox”. Finden wir noch gruseliger. Und verraten lieber, wie jede Frau im Handumdrehen atemberaubend schöne Wimpern bekommt!

Wimpern sind eine delikate Sache. Die kleinen Härchen – am Oberlid sind es bis zu 250, der untere Wimpernkranz besitzt circa 150 Wimpern, die nur langsam und wenig wachsen, aber nach etwa 150 Tagen schon wieder ausfallen. Das bewirkt, dass eine Wimper so gut wie nie ihre volle, mögliche Länge erreicht, denn sie segelt leider irgendwann unbemerkt zu Boden, bevor sie ihre volle Pracht erreicht. Ausnahmen bestätigen die Regel, denn Jolie Matzes listete das Guinness Buch der Rekorde mit der bisher längsten natürlichen Wimper der Welt: stolze 6,4 Zentimeter trug die Amerikanerin zur Schau. Aber wie gesagt, unter normalen Umständen brechen die Wimpern ab oder fallen aus, bevor sie ihre maximale Länge erreichen. Da helfen nur Mascaras, um dem spärlichen Wimpernkranz etwas mehr dramatik zu schenken. Deswegen tuschen Frauen rund um den Globus jeden Morgen, was das Zeug hält, greifen zur Wimpernzange, oder laufen sogar ins Wimpernstudio, um sich die echten Haare mit künstlichen verdichten und verlängern zu lassen. Im extremfall – siehe Madonna, Jennifer Lopez und Co. sogar mit Echt-Pelz.
Aber wie wäre es nun, wenn es ein Mittelchen gäbe, dass die Wimpern ohne Tusche und ganz von alleine toller aussehen, länger wachsen und dichter klimpern könnten?

Talika und das Wimpernwachstum

Talika LipocilsDie Idee, ein „Wimpern-Wunder-Präparat” zu kreieren, ist keineswegs neu. Der Beauty-Legende nach war es im zweiten Weltkrieg, als die junge Ärztin Danielle Roches schwere Verbrennungen behandelte. Aus Mangel an genug Medikamenten mischte und experimentierte sie selber mit Kräutern und Pflanzen, bis sie ein respektables Vernarbungsmittel auf Pflanzenbasis schuf, das sie fleißig einsetzte – und siehe da! Neben der wundheilenden Wirkung beobachtete Roches, dass merkwürdigerweise bei den behandelten Patienten die Wimpern begannen nachzuwachsen, beziehungsweise dichter und länger zu werden. Eine kleine Sache könnte man denken, aber dieser kosmetische Zufall erlangte schon bald Weltruhm, denn die französische Firma „Talika” entwickelte aus diesem Präparat ein Wimpern-Mittel, „Lipocils”, dass in den letzten 50 Jahren zu einem wahren Klassiker der Branche avancierte. Zweimal täglich auf den Wimpernkranz aufgetragen, wachsen kurze und geschwächte Wimpern schon nach 28 Tagen länger und voluminöser nach! Das Produkt ist sogar für Kontaktlinsenträgerinnen geeignet. Fans weltweit geben dem kleinen „Lipocils”-Wunder recht: Es wirkt. Effektiv und sichtbar.
Aber, wie heißt es so schön, eine gute Idee klappt auch zweimal. Dachte sich wohl auch der amerikanische Pharmahersteller „Allergan” und beschloss, ein Gegenpräparat auf den Markt zu bringen.

Allergan – die Marke, der wir Botox „verdanken”

Der amerikanische Pharmahersteller Allergan, bei dessen bloßer Erwähnung manche am Liebsten vor Entzücken die etwas eingefrorenen Augen aufreißen würden, erlangte mit seiner Erfindung, dem „Anti-Falten-Mittel Botox” Weltruhm. Botox-Parties, Botox-Babes, Botox-Schönheitswettbewerbe – es gibt wohl niemanden in der westlichen Welt, dem das Nervengift nichts sagt. Und genauso erfolgreich, wenn es nach dem Hersteller geht, soll nun auch „Latisse” werden, das neue Wundermittel für schönere Wimpern.
Dass der Markt Bedarf hat, beweist nicht nur der erfolg von Talikas „Lipocils”, sondern auch die Tatsache, dass fast jede Frau Morgen für Morgen Mascara aufträgt. Denn wer träumt nicht von dichteren, dunkleren, längeren, umwerfend schönen Wimpern? Studien zufolge besitzen nämlich nur rund 20 Prozent aller Frauen weltweit perfekte Wimpern: Lang, voluminös, dicht gewachsen und dunkel. Der Rest muss eben jeden Tag mit Tusche nachhelfen. Das soll jetzt alles anders werden, proklamiert Allergan und rührt seit mehreren Monaten fleißig die Werbetrommel für seinen neuen kommenden Bestseller. Das Produkt wurde angeblich – ähnlich wie bei Talikas Lipocils – ganz zufällig erfunden. Bei der Behandlung der Augenkrankheit „Grüner Star” mit dem Wirkstoff „Lumigan”. Bei der Therapie der erkrankten Augen beobachteten Forscher, dass die Wimpern der Patienten voller und länger wurden. „Lumigan” wurde daraufhin etwas modifiziert, in der Dosierung sehr stark reduziert und erlangte in den USA bereits Marktreife, eben als „Latisse”. Durch die Verdünnung der Konzentration auf 0,03 Prozent sollen auch die Nebenwirkungen vermieden werden – unter anderem Juckreiz, Rötung des Lidrands sowie eine Verfärbung von Oberlidern oder gar der Iris, wie sie bei der Anwendung gegen grünen Star manchmal auftraten. Aber den streit um etwaige Risiken und Folgeerscheinungen scheut Allergan ja bekanntlich nicht, wie alle Botox-Gegner zur genüge wissen dürften.
Das Produkt wird abends mit einem speziellen Einweg-Applikator wie ein Lidstrich aufgetragen und soll die versprochenen Effekte – mehr Länge und dunklere Wimpern -nach acht Wochen erzielen. Da aber wie anfangs erklärt eine Wimper nun mal nur circa 150 Tage am Auge wächst, bevor es ausfällt, darf der Hersteller auf eine Botox-ähnliche Abhängigkeit der Konsumentinnen hoffen. Ein teures Unterfangen, denn die Monatskur, die es bislang nur in den USA gibt, kostet schlappe 120 Dollar. Und ist, ganz nebenbei erwähnt, natürlich rezeptpflichtig. Rechnen Sie doch einmal mit: Der Effekt bleibt nur so lange bestehen, wie das Präparat verwendet wird, das macht nach Adam Riese stolze 1.440 Dollar pro Jahr. Umgerechnet in Talikas „Lipocils” sind das 32 Flaschen des französischen Wundermittels (á circa 31 Euro pro Monat). Eine merkwürdige Rechnung: Das teure rezeptpflichtige Allergan-Produkt mit etwaigen Nebenwirkungen, das in Europa noch nicht einmal zugelassen ist, oder der Klassiker von Talika, der seit über 50 Jahren die Frauen begeistert und wesentlich einfacher zu beschaffen ist. Ich wage einmal die Prognose: Marketing-Power und Werbe-Etat hin oder her, das amerikanische „Latisse” wird kein Verkaufsschlager werden. Da können noch so viele Stars wie das Latisse-Werbegesicht Brooke Shields beteuern, wie toll sie das angebliche Wunderzeug finden.
Wir meinen: Lipocils oder Finger weg!

Und wer lieber den klassischen Weg geht:
Die besten Tusche-Tricks für XXL-Wimpern

1. Arbeiten Sie in mehreren Schichten!
Erst eine dünne Lage Mascara auftragen, dann etwas losen Puder auf die Härchen stäuben – das klappt am Leichtesten mit den Fingern. Durch diesen Extra-Mantel werden die Härchen sofort voluminöser. Anschließend wieder eine Schicht Tusche auftragen.

2. „Pumpen” Sie nie mit dem Bürstchen in die Flasche, um mehr Farbe aufzunehmen. Dadurch geraten nämlich leider Sauerstoff und eventuell Bakterien in die Tusche, sie trocknet schneller aus und kann unter Umständen zu Entzündungen des Auges führen. Moderne Mascara-Tiegel sind eh so designt, dass stets die optimale Menge Farbe am Bürstchen haften bleibt. Mehr Farbe würde nur dazu führen, dass die Wimpern zusammenkleben.

3. Falls doch einmal die unschönen „Fliegenbeine” enstehen…
Das passiert vor allem bei Volumen-Mascaras ganz schnell. Dann hilft am besten ein „Wimpernkamm”, mit dem man nach dem Tuschen noch einmal durch die Härchen gleitet und sie separiert. Falls Sie schon sehen, dass zuviel Mascara am Bürstchen klebt (vor allem an der Spitze), nehmen Sie etwas von der Tusche mit einem Kosmetiktuch ab. Streifen Sie den Überschuss nicht am Tiegel ab, denn sonst trocknet er dort fest und bröckelt beim nächsten Auftragen auf die Wimpern.

4. Malen Sie unten und oben!
Diese Saison werden beide Wimpernkränze betont. Erst mit der Länge des Bürstchens die obere Wimpernreihe akzentuieren, dann noch mal ein bisschen farbe aufnehmen und die unteren, kürzeren Härchen mit der spitze des Bürstchens entlangfahren. Zum schluß noch einen deutlichen Lidstrich malen, der ist ganz aktuell nämlich wieder top angesagt! (Der Look der Sixties ist wieder „in”!)

5. Investieren Sie in neue Entwicklungen:
Sie lieben Ihre Mascara und verwenden seit Jahren dieselbe? Glauben wir gerne. Aber probieren Sie trotzdem mal eine der neuen Hightech-Tuschen, denn in ihnen stecken viele Jahre Forschung, neue Formulierungen und neuartige Bürstchen, die sie begeistern könnten.

Unsere Neuesten Lieblinge:

„Respectissime Mascara Extension” von La Roche-Posay
XXL-Länge & optimale Verträglichkeit
La Roche Posay RespectissimeDer Spezialist für optimale Verträglichkeit bietet eine neue stärkende und super-verlängernde Mascara, natürlich hypoallergen, ohne Duftstoffe, für Kontaktlinsenträgerinnen geeignet und wenig „bröckelnd”. Denn Studien zufolge leidet jede zweite Frau unter empfindlichen Augen.
Doch nicht nur Augen, sondern auch Wimpern sind empfindlich. Mechanische Reibung (zum Beispiel beim Abschminken) , UV-Strahlen oder die falsche Augen-Kosmetik können die Haarstruktur schädigen, aufrauen und dazu führen, dass die Härchen schneller abbrechen. „Respectissime Mascara Extension” enthält ein spezielles Repair-Polymer, das die Schuppenschicht der Wimpern langanhaltend glättet. Aufpolsternde Wachse spenden außerdem tolle Verlängerung und Schwung.

Diorshow Extase „Diorshow Extase” von Dior
Oversize-Volumen & Perfekt getrennte Wimpern
Vergessen Sie umständliche Fake Lashes! Diese Mascara zaubert im Handumdrehen spektakuläres Volumen dank einem „Metamorphose”-Puder mit auffüllender Wirkung, dass beim Kontakt mit den Wimpern sein Volumen vervielfacht. Die spezielle „Volant-Bürste” mit zwei verschiedenen Fasern kämmet die Wimpern beim Auftragen und täuscht so größere Dichte vor, und umhüllt jede Wimper einzeln mit Farbe. Ein in der Textur enthaltenes Ceramid mit pflegeähnlichen Eigenschaften glättet und repariert die Wimpern außerdem – das lässt sie herrlich dreidimensional glänzen. Das Resultat: ein extravaganter Blick. Klimpern gehört bei Dior eben zum Handwerk.

Sie sehen, es gibt verschiedene Methoden, die Wimpern zu boosten. Ein wahres Wunder-Elixir aus Frankreich, oder eine State-of-the-Art-Mascara. Ein fragwürdiges Wimpern-Botox brauchen Sie nicht, versprochen! Sie sehen auch ohne kostspielige Experimente im Handumdrehen umwerfend schön aus.

Einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen

Ihr Constantin Herrmann.

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Woche eins nach der Bundestagswahl – Wir basteln uns ein eigenes Kompetenz-Team


2010 ist da! Die besten Vorsätze für’s neue Jahr

Geschrieben in Gesichtspflege,Körperpflege,Kosmetik,Make-Up am 1.01.2010

Exklusive DüfteÜber Sinn und Unsinn „Guter Vorsätze“ mögen sich manche ja ruhig gegenseitig die Haare ausreißen. Fragt man ein bisschen rum, bekommt man meistens nur zu hören: ich nehm’ mir gar nix vor, das kann ich zumindest einhalten. Wie öde! Denn der Anfang eines neuen Jahres ist traditionell der Moment, in dem ein bisschen Ruhe ins Leben einkehrt und man sich samt seiner Gedanken sammeln kann (könnte). Das hinter einem liegende Revue passieren lassen, und sich Gedanken machen, wie es weitergehen soll, inklusive individueller Verbesserungsvorschläge für das eigene Leben. Ganz oben auf der Vorsatz-Liste der Deutschen stehen die üblichen Verdächtigen: weniger Stress, mehr Zeit für die Familie, endlich Sparen anfangen, das Rauchen aufhören, sowie die Klassiker Abnehmen und Sport treiben. Nur, dass die meisten Ihre Vorsätze höchstens bis na sagen wir mal Anfang Februar durchhalten. Dann fällt man wieder zurück ins gewohnte, bequeme Verhaltensmuster, und alle Vorsätze sind vergessen.

Oder wie sagte Mark Twain einst: „Mit dem Rauchen aufzuhören ist kinderleicht. Ich habe es schon hundertmal geschafft.“

Aber wir wären nicht wir, wenn wir nicht ein paar wirklich clevere Strategien für die neue Dekade gesammelt hätten, die sich leicht durchhalten lassen und garantiert dazu beitragen, dass wir besser aussehen, uns wohl fühlen in unserer Haut und entspannt in die Zukunft marschieren.

Dazu haben wir mal bei Freunden und Kollegen gesammelt. Hier unsere ganz subjektive Hit-Liste der besten Vorsätze. Happy New Year, Ihr Hübschen!

2010 will ich …

Kuba sehen, bevor der Kapitalismus Einzug hält und der erste McDonalds dort eröffnet.
(Tanja K., Kultur-Managerin)

Mich nicht mehr ständig für meine schlampigen Fingernägel schämen müssen.
(Toni F., Galeristin)

ALzD-Tipp – Gut tarnen ist schon die halbe Maniküre! Rillen, ungleichmäßig gefeilte Längen, absplitternder Lack? Alles halb so wild. Die Devise lautet Kaschieren, statt betonen. Setzen Sie sich einfach gegen den Trend und tragen Sie – statt der angesagten dunklen, kräftigen Nagellacke – ganz dezente Hauttöne auf die Krallen auf. Unser Liebling: „Nouba Nagellack Nr. 80“ in zartem Rosé. Die Kultmarke verwenden viele Profis seit ihrer Gründung in den 1970’er Jahren, z.B. für die Models der „Bread & Butter“-Modenschau in Barcelona. Der Lack lässt sich super-leicht auftragen, trocknet besonders schnell (auch wenn man morgens mal in Eile ist) und die zarte Nuance lässt kleine Makel einfach nicht so sehr auffallen. So simpel kann Beauty manchmal sein!

Den Fernseher nur noch einschalten, wenn ich etwas wirklich sehen möchte, und nicht, um mich berieseln zu lassen.
(Stefan S., Architekt)

Nie wieder ins Bett gehen, ohne mein Gesicht vorher zu waschen.
(Heidi F., Studienrätin)

ALzD-Tipp – Seien Sie nicht zu streng mit sich. Schönheit hat auch immer mit Entspannt sein zu tun. Natürlich ist es wichtig, Make-up und Umweltstoffe vom Gesicht zu entfernen, bevor man sich schlafenlegt. Wenn Sie aber hin und wieder mal müde ins Bett fallen, ist es keine Katastrophe. Das Schlimmste, was Sie riskieren sind Pickelchen. Ein viel sinnvollerer Beauty-Vorsatz wäre zum Beispiel, endlich in eine bessere Reinigung zu investieren. Klar, für Gesichtscremes und dekorative Kosmetik geben wir alle gerne etwas mehr geld aus. Untersuchungen zeigen aber, dass Frauen dafür gerne mal an der reinigung sparen. Da tut es doch auch Seife und Wasser, oder das  billig-Produkt aus dem supermarkt. Falsch, sagen wir. Und schließen uns den Profis an, die immer wieder betonen, auch wenn es da draußen 990.000 Pflegeprodukte gibt, das A und O für schöne Haut ist eine wirklich gute Reinigung. Und in die sollten Sie investieren! Man wird es Ihrer Haut ansehen. Unser Liebling: „Euoko R 10 Multi Vitamin Radiance Cleanser“, eine herrlich schäumende Reinigungscreme mit Meeresextrakten, verschiedenen Fruchtsäuren und Bergblumen-Extrakt. Die Haut wird belebt, ebenmäßiger und gewinnt an Ausstrahlung. Und wenn Sie dann mal abends vergessen, das Gesicht zu waschen, holen Sie es einfach ausnahmsweise am nächsten Morgen nach. Denn eine gute Reinigung hat auch immer ein bisschen Langzeit-Wirkung!

Endlich rechtzeitig dran denken, Weihnachtskarten zu schreiben. Nicht erst wieder am 25.12.
(Katja J., Journalistin)

Mein Leben entschleunigen, jetzt, wo mein Sohn endlich 18 Jahre alt wird.
(Susanne S., Chefin-vom-Dienst)

ALzD-Tipp – Lernen Sie, Stress zu managen! Natürlich gibt es in unser aller Leben auch nächstes Jahr wieder Zeiten, in denen uns alles ein bisschen viel wird. Das Telefon hört nicht auf zu klingeln, der Chef wartet ungeduldig und man weiß gar nicht, wie man alles gleichzeitig unter einen Hut kriegen soll. Psychologen empfehlen deswegen, gezielte „Stress-Blocker“ in den Alltag einzubauen. Damit kann man schon morgens nach dem Aufstehen beginnen und in der Dusche für ein paar Augenblicke einfach die Augen schließen und mehrere tiefe Atemzüge nehmen. Spüren Sie, wie das Wasser über Ihren Körper perlt? Stellen Sie sich vor, aller Ärger, Sorgen oder Stress würde mit ihm im Abfluß davongurgeln. Legen Sie eine Hand auf den Bauch und atmen Sie bewusst gegen den sanften Widerstand. Beim Einatmen sagen sie laut „Ein“, beim ausatmen „Aus“. So trainieren Sie Ihren inneren Streß-Airbag, der Herzschlag verlangsamt sich und Sie entspannen. Wann immer im Tagesablauf der Berg an Arbeit über Ihnen zusammenzubrechen droht, wiederholen Sie dieses Biofeedback. Telefon auf Lautlos, das „Pling“ Ihres Mailprogramms ausschalten und die iPod-Kopfhörer aufsetzen. Dann hören Sie Ihr Lieblingslied, atmen gegen die Hand auf Ihrem Bauch und nutzen die 5-Minuten-Mini-Pause, um zu entspannen. Probieren Sie es aus, es klappt! Wer noch einen schritt weiter gehen möchte, ritualisiert seine kleine Pause, indem er jedes Mal eine Duftkerze mit entspannendem Geruch anzündet und für ein paar Minuten brennen lässt. Das flackernde Licht und der samtige Duft, der das Raumklima sofort ändern kann, wird viel dazu beitragen, dass Sie sich schnell entschleunigen. Unser Liebling: die Kerzen von „Trance Essence“, zum Beispiel in der Nuance „Chen Xi“ mit befreiender Minze, erfrischendem Zitronengras und süßlicher Lilie. Mit dem Anzünden des Dochts verbrennen Sie (Auto-Suggestion!) auch alle Hektik.

Meine gewonnenen Tokio-Hotel-Tickets gegen ein 20-Jahre-Abo für Jopi Heesters tauschen.
(Winnie K., Hausfrau)

Meine besten Freunde vom Rauchen abbringen.
(Katrin S., Bild-Redakteurin)

ALzD-Tipp – Wer Freunden helfen möchte, vom Rauchen wegzukommen, sollte einfach folgende kleine Anekdote erzählen: Es gibt mittlerweile Versicherungen, die gezielt Raucher als Kunden gewinnen wollen und mit höherer Rente locken. „Individualpolice“ nennt sich das dann, und geht von dem Grundgedanken aus, dass Raucher eine kürzere Lebenserwartung haben. Das heißt, die Rente pro Monat wird höher angesetzt, weil sie ja voraussichtlich nur über einen kürzeren Zeitraum ausgezahlt werden wird. Ist das nicht deprimierend! (Wen es interessiert: So ein Renten-Modell gibt es z.B. bei der liechtensteinerschen „Quantum Leben“ Versicherung… Gänsehaut!)

New Year

Jedem, der mich vom Rauchen abbringen möchte, einen halbstündigen Vortrag halten über die „Entmündigung des freien Bürgers“.
(Ich, Autor)

Mehr Bio-Lebensmittel kaufen, weniger Fleisch essen und nur noch Beauty-Produkte ohne Snthetische Inhaltsstoffe verwenden.
(Gert G., Art-Director)

ALzD-Tipp – Ein sinnvoller Vorsatz, den wir nur unterstützen können! Und zumindest in letzterem Punkt, dem Wunsch nach konsequenter, verträglicher, umweltbewusster Kosmetik können wir nachhelfen: Probieren Sie die Produkte der Marke „REN Skincare“! Der Name der hoch-effektiven, veganen Kosmetiklinie stammt aus dem Schwedischen und bedeutet „Reinheit“. Und das ist kein hohles Statement, sondern Programm. Denn „REN“ verzichtet konsequent auf hautunfreundliche Inhaltstoffe – also z.B. künstliche Duft- oder Konservierungs-Stoffe, hautweichmachende Silikone oder Erdöl-Bestandteile, die der Haut die Fähigkeit zum Atmen rauben. Stattdessen werden ätherische Öle, Blütenwasser, Pflanzewirkstoffe (alles aus Fair-Trade-Handel!) verwendet. Und trotzdem fühlt sich die Haut nicht nur wohl, sondern sieht auch besser aus. Das alte Credo: Chemische High-Tech mit Effekt oder Naturkosmetik gilt also nicht mehr!

Wir lieben REN!

Ergründen, ob die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko eine Perücke trägt, oder nicht.
(Hannah R., Friseurin)

Lernen, mit bloßen Händen Fische in der Isar zu fangen und mit dem Feuerbogen ein Lagerfeuer zu entzünden, wie ein Cro-Magnon-Mensch.
(Edith E., Autorin)

ALzD -Tipp – Hmmm, was sollen wir dazu sagen? – vielleicht nur das: Wer soviel mit den Händen arbeitet, braucht eine gute Handcreme! (Zugegeben, etwas an den Haaren herbeigezogen, aber für Möchtegern-Cro-Magnons habe ich keinen anderen Tipp parat). Unser Liebling: Die „Rêve de Miel Creme Mains et Ongles“ von „Nuxe“. Die vielleicht beste Handcreme der Welt, pflegt mit stärkenden und reparierenden  wirkstoffen wie Honig (sie duftet schon einfach köstlich!), Mandel- und Avocado-Öl und dem Klassiker der Handpflege: Ringelblumenextrakt. Auch toll für Workaholics, die mehr am Schreibtisch sitzen, als Fische zu fangen, denn die creme zieht schnell ein, fettet nicht und stärkt ganz nebenbei auch noch die Fingernägel.

Endlich etwas gegen meine schlaffen Oberarme machen
(Anna M., PR-Beraterin)

ALzD-Tipp – Die gute Nachricht gleich vorweg: Es ist viel einfacher, als Sie vielleicht denken! Frauen neigen per Genetik dazu, weniger Fett in den Armen zu speichern als z.B. im Bauchbereich. Und das ist gut? Ja klar, denn das bedeutet, hier kann man mit schon recht wenig Training viel schneller sichtbare Muskeln aufbauen, als zum Beispiel am Bauch oder der Hüfte. Einfachste Power-Übung für straffere Arme (auf die sogar Michelle Obama neidisch wäre): Setzen sie sich auf einen Stuhl. Die Hände umfassen außen die Sitzfläche, die Beine stehen fest auf dem Boden. Dann heben Sie ein paar Zentimeter vom Stuhl ab und bringen den Po vor die Sitzfläche, sozusagen in einen Schwebezustand. Spüren sie, wie das jetzt schon in den Armen zieht!? Dann den Po Richtung Fußboden sinken lassen und wieder auf Höhe der Sitzfläche nach oben stemmen, dabei zeigen die Ellbogen gerade nach hinten. Zehn Wiederholungen, dreimal, und das Ganze fünfmal die Woche – dann sehen Sie schon nach drei Wochen erste Resultate! Die perfekte Ergänzung dazu: Eine straffende Körpercreme, die Feuchtigkeit spendet und die Collagenproduktion ankurbelt, wie z.B. die „Hydra Pure Firming Body Cream“ von „MD Skincare“. Sie regeneriert trockene Körperhaut (ideal in der kalten Jahreszeit!), und strafft mit „Centella Asiatica“ und Peptiden.

… so, und nun sind Sie an der Reihe!

Teilen Sie Ihre guten Vorsätze für das neue Jahr. Gerne als Kommentar in diesem Beitrag. Wir freuen uns auf Anregungen, gute Ideen und neue Beauty-Pläne. Vielleicht können wir ja dem ein oder anderen auch noch einen Tipp zur Umsetzung geben?

In diesem Sinne: Ein schönes neues Jahr!
Ihr Constantin Herrmann

… und ich schließe mich natürlich an mit den guten Wünschen – stellvertretend für unser restliches Team: Alles Liebe Euch da draußen und ein schönes und gutes neues Jahr!

Mit den allerbesten Wünschen, Eure Ulrike.

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Alles Gute für das neue Jahr 2009!
Herbstwonnen – die Neuerscheinungen.
Ein wunderbares neues Jahr…


Die Magie des Logos

Geschrieben in Allgemein,Kosmetik,Make-Up am 14.12.2009

Der Beauty-Springlook 2010: Luxus, Luxuriöser, Label

„Oh Lord, won’t you buy me a Mercedes-Benz“
Janis Joplin

Seien wir ehrlich. Labels erfüllen unsere Welt. Wie seid Ihr heute in die Arbeit gekommen? Mit dem Auto? Sicher ein Marken-Produkt und kein No-Name-Wagen. Ein Mercedes? Ein Audi? Ein BMW? Und was hattet Ihr an? Burlington-Strümpfe, H&M-Hose, Zara-Pulli und Gucci-Gürtel? Dann saßt Ihr an Ihrem Apple-Computer, habt eure neue Kollegin vom Tisch gegenüber ge-googelt und mittags schnell gegessen – wo? Bei McDonald’s, Wienerwald oder doch nur ein Sandwich vom Tengelmann um die Ecke? Und dazu gab es eine Cola Light?
Ich möchte wetten, während Ihr diese Zeilen lest, spult das innere Kino im Kopf ganz automatisch die Logos aller genannten Firmen ab. Aber wieso haben Logos so eine mächtige Anziehungskraft auf uns? So mächtig, dass wir Schlange stehen, wenn Madonna oder Jimmy Choo eine Kollektion für H&M entwerfen. So mächtig, dass wir bei ebay eine Hèrmes-Tasche ersteigern oder, falls das nicht klappt, auf einem Bazar im Urlaub eine Billig-Kopie mit fast ganz ähnlichem Logo kaufen.
In der Welt der Luxus-Labels ist ein Auf-und-Ab dieser Logomanie zu verzeichnen. Eine Saison lang gibt es kaum Markenware ohne riesige Monogramm-Kennzeichnung (Vorreiter ist natürlich immer D&G mit dem Label als auffällige Glitzer-Abzeichen), dann wieder ist der Logo-Protz verpönt und man gibt sich diskret. Ausnahme: Louis Vuitton, die ihr LV-Monogramm hartnäckig verwenden, Trend hin oder her.

Und nun ist es mal wieder soweit, Logos sind in. In jeder Größe, Farbe und Menge, die man sich nur vorstellen kann. Vielleicht ein Resultat der hinter uns liegenden Krisenstimmung? Man möchte sich wieder etwas leisten und zeigen, dass man es sich leisten kann. Dabei geht es keineswegs nur um die ganz, ganz Reichen. Statistiken zufolge gibt es weltweit über 16 Millionen Menschen mit mehr als einer Million Dollar in Cash, jedes Jahr werden es zehn Prozent mehr. Das sind Menschen, die sich alles leisten können. Für uns Normalsterbliche sind zwar andere Labels von Bedeutung – statt dem dritten Bentley eben nur eine Vespa und statt Roederer Cristal eben Rotkäppchen-Sekt. Aber eine Marke muss es schon sein. Mit Logo. Dann fühlen wir uns glücklich und bekommen dieses durch nichts zu ersetzende Gefühl von „Ich gönne mir etwas“.

Wie wichtig Logos sind, zeigte uns letzten Monat erst McDonald’s, die ihre Firmenfarbe überraschend ändern. In Deutschland, Österreich und der Schweiz prangt der goldene M-Bogen jetzt statt auf rotem Hintergrund auf grüner Farbe. Das soll unterschwellig wohl Gesundheit, Ökologisches Bewusstsein und Bio-Gewissen suggerieren. Nun ja. Aber auch in der Mode setzen Designer nun wieder voll auf Logos. Louis Vuitton’s übergroßer Schal mit unzähligen LVs drauf (in dutzenden Farben!) ist schon jetzt das heimliche Must-have der Saison. Sonnenbrillen dürfen wieder schillernde XXL-Kennzeichnung tragen und wer noch etwas Warmes für den Winter braucht, träumt insgeheim von der Anschaffung einer Moncler-Jacke. In der Beauty ist das nicht anders.

„Sie sehen so erholt aus..?“ – „Ja, ich trage Dior!“

Gerade wurden die neuen Trend-Looks in Sachen Make-up präsentiert und wo man hinschaut, sieht man Labels. Dior, Chanel, Guerlain, Yves Saint Laurent, Estée Lauder. Ohne Logo kommen sie alle nicht aus. Deswegen macht uns ein Lidschatten oder ein Puder noch nicht hübscher, aber wir fühlen uns besser. Wer ein schillerndes Luxus-Döschen aus der Handtasche zieht und sich die Nase pudert, hält ein kleines Juwel in der Hand, ein Stück greifbaren, erschwinglichen Luxus. Ein Chanel-Kostüm kann sich nicht jede Frau leisten, Make-up dagegen schon! Nun ist es zwar eine Frage des Geschmacks, ob man sich dem Label-Wahn anschließen möchte oder nicht. Aber Tatsache bleibt, dass die neuen Trendfarben für das kommende Frühjahr nicht nur neiderregend schön verarbeitet sind, sondern tatsächlich auch einiges können. Hier die drei Highlights, für die es sich lohnt, etwas tiefer in die Tasche zu greifen:

Chanel – „Les Impressions de Chanel“
ChanelPeter Philips, „Directeur International de la Création Macquillage“ im Hause Chanel entdeckte beim Stöbern in Mademoiselle Chanels Unterlagen einen Handabdruck der großen Designerin höchstpersönlich – ein Stück leicht vergilbtes Papier, darauf Cocos Hand in schwarzer Tinte. Diese kostbare Momentaufnahme der 1971 verstorbenen Grande Dame inspirierte ihn zu einer Make-up-Kollektion in zartem Beige, Braun und Khaki. Das ist eine nette Geschichte, die ganz zufällig (?) auch zum aktuellen Make-up-Trend passt: Teint, Lippen und Augen kommen bei den meisten Beauty-Firmen 2010 ganz natürlich in Erdtönen zur Geltung, passend zur aktuellen Mode, die auf Landlook und Erdtöne setzt. Star-Produkt bei Chanel ist das wunderschöne „Empreinte de Chanel“ (auf Deutsch: Der Abdruck von Chanel). Ein seidiger Puder mit beigem Perlmutt-Effekt, der dem Teint ein leicht schimmerndes Finish verleiht. Wie Coco Chanels Handabdruck auf dem gelblichen Papier prangt stolz ein riesiges Gold-Logo auf einem kunstvollen Camaieu aus Beige-, Rosenholz- und Brauntönen. Den Puder einfach mit einem großen Pinsel auf Wangen und Lider auftragen – als Highlighter – oder über das ganze Gesicht stäuben, damit der Teint strahlt. Der Effekt ist tatsächlich hinreißend schön, über die Notwendigkeit des XXL-Logos könnte man streiten. Aber Trend ist nun mal Trend.
(Erhältlich ab Januar 2010)

Dior – „Dentelle“
DiorSpitze ist der unangefochtene Star unter den Mode-Accessoires in der nächsten Saison. Schon Christian Dior liebte das aufwändige Material für seine Abendroben, John Galliano führt diese Tradition heute fort. Die dazu passende Make-up-Kollektion dreht sich daher konsequenterweise ebenfalls um das Thema Spitze (auf Französisch: dentelle), im Charme und Stil der 20’er-Jahre. Natürlich liegt das Augenmerk auch hier auf erdigen Nuancen, die einen ganz natürlichen Effekt erzielen. „Wer sich übermäßig schminkt, sieht unmodisch aus“ sagte Dior schon 1952. Dieser Satz hat heute wieder mehr Bedeutung als in den letzten Jahren. Star-Produkt des Looks ist das hauchfeine „Poudrier Dentelle“, das sich schimmernd auf den Teint legt wie eine zweite Haut und sie mit den zwei Farbharmonien Beige/Zartrosa oder Beige/Pfirsich leuchten lässt. Und – wer hätte es gedacht – ebenfalls mit übergroßem Schriftzug daherkommt.
(Erhältlich ab Januar 2010)

Yves Saint LaurentYves Saint Laurent – „Paris Passion“
Das französische Nobel-Haus aus der Avenue George Cinq verkauft schon lange erfolgreich Accessoires aus der „Y-Mail“-Kollektion. Herzstück dieser Design-Idee ist die Adresse des Stammhauses, aufgedruckt auf Handtaschen, Schmuck – und nun eben auch auf Make-up. Das Etui des Starproduktes „Y-Mail-Palette Collector Powder“ krönt die Anschrift von YSL (Yves Saint Laurent – 7, Avenue George V – Paris 8eme), also sozusagen die Weiterführung der Logo-Mania. Wieso nur das Monogramm zeigen, wenn man gleich mehrere Zeilen zu einem Logo umarbeiten kann! Den Kompaktpuder selbst ziert – dazu sage ich jetzt einfach nichts mehr – natürlich ein überdimensioniertes YSL-Logo. Der Effekt: (Klar!) Schimmer, allerdings etwas rosiger als bei Dior oder Chanel.
(Erhältlich ab Februar 2010)

Nun ist es zwar wie gesagt zur Diskussion offen, ob man Wert legt auf XXL-Logos oder nicht, aber wenn ihr nächstes Frühjahr „in“ sein wollt, solltet ihr euch doch das ein oder andere Item zulegen. Und wenn es nicht zum Dior-Abendkleid reicht, legt eben eine dünne Schicht eines dieser drei Puder auf. Ihr werdet euch wahrscheinlich seeehr mondän fühlen und viele Komplimente ernten, egal was für ein Kleid ihr tragt. Denn das ist der wahre Trend 2010: Mixet Billiges (aber Gutes!) mit ein bisschen wahrem Luxus. Und das kann auch schon ein Puder sein. Und falls Ihr nicht zu den Logo-Verrückten gehört: Das riesen Abzeichen ist nach ein paar Mal Pudern abgenutzt. Was bleibt, ist ein wirklich schöner Trend, nämlich strahlender Teint au naturel. Und schöne Haut wird eben immer „in“ sein!

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Coudray – Nohiba: eine sinnliche Reise in den Orient
Wenn Wüstensöhne träumen… Eine Duftkollektion aus dem Reich des Halbmondes.
Können Kerzen sexy sein? Diese schon: Byredo präsentiert „Bougie Parfumée“


Pimp my Face! Willkommen in der ALzD-Schminkschule, Teil 3

Geschrieben in Kosmetik,Make-Up am 1.12.2009

Teil 3: Perfekt pudern

Sind Foundation und Concealer erst einmal aufgetragen, wird das Ganze fixiert, nämlich mit Puder. Aber das ist noch lange nicht alles, was dieses wahre Wunderzeug kann. Ob lose oder gepresst, mattierend oder dezent schimmernd – wer weiß, wie man mit Puder richtig umgeht, kann tolle Effekte erzielen.

Der Unterschied zwischen den verschiedenen Puder-Arten

Loser Puder
Die mit Abstand feinste Variante des Puderns. Idealerweise nach der Foundation mit einer Quaste aufzutupfen und sanft festzudrücken. Die extrem feinen Partikel verteilen sich mühelos und gleichmäßig, mattieren und perfektionieren. Transparenter Puder wird benutzt, um die Foundation zu fixieren. Getönte oder sogar mehrfarbige lose Puder (grün, gelb, rosa, violett) sind ideal, um Rötungen und Co. zu kaschieren.
Losen Puder gibt es aber nicht nur für das Gesicht, sondern auch für den Körper, um zum Beispiel im schulterfreien Abendkleid oder zum aufregenden Dekolletté auch samtige Körperhaut präsentieren zu können (z.B. von Prada mit dem Duft von „Lèau Ambrée).
Puder
Kompakt-Puder
Da er nicht so arg neben die Dose pudert, ist er ideal für unterwegs. Einfach mit einem Schwämmchen auf die Gesichtshaut auftragen. Das Problem ist allerdings im Gegensatz zu losem Puder, dass Farbe und Deckkraft es schwieriger machen, einen dezenten, gleichmäßigen Hautton hinzubekommen, ohne dass das gesamte Gesicht unnatürlich wirkt. (Der Klassiker: mit glänzender Nase und blasser Stirn auf die Toilette gehen, und maskenhaft mattiert wieder zurückkommen.)
Übrigens: Kompakt-Puder hat nichts zu tun mit Kompakt-Make-up. Zweiterer ist eine Alternative zu flüssiger Foundation, aber nicht zu losem Puder.

Mineral-Puder
Eine wirklich tolle Alternative für alle, die parfümierten oder sonstig chemisch aufbereiteten Puder nicht vertragen. Denn viele Frauen reagieren auf Puder sensibel, der Teint juckt oder rötet sich. Eine Garantie, dass man auf Mineralien nicht reagiert, gibt es zwar nicht, aber einen Versuch wäre es durchaus wert. Haptisch und optisch nicht von normalem Puder zu unterscheiden, liegt der wesentliche Unterschied im Ursprung: Mineralpuder wird aus natürlichen, mineralischen Pigmenten gewonnen und ganz fein gemahlen, natürlich frei von Duftstoffen, Silikonen und Öl – und deswegen auch für Frauen mit fettiger oder Mischhaut geeignet. (Eine ganze Mineral-Kollektion bietet z.B. Artdeco von der Mineral-Foundation, über Concealer bis zum Lidschatten).

Puderkugeln
Eine tolle Spielerei für Partys und ähnliche große Auftritte. Der Puder wird in Form von kleinen Kugeln geboten, vor allem als schimmernder Highlight-Puder oder als Bronzer (die schönsten Kügelchen sind die legendären „Météorites“ von Guerlain). Dadurch, dass (meistens) verschiedene Nuancen in einer Box zusammengefasst sind, ergibt sich beim auftragen ein sehr schönes, harmonisches Finish.

Die wichtigsten Regeln im Umgang mit Puder:

Don’t: Tagsüber ständig nachpudern
Do: Glanz gezielt reduzieren

Schnell mal das Döschen mit Kompaktpuder zücken und eine deckende Ladung auf den Teint werfen. Es könnte so simpel sein. Aber tatsächlich wirkt spätestens bei der zweiten nachgelegten Schicht der Teint unnatürlich und dort, wo sich überschüssiges Hautfett sammelt (z.B. in den Stirnfalten), können unschöne Rillen entstehen. Viel effektiver ist dieses zwei-Schritte-System: Erst mit sogenannten „Blotting-Papers“ (z.B. von Bobbi Brown im süßen Leder-Etui) die betroffenen Partien abtupfen. Sie saugen das Fett wie Löschpapier auf und reduzieren den Glanz sofort. Sind keine solchen Papers zur Hand, funktioniert es übrigens auch mit einer handelsüblichen Kücherolle einigermaßen gut. Dann Losen Puder zur Hand nehmen und mit einem kleinen Pinsel einen Hauch (!) auf Stirn und Nase stäuben. Zugegeben, wer losen Puder immer in der Handtasche hat, riskiert, dass der Deckel abgeht und die Tasche vollgekleckert wird. Deswegen gehören Schmink-Utensilien nicht ins Seitenfach, sondern in ein kleines Beauty-Case. Die gibt es zum Beispiel als schicke Leder-Variante von Aqua di Parma (edel, edel) oder Ihr verwendet ganz einfach diese kleinen durchsichtigen und verschließbaren Plastikbeutel vom Flughafen. Nicht unbedingt schön, aber sehr praktisch.
Die Alternative: Kompakt-Puder für unterwegs, aber mit dem mitgelieferten Schwämmchen fällt meist die Dosierung recht schwer. Deswegen auch Kompakt-Puder lieber mit einem kleinen Pinsel auftragen.

Don’t: Die Foundation mit farbigem Kompakt-Puder fixieren
Do: Hauchfeinen, losen Transparentpuder verwenden

Wenn die Foundation mit dem Teint verschmilzt, sollte es eigentlich keinen Grund mehr geben, noch eine Schicht Farbe aufzulegen, denn sonst wirkt das Ganze wieder maskenhaft. Perfekt, um das Make-up zu fixieren: möglichst feiner, loser Puder, idealerweise transparent, um den Teint langanhaltend aber natürlich zu mattieren (Mein Favorit: „Diorskin Forever Extreme Fix“). Einfach mit einer großen, flauschigen Quaste auf Stirn, Nase, Wangen und Kinn pudern und sanft festdrücken. Erst durch dieses „Andrücken“ wird das Make-up richtig fixiert. Anschließend den Überschuss mit einem sauberen, nicht zu harten Pinsel abnehmen. Das Tolle: Die modernen Fixier-Puder enthalten Reflektoren und spezielle Mikrokügelchen, die Unreinheiten und Unebenheiten perfekt kaschieren und den Teint strahlen lassen. Wer dennoch lieber farbigen Puder verwendet, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass er exakt den gleichen Farbton hat wie Teint und Foundation…

Don’t: Das ganze Gesicht abpudern
Do: Den „Glow“ bewahren

Im Grunde ist es hier dieselbe Regel wie bei der Foundation: Puder gehört nicht auf das ganze Gesicht, sondern nur auf „Problem-Stellen“. Das heißt, wenn es um Kompakt-Puder geht, nur auf Nase, Kinn, Stirn, Wangen und überall dort, wo störende Unreinheiten leuchten. Anschließend mit einem sauberen, großen Pinsel „ausblenden“, so dass kein Übergang von gepudert zu nicht-gepudert erkennbar ist.
Loser Puder zum Fixieren wird ebenfalls auf die essentiellen Partien gestäubt, also auf Wangen, Nase und Stirn. Bereiche, die den natürlichen Glow behalten sollen, darf man aussparen – wie zum Beispiel die Schläfen und den Ansatz der Wangenknochen.
Die zarte und besonders empfindliche Augenpartie bleibt natürlich auf jeden Fall puderfrei.
Und wenn man mal zuviel Puder erwischt hat? Dann hilft ein sogenannter Fächer-Pinsel, mit dem man den Überschuss ganz leicht abnehmen kann.
Achtung: Wer erst nach dem Rouge Fixier-Puder aufträgt oder sogar den Lidschatten mit-überstäubt, muss unbedingt farblosen Puder verwenden, damit die Farben nicht verfälscht werden.

Don’t: Auf rauschende Partys verzichten
Do: Farbige Puder verwenden

War das eine Nacht… Wer morgens (nach einer stolzen Summe Cosmopolitans mit den Mädels) beim Blick in den Spiegel nur müde lächeln kann, braucht ein bisschen Extra-Hilfe, um den fahlen, geröteten Teint wegzumogeln. Gut, dass es lose Puder auch in verschiedenen Nuancen gibt. Am Besten, wenn mehrere zarte Pastelltöne zusammentreffen (z.B. bei „Prisme Again!“ von Givenchy). Einzusetzen wie normaler Transparent-Puder ist er die SOS-Rettung gegen alle Teint-Problemchen: Rosé gibt der Haut wieder Strahlkraft und Frische, Grün kaschiert erfolgreich alle Rötungen, Apricot lässt Müdigkeitszeichen verschwinden. Einfach nach der Foundation aufpinseln, schon wirkt man (zumindest optisch) ausgeschlafen.

Don’t: Sich wundern, warum Schwämmchen und Pinsel mit der Zeit so speckig werden
Do: Alle Tools regelmäßig reinigen

Ich weiß, ich weiß – kaum jemand wechselt alle zwei Monate seine Zahnbürste. Sollte man aber. Und genauso oft sollten auch Pinsel & Co. fachmännisch gesäubert werden. Entweder Schwämmchen, Quasten und Pinsel-Borsten in lauwarmen Wasser mit einem Schuss Shampoo auswaschen und auf einem Handtuch über Nacht trocknen lassen (aber nie Pinsel aufstellen, sonst läuft das Wasser ins Holz, dieses quillt auf und die Härchen fallen aus). Die wirklich gründliche Variante: Investiert in eine Spezial-Seife (z.B. von DaVinci), mit der man alle Make-up- und Haut-Rückstände entfernen kann.

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Geschrieben in Kosmetik,Make-Up am 30.11.2009

Teil 2: Der Concealer

Er ist das vielleicht wichtigste Tool in eurem Make-up-Bag. Ob fürs Büro oder die Party – es gibt einfach immer ein paar kleine Schönheitskorrekturen, die nur ein Concealer hinbekommt. Und am Wochenende gehört er zur Minimal-Ausstattung des guten Aussehens. Ein paar helle Tupfer, transparenten Puder drüber und die Wimpern tuschen – fertig ist der entspannte Freizeit-Teint. Aber egal, zu welchem Anlass ihr ihn tragt, und egal, ob ihr Unreinheiten, Augenschatten oder Fältchen kaschieren möchten – es gibt ein paar wichtige Grundregeln im Umgang  mit diesem Alleskönner. Denn nur in der richtigen Dosis kann der Look ganz natürlich werden und optisch verjüngen

ConcealerConcealer (vom englischen Wort für „verbergen“) haben allerlei Talente. Sie hellen auf, mogeln Augenschatten und Unreinheiten weg, lassen tiefer liegende Partien optisch hervortreten und setzen strahlende Akzente. Pudrige Concealer kann man vor der Foundation auftragen, Produkte mit Schimmer wirken schöner, wenn man sie danach als Highlighter einsetzt. Im Grunde könnt ihr aber ausprobieren, wie ihr es lieber mögt. Eine starre Regel, ob vor oder nach der Foundation, gibt es nicht, denn die Nuancen sollten sich nur so minimal unterscheiden, dass, auch wenn ihr Concealer nach dem Make-up auftragt, es völlig natürlich aussieht.

Concealer gibt es in mehreren Varianten: die beliebteste und am häufigsten angebotene ist die in Stiftform mit Pinselchen oben dran. Auf Knopfdruck oder per Dreh-Mechanismus wird ein bisschen Farbe aus dem Inneren an die Pinselhärchen abgegeben. Der Erfolg dieser Variante gebührt sicher dem legendären „Touche Éclat“ von Yves Saint Laurent. Er wurde von der großartigen Visagistin Terry de Gunzburg entwickelt und ist seitdem einer der ganz großen Verkaufsschlager im Segment der dekorativen Kosmetik (Übrigens: seit Terry YSL verlassen hat, macht sie mit ihrer eigenen Make-up-Linie Furore. Von ihr gibt es auch einen „Touche Veloutée“, sozusagen die Weiterentwicklung ihrer ursprünglichen Idee, noch cremiger in der Textur und etwas pudriger. Den müsste man sich aber aus England mitbringen lassen, da es ihn hierzulande noch nicht gibt).
Die Alternative ist Concealer aus dem Töpfchen. Hier beherrschen allen voran Bobbi Brown und La Prairie den Markt. Dabei handelt es sich um sehr cremige, etwas dickflüssigerere Texturen, die besonders schön decken und gerade um die Augen herum wunderbare Effekte erzielen.
Die dritte Variante sind Mineral-Concealer in Pulverform (z.B. von Artdeco). Man schüttet eine Winz-Menge des Pulvers in den Deckel des Tiegels und nimmt dann mit dem Pinselchen die Farbe auf, um den Teint zu bearbeiten. Generell gilt: je fester die Textur, desto besser die Deckkraft. Und je cremiger, desto leichter lässt sich der Concealer verteilen, setzt sich aber auch schneller in Mimikfältchen ab. Klingt kompliziert? Nein, gar nicht. Alles nur eine Frage des Know-hows. Und das kriegt ihr hier:

Don’t: Pinseln, was das Zeug hält
Do: Einen Zwischenschritt einlegen

Egal, ob Creme-Concealer, Mineral-Puder oder Stiftform – wer einen Klecks Farbe direkt auf den Teint aufbringt, wird meistens Schwierigkeiten mit der Dosierung bekommen. Deswegen nimmt gibt man idealerweise bei jeder Variante erstmal ein bisschen Farbe auf den Handrücken, um dann von dort in kleinen Steps die Partien, die man aufhellen möchte, immer wieder mit Farb-Portionen anzumalen, bis die gewünschte Deckkraft erreicht ist. Der Zwischenschritt über den Handrücken dient also der optimalen Dosierung. Dabei ist es wichtig, die Textur auf dem Teint nicht im eigentlichen Sinne zu verwischen, sondern „einzuklopfen“. Klingt albern, aber wer es einmal probiert, wird den Unterschied sehen.

Don’t: Concealer großflächig auftragen
Do: Nur wenige Areale aufhellen

Augenschatten, Unreinheiten, Fältchen – alles kann kaschiert werden. Der Trick ist aber, nur die Partien mit einem Concealer abzudecken, die nach der Foundation noch nicht makellos aussehen. Dabei ist es natürlich Geschmacksfrage, was ihr als Makel anseht, und was nicht (Bei Fältchen könnte man ja auch streiten).  Das heißt: Sichtbare Pickelchen und dazugehörige Rötungen? Werden mit einem Tupfer Farbe abgedeckt, der dann mit dem Finger eingeklopft wird, bis kein Übergang mehr sichtbar ist. Augenschatten? Werden ebenfalls behandelt, aber Achtung: In den feinen Linien unter dem Auge setzt sich die Farbe im Laufe des Tages gerne ab, so entstehen helle Striche. Das vermeidet man, indem man vor der Farbe eine Portion Augenpflege aufträgt (sollte man ja eh!).  Hier ist es besonders wichtig, dass der Concealer wirklich nur einen Hauch heller ist als Teint und Foundation, sonst entstehen die berühmt-berüchtigten „Eulenaugen“. Wenn man einmal zuviel Farbe erwischt hat, kann man notfalls noch einmal Augencreme darüber tupfen und versuchen, den Überschuss somit zu verteilen. Bei richtig gerötetem Teint, wie ihn sensible und trockene Haut manchmal zeigt, ist ein normaler Concealer allerdings fehl am Platz. Dann sollte man – vor der Foundation – einen Spezial-Korrektor einsetzen, der Rötungen großflächig kaschiert (z.B. „Bleu Glacis“ von Thierry Mugler).

Don’t: Mit einer Farbe alles kaschieren
Do: Ein bisschen tricksen

Es gibt Concealer in vielen verschiedenen Farben, nicht nur, weil jeder Teint anders aussieht, sondern weil Abdecken nicht gleich Abdecken ist. Denn um rote Äderchen zu kaschieren, braucht ihr logischerweise eine andere Farbe als gegen bläuliche Augenschatten.  Das bedeutet jetzt aber nicht, dass ihr euch zuhause mit einer ganzen Palette verschiedener Concealer bewaffnen müssen. Eine cremig-deckende Textur sollte durchaus reichen. Nur in Notfällen, wenn ihr sehr übermüdet seid oder ein besonders signalrotes Pickelchen wegzaubern möchtet, müsst ihr ein bisschen variieren. Visagisten empfehlen für solche SOS-Aktionen den „Lidschatten-Trick“: Mischt etwas hellgelben Pastell-Eyeshadow in den Concealer, um wirklich sehr dunkle Augenschatten abzudecken. Sichtbare Blutgefäße und leuchtende Pickel verschwinden unter Concealer, der mit einem Hauch grünen Lidschatten gemischt wurde. Aber bitte: vom Lidschatten nur gaaanz, ganz wenig zufügen, gut vermischen und sparsam auftupfen. Wer öfters solche Akutfälle zu behandeln hat, sollte dann übrigens doch in einen zweiten Concealer oder gleich eine Palette investieren (gibt es z.B. bei „the Organic Pharmacy).

Don’t: Sich hinter einer Sonnebrille verstecken
Do: Kleine Makel korrigieren

Was mögt ihr an euch nicht? Eure zu breite oder schiefe Nase? Eure eng zusammenstehenden Augen? Euren zu schmalen Mund oder die hängenden Mundwinkel? Alles kein Problem für den Concealer, auch wenn es nun wirklich extrem darauf ankommt, die Farbe geschickt zu platzieren, aber minimal zu dosieren, sonst sieht das Ergebnis wieder maskenhaft aus. Und wir wollen ja stattdessen einen frischen, natürlichen und jugendlichen Look. So klappt’s: Augen kann man optisch ein wenig auseinander rücken, wenn man den Aufheller in die inneren Augenwinkel aufträgt. Die Nase kann man „begradigen“, indem man mit Concealer eine optimal-gerade Linie auf dem Nasenrücken zieht (sie muss also nicht der natürlichen Form folgen). Ein bisschen Farbe am Nasenbein und um die Nasenflügel zaubert eine filigrane Audrey-Hepburn-Form. Damit der Mund voller wirkt, die Kontur mit Concealer nachziehen und dabei vor allem den Amorbogen (die herzförmige Einkerbung der Oberlippe) betonen. Gegen hängende Mundwinkel einen Tupfer Concealer auf die Fläche um die Winkel und mit einem lippenfarbenen Lipliner eine winzige aufwärts-geschwungene Linie darübermalen. So wirkt ihr jugendlich und freundlicher.

Don’t: Den Concealer zu schnell wieder ins Beauty-Case packen
Do: All seine Talente nutzen

Zum Schluss noch zwei clevere Tricks, die ihr einmal ausprobieren solltet. Erstens kann der Concealer nämlich nicht nur Augenschatten aufhellen, sondern auch auf dem oberen Lid zum Einsatz kommen. Denn dort schimmern fast immer gerötete Äderchen durch die Haut, die dann die Farbe eines pastell-hellen Eyeshadows verändern können. Tragt deswegen vor dem Lidschatten ruhig einen Hauch Concealer als Basis auf. Zweitens könnt ihr mit Hilfe des Concealers eure Augenbrauen schöner zupfen! Um nicht zu viel wegzuzupfen, einfach mit einer Portion Farbe die gewünschte Form vorzeichnen (ja, auf die Augenbrauen drauf!) und nur jenseits dieser Linie alle Härchen entfernen. Voilá!

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Geschrieben in Kosmetik,Make-Up am 24.11.2009

Natürlicher Teint – das vielleicht schönste Make-up der Welt.

Teil 1: Basic Instinct – die Foundation

Makeup, Quelle: http://www.beautips.infoNatürlich gibt es Frauen, die kein Make-up mögen, sich ohne einfach wohler fühlen (laut Studien schminken sich elf Prozent der deutschen Frauen nie. Auch wenn ich ganz persönlich raten würde, wenigstens einen Hauch Concealer zu benutzen). Dann wiederum gibt es Frauen, die Make-up lieben – in jeder Menge und Farbe, notfalls bis zur Maske zugekleistert. Die Wahrheit liegt sicher irgendwo dazwischen:
Experten nennen das: einen „Teint schminken“. Also ein perfektes Finish ohne überschüssigen Glanz, ohne sichtbare Unreinheiten, aber eben ganz natürlich ohne sichtbaren Puder ¬– fast so, als wäre man ungeschminkt. Der Clou dieses natürlichen Looks: Ihr wirkt jünger! Aber keine Sorge, für diesen Trick braucht es keineswegs einen Visagisten oder ein Riesen-Equipment, als hätte man eine Parfümerie überfallen. Ihr müsst nur die Tipps und Kniffe der Profis kennen, dann gelingt euch ganz schnell ein wunderbar natürliches Make-up (das optisch locker ein paar Jährchen wegmogeln kann). Bei uns findet ihr alles, was ihr dazu wissen müsst rund um Puder, Lidschatten, Rouge und Lippenstift. Auf die Farben, fertig, Los:

Bevor ihr loslegt: Der „Primer“ (oder die „Base“)
Kennt ihr das? Ihr steht morgens lange vor dem Spiegel (eigentlich viel zu lange), bis euer Make-up perfekt aussieht. Dann steiget ihr ein paar Stunden später in einen Aufzug oder blickt zufällig im Vorbeigehen in einen Spiegel und seid erschrocken, wie müde, fleckig oder fettig euer Teint aussieht… Dann seid ihr die ideale Kandidatin für eine Base. Denn dieser clevere Helfer kommt vor der Foundation auf die Haut und wirkt dort wie ein kleiner Make-up-Booster: Die Foundation lässt sich auf ihr nämlich viel leichter und gleichmäßiger verteilen, außerdem sorgt die Base dafür, dass die Farbe den ganzen Tag hält, also eben nicht fleckig wird. Denn leider verändert sich Make-up im Laufe des Tages durch Schwitzen, Mimik und äußere Einflüsse – sogar die Nuance der Farbe kann sich ändern. Davor schützt eine Base als Bindeglied zwischen Pflege und Foundation. Gleichzeitig wird das Hautbild perfektioniert: Der Teint wird geglättet, vergrößerte Poren und feine Fältchen verschwinden (naja, fast) und die Haftfähigkeit der Foundation-Pigmente erhöht sich. Mittlerweile gibt es solche Primer für jeden Hauttyp und alle Bedürfnisse: Mit Lichstschutzfaktor (Achtung: meistens enthalten Primer nur UVA-Schutz! Wer seiner Haut etwas Gutes tun möchte, trägt vor der Base trotzdem einen richtigen Sonnenschutz auf!), stark mattierend für fettige Haut (z.B. von L’Oreál, die „Studio Secrets Mattierende Basis Anti-Glanz“) oder mit Pflege-Bonus ( z.B. „Base Lumiére“ von Chanel, die nicht nur Hautunebenheiten kaschiert, sondern auch vor schädlichen Umweltstoffen schützt und den Feuchtigkeitshaushalt des Teints mit Meeres-Extrakt stabilisiert). Die einzige Grundregel, die es bei der Verwendung einer Base zu beachten gibt: sie muss vor dem nächsten Schritt gründlich eingezogen sein. Sonst wird das Resultat wieder fleckig und ungleichmäßig. Also lieber zwischendurch eine Tasse Kaffee trinken und mental nochmal entspannen, bevor der Tag so richtig startet…

Foundation, Quelle: http://www.greenmystyle.comAber jetzt: All you need is …
Der englische Begriff „Foundation“ bedeutet nichts anderes als „Grundierung“. Wenn ihr Farbton stimmt, sie richtig aufgetragen wurde und ihre Textur zum Teint passt, kann das Gesicht strahlen. Ob eine Puder-Foundation oder eine flüssige, ist eigentlich eine Geschmacks- und Hauttyp-Frage. Fettige Haut wird durch kompakte Puder-Foundations perfekt mattiert, wer Fältchen oder Unregelmäßigkeiten kaschieren möchte, greift zu mittelstark deckenden, flüssigen Make-ups. Reife Haut ist meistens auch trockener, deswegen gibt es speziell für sie leichte Creme-Texturen mit Anti-Age-Wirkstoffen und einer Extra-Portion Feuchtigkeit. Die wichtigsten Do’s und Dont’s im Umgang mit Foundation:

Don’t: Auf den Tipp einer Freundin hören
Do: Farbe und Textur müssen zu euch passen!
Klar, Freundinnen sind immer die besten Beauty-Ratgeber. Aber nur weil eine Frau mit einer Foundation hoch zufrieden ist, muss sie noch lange nicht zu euren Bedürfnissen passen, schließlich habt Ihr garantiert eine ganz andere Haut. Also nehmt euch die Zeit und lasst euch in einer Parfümerie umfassend beraten. Man liest immer wieder den Tipp, die Farbe im Geschäft an Hals oder Kinn auszuprobieren. Das ist zwar an sich richtig, denn die Farbe am Handrücken zu testen macht keinen Sinn, weil die Pigmentierung der Haut dort eine völlig andere ist als im Gesicht. Aber wer möchte sich schon im Laden eine Portion Farbe an den Hals kleckern? Noch dazu ist es so oder so für einen Laien schwierig, die perfekte Nuance zu erwischen. Deswegen macht es viel mehr Sinn, sich beim Einkauf von einem Visagisten beraten zu lassen. Diese Profis können euch den exakt passenden Ton aussuchen, viel besser, als es die meisten von uns selbst könnten. Die Regel für die Farbwahl: Die Foundation sollte mit dem Ton eures Teints übereinstimmen, also mit der Haut „verschmelzen“. Zu dunkel oder zu hell wirkt unnatürlich und maskenhaft. Deswegen ist es auch so wichtig, im Sommer eine andere Farbe zu tragen, als im Winter. Denn die Farbe der Haut ändert sich ja auch im Lauf der Jahreszeiten. Eine ähnliche Regel gilt für abends, denn in gedimmtem Licht (Kerzen & Co.) wirkt jedes Make-up dunkler. Also für besondere Anlässe eher eine Nuance heller wählen und auf jeden Fall sparsam mit Bronze-Puder und Rouge umgehen (aber dazu mehr im späteren Teil unserer Serie).

Don’t: Den Geisha-Look imitieren
Do: Nur einen Klecks auf die wichtigsten Partien
Deckende Foundation auf das ganze Gesicht verteilen? Niemals! Denn dann sieht das Ergebnis unecht und maskenhaft aus. Viel besser klappt es, den Hauch Farbe nur (!) auf Stirn, Nase und die Wangenpartie zu geben und von dort mit den Fingern nach außen hin zu verstreichen. Das reicht völlig, und gleichzeitig vermeiden Sie, dass am Hals und dem Haaransatz sichtbare Make-up-Ränder entstehen… Außerdem lässt zuviel Foundation euch älter aussehen! Also gilt für jugendliche Frische: sparsam dosieren und gut verteilen. Und erschrecket nun nicht, wenn euch im Spiegel kein perfekt mattiertes Gesicht anlächelt. Denn darum geht es bei „Teint schminken“ auch nicht. Die Gesichtshaut soll durchaus einen gewissen Glow behalten, einen natürlichen Glanz. Sonst wirkt es überschminkt und damit älter. Wenn die eigene Haut noch durch die Foundation durchschimmert, wirkt das jugendlich und frisch. Und wer zu wirklich fettigem Teint neigt, also im Laufe des Tages immer mehr glänzt, der braucht trotzdem nicht MEHR Foundation, sondern kann vor dem Make-up erst noch eine hauchdünne Schicht losen Transparent-Puder auf die betroffenen Partien auftupfen. Dann lässt sich die Foundation zwar nicht mehr ganz so wunderbar leicht verteilen, dafür bleiben Stirn, Nase und Wangen aber für ein paar Stunden länger schön matt. Aber nochmal: „Glanz“ und der sogenannte „Glow“ sind wirklich zwei völlig verschiedene Dinge! Glanz entsteht, wenn die Haut zuviel Talg produziert. Das ist Veranlagungssache, aber auch abhängig von äußeren Faktoren. Zum Beispiel regen häufige Peelings die Haut an, mehr Fett zu produzieren, etc.
Glow dagegen ist der zarte Schimmer, den glatte, prall durchfeuchtete, jugendliche Haut hat. Keine Falten Glow, Quelle: http://www.gala.deoder überflüssigen Hautschüppchen, keine trockenen Stellen, die verhindern, dass das Licht reflektiert wird. Übrigens gibt es wunderbare Helferlein, um die betroffenen Stellen einfach „aufzufüllen“, also zu glätten. (Gegen Stirn- und Nasolabialfalten – das sind die von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln – hilft zum Beispiel „Wrinkless“ von Kanebo, vergrößerte Poren kaschiert z.B. der großartige, leicht getönte „Pore Minimizer Instant Perfector“ von Clinique.)

Don’t: Schnell schminken
Do: Die Farbe in die Haut einarbeiten

„Der perfekte Weg ist, ein Schwämmchen zu benutzen“ – „Nein, stimmt doch gar nicht, nur mit den Fingern klappt es wirklich.“ „Ach was, nur ein Profi-Tool wie Pinsel oder Rolle sind optimal.“ … Selbst berühmte Visagisten streiten sich immer wieder darum, wie Foundation nun am Besten in die Haut eingearbeitet wird. Um ehrlich zu sein, wenn mich jemand fragt, rate ich: „Ganz, wie Sie sich wohler fühlen.“ Alle Varianten haben Vor- und Nachteile. Arbeiten mit dem Schwämmchen oder einer Rolle deckt gründlicher, aber eben deswegen wirkt es auch wieder schnell maskenhaft. Wer die Foundation mit den Fingern verstreicht und dann die Handflächen kurz aufdrückt, bringt das Make-up so auf Hauttemperatur und es verschmilzt perfekt. Noch toller: die Finger beim Auftragen seitlich abrollen, so verbinden sich die Pigmente wirklich harmonisch mit der Haut. Probiert einfach aus, wie Ihr besser zurecht kommt. Das A und O in allen Fällen ist aber, dass sich die Farbe am Ende nicht mehr von eurem eigenen Teint abhebt. Die Königsklasse wäre dann übrigens, mit zwei Foundations zu arbeiten: eine hellere und eine dunklere Nuance. Mit zwei Tönen kann man nämlich ganz toll das Gesicht „modellieren“. Also erst den helleren Ton überall auftragen, wo etwas hervorgehoben werden soll, und dann die dunklere Farbe überall dorthin, wo etwas „optisch in den Hintergrund treten soll“. Nochmal zum Mitschreiben: man kann die dunklere Nuance zum Beispiel unter den Wangen einsetzen, um den Wangenknochen zu betonen. Oder bei einer dominanten, hohen Stirn ein bisschen mogeln, indem man die dunklere Farbe an den Seiten bzw. oben Richtung Haaransatz aufträgt. Viele Frauen glauben, so mit Farben zu spielen, wäre eher etwas für Profis, das ist aber Quatsch. Denn im Grunde ist es dieselbe Idee, wie ein Rouge aufzutragen, nur etwas weiterentwickelt. Alles, was man braucht, ist ein bisschen Übung.

Don’t: Make-up mit Glitzerpartikeln verwenden
Do: Zum Schluss den Teint mit einem Schimmer-Highlighter veredeln

Es gibt viele Foundations, die im Kaufhauslicht schon richtig schimmern. Die kann ich aber nur wirklich jungen Mädchen und auch dann nur für den nächtlichen Auftritt in der Disco empfehlen. Die normale, moderne Foundation kommt ganz ohne solchen Firlefanz aus, denn sie enthält Pigmente, die so verkapselt oder geformt sind, dass sie Licht reflektieren. Das reicht, um den Teint strahlen zu lassen. Denn das Problem mit Glitzerpartikeln ist, dass sie erstens nie natürlich aussehen (außer sie heißen „Tinkerbell“ und arbeiten für Peter Pan). Zweitens setzen sie sich gerne in Fältchen oder vergrößerten Poren ab und leuchten sie sozusagen auch noch aus! Dadurch werden sie optisch hervorgehoben.
Wer wirklich etwas Glanz beziehungsweise diesen neiderregenden „Glow“ möchte, den jugendlicher, natürlicher Teint nun mal hat, der muss sich noch ein bisschen gedulden, denn der einzig wirklich schöne und dezente Weg zu schimmernder Haut sind „Highlighter“, und die kommen erst zum Abschluss unserer kleinen Schminkschule…

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