Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Nicht in den Wind geschrieben: „Wind Wood“ und „Sail“

Geschrieben in Duft,Grünes,Hesperiden,Holziges,Krautiges am 29.08.2014

„Wer Wind sät, wird Duft ernten“ – dachten sich die kreativen Köpfe bei Mancera und lancierten vor einiger Zeit den Duft „Wind Wood“, den ich Euch heute in diesem konsequent durchwehten und thematisch hart am Wind segelnden Artikel vorstellen möchte. Wie Ihr auf dem Bild unten seht, machte auch der Grafiker keine Gefangenen und ließ kurzerhand einen Windstoß durch das Zutatenstillleben fahren.

Wind Wood

Diese Zutaten werden wie folgt angegeben:
Kopfnote: Mandarine, Rosa Pfeffer, Grüne Noten
Herznote: Veilchen, Patchouli
Basisnote: Vetiver, Texas-Zedernholz, Eichenmoos, Ambra, Leder, Weißer Moschus

Wer nun einen windigen Gesellen erwartet, wird nicht enttäuscht. Zitrische und pfeffrig-würzige Windböen wehen durchs Bild. Danach wird es grün in schöner Grasigkeit, was durch das Herz aus Veilchen und Patchouli natürlich an Volumen gewinnt. Von den vielen Basisnoten ist es vor allem der von Holz unterlegte Moschus, der in Erscheinung tritt, um dem luftigen Geist dieses Dufts Auftrieb zu verleihen. „Wind Wood“ ist ein Duft, der auf den ersten Riecher wenig innovativ erscheint, so kennt man ja die Zitrus-Pfeffer-Grün-Kombination und Fougère-Anleihen zur Genüge. Spannend wird er erst in der weiteren Entwicklung, wenn er förmlich abzuheben scheint. Mit luftig leichten und fast schon sauberen Eindrücken. Die richtige Wahl, wenn es einmal in Sachen Parfums leicht und unbeschwert zugehen soll.

Jetzt kommen wir zur grandiosen Überleitung vom Wind zum Segeln. Das Haus Acqua di Portofino hat ebenfalls vor Kurzem einen neuen Duft namens „Sail“ eingeführt. Ich würde jetzt so einiges geben, aus diesem verunglückten August an ein malerisches Mittelmeerdörfchen wie Portofino zu fliehen. Aber dann stellt Euch auch niemand neue Düfte vor. Also opfere ich mich für die verehrte Leserschaft.

Lighthouse portofino

Mit dem Meer vor der Tür böte sich das Segeln absolut an. Als Süßwassermatrose habe ich schon das eine oder andere Ruderboot in die Seerosen gesetzt, ansonsten fuhren wir im Rahmen eines Seminars einmal in einem Nachbau eines historischen Wikingerschiffes hinaus – da hieß es segeln und rudern – ganz auf den Spuren der Nordmänner mit flexiblem Eigentumsbegriff.

ACQUA DI PORTOFINO Sail Edp

Im Produkttext zu „Sail“ wird das Segeln regelrecht zu einem Lebensgefühl und einer zu Lebensphilosophie verklärt:

„Segler haben sich für einen unverkennbaren Lebensstil entschieden oder wie es der italienische Philosoph Benedetto Croce formulierte: ‚die Vereinigung des Tumults mit der Ruhe, dem Puls und der Leidenschaft des Geistes.‘ Diejenigen, die segeln, sind Auserwählte, angetrieben von einer Welle der Lebenskraft, nicht den Ankern des Lebens unterworfen, atmen sie die Gedanken des endlosen Alls und die Impulse der ewigen Wellen.“

Wie duftet nun dieser Segeltörn? Ich bin freudig überrascht, nicht auf einen der unzähligen aquatischen Düfte zu stoßen: Hier geht es gleich mit Eukalyptus-Frische und dunkelgrünen, salzigen Meeresnoten los.

Kopfnote: Eukalyptus, Maritime Noten
Herznote: Geranium, Jasmin, Thymian
Basisnote: Weißer Moschus, Patchouli, Tonkabohne

Geranium und Jasmin darf man sich als äußerst zurückhaltende Gesellen denken, Thymian steuert Krautigkeit bei. Gerade die Mischung aus Moschus und Eukalyptus bildet eine ganz interessante Spannung. „Sail“ ist ein Duft für Segler und für alle, die das Meer lieben.

Hängt die Nase in den Wind! :-)

Liebe Grüße
Harmen

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Zwei Attars …

Geschrieben in Aquatisches,Duft,Grünes,Holziges am 28.08.2014

… sind für den heutigen Tag noch übrig von Al Kimiya. Und weil Attars nicht so häufig sind, frage ich Euch: Wer hat ein Faible dafür? Wer trägt gerne welche, welche habt Ihr?

elixir_1Parfumöl in hoher Konzentration – das ist Attar. Auf dem Nischenduftmarkt gibt es verhältnismäßig wenige Hersteller, die Attars im Programm haben. Amouage brillierte lange Zeit mit einer leider sehr schwer erhältlichen Kollektion, die aber mittlerweile leider wohl komplett eingestellt wurde. Leider, weil es dabei einige wirklich traumhaft schöne Düfte gab. Und das, obgleich ich, wie ich ehrlich sagen muss, kein ausgesprochener Freund von Parfumölen, vielmehr generell: Ölen bin. Ich mag die Konsistenz nicht auf der Haut, irgendein frühkindliches Trauma vielleicht, ich habe keine Ahnung ;) Gott sei Dank benötige ich vom Hauttyp nichts dergleichen, einzig Haaröle werden von mir verwendet und auch die Anwendung jener nötigt mir eine gewisse Überwindung ab.

Meine diesbezügliche Präferenz soll mir, soll uns allerdings nicht den Test unserer zwei heutigen Kandidaten beeinflussen, die auf die Namen Elixir und Tempest hören.

Elixir hängt die Latte namenstechnisch natürlich hoch:

“Das Elixier, auch bekannt als Lebenselixier oder Elixier der Unsterblichkeit, wird oftmals mit dem Stein der Weisen gleichgesetzt. Durch viele Kulturen hinweg gibt es die Vorstellung von einem solchen Trank, der richtig zubereitet und zur richtigen Zeit genossen, ewiges Leben und ewige Jugend verleihen soll.”

Elixier, Lebenselixier, Elixier der Unsterblichkeit – das hat schon viel vom heiligen Gral. Ob Elixir ein solcher für mich wird? Die Zutaten des Zaubertrankes: Kopfnote: Florale Noten, Copahu-Balsam; Herznote: Basilikum, Wacholder, Nagarmotha, Labdanum (Zistrose); Basisnote: Adlerholz (Oud), Labdanum (Zistrose), Gurjunbalsam, Ambra.

Was sehen meine wunden Augen da? Nagarmotha, nochmal. Und Oud. Für mich, wie dieser Tage bereits erwähnt, immer eine unheilvolle, meist süchtig machende Kombination …

War ja klar … ausgerechnet ein Attar muss mir jetzt noch den Kopf verdrehen. Al Kimiya schicken sich an, meinen Doktorandengeldbeutel zu leeren, vielen Dank auch! Liebe Leser, auch wenn ich hier immer so schön als Chefanfixerin tituliert werde, das heißt nicht, dass ich nicht selbst auch “Opfer” bin! Glaubt mir, wenn ich es schaffe EUCH zu infizieren, dann gehe ich mir zuallererst in schöner Regelmäßigkeit auch selbst hilflos auf den Leim.

Lisi Jar

Elixir könnte zu meinem Lebenselixier werden, in der Tat – und das liegt ganz maßgeblich an dem wundervollen Trio aus Oud, Nagarmotha und Wacholder. Elixier zeigt deutliche Oudnoten, rauchig-holzig und medizinisch-feucht, aber kühl, was dem Duft einen erhabenen Charakter verleiht. Elixier erinnert mich an einen majestätischen Wald, an die Ruhe, die man dort finden kann. Kontemplation. Elixier ist beruhigend, beschützend, vertraut. Und entwickelt, je länger er auf der Haut ist, auch eine schöne, verhaltene und subtile Wärme dank seiner Harze, die dem eigentlich eher kühlen Duft allerdings sein Naturell beibehalten lässt.

Elixir ist schlicht – herrlich. Und für mich vermutlich ein Must-Have.

Tempest, unser zweiter Duft, ist eine Verneigung vor Shakespeare:

“The Tempest (dt. „Der Sturm“) ist das letzte Werk des vermutlich größten Dramatikers aller Zeiten, William Shakespeare. Es ist von alchemistischer Bildsprache geradezu durchdrungen (sterbende Könige und Söhne, Ariel als Geist Mercurius usw.) mit Prospero als Archetyp des Magiers.”

Und, schon wieder – Nagarmotha und Oud, darüber hinaus: Kopfnote: Bergamotte, Zitrone, Orange, Petitgrain, Lavendel, Elemiharz, Ingwer; Herznote: Zedernholz, Nagarmotha, Gurjunbalsam, Cashmeran, Jasmin, Rose; Basisnote: Patchouli, Sandelholz, Vetiver, Moschus, Ambra, Adlerholz (Oud).

Miranda - John William Waterhouse

“O, wonder! How many goodly creatures are there here! How beauteous mankind is! O brave new world, That has such people in’t! ” heißt es im Sturm – und auch, wenn mir dieser Blick auf die Welt und die Menschheit nicht immer gelingt, Tempest hilft dabei: Auch dieses Öl ist wundervoll. Die Frische von Nagarmotha verschmilzt mit derjenigen der Hesperiden, die durch Ingwer fruchtige Herbheit gestiftet bekommen. Rose unterstreicht und verstärkt, während Jasmin zart weißblühend cremt. Ein Hauch ernst-krautigen Lavendels, holzig-knarzig-rauchiges Oud von kühlem Charakter und eine Basis, die sauber, seidig-wassergleich, holzig und verhalten grasig untermalt.

Tempest ist ein wahres Fest, eine jener kühlen und komplexen Oudschönheiten, die leider so selten sind. Trotz allem ziehe ich den Wald vor, Elixir, von dem ich verzaubert bin. Und Ihr?

Einen schönen Tag Euch und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

P.S.: Nachtrag – Mist … Tempest wird, je länger er auf der Haut ist, auch immer schöner … Ob ich noch zum Attar-Fan werde?

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Maskuline Urlaubsnostalgie – „Spanish Cedar“ von Czech & Speake

Geschrieben in Duft,Hesperiden,Holziges,Krautiges am 19.08.2014

Mal wieder etwas Neues von Czech & Speake! Die letzten Rezensionen zu dieser Marke liegen buchstäblich Jahre zurück. Im November 2011 nahm ich mir den Hochschulduft „Oxford & Cambridge“ zur Brust und im April des gleichen Jahres zusammen mit Mariela (in der Kategorie „Die Schöne und das Biest“) „Citrus Paradisi“ und „Cuba“.

spanish_cedar_box

Dieser Neuling hört auf den Namen „Spanish Cedar“ und passt thematisch bestens in die jetzige Urlaubszeit, denn Frank Sawkins, der Gründer von Czech & Speake, ließ sich bei der Kreation dieses Duftes von alten Urlaubserinnerungen leiten, aber lest selbst:

Bultaco Astro

„Bei diesem Duft stammt die Zeder zwar nicht aus Spanien, aber meine Inspiration hat mit Spanien zu tun. Urlaubserinnerungen an Menorca, als ich ein junger Mann war, auf meinem Bultaco-Motorrad durch sandige Buchten, sonnenverbrannte Kiefern und Zedern verströmten ihren unvergesslichen harzigen Geruch. Dieser Duft ist eine Erinnerung an jene Tage und diese Version, die ich kreierte, besteht aus einer Mischung aus Hölzern, Harzen, rauchigen Noten, ausbalanciert mit zitrischen und pikanten Noten.“

Duftkomposition
Kopfnote: Bergamotte
Herznote: Pflaume, Brombeere, Gewürznelke, Galbanum
Basisnote: Virginia-Zedernholz, Sandelholz, Guajakholz, Birkenteer

Schon nach kurzer Zeit merke ich, dass das auf dem Teststreifen nichts wird. Irgendwie zitrisch, irgendwie klassisch … Auf der Haut wird einiges klarer. Bergamotte, zitrisch und herb und dazu die pfeffrig-scharfen Noten der Gewürznelke und als dritte Hauptkomponente natürlich das Zedernholz. Um diese drei ranken sich grün-balsamisches Galbanum, Sandelholz, erdiges Guajakholz und ein Hauch Birkenteer. So entsteht tatsächlich der Eindruck von Hölzern und Harzen – die ebenfalls angegebenen Pflaumen und Brombeeren lassen sich nicht aufspüren.

Menorca-typischer-Privatweg

Irgendwie habe ich mir unter „Spanish Cedar“ etwas anderes vorgestellt, vielleicht mehr bleistiftspitzerartiges Zedernholz. In jedem Fall lohnt es sich, zweimal zu riechen, denn der zitrische Auftakt gaukelt der Nase Altbekanntes vor, ist er aber erst einmal verflogen, zeigt sich das hölzerne Innenleben mit einem satten harzig-maskulinen Hauch. Ja, maskulin, ich denke, dass man hier getrost einmal die Herrenschublade aufmachen darf – Wanderer zwischen den Welten sind natürlich wie immer willkommen.

Viele Grüße von
Harmen

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Von Zeder, Iris, Tuberose und Vetiver …

Geschrieben in Blüten,Duft,Grünes,Holziges am 8.08.2014

… erzähle ich Euch heute: Cèdre Blanc, Iris Tubéreuse und Vetiver Geranium heißen sie, die drei Kandidaten der Creedschen Acqua Originale-Kollektion, die ich Euch noch schuldig geblieben bin.

Beginnen wir mit der Zeder:

“An ode to the intense green accords of the American forests, this juice captures the woodsy floral scents found in the untouched beauty of the Blue Ridge Mountains in Virginia adored by Olivier.”

creedcedreblanc

Ob er wohl gerne wandert, der junge Spross der Creeds? Ausgangspunkt sind also amerikanische Berge, was in Anbetracht von Zedernholz durchaus Sinn ergibt, zumal die aus Virginia stammenden Zedern ohnehin als besonders aromatisch gelten. Die restlichen Ingredienzen, die dieselbe begleiten: Kopfnote: Bergamotte, Kardamom, Galbanum, Lorbeer; Herznote: Geranium, Lilie, Jasmin; Basisnote: Zedernholz, Sandelholz, Vetiver.

Grün-fruchtig und zitrisch wartet Cèdre Blanc zu Beginn auf – herber Lorbeer, angestrahlt von säuerlich-prickelnden Zitrusfrüchten und verstärkt durch bitter-grünes Galbanum. In diesem grünen, schillernden Dickicht vermag ich allerdings auch Brechungen zu entdecken – wir haben es hier nicht mit einem grünen Dampfhammer zu tun, Cèdre Blanc ist fragiler, komplexer, lässt wässrige, nicht aquatische Anklänge entdecken und, wenn man länger wartet, treten auch Blüten zum Vorschein. Irgendwo auf dem Waldboden blühend, von der Sonne, die durch das Blätterdach scheint, beleuchtet. Minzige Noten von Geranium und helle, zarte Weißblüher ohne jegliche indolische Anklänge, dafür sauber und unschuldig anmutend (ja, Weißblüher!). Die Zeder greift exakt jene Facetten auf, untermalt die saubere Frische des Duftes, die taunasse, und stiftet ernste holzige Akzente. Sandelholz nehme ich bewusst überhaupt nicht wahr, Cèdre Blanc offenbart zwar einen Hauch Würze und latenten Sonnenschein in Form von einer gewissen, sehr zurückhaltenden Wärme – aber wirklich sandelig geht es hier nicht zu. Und der Vetiver grast und raucht lediglich zurückhaltend in das Grün hinein.

Alles in allem ist Cèdre Blanc mehr Gemälde als monothematische Ode an die Zeder, was dem Duft meiner Meinung nach sehr Gut zu Gesicht steht. Er hat eine gute Sillage und ist sowohl für Männlein als auch Weiblein bestens geeignet.

Weiter geht es mit Iris Tubéreuse:

“A shimmering white floral that combines the romance of Tuscany and the exotic allure of India – bringing together two of Olivier’s favorite places in one luxurious juice.”

IRIS TUBEREUSE (2)

Darüber hinaus steht zu lesen:

“Sanft und erfrischend wie ein Kuss, tief und berauschend wie die Liebe … und sofort jedem vertraut, der schon einmal das Emporranken von Wurzeln, dem Licht entgegen, erlebt hat. Maiglöckchen und königliche Lilie blühen auf unter Orangenbäumen und Veilchenblättern – und sinnlich ausschweifender Vanille. Iris-Tuberose erfüllt die Luft mit ihrem charakteristischen, den Garten erfüllenden Duft und irritiert das Auge mit ihrer diffus erotischen Aura. Gluterfüllte, wirbelnde Schwindel legen die Fundamente für eine aus der Zeit gefallene, ebenso wunderschöne wie sinnfreie „Histoire d’amour“ …”

Iris und Tuberose als Duft der Liebe? Ich weiß nicht. Diffus-erotische Aura – ja, da komme ich schon eher mit. In einem Duft? Mmmmhh … Aber – es funktioniert. Und zwar ziemlich gut und, wie ich finde, dank eines Maiglöckchens und der Hilfe von Lilien. Galbanum stiftet herb-bittere grüne Anleihen, was mich anfänglich an die Gewächshaustuberose von Etro erinnert, an Royal Pavillon, siehe hier. Dieser Eindruck rückt schnell in den Hintergrund, den Blumen die Bühne überlassend: Nach wie vor dämpfige Tuberose im Einklang mit zart-reispudriger Iris, sauber-frischem Maiglöckchen und betörender Lilie. Die Basis versöhnt und verführt: Orangenblüte, Moschus und Vanille – wer diese Zutaten kennt, vermag sich den Twist vorzustellen. Moschus, watteweich und warm, nektarsüße Orangenblüte und köstliche Vanillecreme – ein perfekter Abschluss für das schöne Bouquet!

Vetiver Geranium ist unser letzter Kandidat:

“The Island of Java, Olivier’s favorite destination east of Bali and just south of the equator, served as inspiration for Vetiver Geranium.”

creedvetivergeranium

Java – woher sonst kommt es auch, das beste Vetivergras, das von mir so verehrte?

“Die Schatten von Bäumen leiten uns ins Herz des Waldes, die Augen noch von der Sonne erhitzt. Geranium, Zedern und wilde Apfelbäume schmücken eine Lichtung, auf der sich Düfte und Aromen, stille Wasser und Wildrosen in der Erinnerung miteinander verweben. Um die Lichtung herum erfüllen Myriaden geheimnisvoller Düfte die Luft: holzige Zederntöne, belebend balsamisches Patschuli und – als olfaktorisches Dessert nach Ambra – eine Ahnung von köstlichem Zimt. Man möchte den ganzen Tag hier verbringen und geheimste Wünsche befriedigen: All diese sich wechselseitig immer wieder aufs Neue unterwerfenden Düfte fluten unsere Erinnerung mit hellgrün tänzelnden Flammen …”

Ach Mensch, dieser Vetiver zaubert mir sofort ein Lächeln ins Gesicht – besonders ist er, ein Unikat. Und besonders … schön! Er ist kühl, er ist zitrisch, er ist salzig, er ist auf sehr dezente Weise rauchig – das ist alles nichts Neues. Aber: Hier hat man etwas anders gemacht, vielmehr ein paar Zutaten verwendet, die nicht der Regel entsprechen bei Vetiverdüften – Apfel, Zimt und Rose.

Grüner Apfel harmoniert ganz köstlich mit Vetiver, meine Lieben! Frische Fruchtigkeit trägt er bei, die den dynamischen Charakter des Duftes hervorragend betont. Geranium sorgt für minzige Anklänge, das Röslein haucht zusätzliche fruchtige Frische ein und die Basis stiftet weiche, dezente Wärme, die kokett von süß-scharfem Zimt kontrastiert wird.

Ein schöner, kühler und moderner Vetiver, zeitgemäß und zeitlos, der sowohl Frauen als auch Männern sehr gut steht. Für mich ist er eine Überlegung wert, denn derlei (Vetiver)Düfte kann man eigentlich nicht genug haben!

Ein schönes & warmes Wochenende wünscht Euch

Eure Ulrike.

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Duftverzeichnis


Hayari – ein starkes Herrenduo – Ledersitze und Earl Grey?

Geschrieben in Blüten,Duft,Grünes,Hesperiden,Holziges,Krautiges,Leder am 5.08.2014

hayari

Zwei neue Herrendüfte aus dem Hause Hayari sind unlängst bei uns eingetroffen. Die Proben kamen in zwei ansehnlichen kleinen Briefumschlägen mit Visitenkarte. Da bekam ich gleich Lust zu testen.

Faszinierend, exquisit, zeitlos … dieses zweiteilige Gemälde von HAYARI Paris zeigt zwei handgearbeitete Männerdüfte, die in Zusammenarbeit mit Frauen
entwickelt wurden, die selbst diesem anziehenden und verführerischen Zauber verfallen sind.

Holz und Leder wurden sich gegenübergestellt und kombiniert, um die zwei Seiten der Persönlichkeit auszudrücken. Das Duo enthüllt zwei Arten von Emotionen, so wie sich die Noten beider Parfums zugleich voneinander lösen und ineinandergreifen.

Le Paradis de l’Homme – darf ich das als Männerparadies übersetzen? Dabei stelle ich mir bei einem Männerparadies eher einen begehbaren Bierkühlschrank wie in der Werbung unten vor oder andere Aktivitäten …

paradislhomme
„Le Paradis de l’Homme“ ist ganz nach meinem Geschmack. Am Anfang trockene Pfeffernoten, herbe, wurzelige Vetivernoten und ebenfalls trockene Hölzer, unterlegt von weichem Leder. Ja und wenn ich mir diese Ingredienzen so ansehe, dämmert mir, was hier gemeint sein könnte. Ledersitze, Holzverkleidung, pfeffrig blitzendes Chrom … Ich weiß zwar nicht genau, ob das wirklich Dorothée Piots Vision war, denn schließlich ist der Auftraggeber ein Modehaus, aber denkbar wäre es. Vor allem auf der Haut setzt sich das Leder zunehmend durch, ein weiches, edles Leder, durch Moschus und Eichenmoos veredelt. Kein Kracher übrigens und meines Erachtens absolut unisex. Ach was soll es. Ich bleibe bei einem schönen klassischen Auto. :-) Wer mir eine große Freude machen möchte, darf mir gerne neben „Le Paradis de l’Homme“ noch folgendes Auto vor die Tür stellen ;-)

1968 Dodge Charger R-T - Flickr - Highway Patrol Images

Duftkomposition
Kopfnote: Pfeffer
Herznote: Vetiver, Atlas-Zedernholz, Papyrus
Basisnote: Leder, Moschus, Sandelholz, Eichenmoos

onlyforhim
War „Le Paradis de l’Homme“ schon klar unisex, entfernen wir uns mit Only for Him noch weiter von den maskulinen Duftkonventionen. Beschrieben wird der Duft u. a. wie folgt:

Als Glücksbringer, Symbol der Liebe und Tradition korrespondiert das Maiglöckchen mit der Bergamotte, um Sie auf die Terrasse des Café de Flore zu versetzen, im legendären Pariser Viertel Saint‐Germain‐des‐Prés, auf eine romantische Tasse Earl Grey.

Mein Eindruck vom Teststreifen: Als Earl-Grey-Liebhaber muss ich Einspruch einlegen. Ob es vielleicht an den weißen Blüten liegt, aber die angegebene Bergamotte zusammen mit Grapefruit nehme ich als viel fruchtiger und süßer wahr und würde sagen, dass es eher in Richtung Lady Grey – mit Orange aromatisiert – geht. Wüsste ich es nicht besser, würde ich hier sogar die Gourmand-Schublade aufmachen.

Mein Eindruck auf der Haut: Hier kommen erst die holzigen, balsamischen und leicht rauchigen Noten heraus, sodass ich nun verstehe, warum „Only for Him“ ein Herrenduft sein soll. Ein doch ziemlich weites Spektrum, das der Duftverlauf hier hinlegt. Beim Testen rate ich deswegen dringend zu direktem Hautkontakt mit diesem charmanten Herrn.

Duftkomposition
Kopfnote: Bergamotte, Grapefruit, Elemiharz, Schwarzer Pfeffer
Herznote: Rose, Weiße Blüten, Papyrus
Basisnote: Atlas-Zedernholz, Guajakholz, Ambra, Benzoeharz

Café de Flore 01

Beide Kreationen gefallen mir ausgesprochen gut. Die beiden neuen Herrendüfte von Hayari werden aber sicher auch ihre weiblichen Fans finden, da bin ich mir sicher.

Liebe Grüße
Harmen

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Drei Düfte für ein Halleluja! Mazzolaris „Vaniglia“, „Nero“ und „Augusto“

Geschrieben in Duft,Gourmand,Hesperiden,Holziges am 30.07.2014

Manchmal lohnt es sich, den virtuellen Staub von älteren Artikeln im Archiv des Duft-Tagebuchs zu wischen. Man findet allerhand Unterhaltsames.

Wer in letzter Zeit unseren Shop besucht hat oder uns bei Facebook im Auge behält, weiß schon längst, dass wir drei neue Düfte von Mazzolari an Bord haben. Dank der spärlichen Presseinformationen war es einmal wieder meine Aufgabe, Texte für den Shop zu schreiben. Mir haben die Düfte so gut gefallen, dass ich sie Euch einfach vorstellen muss. Drei Stück sind es an der Zahl mit den wohllautenden Namen „Vaniglia“, „Nero“ und „Augusto“.

Mazzolari

In diesem Zuge habe ich in unserem Duftverzeichnis nachgesehen, welche Artikel es bereits zu Mazzolari gibt und habe zwei interessante gefunden. Ulrike beschrieb einmal „Luihier und „Patchoulyhier. Im ersten Artikel philosophiert sie darüber, dass ein Traummann nach Pantherkäfig riechen muss, im zweiten beschreibt sie ihre ruhmvolle Vergangenheit als schwarzgewandetes Schattenwesen. Neudeutsch: „LOL“! :-)

Nun aber auf zu den den Düften!

vaniglia
Vaniglia ist einfach nur lecker. Vanille- und vor allem auch Karamellfreunde sollten hier unbedingt einmal hineinriechen :-) Mich erinnert der Duft z. B. ein bisschen an die Süßspeisendüfte von Chabaud – ich meine, es war „Lait de Biscuit“. Der Leckerbissen von Mazzolari besitzt noch eine feine florale Komponente. Also, wem das Herz bei Sahnebonbons, Karamellpudding, Vanilleeis und feinen Butterkeksen aufgeht, der sollte sich diese nasale Kalorienbombe nicht entgehen lassen. Fünf Zuckersterne von mir!

nero_2
Man sollte sich ja nicht mit dem Dessert den Appetit verderben, aber in der Welt der Düfte ist glücklicherweise alles erlaubt. Ganz anders geht es nämlich weiter. „Nero“ – wer muss nicht bei diesem Namen an den – mit Verlaub – etwas durchgeknallten römischen Kaiser mit Künstlerambitionen denken? Der großartige Peter Ustinov als Nero in „Quo vadis?“, wie er seine Tränen auffängt – legendär! Eine andere große Szene ist Neros Rede, hier auf Englisch:

Wir wissen schließlich nicht, woran Mazzolari bei der Benennung des Duftes dachten. Keineswegs verrückt erscheint der Duft und auch nicht altertümlich. Ich würde sagen, in bester Cologne-Tradition frisch, zitrisch und etwas fruchtig aufspielend, dann sollen in den Herznoten Rose, Jasmin und Patchouli nachfolgen, doch muss ich gestehen, dass diese eher zurückhaltend eingesetzt wurden und meines Erachtens einen grünen Spritzer beisteuern. Auf dem Duftstreifen sind die Johannisbeerakzente deutlicher – auf der Haut hingegen werden Moschus- und Ambrasalven abgefeuert. „Nero“ ist entgegen seinem Namen ein ganz unprätentiöser, geradliniger Herrenduft, der auch eine vornehme Karte ausspielt. Kein ganz junger Duft, der aber keinesfalls altmodisch, vielmehr traditionsbewusst ist. Ich kann ihn mir sehr gut an einem Mann mittleren Alters vorstellen. Fünf Sterne für italienische Eleganz, die Traditionelles modern interpretiert.

Die Duftkomposition
Kopfnote: Schwarze Johannisbeere, Bergamotte, Apfel, Ananas
Herznote: Rose, Jasmin, Patchouli
Basisnote: Ambra, Moschus, Vanille

augusto
Augusto – also noch ein Kaiser, mag man denken. Dem ist aber nicht so. Es handelt sich viel mehr um den Kaiser des Hauses Mazzolari, den Patron Augusto Mazzolari. Auch dieser Duft ist nun keine frisch aus dem Ei geschlüpfte, schräge Komposition.

Die Duftnoten …

Kopfnote: Bergamotte, Orange, Minze
Herznote: Rosenholz, Geranium, Lavendel
Basisnote: Ambra, Sandelholz

… beschreiben die Komposition treffend, wobei das Sandelholz hier wirklich deutlich herauskommt – holzig-seifig, mit frischen und floralen Wirbeln umgeben. Auch hier gilt, dass man solche Düfte auch weitaus klassischer kennt. Trotzdem sehe ich auch diesen Duft eher an einem Herrn in gesetzterem Alter, zu denen ich mich momentan noch nicht zähle. Fünf klassische Herren-Sterne.

Ja liebe Freunde der duftenden Wässerchen, vielleicht konnte ich Euch ein bisschen neugierig machen. Ich bin sonst bei Mazzolari sonst noch nicht weitergekommen. Vielleicht wünscht sich jemand eine weitere Rezension zu diesem Haus? Hinterlasst mir doch einfach in einem Kommentar Eure Empfehlung.

Liebe Grüße
Harmen

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Landschaften, Mythen, Szenerien – Die Düfte von Gritti

Die Düfte „Aqua Incanta“, „Damascus“ und „Doped Tuberose“ der Familie Gritti aus Venedig habe ich Euch gestern vorgestellt. Heute geht es mit „Fanós“, „Noctem Arabs“ und „Preludio“ weiter.

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fan_s Nicht ganz von dieser Welt, im Reich der Mythen scheint „Fanós“ verortet zu sein:

Über das Meer erreiche ich die Insel der Nymphe, es entführt mich ein Zauber, orientalische und okzidentalische Gerüche vermischen sich. Beseelt begebe ich mich auf die Suche nach etwas Unerreichbarem …

Helle Gewürze – vor allem Zimt und Kardamom – treffen auf grüne Veilchen- und Mimosennoten. Sandelholz, Orangenblüten, Vanille und Ambra sollen noch mit von der Partie sein, lassen sich aber nur schwer ausmachen. Meines Erachtens ist „Fanós“ bis jetzt der schwierigste Duft der Kollektion. Obwohl helle Gewürze und grüne Noten zusammen durchaus vorstellbar sind, gehen sie meines Erachtens hier nicht so recht zusammen. Eine schräge, aber dafür umso interessantere Mischung.

Duftkomposition:
Kopfnote: Ingwer, Kardamom, Zimt
Herznote: Veilchen, Mimose, Sandelholz
Basisnote: Orangenblüte, Vanille, Ambra

noctem_arabs Bei dem Namen „Noctem Arabs“ ist ein Orientale beinahe Pflicht.

Der unendliche Horizont der Wüste, die geheimnisvollen Schatten, Pferde, die mit halsbrecherischer Geschwindigkeit von den Prinzen der Himmel geritten werden. In einem Moment hält alles an. Die Begegnung mit einer Frau, deren Schönheit ich gesucht und nun gefunden habe.

In dieser Szenerie dominiert das Oud bereits auf den ersten Riecher. Und dieses Oud wurde mit Hölzern verstärkt, trocken, glühend, tief und auch weich. Wow! Ich kann von Oud nicht genug bekommen, obwohl die Kreationen mittlerweile Legion sind. Deswegen gefällt mir „Noctem Arabs“ bis jetzt am besten.

Duftkomposition:
Kopfnote: Tabak, Patchouli, Virginia-Zedernholz
Herznote: Adlerholz (Oud), Sandelholz
Basisnote: Moschus, Ambra, Myrrhe

preludio Einen Auftakt, ein Vorzeichen kündigt „Preludio“ an, doch was soll folgen?

Eine warme südliche Brise, die am Rande des Horizonts ein ruhiges smaragdgrünes Meer streichelt. Dann, plötzlich, ein frischer Ostwind, der den Duft von Geheimnis und Magie mit sich bringt …

Dieses Naturschauspiel, dieses Landschaftsgemälde verströmt tatsächlich eine Aufbruchstimmung. Aquatisch, würzig und auch etwas fruchtig – mit saftiger Melone und frischer Zitrone – geht es los, hinzu kommen noch leichte Holz- und Moschusnoten. Keine fundamental neue Interpretation der aquatischen Düfte, aber eine angenehme und natürlich wirkende Variante dieses Themas.

Duftkomposition:
Kopfnote: Lavendel, Aromatische Noten, Wassermelone, Zitrone
Herznote: Hölzer, Sandelholz, Pinie (Kiefer), Tabak
Basisnote: Ambra, Borretsch, Moschus

Abschließend lässt sich sagen, dass die Kollektion von Gritti ein breites Spektrum an Düften abdeckt, die allesamt sehr gut gemacht sind. Meine beiden persönlichen Favoriten sind der Zimtduft „Damascus“ und der Oudduft „Noctem Arabs“. Welche sind Eure Lieblinge?

Liebe Grüße
Harmen

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Vom Orient …

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Holziges am 18.07.2014

… erzählen uns Evody heute, und zwar mit dem zweiten Duft der neuen Collection d’Ailleurs, die ich gestern bereits angefangen hatte Euch vorzustellen.

Vergesst nicht, es läuft parallel eine Verlosung: Evodys deutscher Vertrieb war so freundlich, uns von den drei neuen Duftschönheiten jeweils einen Flakon zum Verlosen zur Verfügung zu stellen. Wie Ihr daran teilnehmen könnt? Ganz einfach: Kommentiert den heutigen oder den morgigen Artikel und verratet mir, welchen Duft Ihr warum gewinnen wollt. Zeit habt Ihr dazu bis Sonntag, 20.07., 24 Uhr. Am Montag werden dann die Gewinner verraten.

Noir d’Orient heißt unser zweiter Kandidat, den wir uns jetzt gleich ansehen werden:

“Die Gewürzroute hält so viele Geheimnisse und Schätze bereit. Eine Straße mit einem heißen und feuchten Herz, wo die starken und berauschenden Weihrauchschwaden in die von der Sonne verbrannten Ebenen führen. Indien wühlt auf.

In Puducherry stellt sich die koloniale „weiße Stadt“ ihrem schwarzen Viertel entgegen. Begeisterung, Frustration, Freude, Not … eine Straße der extremen Gefühle. Noch weiter im Süden – Kerala und der Fluss, die exotisch üppigen Wälder. Man atmet die Gischt des Indischen Ozeans, noch bevor man in Mysore ankommt, ein legendärer Name … der Palast und natürlich die Gewürze … graue Ambra, die entlang der Küste strandet, krönt diese atemberaubende Reise. „Noir d’Orient“ entstand rund um die duftenden Reichtümer Indiens.

Die Ouvertüre ist von Weihrauch erfüllt, eine Hommage an die Heiterkeit dieses Volkes. Das Herz enthüllt einen ganzen Schwall an Gewürzen – heiß, sinnlich und intensiv, Nelke, Zimt … Dann lässt die Seele, animalisch und zärtlich zugleich, den Noten von Patschuli verbunden mit Treibhölzern Platz und enthüllt einen Akkord aus bernsteinfarbenem Rum. Ein orientalischer Hauch, berauschend.”

evodynoirdorient

Noir d’Orients Duftnoten: Kopfnote: Weihrauch; Herznote: Gewürznelke, Zimt; Basisnote: Hölzer, Rum, Patchouli.

Ein reiner Weihrauch-Duft? Nein, das ist er nicht. Und für mich ist es auch kein wirklicher Orientale, wenn ich ehrlich bin, was den Duft für mich persönlich in diesem Falle noch schöner macht. In Indien war ich leider noch nie, etwas, das dringend einmal nachgeholt werden muss, aber … ich stelle mir auch Indien anders vor. Beschränkt man sich eher auf die Gewürzroute beziehungsweise die Assoziationen mit derselben, dann, ja dann kann ich folgen. Vielleicht auch nur wegen Lubins Idole, der für mich eine entfernte Ähnlichkeit besitzt, vielmehr in die gleiche Richtung zielt wie Noir d’Orient.

Day 25: Smile!

Kräftiger erhabener Weihrauch, eher würzig als kühl, rauchig und leicht an den Duft heißer Steine erinnernd, verschmilzt hier mit einem sehr dominanten, süß-scharfen Zimt, der auf geniale Art und Weise in köstlichen Rum getaucht sich zeigt. Likörig, honigartig und mit Südfrüchte-Anmutung ausgestattet schafft dieses leckere Tröpfchen einen mehr als anziehenden Duftkörper und stattet mit ordentlich Volumen aus. Weder auf meiner Haut noch auf dem Duftstreifen ist die Nelke hervorstechend, vielmehr unterstreicht sie den Charakter der bisher vorhandenen genialen Truppe. Patchouli und Hölzer in der Basis vervollkommnen den Duft mit, klar, Holzigkeit, sachtem (Kakao?)Puder, einem Quentchen Erdigkeit und festigen seinen außerordentlichen Charakter.

Kraken Rum

Noir d’Orient kann von beiden Geschlechtern getragen werden und wird selbstredend ein Lieblingsduft vieler: Zimt ist ja für einige ein echtes Reizwort, Weihrauch hat auch viele Fans und Rumnoten lassen das Herzchen einiger meiner Leser/innen hüpfen – in dieser Kombination sind alle drei ziemlich unwiderstehlich, das kann ich Euch versprechen!

Weiter geht es mit Ombre Fumée:

“La Réunion, eine spektakuläre Insel und fernab vom Klischee einer tropischen Insel, diese Insel verdient es erobert zu werden … Häufige Eruptionen lassen einen dunklen dichten Rauch ausströmen, aber die Erde bleibt ruhig. Endlose Wurzeln verhindern zerstörerische Erschütterungen. Lunar und vulkanisch, der Kontrast ist umso rätselhafter, je mehr man die Großartigkeit der Wasserfälle und des grünen, unendlichen Dschungels entdeckt. Eine Mischung aus Piment, umhüllt von Sanftheit und Wärme … lukullisch Bourbon genannt, seine Üppigkeit berauscht und macht atemlos …

Ombre Fumée“ ist eine Ode an das Vetiver. Dieser Grundstoff ist der Reichtum der Insel Réunion. Das Vetiver wird umhüllt von dunklen mysteriösen und sinnlichen Noten, aber ebenso von grünen und frischen, um die Ambivalenz der Flora zu charakterisieren. In der Kopfnote, eine Explosion aus Zitrusfrüchten. Die Orange und die Zitrone eröffnen diesen Duft mit klaren und erfrischenden Noten. Dieser frischen Seite folgt schnell die aromatische Sanftheit der Zypresse. Und dann stellt sich die pudrige Note von Iris verbunden mit schwarzem Pfeffer ein, warm und knisternd. Das Vetiver wird nun dunkel. Die bittere Schwärze der Tonkabohne wird sinnlich von grauer Ambra und dem animalischen, hirschledernen Akkord gebändigt.”

evodyombrefumee

Vetiver, Vetiver, Vetiver! Dieses Gras lässt mich in schöner Regelmäßigkeit verlocken – ich liebe diese Ingredienz, und zwar schon seit Anbeginn meiner Parfumleidenschaft. Ombre Fumée ist für mich ein Meisterwerk – und das obgleich ich bereits diverse Vetiverdüfte mein Eigen nenne.

Cirque de Mafate vue du Maido - La Reunion

Dunkles, rauchig-grasiges und verhalten salziges Vetiver, das seinem Namen – Ombre Fumée, der rauchige Schatten, die rauchige Finsternis – alle Ehre macht. Von prickelnden Hesperidensternchen beleuchtet, eine Kombination, die immer funktioniert, verbindet sich das göttliche Gras mit herb-holziger Zypresse, ernst und klar, sowie Iris, erdig, erhaben und sacht seidig-pudrig. Pfeffer kontrastiert gekonnt und harmoniert hervorragend mit den Anklängen vom Tier, den ledernen, die den starken Charakter des Duftes unterstreichen. Die ambrierte Basis zeigt sich warm, würzig und von einer dezenten Harzsüße, den Duft ideal abrundend.

Ein markanter, innovativer Vetiverduft, von Männlein wie Weiblein tragbar. Für mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Must-have und eine perfekte Ergänzung meiner kleinen Vetiversammlung.

Und? Habt Ihr schon einen Favoriten?

Ein schönes Wochenende und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Die Gewinner der feinen Evody-Düfte aus der Collection d’Ailleurs
Collection d’Ailleurs …
„La Fumée Ottoman“ – so elegant ist Weihrauch!


Gefühlsexplosionen …

Geschrieben in Duft,Holziges,Solifloral am 8.07.2014

… servieren uns L’Artisan Parfumeur: Aus drei mach sechs – drei neue Explosions d’Émotions-Düfte wurden soeben lanciert – und dazu hat uns der Vertrieb, wie Ihr seit gestern wisst, freundlicherweise zwei Flakons der Klassiker zum Verlosen zur Verfügung gestellt, und zwar mit Originalunterschriften von Bertrand Duchaufour. Dieser zeichnet sich verantwortlich für die komplette Linie und hat uns mit den ersten drei Düften bereits Besonderes offeriert: Innovative und bemerkenswerte Parfums sind sie, die in der Tat Gefühlsaufwallungen bei mir generierten. Schauen wir, ob die neuen drei Düfte dazu auch in der Lage sind – wir sehen sie uns diese Woche genauer an.

“Getreu der Vision ihres Gründers, Herrn Laporte, setzt das Pariser Kult-Parfumhaus einen neuen Standard mit diesen außergewöhnlichen Düften.

Diese Kreationen übersetzen die außergewöhnliche emotionale Kraft von Düften, die ohne Kompromisse von dem Meister-Parfumeur Bertrand Duchaufour geschaffen wurden. L‘Artisan Parfumeur und Bertrand Duchaufour teilen eine Vision: die emotionale Kraft olfaktorischer Kunst einzufangen.

L’Artisan Parfumeur präsentiert die „Explosionen der Gefühle“ – Explosions d’Émotions. Der Name der Linie ist Programm. Bekanntermaßen ist der Geruchssinn, gemeinsam mit dem Tastsinn, der direkteste und intimste aller Sinne. Seine Eindrücke werden direkt in Emotionen umgesetzt, ohne vorher durch rationale Betrachtungen gefiltert zu werden. Und genau dies ist das Ziel der Düfte der Linie! Weitab des üblichen pyramidalen Duftaufbaus gehen die Strukturen dieser Düfte neue Wege. Ihre Harmonien und Facetten wurden mit dem Ziel ausgewählt, verschiedene Emotionen darzustellen und hervorzurufen.”

Rappelle-Toi ist der erste Kandidat, und sein Name, der soviel wie “Erinnere Dich” bedeutet, verkündet, dass wir “die innere Schönheit erleben sollen”:

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„Reflexion über das Menschsein hinaus. Suche nach sich Selbst. Sehnsucht nach dem Nirwana“. Bertrand Duchaufour

“Ein nachdenklicher und berührender Duft, wie eine Tür zu unseren innersten Gedanken. Getragen vom Duft der Gardenie, die sanft ihre anmutigen Blütenblätter ausbreitet. Vibrierender Szechuanpfeffer, erstmals in der Haute Parfumerie verwendet, belebt diese prachtvolle, narkotisierende Blume, die schließlich umhüllt wird von Moschus und weichem Sandelholz mit Honigakzenten.

Wäre „Rappelle-Toi“ …
… eine Kunst: Malerei
… eine Farbe: Violett (zart, verträumt)
… eine Musik: Bossa Nova
… ein Wein: „Muscat de Beaumes de Venise“, süßer Muskatwein – blumig, elegant und süß
… ein Schmuckstück: ein mit Diamanten besetzter Ring
… ein Sprichwort: „Solange mein Herz schlägt, wird es Dir sagen: Erinnere Dich!“ A. de Musset”

Bossa Nova – da denkt man natürlich gleich an den Klassiker, der diese Musikrichtung eingeläutet hat:

Ist das was für Euch? Beziehungsweise – was für Musik hört, liebt Ihr?

Duchaufour hat Rappelle-Toi mit folgenden Ingredienzen in Szene gesetzt: Kopfnote: Gin, Szechuanpfeffer; Herznote: Gardenie, Weihrauch; Basisnote: Sandelholz, Honig.

Rappelle-Toi ist, wie schon zu erwarten war, ein ungewöhnlicher Duft: Gleichermaßen kühl und dämpfig, fast schon schwül, oszilliert er auf meiner Haut und lässt mich mit der Nase am Handgelenk kleben. Eine opulente Gardenie, die fast schon tuberosenartig wirkt (und ja auch allzu oft auf Basis von Tuberosen kreiert wird), etwas an Kaugummi erinnernd, melancholisch und kühl, dezent mentholisch. Gin zaubert hier Anleihen von Wacholderbeeren und deren herber Fruchtigkeit samt unterschwelligen holzigen Anklängen, während Pfeffer leuchtende Kontrastpunkte setzt. Der Weihrauch hüllt in sachte rauchige Schwaden, die ätherisch anmuten, während glimmend-glitzernder Honig die zart-süß einlullende Hautnähe herstellt, von würzig-warmem und verhalten pudrigem Sandelholz unterstützt.

Dancing Lady

Ein Spiel mit Kontrasten, kostbar, anmutig und wundervoll – und einmal mehr fällt mir kein Vergleich ein, wie bei allen anderen Explosions d’Émotions-Düften auch nicht. Duchaufour zeigt sich – einmal mehr – als wahrer Meister seines Faches und ich möchte wirklich gerne wissen, wie er es schafft, ständig derart Innovatives aus seinem Parfumeursärmel purzeln zu lassen … Ich bin sehr gespannt auf den Rest der Kollektion – Ihr auch?

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

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Die Gewinner der signierten Flakons von L’Artisan Parfumeur!
Herbstwonne 5 – Al Oudh von L’Artisan Parfumeur


Nachdem …

Geschrieben in Duft,Hesperiden,Holziges am 27.06.2014

erikkormannseptember2… wir uns gestern die Kooperation der Herren Kormann, Kraft und Alchenberger gewidmet hatten, mag ich heute mit Euch noch einen Blick auf den neuen September werfen, den Erik Kormann soeben lanciert hat. September, neu? Ja, genau. Den gab es schon einmal – und dann war er ausverkauft, kam erneut auf den Markt und jetzt haben wir es mit der dritten Version zu tun, September 3.1 quasi. An jeder Version hat Kormann noch etwas gearbeitet und verändert, werfen wir doch mal einen Blick auf die ersten beiden Düfte, die ich bereits hier besprochen hatte: Im ersten September verwendete Erik folgende Duftstoffe, die ich Euch gestern auch bereits näher erklärt hatte: Iso e Super, Hedione, Galaxolid, Polysantol, Javanol (pur, 6%), Timberol, echtes Sandelholz-Öl, Ketamber und Citral.

Das Ergebnis davon war ein beschwingt-heiterer Duft mit herben Anklängen: Verantwortlich dafür war eine leichte Wodka-Note, die einen beschwipst umschwirrte im Auftakt und hernach den Weg freimachte für ein gleichermaßen kokettes wie leichtes Duo von Zitronengras und Javanol, jenem floral-fruchtig-(sandel)holzigen Chemical, das es Erik so angetan hat und ihn überhaupt erst zu der Kreation des Duftes verleitete. Das Javanol bildete in jedem Fall die kraftvolle Basis, die von einer warmen und holzigen Wärme war, ohne jemals zuviel zu werden. Ein toller Stoff – und einer, der über eine unglaubliche Sillage verfügt. Auf der Haut hält er lange, auf Stoffen ewig – und erfreut(e) mich oft noch Wochen nach dem Tragen an Schals.

September Nr. 2 wartete mit einigen Veränderungen auf, wie Erik Kormann selbst in seinem tollen Aromatischen Blog beschrieben hat:

erikkormannseptember„Ursprünglich hatte der Duft eine leicht beschwipste Lemongrass-Kopfnote (mit etwas Grapefruit), was aber doch einige Leute, mich incl., gestört hat. Deshalb tauschte ich jetzt diese Kopfnote aus und nun gibt es dafür eine wirklich harmonische, fruchtig-süße Orange. Ein Herz im Sinne einer richtigen Komposition hat der Duft nicht. Wozu auch, schließlich wollen wir uns mal nicht mit Nebensächlichkeiten aufhalten. Einfach nur reichlich Hedione und fertig. Damit bekommt die fruchtige Kopfnote eine gute Haftung und in der Mittelnote treffen sich damit das zart blumige Hedione, noch etwas Orange aus der Kopfnote und erste Anklänge von der Basis, die aus zwei verschiedenen Sandelholzriechstoffen besteht (einer davon ist das Javanol), dazu eine leicht ambrierte Holznote (Ketamber) und etwas Moschus.

Und jetzt will ich ihnen verraten, was ich getan habe. Wie man Javanol verwendet, schrieb ich bereits [Nämlich so: „Man muß vielleicht noch wissen, daß dieser in der konzentrierten Form recht schwache Duftstoff in einem Parfum von absolut durchschlagender Wirkung ist. Wer Parfum selber mischen möchte und mit JAVANOL arbeiten will, dem kann ich nur empfehlen, sich eine 10%ige Lösung anzufertigen und von dieser Lösung max. drei bis fünf Prozent in einem Duft zu verwenden. Sie können auch mehr nehmen, aber das wird deshalb nicht stärker riechen (das ist eine wichtige Erfahrung. Mit Lavendel ginge das nicht)].

Allerdings geht es auch anders! Gute 8% pur. Es hätten auch 4 sein können, für die Wahrnehmung macht das keinen Unterschied! Aber mit 8% riecht es einfach noch länger nach Javanol. Zumal dieser Duftstoff ohnehin eine Haftung hat, die man nicht in Stunden oder 1-2 Tagen, sondern vielleicht in Wochen angeben sollte. Ein im Chemical eingetauchter Papierstreifen riecht jedenfalls locker 3-4 Wochen und wenn einige Leute meinen, der Duft hätte keine Haftung, dann empfehle ich Hanns Hatt, “Das Maiglöckchen-Phänomen”, S. 58, das Kapitel mit der Überschrift: “Adaption – Wenn die Nase einen Geruchsreiz ausblendet”. Javanol riecht einfach länger, in einer Mischung mit anderen Duftstoffen und Ethanol zudem intensiver als im Rohzustand, als alle anderen Stoffe in diesem Parfum. Ein weiterer Grund, nicht nur Javanol zu nehmen. In der Kombination entfaltet dieses Chemical erst so richtig seine durchschlagende Wirkung.

Das ist der September. Und weil Javanol länger, viel länger als Hedione, Moschus, Iso e Super und natürliches Sandelholz riecht, duftet mein September für lange Zeit nach JAVANOL.“

Ich selbst hatte natürlich auch eine Meinung zum zweiten September, nämlich folgende: Auch, wenn an den Inhaltsstoffen nicht viel geändert wurde, hat der neue September für mich eine komplett andere Aussage: Leichter ist er geworden, fröhlicher und unbeschwerter. September der Erste atmete mit seinem Wodkakuss und dem Zitronengras ein bisschen mehr… die melancholische „Leichtigkeit“ des Seins. September der Zweite ist… optimistischer. Und gefällt mir, entgegen meinen sonstigen Vorlieben, in der Tat besser. Ein lebensfroher Duft voller Energie, die mandarinenhaft anmutende Orangennote verhilft zu frühlingshaftem Aufwind. Einfach, aber wirkungsvoll – und insofern einfach ein perfekter Begleiter für die hoffentlich jetzt bald mal eintretenden wärmeren Jahreszeiten!

September 3.1 nun wurde erneut überarbeitet und verfeinert, und brilliert vor allem mit einer alten neuen Note, einem Orangenöl, das aus dem Hause Bell Flavors & Fragrances stammt. Zu dieser besonderen Spezialität ist Folgendes zu sagen:

„Süßes Orangenöl besteht normalerweise zu ca. 97% aus Limonen und zu ca. 3% aus sauerstoffhaltigen Verbindungen, wie Aldehyde (hauptsächlich Decanal, Octanal) und Monoterpenalkoholen (Linalool). Diese sauerstoffhaltigen Verbindungen sind aber wesentlich für das typische Orangenaroma verantwortlich, während das Limonen praktisch nicht zum Geruchs- und Geschmackprofil beiträgt. Durch verschiedene Verfahren kann man nun die sauerstoffhaltigen Verbindungen anreichern und das Limonen entsprechend reduzieren. Man spricht dann von terpenfreien, bzw. terpenarmen ätherischen Ölen. Es gibt verschiedene Anreicherungsgrade. Das im September benutzte Orangenöl ist z. Bsp. auf einen (berechneten, also theoretischen) Aldehydgehalt von 10% eingestellt.“

Oranges And Lemons

Erik Kormann äußerte mir gegenüber bereits ganz begeistert, dass für ihn der September jetzt so ist, wie er ihn sich immer gewünscht hatte – und ich teile diese Begeisterung absolut: Schon September 2.1 war für mich ein echter Gutes-Wetter-Gute-Laune-Alleskönner, September 3.1 toppt das allerdings noch um Längen. Die Orangennote ist derart authentisch, saftig und lecker, das ich für den Träger keinerlei Garantien übernehmen kann, dass er nicht zum Suarez-Opfer werden könnte … Mandarinig-orangig spendet September 3.1 Energie und Kraft, wirkt sonnengetankt und positiv. Und das Javenol würzt pudrig und hautnah darunter – eine perfekte Kombination, ein sehr schöner Duft und ein hervorragender Preis. Testen, meine Lieben!

Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende Euch,

Eure Ulrike.

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