Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

In Parfums d’Orsays “Arôme 3″ blüht der Lavendel

Geschrieben in Duft,Gewürziges,Holziges am 20.09.2011

Wie ein Orakel greife ich nun nach den verbliebenen Pröbchen, die besprochen werden wollen, und schnappe mir Parfum d’OrsaysArôme 3“. Leider konnte ich nicht herausfinden, welche Geschichte hinter dem Namen des 1965 erstmalig erschienenen Duftes steckt. Ich befürchte, eine ganz praktische. Bislang haben mir die Düfte aus diesem Hause sehr gut gefallen – sowohl “Etiquette Bleu” als auch der “Nomade” von letzter Woche. Deswegen gehe ich ganz optimistisch ans Werk. Auch die Duftnoten klingen äußerst vielversprechend: Kopfnote: Lavendel, Schwarze Johannisbeere, Petitgrain, Bergamotte, Neroli; Herznote: Salbei, Koriander, Jasmin, Ylang-Ylang, Gewürznelke; Basisnote: Zedernholz, Ambra, Moschus.

Auf dem Duftstreifen kommt sofort heraus, wer hier das Sagen hat: der Lavendel. Natürlich ist ein Lavendelduft auch immer bis zu einem gewissen Grad traditionell – viele assoziieren ja mit Lavendel automatisch Großmutters Wäscheschrank. Mit Arôme 3 haben wir es mit einem herben beginnenden, männlichen Duft zu tun, der keineswegs altbacken wirkt. Nach einem kräftigen Lavendelauftakt, welcher von Hesperiden gestützt wird, blitzen zaghaft einige fruchtige Noten hervor, die ich der Schwarzen Johannisbeere zuschreibe. Den Koriander meine ich noch wahrzunehmen und stelle fest, dass der Duft nun schleunigst auf die Haut sollte.

Hier erweist sich der Duft holziger, die Lavendeldominanz ist nicht so stark ausgeprägt, und aus Salbei, Koriander und Gewürznelke entwickelt sich ein fast schon harziger Duft, der kaum vom Zedernholz kommen kann. Der Auftakt ist ohne Frage auf dem Duftstreifen besser zu differenzieren, auf der Haut jedoch präsentiert sich Arôme 3 weitaus harmonischer. In der Basis klingt das Parfum weich und rund ab. Für meinen Geschmack hätten die Lavendelnoten sowie der gesamte Duft etwas haltbarer sein dürfen.

Arôme 3 ist sicherlich kein Haudrauf-Männerduft, aber auch kein reiner Damenduft, also sagen wir ein Unisexduft: zurückhaltend, würzig und traditionell. Zurückhaltung und stilvolles Gebahren standen für diesen Duft Pate, auch wenn wir vielleicht Schillernderes aus dem Dunstkreis des dandyesken Comte d’Orsay erwartet hätten. Mir gefällt er wirklich gut, aber ich hatte ja bereits vor einigen Monaten meine Schwäche für Lavendel bei État Libre d’OrangesAntihéros” entdeckt, so verwundert es mich wenig, dass mir dieser hier ebenfalls gefällt. Oder bin ich vielleicht als Großmutter im Körper eines Mannes geboren?

Allen Freunden von Lavendel sei dieser Duft wärmstens ans Herz gelegt.

Es grüßt Euch
Harmen

PS: Vielleicht starte ich hier mal eine kleine Lavendel-Serie, was meint Ihr?

Bildquelle: Lavendel via Wikimedia Commons, vielen Dank!

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Riecht wie bei Oma im Schrank? Im Gegenteil!
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Parfums d’Orsay – Etiquette Bleu


Reisen mit Molton Brown die Dritte.

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Gourmand,Grünes,Holziges am 19.09.2011

Heute findet die Navigation Through Scent-Kollektion ihren Abschluss – und wir reisen dafür wie versprochen gedanklich nach Europa und nach Amerika.

„Grün-aromatisch“ soll er sein, der Duft, der Kent gewidmet ist und den Namen Apuldre trägt:

„Twilight on a summer’s day, in the garden of England. Picnic blankets on fresh cut grass. Fizz and gin. Irreverent. Cheeky. A bit mad.“

Picknick mit Gin? Ich wusste ja schon immer, dass die Engländer ein bisschen durchgeknallt sind, aber nachmittags Schnaps? Nun gut, warum auch nicht – zumal ginähnliche Ingredienzen bisher in Düften sehr vorbildlich in Erscheinung traten, ich erinnere nur mal an Lubins Gin Fizz. Leider ist mir der en détail nicht mehr präsent, auf einen direkten Vergleich müsst Ihr an dieser Stelle deshalb verzichten. Macht aber nichts, mir fällt trotzdem einiges zu Apuldre ein: Lächeln muss ich, als ich ihn aufsprühe – denn die Gin-Assoziation drängt sich in der Tat gleich auf, springen einem doch sofort Wacholderbeeren übermütig in die Nase, von bitter-grünem Wermut begleitet. Jene typische eigentümliche Fruchtigkeit des Wacholders lässt mich in Kombination mit dem Blattgrün, welches ich nicht treffsicher als Veilchenblätter auszumachen vermag, an grüne Äpfel denken. Vielleicht liegt es am Namen – Apuldre heißt nämlich Apfelbaum, aber bei so einem Picknick hat man ja auch fast immer Äpfel dabei, wenn man nicht gleich unter einem ebensolchen Baum kampiert und die Früchte frei Haus auf den Teller geworfen bekommt. Im weiteren Duftverlauf wird durch die gestrenge Zeder das Holz und die Borke desjenigen Baumes betont, unter dem die Picknicker Schatten suchen. Leder stiftet in der Basis Kühle, während Styraxharz die Rauchigkeit der Wacholderbeeren und des Holzes aufgreifend den Duft gekonnt abrundet.

Ein smaragdgrün-rauchiger Edelstein ist Apuldre und hat es mit seiner Besonderheit verdient, leidenschaftliche Liebhaber zu finden.

Ein solcher bin ich auch – und zwar von Rogart, dem fünften und letzten Duft der Kollektion. Wie gerne einmal, komme ich zu meinem Liebling am Schluss: Rogart ist ein Kanadier und der freien Wildnis gewidmet, den Nächten in kleinen „Cabins“, jenen mickrigen Häuschen draußen im Nirgendwo, Lagerfeuern unterm Sternenhimmel und derlei Dingen, die ja Abenteurer tun – denn Abenteuer steckt drin im Duft, das verrät uns Molton Brown.

Abenteuerlich ist auch, was Rogart da auf meiner Haut veranstaltet: Frisch aufgesprüht braust mir Wacholderfruchtigkeit entgegen, von bitteren, dunkelgrünen Koniferennadeln begleitet, auf dem Fuße gefolgt von deren Träger – sattem, harzigem Holz, frisch angeschnitten. Unverhofft kommt in Folge oft – Rogart fängt auf meiner Haut zu springen an: Das Holz wirkt süßer und süßer, als hätte man es mit Karamell bestrichen. Nicht ganz – Ahornsirup, das war es, und ja, Walnuss, welche mich in der warmen Süße an meine Lieblingseissorte von Häagen Dazs denken lässt. Schnell vertrieben sind derlei Träume – für Eis wird es nämlich zu warm, da aus dem Hintergrund die rauchige Glut eines knisternden Lagerfeuers ins Bild drängt, an dem ein zünftiges Mannsbild in Lederhosen sitzt und ein paar dicke, weiße Marshmallows röstet.

Ich bin, wie ihr ja wisst, normalerweise kein ausgewiesener Gourmandfan, es sei denn es geht erwachsen zu – das hier ist eine erwachsene, eine reife und vor allem ausgereifte Variante. Und zugegebenermaßen so lecker, so interessant, weil von solch eigenartiger Schönheit, dass mir einmal mehr die Vergleiche ausgehen.

Sonderbarkeits-Faktor – siehe Douce Amère. Ansonsten: Bitte tauchen Sie Micallefs Gaïac in eine Schachtel Mövenpick Maple Walnuts und stellen Sie es danach in den Wacholderrauch eines lauschigen Feuerchens mit Wacholderholz – oder vielmehr: lassen Sie es stellen, von einem echten Mann in knackiger Lederkluft, der hernach Ihr Herz mit Kuh-Bonbons erobert und mit Ihnen auf seiner Harley davonknattert. Alles klar?

Nun, nachdem wir (vorerst) am Ende der Molton Brown-Vorstellung angekommen sind: Habt Ihr schon getestet, wie gefällt Euch die Kollektion, habt Ihr Kaufkandidaten?

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Picnic photographed by Gabriel Veyre (before 1936), Picture of trees with campfire light von plex/Peter Skadberg, some rights reserved – vielen lieben Dank!

Hier finden Sie die Navigation Through Scents-Kollektion in unserem Shop.

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Navigation Through Scents – Auf Reisen mit Molton Brown.
Reisen mit Molton Brown die Zweite.


Reisen mit Molton Brown die Zweite.

Nach London zu Molton Brown geht es heute erneut – und zwar einmal via China mit Lijiang und einmal via Indonesien mit Singosari, den beiden asiatischen Düften der Navigation Through Scents-Kollektion.

Lijiang verwirrt erst einmal – gemeint ist wohl nicht die Stadt Lijiang, auf Deutsch Stadt am schönen Fluss (gemeint ist Li), in der chinesischen Provinz Yunnan gelegen und unter diesem Namen im 13. Jahrhundert nach der Eroberung der Region durch Kublai Khan gegründet (der uns nicht nur historisch, sondern auch durch den Duft von Serge Lutens ein Begriff ist ;)). Die Rede ist hier wohl von dem Fluss Li Jiang oder auch Li-Fluss, der sich 437 lange Kilometer durch die Volksrepublik schlängelt und für die ihn umgebenden schönen Landschaften berühmt wurde.

Auf eben jenen Fluss lädt uns der Duft ein, auf ein Bambussegelboot, mit dem man die Ufer entlangfährt, getragen von den sanften Wellen und getrieben von einer leichten Brise… und seid Euch sicher, auf diesem Segelboot sitzt auch eine typisch asiatischen Schönheiten mit milchig-transparenter Haut, fragil, feminin und anmutig, gehüllt in einen traditionellen Seidenkimono. Genau wie dieser umfließt einen Lijiang, jene Impression einfangend: Weißer Tee in unschuldig-reiner Frische zeichnet die Aura, während Osmanthus keck die ewig jugendliche Pfirsichhaut in ihrer subtilen Süße malt. Moschus stiftet seidene Weichheit und Vetiver haucht grasige Rauchigkeit ein, die an das Gleiten im Wasser gemahnt, von subtiler grüner Frische begleitet. Kontrastiert wird das Bild von einer Prise rosa Pfeffer, dezente Schärfe, die Spannung generiert.

Ein zarter Duft wie ein Aquarell, ein bisschen an Memos Inlé erinnernd, der sich thematisch ebenfalls an Asien orientiert.

Unsere weitere Reise führt uns ins Inselreich Indonesien: Singosari begibt sich olfaktorisch auf die Spuren der alten Gewürzroute, welche von Europa um die Spitze Afrikas herum über Südindien nach Indonesien führte, und dort vor allem zu den Molukken, den Gewürzinseln. Von Monsun ist die Rede, „blutwarmem“ Regen, Tempelruinen und grünem Dschungel – hört sich für mich alles schon wieder schwer nach Joseph Conrad und Heart of Darkness an. „Spicy-woody“ soll er sein, der Duft voller Abenteuer, und eventuell Wunder beinhalten – schauen wir mal, ob er mich auch zum Staunen bringt auf meiner Entdeckerschnuppertour…

Entgegen weht mir als allererstes Ingwer, den wir in letzter Zeit häufiger mal hatten – scheint eine Lieblingsingredienz der Nachwuchsparfumeurin Jennifer Jambon zu sein, die die Nase hinter der ganzen Kollektion ist. Herb-säuerliche Fruchtigkeit von trockener Strenge, die alsbald auf interessante Art und Weise von zwei polarisierenden Kontrahenten umgarnt wird: Kühler hoheitlicher Weihrauch düster-sakralen Charakters sieht sich der warmen Würze und kecken Schärfe von Muskat und süßem Zimt gegenüber – ein einnehmendes Trio, in Koketterie sich ergeben, von rauchigem Vetiver und samtig-erdigem Patchouli untermalt.

Ob die Gewürzroutenassoziation ein Garant für gute Düfte ist? Mmhhh, Lubins bereits gestern angesprochener Idole ist ein schönes Beispiel dafür, hinter dem sich Sangosari keinesfalls verstecken muss. Ebenso gelungen finde ich hier vor allen Dingen auch, dass wir es wieder mit einem jener großartigen Gewürzlinge zu tun haben, der als Kontrast zu dem Trockenen, Würzigen, zum Teil Süßen eine Frucht setzt – ein weiteres Beispiel hierfür wäre Michel Roudnitskas Noir Épices für Frédéric Malle.

Folgen wir Herodots Einteilung der Welt in Kontinente, die das gesamte Altertum über als gültig angesehen wurde, fehlt uns nach Afrika und Asien jetzt noch Europa. Das erledigen wir am Montag – und weil ich nicht so bin spendiere ich noch Amerika ;)

Liebe Grüße, ein schönes Wochenende und bis bald,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Image at the Lijiang River (Guanxi / China) von Miguel A. Monjas, Boat prow von jmnb56/Jesús Manuel Nieto Bobadilla, some rights reserved – vielen lieben Dank!
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Navigation Through Scents – Auf Reisen mit Molton Brown.
Reisen mit Molton Brown die Dritte.


Freitagsverlosung

Geschrieben in Allgemein am 16.09.2011

Hallo Ihr Lieben,

wie jede Woche so auch diesen Freitag unsere Freitagsverlosung: Fünf Probenpakete möchten sich auf den Weg machen – wer eines empfangen möchte, schreibt uns eine Mail bis Sonntag 24.00 an info@ausliebezumduft.de und nennt uns neben Namen und Adresse einen Duft, den wir diese Woche hier im Blog rezensiert haben. Viel Glück!

In der letzten Woche haben gewonnen: Johann Sch., Horst Sch., Silvia K., Anette H., und Dietmar F. – herzlichen Glückwunsch und viel Freude beim Testen!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

wünscht euch

Euer duftes Team

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Navigation Through Scents – Auf Reisen mit Molton Brown.

Geschrieben in Duft,Gewürziges,Solifloral am 15.09.2011

Heute ist sie endlich an der Reihe, die brandneue Molton Brown-Duftkollektion „Navigation Through Scents“, mit dem Slogan „four countries, five scents, many memories“ beworben. Reisen durch Düfte, wer von uns kennt das nicht? Gerüche, die einen entführen – in fremde Länder, an versteckte Orte, geliebte Plätze. Die Erinnerungen evozieren, Sehnsucht heraufbeschwören – an vergangene Zeiten, Menschen und Situationen.

„A brief history of perfume, told through five distinct fragrances. From lost worlds, along ancient silk and spice routes to a brave New World.“

Eine kleine Geschichte des Parfums, erzählt mit fünf unterschiedlichen Düften. Ein nicht unbedingt neuer, aber immer wieder netter Ansatz. Alle Wege führen natürlich nach London – dem Sitz Molton Browns. Aber von unterschiedlichen Richtungen aus – nämlich von Orten, die eine gewichtige Rolle spiel(t)en in der Parfumhistorie. Von denen man Rohstoffe importierte, wertvolle, um Ingredienzen zu kreieren, die die Menschen verzaubern sollten. Machen wir uns also mit Molton Brown auf die Reise…

Der erste Duft ist Iunu, altägyptisch für Heliopolis, die Sonnenstadt, in der Nähe Kairos gelegen. Wo im heutigen Ägypten nur noch ein Ruinenfeld vorzufinden ist, florierte mehr als 2000 Jahre vor Christus das Leben, ganz abgesehen davon, dass die Stadt auch mythologisch eine wichtige Rolle spielt: Sie gilt als Geburtsstätte der Götter.

Was liegt näher, als einen ägyptischen Sonnenuntergang im Nildelta in Jasmin zu gießen? Sinnlich, warm und dunkel soll er sein… und erwischt mich erstmal eiskalt auf der Haut: Idole? Nennt meine Nase verrückt und mich verschroben, aber ich meine Lubins schönen Giacobetti-Duft zu erkennen, welcher ja auch immerhin der alten Gewürzroute gewidmet ist – ich hatte ihn hier rezensiert. Mit der Entwicklung des Duftes verblasst diese Assoziation, eine Ähnlichkeit sehe ich aber immer noch und diese bleibt bestehen, trotz der unterschiedlichen Ingredienzen. Iunu beginnt mit jener für Ingwer typischen fruchtig-herben Trockenheit, die dessen Freunde so sehr schätzen, welche sich hier mit dillähnlich erscheinendem Elemiharz und scharf-würzigem Pfeffer ein Stelldichein gibt. Üppig blühender Jasmin von warmer Blütensüße bildet den Gegenpol und rundet den Duft auf einer weiche Tiefe verleihenden Basis von Patchouli und Eichenmoos ruhend gelungen ab. Und doch rieche ich da noch mehr – nicht mehr als ein Hauch, aber definitiv existent, entsprungen aus der Melange der Zutaten: Fruchtigkeit, trockene, likörig anmutend. Rumähnlich und nach Rosinen duftend – eine, vielmehr die große Parallele zu Lubins Idole, obgleich es sich hier um zwei deutlich verschiedene Düfte handelt. Auf dem Teststreifen zeigt sich diese Facette nicht so ausgeprägt, wie sie auf meiner Haut in Erscheinung tritt – ich bin also gespannt, ob Ihr diesen Twist ebenfalls wiederfinden könnt.

Iunu ist kein typischer Jasmin – wer hier ein riesige Femme-Fatale-Männerfresser-Blüte erwartet wird wohl enttäuscht werden. Auch hat Iunu keine wirkliche Ähnlichkeit mit The Different Companys Jasmin de Nuit, der einem zu in Jasmin getränkten Nächten vielleicht einfallen wird. Vielmehr gleicht Iunu einer Stimmung, einer Aura, die einen umfängt, betört. Und gleichzeitig auch einem Bild, einer nächtlichen Impression eines arabischen Landes, einer arabischen Stadt. Obgleich Monsieur Lutens sicher Freude an dem Düftchen hätte, hätte (und hat) er derlei Themen schwülstiger Ausdruck verliehen: Iunu ist zwar warm-würzig und opulent floral, besitzt aber nicht jene Hitze, die zum Beispiel die alten Lutens-Düfte auszeichnet und welche ich zwar mag, aber ehrlicherweise nur sehr selten tragen und vor allem ertragen kann. Zu Iunu würde ich deshalb ohne Zögern und sehr gerne greifen, auch, weil er zwar ein potenter Duft ist, ihm aber jenes indolisch Anstrengende vollkommen abgeht, das viele seiner Jasminschwestern besitzen.

Ein gelungener Einstieg, der Lust macht auf mehr – morgen hier :)

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Clouds at Egypt Sky 2 von jarto2003/Mostafa Emad, Pharao is watching von zchizzerz/Jeff Vergara, some rights reserved – vielen lieben Dank!
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Molton Brown – EdT’s die Zweite.

Geschrieben in Aquatisches,Duft,Echte Kerle,Gewürziges,Holziges am 14.09.2011

Re-Charge Black Pepper, Cool Buchu und Bracing Silverbirch heißen sie, die drei vornehmlich auf die Männerwelt zugeschnittenen Eau de Toilettes aus Molton Browns Kollektion – alle angelehnt und abgestimmt auf die zugehörigen Pflegeprodukte, welche zuerst auf dem Markt waren.

Gestürzt habe ich mich zuerst auf Re-Charge Black Pepper, dessen Duschgel ich liebe – der Duft steht dem in nichts nach: Ein kühler von funkelnden bitter-säuerlichen Bergamottesternchen beleuchteter Pfeffer-Kick in der Kopfnote, eine Art geeiste Schärfe, die alsbald in warmer Würzigkeit aufgeht. Koriander schlägt in die gleiche Kerbe, während Eichenmoos und Patchouli erdige Wärme spenden. Diese beschützende Wärme sieht sich alsbald von fruchtiger Ingwerherbe und grünen Veilchenblättern akzentuiert, die dem aromatischen Duft ein harmonisches Gleichgewicht verleihen.

Pfeffer und Ingwer – ohnehin Reizwörter für mich. In Re-Charge Black Pepper tauchen sie in trauter Zweisamkeit auf und kreieren einen gleichermaßen dynamisch-frischen Geruch, der die Sinne belebt als auch ein entspannend-behütendes, vertrautes Gefühl. Ein Duft, der einem Tatendrang verleiht und gleichzeitig mutmachend den Rücken stärkt – fein! Da hätte ich gerne den passenden Mann dazu – bis der kommt trage ich den Duft dann gleich mal selbst.

Cool Buchu ist – cool. Und so wird er auch beschrieben: „Crisp. Fresh. Cool. Invigorate your mind and send your spirits soaring. Clean and refreshing, clear and true, enjoy an instant sensory pick me up.“ Crisp lässt sich so unglaublich schlecht übersetzen in diesem Zusammenhang – knusprig, frisch, knackig lässt eher an Brathähnchen denken denn an Düfte. Dabei trifft das Attribut „frisch“ alleine eben nicht, was hier meines Erachtens nach gemeint ist: Natürlich ist Cool Buchu frisch, aber diese Frische hat Biss, ist sauber und kühlt, erfrischt, tritt einem aber auch in den Hintern, erweckt Lebensgeister. Minze, wilde, ist dafür verantwortlich, die in Kombination mit grünem Kardamom, Mandarine und Zedernholz für einen klaren Kopf sorgt. Für mich ein idealer Duft als Start in den Tag – vor allem, wenn die Nacht zu kurz war und der Morgen zu früh kam, der Wecker zu unerhörter Zeit klingelte und der Kopf, der zum Denken dienen sollte, noch seinen Dienst verweigert.

Cool Buchu ist meiner Meinung nach für Männlein wie Weiblein gleichermaßen geeignet. Ich kann mir die Badeprodukte der Duftrichtung auch sehr gut als Ergänzung vorstellen zu jenen krautig-minzigen Sommerdüften wie Heeleys Menthe Fraîche, Guerlains Herba Fresca, Humiecki & Graefs Eau Radieuse, Sigilis Ea, um nur einige Beispiele zu nennen.

Bracing Silverbirch trägt seinen Namen nach dem Baum mit dem hübschen lateinischen Namen Betula Pendula, Sandbirke oder auch Weißbirke genannt. Jenen sommergrünen Laubbaum von schmalem Wuchs im eleganten weißen Borkenkleid hat man natürlich nicht in die Flaschen geschnippelt – sinnbildlich kann er aber sicherlich für den Aufbruch stehen, jenen lebendigen, den der Duft verströmt: Amerikanische Zeder in gewohnt sauber-frischer Strenge mischt sich mit spritzig-zitrischer Bergamotte, untermalt von einem seidig-kalten Weihrauch-Hauch. Holzige Frische, raumgreifend umgesetzt und von würziger Kühle – Liebhaber von Holzdüften sollten hier aufhorchen, dies ist ein überaus schöner Vertreter seiner Gattung! Und Kumin, jenes gefürchtete Kümmelchen, ist zwar vorhanden, nicht aber in seiner ab und an transpirierend wirkenden Ausformung, die so manchen zu verschrecken mag.

Einen schönen Tag Euch und liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Boat von Patator/Frédéric Dupont, Betula Pendula von Neurovelho, some rights reserved, vielen lieben Dank!

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Molton Brown…

Geschrieben in Duft,Solifloral am 13.09.2011

… dürfte den meisten durch seine hervorragenden Badeprodukte bekannt sein: Das aus einem in den 70er Jahren gegründeten Londoner Friseursalon hervorgegangene Unternehmen zeichnet sich schon seit langer Zeit durch Duschgele und Badezusätze, Body Lotions, Haarpflege, Kerzen und auch flüssige Handwaschseifen aus.

Aus dem Stegreif fallen mir zig Haushalte von Freunden ein, in deren Bädern man sowohl die Seifen als auch die Badeprodukte findet – und das auch bei Menschen, die Parfums sonst eher zurückhaltend verwenden. Ich kann es verstehen, sind die tierversuchsfreien Produkte doch durchgehend wunderschön und vor allem natürlich duftend. Was die Seifen angeht sind es vor allem Naran Ji und White Mulberry, die viele in Verzückung geraten lassen: Sonnengereifte saftige Orangen und Grapefruitkerne in ersterer machen beim Händewaschen schon nachhaltig gute Laune. Und Nummer Zwei überzeugt mit grün-fruchtiger Frische von Maulbeere, Mimose, Elemiharz und grünem Tee. Auch das Duschgelrepertoire kann sich sehen lassen und bietet Passendes für jeden Geschmack: Der wärmende Kuschelmuschel-Kandidat Relaxing Yuan Zhi beispielsweise, der kontemplative Blissful Templetree mit Frangipani und Patchouli, die bei Männern (und wie immer auch Frauen!) sehr beliebten Duftrichtungen Invigorating Suma Ginseng, ein herber Ginseng-Wacholder-Schönling sowie Re-Charge Black Pepper, ein frischer Pfeffer-Kick zum Aufwachen – um nur einige zu nennen.

Auch bei mir stehen etliche Fläschchen davon herum, ich gestehe. Deshalb habe ich mich besonders gefreut, als mir zu Ohren kam, dass sich die Firma nun an Parfums versucht: Zwei Linien innerhalb des Sortiments gibt es – einmal die „normale“ Eau de Toilette-Kollektion, die Düfte der anderen Produkte aufgreift, sowie die eben erschienene Navigation Through Scents-Kollektion. Beide möchte ich Euch in den folgenden Tagen vorstellen.

Aus der Eau de Toilette-Kollektion werde ich exemplarisch einige Düfte herausgreifen, nämlich Heavenly Gingerlily, Re-Charge Black Pepper, Cool Buchu und Bracing Silverbirch.

Heavenly Gingerlily ist mein Molton Brown-Lieblingsduft aus der eher femininen Richtung: Als „floral-aquatisch“ wird er beschrieben und soll die anregend-exotischen Aromen der Südsee einfangen. Ein dezenter Widerspruch, der sich für mich hier auftut: Bei fremdländischen Südseearomen denke ich entweder an Tropenfrüchte oder an opulente Weißblüher in Kombination mit Vanille/Tonka-Noten, eventuell Harzen – und nicht an Aquatisches, das mich ohnehin meist zurückschrecken lässt. Weit gefehlt – Heavenly Gingerlily ist in der Tat aquatisch, allerdings nicht in dem künstlich-plastikhaften Sinne, der an billige Deos erinnert. Ein maritim-krautiger Hauch, getragen von Ingwerherbheit und frisch-grünem Kardamom, vermählt sich hier mit dem gezügelt-zivilisierten Weißblüher-Duo Jasmin und Tuberose, die mit ihrer transparent anmutenden Erscheinung eher an Wasserlilien erinnern. Die Basis von Patchouli und Moschus stiftet warme Weichheit und verleiht dem Duft Tiefe.

Ein leichter Duft mit schönen fruchtig-herben Ingwerakzenten, der Freunden von letzteren in jedem Falle zusagen dürfte. Wer also zum Beispiel die Origins-Ginger-Reihe liebt, sollte hier testen, keine Frage!

Ich finde es toll, dass es zu dieser Duftrichtung auch ein Parfum gibt – das hat auch umgekehrt den Vorteil, dass man sich, wenn einen die Leidenschaft richtig gepackt hat, rundum versorgen kann: Heavenly Gingerlily gibt es dufttechnisch als Shimmering Fragrance mit kleinen Schimmerpartikeln und als Eau Fraîche, im Restsortiment auch als Duschgel, Body Cream und als Kerze.

Morgen geht es weiter mit den anderen drei Kandidaten – bis dahin eine gute Zeit und liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Hedychium Carneum (der Familie der Ingwergewächse zugehörig) von Juni, some rights reserved – vielen lieben Dank!

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Molton Brown – EdT’s die Zweite.
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Wer ist der dritte Mann?

Geschrieben in Duft,Gewürziges,Hesperiden am 12.09.2011

Liebhaber vor allem älterer Filme werden bei dieser Überschrift sicherlich sofort an den Klassiker “Der dritte Mann” (The Third Man) von 1949 denken und das zu Recht. Caron hatten nämlich genau diesen Schwarzweißstreifen im Blick, als sie den Duft “Le 3e Homme” lancierten:

In 1985, CARON brings all its skills as a parfumier to bear in the creation of its third men’s fragrance: LE 3ème HOMME DE CARON.
Inspired by Carol REED’s legendary film, it is aimed at the elegant man portrayed by Orson WELLES. The avant-garde, yet highly accessible LE 3ème HOMME DE CARON is the fragrance for men with the ability to cultivate their intellectual curiosity in the simplest of fashions.

Dieser Film noir unter der Regie von Carol Reed spielt in Wien kurz nach dem Krieg und erzählt einen verwickelten, politisch angehauchten Thriller. Es geht um Schieberbanden, die gestrecktes Penicillin verkaufen, Totgeglaubte, die wieder auftauchen, weswegen eine Exhumierung stattfindet, und eine wilde Verfolgunsgjagd in der Wiener Kanalisation, die man heute sogar in einer “3. Mann Tour” besichtigen kann.

Kopfnote: Zitrone, Bergamotte; Herznote: Gewürznelke, Lavendel, Koriander; Basisnote: Vetiver, Eichenmoos

Lady from Shanghai trailer welles

Ein frischer Auftakt, wie könnte es auch anders sein, wo doch Zitrone und Bergamotte die Hauptrolle spielen. Von einem Duftverlauf kann nicht wirklich gesprochen werden, denn auch die würzigen Noten von Gewürznelke, Lavendel und Koriander sind sofort zur Stelle und fügen sich trefflich in die Frische ein. Vetiver und Eichenmoos bilden dabei eine erdige, wurzelige Basis, die allerdings nicht allzu stark herauskommt und eher als Grundierung zu verstehen ist. Wirklich präsent bleiben die Herznoten.

Kein komplizierter Duft und auf meiner Haut weitaus wärmer und holziger als auf dem Teststreifen. Ich versuche nun den Film mit dem Duft in Verbindung zu bringen und siehe da, es ergeben sich durchaus Parallelen. Auch der Duft mutet klassisch an und passt durchaus in einen alten Schwarzweißfilm. Frisch genug für einen Thriller ist er allemal und ich kann den geneigten Leser beruhigen: Weder die Exhumierung noch die Verfolgungsjagd in der Kanalisation wurden bei diesem Duft berücksichtigt :-) Also, ein angenehmer Herrenduft, keineswegs anstrengend, alltagstauglich und ein guter Kompromiss zwischen Tradition und Moderne – an dieser Stelle muss ich das abgegriffene Wort “zeitlos” bemühen. Ein Duft, der früher gut funktioniert hat, und der sicher auch in 20 Jahren noch tragbar sein wird.

Und wer ist nun der dritte Mann? Das wird natürlich nicht verraten :-)

Viele Grüße von
Harmen

Bildquellen: Plakat “The Third Man” via Wikipedia, some rights reserved.

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Herbstwonne 3 – Clove Absolute von Washington Tremlett.
Echte Kerle: Caracenis Maßanzug aus Eau de Toilette


Organic Glam…

… heißt unsere neue Ökofirma, nach Honoré des Prés und Patyka ein weiteres Unternehmen, das zu 100% natürliche Düfte herstellt. Schauen wir uns mal die Historie an: Organic Glam gehören zu The Organic Pharmacy, welche im Jahre 2000 durch die Apothekerin Margo Marrone gegründet wurde. Die erste Filiale wurde in Londons Kings Road im Herzen Chelseas eröffnet und dank des allgemeinen LOHA-Trends folgten rasch weitere, 2008 sogar die erste in Los Angeles. Nach Kosmetik- und Gesundheitsprodukten nahm man jetzt folgerichtig auch eigene Düfte mit ins Sortiment, die sorgfältig entwickelt wurden: Die Organic Glam-Parfums sind zu 100% natürlich und 85% organisch und sind frei vom synthetischen Duftstoffe, synthetischen Farbstoffe, Phtalate (= Duftverstärker) und tierischen Inhaltsstoffe.

Fünf an der Zahl sind es und ich dachte, ich nehme sie mir mal zur Brust und klemme sie mir für Euch unter die Nase. Die Orangenblüte muss leider noch warten, die war als Pröbchen für mich noch nicht vorrätig, ich verspreche aber, ich reiche sie nach. Heute also die “restlichen” vier Düfte von Organic Glam, beginnend mit der Zitrone:

Citron sieht sich inspiriert von „der Schönheit der süditalienischen Riviera“ und beinhaltet folgende Zutaten: Kopfnote: Zitrone, Bergamotte; Herznote: Orangenblüte, Ylang-Ylang; Basisnote: Patchouli, Neroli, Orangenblüte.

Frisch, zitrisch und kühl steigen mir die eher säuerlichen Hesperiden der Kopfnote in die Nase, prickelnd wie ein erfrischendes Zitronenbrausebonbon. Dieses bitzelnde Moment begleitet den Duft Citron seinen ganzen Verlauf, welcher sich noch von zarten Agrumenblüten versüßt sieht und an Altersmilde gewinnt, insgesamt aber doch eines bleibt: Ein Zitronenduft. Bei heißen Temperaturen herrlich erfrischend (was bereits von dem splashigen Bildchen signalisiert wird) und mit Sicherheit etwas für Freunde von mediterranen Zitrusdüften wie zum Beispiel Carthusias Mediterraneo.

Jasmine, Duft Nr. 2, ist dem sommerlichen Duft blühenden Jasmins gewidmet – und präsentiert neben seinem aus Ägypten stammenden Hauptprotagonisten noch Ylang-Ylang, eine Prise Bergamotte sowie Sandelholz. Auf dem Teststreifen zeigt sich ein herrlicher und natürlich opulent blühender Jasmin, von einer zurückhaltenden Zitrusfrische kontrastiert und von zarter floraler Fruchtsüße unterstrichen, auf einem warm-holzigen Sandelbettchen sich räkelnd. Auf meiner Haut drängen aus diesem schönen und auffälligen Blütenmeer leider viel zu viele indolische Noten an die Oberfläche – bei aller neu gewonnenen Liebe zu weißen Blüten, dieser Kandidat und ich passen leider gar nicht zusammen. Durchaus schade, denn man merkt dem Duft seine hochwertigen natürlichen Ingredienzen an und seine blühende Pracht hat etwas sehr Betörendes – für mich leider nur auf dem Teststreifen.

Oriental Blossom soll eine „Reise durch den Orient“ darstellen, eine, auf der man mysthischen verschleierten Schönheiten begegnet, reiche Farben sieht sowie geschmückte Gärten und man beständig den Duft warmer Gewürze in der Nase hat. Dieses Bestreben setzt man mit folgenden Zutaten olfaktorisch in die Tat um: Kopfnote: Bergamotte, Zitrone, Mandarine; Herznote: Zimt, Gewürznelke, Rose, Neroli; Basisnote: Eichenmoos, Vetiver, Pfeffer, Vanille, Ylang-Ylang. Ein wahrhaft schöner Florientale: Basar, Gewürzmarkt, aber auch naher Garten mit Beeten voller Blumen. Rosendüfte und Öle, vielleicht auf der Haut schöner Frauen. Und irgendwo zwischen der warmen Zimtschärfe und den holzig-gewürzigen Anklängen finden sich auch getrocknete Früchte, Datteln vielleicht, Rosinen, ein Hauch Aprikose… Oriental Blossom hätte dem frühen Serge Lutens ebenfalls gut gefallen. Dem, der noch gerne mit dem Amber-Sultan gespielt hat auf dem Arabie-Markt. Und Fans von Washington Tremletts Clove Absolute werden sich ebenfalls angetan zeigen.

Oud, vierter und letzter Kandidat – „a journey through an Arabian Souk“, jenen berühmten Weihrauch- und Gewürzmarkt, auf dem der Duft von Zedernholz, Oud und Sandelholz die Luft erfüllt und einem Kopf und Nase verdreht. Die Ingredienzen des Duftes: Kopfnote: Zedernholz, Oud, schwarzer Pfeffer, Kardamom; Herznote: Rose; Basisnote: Sandelholz, Vetiver und Tonkabohne. Oud geht als Thematik sicher einigen mittlerweile auf die Nerven – kein Wunder, war es doch der gerade wieder verebbende Trend. Und doch finden sich immer wieder Nachzügler – zum Glück. Das sage ich jetzt nicht nur als erklärter Oudfan, der nicht so schnell die Nase voll hat. Oud ist ein wirklich feiner Vertreter seiner Gattung, der ganz bestimmt auch denjenigen Nasen schmeicheln wird, die sonst keine allzu große Leidenschaft für Oud hegen. Ein kontemplativer Duft ist es, der von dem Dreigestirn Zedernholz, Sandelholz und Oud lebt. Das funktioniert mit sehr hochwertigen Zutaten richtig gut, wie man bereits bei 10 Corso Como gesehen hat oder auch bei Loggia dei Mercanti von La Collina Toscana. Eine ähnliche Perle ist auch Oud: Oszillierend zwischen verhaltener samtig anmutender Wärme und seidiger Kühle, im Herzen eine luzide frisch-minzige Rose, in Rauch gekleidet. Kantig und ein bisschen unnahbar, aber stolz und wunderschön, mein erklärter Liebling der Kollektion. [EDIT: Nach weiteren Test kann ich das nur bestätigten, vor allem habe ich mich in die Basis verliebt: Hier dominiert Sandelholzsüße in einer Menage à Trois in wilder Amour Fou mit rauchigem Oud und ernster Zeder verwoben - herrlich. Und es mangelt dem Duft Oud an exakt jenem für mich in Loggia dei Mercanti störenden, für mich etwas zu würzigem Moment. Insofern für mich ein echter Kaufkandidat.]

Und Eurer? Habt Ihr schon getestet, was haltet Ihr von der Kollektion?

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Hier finden Sie die Kollektion von Organic Glam in unserem Shop.

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Kurz vor knapp die Dritte – die letzten Neuigkeiten 2011.
Die Vergessenen – Ménage à Trois mit Atelier Flou, Parfums de Rosine und 10 Corso Como.


Freitagsverlosung

Geschrieben in Kosmetik am 9.09.2011

Hallo Ihr Lieben,

wie jede Woche so auch diesen Freitag unsere Freitagsverlosung: Fünf Probenpakete möchten sich auf den Weg machen – wer eines empfangen möchte, schreibt uns eine Mail bis Sonntag 24.00 an info@ausliebezumduft.de und nennt uns neben Namen und Adresse einen Duft, den wir diese Woche hier im Blog rezensiert haben. Viel Glück!

In der letzten Woche haben gewonnen: Petra Z., Simone H., Barbara S., Ingrid S., Und Larissa L. – herzlichen Glückwunsch und viel Freude beim Testen!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

wünscht euch

Euer duftes Team

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