Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Zarkoperfume: Inception & zwei Mal Moleküle bitte!

Drei weitere Düfte von Zarkoperfume erwarten uns heute, nämlich Inception und gleich zwei nach Molekülen benannte Düfte, MOLéCULE 234•38 und PINK MOLéCULE 090•09.

Zuerst: Ich bin ein Chemie-Verlierer. Chemie hat mich, als wirklich einziges Fach, in der Schule nie interessiert, wirklich nicht. Ok, in der Schule später hat mich vieles irgendwann nicht mehr interessiert, weil die Prioritätensetzung einfach eine Verschiebung erfuhr, wovon Harmen auch ein Liedchen singen kann, aber … Nein, Chemie war nicht meines. Vielleicht könnte ich sie heute lieben, die Chemie? Spätestens nach Breaking Bad, einer meiner erklärten Lieblingsserien mit dem Crystal Meth-kochenden Chemielehrer Walt, dem an Krebs erkrankten? Kann schon sein, ging mir zumindest mit Mathematik irgendwann wieder so (Nein, Harmen, Mathe ist KEIN A….loch!). Allerdings bedürfte es da einer näheren Auseinandersetzung damit, einer Vertiefung – dafür fehlen mir, ganz recht, momentan Zeit, Nerven und eventuell auch ein guter “Anleiter”. Ein perfekter Heranführer ans Thema ist zum Beispiel Dr. Philip Kraft, dessen Facebook-Seite ich sehr gerne lese – Scent and Chemistry. Hintergründe zu diversen Düften zu erfahren aus der Perspektive eines Riechstoffchemikers und – notwendigerweise – Duftfans ist für mich immer wieder spannend.

Aber wenden wir uns unseren Düften von Zarkoperfume zu …

Inception orientiert sich an dem gleichnamigen Film von einem meiner Lieblingsregisseure, Christopher Nolan, den man mittlerweile vermutlich schon als Klassiker bezeichnen darf. Habt Ihr ihn gesehen? Wenn nicht, hier ist der Trailer:

“Von der Vielschichtigkeit des gleichnamigen Films inspiriert, ist INCEPTION mit sechs Duftphasen statt den traditionellen drei ein echter Exot.

Wie ein Musiker ein Stück komponiert, so hat Zarko diesen Duft aus sanften, hellen Noten über tiefe, sinnliche bis zu kräftigen, kraftvollen Noten geschaffen. Zusammengestellt aus Ingredienzen höchster Qualität, finden sich Inhaltsstoffe, die Männer und Frauen gleichermaßen anziehen: Zitrusfrüchte, Blüten, Gewürze sowie grüne Noten und weiche Hölzer sind die Bausteine einer außergewöhnlichen Duft-Partitur.”

Die Latte hängt hoch, wenn ich an das Meisterwerk von Nolan denke …

ZarkoperfumeInception

… und Inception weiß durchaus für sich einzunehmen: Ich rieche – Ozon. Eine luftige, leichte Brise, die an mir vorbeizieht, schwebt, rauscht. Frisch, leicht, ätherisch, transparent – Bilder von gewaschener Wäsche evozierend, von Morgen am Fenster, soeben aus der Dusche gestiegen, den Tag noch voller Möglichkeiten noch vor einem.

Inception lässt sich nicht auseinanderklamüsern, er ist mehr Bild, verschwommenes, leicht dahingehauchtes, als ein verdinglichtes Etwas. Zitrisch-frisch, ozonisch-leicht, unbeschwert, dynamisch und anregend mit einem Hauch Aquatischem.

Und unsere Moleküle?

zarkoperfumemolecule

MOLéCULE 234•38 – sechs Jahre Entwicklungszeit –  beinhaltet laut Beschreibung “ein großes Molekül, das mit seinem eigenen Geruch vorherrscht und damit mehr einem Phänomen als einem Duft gleicht.” Iso E Super vielleicht? “Die Zusammensetzung und das Gewicht des Moleküls entspricht der der Haut und deren Umgebung, so, dass der Körper direkten Einfluss auf die Bestandteile des Duftes nimmt. Er entwickelt und verändert sich über einen Zeitraum von zehn Stunden und wird eins mit der Haut. Es war eine große Herausforderung, dieses Molekül mit einem weiteren, leichten und völlig gegensätzlichen Molekül zu einem Duft zu kombinieren, der immer wieder neu und anders duftete. Der körperliche und mentale Zustand des Trägers wirkt sich direkt auf den Duft aus. Diese ständige Interaktion zwischen Mensch und Parfum lässt sich gut als eine Liebesaffäre für ein ganzes Leben beschreiben.”

zarkomolecule3

Eine Liebesaffäre für ein ganzes Leben? Immer her damit! Mein vorheriges Eingeständnis zwecks meinem chemischen Unverständnis greift bei unseren beiden Molekül-Düften: Ich kann überhaupt gar nichts mit den Zahlen anfangen, die ihnen zugeordnet sind.

MOLéCULE 234•38 enthält ziemlich sicher unser Iso E Super, jenes Wunderstöffchen, das viele schon bei Geza Schoens Escentric Molecules so geliebt haben: Dieses trocken-steinige, sonnengewärmt-holzige, verhalten-süß-würzige Bezaubernde. Was hier sonst noch drin ist? Keine Ahnung. Bisher gefällt mir dieser Duft allerdings mit Abstand am besten. Ein wenig Zitrisches findet sich im Laufe der Zeit noch, allerdings bleibt der Duft, wie der Rest der Linie, sehr hautnah und somit mehr Aura als Parfum.

zarkoperfumepinkmolecule

PINK MOLéCULE 090•09 ist der Liebling aller Frauen, so scheint es – und das ist nicht weiter verwunderlich, brilliert er doch mit Champagnernoten, genauer gesagt: Rosé-Champagner. Das macht mich äußerst neugierig, liebe ich doch … Rosé-Wein im Sommer, Rosé-Sekt und ja, wenn es die Geldbörse zulässt auch gerne mal Rosé-Schampus.

„Pink Molécule 090.09“ interpretiert die Frische der dänischen Küsten mit der Intensität dunkler Hölzer und wirkt in der Nase wie Rosé-Champagner am Gaumen: Man spürt eine unschuldige, prickelnde Frische, hinter der sich gleichzeitig sehr intensive und sinnliche Noten wahrnehmen lassen. Dieser Effekt hält dauerhaft an. In der frischen der beiden Phasen arbeitet Zarko mit Holunder, Aprikose und schwarzer Orchidee. Der Duft verzichtet ganz auf Herznoten und verstärkt dadurch den dreidimensionalen Effekt durch Mahagoni, Sahne und dunkle Hölzer. Diese Noten vermitteln durch ihre unglaubliche und lang anhaltende Frische einen spannenden, überraschenden und völlig innovativen Eindruck. „Pink Molécule 090.09“ – eine Kreation voller Kontraste, welche eine elegante Harmonie verströmen.”

Eine wollüstige Beschreibung dank Harmen und dem Pressematerial des Hauses … und schwupps ist das pinkfarbene Molekül schon auf meine Haut gewandert: Beerig und seifig duftet es, darüber hinaus nehme ich Noten von Aprikose oder Nektarine in Kombination mit fruchtiger Rose wahr. Saubere Frische, feminin und leicht, von einer leisen Herbheit geküsst und von sanfter cremig-salziger Kühle. Für viele sicherlich der perfekte, sinnliche Sommer-Hauterfrischer, der auch zu anderen Jahreszeiten seinen Zweck erfüllen wird.

Habt Ihr schon getestet? Und – wie haltet Ihr es mit “Molekül-Düften”?

Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende Euch,

Eure Ulrike.

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In arabischen Gefilden …

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Fruchtiges,Gourmand am 27.08.2014

… weilen wir noch zwei weitere Tage mit Al Kimiya, die mich gestern sehr positiv überrascht haben: Intensive, orientalisch inspirierte Düfte mit einer extrem guten Sillage – ganz nach meinem (zugegebenermaßen recht weit gefächerten) Geschmack. Heute klemmen wir uns Kemi, Layla und Luna unter die Nase, die geneigte.

Kemi greift den Ursprung des Firmennamens auf:

kemi“Al Kimiyas Eau de Parfum Kemi begibt sich zu den Wurzeln des Wortes „Alchemie“. Am Anfang der Herkunftsgeschichte steht vermutlich das altgriechische Wort „chymia“ bzw. „chemeia“ für „Metallguss“ oder auch „chymos“ für „Flüssigkeit“, von dem sich das altägyptische Wort „khem“ für „schwarz“ oder „schwarze Erde“ ableitet. Die Araber griffen dieses auf und so entstand „al-kimiya“. Die genaue Herkunft bleibt aber letztlich unsicher.

Kemi erweist sich als eine orientalische Komposition, die durch ungewöhnliche Zutaten zu überraschen weiß – wie ein Blick in fremde, unbekannte Welten.”

Ungewöhnliche Zutaten für einen Orientalen? Da werfen wir doch gleich einen Blick auf die Noten: Kopfnote: Zedernholz, Adlerholz (Oud); Herznote: Gurjunbalsam, Karamell, Castoreum, Zibet; Basisnote: Sandelholz, Vanille, Hölzer.

Ein klassischer Orientale, das scheint mir greifbar, wird Kemi wirklich nicht sein, zu gourmandig wirkt die Komposition, zumindest auf dem Papier … Auf der Haut angekommen, täuscht dieser Verdacht nicht vollständig. Eine betörender Oudduft, lockend, weiblich und süß – als solcher erinnert er mich sofort an Xerjoffs Mamluk, diese Honig-Venusfalle. Mamluk ist aber wesentlich süßer, einlullender als Kemi, der nicht mit Honig, sondern mit dunkelstem Karamell und sandelwürziger Vanillecreme brilliert. Die animalischen Noten sind, genauso wie bei Mamluk, gegeben – dafür sorgen Zibet, Castoreum und Oud. Alles in allem könnte ich mir, je länger meine Nase an meinem Handgelenk hängt, diesen Duft allerdings auch bei dem richtigen Mann vorstellen: Er changiert zwischen Süße und kühlem,stolzem Oudtier – das hat durchaus seinen Reiz!

JosephWright-Alchemist

Layla ist eine Ode an die Nacht:

“Layla bedeutet auf Arabisch „Nacht“. Etwas romantisch denkt man sich den Alchemisten als Meister verborgener Künste, an der Schwelle zur Welt der Geister und Dämonen, der des Nachts seinem magischen Handwerk nachgeht. So stellte auch der englische Maler Joseph Wright of Derby in seinem Gemälde von 1771 „Der Alchemist auf der Suche nach dem Stein der Weisen“ den vollbärtigen Hennig Brand dar, wie er in einem gotischen Raum, magisch erhellt vom Leuchten eines Glaskolbens den Phosphor entdeckt

Mit „Layla“ zeigt die Kollektion von Al Kimiya eine verträumte, feminine Kreation, die auf die subtile Kraft feiner Gewürze und die Zartheit der Blüten setzt.”

Dass die Nacht weiblich ist, ist ja klar. Wie setzt man bei Al Kimiya die Nacht aber ansonsten olfaktorisch um? Das Rezept: Kopfnote: Gewürznelke, Muskatnuss; Herznote: Ylang-Ylang, Zedernholz; Basisnote: Ambra, Patchouli, Moschus, Vanille.

Laila ist im Auftakt kühl und ich frage mich, woher diese Kühle kommt, die fast wässrige Nuancen zeigt. Alsbald entwickelt sich Laila zu einem echten Chamäleon, das zu bezaubern weiß: Vanille, leicht und seidig huscht über meine Haut, cremt und verwöhnt. Dieser Vanille wohnt eine gewisse Würze inne, eine süße, zart gewürzige, karamellig angehauchte und ambriert gewärmte. Irgendwo hält ein Hauch Schärfe, die Waage, eine sanfte, dunkelbraune Kante im Duft. Und der Duft von sachten, nektarreichen Blüten weht durch diese Nacht …

Lehnert & Landrock - 2558 - Danseuse arabe

Gewürznelke und Muskat muss hier niemand schrecken, sie sind einzeln nicht besonders dominant, sondern fügen sich eher ein in diese warme Sommernacht. Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Wer auf der Suche nach einem wirklichen Gewürzduft ist, ist mit Laila sehr wahrscheinlich, je nachdem, wie der Duft auf der eigenen Haut herauskommt, nicht optimal bedient.

Luna ist unser letzter Duft für heute und passt selbstredend betreffs der Inspiration perfekt zu Layla, der Nacht:

“Luna von Al Kimiya ist natürlich dem Mond zugeeignet, jenem uns nächsten, mit dem bloßen Auge sichtbaren Himmelskörper, der die Phantasie der Menschheit seit jeher beflügelte. Älteste Zeugnisse wie etwa Stonehenge oder die Himmelsscheibe von Nebra bezeugen die große Bedeutung des Mondes für den Menschen. In der geheimnisvollen Welt der Alchemie wurde jedem der damals bekannten sieben Himmelskörper ein Metall zugeordnet. Vermutlich stammt diese Praxis bereits aus der Philosophie der alten Babylonier. Wie könnte es auch anders sein, wurde der Mond mit dem Silber assoziiert – man denke nur an verzauberte Vollmondnächte, in denen der Mond die Welt in seinen silbernen Schein taucht.”

Lehnert & Landrock - 244 - Danseuses arabes

Der Mond, von je her auch interkulturell auch als Zeichen der Fruchtbarkeit gesehen und olfaktorisch mittels folgender Zutaten umgesetzt: Kopfnote: Zitrone, Mandarine, Apfel, Mango, Kräuter, Johannisbeere, Aprikose, Weihrauch, Gewürze; Herznote: Zedernholz, Jasmin, Rose, Iris, Leder; Basisnote: Ambra, Moschus, Vanille.

Die vielen Früchte, vor allem Mango, sowie die Weißblüher in Verbindung mit Leder machen mich natürlich sofort neugierig – und entführen mich in einen üppigen Garten oder auch einen bepflanzten Riad während einer lauen Sommernacht. Die Mischung macht es hier: Reife Mangos, Äpfel und Agrumenfrüchte, ein würziger Hauch der Hitze des Tages sowie Kräuter, die perfekte, herb-grüne Akzente setzen. Weißblüher zaubern jene betörende Atmosphäre, die man so liebt an den Nächten südlicher Gefilde – und die wir hier in Deutschland gerade erst recht nicht einmal ansatzweise haben … Im weiteren Verlauf pudert es noch ein wenig und wildledert sacht vor sich hin, die Basis ist warm und kleidsam, umhüllend – und entspricht so ziemlich genau einer schönen, romantischen warmen Sommernacht …

Für mich ein Ersatz für den fehlenden Sommer und die ebenfalls nicht vorhandene Romantik – Luna wird mich dieser Tage begleiten.

Und Euch? Hat schon einer der Düfte von Al Kimiya Euer Interesse geweckt?

Einen schönen Tag noch und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Agonists „Solaris“ oder besser: Midnattssolaris

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Fruchtiges,Hesperiden am 14.08.2014

solarisSolaris“ – schon allein des Namens wegen muss ich Euch diesen Duft aus dem Hause Agonist vorstellen. Evelyn hat ja bereits bei Beauty Mekka darüber berichtet, sodass ich nur noch meinen Senf ergänzend dazugeben muss.

„Solaris“ wurde von der Mitternachtssonne inspiriert, die während des Sommers im Norden niemals untergeht. Frisch, warm und mit sphärischer Rundheit im Übergang der Noten ist dieser Duft magisch wie die niemals endenden Sonnenuntergänge.

Fjord am abend

Obwohl ich ja auch gerne im Norden unterwegs bin, habe ich bislang noch keinen echten Polartag erlebt, d. h. einen Tag, an dem die Sonne gar nicht unter dem Horizont versinkt. Es fällt natürlich auch im südlichen Skandinavien auf, dass die Sommertage länger sind und die Sonne sehr früh wieder aufgeht.

Polaarpäev

Dann werde ich mal schauen, wie mir die Mitternachtssonne in die Nase scheint. Von der reichen Anzahl an Duftnoten sind es vor allem folgende Akteure, die sich stimmungsvoll in Szene setzen: Spritzige Zitrusnoten verbreiten den Strahlenkranz der Mitternachtssonne, während reife Schwarze Johannisbeeren mit prickelnden Pfefferakzenten geschmückt wurden. Pfirsich greift die Fruchtigkeit der Kopfnoten auf, passt sich saftig-fruchtig ein, um zugleich den Übergang in einen warmen Schein, ein schmeichelndes Licht zu bilden, eine Brücke in das unwirkliche Nachtleuchten der Sonne. Ein von vorne bis hinten stimmiger warmer Farbverlauf, in seinem Gesamtbild, spritzig, fruchtig und balsamisch. Die Fülle der Sonne an einem kalten Ort, denn Hitze, Wüste oder gar orientalische Assoziationen sind in dieser Komposition nicht zu finden.

Die Duftkomposition
Kopfnote: Pink Grapefruit, Zitrone, Mandarine, Schwarze Johannisbeere, Petitgrain, Schwarzer Pfeffer
Herznote: Ozonische Noten, Pfirsich, Ingwer, Litsea Cubeba, Galbanum
Basisnote: Tonkabohne, Benzoeharz, Labdanum (Zistrose), Patchouli, Ambra

Natürlich hat mich der Titel „Solaris“ sofort an den Roman von Stanisław Lem erinnert, den ich – ich muss es gestehen – nur über dessen Verfilmung von Steven Soderbergh aus dem Jahr 2002 kenne. Aber irgendwie passender als das Science-Fiction-Thema ist der Film „Insomnia“ (dt. „Todesschlaf“) von Erik Skjoldbjærg von 1997. Der Krimi spielt in Nordnorwegen, im für den Protagonisten zunehmend unerträglich werdenden Schein der Mitternachtssonne. Auf der Suche nach einem Mörder erschießt dieser – ein Polizist – aus Versehen seinen Kollegen und versucht dies aber zu vertuschen. Ob es nun die Mitternachtssonne ist oder seine drückende Schuld, die ihn nicht schlafen lässt, bleibt eine der spannenden Doppeldeutigkeiten des Films. Der Film überzeugte so, dass er 2002 als Remake mit Al Pacino, dem leider am 11. August verstorbenen Robin Williams und Hilary Swank neu verfilmt wurde.

Aber zurück zum Duft. Bei diesem sind keine kargen skandinavischen Landschaften zu erwarten, sondern – wie es auch Evelyn schon beschrieb – alle Farbabstufungen von Gelb bis Rot. Freunde spritzig-fruchtiger Düfte, die aber eine Alternative zu dem allgegenwärtig Mediterranen suchen, sollten es einmal mit dem sonnigen „Solaris“ versuchen.

Sonnige Grüße
Harmen

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Pfeffer …

Geschrieben in Duft,Fruchtiges,Gewürziges am 6.08.2014

… im Hintern habe ich hin und wieder – heute aber eher auf der Haut, und zwar ganz edlen, nämlich Bengalischen.

Ihr erinnert Euch? Ich habe Euch letzte Woche den ersten Duft der neuen Les Éphémères-Kollektion von Brecourt vorgestellt, Rosa Gallica, von dem ich immer noch ganz begeistert bin. Er hat mich die letzten, wettertechnisch etwas wechselhaften Tage begleitet und bekleidet – und, trotzdem er ein wenig harzt und raucht, vielleicht auch gerade deswegen: Er ist ein herrlicher Duft für diese Temperaturen, nicht nur, wie mancher vielleicht annehmen mag, für die kälteren Jahreszeiten! Ich bin nach wie vor Feuer und Flamme, muss mich aber noch ein wenig gedulden, bis ich endlich ein Fläschchen mein Eigen nennen darf.

poivre_bengalePoivre Bengale nun ist unser zweiter Kandidat der Les Éphémères-Düfte, die allesamt den Fokus auf eine seltene Ingredienz legen. Pfeffer ist wirklich keine Rarität in Parfums, vor allem nachdem seine rosafarbene Variante vor einigen Jahren vermehrt Einzug gehalten, obgleich ja rosa Pfeffer streng genommen kein Pfeffer ist, sondern nur Bestandteil unserer geliebten bunten Pfeffermischungen. Schwarzer Pfeffer gefällt mir unglaublich gut in Düften, vor allem an der Hesperidenfront leistet er meiner Meinung nach sehr gute Dienste: Wie vielen Zitrusdüften verleiht er das gewisse Etwas – ich würde sagen ungezählten. Und dann ist er ja noch einer der Hauptbestandteile meines geliebten, mittlerweile leider vergriffenen Duftes Coup de Fouet (EdT)/Poivre (die EdP-Variante davon) aus dem Hause Caron. Schauen wir mal, wie Madame Bouge im ein duftendes Denkmal setzt!

“Rudyard Kipling sagte einmal: „Wer Indien niemals gesehen hat, weiß nicht, was Sehen bedeutet“. Das gilt noch mehr für die Welt der Düfte.

Für den zweiten Duft der Kollektion „Les Éphémères“ wählte Emilie Bouge die magische Welt der Gewürze – ihre Reise, Glut, Herkunft und Fülle. Pfeffer aus Bengalen war das erste Gewürz, das in der Antike nach Europa kam. Wertvoller noch als Gold ersetzte es sogar für eine Zeit die damalige Währung. Ein Juwel von filigraner Schärfe … lieblich und süßer als der Pfeffer, den wir täglich verwenden. Ein Rohstoff, der niemals zuvor bei der Komposition eines Duftes verwendet wurde.

Muskatnuss, Gewürznelken-Absolue und Ingwer bilden einen reizvollen Kontrast, der sein langanhaltendes, distinktives Aroma zur vollen Geltung bringt. Es entfaltet sich auf einem exotisch-üppigen Bett aus Sandelholz, Leder, Kaschmirholz und Ambra.

Ein betörender Duft für den anspruchsvollen Parfumliebhaber.”

Piper longum print.jpg
Trotzdem ich Pfeffer liebe, kenne ich mich mit diesem Gewürz sehr viel weniger gut aus als mit Salzen, ergo war mir Wiki ein williger Diener: Bengalischer Pfeffer, Bengalpfeffer heißt eigentlich “Langer Pfeffer oder Stangenpfeffer (Piper longum) [und] ist eine Art aus der Gattung Pfeffer in der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae). Er wird auf Tamil/Malayalam pippali genannt und gab der gesamten Gattung Piper (deutsch: Pfeffer) den Namen. Langer Pfeffer wächst wild in ganz Indien, vom Fuß des Himalayas bis Südindien. Er gilt als die erste Pfefferart, die das Mittelmeer erreichte und war in Europa vor dem heute gebräuchlichen echten Pfeffer bekannt. Alexander der Große soll ihn aus Indien mitgebracht und in Europa eingeführt haben. Die Griechen und Römer importierten Langen Pfeffer und wertschätzten ihn als Heilmittel und Gewürz. Langer Pfeffer wurde in Europa bis ins 17. Jahrhundert viel genutzt, dann aber vom echten Pfeffer fast vollkommen verdrängt. Heute gilt er als „exotisches“ Gewürz und ist oftmals nur in speziellen Geschäften (beispielsweise Asialäden) zu erhalten. ” Soviel zu diesem Thema. Insofern haben wir es wie bei Rosa Gallica und der dem Duft innewohnenden Essigrose einmal mehr mit dem Ursprung, dem Urahn einer Ingredienz zu tun – und zwar einem, der vorher wohl noch nie in der Parfumerie verwendet wurde.

Taj Mahal reflection on Yamuna river, Agra.jpg

Emilie Bouge setzt Poivre Bengale exotisch, fremdländisch um, so wie es sein Ursprung verlangt: Der Duft trumpft mit einer reichhaltigen, gleichermaßen würzigen und frisch-fruchtigen Opulenz auf, die mich sofort gedanklich entführt. Pfeffer und Ingwer oder Ingwer und Pfeffer sind hier unsere zwei Protagonisten, eine mehr als gekonnte Vermählung! Die fruchtig-holzige Herbheit des Ingwers in Kombination mit staubtrocken-zart-süß-scharf-pudrigem Pfeffer – das ist unfassbar deliziös, vor allem, da der Rahmen passt: Eine klitzekleine Prise Gewürznelke und Muskat, die süße Schärfe des Pfeffers aufgreifend und verstärkend, ein paar Hölzer, ein Hauch Leder und ein hauchfeines Ambrabettchen. Das kann was, meine Lieben!

Poivre Bengale ist toll, wirklich wunderschön – changierend zwischen den Polen zwischen Kühle und Wärme, Fruchtigkeit und Trockenheit, Gewürzen und Frische könnte er mit seiner malerischen Kraft ein frühes Lutens-Kind sein. Oder aber eine Kooperation zwischen Odin NY und Byredo.

Ich bin beeindruckt und ziehe meinen Hut vor Bouge und ihrer neuen Kollektion – weiter so, Madame! Ich bin sehr gespannt, was uns diesbezüglich noch erwarten wird!

Testen, meine Lieben!

Viele herzliche Grüße,

Eure Ulrike.

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Landschaften, Mythen, Szenerien – Die Düfte von Gritti

Die Düfte „Aqua Incanta“, „Damascus“ und „Doped Tuberose“ der Familie Gritti aus Venedig habe ich Euch gestern vorgestellt. Heute geht es mit „Fanós“, „Noctem Arabs“ und „Preludio“ weiter.

Gentile Bellini 004

fan_s Nicht ganz von dieser Welt, im Reich der Mythen scheint „Fanós“ verortet zu sein:

Über das Meer erreiche ich die Insel der Nymphe, es entführt mich ein Zauber, orientalische und okzidentalische Gerüche vermischen sich. Beseelt begebe ich mich auf die Suche nach etwas Unerreichbarem …

Helle Gewürze – vor allem Zimt und Kardamom – treffen auf grüne Veilchen- und Mimosennoten. Sandelholz, Orangenblüten, Vanille und Ambra sollen noch mit von der Partie sein, lassen sich aber nur schwer ausmachen. Meines Erachtens ist „Fanós“ bis jetzt der schwierigste Duft der Kollektion. Obwohl helle Gewürze und grüne Noten zusammen durchaus vorstellbar sind, gehen sie meines Erachtens hier nicht so recht zusammen. Eine schräge, aber dafür umso interessantere Mischung.

Duftkomposition:
Kopfnote: Ingwer, Kardamom, Zimt
Herznote: Veilchen, Mimose, Sandelholz
Basisnote: Orangenblüte, Vanille, Ambra

noctem_arabs Bei dem Namen „Noctem Arabs“ ist ein Orientale beinahe Pflicht.

Der unendliche Horizont der Wüste, die geheimnisvollen Schatten, Pferde, die mit halsbrecherischer Geschwindigkeit von den Prinzen der Himmel geritten werden. In einem Moment hält alles an. Die Begegnung mit einer Frau, deren Schönheit ich gesucht und nun gefunden habe.

In dieser Szenerie dominiert das Oud bereits auf den ersten Riecher. Und dieses Oud wurde mit Hölzern verstärkt, trocken, glühend, tief und auch weich. Wow! Ich kann von Oud nicht genug bekommen, obwohl die Kreationen mittlerweile Legion sind. Deswegen gefällt mir „Noctem Arabs“ bis jetzt am besten.

Duftkomposition:
Kopfnote: Tabak, Patchouli, Virginia-Zedernholz
Herznote: Adlerholz (Oud), Sandelholz
Basisnote: Moschus, Ambra, Myrrhe

preludio Einen Auftakt, ein Vorzeichen kündigt „Preludio“ an, doch was soll folgen?

Eine warme südliche Brise, die am Rande des Horizonts ein ruhiges smaragdgrünes Meer streichelt. Dann, plötzlich, ein frischer Ostwind, der den Duft von Geheimnis und Magie mit sich bringt …

Dieses Naturschauspiel, dieses Landschaftsgemälde verströmt tatsächlich eine Aufbruchstimmung. Aquatisch, würzig und auch etwas fruchtig – mit saftiger Melone und frischer Zitrone – geht es los, hinzu kommen noch leichte Holz- und Moschusnoten. Keine fundamental neue Interpretation der aquatischen Düfte, aber eine angenehme und natürlich wirkende Variante dieses Themas.

Duftkomposition:
Kopfnote: Lavendel, Aromatische Noten, Wassermelone, Zitrone
Herznote: Hölzer, Sandelholz, Pinie (Kiefer), Tabak
Basisnote: Ambra, Borretsch, Moschus

Abschließend lässt sich sagen, dass die Kollektion von Gritti ein breites Spektrum an Düften abdeckt, die allesamt sehr gut gemacht sind. Meine beiden persönlichen Favoriten sind der Zimtduft „Damascus“ und der Oudduft „Noctem Arabs“. Welche sind Eure Lieblinge?

Liebe Grüße
Harmen

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Sustinet nec fatiscit – Die Düfte der Familie Gritti
Duftverzeichnis


Collection d’Ailleurs …

Geschrieben in Duft,Fruchtiges,Solifloral am 17.07.2014

… ist der Name einer neuen Linie aus dem Hause Evody, der wir uns heute und morgen widmen werden.

Dazu habe ich noch ein nettes Bonbon für Euch, mit dem ich jetzt gleich herausplatze: Deren deutscher Vertrieb war so freundlich, uns von den drei neuen Duftschönheiten jeweils einen Flakon zum Verlosen zur Verfügung zu stellen. Wie Ihr daran teilnehmen könnt? Ganz einfach: Kommentiert den heutigen oder den morgigen Artikel und verratet mir, welchen Duft Ihr warum gewinnen wollt. Zeit habt Ihr dazu bis Sonntag, 20.07., 24 Uhr. Am Montag werden dann die Gewinner verraten.

Zurück zu Evody: Wir haben die Firma schon eine ganze Zeit im Sortiment – deren “normale” Kollektion sollten Stammleser bereits kennen. Zu dem Firmenhintergrund hatte ich bereits Folgendes verlauten lassen:

evodyfrauen“Zum Label selbst seien aber auch noch ein paar Worte verloren: Evody leitet sich von Evodia ab, dem Baum der hunderttausend Blüten – und hinter dieser schönen Assoziation steckt eine nette kleine Familiengeschichte in Form eines Frauenduos: Régine Droin und ihre Tochter Cérine Vasseur führen ein kleines, aber feines Geschäft im Herzen von Paris, welches neben auserlesenen Parfums auch Duftworkshops für diejenigen anbietet, die einmal unter fachkundiger Anleitung in die Geschichte des Parfums eintauchen wollen. Und haben sich vor einigen Jahren den Traum einer eigenen Kollektion erfüllt, die wir uns jetzt näher ansehen werden.”

evodycollectiondailleurs

Näher ansehen gilt ebenfalls für heute, bezieht sich aber auf die Collection d’Ailleurs, die wir uns gemeinsam unter die Nasen klemmen werden, vielmehr: Ich mir für Euch.

“Die Collection d‘Ailleurs öffnet ein neues Kapitel der Geschichte von Evody. Sie ist eine Hommage an die Reichtümer der Natur und an die Vielfalt der Kulturen. Mit den Düften der Collection d‘Ailleurs schenken uns die Designerinnen ihre Interpretation weit entfernter Orte. Diese Duftbilder entstanden aus den Leidenschaften des Mutter-Tochter-Duos Régine und Cérine, dem Reisen und natürlich dem Parfum.

Seit ihrer Kindheit bereist Régine über Bücher fremde Orte. Sehnsuchtsorte, die sie später wirklich mit der noch jungen Cérine entdecken wird … Die Gefühle und das Staunen während ihrer Reise brachte sie dazu, dieses Abenteuer durch die Düfte fortzusetzen.

„Reisen, das ist seinem Leben Sinn zu geben, das ist seinen Sinnen Leben zu geben“. Alexandre Poussin”

“Welten eröffnen” soll uns die Collection d’Ailleurs, im besten Falle völlig neue, und uns “vom  Orient zum Okzident führen.” Sehen wir sie uns einfach einmal an – ich beginne heute mit D’Âme de Pique:

“Die Königin der Blumen erblickte das Licht der Welt vor den Toren Asiens, aber im Tal der Rosen am Fuße des Hohen Atlas kann man sie finden, ungestüm und dominierend. Gehüllt in Purpur und Samt spielt sie ihre Gegensätze aus: ihre Opulenz und Zartheit. Sie widersteht allem! Kälte, Trockenheit greifen sie nicht an. Gegenüber den Felsen thront sie. In den Bergen und zwischen Wasserfällen versteckt sie sich in den verborgenen Gärten. Die Erinnerungen bleiben unvergesslich. Die Sterne des nächtlichen Himmels bewundern sie, die Bezauberndste und Prächtigste. Die Königin ist da! Unvergleichlich in ihrer Blütenpracht …

D’Âme de Pique“ feiert diesen im Tal der Rosen allgegenwärtigen Duft. Evody haben die verschiedenen Gesichter der Königin der Blumen erforscht. „D’Âme de Pique“ öffnet sich auf einem grünen und spritzigen Hauch von Johannisbeerblättern in Verbindung mit einem Birnenakkord. Im Herz hat die Rose die Ehre. Die Essenzen und das Rosen-Absolue werden besonders von einer berauschenden Himbeeren-Auslese betont. Die milchigen und üppigen Sandelholz-Noten und das Vanille-Absolue – alles in Kontrast mit dem in der Sonne getrockneten Patchouli – bekleiden diese große Dame mit einer einmaligen Sinnlichkeit.”

evodydamedepique

Betreffs des Namens lassen mich Evody hier ein wenig im Unklaren: Âme heißt in jedem Fall Seele, Pique hat unterschiedliche Wortbedeutungen – Pik, Laub, Spieß und Schippe, wobei die letzten beiden vermutlich eher nicht gemeint sind …

cradle

Eine Rose ist es, eine Huldigung an dieselbe, und noch dazu eine ziemlich gut gemachte mit Noten, die mir umgehend ein Lächeln ins Gesicht zaubern: Schon im Auftakt präsentiert sich mir das Trio, das die Seele und somit den Charakter des Duftes ausmacht – Rose, schwarze Johannisbeere und Birne. Eine saftige, frisch-herbe Birne, die sich harmonisch mit den spritzig-säuerlichen Anklängen von Cassis vermählt – was für eine herrliche Fruchtkombination! Zu diesem schönen Obst-Duo stößt sofort die Rose, eine samtig-seidige mit latent fruchtigen Anklängen, die das Herz des Duftes ausmacht. Auf der Haut hält sich dieses wundervoll leuchtende Trio lange, schillernd und strahlend. Die Basis ist perfekt gewählt: Patchouli, na klar, immer erste Wahl bei Rosendüften, verstärkt, pudert und vertieft, während würziges Sandelholz und Vanille Süße, Wärme und somit Hautnähe stiften.

Eine feminine Rosenschönheit, die ihresgleichen sucht und sicherlich viele von Euch begeistern wird – zu Recht. Ich bin sehr gespannt auf die anderen beiden Düfte, die uns morgen erwarten – Ihr hoffentlich auch!

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Vom Orient …
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“Fesselnde Leidenschaft” …

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Fruchtiges,Gewürziges am 10.07.2014

… wollen L’Artisan Parfumeur mit Onde Sensuelle wecken, dem sechsten und (hoffentlich nur vorerst) letzten Duft ihrer Explosions d’Émotions-Kollektion.

„Verlangen ist eine Welle. Gewürze sind der beste Weg, in der Parfümerie Vibrationen zu kreieren.“ Bertrand Duchaufour

Gewürze machen mir in diesem Zusammenhang fast Angst, weckt das doch die Assoziation eines klassischen Orientalen – aber Herr Duchaufour wäre nicht Herr Duchaufour, wenn er nicht …

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“Dieser Duft ist wie ein Spiel der Blicke gemacht, die den anderen fesseln und nie mehr loslassen. Er lebt von Kontrasten zwischen dem feurig würzigen Bouquet aus Ingwer, Safran und Kumin und der eisigen Frische der Wacholderbeere und des Kardamoms. Er versinnbildlicht die alles durchdringende Spannung des Verlangens. Ein wahrer Zaubertrank der Leidenschaft. Mit Vorsicht zu genießen!

Wäre „Onde Sensuelle“ …
… eine Kunst: Sinnliche Musik
… eine Farbe: feuriges Rot
… eine Musik: klassisch-arabisch
… ein Wein: Pomerol – kräftig, warm und würzig
… ein Schmuckstück: ein mit Rubinen besetzter Anhänger
… ein Sprichwort: „Wir sehen nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“ A. de Saint-Exupéry”

Klassisch arabisch? Klassisch orientalisch? Mitnichten, Gott oder vielmehr: Duchaufour sei Dank! Hier die Ingredienzen: Kopfnote: Bergamotte, Grapefruit; Herznote: Jasmin, Ingwer, Kardamom, Kumin, Wacholderbeeren, Safran; Basisnote: Moschus, Ambra, Adlerholz (Oud).

ondesensuelle

“Sinnliche Musik” ist weit gefasst – und das ist auch gut so, weil es ziemlich exakt auf den Duft passt: Bei Onde Sensuelle herrscht Sinnlichkeit, aber keine, wie man sie normalerweise aus 0815-Beschreibungen kennt … Was ist das, denke ich mir, denkt sich meine Nase – und mein Hirn arbeitet, meine Nase saugt den Duft ein, wieder und wieder und wieder. Ich kann gar nicht mehr davon lassen – ein Phänomen, das auf eine gute Anzahl der Explosions d’Émotions-Düfte zutrifft und sie für mich so besonders macht. Ich finde für alle keine Vergleiche, kann keine Querverweise zu anderen Düften bringen, da es so etwas vorher noch nie gab. Ich liebe sie, jene seltenen absoluten Innovationen in der Welt der Parfums!

Spritzig-säuerliche Hesperiden prickeln in der Kopfnote unverkennbar herb – ziemlich eindeutig die beiden Genannten, Grapefruit und Bergamotte, saftig und satt. Alsbald mischt sich eine weiche, hautnahe, skinnig-pudrige Süß-Schärfe darunter, die an Zimt erinnert, Safran in seiner gülden-roten, ihm genuinen Eigenartigkeit schillert damit um die Wette, während Ingwer und Wacholder die Agrumenfrüchte herb-fruchtig-holzig untermalen. Alleine schon diese Kombination ist Weltklasse, dazu gesellen sich dann noch grün-leuchtender Kardamom und sehr dezenter Kumin, der vermutlich für obige Süß-Schärfe verantwortlich sich zeichnet. Die ihm eigene, leicht an Transpiration erinnernde Note wohnt Onde Sensuelle nur sehr abstrakt inne – hautnah und intim zeigt sich der Duft, leidenschaftlich, das kann man durchaus so sagen. Und was sollte damit besser harmonieren als watteweicher Moschus als feines Bettchen, von Ambra sacht gesüßt und vertieft und dank einer subtilen Dosis Oud an Charakter gewinnend?

Does anybody know her? - Wanted! ;)

Onde Sensuelle sehe ich an Weiblein wie Männlein und verdammt, meine Lieben, der Duft ist ein Kracher!

Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr schon getestet? Was interessiert Euch, für welchen Duft, welche Düfte schlägt Euer Herz?

Vergesst nicht unsere Aktion: Ihr habt bis heute Nacht, 24 Uhr, die Chance, einen von Duchaufour handsignierten Duft aus der Kollektion zu gewinnen – Déliria oder Amour Nocturne. Wie, das hat Harmen am Montag im Newsletter erläutert, siehe hier.

Viel Glück und einen schönen Tag Euch, liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Newsletter: Explosions d’Émotions – handsignierte Flakons von Bertrand Duchaufour
Die Gewinner der signierten Flakons von L’Artisan Parfumeur!
Aus L’Artisan Parfumeurs neuer Serie „Explosions d’Émotions“: „Déliria“


In Flakons …

Geschrieben in Chypre,Duft,Fruchtiges,Solifloral am 9.07.2014

… “eingefangene Begeisterung” soll Haute Voltige darstellen, unser zweiter Kandidat der drei neuen Explosions d’Émotions-Düfte aus dem Hause L’Artisan Parfumeur, aus den Händen von Bertrand Duchaufour:

„Ein Impuls, Ekstase, der Granatapfel wird zur Waffe der Verführung! Und kreiert gemeinsam mit der Pfingstrose ein metallisches Strahlen …“ Bertrand Duchaufour

Granatapfel, meine Lieben – ja, Ihr habt richtig gelesen! An dieser Stelle muss ich ja die Frage stellen: Wie haltet Ihr es denn mit jenem symbolträchtigen Früchtchen? Liebe und Tod, Macht und Fruchtbarkeit vermag er darzustellen und ist zwar in Kunst, Kultur und verschiedenen Religionen überaus präsent, in der Parfumwelt aber meiner Meinung nach noch viel zu unterrepräsentiert. Ich liebe nämlich Granatäpfel und deren leicht säuerlichen, mehligen Geschmack – auch und gerade in Düften. Jo Malones Pomegranate Noir steht selbstredend bei mir – das ist aber auch einer der weit und breit einzigen, halbwegs monothematischen Granatapfeldüfte. Ortigia hat noch einen in petto, Melograno, genauso wie Santa Maria Novella und Marc Jacobs, wobei vor allem letzterer eher eine Skizze eines Granatapfels darstellt. Für meinen Geschmack könnte es ruhig noch mehr davon geben, viel mehr … und wie sieht es bei Euch aus, habt Ihr auch Bedarf? Gibt es überhaupt Noten und/oder Ingredienzen, die Ihr euch häufiger in Düften wünscht?

hautevoltige

Haute Voltige, was soviel heißt wie hoch fliegen, flattern, tändeln, soll auf jeden Fall mit Freude assoziiert werden, quasi einem olfaktorischen Höhenflug gleichen:

“Dieser Duft ist eine Explosion der Freude. Symbol reiner Euphorie. Ein sehr moderner Chypre, der die Pfingstrose mit Patchouli und Eichenmoos verbindet. Ein vibrierender und leichtherziger Duft voll strahlender Freude!

Wäre „Haute Voltige“ …
… eine Kunst: Leidenschaftlicher Tanz
… eine Farbe: Fuchsia
… eine Musik: Samba
… ein Wein: Champagner – stilvoll, hochwertig, prickelnd
… ein Schmuckstück: Extravagante Ohrringe
… ein Sprichwort: „Lebensfreude ist ein hochinfektiöses Gefühl.“ (D. Wynot)”

Happy New Year

Nein, ich bin kein Samba-Fan. Und für mich ist das auch kein besonders leidenschaftlicher Tanz – da denke ich, wenn überhaupt, sofort an Tango. Champagner und Lebensfreude – das passt, ob nun beohrringt oder nicht …

Ein Chypre mit Pfingstrose und Granatapfel? Das liest sich toll, zumal es nur sehr wenige moderne Chypreinterpretationen auf dem Markt gibt – ich denke da unter anderem an The Different Companys wunderschönen Sublime Balkiss. Sehen wir uns die Zutaten an: Kopfnote: Granatapfel, schwarzer Pfeffer; Herznote: Pfingstrose, Wacholderbeeren; Basisnote: Hölzer, Eichenmoos, “Chypre-Akzent”, Patchouli.

with joy

Ja, ja und nochmals JA: Was für ein herrlicher, moderner und zeitgemäßer Chypre ist Haute Voltige! Und was für ein genialer Granatapfelduft! Mehlig-säuerlich-saftig zeigt er sich, der leuchtend Rote, von metallisch-wässriger Pfingstrose wundervoll kontrastiert. Ein schwer zu toppendes Duo, das von der holzig-fruchtig-herben Wacholderbeerennote gar allerliebst untermalt wird. Pfeffer akzentuiert, wie häufiger, und auch hier passt es perfekt, fügt er sich harmonisch ein, verleiht Charakter und Kante. Patchouli stiftet Tiefe und Volumen und sorgt darüber hinaus für die chyprierten Akzente, die durch Eichenmoos vervollkommnet werden.

Kühl-fruchtig, einmal nicht ledrig – oder versteckt sich da gar noch ein zarter Anflug eines Glattlederchens? – und sehr speziell, ohne jedoch an Alltagstauglichkeit Mangel zu leiden – genau so wünschen wir uns doch unsere Düfte, oder nicht? Für mich als alten Chypre-, Pfingstrosen- und Granatapfelfan in jedem Fall “full bottle worthy” ;)

Bis morgen und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Giulietta Capuleti …

Geschrieben in Duft,Fruchtiges,Solifloral am 2.07.2014

… lautet der wohlklingende Name einer neuen italienischen Kollektion, die dieser Tage bei uns im Shop gelandet ist. Mara De Guidi, gebürtige Veroneserin, zollt damit Juliet Capulet Tribut, der Shakespeareschen Julia. Das liegt zugegebenermaßen nahe, spielt Romeo und Julia doch in Verona. Mara De Guidi ist fasziniert von diesem alten Stoff, der – wie fast alles von Shakespeare – durch seine Aussagekraft hinsichtlich des Menschen Natur(ell) Zeitlosigkeit genießt. Julia stand also Pate für eine ganze Kollektion, eine, die wir uns heute und morgen näher ansehen werden.

Zur Erinnerung für all diejenigen, bei denen Romeo und Julia schon länger zurückliegt – hier die Inhaltsangabe, Wiki sei Dank:

DickseeRomeoandJuliet

„Die Tragödie spielt in der italienischen Stadt Verona und handelt von der Liebe Romeos und Julias, die zwei verfeindeten Familien angehören, den Montagues (Romeo) beziehungsweise den Capulets (Julia). Die Fehde geht so weit, dass sich die Beteiligten regelmäßig zu Beleidigungen und blutigen Fechtkämpfen hinreißen lassen, sobald sie in der Stadt aufeinander treffen. Deshalb halten Romeo und Julia ihre Liebesbeziehung vor ihren Eltern verborgen. Ohne deren Wissen lassen sie sich vom Pater Lorenzo trauen, der insgeheim hofft, auf diese Weise einen ersten Schritt zur Lösung des Konflikts beitragen zu können.

Trotzdem kommt es zwischen Romeo und Tybalt, einem Capulet und Cousin Julias, zum Kampf, in dessen Verlauf dieser von Romeo getötet wird. Romeo wird aus Verona verbannt und muss nach Mantua fliehen. Julia, die nach dem Willen ihrer Eltern in aller Eile mit einem gewissen Paris verheiratet werden soll, bittet erneut Pater Lorenzo um Hilfe. Dieser überredet sie, einen Schlaftrunk zu sich zu nehmen, der sie für 42 Stunden in einen todesähnlichen Zustand versetzen werde, um so der Hochzeit zu entrinnen. Romeo soll durch einen Brief, der ihn allerdings wegen eines Missgeschicks nie erreicht, von diesem Plan in Kenntnis gesetzt werden. In der Zwischenzeit sieht ein Freund Romeos die mittlerweile beigesetzte Julia in ihrer Familiengruft liegen, eilt zu Romeo und berichtet ihm vom angeblichen Tod seiner Liebsten. Romeo eilt nach Verona zum Grab seiner Frau, um sie noch ein letztes Mal zu sehen, dann nimmt er Gift und stirbt an ihrer Seite. Im selben Augenblick erwacht Julia aus ihrem todesähnlichen Schlaf, sieht, was geschehen ist, ergreift Romeos Dolch und tötet sich aus Verzweiflung ebenfalls.

Als die verfeindeten Eltern von der tragischen Liebesbeziehung erfahren, erkennen sie ihre Mitschuld und versöhnen sich über dem Grab ihrer Kinder.“

Mara De Guidi weiß uns natürlich auch einiges zu erzählen zu den Hintergründen ihrer Kollektion:

soul_drops„Soul Drops, das ist Julia, die Essenz ihrer Seele, gefangen in einer Flasche. Die uralten Blüten, die geheimen Zutaten liegen in fünf Briefen, geschrieben, um Licht auf die Seele der Shakespeareschen Heldin zu werfen: eine starke und leidenschaftliche Frau. Aus dieser innewohnenden Seele wurde ein Duft geboren, der auf symbolische, fast ätherische Weise spricht, immer aber auch auf dem Boden bleibt.

Die Nacht, nicht die Stille, die Seele der Dinge erfüllt die Welt, zartes und bebendes Licht erzeugt Worte, wo eine sanfte Brise den Duft uralter Blüten begleitet, zarte Düfte, die das Herz berauschen, wo die scheue Liebe, stärker werdend, wie wahre Liebe nur bescheiden handelt. Die Zeit, das Leben. Wer wir sind? Geschichten, die völlig von dem Kern ihrer Legende verklärt werden. Das Reisen. Von Seite zu Seite, von Buch zu Buch, Streifzüge auf der Suche nach dem duftenden Fingerzeig in den Worten der Großen der Literatur und Philosophie. Der Traum, das Ziel zu erreichen. Ein Trank. Aus Essenzen, die jenseits ihrer Duftgestalt mit der magischen Anziehungskraft exklusiver Authentizität geschmückt sind. Giulietta Capuleti Soul Drops ist das geflüsterte Geheimnis von allem, das uns die Zeit berichtete, abgenommen und in Geheimnis gehüllt.“

Weiblichkeit, Leidenschaft, Literatur, Philosophie – herzlichen Glückwunsch liebe Frau De Guidi, für mich sind das alles natürlich Reizworte. Überhaupt gefallen mir Kollektionen, die sich an literarischen Vorbildern orientieren, an Klassikern, außerordentlich gut von der Idee her – Euch auch? Seid Ihr überhaupt auch so literaturverrückt wie ich – und wenn ja, was sind Eure Lieblinge, Leserichtungen? Kommen wir wieder zu unserer Julia – der erste Duft der Linie trägt den Namen Soul Drops – und dazu gibt es auch einige Gedanken:

„Soul Drops zelebriert die Intimität, das Innerste, das Herzensnahe. So kostbar und reich wie die Gefühlswelt der starken und doch so zarten Julia.

Der opulente Rosenduft wurde in seinem Zentrum mit verschiedensten Nuancen bestückt, die die Welt der Rosen zu bieten hat, sei es von der Wardia-Rose, der Türkischen Rose oder der Mai-Rose. Zu ihrem Ruhm und zu ihrer Ehre versammeln sich fruchtige Noten wie etwa von Granatapfel oder Schwarzer Johannisbeere, florale Noten wie Jasmin und Veilchen, aber auch tiefe und leidenschaftliche Töne wie von Moschus, Ambra und Hölzern. Trotz des Reichtums dieser Noten ist ein Duft entstanden, der klar, und geradlinig, voller klassischer Schönheit und mit elegantem Stil.“

Die Duftnoten versprechen bereits einiges, wie ich finde: Kopfnote: Rosa Pfeffer, Heidelbeere, Neroli, Blüten, Geranium; Herznote: Jasmin, Veilchen, Granatapfel, Rose, Wardia-Rose, Türkische Rose, Mai-Rose; Basisnote: Moschus, Ambra, Virginia-Zedernholz, Patchouli, Eichenmoos, Bourbon-Vanille.

Gaston Brussiere22

Soul Drops schmeichelt meiner Seele – falls ich denn eine habe -, sobald er auf meinem Handgelenk ankommt: Feminin, aber leicht wie eine Feder. Charaktervoll und mit Alleinstellungsmerkmalen, innovativ, aber dennoch elegant und bedacht auf Understatement und Hautnähe. Ein zartes, sanftes Spiel offenbart sich: Seidige Rosen in Kombination mit pudrig-zurückhaltendem Veilchen, seifig interpretiert und von deliziösen Früchtchen abgefedert. Beerennoten umschmeicheln meine Nase – die Heidelbeere hätte ich jetzt nicht herausgelesen, aber Ihr wisst ja, wie das ist: Sobald man es weiß, erschnuppert man derlei natürlich sofort ;) Die kostbaren Rosen brillieren ebenfalls mit fruchtigen Anklängen, während die Basis bereits eine erotische Wärme, eine vanillegeküsste verkündet. Patchouli stiftet, wie so oft Tiefe, unterstreicht die sachte Pudrigkeit des Duftes und schafft Rückgrat, von weichem Moos untermalt.

Für mich ist Soul Drops ein gelungener Auftakt, der mich überaus neugierig gemacht hat: Hier versteht jemand sein Handwerk, das sieht man auf den ersten Blick beziehungsweise erschnuppert man sofort. Zeitgemäße und dennoch zeitlose Damendüfte zu erschaffen ist nicht immer einfach – das hat man hier in Perfektion umgesetzt und somit mein Interesse auf den Rest der Linie geweckt, und wie!

Morgen geht es weiter mit unserer Julia – bis dahin alles Liebe und viele Grüße,

Eure Uli.

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Vom kühlen Nass zu heißen Nächten mit Linari und LM Parfums

Geschrieben in Aquatisches,Duft,Fruchtiges,Gourmand am 24.06.2014

Um unsere zahlreichen Neuigkeiten ein bisschen aufzuholen, stelle ich Euch heute gleich zwei – recht gegensätzliche – Kreationen vor: LinarisMare Pacifico“ und „Ultimate Seduction“ von LM Parfums.

mare_pacifico

Stürzen wir uns zuerst ins kühle Nass des Pazifiks, dessen duftendes Abbild Parfumeur Mark Buxton kreierte. Es geht erwartungsgemäß zitrisch-frisch los, grüne Zypressennoten sorgen für eine würzige Frische und von Beginn an sind da auch die aquatischen Noten, die ein Duft mit diesem Namen fast zwingend haben muss. Vor allem auf der Haut zeigt sich zunehmend eine grün-würzige Note, die den Duft vom aquatischen Einerlei dieser Gattung auf ein anderes Level katapultiert. Patchouli schillert hier und da und man fühlt sich an eine Küste versetzt, wo Büsche in der Hitze der Sonne ihren Duft verströmen. Die vornehmen Rosennoten verleihen der Komposition Vielschichtigkeit.

Down by the Sea, Huanchaco, Abstract

Und da ist ja noch Kephalis … was wie der Name eines Pharaos oder ein griechischer Ziegenkäse klingt, ist tatsächlich eine Duftnote aus dem Hause Givaudan:

Olfactive note:

Rich, Warm, Woody, Ambery, Tobacco
Description:

Kephalis is a very versatile and rich product, used as a long lasting heart/basic note. It blends well with floral notes (jasmine, rose, violet, lavender, etc.) as well as sophisticated amber, woody-aldehydic, tobacco and masculine creations.

Quelle: Givaudan

Die Duftkomposition:
Kopfnote: Birke, Zitrone, Maté, Zypresse
Herznote: Ozonische Noten, Türkische Rose
Basisnote: Kephalis, Patchouli, Sandelholz, Moos

Wer einen alltagstauglichen, frischen, aquatischen und doch auch vielseitigen Unisexduft sucht, der wird sich für „Mare Pacifico“ begeistern! Übrigens gibt es auch eine passende Seife zum Duft. :-)

Laurent Mazzone – LM Parfums – Ultimate Seduction
Nach der Abkühlung im Pazifik wird es jetzt heiß, denn nichts weniger als die ultimative Verführung schreibt sich der neue Duft von LM Parfums auf die Fahnen. Wortkarg und nur noch zum Stöhnen folgender Schlagworte fähig: Insanity – Obsession – Desire – Toxicity – Seduction – Addiction.

ultiate-seduction

Wir befinden uns nun ganz offensichtlich etwas verschämt mit aufgeschlagenem Trenchcoat-Kragen in der Erwachsenenabteilung des Parfumuniversums. Das Bildmaterial deutet auf eine Dame hin, die sich mit zwei Männern vergnügt. Aus Mangel an jugendfreiem Bildmaterial, hier eine Illustration aus dem Tierreich.

Trojka

Folgende Duftnoten schaukeln laut Herstellerangaben übers Wasserbett:
Kopfnote: Rosa Pfeffer, Schwarze Johannisbeere, Orange
Herznote: Veilchen, Iris, Rose
Basisnote: Patchouli, Ambra, Hölzer, Zedernholz, Gourmand-Noten

ultimateseduction

Auf dem Duftstreifen lassen sich Johannisbeere, Orange und Gourmand-Noten ausmachen. Auf der splitternackten Haut kommen ebenfalls Orange und würzige Noten zum Vorschein wie auch florale und weiche Noten. Genauer kann ich die Noten nicht identifizieren, der Duft wirkt sehr rund und in sich geschlossen. Im Verlauf treten die weichen und gourmandigen Noten immer mehr hervor.

Die Verführungskünste von „Ultimate Seduction“ beruhen auf der Spannung zwischen den fruchtig-säuerlich-prickelnden Noten des Kopfes und den lukullischen Genüssen der Basis – und das in der hohen Intensität eines Extrait de Parfum.

Ich kann Euch nur empfehlen, diesen Duft zu testen und zu schauen, ob das Kopfkino angeht oder ob sogar mehr geschieht!? Über alles weitere decken wir diskret den Mantel des Schweigens ;-)

Liebe Grüße
Harmen

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Raumdüfte von LINARI – Symbiose aus puristischer Eleganz von Duft und Design
Herbstwonne 7 – Linari.
Duftverzeichnis L – Z


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