Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Floris’ Wedding Bouquet – was sonst?

Geschrieben in Blüten,Duft,Reines und Pudriges am 29.04.2011

Einige von Euch werden heute vermutlich erst mal keine Zeit dazu haben, mein Blog zu lesen. Denn der heutige Tag ist ein ganz besonderer, wie es uns die Medien schon seit Wochen zu vermitteln versuchen. Und in der Tat: Auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis finden sich einige, sogar einige, von denen ich es ganz und gar nicht erwartet hätte, die es sich nicht nehmen lassen werden, von ihrem Fernseher aus der scheinbar wichtigsten Hochzeit des Jahres zu folgen: Prinz William heiratet seine frühere Kommilitonin Kate Middleton, die von der Boulevardpresse zwischenzeitlich schon Waity Katie getauft wurde wegen der so lange herausgezögerten Hochzeit. Nun ja, sie scheinen sich nun gefunden zu sein und die Welt ist überall aus dem Häuschen: In allen unseren großen Zeitschriften ist die heute stattfindende Hochzeit Thema und auf sämtlichen Sendern rund um die Uhr präsent.

Schätzungen gehen von 600.000 oder mehr Besuchern aus und die Pr- und Marketingmaschinerie brummt – nicht nur diverser Firmen, sondern auch die der Royals selbst: Bei Facebook kann man sich als Fan des englischen Adels, „The British Monarchy“ zu erkennen geben, die Hochzeit selbst existiert als Facebook-Event und versorgt Neugierige mit regelmäßigen Updates der Vorbereitungen genauso wie die königliche Webseite zum royalen Event. Auch bedient man sich Twitter und Youtube – über ersteren Kurznachrichtenkanal zwitschert man Neuigkeiten, bei letzterer Videoplattform gibt es einen extra „Royal Channel“, über den heute die Zeremonie natürlich auch übertragen wird. Und Apps für das Iphone gibt es auch zuhauf.

Natürlich schlagen nicht nur die Royals aus der Hochzeit Profit, zum Teil auch äußerst materiellen (so wurden die Fotografenrechte für teuer Geld an die zig Agenturen, Sender etc. verscherbelt, na klar) – auch gibt es etliche Firmen, die ihre Produkte im Dunstkreis der Hochzeit platzieren oder gar eigens Produkte anlässlich dessen kreierten.

Mit den Royals habe ich persönlich nun gar nichts am Hut – dass aber das englische Dufthaus Floris der Hochzeit und dem Brautpaar einen Duft widmet empfinde ich als vollkommen logisch: Das seit 1730 existierende Haus ist schon seit Jahrzehnten, eigentlich Jahrhunderten Hoflieferant. Da liegt es nahe, Anteil zu nehmen und Freude zu teilen: Mit Wedding Bouquet, jener olfaktorischen Hommage an Katie und William und nicht dem ersten Hochzeitsduft aus dem Hause Floris.

Eigentlich finde ich diese Idee sehr schön, gibt es doch viele Anlässe, zu denen wir Menschen, kultur(en)ǘbergreifend, auf Symbole zurückgreifen, um uns bestimmte Zäsuren, Wendungen, Abschnitte des Lebens entsprechend zu visualisieren. Eine Hochzeit in der Kirche gehört zum Beispiel dazu genauso wie ein Richtfest mit Baum und so weiter. Ein, meist visuelles Symbol für etwas, das zu Ende geht oder beginnt, manchmal auch beides. Was könnte da besser geeignet sein im Falle einer Heirat, diese noch mit einem Duft zu besiegeln? Einem betont und gewollt floralem Duft, dem alle Blüten mitgegeben wurden, die gemeinhin für das stehen, was man Frischvermählten wünschen würde: Jasmin für die große, ewige, echte Liebe, Maiglöckchen für Vollendung, Ganzheit, Orangenblüte für Reinheit und Vereinigung und Stephanotis für Freude und Glück. Noch dazu einem Duft, der in der Tat der Jugendlichkeit von Kate Middleton gerecht wird, was bei einem floralen Bouquet nicht immer gewährleistet ist – dieser hier steht ihr aber sicher gut, und bestimmt nicht nur ihr…

Die Kopfnote macht es einem leicht, den Duft zu mögen, überzeugt sie doch in britischer Zurückhaltung mit spritzig-zitrischen Agrumenfrüchten (Bergamotte, Limette), einer Seebrise maritimer Noten, die nie ins Aquatische abdriften, sondern ozonisch-transparent vorüberwehen und einem Hauch von äußerst reinem Maiglöckchen. Das unschuldig-saubere Thema von letzterem wird von dem Blütenherz aufgegriffen, das sich überaus zivilisiert zeigt und nicht den kleinsten Anschein von nebulösen Untiefen offenbart: Zarter Jasmin, kein bisschen indolisch, leicht grün umrankt, Orangenblüte mit fein-fruchtiger Honigsüße und Stephanotis, die gemeinhin nach einer Mischung aus Lilie und Jasmin duftet, was sie in diesem Falle ebenfalls tut. Die Basis aus Sandelholz und Moschus fängt den Duft bewährt auf und stiftet sanft-warme und kuschelige Momente mit einer dezenten Süße und leicht holzigem Nachhall.

Dem Duft nach zu urteilen dürfte Kate Middleton als Jungfrau in die Ehe gehen ;) – Spekulationen darüber aber führen zu weit und sind mir eigentlich auch ziemlich egal ;) In jedem Falle hat Floris mit Wedding Bouquet ein sehr tragbares Weißblüher-Bouquet geschaffen, das perfekt in die momentane Jahreszeit passt. Darüber hinaus ist der Duft sehr feminin, gleichwohl jung und vollkommen unkompliziert, ein echter Immergeher, wie ich zu sagen pflege – eine seltene Mischung, die ich durchaus zu schätzen weiß ebenso wie die fröhliche Unbekümmertheit, die er an den Tag legt.

Dann bleibt mir nur noch, den beiden unbekannterweise alles Gute zu wünschen sowie Euch einen schönen Tag, ob nun mit Hochzeit oder ohne, als auch ein schönes Wochenende -

viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Towers of Westminster Abbey von Graham Hermon, His Royal Highness Prince William of Wales von Robert Payne, Kate Middleton at the Garter Procession 2008 von Nick Warner, some rights reserved – vielen lieben Dank!

Hier erhalten Sie Wedding Bouquet von Floris in unserem Shop.

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Freitagsverlosung

Geschrieben in Allgemein am 29.04.2011

Hallo Ihr Lieben,

wie jede Woche so auch diesen Freitag unsere Freitagsverlosung: Fünf Probenpakete möchten sich auf den Weg machen – wer eines empfangen möchte, schreibt uns eine Mail bis Sonntag 24.00 an info@ausliebezumduft.de und nennt uns neben Namen und Adresse einen Duft, den wir diese Woche hier im Blog rezensiert haben. Viel Glück!

Darüber hinaus kommt natürlich noch, wie jeden letzten Freitag im Monat, ein ganz spezielles Präsent zur Verlosung. Diese Woche gibt es Mineral and Botanical Body Peeling von Dr. Veronique Simon zu gewinnen – es lohnt sich!

In der letzten Woche haben gewonnen; Doreen R., Lars F., Margot H., Sabine F., und Matthias B. – herzlichen Glückwunsch und viel Freude beim Testen!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

wünscht euch

Euer duftes Team

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Histoires de Parfums – 1828 – Jules Verne

Geschrieben in Duft,Grünes,Hesperiden am 28.04.2011


Ich weiß nicht, ob Kinder und Jugendliche noch Karl May und Jules Verne lesen oder ob Spielkonsolen und Comics nun endgültig den Sieg über das Buch davongetragen haben. Für mich waren es jedoch große Abenteuer, die es zu entdecken galt, mit Winnetou und Old Shatterhand oder Jules Vernes „Ein Kapitän von 15 Jahren“. Die entsprechenden Verfilmungen waren dann natürlich auch das Höchste der Gefühle, wilde Schießereien, ferne Länder und Männer, die Pferden zuzwinkerten.

Zuletzt war die große Schriftstellerin Colette an der Reihe und der ihr gewidmete Duft von Histoires de Parfums. Wir bleiben jetzt einfach in Frankreich und wenden uns Monsieur Verne zu, der an Bekanntheit Frau Colette noch bei Weitem übertrifft. Bekannt wurde er vor allem durch seine Abenteuer- und Reiseromane wie etwa „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, „20000 Meilen unter dem Meer“ und „Reise um die Erde in 80 Tagen“. Der auch als Begründer der Science-Fiction-Literatur geltende Vollbartträger wurde, es wundert uns kaum, 1828 in Nantes geboren, wuchs in soliden Verhältnissen auf und studierte Jura, um eines Tages die Kanzlei des Vaters zu übernehmen. In Paris brachte ihn möglicherweise der Kontakt zu Alexandre Dumas (Verfasser von „Die drei Musketiere“, „Der Mann mit der eisernen Maske“, „Der Graf von Monte Christo“) von der vorgesehenen Spur ab. Verne begann zu schreiben und versuchte sich zunächst als Dramatiker bis er schließlich Erzählungen verfasste. 1857 heiratete er eine Witwe und ging dem etwas bodenständigeren Beruf eines Börsenmaklers nach, da das Schreiben noch nicht genug Geld abwarf. 1862 lernte er den Verleger Pierre-Jules Hetzel kennen, der seine Bücher nun herausgab. Zudem machte er mit zahlreichen Erfindern, Tüftlern und Naturforschern Bekanntschaft und unternahm selbst einige Reisen. Kein Wunder also, dass Technik und Reisen eine so große Rolle in seinen Werken spielten. Gerade für die Technik begeisterte er sich außerordentlich und brachte diese visionär in seinen Werken unter – genau aus diesem Grund nennt man ihn auch den Urvater der Science-Fiction. Ein Beispiel hierfür: Im 19. Jahrhundert gab es kaum Straßenbeleuchtungen, wenn überhaupt dann funzelige Gaslaternen. In seinem Roman „Paris im 20. Jahrhundert“ von 1863 schrieb Verne geradezu prophetisch:

„Die Straßen waren voller Menschen; die Nacht brach herein; luxuriöse Geschäfte warfen den Schein elektrischen Lichts weit hinaus; die nach dem Way-System durch Elektrisierung eines Quecksilberstreifens konstruierten Kandelaber leuchteten im unvergleichlichen Glanz; sie waren mittels unterirdischer Drähte miteinander verbunden; in ein und dem selben Augenblick und mit einem Schlag erstrahlten die hunderttausend Laternen von Paris.“ Quelle

Frisch aufgesprüht, auf dem Teststreifen, erwartet mich ein frische Brise, zitrische Noten, wie der Hersteller angibt, Grapefruit, Zitrone, Mandarine und Eukalyptus in der Kopfnote. Letzteren rieche ich nicht heraus. Wie so oft auf dem Streifen bleibt die Sache recht schlicht. Auf der Haut kommt die Zitrone im Auftakt deutlicher heraus, die Basisnoten tönen mit Zedernholz jedoch nur im Hintergrund. Von den Ingredienzen ähnelt er durchaus Czech & Speakes kürzlich besprochenem Duft „Cuba“, allerdings ist hier die Umsetzung weitaus kopflastiger und gefälliger. Ein schon fast sauberer Duft, keiner der Bestandteile drängt sich nach vorne.

Laut Hersteller-Seite ein Parfum für moderne Weltreisende, eine Meeresbrise über der wilden Heide. Frische, gefärbt von Kultiviertheit. Ich sehe das zwar ähnlich, aber ein bisschen anders: kultiviert ja, auch im Sinne von gezügelt, die Düfte der Abenteuer bleiben zwischen den Buchdeckeln, ein sauberer, geradliniger Duft, dem ein bisschen mehr Charakter nicht geschadet hätte. Freunde von Hesperiden und cleanen Düften sollten sich in jedem Fall einmal an ihm versuchen. Übrigens ist er meiner Meinung nach auch bestens für Frauen geeignet.

Es grüßt abenteuerlustig
Harmen

PS: Kopfnote: Grapefruit, Zitrone, Mandarine, Eukalyptus; Herznote: Pfeffer, Muskatnuss; Basisnote: Zedernholz, Vetiver, Weihrauch, Kiefer

Bildquellen: Jules Verne von Tintazul – via Wikimedia Commons, some rights reserved, vielen Dank!

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Die Schöne und das Biest: Citrus Paradisi

Geschrieben in Die Schöne und das Biest.,Duft,Hesperiden am 27.04.2011

Mariela

Aufgrund des Namens erwartete ich einen frisch-fruchtig, spritzigen Zitronenduft werde aber sogleich eines Besseren belehrt! Obwohl im Namen vertreten, ist Zitrone nicht unter den Ingredienzen. Hier ist die Grapefruit der Protagonist und zwar in Form einer herben, bitteren Schale.

Die Duftnoten: Kopfnote: Grapefruit, Herznote: Koriander, Pfeffer, Basisnote: Patchouli, Eichenmoos

Grapefruit

Sehr bald gesellen sich krautige Noten dazu. Laut Zutatenliste ist es Koriander, aber ich rieche auch würzig-frischen Salbei. Aromatischer Pfeffer prickelt angenehm in der Nase. Entgegen der Rezeptur machen sich nach einer Weile animalische Noten breit, zumindest meine ich solche zu erkennen, eine leicht schweißige Note macht sich auf meiner Haut breit. Nicht dass ihr denkt es liegt an mir, ich teste auf dem Handrücken ;-)
Schade, denn parallel teste ich auf dem Duftstreifen und da gefällt mir Citrus Paradisi viel besser. Sehr frisch und männlich kommt der Duft daher ohne schweißige Note.

Citrus Paradisi ist ein sehr eleganter und frischer Duft für heiße Sommertage. Ich kann ihn mir besser an einem Mann vorstellen, doch sicherlich ist er auch für Frauen interessant. Für mich leider nicht, denn ich hatte bisher bei Czech & Speake kein Glück. Sowohl Cuba als auch Citrus Paradisi entwickeln sich auf meiner Haut alles andere als schön. Schade! Ich habe auch keine Idee, woran es liegen könnte. Wie geht es euch damit? Stehe ich allein auf weiter Flur? Welche Erfahrung habt ihre mit den Düften aus diesem Hause gemacht?

Harmen

Als großer Freund zitrischer Noten bin ich natürlich gespannt, welche Köstlichkeiten die vollmundige Ankündigung „Citrus Paradisi“ für mich bereithält. Übrigens ist „Citrus paradisi“ die lateinische Bezeichnung der Grapefruit, die zu Deutsch wohl selten auch Paradiesapfel genannt wird. Der kürzlich besprochene Duft „Cuba“ von Czech & Speake war sicherlich eine Entdeckung mit seinen minzigen und zitrischen Kopfnoten. Umso gespannter bin ich, ob sich der hier vorliegende Duft in die Riege meiner Sommerdüfte 2011 einreihen kann. Vielversprechend klingen die Duftnoten allemal:

Kopfnote: Grapefruit; Herznote: Koriander, Pfeffer; Basisnote: Patchouli, Eichenmoos

Auf dem Duftstreifen begeistert mich sofort die Klarheit und Einfachheit des Dufts. Zuerst begegnet man einer typischen Grapefruit mit ihrer bitteren Frische. Recht schnell kommt eine Würze und Pfeffrigkeit hinzu, die mich an Kardamom denken lässt, aber wie angegeben dem Koriander zuzuschreiben ist. Von Patchouli und Eichenmoos keine Spur.

Auf der Haut aber kommt mir Patchouli gleich als Erster entgegen. Im Verein mit Eichenmoos bringt der Duft eine größere Schwere mit als auf dem Duftstreifen und nimmt eine leichte, aber unerwartete Wendung ins Süßliche. Ein bisschen ärgert mich mal wieder meine Hautchemie. Auf dem Duftstreifen ein ganz hervorragender Duft, der mich ausgesprochen begeistert, auf meiner Haut hingegen wird er für meinen Geschmack etwas zu würzig, aber was soll ich machen? Kennt von Euch jemand Tipps und Tricks, die Hautchemie zu überlisten, vielleicht mit einem bestimmten Duschgel?

Allen Freunden von Hesperiden sei „Citrus Paradisi“ wärmstens anbefohlen, für Männlein wie Weiblein tragbar und wirklich eine frische Komposition, die ich mir gut für einen Tag vorstellen könnte, an dem es stark Richtung 40°C geht. Ich bin gespannt, wer ihn kennt und welche Erfahrungen Ihr mit ihm gemacht habt.

Es grüßt frisch aus der Hautchemie
Harmen

Bildquellen: Grapefruit by Myrone Delacruz, on Flickr, Citrus paradisi von Aleph, Grapefruit Splash von John Steven Fernandez – via Wikimedia Commons, some rights reserved, vielen Dank!

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Our summer draw goes into extra time!
Unser Sommergewinnspiel geht in die Verlängerung!
New friends, new luck – summer draw on Facebook [Update]


Letzte Erinnerung an unser Frühlingsgewinnspiel!

Geschrieben in Kosmetik am 26.04.2011

Hallo zusammen,
wie bereits hier und hier angekündigt läuft unser Frühlingsgewinnspiel noch bis zum 30.04. Wer also einen der tollen Preise gewinnen möchte, sollte sich beeilen. Die Teilnahme ist ganz einfach: In das Kundenkonto einloggen und eine oder mehrere Kundenbewertungen zu unseren Produkten schreiben. Wir schalten Eure Bewertung dann frei – und Ihr habt damit automatisch teilgenommen. Wir freuen uns auf Eure Meinung!

Der 1. Preis: Ein 100ml-Flakon Amouage Reflection for Man.

Der 2. Preis: Ein 50ml-Flakon Amouage Ciel for Woman.

Der 3. Preis: Ein 50ml-Flakon Amouage Lyric for Woman.

Der 4. Preis: Ein 100ml-Flakon Villoresi Teint de Neige.

Der 5. Preis: Eine Duftkerze Aqua Universalis aus dem Hause Maison F. Kurkdjian.

Der 6. Preis: Eine Duftkerze Un Zest de Rose aus dem Hause Les Parfums de Rosine.

Der 7. Preis: Eine Soothing Hand Lotion von Molton Brown in der brandneuen, demnächst erscheinenden frühlingshaften Duftrichtung Pettigree Dew.

Viel Glück wünscht
Euer Aus Liebe zum Duft – Team

Bildquelle: Black windup alarm clock von Sun Ladder – via Wikimedia Commons

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Frühlingsverlosung – Die Gewinner.
Freitagsverlosung.
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Neuer Wind Teil 4.

Geschrieben in Ankündigungen am 26.04.2011

Heute schließen wir ab mit den Neuigkeiten, erstmal ;) Es sind schon wieder soo viele Neuveröffentlichungen dazugekommen, man weiß schon gar nicht mehr wo einem der Kopf steht… Bei mir zumindest sind wieder zig Begehrlichkeiten geweckt und ich hoffe, das ich auch nichts zu testen vergesse…

Aber weiter im Text: Grossmith, die wiederbelebten Engländer, über die ich neulich berichtete – siehe hier und hier -, lassen ihren drei bisherigen Düften flugs einen vierten folgen: Betrothal genannt, ist ebenfalls eine Neuauflage, und zwar von einem Duft, der ursprünglich zur Verlobung von Queen Mary 1893 erdacht wurde. Jene alte Rezeptur wurde überarbeitet und natürlich, wie soll es anders sein in diesem Jahr, Betrothal genannt, Verlobung. Gerne hätte man es auch Kate Middleton gewidmet, der Palast lehnte aber wohl dankend ab. Nicht schlimm, Waity-Katie ist dann eben schon mit Floris’ Wedding Bouquet versorgt, uns muss ja auch noch was bleiben… Die Ingredienzen: Zitrone, Jasmin, Ylang-Ylang, Vetiver, Neroli, Vanille, Hölzer. Und limitiert wird er wohl sein.

Meine Lieblinge von Humiecki & Graef lancieren endlich, endlich wieder einen neuen Duft: Blask ist sein Name und er ist dem Begriff des Vertrauens gewidmet. Für beiderlei Geschlechter geeignet und beiden gewidmet steht das polnische Wort Blask für die Idee von Ehrlichkeit, Größe und Intelligenz – so übersetze ich „Brightness & Grandeur“. Bei Cafleurebon gibt es bereits eine Rezension – ein Oud-Duft ist es wohl, aber ein besonderer… Kein Zufall bei der Firma und den Parfumeuren – es wurden wieder Les Christophs bemüht (Christophe Laudamiel und Christoph Hornetz), die wahrscheinlich in altbewährter Manier gebrieft wurden: Mit Bildern, Fotografien. So entstanden nämlich bisher alle Düfte. Ich kann es wirklich nicht erwarten den Duft zu testen!

Ein ziemlich verrücktes und ehrlicherweise auch ziemlich unerschwingliches Projekt ist das des Designers Mark Atlan. Freischaffend arbeitete er bereits für alles Mögliche mit Rang und Namen, unter anderem Tom Ford, Prada, Comme des Garçons, Yves Saint Laurent, James Perse, Christian Dior, Oliver Stone, Philippe Starck sowie viele andere und heimste mit seinen Arbeiten diverse Preise ein. Nun hat er sich ein olfaktorisches Denkmal gesetzt, und was für eines: Petite Mort (Parfum d’une Femme) – Infos via Fragrantica.

„Inspired directly by the only bodily fluid secreted solely through desire and brain chemistry, Petite Mort™ (Parfum d’une Femme) embodies the elusive substance that is created by a woman when she is about to climax. Petite mort, little death, total release; beyond a scent, more like a convulsion of the senses, like a hot, gasping breath that penetrates your memories and alters your subconscious.“

Das hört sich für mich schon fast nach État Libre d’Orange mit ihrem Blut-Schweiß-und-Sperma-Klassiker Sécrétions Magnifiques an, quasi eine “Pour Elle”-Variante davon… Und so ähnlich ist es ja offensichtlich auch gemeint. Nur, meine Damen und Herren, die Nase dahinter ist niemand geringeres als der ubiquitäre Bertrand Duchaufour (über den man im übrigen gerade munkelt, dass er in Zukunft für Jean-Claude Ellenas Firma The Different Company tätig werden soll):

„Bertrand Duchaufour (in collaboration with Art et Parfum) is the “nose” whose talent was able to distill this ultimate human extract into a scent. Petite Mort’s fragrance exudes an animal carnality with salty hints of sweat and urea. Amongst other ingredients, Duchaufour incorporated Sulfurol which evokes warm milk, a scent that is interpreted by the human brain as the closest thing to the smell of skin. According to the perfumer, certain subtle ingredients in the perfume are discriminatory, and these notes will not be perceived by everyone. He also describes Petite Mort as “aphrodisiacally compelling”.“

Orgasmus, der kleine Tod, warme Milch, zuckende Nerven, Schweiß und Urin… Nun, testen würde ich ja sowas von gerne. Der kleine Haken: Der Duft ist limitiert auf welweit 100 Flaschen, besondere Flaschen natürlich (aus dem luxuriösen französischen Haus Verreries Pochet), und deshalb kostet er auch die bescheidene Summe von 1000 Dollar, exklusive Versand selbstredend. Nähere Infos und Bestellmöglichkeit findet ihr hier auf der Webseite zum Parfum.

Wirklich sehenswert sind die Werke unterschiedlicher Künstler, die Atlan um einen kurzen Beitrag, einen Gedanken, einen geistigen Erguss in diesem Zusammenhang bat – wie sie sich sein Konzept vorstellen, wie sie es auffassen. Unterschiedlichste Designer, Künstler, Couturiers und Fotografen haben sich beteiligt, so zum Beispiel Max Vadukal, Antoine + Manuel, Christian Ghion, Ellen Jong, Wolfgang Joop und andere – zu finden hier.

Shaping Room, jene kleine amerikanische Firma, die es schaffte, große Namen wie Sophia Grojsman, Christophe Laudamiel und Alberto Morillas zu verpflichten und mit ihren Düften Connaisseurs wie zum Beispiel Turin und Burr weltweit ins Schwärmen zu bringen, ist laut Fragrantica ebenfalls für Neues gut: Zuallererst hat die Firma den Chef gewechselt – Nobi Shioya ist gegangen, Carlos Kusubayashi ist gekommen. Und hat gleich ein neues Label gegründet: A Lab on Fire. Unter diesem Namen werden wohl einige der Düfte (die folgenden?) vertrieben. In jedem Falle gibt es aber gleich einen neuen Duft, für den man nach eigener Angabe Kusubayashis zwar keinen Namen hat – “The name of the perfume doesn’t exist, but I know it’s a problem. So we decided to call it ‘L’Anonyme ou OP-1475-A’. The latter part is the reference number at our supplier. ‘OP’ apparently indicates the perfumer.” Dafür konnte man aber mal wieder einen wirklichen Meister unter Vertrag nehmen – Olivier Polge, bekannt von Düften wie Bulgari Eau Parfumée au Thé Rouge, Arbeiten für Burberry, Balenicaga, Only the Brave für Diesel, Homme und Pure Poison für Christian Dior, etliche Parfums für Viktor & Rolf (u.a. in Zusammenarbeit Flowerbomb), Guerlains Cuir Beluga, diverse Düfte für Armani und so weiter und so fort. Die Ingredienzen: Bergamotte, Geranium, Hölzer, Ambra, Wildleder. Der Stil wird als „spirituell und minimalistisch“ beschreiben, letzteres trifft auch auf den Preis zu: Der Duft wird für 15 Dollar plus Versand in der 15ml-Größe verkauft. Das reizt nun wirklich zum Blindkauf, oder? Erhältlich bald über die Webseite oder über Colette.

So. Puh, geschafft. Mal wieder eine Woche Neues. Was waren oder sind denn Eure Favoriten, die potentiellen? Was lässt Euch mit den Hufen scharren?

Liebe Grüße und einen guten Start in die (verkürzte) Woche,

Eure Ulrike.

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Neuheiten – Update…
Freitagsverlosung.
Weihnachts- äh… Freitagsverlosung.


Fröhliche Ostern…

Geschrieben in Allgemein am 22.04.2011

… wünschen wir Euch, und zwar mit einem gar vergnüglichen Gedicht von Kurt Tucholsky:

Da seht aufs neue dieses alte Wunder:
Der Osterhase kakelt wie ein Huhn
und fabriziert dort unter dem Holunder
ein Ei und noch ein Ei und hat zu tun.
Und auch der Mensch reckt frohbewegt die Glieder –
er zählt die Kinderchens: eins, zwei und drei …
Ja, was errötet denn die Gattin wieder?
Ei, ei, ei
ei, ei
ei!
Der fleißige Kaufherr aber packt die Ware
ins pappne Ei zum besseren Konsum:
Ein seidnes Schupftuch, Nadeln für die Haare,
die Glitzerbrosche und das Riechparfum.
Das junge Volk, so Mädchen wie die Knaben,
sucht die voll Sinn versteckte Leckerei.
Man ruft beglückt, wenn sies gefunden haben:
Ei, ei, ei
ei, ei
ei!
Und Hans und Lene steckens in die Jacke,
das liebe Osterei – wen freut es nicht?
Glatt, wohlfeil, etwas süßlich im Geschmacke,
und ohne jedes innre Gleichgewicht.
Die deutsche Politik… Was wollt ich sagen?
Bei uns zu Lande ist das einerlei –
und kurz und gut: Verderbt euch nicht den Magen!
Vergnügtes Fest! Vergnügtes Osterei!

Schöne und besinnliche Tage im Kreise Eurer Lieben wünschen wir Euch samt hoffentlich tollem Wetter und viel Freude mit dem einen oder anderen vielleicht gar duftenden Geschenk!

Liebe Grüße,

Eure Ulrike, stellvertretend für das AusLiebezumDuft-Team.

Bildquelle: Osterpostkarte aus den 20ern via Wiki Commons, some rights reserved – vielen lieben Dank!

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Freitagsverlosung zu Ostern.
Schöne Ostern! Oder: die Erstmilch machts
Es weihnachtet…


Freitagsverlosung

Geschrieben in Allgemein am 22.04.2011

Hallo Ihr Lieben,

wie jede Woche so auch diesen Freitag unsere Freitagsverlosung: Fünf Probenpakete möchten sich auf den Weg machen – wer eines empfangen möchte, schreibt uns bis Sonntag 24.00 eine Mail an info@ausliebezumduft.de und nennt uns neben Namen und Adresse einen Duft, den wir diese Woche hier im Blog rezensiert haben. Viel Glück!

In der letzten Woche haben gewonnen: Bärbel B., Anna W., Kevin B., Marlon T., Alecandra A., – herzlichen Glückwunsch und viel Freude beim Testen!

Liebe Grüße und sonnige Ostertage

wünscht euch

Euer duftes Team

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Freitagsverlosung.
Freitagsverlosung.
Freitagsverlosung


Neuer Wind Teil 3.

Geschrieben in Ankündigungen am 21.04.2011

Nachdem ich die letzten Tage schon mit etlichen, vornehmlich aus Frankreich stammenden olfaktorischen Neuigkeiten aufwartete, ist nun heute Schluss mit den Franzosen – fast. Einen hab ich noch: État Libre d’Orange. Die Herren sind fleißig, meine Güte. Und der neue Duft gewohnt – provokant – im Juni soll er erscheinen und hört auf den hübschen Namen Philippine Houseboy, „Son of God and Citrus“. Kaum zu glauben, dass er unisex sein soll, der Duft. Viel eher passt da das etwas kryptisch anmutende Gerede von einer „erotischen Vision“, das ÉldO in ihrem Blog verbreiten, wo auch zu lesen ist, dass sie sich schon mental auf den Duft einstimmen mit einer Wächter-Totemfigur/Pfahl (?) in ihrem Shop… siehe hier. Ralf Schwieger ist in jedem Fall der Parfumeur hinter Philippine Houseboy – seine erste Kooperation mit dem Haus, die sicher verspricht spannend zu werden, ist Ralf Schwieger doch unter anderem der Parfumeur von Orange Sanguine von Atelier Cologne, Hermès Parfum des Merveilles sowie Eau des Merveilles und Lipstick Rose für Frédéric Malle sind ebenfalls von ihm genauso wie Yves Saint Laurents Baby Doll.

Jetzt soll uns unser Weg aber nach Italien führen: Eau d’Italie lancieren demnächst ihren achten Duft, genannt Jardin du Poète, der Garten des Dichters. Welch ein schöner Name, meine Damen und Herren – und was für ein toller Parfumeur: Es ist, mal wieder, Herr Duchaufour, der sich zu diesem Duft von den Schönheiten Siziliens inspirieren ließ:

„The inspiration for this fragrance is a tale from the bygone era, when nations were ruled by poets, and poets were sacred to Apollo. In those days, Sicily was a Greek colony, Syracuse was a fragrant court and its gardens vibrated with the scent of citrus orchards and rows of aromatic plants. Thus „Jardin du Poète“, the poet’s garden, a luminous fragrance to evoke Sicily and all things Sicilian.“

Eine Hommage an Sizilien – und wie bei Herrn Tauers letztem Duft Zeta, der Lindenblüte gewidmet – Rezension siehe hier -, kommt hier erneut die Stadt Syrakus ins Spiel, die für ihre Zitrusfrüchte berühmt ist. Nicht weiter verwunderlich sind deshalb die Ingredienzen: Kopfnote: Bitterorange, Grapefruit, Basilikum; Herznote: Angelika, Immortelle; rosa Pfeffer; Basisnote: Zypresse, Vetiver, Moschus. Zwei Jahre Entwicklungszeit hat der Duft wohl gebraucht – ich bin neugierig, was daraus entstanden ist!

Dr. Silvio Levi, der Mann hinter Calé Fragranze d’Autore, beschert uns gleich zwei neue Düfte, mit denen er seine schöne Kollektion erweitert – Fulgor und Roboris. Die Inspiration für beide Düfte war die Wüste beziehungsweise ein Eindruck derselben, den Levi folgendermaßen schildert – siehe Sandra Raicevic Petrovics Bericht der soeben vergangenen Mailänder Duftmesse Esxence für Fragrantica:

„The clouds started to accumulate on the clear sky; there was a hint of heavy rains and electricity in the air. Then goes down the thunder, the lightning shot through, and everything has become too big and powerful. A great and unstoppable force broke the seemingly eternal peace, and in just a couple of moments the desert was flooded by rain.“

Ein Regenguss über der Wüste, infernalisches Gewitter, Naturgewalt – jene Impression durften zwei Parfumeure umsetzen, die, jeder auf seine Art: Fulgor, auf deutsch: Licht oder Strahlen, Funkeln, ist logischerweise der hellere von beiden, entstammt der Phiole von Maurizio Cerizza und steht für die Phase vor dem Sturm, jenes Flirrende in der Luft, die Hektik der Wolken. Seine Ingredienzen: Mandarine, schwarze Johannisbeere, Feigenblätter, Safran, Narzisse, Magnolie, Patchouli, Ambra, Weihrauch. Roboris, die dunklere Interpretation, die die Wüstenerde nach dem Gewitter einfangen soll samt ihrer Wassertrunkenheit, ihrer Dämpfigkeit, stammt von Mark Buxton. Roboris – von lateinisch robur = Kraft, Stärke – wird als orientalisch-holzig beschrieben und weist folgende Ingredienzen auf: Veilchenblätter, Rhabarber, Wicke, Jasmin, Kaktus, Vetiver, Sandelholz, Zedernholz, Ambra und Tonkabohne. Überaus spannend, das Duo, findet Ihr nicht?

Darüber hinaus wird es eine neue Reihe namens Calé Les Concentres geben, in der sich einige der bereits bekannten Düfte in stärkerer Konzentration tummeln werden.

Silvana Casoli von Il Profumo bereichert ihre Linie gleich um drei neue Düfte: Chocolat Bambola, Osè und Profumo d’Italia. Schokoduft-Fans ist Il Profumo ja ohnehin sicher schon ein Begriff – einige wirklich schöne Exemplare lassen sich dort nämlich finden. Chocolat Bambola dürfte jetzt ein weiteres solches sein – Schokolade, garniert mit tropischen Blüten und Früchten so hieß es. Osè huldigt in einer Form dem Weiblichen und soll sowohl skinnig als auch verführerisch feminin sein, hautnah, aber doch betörend – eine Wirkung, die von Blüten, Puder und zarten Früchten erzeugt wird. Profumo d’Italia huldigt – Italien, ganz klar, und trägt auch eine hübsche italienische Flagge auf dem Flakon.

Und auch Profumi del Forte lassen sich nicht lumpen: 150 heißt er, der Neue, und ist ebenfalls eine Hommage an Bella Italia, Italien, das dieses Jahr seinen 150. Geburtstag feiert. Auch 150 kommt im smarten Dresscode, sprich: im üblichen Turm-Flakon, aber mit Flagge verziert. Näheres zu diesen Düften, die eben erst vorgestellt wurden, so bald wie möglich.

Nach Ostern folgt dann der letzte Teil unserer Neuigkeiten-Serie – bis dahin alles Gute und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Neuheiten – Update…
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Neuer Wind Teil 2.

Geschrieben in Ankündigungen am 20.04.2011

Nach unserem gestrigen Neuigkeitenartikel geht es heute vorerst nochmals weiter mit Neuigkeiten aus Frankreich.

Gérald Ghislain von Histoires de Parfums hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Zusammen mit Magali Sénéquier, mit der er Hand in Hand seit den Anfangszeiten seines Hauses zusammenarbeitet, ruft er „The Scent of Departure“ ins Leben:

„Who hasn’t dreamt of capturing the scents of a trip and bringing them back home? The Scent of Departure fragrances capture the essence and spirit of the world’s most vibrant cities in an olfactory memento. Voyage from one city to another, fragrance by fragrance. One City, One Perfume. Duty Free And Travel Retail Exclusive. Collect Them All!“

Ein bisschen an LeLabos städteexklusive Düfte erinnernd wollen nun Histoires de Parfums ihre Düfte zusammen mit den Flughafen-Duty-Free-Shops unters Volk bringen und zwar in ausgesuchten Städten mit jeweils individuellen Düften. Das kreative Projekt wendet sich auch und gerade an Kunden und Liebhaber: Diese sind zur Mitarbeit aufgerufen. Und zwar können sie sich auf der Homepage per Mail an Histoires de Parfums wenden und die Städte (mit internationalem Flughafen) nennen, die sie gerne olfaktorisch verwirklicht sehen oder besser riechen möchten. Dazu können sie sich am Design der Flakons und Etiketten beteiligen, indem sie zu den Städten ihre persönlichen Wahrzeichen nennen, das, was für sie diese Städte ausmacht.

Es gibt wohl schon einige Düfte, nämlich ganze fünf Stück:

Munich/MUC (München): An ode to the Munich gentle way of life, in a crisp, refreshing and green scent. Like drinking iced lemon tea on a picnic in the Englischer Garten, lying on a luxurious floral bed under blooming lilacs. A scent for lazy sunny days to savour from Nymphenburg palace to Kleinhesseloher See.

Vienna/VIE (Wien): A walk from the peaceful Danube – banks full of enchanting scents of fresh mint, cut grass and water flowers – to an outdoor breakfast in the Palace garden of Belvedere. Enjoy the garden’s baroque atmosphere and the gourmand scents of Wien’s pastries, delicious with their gourmand notes of vanilla, liquorice, chocolate and coffee. A blend of scents, bewitching like a Strauss waltz at Schönbrunn Palace.

Istanbul/IST: Immersed in the vibrant, breath-taking Istanbul Grand Bazaar and its clouds of scents: grapefruit, bergamot, elemi, pink pepper and sweet spices. Indulged by a rose Turkish delight with the subtle litchi and raspberry notes at the fabulous Topkapi Palace. At nightfall, be swept away with the whirling dervishes of the Blue Mosque, in a soft oriental wind of sandalwood, cinnamon and musk.

Budapest/BUD: Soft and spicy all at once, the essence of Budapest, “Pearl of the Danube”. A majestic and contemplative cruise between Buda Castle and Gellert Hill, transported by a powdery wind of paprika spice. The fragrance of a soft soothing nightfall in Budapest.

Frankfurt/FRA: Fruity, sparkling, and joyful with an apple twist like an Ebbelwei savoured on the typical Römerberg place. The fresh, lively and airy fragrance of a walk along Frankfurt Main riversides surrounded by magnolia and white flowers blend with the soft woody forest scents of Frankfurter Stadtwald.

Besonders gut gefällt mir ja hier der „Ebbelwei“ oder auch Äppelwoi, Apfelwein, bei uns Schwaben „Moscht“ – für Franzosen sicher ein vollkommen absurdes Wort ;) Ich finde ja, dass sich die Düftchen durchaus testenswert lesen. Das Design in Form von Boardingpässen ist auch witzig und in Anbetracht des Preises kann ich mich dessen nicht erwehren, dass ich gerade schon überlege, wer aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis demnächst wohin fliegt… 50ml für unschlagbare 29 Euro – da ist durchaus auch ein Blindkauf drin.

Nez à Nez hatten mich ja letztes Jahr schon mit ihrem kinky Hiroshima Mon Amour betört (Rezension siehe hier), deshalb lässt mich die Aussicht auf einen neuen Duft doch ein wenig hibbeln: Immortelle Marylin heißt er und wurde ebenfalls gerade auf der Mailänder Esxence vorgestellt in einem schneeweißen Flakon mit einem doppelt getuschten Augenaufschlag – einer gezeichneten Abbildung eines geschminkten Frauenauges. Wem er gewidmet ist, dürfte niemand Rätsel aufgeben: Natürlich Marylin Monroe, jener legendären Filmikone. Die Duftnoten: Haselnuss, Himbeere, Iris, Muskat, Leder, Ylang-Ylang, Moschus, Ambroxan, Hölzer. Hört sich sehr lecker an, ganz abgesehen davon, dass Düfte mit schönen Nuss- oder auch Haselnussnoten sehr selten sind.

Die Pariser von MyMemo haben ebenfalls eine neue Lancierung zu bieten – zu einem Thema, das dem einen oder anderen von Euch ein Gähnen ins Gesicht zaubern dürfte: Oud. Shams heißt der Duft und trägt den Untertitel „An oud in the house of the sun.“ Aufklärung gefällig? Bitte sehr:

„Shams means “sun” in Arabic. Legend has it that the persian god mithras climbed into his gold-covered chariot at dawn and whipped his horses forward to pull the sun across the sky until dusk. But at nightfall, on the verge of disappearing from the horizon, the sun was swallowed by a man, only to return to life at dawn… The sun makes our hearts swell in a hand-to-hand combat of pepper, ginger and saffron. It dazzles with a thousand desires and gives us power over the days and hours. Everyone gets lost in its scintillating, unreal brightness. Intoxicated with warmth, it accelerates our stride and consumes us in its passion. The only guide in the house of the sun is the haunting music of Oud, its main chords of Tonka bean, its dreams of wood and its promises of glorious love.“

Ich bin ja im Gegensatz zu dem einen oder anderen von Euch noch lange nicht von Oudüberdruss geschlagen, deshalb bin ich durchaus sehr testwillig. Vor allem auch, weil mir bei einem Blick auf die Webseite aufgefallen ist, dass mir schon der letzte Duft der Firma testtechnisch durch die Lappen gegangen ist, obgleich er mir sehr ins Auge gestochen war: Moon Safari, „the leather side of Vetiver“. Das muss nachgeholt werden. Hat wer schon getestet?

Liebe Grüße und bis morgen,

Eure Ulrike.

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