Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Viele kleine Italiener – Visconti die Zweite.

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Orientalen,Solifloral am 22.12.2011

Weiter geht es mit Antonio Visconti, jener umfangreichen neuen Kollektion.

Rebel – ein echter Rebell riecht natürlich nach…? Patchouli. Hätte mir klar sein müssen… Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Rebellen und einem Revolutionär? Egal, zumindest sehen sie sich beide als Freiheitskämpfer, soviel lässt sich an Gemeinsamkeit sicher feststellen. Unser Rebell hier hat ein güldenes Patchouliherz und trägt ein großes Feuer in sich, dass ihn zum neuen Patchoulihelden werden lassen kann: Samtig, erdig, süß und mit einer gehörigen Portion Kakao und Puder(zucker) erobert er das Feld, mit glitzernden Mandarinen- und Ylang-Sprenklern bekränzt. Erstaunlich viel Frucht zeigt sich da im Hintergrund – genauso wie ein Röschen, das wohl für die Ideale steht. Keine schlechte Mischung, Rose und Patchouli, wir kennen es von L’Artisan Parfumeurs Voleur de Roses. Jener Duft unterscheidet sich aber sehr von dieser eher gourmandig angehauchten Variante, die viel mehr an Patchouligrößen wie Mazzolaris Patchouly oder Lutens’ Borneo 1834 erinnern will.

Alhambra verdankt seinen Namen jener maurischen Stadtburg in Granada, die seit den 80ern Weltkulturerbe ist und zu den bedeutendsten Bauwerken der islamischen Kunst zählt. Wenn wundert es da, dass der Duft ein Orientale ist? Die Priorität liegt ganz klar auf der Kombination aus warmen Harzen und kantig-charakteristischem Oud, eine wunderschöne Melange, die von Rosen und Safran veredelt wird. Ein leiser Hauch Bergamotte schimmert in der Kopfnote, Koriander stiftet zarte dunkelgrün-aromatische Anklänge und Patchouli haucht dem ganzen noch mehr erdige Wärme und süße Tiefe ein. Ein Fest für Harz- und Patchoulifreunde, keine Frage.

La Divinia Tubereuse ist der nächste Duft in der Reihe – und geschwärmt habe ich schon bei der Beschreibung in unserem Shop:

„Tuberose, die Göttliche – das würde wohl auch Grenouille so sehen, der Protagonist in Süßkinds bekanntem Roman „Das Parfum“. Tuberose, jene edelste der Blüten, deren Duft so schwierig zu gewinnen ist. Jene, die ihre Seele nicht gerne preisgibt und deshalb so kostbar ist.

Visconti hat dieser Blume, von der schon Baudelaire und Goethe schwärmten, ein olfaktorisches Denkmal gesetzt – die Blüte des Begehrens, deren Duft in dieser Ausfertigung unstillbare Begierde in uns weckt: La Divinia Tubereuse ist ein Meisterwerk und vermag es auf unnachahmliche Art und Weise, all jene Facetten abzubilden, für die man Tuberosen lieben (und auch hassen) kann. Als Inkarnation der Sinnlichkeit präsentiert sich jene Femme Fatale der Flora hier, buttrig-cremig, opulent weißfleischig und wächsern und verdreht so Nasen und Köpfe – Gegenwehr absolut zwecklos.“

Wie Ihr als geneigte Leser wohl bemerkt habt, haben es mir Blümchen in letzter Zeit sehr angetan, allen voran Tuberosen. Eine lange und sehr langsame, vorsichtige Annäherung. Jetzt aber kann ich kaum genug bekommen von dieser gefährlichen großen Blüte. Und La Divina Tubereuse ist ein ganz vorzügliches Exemplar, ein Duft, bei dem ich direkt noch schwach werden könnte, obgleich dieses Jahr schon drei hervorragende Tuberosen bei mir Einzug hielten. Im Auftakt für kurze Zeit schüchtern und grün taut unsere Diva alsbald auf und offenbart ihr eigentliches Naturell: Sinnlich und fleischig zeigt sie sich, wächsern weiß und nach allerfeinster Buttercreme duftend, von likörig-beschwipsten Noten und fruchtigen Anklängen begleitet. Ein erdiger Hauch umweht sie, latent umhüllt von versteckt karamelligen Akzenten.

Diese Tuberose, der jegliche mentholisch-metallisch-scharfen Noten fehlen und der auch jenes pilzige Moment, das in Gardeniendüften oftmals hervortritt, abgeht, muss sich nicht verstecken vor der Konkurrenz. Und erst recht nicht vor den großen Tuberosennamen – Viscontis Tuberose spielt meines Erachtens nach in der ersten Liga – und das obgleich es da draußen einige exzellente Tuberosen gibt wie ihr wisst.

Morgen geht es weiter mit Herrn Visconti – bis dahin alles Gute,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Alhambra von Solipsist/Andrew Dunn, Tuberose von Pkgmohan, some rights reserved – vielen lieben Dank!

Hier finden Sie Antonio Visconti in unserem Shop.

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Die wilden Zwanziger Jahre…

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft am 14.12.2011

waren die große Zeit einiger französischer Parfumhäuser – neben Caron, Guerlain, Isabey und Lubin schillerte auch Jovoy, was unter anderem auch an Blanche Avroy lag, der Gründerin, und wie man munkelt eine bekannte Pariser Persönlichkeit. Wie leider bei einigen dieser Häuser verglühten deren Sterne Jahrzehnte später, so strahlend sie auch einmal am Himmel standen – um Jovoy wurde es genauso still wie einst um Lubin. Umso schöner, dass sich in beiden Fällen jemand berufen fühlte, diese klassischen Häuser wieder aufleben zu lassen. Über Thévenin, den Mann hinter Lubin, diesem altehrwürdigen Haus und Stück französischer Kulturgeschichte, habe ich schon viele Loblieder gesungen. Heute ist nun Jovoy Paris an der Reihe.

Einige werden sich fragen, wie ich JETZT auf Jovoy komme – Jovoy hatte doch bereits vor einigen Jahren eine Renaissance erlebt, die allerdings eher unter ferner liefen gehandelt wurde. 2006 kamen sie auf den Markt, Les 7 Parfums Capitaux – eine in lilablassblaue Flakons gehüllte Dufttruppe von sieben Düften, die auf die Namen klassischer Parfumfamilien hörten – Marine, Chypre, Fougère, Poudre, Boisé, Hesperidé und Oriental. Ich habe sie damals alle getestet und fand sie – schön, durchweg. Zwei davon wanderten in meinen Besitz – Boisé sowie Chypre, von denen mir vor allem letzterer gefällt: Ein klassischer Chypre, nicht mehr und nicht weniger. Das trifft so auch auf den Rest der Kollektion zu, zumindest meines Erachtens nach: Man bekommt, was auf dem Etikett zu lesen ist. Handwerklich sehr gut umgesetzt, aber nicht wahnsinnig innovativ – muss es aber auch nicht immer sein, das meine ich ganz ernsthaft. Ich in jedem Fall bin glücklich mit meinem Chypre.

Als dieser Tage bei uns die zweite Renaissance (oder der erste Relaunch seit der Renaissance) von Jovoy eintrudelte, war ich mehr als neugierig: Ganz andere Namen, komplett geänderte Flakons, Düfte, deren Beschreibungen einiges versprachen, deren Zutaten sich so lasen, als ob sie wesentlich komplexer und kantiger sein dürften als ihre Vorgänger, und nicht zuletzt Jungparfumeure, die schon anderen Stellen von sich hören gemacht hatten. Meine Neugierde wurde nicht enttäuscht – und Ihr dürft gespannt sein auf eine tolle kleine Kollektion, die ich Euch diese Woche vorstellen werde.

Beginnen möchte ich heute mit Ambre Premier und Psychédelique.

Ambre Premier, der erste Amber, vereint Fans aller möglichen Ambrafacetten: Am Anfang war… trockene Würze. Rauch. Harzigkeit, glühende, gülden schimmernde. Ernsthaft und erhaben schreitet er einem entgegen, König Ambra der 1., gehüllt in einen dunklen Mantel erdig-süßen Patchoulis, um dann im Tête-à-Tête seine weichen Seiten zu offenbaren. Gewürznelke meine ich da zu entdecken, die auf einer Vanillewolke ruht, einer pudrigen. Piment? Muskat? In jedem Fall aber entspringt aus der Mitte ein Fluss von Rosenwasser, üppig floral und perfekt harmonierend mit jener mittlerweile samtigen Ambra, von subtilem Tabakrauch eingerahmt.

Ambre Premiers Basis ist dann noch eine Spur versöhnlicher – und ich sehe in dem Duft tatsächlich den Duft eines Rendezvous, den Ablauf eines Rendezvous. Er erinnert mich an eine undefinierte Filmschönheit, eine selbstbewusste – vielleicht an die alte Sophia Loren? In jedem Fall stelle ich sie mir eher dunkelhaarig vor, was aber nicht heißt, dass dieser Amber nicht auch von hellhaarigen Damen getragen werden kann oder auch Männern – an denen stelle ich mir dieses verführerische Düftchen nämlich ebenfalls ganz hervorragend vor.

Ambre Premier ist, obgleich ein typischer Italiener, ein innovativer Amber: Jene Rosen-Ambra-Mischung ist ein noch unausgetretenes Thema, und der zwischen harter Schale und weichem Kern oszillierende Amber gefällt mir ausnehmend gut. Der Parfumeur ist im übrigen Michele Saramito, der mich schon mit Amouages wunderbarem Fougère Opus II hellauf begeisterte und darüber hinaus noch Prince Jardinier Citrus Allegro sowie Ferrès Gieffeffe und zwei Düfte für Lily Prune kreierte.

Psychédelique ist ein… Patchouli, was sonst. Gebetsmühlenartig wiederhole ich es: Jede italienische Linie, die etwas auf sich hält, hat einen – einen Patchouli. Ein solcher steht uns nächste Woche, soviel sei verraten, mit den Antonio Visconti-Düften noch ins Haus – jetzt aber wieder zurück zu Jovoy Paris und zu François Hénin, dem jetzigen Mann dahinter. Dessen große Liebe ist er, dieser Patchouli, ambriert, üppig und opulent, Woodstock lässt er natürlich auch nicht unerwähnt… Schauen wir uns das gute Stück doch einmal an, dass von Jacques Flori kreiert wurde.

Ich glaube, ich hatte es schon ausführlich erwähnt – ich bin, im Gegensatz zu meinem Chef, kein ausgesprochener Patchoulifan, um es mal diplomatisch auszudrücken. Zu viele New Wave-Clubs in meinen Jugendjahren, zu viele schwarz gewandete Teenager auf Selbstfindungstrips, die in wogenden Wolken von Patchouli ihre hormonellen Depressionen (durch)lebten (wovon ich mich, ganz ehrlich, nur teilweise ausnehmen kann und darf ;)). In jedem Fall befinden sich exakt vier eher monothematische Patchouli-Düfte in meiner Kollektion: Borneo 1834, Mazzolaris Patchouly, Mazzolaris Lui und Etros Patchouly – die ersten drei liebe ich heiß und innig, letzteren benutze ich selten zum Layern.

Psychédelique nun vereint, wie schon sein soeben besprochener Amberbruder, alles Gute jener Düfte und bringt somit die Ingredienz ganz vortrefflich zum Strahlen: Sanfte Erde, likörige Süße, Karamell, ein Hauch nassen Laubs, Samtigkeit, an Kakao, tiefdunklen, erinnernde Pudrigkeit. Das Beste aller Welten vereinigt sich hier – und ich muss sagen, dass mich Psychédelique wirklich äußerst positiv überrascht hat, New Waver und Barfuß-Hippies hin oder her. Auch, wenn es schon viele Patchouli-Düfte gibt – sich diesen hier anzusehen ist ganz bestimmt kein Fehler!

Morgen geht es weiter mit einer Kollektion, auf die ich immer neugieriger werde…

Liebe Grüße und bis dann,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Sophia Loren von Allan Warren, Flower Power Bus von Johannes Aubele, some rights reserved, vielen lieben Dank!

Hier finden Sie Jovoy Paris in unserem Shop!

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Die Vergessenen…

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Die Vergessenen.,Duft am 9.12.2011

… sind mal wieder an der Reihe: Genau, ich habe einmal mehr meine Schublade geöffnet und einige Proben herausgezogen, die vollkommen zu Unrecht schon länger auf eine Rezension warten. Deshalb heute: Esvedra von Laboratorio Olfattivo, Myrrhiad von Huitième Art und Atelier Colognes Vanille Insensée – wie immer im mehr oder weniger kurz und knackig ;)

Esvedra und Myrrhiad stammen, das sei schon vorab verraten, aus denselben Händen: Pierre Guillaume fertigte beide Düfte.

Für Esvedra stand die Insel Es Vedrà Pate, eine Baleareninsel in der Nähe von Ibiza, nach der ich ehrlicherweise erst googeln musste. Aber derlei südliche Gefilde sind ohnehin nicht unbedingt mein Beuteschema, selbst wenn es sich wie in diesem Falle der Sage nach um ein Überbleibsel von Atlantis handeln soll und/oder exakt dieses Eiland die Heimat der aus Homers Epen bekannten Sirenen sei. Schroffe Felsen und eine üppige Vegetation – dieser Widerspruch prägt die Insel und diente Guillaume als Inspirationsquelle für seinen Duft. Den Fotos nach zu urteilen ist es dort nicht so hübsch, wie ich mir das vorgestellt habe, insofern wird Guillaume sich mit seinem Duft vermutlich auch eher auf die Sirenen besonnen haben: Eine von weichem, sauberem, pudrigem Moschus getragene Vetiverinterpretation der besonderen Art. Leuchtend in ihrer Reinheit, von kleinen zitrischen Sprenklern begleitet und sanftem Grün durchzogen. Für mich ein bisschen zu rein – ich ziehe meinen salzigen Skandinavienstrand Sel de Vétiver von The Different Company vor.

Mit Myrrhiad wagt sich Guillaume natürlich in ganz andere Gefilde und hat sich mit dem neunten Duft seiner Huitième Art-Kollektion einer ganz besonderen Ingredienz angenommen, der Myrrhe. Wie man der Farbe bereits ansieht, erwartet einen hier ein Knaller – und der Duft enttäuscht nicht. Monsieur Guillaume ist ja für seine Gourmandkreationen sehr bekannt und hat dafür ein wirkliches Händchen, wie er mit Düften wie Felanilla seiner ersten Firma Parfumerie Générale schon bewiesen hat. Myrrhiad steht dem in nichts nach: Guillaume vermag es mit Myrrhiad auf ziemlich geniale Art und Weise, die Facetten der Myrrhe aufzugreifen und zu verstärken – und das mit einer, wie ich meine, recht überschaubaren Anzahl an Zutaten. Die warme, ambrierte Seite wird von aromatisch-würziger, cremiger Vanille unterstrichen, während die rauchigen, harzigen Elemente von schwerem (Sattel)Leder und Noten von geräuchterem Schwarztee verstärkt werden. Das Balsamische forciert Guillaume gekonnt mit Lakritze. Heraus kommt ein mächtiger, beeindruckend schöner Harzduft von großer Präsenz, beschützend, behütend, kontemplativ und, ja, auch – erotisch.

Atelier Cologne haben mit ihrer Kollektion ja schon als sie auf den Markt waren bewiesen, dass Colognes ein durchaus zeitgemäßes Duftkonzept sind (ja, ja, ich weiß – sie haben ja auch an der Konzentration geschraubt, die mit 15% weit über der eines gewöhnlichen Colognes liegt). Vanille Insensée ist nun ihr neuester Streich und einer, der mich wirklich begeistert: So eine Vanille, meine Lieben, findet sich dort draußen kein zweites Mal! Ganz anders als die anderen ist sie, diese Vanille. Ein Naturmädchen ist sie – und gleicht einem Aquarell: Wie ein Streifzug der Vanille durch die einsame Natur will mir dieses Cologne scheinen, ein ausgelassener Spaziergang durch blühende Wiesen, Purzelbäume schlagend zwischen Kräutern und Gräsern. Gesäumt von allerlei Bäumen lässt man sich irgendwann zu deren Wurzeln im sonnengewärmten Moose nieder, den leisen Wind tief einatmend und entspannend. Ein Blick auf die Duftnoten verstellt den Blick auf das Wesentliche, das hier bei Vanille Insensée im Indifferenten liegt, im Verschwommenen, aber deshalb nicht weniger konkreten. Ein Konglomerat an bezaubernden Zwischentönen, von Diffusem, das in seiner zurückhaltenden Sinnlichkeit von anmutender Schönheit ist.

Ich betone es nochmals: Vanille Insensée ist – extrem innovativ. Sehr besonders. Einzigartig. Eine vollkommen neue Interpretation des Themas und deshalb sehr gelungen. Etwas für Weiblein wie Männlein. Für Vanilleliebhaber und solche, die es eigentlich gar nicht sind – und zwar gleichermaßen. Was Vanille Insensée NICHT ist: Pappig. Klebrig-süß. Gourmandig.

Eine schöne Ausbeute für heute, würde ich sagen. Habt Ihr schon getestet? Und, Resultate?

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Es Vedra von Ibiza aus von Held2805, Myrrheharz von Sjschen, Lonely Tree in French Field von Chemtec/Fred Fokkelman, some rights reserved – vielen lieben Dank!

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Wenn Herr Tauer von Lavendel träumt

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Grünes,Krautiges am 5.12.2011

Britannica LavenderUnd schon geht es weiter mit der Lavendelserie… übrigens habe ich gar nicht mehr so viele Düfte „auf Halde“, wenn Ihr also Vorschläge für Lavendeldüfte habt, die ich hier unbedingt einmal vorstellen sollte, dann nur heraus damit. Heute habe ich einen Duft auf dem Tisch, der, wie eine kurze Recherche zeigt, durchaus polarisiert. Die einen kommen mit den üblichen Vorurteilen von wegen Omas Schrank um die Ecke, die anderen sehen in ihm einen spannenden dunkel-grünen Duft: „Rêverie au jardin“ von Andy Tauer.

Ein Blick auf die Duftnoten lässt eine interessante Mischung erwarten:
Kopfnote: Lavendel, Galbanum, Bergamotte, Tannenbalsam, Rose; Herznote: Weihrauch, Ambrettesamen, Iris; Basisnote: Vetiver, Tonkabohne, Eichenmoos, Ambra, Sandelholz, Zedernholz

Unter den meisten Duftnoten kann ich mir etwas vorstellen – Galbanum gehört nicht dazu: Mein schlaues Buch verrät, dass es sich bei Galbanum um ein Gummiharz aus Steckenkraut-Arten aus dem Iran handelt, aus dem man wiederum per Wasserdampf-Destillation ein ätherisches Öl gewinnt. Dieses Öl soll grüne, waldige und balsamische Noten haben. Ich bin gespannt, ob ich es gleich entdecken kann.

Auf dem Duftstreifen ist der Lavendel sogleich präsent, aber auch eine frisch-würzige Komponente, die ich dem Tannenbalsam und auch ein wenig dem Galbanum zuschreiben möchte. In dieser Kombination ist das natürlich ein Kracher. Der ohnehin schon würzig-herbe Lavendel wird nun auch noch von einem Kiefernnadel-Tannenharz-Bergamotte-Verbund aufgerüstet, was selbst den Teststreifen zu einer äußerst intensiven Aromabombe macht.

Nach dem Aufsprühen auf die Haut bin ich überrascht, denn ich bin es mittlerweile gewohnt, dass sich die Kopfnoten eins zu eins wie auf dem Streifen wiederholen. In diesem Fall überhaupt nicht. Natürlich ist der Lavendel mit seinen Nadelholz-Kompagnons anwesend, aber der Rest vom Fest ganz deutlich auch. Die harzig-balsamischen Noten kommen klarer zum Tragen – ich denke das Galbanum kommt besser heraus und verbündet sich mit dem moschusartigen und blumigen Öl der Ambrettesamen sowie der Rose und dem Weihrauch. Was auf dem Duftstreifen intensiv krautig, harzig und frisch war, erweist sich auf der Haut im Verhältnis als insgesamt süßer mit einem blumigen Akzent, und was ich besonders ungewöhnlich finde ist, dass die Basis eigentlich kaum in Erscheinung tritt.

Ruined Wall, Coate Moor - geograph.org.uk - 1004031

Bei Traum und Garten hätte ich einen leichten, sommerlichen Blütenduft erwartet, aber das ist eine ganz falsche Fährte. Ich möchte überhaupt niemandem auf den Schlips treten, deswegen schreibe ich dies ausschließlich als meine Privatmeinung. „Rêverie au jardin“ ist eine ungewöhnliche Kreation, die den Mut hat, neue Wege zu gehen. Allein dafür schon großen Respekt. Meiner Meinung nach harmoniert die Komposition aber nicht optimal, zumindest nicht auf meiner Haut. Als Störfaktor würde ich das Tannenbalsam oder eben diese Nadelholzaspekte ausmachen, welche die Harmonie des Duftes unterlaufen. Auch nach längerer Zeit auf der Haut mag dieser Eindruck nicht schwinden und darüber hinaus geht der Lavendel leider auch unter.

Ich sehe hier keinen Garten, eher ein Waldrand, an dem einige Büsche blühen, eine verwunschene Lichtung, die nach geschlagenem Holz duftet und in ein dunkles Grün getaucht ist.

Deep-in-the-forest

Aber auch wenn der Duft meinen Geschmack nicht ganz trifft, bin ich beeindruckt von der unkonventionellen Vorgehensweise und kann allen Freunden extravaganter Düfte eine Probe dringend empfehlen. Ich denke, das ist ein Duft, der die Geister scheidet, aber wenn sich einer der Geister einmal dafür „be-geistert“ hat, ist es um ihn geschehen. Für jedes weitere Geister-Wortspiel lege ich fünf Euro ins Phrasenschwein, aber um diesem Spuk zu entgehen (Mist!), verabschiede ich mich lieber und bitte um reges Kommentieren, da ich sehr gespannt auf Eure Meinung bin.

Es grüßt aus dem dunklen Tann
Harmen

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Prudence Paris Teil 3.

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Fruchtiges,Gourmand am 24.11.2011

Die Düfte von Prudence Kilgours kleiner Linie Prudence Paris beschäftigen uns diese Woche – und heute sind Duft No. 5, No. 6 und No. 7 an der Reihe.

In Prudence No. 5 schillert in der Kopfnote das auf, was ich „Nachbarin“ No. 4 gestern so vehement unterstellt hatte: Melone. Fein-fruchtig, leicht mehlig und von typischer Süße präsentiert sie sich, die Holde, um alsbald den Weg frei zu machen für ein überaus ansprechendes Herz. Johannisbeere, tief dunkelviolette in herber Pracht trifft auf betörenden Jasmin und würzig-warme Tonkabohne, welche sich in der Basis gekonnt von Vanille bekräftigt sieht. Untermalt wird dieses Geschehen von sanft-rauchiger Harzwärme durch Ambra.

An was erinnert mich das? Ich musste lange überlegen, bin dann aber doch noch draufgekommen: Eine entfernte Ähnlichkeit mit Parfum Pour Toi von The Pink Room ist vorhanden, durchaus ein Qualitätsmerkmal also. Wie Parfum Pour Toi ist auch dieses Düftchen hier französisch, ein bisschen Gauloises rauchende Audrey Hepburn, kokette-frivole Kindfrau, sinnlich, unschuldig, erotisch und vor allem auch erfrischend bis in die Fußspitze äh… Basisnote. Ich mag das. Mehr davon bitte.

Prudence No. 6 zeigt sich schon nach dem ersten Schnuppern als ganz anderes Kaliber: Weihrauch, meine Damen, in Kombination mit Rose. Hier geht es zwar nicht ganz so gruftig-kühl zur Sache wie bei den wunderschönen Weihrauchdüften von Andy Tauer, aber Madame Kilgour lässt es auch ordentlich krachen. Es raucht schon von vornherein gewaltig und Opoponax und Weihrauch entwickeln im Zusammenspiel mit Bergamotte ähnlich sonderbar-eindringliche Anklänge wie sie in Etros Mitternachtsmesse, Messe de Minuit, zu finden sind: Jener geniale Balanceakt zwischen kalten Kirchenwänden und harzig-trockener Wärme. Ein riesiger Brautstrauß dunkelroter Rosen, der irgendwo in einer alten Kirche einsam auf dem Altar wartet, große Emotionen verkündend? Ja, doch, dahin tendiert jener umhüllende Duft, der einen auf sehr ähnliche Weise schützend umfängt wie es die Etrosche Messe vermag. Allerdings ist die No. 6 weicher, harziger, ja – … gefälliger und brilliert darüber hinaus noch mit ihrem Rosenbouquet, das sich schön in das kontemplative Szenario einzufügen vermag.

Die No. 7 sprühe ich auf – und fühle mich gleich erinnert: Engelein höre ich singen, es weihnachtet ja auch schon… Ein waschechter Fruitchouly bahnt sich hier seinen Weg und erinnert deshalb zwangsläufig an die große Ikone, die die Duftfamilie der Gourmands überhaupt erst erfunden hat: Angel von Thierry Mugler. Geliebt wird er genauso heißblütig wie er gehasst wird – das wird auch auf die No. 7 zutreffen, wobei Fans von Profumi del Pantellerias Jailia und Micallefs Mon Parfum getrost zugreifen dürfen. Likörig-satte und herb-fruchtige Pflaume sowie Beerennoten, für mich Brombeere, die beiden fruchtigen Geliebten schmiegen sich sündig an den übermächtigen Patchouli, der gewandet in pudrigem Kakao dunkelster Sorte und cremige Vanille die unangefochtene Hauptrolle spielt. Ein sündhafter Gourmand für erwachsene Naschkatzen.

Morgen folgt der Abschluss der Prudence-Damenkollektion – bis dahin liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Hepburn & Peck in “Roman Holiday” (1953), Decke der Kathedrale von Kirckwall, Orkney/Schottland von Clemens Franz, some rights reserved – vielen lieben Dank!

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Olfactive Studio – die Zweite.

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Holziges am 16.11.2011

Autoportrait ist der zweite Duft der neuen Nischenduftfirma Olfactive Studio – und er bedient sich hohen Motiven, geht es doch, einmal mehr, um das Selbst:

„A self-portrait may be the answer to this equation in one unknown: the self. Eternally superficial, beauty gives us access to the profound, hidden meaning of nature. Seeing one’s reflection is to experience inner harmony; one that ignites an aesthetic emotion that, through the gaze, is able to dissolve all inner conflicts. It is not forbidden to be fascinated, swept away, spellbound by one’s own image. Aesthetic judgment is reflective judgment. What fascinates us really? Beauty itself or that which it conceals? There is nothing here to hide for this is all about the self. I confide without holding back. There lies a promise of shared happiness.I look at myself and in that self perceive the beauty of the world. I embrace the gentle violence of meaning, one that enters me through the doors of sensitivity. Gaze into your image to have a clear mind and heart. Like an intimate and visual diary, the self-portrait reveals the truth or fiction of your own face at any given time. Repeat the process as many times as necessary. The self-portrait is, beyond all doubt, conducive to contemplation. Delve into the depths of the self by perusing the surface. Welcome the fluid metaphor for it fits into the frame. The first faithful surface, well before the mirror, it is like the ancestor of the technique of immortalizing one’s own reflection. The beautiful Narcissus is the eternal witness. Seeing his face upon the waters, he fell in love.“

Das kurze Textchen des Photographen Luc Lapôtre, der seine Karriere als ebensolcher erst während seiner Tätigkeit als Hairstylist für Modedesigner begann, birgt natürlich jede Menge Eckpunkte, die als Ausgangsposition für diverse existentielle und somit genuin philosophische Fragestellungen taugen: In mir sehe ich die Schönheit der Welt. Schönheit als Anfang der Weiterentwicklung – die findet sich auch bei Platon, nämlich in der Liebe. Und Selbstliebe sowie -annahme ist Basis jeder persönlichen Weiterentwicklung. Die berechtigte Frage nach dem Wesen von Schönheit taucht auf genauso wie die Subjekt/Objektspaltung, Wir bzw. Ich und das „Außen“, das Andere, die Anderen. „Ich bin der, der ich gewesen sein werde“ – der französische Psychoanalytiker Lacan drängt sich geradezu auf mit seinem Spiegelstadium, dem defizitären Selbst und vielem mehr.

Alles nicht so einfach meine Lieben – die Kantischen Fragen eben: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? – alle vier in „Was ist der Mensch?“ mündend. Es zieht sich eben, die Frage danach, wer man ist und was der Sinn des (eigenen) Lebens ist. Da kann auch Apple offensichtlich keine befriedigende Antwort darauf liefern – aber zumindest lustige, wie man hier in der netten kleinen Bildserie im Spiegel zum Apple-Assistenten Siri (ab Bild 8) lesen kann.

Aber zurück zum Duft: Autoportrait soll also ein Duft für einen selbst sein, etwas Kontemplatives, Ruhiges, Tiefes:

„An intimate and deep perfume, Autoportrait is a fragrance you wear for yourself, resonating with your own personal harmony. A companion, a reflection of yourself, familiar and warm, in which you rediscover your own spirit and inner serenity. The soul of woody notes laid bare. A soothing dose of nature and enveloping resin. Breathtaking in the deliberate unveiling of its many facets, the essence of Autoportrait is truly revealed in its silage… absolutely addictive!“

Zu sich selbst kommen kann man mit Autoportrait also wohl, ein Begleiter, der Geborgenheit und Vertrautheit einflößt, eine Trutzburg. Und ebenjene stammt von Nathalie Lorson, die bei Firmenich tätig ist und schon für etliche nette Düftchen verantwortlich war: Paul Smith Man, Encre Noir von Lalique, der schöne Vetiver, Another 13 für LeLabo und natürlich Bulgaris Femme, um nur einige zu nennen.

Autopotrait kreierte sie mit folgenden Ingredienzen: Kopfnote: Bergamotte, Elemiharz; Herznote: Benzoeharz, Weihrauch, Moschus; Basisnote: Eichenmoos, Vetiver, Zedernholz.

Heraus kommt ein Duft, auf den obige Attribute perfekt passen: Ein schöner, erhabener harziger Holzling – Kühl und samtig, holzig und dezent rauchig, von Watteweichheit umgeben, fluffig, aber doch bestimmt und mit jener Note versehen, die ich nicht besser benennen kann als mit „irgendwie knetig“. Selten kommt sie vor in Düften, aber immer wieder.

Insgesamt würde ich sagen, dass hier Costume Nationals Homme den Zimt zu Hause ließ, um sich mit Byredos Gypsy Water zu einem netten Stelldichein zu treffen, welches auf dem Marktplatz von La Collina Toscanas Loggia dei Mercanti stattfindet.

Könnt Ihr mir folgen? ;) Morgen folgt noch der letzte Duft in der Olfactive Studio-Reihe – bis dahin

liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Hier finden Sie Olfactive Studio in unserem Shop.

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Olfactive Studio – die Dritte.
Olfactive Studio…
Unser persönlicher Jahresrückblick – von Uli und Harmen


Van Cleef & Arpels – die extraordinäre Kollektion Teil 3.

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Gourmand,Solifloral am 10.11.2011

Orchidée Vanille ist die Nummer Drei unserer Collection Extraordinaire, die ich mir für Euch unter die Nase klemme, und wurde von Randa Hammami kreiert. Randa Hammami, eine Dame, war mir bisher nicht namentlich bekannt – nach kurzer Recherche offenbart sich, dass sie kein unbeschriebenes Blatt ist: Epic Man von Amouage geht auf ihr Konto, ebenso Cruel Gardenia, Garden Sensuel sowie L’Instant Magique für Guerlain. Gar nicht so viel, mit Orchidée Vanille katapultiert sich Madame aber sofort in den ewige Bestenliste der Vanille-Düfte – und wie wir ja wissen, allzu viele sind es nicht. Zu synthetisch, zu pappig, zu klebrig-süß sind viele Gesellen, erwachsene und vor allem auch komplexe Vanilledüfte sind eher seltener zu finden.

Indults Tihota ist einer davon, Goutals rauchige Vanille Exquise sowie Guerlains Spiritueuse Double Vanille und noch einige mehr – Orchidée Vanille gesellt sich sofort dazu.

Hammami fabriziert mit Vanille in ihrem an den Ursprung derselben, jene Orchidee erinnernden Duft ähnliches, wie Ellena für Hermès mit der Ingredienz Ambra in Ambre Narguile anstellte: Sie verwandelt eine olfaktorische Süßigkeit in Naschwerk für Erwachsene. Von der Blüte hat der Duft die Strahlkraft, das betörende Moment, seine Verführungskünste gehen aber hauptsächlich auf das Konto des gourmandigen Anstriches, den im Hammami gönnt. In ein Mandelkleid steckt sie die laszive Diva, einen seidigen Hauch Marzipans, von einem zarten Nebel Schokolade umhüllt. Orange und vor allem Litschi stiften eine Spur Fruchtigkeit, die sich perfekt mit der Rosenfrische im Herzen ergänzt, welche gekonnt die süße Wärme des Duftes ausbalanciert. Veilchen pudert und erdet ein wenig, während die Basis mit Tonkabohne, Moschus und Zedernholz das überaus warme, würzige Wesen des Duftes aufgreift.

Ausladend, die Vanille in all ihren Facetten auslotend: Cremig-milchig und würzig-süß, verfeinert mit allerfeinsten Zutaten. Wem da nicht das Wasser im Munde zusammenläuft?

Lys Carmin, Duft Nummer Vier, ist eine Lilie – und keine alltägliche. Bei mir ist der Duft sofort in meinen Bestand gewandert, soviel sei schon einmal verraten.

Lilien in natura bereiten vielen Kopfschmerzen, bei Düften gibt es eigentlich vornehmlich zwei Varianten: Diejenigen, die eben diesen doch sehr eigenen und opulenten Lilienduft einfangen wie zum Beispiel Yosh Hans Stargazer , Frédéric Malles Lys Meditéranée oder Penhaligon’s Lily & Spice. Oder eben diejenigen, die klar, leuchtend, sauber daherkommen und eher zurückhaltender Natur sind – Serge Lutens’ Un Lys ist dafür ein Beispiel oder Annick Goutals Des Lys.

Nathalie Cetto, die Lys Carmin geschaffen hat, geht einen ganz anderen Weg: „The perfumer has not rendered the purity of the flower, neither its intoxicating aura, but the nectar that is floating on a surface of satinwood in a heavy fluidity“ – wie man bei Octavian Coifan lesen kann, und dem muss ich mich uneingeschränkt anschließen.

Lys Carmin fängt weder die Aura der riesigen Blüten ein, die einen gierig umgarnen und einem die Sinne betören. Auch ist nicht die holde, weiße Blume mit ihrem reinen Image das abzubildende Ziel. Eher ist es der Nektar, der heraustropft aus dem blühenden Wunder, den Feisthauer hier eingefangen hat: Schüchterne Lilie in eigenartiger Ambivalenz – luftige Frische mit wässrigen Anklängen und feinem Grün, denen eine holzige und würzige Wärme gegenübergesetzt wird. Dazu süße Zimt- und subtile Pfefferschärfe nebst honighaft-fruchtiger Ylang-Ylang-Süße, untermalt von milchig-pudriger Vanille.

Sinnlich und sehr besonders, gleichermaßen verführerisch, aber doch auf moderne Art feminin.

Mal schauen, was die restlichen beiden Düfte für uns noch bereithalten – diese folgen morgen.

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Vanilla Planifolia von H. Zell, Lilium Gran Paradiso / Real Jardín Botánico de Madrid von Cillas, some rights reserved – vielen lieben Dank!

Hier finden Sie die Collection Extraordinaire von Van Cleef & Arpels in unserem Shop.

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Van Cleef & Arpels – die extraordinäre Kollektion Teil 2.
Duftjuwelen – Van Cleef & Arpels Collection Extraordinaire.


Pardon…

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Holziges am 21.10.2011

heißt er, der neue Nasomatto, und man möchte fast meinen, Herr Gualtieri meint das wörtlich: Bitte entschuldigt, Ihr Lieben, dass erst jetzt ein Neuer kommt! Bitte entschuldigt, dass meine ohnehin schon dürftige Informationspolitik diesmal noch dürftiger war und die Geheimniskrämerei ins Unermessliche wuchs! So oder so ähnlich würde ich sie ihm in den Mund legen, die Entschuldigungen. Denn, das darf bemerkt sein lieber Alessandro: Sie haben uns wahnsinnig lange auf die Folter gespannt, um nicht zu sagen unverschämt lange! Und dann war er angekündigt, der Duft, und kam nur mit einem dandyesken Foto verziert und ein paar sparsamen Worten. Wie immer ohne Angaben zu den Inhaltsstoffen begann das Rätselraten, und man las es schon nach kurzer Zeit im Netz munkeln: Oud und Magnolie.

Die sind es dann wohl auch geworden – neben anderen, wie immer nebulös im Ungewissen belassenen Inhaltsstoffen, denn: Über so etwas redet Monsieur Gualtieri nicht. Das müssen wir uns schon selbst zusammenreimen oder besser -riechen. Eigentlich hat er ja auch recht – ein Duft gefällt oder er gefällt eben nicht. So einfach ist das.

Wie Ihr Euch sicher schon vorstellen könnt: Mir gefällt Pardon, so wie mir (fast) alle Düfte von Gualtieri gefallen. Oder, anders: Mir gefällt Pardon, weil er sich als Bruder im Geiste zu meinen beiden Lieblingsdüften von Nasomatto gesellt, zu Duro und Black Afgano. Mir scheint, in deren Mitte fühlt er sich wohl, deshalb stelle ich Euch alle drei vor.

Duro ist mein absoluter Liebling aus der Kollektion und ich erinnere mich noch bestens an eine Umfrage in dem Duftbereich eines Kosmetikforums, dem Beautyboard, in der die Frage nach einem Duft für „echte Kerle“ aufkam – das Ergebnis war: Duro. Dem kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen. Duro ist für einen Vollblutmann, und dabei weit entfernt davon, ein übermaskuliner Mann-Mann-Duft zu sein. Leder, Gewürze, Hölzer sind das, was man herausriecht – und Oud, wie ich meine. Aromatisch kühl kommt er daher, dicht gewoben lässt er einen kaum ausmachen, aus was für einem Stoff er gestrickt ist. Ledrige Eleganz, samtige Holzkanten – das alles ist nicht nur verdammt selbstsicher und männlich, sondern auch verdammt sexy. Ein Duft wie Jason Statham, den ich in seinen Ein-Wort-Satz-Filmen so liebe: Fürs Handfeste. Für den roughen, toughen Unbezähmbaren, der immer ein wenig distanziert, aber dadurch noch anziehender wirkt.

Black Afgano ist da eher die Latino-Nummer, die hitzige mit feurigem Temperament. Ich rede hier aber nicht von so einem Weichei-Latin-Lover, der schwülstige Schmusehits im getunten Auto hört, nein. Das hier ist eine echte Kante. Ein echter Mann, der braucht keine aufgesetzten Machoallüren. Einer, der keine Kompromisse eingeht und keine Gefangenen macht. Hier brodelt es dunkel und geheimnisvoll, dass es eine wahre Freude ist. Riecht er wie Hasch, der Afghane? Ja und nein. Nicht direkt (sagte man mir ähöm), aber der Duft fängt trotzdem auf unnachahmliche Art die Facetten jenes glimmenden Kräutchens ein: Tiefdunkel-würzig, bitter, harzig und gleichzeitig warm glühend fängt Black Afgano Noten von Tabak ein, von Kräutern, Cannabis, von Kaffee und Hölzern und Harzen sowie Weihrauch, den rauchen tut es hier ebenfalls gewaltig. Mann oder Maus? Wunderschön, sehr speziell und sehr präsent ist Black Afgano in seiner brachialen Ästhetik nichts für Hasenfüße und Hasenherzen.

Und Pardon? Pardon ist für mich der Mann dazwischen: Ein Schöngeist, ein Baudelairscher Flaneur, ein Großstadtraubtier und -jäger. Ein dekadenter Ästhet in feinste Stoffe gehüllt, den Kopf gen Wolken gestreckt, ein Himmelsstürmer, der die Beine nicht immer fest auf der Erde hat. Ein Verführer, ein geistiger – und nicht nur das…

Ist es nun wirklich Magnolie? Ich denke schon, mit blumigen Anklängen fängt das Vergnügen nämlich an, sacht und sanft, um dann Schokolade hinterherzuschieben, dunkle, betörende, raue und pudrige, die sich mit Hölzern verbündet und samtigen Oudanleihen. Sandelholzsüße stiftet Wärme, Vanille oder wahrscheinlicher Tonkabohne sorgt für würzig-cremige Vanilleweichheit und etwas pfeffert süß-scharf – Zimt? Muskat?

In jedem Fall ist dieser Monsieur der distinguiertes von allen, er ist der Intellektuelle, der durchaus zu starken Emotionen fähig ist und ausgeprägten Tiefgang hat, dem im Vergleich mit seinen beiden Brüdern aber eine Prise weniger jener rauen Intensität innewohnt, die für die beiden anderen so charakteristisch ist. Nichtsdestotrotz: Ein echter Nasomatto. Und mal wieder ein echtes Meisterwerk.

Was meint Ihr? Und wie steht Ihr zu Nasomatto?

Liebe Grüße,

Ulrike.

Bildquelle: Paul Gavarni, Le Flâneur, 1842.

Hier finden Sie die Düfte von Nasomatto in unserem Shop.

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Six Scents Series 3 – die Zweite.

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Holziges am 5.10.2011

Wo wir gestern schon mit der neuen dritten Serie der Six Scents begonnen haben, werde ich heute gleich weiter machen – mit Duft Zwei, Trompe L’œuil genannt.

Trompe L’œuil ist ganz offensichtlich nach jener Art der Illusionsmalerei benannt, und entstand aus der Kooperation der griechischen Modedesignerin Mary Katrantzou und Shyamala Maisondieu. „A classical female theme“ soll den Duft auszeichnen, der sich von der Persönlichkeit Katrantzous inspiriert sieht, ihren Kindheitsreiseerinnerungen sowie ihrem farbenprächtigen Stil. Mimose ist die Hauptprotagonistin, kombiniert mit weiteren floralen und fruchtigen Noten sowie einer orientalisch angehauchten Basis. Die extrem schillernden Entwürfe von Katrantzou sind im übrigen sehr sehenswert – googelt ruhig einmal…

“The inspiration is a mix between Mary’s memories of her travel experiences, when she was a child, and her unique style. It is feminine and fluid but with a strong character, her designs are colorful and imaginative, and I wanted to create a fragrance which responds to all these characters. I wanted to create a floral note with a distinctive signature. So I chose mimosa as the main theme. It is a classical feminine theme. I modernized it with some fruity, and citrusy facets, to bring colors and life. I added more floral notes in a bouquet to have a voluptuous femininity. For the drydown I added some oriental notes to bring a touch of sensuality”. Shyamala Maisondieu.

Die Impression, die die beiden hier vor Augen hatten, war ein sommerlicher Dachgarten, kurz bevor die Party beginnt, Backwerk, frisch gewaschene Haare, Lippenstift und frisch-sommerlicher Wind… Ich war einmal auf solch einer Party, und diese, vielmehr die Erinnerung an jene passt recht gut zum Duft: Eine Party in der Stadt natürlich, und eine, bei denen sich die Kreativlinge der Stadt ein Stelldichein geben. Alles ist stylish, intellektuell und Loha, deshalb auch ökologisch korrekt und neben der trendigen einfachen „Roten“ liegen selbstverständlich auch Tofuwürstchen auf dem Grill. Bei all dem leichten Spott in der Stimme – 1.) Ich bin Vegetarier und mag Tofu. 2.) Die Party war trotz der Stereotypen ziemlich gut. Stereotypisch ist Trompe L’œuil nun gar nicht, ganz im Gegenteil: In der Kopfnote dominieren zitrische Hesperiden und eine saftige Birne, die sich alsbald in hingebungsvoller Umarmung mit der Mimose wiederfindet. Dieses holde Pärchen bleibt sich wohlgesonnen, sieht sich allerdings zeitnah eingerahmt von tropischen Blüten, vanillig-warm-würzig umrankt. Iris pudert auf meiner Haut recht zünftig, was die Wärme der Basis und die Opulenz des exotischen Blütenwerks untermalt.

Überaus feminin und ausladend ist er, der Duft, dem aber etwas sehr Modernes, Großstädtisches innewohnt und der trotzdem behaglich anmutet, kuschelig wirkt. Ob die Kleider der Dame genauso gemütlich sind? Die Ingredienzen: Kopfnote: Bitterorange, Mandarine, Neroli, Birne; Herznote: Mimose, Rose, Tuberose, Ylang-Ylang, Iris; Basisnote: Amyris, Ambrettesamen, Tonkabohne, Vanille.

Duft Nummer Drei trägt einen Namen, der aufhorchen lässt: Can’t Smell Fear. Ziemlich cool, der Name, wie ich schon einmal attestiert hatte – der Duft dazu ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des koreanischen Nachwuchsdesigners Juun J und Nathalie Gracia-Cetto (eine alte Bekannte…): Gracia-Cetto ließ sich von Juun Js Kindheitserinnerungen inspirieren und kreierte einen ledrigen Duft, der „comfort“ und „protection“, also Komfort und Schutz bieten soll – gegen die Stadt. Hört sich für mich interessant an – die Trutzburg gegen den städtischen, vielleicht: zivilisatorischen Trubel?

„I tried to capture some of Juun J’s childhood memories: the smell of the skin in a city with concrete and wooden building. I wanted to create a fragrance that provides comfort, that protects you in an urban somewhat hostile universe. I choose a leathery theme, comfortable and reassuring. It creates like an olfactive aura, a comfort zone that protects against the city. I added some woody and floral notes to bring refinement, and some amber and musks to have a subtle sensual touch”. Natalie Gracia-Cetto.

Zu diesem Duft möchte ich Euch die zugehörige „Story“ nicht vorenthalten, da ich sie eigentlich fast poetisch finde:

„Fogs rolls over the quietness at dawn
Over the asphalt and grey bildings
parked cars and trees
Over everyone in black and grey walking
their monochrome pets
Businessmen and students like cloud
formations in the streets
Quietly gliding by
dissolving into one another
Mixing on the crosswalk.
Meanwhile, a night that never ended
Begins a morning with the smell of soft skin
Strange and new like the first day of school
Or the start of an unexpected addiction.“

Für mich hört sich diese Story nach – einer neuen Liebe an. An jenen Moment, jenen ersten Morgen, an dem man neben dem anderen aufwacht. Der sich komisch anfühlt, weil Gewohntes gebrochen wurde, weil lange niemand mehr die andere Seite des Bettes beanspruchte. Weil lange zu viel Raum da war, Leere herrschte. Und es diesmal anders ist: Weil ausnahmsweise außer der lieb gewonnenen, aber bisweilen schmerzvollen Leere die neue Fülle keine Angst gebiert. Weil es sich gut anfühlt – und die Möglichkeit dessen, dass man sich daran gewöhnen könnte, es süchtig machen könnte lockt anstatt abstößt. Weil es auf seltsame Art und Weise vertraut ist, Vertrauen einflößt, beschützt, während die Welt draußen passiert.

„Der Welt abhanden gekommen“, wie der Dichter Friedrich Rückert einmal schrieb, alleine in seinem Himmel lebend – Gracia-Cetto schafft das, indem sie anfänglich auf helle Hesperiden setzt, die blinkend wie Sterne zitrisch-prickelnde Lichtfunken senden, von Pfeffer und Muskat gewohnt genial kontrastiert. Darunter lang und breit ausufernd – holzige Gefilde. Ernst-sauberes Zedernholz und Weihrauch, trockener, von erdigen Irisanklängen unterstrichen. Majestätische Ruhe und stille Größe – ähnlich wie in Miller Harris’ En Sens de Bois, genauso kontemplativ und Gott sei Dank nicht besonders warm oder weich – das hätte hier nicht wirklich gepasst. Leichter Rauch und kühle Ledrigkeit, trotz fehlender Wärme entsteht hier einladende Geborgenheit. Ich bin – daheim. Angekommen.

Und werde bis morgen noch in diesem schönen Duft schwelgen – bis dahin alles Liebe,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Under the “L” von martyb50/Brad Martyna, some rights reserved – vielen lieben Dank!

Hier finden Sie die Six Scents Series 3 in unserem Shop.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Six Scents – Von denen, die auszogen, die Welt zu verändern…
Kunst, Kultur & Kreativität – Six Scents Series 3.
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Duft im Blut – Blood Concept.

Im Laufe der Zeit laufen einem ja jede Menge schräger und ausgefallener Duftkonzepte über den Weg: Petite Mort – Parfum d’une Femme von Marc Atlan, der Duft der weiblichen Lust oder so ähnlich sowie Etat Libre d’Oranges männliches Pendant Sécrétions Magnifiques, dann natürlich Madame Kawakubos (mal mehr, mal weniger) verrückte Duftausflüge mit ihren ganzen Serien für Comme des Garçons, Geza Schöns Projekte wie Escentric Molecules, Elternhaus, The Beautiful Mind oder Boudicca sowie auch die Düfte von Christophe Laudamiel, gerne mal zusammen mit Christoph Hornetz geschaffen (Les Christoph’s) – Kiki Smith, der Duft nach Pflanzensex als Hommage an die bereits verstorbene Gegenwartskünstlerin, Humiecki & Graefs Kollektion der Uremotionen und viele mehr.

Blood Concept erweitert dieses bunt-fröhliche Raritätensammelsurium um eine weitere Kollektion: Vier Düfte – 0, A, B, AB -, nach den Blutgruppen benannt. Reduziert, mysteriös und konzeptuell, die Evolution des Menschen im Blick und dessen Individualität:

„Filled with legends and meanings, blood is soaked with mystery‚ fascination and respect. it’s the most tested and studied part of human body and it guards a multitude of secrets that reveals our inner and unique way of being. BLOOD CONCEPT is a private celebration of the vivid and fascinating liquid that flows in our veins. Because blood is actually the river of life.

A, B, AB and 0, retrace the evolution of manhood through time and its record of information, history and mutation, so well kept in the vital flushing of blood. BLOOD CONCEPT is a mystic ritual with no flowers to be found: deep as primeval Africa in 0‚ aromatic as the scent of familiar land in A, bold as unpredictable itineraries in B, bold and sharp as a metropolitan skyline in AB.

Ending each time with the same subtle and mysterious note: a metallic vague suspicion.“

Hinter diesem Konzept steckt Antonio Zuddas, seines Zeichens Fotograf und Werbetexter, sowie Giovanni Castelli, Modedesigner.

„Let it flow“ – in diesem Sinne, lassen wir es bluten!

0 – Type: Unisex; System: Visceral and intense. From the depths of the earth. Carnal and primitive.“

Dampfig, ledrig, erdig und süß zeigt sich 0, ein bisschen wie regennasse Erde nach einem Sommergewitter. Eine verstohlene Fruchtigkeit drängt sich mir auf, beerig vielleicht? Und Moose satt, warm, weich und nass. Mich erinnert unsere Blutgruppe hier sehr an Tom Fords Tuscan Leather und Mark Birleys Charles Street, letzterer natürlich exklusive des Kaffees.

A – Type: Unisex; System: Green and aromatic. A symbiotic relationship with nature. Reassuring and clean.“

Neongrün duftet es mir entgegen: Bittere Halme, Gräser, Blätter, zerstoßen und zerdrückt, saftig. Zitrische Lauge überschwemmt meine Nase, während eine eigenartig seifige Süße für seltsam saubere Akzente sorgt. Natürlich? Mmhhh… nein. Eher ein grell-farbenfroh-übertriebenes La Chappelle-Bild von einer viel zu grünen Wiese. Für mich eindeutig nichts, sorry.

B – Type: Unisex; System: Woody and spicy. A brave traveller keen to discover the unknown. Nomadic and ecletic.“

B zeigt sich wie alle anderen Düfte unserer Blutgruppen sehr konzentriert – und das als Mann-Mann. Ein Latino-Macho ist es, aber durchaus einer, den man gleich nehmen würde – vielleicht ein Banderas oder ein Bardem? Sehr holzig, sehr würzig, sehr warm, sehr markant und, ja, süß ist er, der Duft – Hölzer satt, vielleicht ein bisschen Sandelholz, ambriert könnte er sein und auf jeden Fall mit ordentlich Moschus in der Basis. Darüber eventuell ein liköriger Schluck? Für mich geht er anfänglich ein bisschen in Richtung Lubins Idole, dieser Eindruck verflüchtig sich aber alsbald. Auch meine ich just in der flüchtigen Kopfnote Kamille wahrzunehmen – kann mir wer folgen? Und so männlich-kantig er ist, der Duft – an einer Frau wirkt er ganz bestimmt hervorragend, ich verspreche es.

AB – Type: Unisex; System: Synthetic and individualist. A loner chemist stumbling upon unavoidable changes. Unhibited and visionary.“

Bei Chemie, die unvorhersehbare Verbindungen eingeht und dem Wechsel unterliegt muss ich an meine Lieblingsserie Breaking Bad denken über jenen krebskranken Chemielehrer Walt, der seiner Familie etwas Geld hinterlassen möchte und deshalb anfängt Drogen zu kochen. Riecht es so bei Walt im Hightechlabor? Wo riecht es so? In einer Reinigung, vielleicht auch der, die sich über Walts geheimem Arbeitsplatz befindet. Einer Großreinigung voller metallischer Geräte. Dichte süßliche Dämpfe, die eine komische Trockenheit ausstrahlen. Und aufdringlich nach WEIß riechen, nach Reinheit, Sauberkeit, vermeintlich verheißungsvoll. Was anfänglich noch fruchtig-aldehydig begleitet wurde, irgendwo, driftet allmählich ins Frische, frisch Gewaschene ab, strahlt, wie die Wäsche in jener Reinigung, von metallischem Glanz veredelt.

Blood Concept zeigen sich wie zu erwarten war sehr – konzeptionell. Wer sich mit derlei Duftprojekten schwer tut wird auch an dieser Reihe hier keine Freude finden.

Habt Ihr schon getestet – mit welchen Ergebnissen, Eindrücken, Gefühlen?

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Pressefotos Blood Concept, Grass von rpichler, At the saloon von ollinger/Oliver Brandt,  some rights reserved – vielen lieben Dank!

Hier finden Sie die Blood Concept-Kollektion in unserem Shop.

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