Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Es ist mal wieder an der Zeit…

Geschrieben in Ankündigungen am 25.08.2010

… für Neuigkeiten meine Lieben! Zwar schnarchen noch diverse Hersteller wie man meinen mag in der Sommerpause – in mediterranen Gefilden passiert ja im August eh nichts –, dafür bahnen sich schon weitere Herbstneuheiten an, die ich Euch natürlich mitteilen mag.

Bulgari, neben Hermès meines Erachtens nach immer eines der interessantesten „Mainstream“-Labels, weil sie sich eigentlich nur große Namen leisten was Parfumeure angeht, launcht im September einen neuen Herrenduft, schlicht Bulgari Man genannt.

Als Aushängeschild dient Clive Owen, der bereits 2007 das Gesicht für Lancômes Hypnôse for Men war. Bulgari Man wird beschrieben als ein heller, holzig-orientalischer Duft, der einem neuen Männlichkeitsideal huldig [was sonst]. Entwickelt wurde der Duft von Alberto Morillas, die Ingredienzen werden angegeben mit Bergamotte, Lotosblüte, Birne, Veilchenblätter, Benzoeharz, helle Hölzer, Honig und einem speziellen Ambra aus der Firmenich-Aromaschmiede Eine Ergänzung zum bisherigen Männerportfolio soll es sein zu dem eher klassischen Pour Homme und dem sportlichen Acqua, wie man aus dem Hause Bulgari über WWD verlauten ließ. Hört sich ja gar nicht schlecht an… Folgend ein Video zur Produktbeweihräucherung einführung auf der Mailänder Fashion Week sowie ein Interview im Esquire-Blog hier.

Das Haus Acqua di Parma erweitert seine Colognes dieser Tage umm eine Nummer vier: Nach Colonia, Colonia Assoluta und Colonia Intensa kommt jetzt Colonia Essenza, eine Variation eines älteren Duftes von 1916. Im typischen Flakon, diesmal aber in edlem schwarz [soo schön!] wird Colonia Essenza im August lanciert, das heißt nach der Sommerpause dürfte er auch in unseren Gefilden eintreffen. Die Ingredienzen: Zitrone, Bergamotte, Mandarine, Orange, Grapefruit, Petitgrain, Neroli, Rosmarin, Gewürznelke, Maiglöckchen, Rose, Jasmin, Patchouli, Vetiver, weißer Moschus, Ambra.

Jo Malone, die uns dieses Jahr eigentlich noch mit der Cologne Intense Collection – siehe hier – sowie mit einem Birnen-Fresien-Duft – siehe hier – beehren wollte, beschert uns vorab (oder gleichzeitig?) noch einen anderen Duft im September, passend zum Auftakt in den Herbst (haben wir den nicht jetzt schon?): Vanille Anise. Ein „Ausflug in die florale Landschaft Madagaskars“ soll der Duft laut eigenem Bekunden sein und den Moment des Blühens der raren Vanilleorchidee einfangen. Dies soll ihm mit folgenden Ingredienzen gelingen: Bergamotte, Neroli, Sternanis, Frangipani, Gewürze, Vetiver, Ambra, Nelke, Vanille. Im Ami-Blog Bois de Jasmin kann man schon eine kurze Rezension nachlesen – hier.

L’Occitane hat neben dem neuen limitierten Duft Calanques, den ich schon erwähnte, noch eine weitere Offerte für uns, nämlich Verbena Summer Secret, ebenfalls limitiert und eine Spezialedition, ergo eine Variation des althergebrachten Verbenaduftes. Als Ingredienzen sind angegeben: Verbena, Minze, Basilikum, grüner Apfel, Anis, Zedernholz und Moschus.

Creed haben soeben einen neuen Mann auf den Markt geworfen: Aventus heißt der Herrenduft, der all jenen Eigenschaften Tribut zollen soll, die zu einem echten Kerl dazugehören: Stärke, Kraft, Visionen und Erfolg. Insofern wundert es nicht, daß sich Aventus durch einen Eroberer, einen großen historischen beeinflußt sieht:

„Creed Aventus is inspired by the dramatic life of an historic emperor who waged war, peace and romance on terms he set, riding on horseback to victory.“

Hach, da schmilze ich gleich dahin – wie im übrigen auch die New York Times, welche am 26.07.10 folgendes zu Aventus bemerkte:

“This mesmerizing mix of bergamot, apple and pineapple perched on wood and oakmoss is evanescent and summery, so chill it, and deploy it quickly.”

Wir dürfen gespannt sein. Die Ingredienzen: Schwarze Johannisbeere, Bergamotte, Apfel, Ananas, Rose, Birke, Jasmin, Patchouli, Moschus, Eichenmoos, Ambra und Vanille.

Der nach dem nordischen Göttervater Odin benannte New Yorker Lifestylestore launcht seinen vierten Streich, Odin No. 4 Petrana: Inspiriert von einer jordanischen Wüstenlandschaft mit blühender schwarzer Iris, Veilchenblättern, Koriander, rosa Pfeffer und schwarzer Johannisbeere sowie Heliotrop, weißem Moschus und Vetiver hört sich das doch äußerst vielversprechend an… Entwickelt wurde Petrana von Jean-Claude Delville.

Die Parfumeurin Ineke Rühland lanciert im September den siebten Duft ihrer Alphabetkollektion. Jener hört auf den Namen Gilded Lily, was auf die Shakespearsche Phrase „gilding the lily“ im King John zurückgeht. Rühland, immer kunst- und literaturinteressiert, sieht hier eine Entsprechung zum Parfumeurshandwerk, da diese ebenfalls beständig bestrebt sind, die Schönheit der Natur auszudrücken und auszuschmücken. Gilded Lily trägt im Herzen die Lilie Lilium Auratum, die ursprünglich aus Japan stammt und dort Yamayuri genannt wird, was in etwa Berglilie heißt. Der Duft ist wohl ein fruchtiger Chypre mit Noten von Ananas und Rhabarber, jener Lilie, Patchouli, Ambra und Eichenmoos.

Und zu guter Letzt noch Neuigkeiten von einem Altbekannten, von Herrn Tauer aus der benachbarten Schweiz: Herr Tauer hat einiges für uns in petto, nämlich einerseits einen Maiglöckchenduft, einen grünfloralen namens Carillon Pour un Ange, welchen es momentan nur exklusiv in den Staaten gibt, der aber Anfang nächsten Jahres auch zu uns kommt. Darüber hinaus wird es im Herbst noch zwei weitere Düfte aus der Feder Phiole des Wunderknaben geben: No. 10, Une Rose Vermeille – ab Oktober international erhältlich in der (neuen) 30ml-Größe, darüber hinaus gibt es wenig später die No. 12, Eau d’Épices in der 50ml-Größe, den Herr Tauer auf der Pitti Imagine in Florenz erstmalig präsentieren wird. Sobald nähere Informationen zu den beiden Schmankerl vorliegen, reiche ich die natürlich nach!

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Sommerliche Novitäten Teil 3.

Geschrieben in Ankündigungen am 6.07.2010

Wie gestern versprochen noch ein letzter Teil mit Sommerneuheiten – einige davon kann ich gar nicht erwarten…

Die Italiener von Acca Kappa haben sich dem Lavendel angenommen und ergänzen ihre nette Kollektion mit Blue Lavender, einer angeblich frischen Lavendelinterpretation, die sich durch Bilder von blaublühendem, im mediterranen Sommerwind wogendem Lavendel inspiriert sah.

Aus dem Hause Robert Piguet kommt einmal mehr eine Relancierung eines alten Klassikers – die Rede ist hier von Calypso, einer überarbeiteten Version des gleichnamigen 50er Jahre Duftes. Im Signatureflakon, der schwarzen Art-Deko-Schönheit, verbergen sich folgende Noten: Mandarine, Iris, Wildleder, Rose, Ambra und Patchouli.

L’Artisan Parfumeur haben gleich zwei neue Düfte angekündigt, welche mich schon jetzt fast platzen lassen vor Neugierde – weil ich das Haus sehr schätze, die immer wieder aufs neue oftmals sehr innovativen Düfte und die Parfumeure, allen voran Hausparfumeur Bertrand Duchaufour. Von jenem ist auch der für den Herbst angekündigte Duft Traversée du Bosphore, welcher im Herbst erscheinen soll. Geheimnisvoll zuerst als Projekt Sultan bezeichnet und so durch einige Blogs geisternd, meldete sich Celene Aguiar, die Brandmanagerin auf einen Artikel in Marie-Helenes Blog The Scented Salamander und verkündete den richtigen Namen des Duftes, welcher sich durch die Stadt Istanbul inspiriert sieht und dadurch ein weiterer Reiseduft von Duchaufour ist (Timbuktu, Dzongkha, Fleur de Liane, Havana Vanille).

Vor der Bosporus-Überquerung wird uns aber noch ein anderer Duft aus dem Hause L’Artisan beglücken, und zwar Cœur de Vétiver Sacré, was übersetzt soviel wie Herz des heiligen Vetiver heißt. Die Nase dahinter ist Carine/Karine (?) Vinchon, die bereits den organischen Duft Jatamansi kreierte (und die gerade Opus 3 für Amouage erschaffen hat, den ich dieser Tage noch vorstellen werde). Die Noten sind: Bergamotte, Dattel, getrocknete Früchte, Schwarztee, Safran, Ingwer, rosa Pfeffer, Weihrauch, Vanille, Moschus.

Leider, leider gibt es aber auch einen Haken: Cœur de Vétiver Sacré wird wohl die erste Zeit nur exklusiv bei Barneys in New York erhältlich sein… NY-Reisende, wo seid Ihr?!?

Die Mailänder vom Conceptstore 10 Corso Como legen nach mehr als zehn Jahren auch noch nach und lancieren einen zweiten Duft, 10CC Uomo. Ich persönlich liebe ihren ersten, absolut unaufgeregten, zurückhaltend-minimalistischen Understatementduft 10CC. Vor Jahren hatte ich in mir aus London mitgebracht und war damals so stolz auf dieses kleine, hierzulande noch gänzlich unbekannte Juwel – ein holziger Sandelholzgeselle mit subtilen Weihrauchanklängen, sanft und zart und absolut unisex tragbar. Das weckt natürlich Erwartungen an die Nummer zwei, ganz klar. Ebenfalls als luzide, „airy fragrance“ beschrieben, hat Uomo wohl folgende Zutaten: Mandarine, Ingwer, Bergamotte, Jasmine, Ylang-Ylang, schwarzer Pfeffer, Bourbon-Vanille, Zedernholz, Ambra und Moschus. Mal sehen, ob das Männchen die hohe Messlatte des Vorgängers erreichen kann.

Unser hübscher Herr Gorham von Byredo zeigt sich fleißig und lanciert schon wieder einen neuen Duft: Palermo, das elfte Parfum des Schwedenexportes. Jerome Epinette ist die Nase dazu, der auch bereits einen Großteil der anderen Byredos kreierte (darüber hinaus auch Jovoys Poudré und Fougère sowie drei Düfte der Atelier Cologne-Reihe). Palermo enthält folgende Noten: Bergamotte, Bitterorange, Rose, Ambretteblüte und „fresh musk“ sowie „skin musk“.

Kilian Hennessy vollendet mit Duft Nummer Neun namens Love and Tears (Surrender) seine Serie Les Ingénues aus seiner L’Œuvre Noire-Kollektion. Die Serie Les Ingénues, die Naiven oder besser: jungen Wilden (nach einem Gedicht von Verlaine) ist den Damen gewidmet und beinhaltete bisher Prelude to Love / Invitation, Love / Don’t be shy sowie Beyond Love / Prohibited – jetzt kommt mit Love and Tears / Surrender – was für ein Name im übrigen! Theatralisch, aber gut – ein solifloraler Jasmin hinzu, der „erotisch“ und „heilig“ riechen soll – ganz wie die Liebe oder vielmehr: wie man sich die Liebe eben vorstellen mag…

Und zuguterletzt noch ein ganz besonderes Schmankerl, das mich mit wahnsinniger Vorfreude erfüllt: Luxusinneneinrichter Clive Christian präsentiert nach langen Jahren einen neuen Duft, C for Men. Die Ingredienzen füllen, ähnlich wie oft bei Amouage, ganze Seiten – ich kann mir zwar beim besten Willen nicht vorstellen, wie der Duft riecht beziehungsweise habe etliche Szenarien im Kopf, da nur Gutes drin ist, wird er aber hoffentlich toll-toll-toll: Zitrone, Matétee, Mandarine, Blattgrün, Tee, Thymian, Elemiharz, Jasmin, Himbeere, Rose, Kardamom, Nelke, Iris, Safran, Labdanum, Ambra, Zedernholz, Moschus, Vanille, Leder, Tabak, Eichenmoos, Zypresse, Weihrauch, Tonkabohne, Adlerholz (Oud) Styrax, Guajakholz und die seltene Alpenscharte (Snow Lotus).

… geschafft – jetzt sind wir wieder auf dem neuesten Stand mit den Novitäten. Nun möchte ich natürlich auch wissen, was Euch besonders neugierig gemacht hat, auf was Ihr Euch besonders freut!

Gespannte Grüße,

Eure Ulrike.

P.S.: Wenn ich gerade meinen Blick über den Schreibtisch wandern lasse… sehe ich ein paar Pröbchen, die ich ganz vergessen hatte zu erwähnen, da ich sie ohnehin dieser Tage rezensieren werde: Amouage Opus 1-3, drei neue Schönlinge aus dem Oman. Ein diesbezüglicher Artikel erwartet Euch Anfang nächster Woche :)

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Sommerliche Novitäten die Zweite.

Geschrieben in Ankündigungen am 5.07.2010

Zum Abschluß der letzten Woche habe ich Euch bereits einige Sommerneuheiten präsentiert, heute geht es flott weiter, denn die Neuigkeiten wollen nicht enden…

Mona di Orio lanciert eine neue (Unter)Kollektion namens Les Nombres d’Or, bestehend (vorerst?) aus drei Düften: Ambre, Musc und Cuir (Leder). Der Name rührt vom sogenannten Goldenen Schnitt her, der göttlichen Teilung, einem bestimmten Strecken-/Größenverhältnis, das ideale Proportionen vorweist und insofern als Inbegriff von Ästhetik gesehen werden kann. Für Mona di Orio war jener nach eigenem Bekunden für sie immer von besonderer Faszination als Ansatz(punkt), Schönheit zu verstehen.

Die drei Düfte enthalten folgende Ingredienzen:

Ambre: Ylang-Ylang, Zedernholz, Tolubalsam, Benzoeharz, Bourbon-Vanille, Ambra.

Musc: Neroli, Rose, Angelika / Engelwurz, Tonkabohne, Heliotrop, Moschus, Moos.

Cuir: Kardamom, Leder, Absinth, Opoponax, Castoreum, Wacholder.

Bond No. 9 sind wie immer fleißig dabei, neue Düfte zu veröffentlichen – zwei oder vielmehr drei sind es an der Zahl: Copper Square und Washington Square. Ersterer unisex, dafür aber mit „maskulinen Tendenzen“, zweiterer ein Damenduft, beide aus der „Feder“ des Parfumeurs Laurent Le Guernec, der bereits einige Male für Bond tätig war. Copper Square ist eine Hommage an das private College Copper Union und sieht sich inspiriert durch Architektur und Kunst. Angekündigt als ein (ge)würziges Düftchen hat er folgende Ingredienzen: Kopfnote: Wacholderbeere, Cognac, Herznote: Myrrhe, Lavendel, Weihrauch, Patchouli; Basisnote: Kaschmirholz, Moschus, Vetiver, Labdanum, Hölzer. Washington Square ist der Eröffnung des gleichnamigen Parks gewidmet und die zweite Zusammenarbeit von Bond mit dem City Parks Departement (Ihr erinnert Euch an Highline?) – die Noten: Kopfnote: Bergamotte, Estragon, Geranium; Herznote: Rose, Honig; Basis: Leder, Ambra, Vetiver, Moschus.

Darüber hinaus folgt mal wieder ein Exklusivduft für Harrods, der vierte um genau zu sein (nach Harrods for Him, Harrods for Her und Harrods Swarovski Crystal Oud). Sein Name: Harrods Rose. „Die olfaktorische Dimension der Rose zelebrierend“ entwickelte Bond hier einen anglo-amerikanischen Duft mit Tuberose, Narzisse, Rose, Moschus, Ambrettesamen und Kaschmirholz.

Von New York lassen wir unseren Blick jetzt nach Los Angeles schweifen: Keiko Mecheris Linie wird ebenfalls erweitert, und zwar gleich um sechs neue Düfte. Zuallererst eine Reihe von vier „sommerlichen Zitrusdüften“, jeder einen Ausflug illustrierend: Mulholland, Taormine, Les Nuits d’Izu und Tarifa, laut Mecheri eine moderne Variante der klassischen Eau de Cologne-Thematik, „Frische und Transparenz“ gepaart mit einem „undefinierbaren Charakter an Sanftheit“, jenerwelcher nach Mecheris eigenem Bekunden ihre Düfte ausmacht. Aha. Mulholland hört sich als „olfactive immersion in the go… Iden mythical era of psychedelia and hipness of the canyon of dreams“, ergo als olfaktorisches Eintauchen in das Jetzt, den Fluß der Zeit (so zumindest verstehe ich es) in Korrelation mit irgendwelchen Träumen für mich doch stark nach einer Hommage an David Lynchs Filmwelten an… Die Ingredienzen: Zitrone, Petitgrain, ein „orientalischer Akkord“ und der für Mecheri typische „Kristallmoschus“. Taormine stellt einen Ausflug nach Sizilien dar, ein „typischer Sommerduft mit einem leicht(en) femininen Akzent – die Noten: Petitgrain, Bergamotte, Zitrone, Bittermandel, aromatische Noten und der bekannte Kristallmoschus. Les Nuits d’Izu huldigt den Izu-Inseln, der „Riviera Japans“ – Yuzu, japanische Rose, Moos, Hinoki-Scheinzypresse und Vanille. Tarifa wiederum stellt einen Ausflug ins Mediterrane dar mit Noten von Orangenblüte(n), Petitgrain, Bergamotte, Gewürzen, Vanille und Kristallmoschus.

Attar de Roses ist Nummer fünf im Bunde, ein Duft gespickt mit Mecheris Lieblingsingredienzen: Taif-Rose, Shiraz-Rose, Jasmin und Kristallmoschus. Les Zazous, die Nummer sechs, liest sich für mich ein wenig wie Lutens’ ikonischer Chergui – wäre nicht ganz abwegig, da Lutens wie es scheint die Lieblingsmuse von Frau Mecheri ist. Die Ingredienzen: Sandelholz, Mahagonie, Bienenwachs, Iris, heller Tabak, Weihrauch, Vanille und ambrierte Noten. Inspiriert wurde Les Zazous durch die gleichnamige dandyeske (Jazz und Bebop-hörende) Subkultur im Frankreich des 2. Weltkrieges sowie danach.

Parfums DelRae Roth veröffentlichen mit Coup de Foudre ihren siebten Duft, erneut von Yann Vasnier kreiert. Dieser dreht sich (wie einige andere erwähnte Neulancierungen ebenfalls) um die (Schönheit der) Rose, eine Rose, welche sich beim ersten Riechen bereits in eine Liebe auf den ersten Schnupperer entpuppt, wie das Haus ein wenig poetischer verlauten läßt. Die Ingredienzen: rosa Pfeffer, Zitrone, Pink Grapefruit, Provence-Rose, Jasmin, Magnolie, Tonkabohne, Vetiver, Moos und Moschus.

Auch hiermit sind die Neuigkeiten noch nicht alle mitgeteilt – bleibt dran, morgen kommt der Rest!

Frohes Schwitzen und liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Condé Nast Verlag: zweite Ausgabe von VOGUE BEAUTY noch in diesem Jahr


Sommerliche Novitäten…

Geschrieben in Ankündigungen am 2.07.2010

Ich habe jetzt extra nachgeschaut: Mitte Mai hatte ich das letzte Mal von Neuigkeiten berichtet, genauer: am 17.05.10. Jetzt scheinen alle Häuser aus dem (vorgetäuschten?) Winterschlaf erwacht zu sein und kündigen, von Muse und Sommer geküßt, so vieles Neues an, daß ich gar nicht alles in einen Artikel packen kann. Ergo: Augen auf, heute und Anfang der kommenden Woche gibt es einiges zu entdecken!

Die Rosenfranzosen von Parfums de Rosine erweitern ihren Rosengarten um eine neue Rose für Herren: Rosissimo, nach Rose d’Homme und Twill Rose die dritte im Bunde. Als „clear signature perfume“ bezeichnet, das durch Stärke und Eleganz beeindruckt, wird der Duft als hesperidischer Floraler angegeben. Die Duftnoten: Grapefruit, Zitrone, Bitterorange, Verbena, Rosmarin, Jasmin, Freesie, Rose, Hölzer, Leder, Labdanum, Tannenbalsam, Vetiver, Leder, Eichenmoos. Wie immer erhältlich in den beiden gängigen Größen – 50 und 100ml.

Ebenfalls ein neues Röschen kommt von Annick Goutal: Rose Splendide, für den September angedacht, ist eine Kreation der – sozusagen – Hausparfumeurin von Goutal, Isabelle Doyen, und eine Hommage an die Inhaberin, an Annick Goutal und deren Leidenschaft für Rosen. Diese sind natürlich auch im Duft, darüber hinaus unter anderem Birne und Magnolie, was alles in allem einen frisch-fruchtiger und dezent-grünen Duft ergeben soll. – Wenn ich mich hier an das entzückende Birnendüftchen Petite Chérie erinnere und an einen der einzigen Weißblüher, nach dem ich süchtig bin, der zauberhafte Un Matin d’Orage… dann hört sich das durchaus vielversprechend an, ich bin gespannt Frau Goutal!

Wenn wir schon beim seltenen Thema Birne(n) sind – Jo Malone präsentiert uns ab September ebenfalls einen neuen Duft, nämlich English Pear & Freesia, inspiriert von dem Gedicht Ode to Autumn des britischen Romantikers John Keats. Geschaffen von Christine Nagel, die jetzt wohl häufiger mal im Hause Malone verkehrt und werkelt, enthält er folgende Duftnoten: Birne, Freesie, Ambra, Patchouli, weißer Moschus.

Jean-Claude Ellenas Tochter Celine Ellena huldigt den Russen, das französische-russische Jahr zelebrierend, und präsentiert mit The Different Company De Bachmakov, inspiriert durch die russischen Wurzeln des Kreativdirektors und Flakondesigners Thierry de Baschmakoff, von dem hier ein interessantes Interview zu lesen ist. Dieser erklärt zu dem Duft, daß sich das Land seiner Herkunft eben nicht nur mit Kalachnikovs, Wodka und Babuschkas zusammenfassen läßt und er zusammen mit Madame Ellena einen Duft kreieren wollte, welcher die immense Geographie, deren Dimensionen, die Landschaften, den kulturellen Reichtum einzufangen vermag. Und ja, dazu gehört wohl doch auch ein Schuß Alkohol, denn Wodka ist sehr wohl in geeister Variante als subtile Note angegeben, darüber hinaus grüne Noten, die die Weite der Landschaft(en) abbilden zu suchen sowie Hölzer und Blüten für deren Varietät. Die Ingredienzen: Kopfnote: Bergamotte, Muskat; Herznote: Shiso, Korianderblätter, Freesie; Basisnote: Zedernholz, Moschusnoten und „weiche Kreide“ (ja!). Vorerst (?) nur in der gewohnten 90ml-Größe erhältlich.

Holzig geht es auch bei der ubiquitären Frau Kawakubo zu, dem Mastermind von Comme des Garçons, die uns ebenfalls mal wieder mit Neuem beglückt: Wonderwood, eine „positive Überdosis“ an Hölzern, holzigen Noten und Noten, die hölzern wirken sollen aber eigentlich synthetischer Natur sind und als „Wood gone mad“, als verrückt gewordenes Holz bezeichnet werden in dem Pressetextchen. Diese holzige Idee führt hoffentlich nicht auf einen Holzweg – ich scharre schon mit den Hufen – und beinhaltet Noten von Pfeffer, Bergamotte, Muskat, dem obligatorischen Weihrauch, Cristalon (ein synthetischer Akkord, wohl floral-fruchtig mit rosigen Anklängen und pflaumig-apfeligen), Cashmeran, Guajakholz, Zedernholz, Sandelholz, Vetiver, Oud und Kümmel. Der Duft sollte diesen Monat erscheinen und uns hier hoffentlich auch bald erreichen.

Hier geht’s zum Videoclip zur Duftveröffentlichung – gemacht von den berühmten Quay Brothers:

Von Diptyque kommt im September nun nach Vetyverio etwas recht ungewohntes, nämlich ein neuer Unisexduft, welcher eine „einzigartige Interpretation der Vanille“ sein soll – Eau Duelle. Entwickelt von Fabrice Pellegrin ist es wohl ein eher würziger Geselle, zumindest den Ingredienzen nach zu urteilen: Kardamom, Wacholder, Elemiharz, Safran, schwarzer Tee, Ambra und Rotangpalme (Calamus).

Etwas früher sind noch L’Occitane dran: Im August erscheint deren limitierte Edition Calanques, inspiriert durch die gleichnamigen Calanques in, logisch: Frankreich. Wikipedia erklärt uns, daß ein Calanque ein „enges, steilwandiges Tal im Kalkgestein am Rande des Mittelmeeres, das teilweise vom Meer überflutet ist und dadurch fjordartigen Charakter hat.“ Besonders bekannt sei das Massif des Calanques im Süden Frankreichs – und genau jenes stand Pate für L’Occitane. Die Noten der Serie, von der es Eau de Toilette, Duschgel, Seife, Badesalz, Körpermilch und ein Körperpeeling geben wird: Kopfnote: Mandarine, Orange, Mastixharz, Zitrone; Herznote: Jasmin, aquatische Noten, Fenchel; Basisnote: Zypresse, Hölzer, Benzoeharz, Pinie.

Das war noch längst nicht alles – wie versprochen geht es nächsten Montag weiter mit den Neuigkeiten. Bis dahin wünsche ich Euch ein wunderbares Wochenende, genießt das Wetter!

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: La Calanque von Paul Signac via Wiki Commons sowie Calanque de Sugiton von Vincent, ebenfalls via Wiki Commons – vielen lieben Dank!

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Alles neu macht der Mai…

Geschrieben in Ankündigungen am 17.05.2010

… macht die Seele frisch und frei – so dichtete der Herr von Kamp. Nein, nicht BrötchenKamps, der kann sicher auch nicht dichten, es war bereits anno dazumal, genauer: Anfang des 19. Jahrhunderts und der zugehörige Knabe ein deutscher Schriftsteller und Pädagoge, der sich mit jener Volksweise nicht nur in die Herzen der Menschen sondern auch nachfolgend in die deutschen Schulbücher schrieb.

Recht hat er aber, es steht im Parfummarkt wieder jede Menge Neues an, das ich für Euch zusammengesucht habe.

Der rührige Tom Ford hat nicht nur einen äußerst sehenswerten Film – A Single Man, Constantin hat ihn Euch bereits vorgestellt dieser Tage – geschaffen, auch seine Private Blend Kollektion erfreut sich über Zuwachs: Azure Lime heißt der Neue und sieht sich inspiriert durch die Insel karibische Insel Mustique. Blüten, gerne ein wenig tropisch (in ersten Blogrezensionen liest man natürlich von Gardenien) sind wohl darin enthalten genauso wie Hölzer, Moschus und Zitrusfrüchte. Wie üblich für die Private Kollektion gibt es die 50ml-Größe sowie den 250ml-Bottich.

Unser Herr Lutens läßt sich natürlich auch nicht lumpen und rückt wie jedes Jahr um diese Zeit mit Informationen über seine kommenden Neuveröffentlichungen raus: Zwei Düfte, einer für die Paris-exklusive Linie und einer für die Exportkollektion, wie immer. Boxeuses, der Pariser, wird der holzig-ledrigen Fraktion zugerechnet und soll Gourmandanklänge von Süßholz/Lakritze sowie Pflaume enthalten, was mich natürlich gleich hellhörig werden läßt. Bas de Soie, die seidenen Strümpfe, kommt in die Exportkollektion und ist ein Floraler, der, auf Hyazinthe basierend, Iris und pudrige Noten enthält. Boxeuses kommt im Herbst (September) und Bas de Soie wird uns bereits Mitte Juni erfreuen – ersterer in der 75ml-Größe und zweiterer in 50ml, preislich bei ca. 110 Euro und knapp 80 Euro.

Auf der Messe bereits entdeckt und geschnuppert hatte ich vollkommen die Neuen des Herrn Guillaume von Parfumerie Generale unterschlagen: Gardenia Grand Soir und Bois Naufragé, beide limitiert. Gardenia Grand Soir wird als authentische, sehr natürliche Gardenie beschrieben – ganz entgegen der Name vielleicht vermuten läßt, welcher eher auf den großen Auftritt am Abend hinweist. Den kann man mit diesem Duft aber durchaus auch haben – ich kann mich dem Pressematerial sowie den Worten des Herrn Guillaume nur anschließen, der mir jenes auch auf der Messe in Düsseldorf zu seinem Duft erzählte: Diese Gardenie, die mit Sandelholz versetzt wurde, ist annähernd fotorealistisch, lieblich, betörend, aber nicht narkotisierend, zauberhaft leicht für einen Weißblütler und mit grünen Noten angereichert. Bei mir hat sie eine sehr positive Erinnerung hinterlassen, bin gespannt auf den ausgedehnten Test. Hier auch ein nettes Interview zum Duft.

Auch Bois Naufragé habe ich als sehr interessant und schön in Erinnerung – namentlich angelehnt an Treibholz, untergegangenes (Schiffs)Holz evoziert der Duft mit seinen Noten von Feige und Feigenholz, Ambra und Fleur de Sel (dem Luxussalz der Sterneköche) grüne und salzige Noten, welche an die See erinnern, die das so lange beheimatete. Dazu gesellen sich eigentümlich warme Noten, welche an Sonnenmilch erinnern, die vom Meer von der sonnenverwöhnten Haut gespült wurden… Soweit ich mich erinnere ein bemerkenswerter und eigenständiger Duft mit skinnigen und gleichzeitig salzig-holzigen sowie grünen Elementen. Sobald er verfügbar ist folgt natürlich eine ausführliche Rezension :)

Die Italiener von Profumi del Forte ergänzen ihre Versilia-Linie nun mit Duft drei und vier, Versilia Aurum und Versilia Platinum. Versilia Aurum hört sich wie ein sommerlicher fruchtig-floraler Charmeur an mit seinen Ingredienzen: Kopfnote: Orange, Pflaume, Erdbeere; Herznote: Herznote: Rose, Jasmin,Tuberose, Maiglöckchen, Ylang-Ylang, Iris, Sonnenblume, Orchidee; Basisnote: Vanille, Tonkabohne, Perubalsam, Tolubalsam, Sandelholz, weißer Moschus, Ambra. Des Parfumeurs Intention war es, den Geist des Goldes wiederzugeben, einen Duft zu kreieren, „der kostbar ist, aber nicht anmaßend oder überheblich wirkt.“ Das ist im seiner Meinung nach gelungen: „ Am Ende habe ich, glaube ich, den richtigen Weg gefunden – mit einem Mix aus süß und warm, einer zarten Balance zwischen Früchten und Blumen, Hölzern, Harzen, Meeresbrisen und aphrodisierenden Erinnerungen.“

Versilia Platinum ist einem anderen Edelmetall gewidmet, dem Platin. Die Ingredienzen: Kopfnote: Bergamotte, Grapefruit, Rosa Pfeffer, schwarzer Pfeffer, Rhabarber, Myrrhe; Herznote: Geranium, Freesie, Magnolie, Rose, Maiglöckchen; Basisnote: Vanille, Strohblume, Eichenmoos, Weihrauch, Zedernholz, Vetiver, Patchouli. Auch hier war mal wieder der firmeneigene Poet am Werke, was die Duftbeschreibung angeht: „Aus dem Tagebuch des Chefparfumeurs: „An dem Tag, als ich die Gipfel der Apuanischen Alpen erreichte, versunken in die Betrachtung des Meeres, war ich gefangen zwischen ganz unterschiedlichen Welten, die ich mit einem Blick umfassen konnte: die brennende Sonne auf den Stränden und die glasklare Spiegelung der Marmorberge hinter mir, das intensive Blau des tyrrhenischen Meeres und das starke Grün der Kastanienwälder, die fließende Schönheit des Strandes im Sommer und die ewige Schlichtheit dieses glühend heißen Teils von Versilia. Ich stellte mir den Charme eines Parfums vor, das die Landschaft mit ihren weit auseinander liegenden Stimmungen, geschmeidig und mysteriös, bekannt und doch anders als jedes andere Parfum umfasst. Ein einzigartiger Duft, wie das kostbarste der Metalle, das Platin.’’ Wir dürfen gespannt sein…

Verwirrung hat auch noch eine andere Firma gestiftet, und zwar der verrückte Riechkolben von Alessandro Gualtieri, Kopf, Herz und Nase von Nasomatto: Nuda heißt deren neuester Streich, exakt so wie der Neue von Il Profumo. Von einer „Bombe“ ist die Rede, einer „Explosion“. Gewisse Ähnlichkeiten zu der Sexbomb Narcotic Venus sind wohl vorhanden, im Gegensatz zu der dort vorherrschenden Tuberose/Gardenie ist es hier deren Weißblütler-Schwester Jasmin aus Frankreich, die das zentrale Element des Duftes und somit die olfaktorische Verführerin darstellt.

Wenn wir es gerade von Nasomatto haben… Black Afgano, der limitiert im letzten Jahr erhältlich war und sich zügig ausverkaufte, wird aufgrund der sehr großen Nachfrage einmalig nochmals aufgelegt. Soweit wir über den Vertrieb erfahren haben wird es allerdings bei dieser einmaligen Neuauflage bleiben. Wer also noch ein Fläschchen mag – demnächst sollten sie in Bruchsal landen.

Ein weiterer Italiener hat auch noch etwas für uns in petto: Lorenzo Villoresi verspricht uns für Herbst diesen Jahres endlich, endlich mal wieder einen neuen Duft. Iberborea soll er heißen und ist eine Hommage an die Hyperboreer, die Einwohner des sagenhaften mythologischen Landes Hyperborea, den Lieblingen des Gottes des Lichts, des Frühlings, der Heilung und der Künste – Apollon. Sonne, Frühjahr und Kunst – was anderes soll daraus entsprießen als ein Blütenduft? Genau, ein solcher soll es werden, sogar mit (für Villoresi doch ungewöhnlichen) frischen Akzenten.

Des weiteren beehren und Nez à Nez mit einem neuen Parfum: Hiroshima Mon Amour heißt der Duft. Die Noten: Kopfnote: Yuzu, chinesische Mandarine, Pflaume; Herznote: Ambroxan, Wacholder, Birke, Sake, Kirschkerne; Basisnote: Bienenwachs, Moschus, Ambra, Vanille.

So, damit will ich es auch erst einmal wieder bewenden lassen mit den Neuigkeiten -

einen schönen Tag Euch allen und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Stimmt´s oder stimmt nicht ?
Einkaufen? Gerne! Moment, ich schalte schon mal den PC an…
Serverumzug…


Duftende Neuigkeiten Part 2.

Geschrieben in Ankündigungen am 13.04.2010

Was erwartet uns noch an Neulancierungen? Nachdem ich gestern noch einige versprochen hatte, möchte ich mich heute nicht lumpen lassen…

Parfums de Rosine bescheren uns einen Neuling: Ein, wie soll es auch anders sein, Rosenduft natürlich, welcher auf den klangvollen Namen Une Rose au Bord de la Mer hört und als Eau Fraîche erscheint. Limitiert ist er wohl und erzählt die Geschichte eines fantastischen Sommerurlaubes… Die Ingredienzen: Bergamotte, Bitterorange, Neroli, Mandarine, Immortelle, Rose, Jasmin, Labdanum, Ambrettesamen, Ambra und weißer Moschus.

Die Franzosen von Diptyque lancieren Vetyverio, einen für Männlein wie Weiblein gleichermaßen geeigneten Duft mit maskulinem Vetiver und femininen floralen Noten. Die angegebenen Ingredienzen sind: Grapefruit, Zitrone, Mandarine, Bergamotte, Ylang-Ylang, Geranium, türkische Rose, Vetiver, Karottensamen, Zedernholz, Muskatnuss und Nelke.

Jo Malone Cologne Intense CollectionSpringen wir doch mal rüber zu den Angelsachsen: Jo Malone wird im August ihre neue Cologne Intense Collection herausbringen, die allesamt von der Parfumeurin Christine Nagel geschaffen wurden. Inspiriert wurden die Düfte von der „großen Tradition” sowie den „Ingredienzen des Mittleren Ostens”. „Two florals, one spicy and one woody scent”, ergo zwei florale, ein (ge)würziger und ein holziger Duft sollen es sein, und zwar folgende:

Amber & Patchouli: In diesem Duft treffen zwei sehr unterschiedliche und trotzdem gleichermaßen opulente Ingredienzen aufeinander und bilden ein harmonisches Ganzes, so Malone. Der spezielle Trick an der Sache soll auch eine extra (neu) kreierte Patchoulinote mit einem „subtilen, wildledergleichen Finish” sein. Resultierend daraus entsteht ein (ge)würzig-holziger Duft.

Oud & Bergamot: Nach Malone eine frische Interpretation des dunklen, hypnotischen Geruchs von Oud. Als andere Ingredienz wird neben der Bergamotte ein spezieller Orangenakkord genannt, der auf natürlichen Extrakten aus Zitrone und Orange basiert.

Rose Water & Vanilla: Als zeitgemäße Interpretation der traditionellen arabischen Rose Mokhalat bezeichnet und mit einer modernen Malone-Basis versehen, werden die beiden namensgebenden Ingredienzen von Neroli und Petitgrain abgerundet.

Iris & White Musk: Dieser Duft entsprang wohl dem Bedürfnis, ein Parfum um die Iriswurzel zu erschaffen, einem der teuersten Rohstoffe des Parfummarktes. Als andere Ingredienzen werden Moschus und Casablancalilie genannt. (Quelle: Moodiereport)

Bleiben wir in England, Herr Heeley hat ebenfalls etwas Neues für uns, auch gerade schon bei uns im Shop angekommen: Oranges And Lemons Say The Bells Of St. Clement’s – ein Zungenbrecher für den einen, dem anderen aber vielleicht schon bekannt… Zum Beispiel von Roald Dahl oder aus George Orwells 1984. Die erste Zeile des Kinderreims Orange and Lemons. Das macht es nicht sonderlich schwer, auf die Ingredienzen zu tippen: Orangen und Zitronen natürlich, samt etwas Earl Grey, Bergamotte, Petitgrain, Neroli, Ylang-Ylang, Vetiver und Eichenmoos.

Parallel zu unserer Global Art of Perfumes war im übrigen in Mailand die Esxence, ebenfalls eine Duftmesse. Dort hat sich James Heeley einem langen Basenotes-Interview „gestellt”, dessen erster Teil hier zu finden ist (die anderen zwei Teile sind seitlich über die Übersicht auf der Seite abrufbar).

Auch Andy Tauer war dort und stand Basenotes Rede und Antwort – deshalb auch gleich der Link zu dessen Videointerview:

Soviel erstmal von meiner Seite – ich wünsche Euch einen schönen Tag und sende Euch viele
liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Neuigkeiten von AQABA
The different Company
Dzongkha – Neuer Duft von L’Artisan Parfumeur


Mit duftenden Neuigkeiten…

Geschrieben in Ankündigungen am 12.04.2010

… habe ich Euch bereits mit meinem ausführlichen Messebericht(en) versorgt, allerdings strömen wie immer im Frühjahr noch so einige auf uns zu und ein, deshalb möchte ich Euch heute und morgen zusammenfassen, was uns noch Schönes erwartet.

L'Artisan Parfumeur Nuit de TubéreuseBertrand Duchaufour ist natürlich auch mal wieder mit dabei, der Umtriebige, seines Zeichens (mittlerweile) Hausparfumeur von L’Artisan Parfumeur. Für ebenjene hat er uns einen Tuberosenduft kreiert, Nuit de Tubéreuse, ein „Parfum für aufregende Sommernächte in Paris”: Eine aufregende, sinnliche und zeitgenössische Tuberose soll es sein, als deren Ingredienzen die folgenden angegeben werden: Kopfnote: rosa Pfeffer, Angelika/Engelwurz, Kaskarillabaum, Mandarine, ; Herznote: Ylang-Ylang, Orangenblüte, Mango, Tuberose, Rose, Ginster; Basisnote: Nelke, Hölzer, Sandelholz, Labdanum, Moschus.

L'Occitane PaeoniaL’Occitane wartet im Zuge der Veröffentlichung seiner neuen Peony-Makeup-Kollektion natürlich auch mit einem, richtig: Pfingstrosenduft auf. Paeonia genannt, ist inspiriert durch die Idee eines morgendlichen Gartens voller (blühender) Pfingstrosen. Ich liebe ja Pfingstrosen – es gibt viel zu wenige Düfte dazu. Vielleicht wird dieser etwas? Die Ingredienzen: Pampelmuse, Bergamotte, Pfingstrose, Rose, Sandelholz, weißer Moschus.

Bleiben wir gleich bei den Frühlingsblümchen: Byredo präsentieren uns La Tulipe, ein wie man liest sauberer und frischer floraler Duft mit Tulpen im Herzen, einer Kopfnote von Rhabarber, Freesie und Alpenveilchen, alles fußend auf einer Basis von hellen Hölzern und Vetiver. Die Tulpen sind ebenfalls rar gesät im Garten der Düfte, ergo herrscht auch hier Bedarf – genügend Liebhaber finden sich sicherlich.

Honoré des PrésHonoré des Prés, das „Ökolabel”, lancieren drei neue Düfte, wiederum erschaffen von Olivia Giacobetti: Vamp à N.Y., ein Tuberosenduft (das Thema läßt uns diese Saison nicht los!), I love les carottes mit Karottenblüten, Orange, Vanille und Irisbutter sowie Love Coco, ein Gourmandkandidat mit Milch, Kokosnuss und Korianderblättern. Erneut sind alle Düfte aus garantiert natürlichen Essenzen.

Hèrmes lädt uns auf eine Reise ein: Lange angekündigt und jetzt dann in den Läden: Voyage d’Hèrmes. Den Clip dazu seht ihr hier:

Morgen folgt noch eine ganze Reihe weiterer neuer Schmankerl – heute jedoch erstmal einen schönen Tag Euch und liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Pfingstrose von Marco Michelini via stockxchng – vielen lieben Dank! Some rights reserved.

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Neuigkeiten von AQABA
Herzlich Willkommen
Neuigkeiten über unsere Spendenaktion für das Kinderhospiz Sterntaler


Neuveröffentlichungen…

Geschrieben in Ankündigungen am 18.03.2010

… im Frühling hatte ich ja bereits diverse erwähnt – siehe hier (und/oder in der Sparte Ankündigungen links). Aber es sind natürlich noch viele weitere dazu gekommen – und werden vermutlich noch kommen. Einige habe ich Euch extra rausgepickt:

Il Profumo NudaDie Italiener Il Profumo veröffentlichen dieser Tage einen neuen Duft namens Nuda. Inspiration für diesen Duft ist der Geruch der Haut einer Frau im Stadium der – Ekstase meine Lieben, ja genau. Wenn mich meine Sprachkenntnisse nicht trügen, ist Nuda laut Il Profumos Bekunden der Poet unter den verführerisch-sensiblen Düften und trägt sich wie eine zweite Haut. Als olfaktorische Familie werden die holzig-fruchtigen Moschusdüfte genannt.

Penhaligon’s erweitert seine Anthology Collection mit zwei weiteren Düften, namentlich Orange Blossom und Eau de Cologne.

Die Geburt der Anthology Collection war Mitte 2009 mit vier Düften – Extract of Limes, Eau de Verveine, Night Scented Stock und Gardenia. Angelegt ist sie auf 12 Düfte, die bis Ende 2011 erscheinen sollen. Das Besondere an der Kollektion ist, daß sie durchweg aus Düften besteht, deren Rezepturen aus dem Firmenarchiv stammen und die bereit „discontinued” waren. Das heißt es handelt sich hierbei um die Wiederveröffentlichung alter Düfte, um Relancierungen. Allerdings wurden die Düfte wohl bisweilen behutsam überarbeitet und harmonisch modernisiert – und hier hatte niemand geringeres als der mittlerweile omnipräsente Bertrand Duchaufour die Finger mit im Spiel, der auch den letzten Duft des Hauses, Amaranthine, kreierte.

Eau de Cologne ist die Neuauflage eines 1927 veröffentlichen Duftes und wird als klassisch-zitrische Komposition mit subtilen Hesperidenanklängen und pudrigen Noten von Orange und Rosmarin beschrieben. Die Ingredienzen: Zitrone, Orange, Bergamotte, Rosmarin, Neroli.

Orange Blossom ist aller Anzeichen nach sicherlich mehr als „nur” eine weitere Orangenblüte: Basierend auf einem 1976 veröffentlichten Duft des Hauses, wurde jener von Duchaufour „reinvented”, ergo: überarbeitet. Das fällt auch gleich auf, wagt man einen Blick auf die Ingredienzen – nach 70er Jahre-Duft sieht das wahrlich nicht aus: Kopfnote: Neroli, Bergamotte, Zitrone, Orange, Kardamom, Rosa Pfeffer, Veilchenblätter; Herznote: Jasmin, Tuberose, Pfirsichblüte, Orchidee, Basisnote: Zedernholz, Sandelholz, weißer Moschus, Vanille.
Der Duft soll ein sanfter und leuchtender Floraler sein, der die Dualität der Orangenblüte, ihre Frische und gleichzeitige Wärme olfaktorisch umsetzt. Inspiriert wurde er, natürlich, von einem schönen mediterranen Dinner im Sommer.

Frau Kawakubo von Comme des Garçons ist wie Herr Duchaufour ebenfalls ubiquitär: Es wimmelt nur so von Kooperationen – sie als sprühender Genius steht wohl selten still… Dieses Mal ist es eine Kooperation mit dem Designer, Künstler und Landsmann Jun Takahashi. Zwei Düfte sind es, benannt nach Takahashis Label Undercover: Undercover Holygrace und Undercover Holygrapie. Takahashi ist als Künstler unter anderem bekannt für seine immer sehr ambivalenten Puppen(figuren), denen häufig Gegensätze wie Schönheit, Hässlichkeit und Terror innewohnen (sollen). Sein Modelabel Undercover ist typisch japanisch, wenn man das so sagen kann und mag – Dekonstruktion war und ist ein großes Thema, ansonsten sieht man puristische, ausgefallene und häufig radikale Entwürfe in gedeckten (Un)Farben. Soweit so gut – was die Düfte angeht, ist Holygrace „along the lines” von Eleganz, Seife, Frische und Gift [sic!] kreiert und Holygrapie soll den Duft von Babies, Liebenswürdigkeit und Sensibilität reflektieren. Die Namen der Düfte stammen von den Mother Grace und Child Grace-Puppen – einige kann man hier in diesem Blogartikel von dem Launch der Düfte betrachten.

holygraceIngredienzen Holygrace: Kopfnote: Bergamotte, Ingwer, rosa Pfeffer, Kardamom; Herznote: Jasmin, Weihrauch, Piment, Basisnote: Ambra, Vetiver, Vanille, Styrax.

Ingredienzen Holygrapie: Kopfnote: Ingwer, Mandarine, Rhabarber, schwarzer Pfeffer; Herznote: Iris, Ylang-Ylang, Muskatnuss, Weihrauch; Basisnote: Zedernholz, Sandelholz, Vetiver, Styrax, Patchouli.

… auf was freut Ihr Euch denn Neues dieser Tage? In jedem Falle dürft Ihr Euch auf eines freuen: Die versprochene Rezension von dem neuen Histoires de Parfums Duft Moulin Rouge :)

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Die Wiedergeburt der ganz Großen.

Geschrieben in Allgemein, Ankündigungen am 23.02.2010

„Thierry Mugler” und „Versus” nehmen noch einmal Anlauf. Und die Mode-Fachwelt munkelt: sie könnten es schaffen! Aber während die Fashionistas sich noch gedulden müssen, werden wir Beauty-Victims schon mal verwöhnt…

Thierry Mugler -
das It-Label der Achtziger,
dann Dornröschenschlaf.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin mit Mugler groß geworden. Meine Mutter liebte die extravaganten Schnitte und rasanten Teile, mit denen der Pariser Designer in den Achtzigern regelmäßig für wahre Begeisterungswellen in Modezeitschriften wie bei Kundinnen sorgte. Bedrohlich große Schulterpolster, kantige Schnitte, Leder als ewiges Lieblingsmaterial – der Look der Power-Generation. Doch den Sprung ins neue Jahrtausend hat Mugler irgendwie nicht so recht geschafft. 2003 wurde die einst gefeierte Couture-Linie des Hauses sogar eingestellt. Burn-Out? Oder nur kreativer Verschnaufer? Thierry persönlich hatte sich aus dem kreativen Geschäft nach und nach zurückgezogen, widmete sich anderen Projekten, wie seinen Parfums („Alien”, „Angel” und die „Miroir, Miroir”-Kollektion) und seiner großartigen Make-up-Linie unter dem Namen „die Kunst der Metamorphose”. Wer die gar nicht mal so kleine Range der Mugler-Beauty-Produkte noch nicht kennen sollte, der hat es lässt sich nicht anders sagen – etwas verpasst. Großartige und lang haltende Lip-Glosse in spektakulären Lack-Farben, der beste Eyeliner, den ich kenne, und ein etwas gewöhnungsbedürftiger blauer Glacis-Concealer mit eisigem Frische-Effekt, der aber super-effektiv Rötungen kaschiert. Puder, Lidschatten, Make-up-Base – die Linie umfasst eine ganze Welt außergewöhnlicher Produkte. In neuester Zeit entwarf der Alt-Meister außerdem die Kostüme für Beyonces „I am … Sasha Fierce”-Tournee. Insegsamt blieb Mugler mit seiner Arbeit also immer im Rampenlicht, nur sein Hauptwerk, sein Mode-Label geriet etwas in Vergessenheit. 2008 kam Rosemary Rodriguez zur Marke als neue Chef-Designerin, die zuvor viele Jahre das Label Paco Rabanne federführend gestaltet hatte. Und langsam aber zielsicher baut die quirlige Dame das Unternehmen wieder auf, haucht ihm neues Leben ein. Momentan gibt es neben der eher noch unspektakulären Männermode auch eine kleine Damenkollektion, Tendenz auf dem Trend-Barometer aber steigend. Mode-Experten und kreative Köpfe weltweit orakeln seit ein paar Monaten, Mugler wäre DAS kommende Label, und werde nach der längeren Auszeit wieder in den Fashion-Olymp zurückkehren, ganz nach oben bis an die Spitze.

Hier ein Video mit der Chefdesignerin:

visual-blue-collectionUnd wie es der Zufall will (Ist es ein Zufall?) bringt die Beauty-Kollektion Mugler dieses Jahr eine große Make-up-Kollektion auf den Markt, bleibt die Frage: Profitiert Mugler Beauty vom aufgehenden Stern des Mode-Labels, oder nutzt der Keimling in den Herzen der Fashionistas die Beauty-Range als Nährboden, um dieses Jahr endlich wieder zu voller Blüte zu kommen. Egal, wer wen befruchtet, der Fahrplan für 2010 ist großartig ausgearbeitet und sorgt sicherlich für starke Medien-Präsenz. Und ganz nebenher ist es der perfekte Moment für alle, sich endgültig in Thierrys wunderbare Welt der Metamorphose zu verlieben. Denn 2010 bringt Mugler gleich vier wunderbare Kollektionen, auf die ich bereits eine Preview erhaschen durfte. Den Auftakt macht im März die sogenannte „Blue Collection”. Im Zentrum steht (Ach was) die Farbe Blau. Eine wahre Farbexplosion, die sicherlich ein bisschen Mut erfordert, aber diesen Anspruch hatte Muglers arbeit ja schon immer.

Die Reise in das blaue Universum beginnt mit einem Eyeliner in „Electric Blue”, einem effektvollen Nachtblau mit Metallic-Optik, der mit einem Pinsel aufgemalt wird (also nichts für Ungeübte. Kleiner Tipp: stützen Sie den Ellbogen beim Lidstrich-ziehen auf, dann zittert die Hand weniger und der Strich wird gerader. Notfalls mehrer kleine Punkte setzen und dann erst zu einer Linie verbinden Nur Geduld, mit der Zeit wird die eyeline immer schöner, das Üben lohnt sich, zumal Lidstrich gerade wieder total „in” ist!) Natürlich ist ein blau erst einmal etwas ungewohnt, aber für den Abend ein toller Hingucker. Wer mag, kann die cremige Textur auch mit dem Finger zu „Smokey Eyes” verwischen, allerdings finde ich persönlich die Variante als 60ies-Line einfach super-schick.

regard-stellaire-bleu_freiDer dazu passende Lidschatten „Regard Stellaire Blue Rhapsody” bietet eine Palette verschiedener blau-Schattierungen. Zuerst die Grundierung in „Icy Blue” auf das gesamte Lid auftragen (bis direkt unter die Augenbrauen!) und dann nach Herzenslust mit den anderen Nuancen experimentieren. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem strahlenden Türkis in den inneren Augenwinkeln? Oder das kräftige „City Night Blue” in Bananenform über dem beweglichen Lid – entfalten Sie ihre eigene, spielerische Kreativität, die Farben harmonieren in jedem fall perfekt miteinander, lassen den Blick strahlen und halten besonders lange (ein Benefit, den übrigens alle Mugler-Beauty-Produkte haben: sie halten wirklich wischfest über viele Stunden).

Die Kollektion wird abgerundet durch einen blauen Lip-Gloss, den man zwar auch solo auftragen kann, besonders hübsch finde ich ihn aber als Highlight auf einem klassischen, kühlen roten Lippenstift. Erst das Rot auftragen und dann den gloss nur auf die Lippenmitte tupfen, das lässt den Mund verführerisch schimmern und voller erscheinen. Und das sogar alltagstauglich, während ich die blauen Lidschatten eher für eine rauschende Party auflegen würde, wenn der Look gerne etwas außergewöhnlich strahlen darf.

Im Sommer solle dann eine „Gold Collection” folgen, sowie eine „Bright Collection”, und zum Jahresende schließlich eine „Black Collection”, auf die ich mich schon sehr freue. Habe ich eingangs davon gesprochen, dass Muglers Mode Prognosen zufolge wieder ganz groß im Kommen ist, so lässt sich für die Beauty eher sagen: eine unglaubliche Erfolgsgeschichte geht weiter. Denn die qualitativ wirklich herausragenden Produkte gehören einfach mit zu dem Besten, was der Markt zu bieten hat. Möge der Mugler-Stern weiter leuchten!

Versus -
Donatella haucht dem Jeans-Label
der Versace-Familie neues Leben ein.

Seit dem Tod von Gianni Versace befindet sich das Haus Versace im freien Fall” so hörte man in Mode-Kreisen in den letzten Jahren immer wieder. Donatella wollte es irgendwie nicht so recht gelingen, der Marke mit dem Medusenkopf den Glanz von früher zurückzugeben. Dabei gab es mal eine ganze Versace-Ära. Als alle statusverpflichteten Männer Seidenhemden mit dem römisch-opulenten Mustern trugen, als internationale Celebrities wie Madonna und Lady Di mit Vorliebe in eleganten Abendroben mit Mäander-Design auftraten. Dann kam 1997 der Schock, Gianni Versace, ermordet. Die Mode-Welt hielt den Atem an, Donatella und Bruder Santo ebenfalls. Nur, während sich der schnelllebige Fashion-Zirkus rasch wieder von dem Trauma erholte, verblieb das Label Versace in der Schockstarre. Was einst genial anmutete, verkam zu überteuertem Kitsch, das Label verschuldete sich, manche Kritiker feilten schon an einem Nachruf auf Giannis kulturelles Erbe. Neben den Guccis, Chanels und Pradas unserer Zeit verkam der Medusenkopf beinahe zur Bedeutungslosigkeit. Doch dann kam alles anders, Donatella probte den Aufstand und gewann: Ihre letzten Shows waren riesen Erfolge, sanfte Schnitte und reduzierte Farben statt überholtem Pomp, minimalistisch und elegant. Nah am Zeitgeist. Das gefiel und brachte dem Hause Versace die lang vermisste Reputation zurück. Insider sprechen vom günstigen Einfluß eines neuen Sterns auf Donatella: Christopher Kane, Jungdesigner aus Schottland, der direkt nach dem Studium am renommierten Londoner „Saint Martins College of Art and Design” von Donatella für die Haute-Couture-Accessoires-Kollektion verpflichtet wurde. Und mit eben diesem Jungen Mann gelang Donatella nun ein weiterer Coup, von dem Fachkreise als bester Reset-Versuch der Modewelt sprechen. Denn Christopher Kane entwarf für dieses Frühjahr die „Versus”-Kollektion Women Spring/Summer.

Versus, das war einst die rockigere Seite von Versace, ein jüngeres Label, unkompliziert, sexy, modern. 1989 gelauncht, fand das Label schnell weltweit eine große Fangemeinde, die den „Rock’n'chic”-Style liebte. Lässige Lederjacken, provokante Coolness, sehr feminin – und, was die Männer-Kollektion betraf – mit einer unerhörten Prise Machisme. Die Parfums „Versus Jeans” wurden zum Kassenschlager, der duft „Versus by Gianni Versace” (1990) einer der besten Männerdufte des Jahrzehnts. Versus war Kult. Wie gesagt: War. Denn dann kam die Zeit, in der das Label vom Markt verschwunden war. Seit 2004 gab es von dem Label nur eine überschaubare Palette an Accessoires. Fragt man heute junge Menschen, kennt fast keiner mehr den Namen. Versus? Wer ist das? Doch die kongeniale Zusammenarbeit von Donatella und dem jungen Kane konnte dieses Jahr das Ruder herumreißen. Versus ist wieder da, sexy wie eh und je, frech, provokant und seeehr stylish.

Passend zum erfolgreichen Relaunch der Modemarke bringt Versus nun auch wieder einen Duft auf den Markt, der an den Erfolg alter Versus-Parfums anschließen könnte. Der Name „Versus” bleibt schlicht, der Duft ist alles andere, vielmehr aufregend und eine überspitzte Mischung aus Neo-Romantik und echter, unaufgeregter Weiblichkeit. Das klingt jetzt ziemlich abgehoben, erklärt sich aber vielleicht mit dem neuen Spot, für den Super-Super-Top-Model Lara Stone gewonnen wurde:

Ich finde, der Spot spiegelt das neue Versus-Lebensgefühl sehr gut wieder. Lust auf Party, Power und Luxus. Dazu passt der Duft perfekt, der irgendwo zwischen floral-fruchtig und holzig changiert. In der Kopfnote begegnen mir erstmal Limone und Kumquat, sehr spritzig und unbeschwert, gefolgt von Orangenblüten, Stephanotis (die ein wenig wie Geranie riecht). Der Dry-down enthüllt aber die eigentliche Raffinesse: eine meisterhafte Mischung aus sinnlichem Patchouli, tiefem Moschus und „Ambrette-Seeds” (den Samen einer speziellen Hibiscus-Pflanze). Insgesamt finde ich den Duft in dem schicken Violett-Flakon herrlich (und das sage ich selten!), denn er entwickelt sich auf der Haut ganz besonders, überdeckt oder beherrscht nicht, sondern schmiegt sich an seine Trägerin. Während Modekritiker in allen Medien den Erfolg der Versus-Mode heraufbeschwören, kann ich nur sagen: dieser Duft wird der Fashion nicht nachstehen, er hat das Zeug zu einem Klassiker. Unbedingt einmal proberiechen.

VersusWas bleibt als Fazit zu sagen? Dass Versus und Mugler wieder da sind, und man aufmerksam ihren Kurs verfolgen sollte, denn diese beiden Labels werden tonangebend mitspielen in der ersten Liga der Mode-Welt. Und dass Parfum und Make-up der beiden Häuser ihrer Zeit voraus sind, wie es sich für Trendsetter nun mal gehört. Also verschlafen Sie nicht die Wiedergeburt, hüllen sie Ihren Körper in den violetten Duft von Versus (von dem es übrigens auch eine sehr süße Badelinie geben wird) und tauchen Sie ihren Teint in leuchtendes Blau. Zwei Farben, die dieses Frühjahr den Ton angeben werden.

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende und viele Grüße,

Ihr Constantin Herrmann.

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Neuheiten – Update…

Geschrieben in Ankündigungen am 24.01.2010

Hallo Ihr Lieben,

heute ein kurzes “Wort zum Sonntag” von mir ;)

Vor einiger Zeit hatte ich bereits in den Winterneuigkeiten angekündigt, daß uns von Hermès ein neuer Duft erwartet. Mittlerweile gibt es nähere Informationen dazu: Voyage d’Hermès wird er heißen, der Neue. Ein frisch-holziger Duft mit Moschus soll es sein. Bei Nowsmellthis ist ein Teil der Presseinfos zu lesen, siehe hier. (Quellen: fragrantica.com, osmoz.fr, nstperfume.com)

Ein tolles Interview mit Serge Lutens, unter anderem mit Neuigkeiten zu seinem L’Eau Serge, ist hier bei Osmoz.de nachzulesen.

Darüber hinaus kommt in allernächster Zukunft eine Ergänzung der Blu Mediterraneo-Kollektion von Acqua di Parma auf uns zu: Bergamotto di Calabria. Als Ingredienzen sind gelistet: Kopfnote: Bergamotte, Zitrone; Herznote: Ingwer, Zedernholz; Basisnote: Vetiver, Moschus, Benzoeharz. Hört sich fein an, oder? (Quelle: fragrantica.com, basenotes.net, parfumo.de)

Einen schönen Sonntag Euch allen!

Liebe Grüße, Ulrike.

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