Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Welche Farbe steht mir eigentlich?

Geschrieben in Wissenswertes am 30.06.2010

Immer wieder hört man von Winter- und Sommer-Typen. Aber kaum jemand weiß, was hinter dieser schematischen Einteilung der Hautpigmentierung steckt. Oder sind alle Farb-Vorgaben eh längst überholt, und es gilt: Was gefällt, sieht auch gut aus?

Eine Kollegin fragte mich unlängst um Rat, denn Sie wolle gerne mal eine neue Haarfarbe ausprobieren – hatte aber Angst, statt in den richtigen Farbtopf eher ins Fettnäpfchen zu fallen. Denn leider sieht tatsächlich nicht jedes Haar an jeder Haut gut aus.

Die Erklärung liegt an der genetisch bestimmten Pigmentierung des Teints – sie regelt die Grundrichtung des Farbtyps. Je nachdem, welcher Anteil überwiegt, erscheint der Hautton eher wärmer oder kühler. Viel Karotin, also gelbes Pigment, sorgt für einen goldenen, elfenbeinfarbenen Teint. Mehr blaues Pigment, Melanin, sorgt für eine bläulich-rosig kühltonige Farbe. Der Schweizer Maler und Kunstpädagoge Johnannes Itten formulierte in den 1920’er Jahren seine Farbtypenlehre, in der er die Wirkung von Farben in unterschiedlicher Umgebung analysierte. Dabei entdeckte er, dass manche Farben besser oder eben schlechter mit anderen Nuancen harmonieren. Itten nannte das den „Simultankontrast“.

Um das zu verstehen, muss man nur einmal für ein paar Minuten auf eine monochrome, einfarbige Fläche blicken. Ist die Fläche zum Beispiel Rot, erscheint nach einiger Zeit vor Augen ein grünes Flimmern, das ist die Komplementärfarbe. Diese Beobachtung lässt sich nun übersetzen in die Welt der Schönheit: Denn wie gesagt hat jede Haut einen eigenen Farbton. Schimmert der Teint zum Beispiel leicht bläulich (viel Melanin), so könnte ein orangefarbenes Shirt oder ein orangestichiger Lippenstift auf dem Gesicht einen bläulichen Simultankontrast erzeugen. Dadurch wirkt die Haut müde und fahl, gerötete Unreinheiten treten optisch in den Vordergrund und sogar Falten fallen mehr auf. Gegen-Beispiel: Eine Frau mit warmem, goldenem Hautton trägt starkes Violett: Der Simultankontrast hüllt den Teint in einen gelblichen Schleier und das Gesicht wirkt ungesund, büßt an Ausstrahlung ein. Daher leitet sich ein gewisses Zusammenspiel zwischen Hautton und Kleidung, bzw. Make-up ab. Man kann seine Attraktivität also mit kleinen Farb-Tricks maßgeblich steuern. Allerdings unterscheidet Itten nicht nur nach den zwei Hauttonarten – kühl und warm – sondern auch noch nach deren Intensität. So entwickelte sich das Prinzip der Farbtypen, benannt nach den vier Jahreszeiten – von warm nach kalt: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Der Frühlingstyp

… Dies ist der in Mitteldeutschland und in allen nordischen und östlichen Ländern Europas und den USA am weitesten verbreitete Hautton. Blondes bis aschblondes Naturhaar, bis hin zu rotblond. Der Teint: Eher blass, gelbstichig, neigt zu Sommersprossen und reagiert UV-empfindlich, im Sommer maximal goldbraun getönt. Die Augenfarben können sehr verschieden sein, von Grün über Blau bis Goldbraun.

Das steht Ihnen: Helle, warme und vor allem frische Farben wie Orange, Lindgrün, Blattgrün, Lachs, Apricot, Koralle, Beige, Kamel. Besonders schön als Make-up auf den Augen: Warme Goldtöne. Auf den Lippen sind leuchtende, klare Rottöne ideal wie Tomatenrot. Aber bitte immer ohne bläulichen Anteil, wie zum Beispiel Bordeaux-Rot.

Davon sollten Sie Abstand nehmen: dunkle Farben, schwarz. Kalte Farbtöne lassen den Teint blass und müde erscheinen. Dunkles Tannengrün, Pink oder erdiges Braun sollten Sie ebenfalls vermeiden.

Prominente Frühlingstypen: Renée Zellweger, Nicole Kidman, Gwyneth Paltrow, Michelle Pfeifer, Jane Seymour

Der Sommertyp

… kommt ursprünglich vor allem in Norddeutschland häufig vor. Die Haare sind meistens aschblond oder bräunlich. UV-Licht rötet Ihren Teint schnell und sie neigen zu Sonnenbrand. Die Augen sind meist graublau, aquagrün oder petrolfarben. Ihre Haut wirkt leicht durchscheinend, rosa oder gelblich-beige.

Das steht Ihnen: blau-basierende, gedeckte und kühle Farben. Pudriges Rosé, Hellblau oder Mint sind wunderbare Lidschatten-Nuancen für Sie. Auf den Lippen darf es ruhig mal ein kräftiges Bordeaux sein, Himbeere oder Fuchsienrot. Tabu sind Rottöne mit Orange darin, sie rauben Ihrem Teint Ausstrahlung und Jugendlichkeit. Generell steht Ihnen alles pastellige besser zu Gesicht als knallige Leuchtfarben. Auf den Wangen ein frisches Rosa kann Wunder wirken, wenn Sie sich morgens im Spiegel als zu müde oder fahl empfinden.

Davon sollten Sie Abstand nehmen: Wie gesagt orangestichiges Rot, darüber hinaus sind Schwarz, reines Weiß (lässt älter wirken), gelb und gelbstichige Brauntöne ungeschickt für Sie.

Prominente Sommertypen: Sharon Stone, Cameron Diaz, Melanie Griffith, Dolly Parton, Heather Locklear

Der Herbsttyp

… ist so etwas wie der „Klassiker“ in Süddeutschland, Irland, sowie den südlichen Benelux-Ländern. Das Haar wird von einem Rotstich dominiert, zeigt sich aber oft auch in klassischem Dunkelbraun. Der Teint ist sehr blass und neigt zu Sommersprossen. In der Sonne bräunen Sie kaum. Die Augen sind Goldbraun, Bernstein, Braungrün oder Rehbraun.

Das steht Ihnen: Erdfarben und Farben, die sich hierzulande im echten „Herbst“ zeigen. Ideal sind alle Braun-Nuancen, von Schoko bis Rost. Dunkles Grün, Olive, gedecktes Orange und Beige. Auf den Lippen steht Ihnen dunkles Bordeaux hervorragend, Orange oder ein warmer Ziegel-Ton. Als Lidschatten empfehlen sich Champagner, warmes Gelb und Lachsrosa.

Davon sollten Sie Abstand nehmen: Kalte Töne sowie grelles, blaustichiges Pink. Nuancen wie Jade oder Seegrün sind zu kühl für Ihren Teint, ebenso Marine und Jeansblau.

Prominente Herbsttypen: Julia Roberts, Cindy Crawford, Jennifer Lopez, Sophia Loren

Der Wintertyp

… ist ebenfalls vor allem in Süddeutschland, Südeuropa, den USA und Asien beheimatet. Er hat fast immer schwarzes oder sehr dunkles braunes Haar, ein leuchtendes Augenweiß und bräunt sehr schnell. (Ausnahme: Der „Schneewittchen“-Typ. Er bräunt fast gar nicht und bleibt meistens blass.) Die Haut ist im Winter bläulich, im Sommer olivfarben und langanhaltend braun. Die Augenfarbe ist dunkelbraun, grün oder Schwarzbraun.

Das steht Ihnen: Kräftigende, leuchtende Farben wie Rot, Blaugrün, Royalblau, Indigo, Violett und Pink.

Wunderbar als Lidschattenfarbe eignet sich Türkis oder – wer es prägnanter mag – Violett, sowie Silber. Auf die Lippen gehört rubinrot, rosa oder Pink. Der Wintertyp ist außerdem so ziemlich der einzige, der mit Schwarz hervorragend zurecht kommt. Das gilt sowohl als Haarfarbe, Oberbekleidung aber auch (abends für die Party) auf den Lippen und als deutlich sichtbarer tiefschwarzer (und je nach Augenform ruhig etwas breiterer) Lidstrich.

Davon sollten Sie Abstand nehmen: Mischtöne wie Graublau, jedes Braun und alle pudrigen Pastell-Nunacen stehen Ihrem Typ nicht so gut. Ebenso können Sie auf Gelb und goldene Nuancen gut verzichten. Am schlechtesten steht Ihnen aber Orange – diese Farbe lässt Sie müde und abgespannt wirken.

Prominente Wintertypen: Catherine Zeta-Jones, Monica Belluci, Demi Moore

Aber zurück zu meiner Kollegin und ihrer Frage nach dem Haarefärbe-Wunsch. Denn eigentlich hat das Farbschema der Vier Jahreszeiten-Typen in unserer Zeit ein wenig an Relevanz verloren. Noch in den achtziger Jahren als einzig wahre Lösung von Mode- und Typberatern ausgegeben (und in unzähligen Büchern breitgetreten), hat sich der Blick heutzutage etwas gelockert. Erlaubt ist alles, was gefällt. Und da kann es nun mal passieren, dass ein Sommertyp sich am Liebsten ganz in schwarz kleidet und seine Haare umfärbt, weil sie den Effekt des Blassen, Strengen nun mal lieber mag, als in pudrigem Pastellblau charmant zu wirken. Gut aussehen kann die Frau dennoch. Allerdings kann es eben vorkommen, dass Sie sich morgens im Spiegel nicht so gefallen, und Sie sich bewusst eben doch für eine Farbe entscheiden, die Ihrem Typ gerecht wird – und voilà, auf einmal finden Sie die andere da im Spiegel wieder toller und hübscher. Außerdem hat man gelernt, dass der Simultankontrats umso stärker auftritt, desto näher die Störfarbe am Gesicht ist. Tiefschwarz gefärbtes Haar oder eine schwarze Bluse kann an einem Frühlingstyp absolut „daneben“ aussehen, ein schwarzer rock dagegen schon wieder super. Denn er wirkt sich optisch weniger stark auf den Teint aus, da er ja (logisch) weiter vom Gesicht entfernt ist. Wer also wie meine Kollegin seinen Typ z.B. mittels einer neuen Haarfarbe verändern möchte, sollte sich zuerst überlegen, welchen Effekt er (jaja, oder: sie) damit erzielen möchte – mehr Strenge oder mehr Charme – und sich dann für oder eben gezielt gegen eine für ihn (sie) harmonische Farbe entscheiden. Der schlichtweg beste Tipp wird aber immer sein, bevor man sich die Haare färbt: Besorgen Sie sich eine Bluse oder ein T-Shirt in dem gewünschten Farbton, den die Haare demnächst bekommen sollen, und tragen sie so die Nuance – direkt neben dem Gesicht – erstmal Probe. So werden sie ganz schnell feststellen, wie wohl Sie sich fühlen. Und dann erst ab zum Friseur…

Ihr Constantin Herrmann.

Bildquelle: Renee Zellweger von David Shankbone, Cameron Diaz von Angela George, Jennifer Lopez von Steve Bott und Monica Bellucci von Manfred Werner – alle via Wikimedia Commons. Some rights reserved. Vielen lieben Dank!

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Beim ersten Mal tat’s noch weh…

Geschrieben in Chypre,Duft,Fruchtiges am 29.06.2010

schnulzte Stefan Waggershausen im Jahre 1990 zusammen mit der französisch-belgischen Karibikperle Viktor Lazlo ins Mikrofon. Erinnert Ihr Euch? Eines der ganz großen Meisterwerke der deutschen Musik. ;-)

Nun, in meinem Fall hier kann ich das Schmerzbekunden nicht bestätigen, obwohl es sich um mein erstes Mal handelt. Beim Schreiben diese Artikels hatte ich weder körperliche noch seelische Schmerzen, auch keine Phantomschmerzen, ja noch nicht einmal der Weltschmerz hat mich heimgesucht. Und so hoffe ich, dass auch Ihr beim lesenden Verkosten dieses Artikels gänzlich indolent bleibt, es Euch noch nicht einmal ein klitzekleines bisschen in der Seele weh tut.

So sei es nun! Hier kommt meine erste Duftrezension:

Thema meines Erstlingswerkes soll die in letzter Zeit hier im Blog bereits öfters erwähnte Roudnitska’sche Ode an die Frau Gemahlin sein – Le Parfum de Thérèse. Die Geschichte dahinter dürfte hinlänglich bekannt sein und soll deshalb hier nur am Rande Erwähnung finden. Edmond Roudnitska, seines Zeichens Parfumeur von Weltklasseformat, kreierte Mitte der 1950er Jahre einen Duft für seine Frau Thérèse. Dieser sollte über 40 Jahre lang nur ihr vorbehalten sein, nur von ihr getragen werden. Erst nach Edmond Roudnitskas Tod erlaubten die Witwe und ihr Sohn (der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Michel ist ebenfalls ein berühmter Parfumeur) dem renommierten Frédéric Malle, den Exklusivduft unter dem Namen ‚Le Parfum de Thérèse’ auf den Markt zu bringen.

Mit dieser romantischen Geschichte im Hinterkopf gehe ich nun gespannt in die Dufttestung. Laut Frédéric Malle erwartet mich ein Parfum, welches „hell, komplex und unglaublich modern“ sein soll; ein fruchtiger Chypre mit satten, überreifen Früchten, namentlich Pflaume und Melone, einem Bouquet aus sinnlicher Rose und Jasmin, gelagert auf einer holzig-ledrigen Basis. Soweit, so gut!

Frisch aufgesprüht offenbaren sich Gewürznoten; ganz deutlich Pfeffer, Muskatnuss vermeine ich wahrzunehmen, im Hintergrund schwirren subtil ein paar Hesperiden umher. Aquatisch-fruchtige Tendenzen zeigen sich, die wohl von der Melone herrühren. Keine derb-süße Honigmelonenfruchtigkeit, sondern viel eher eine ebenso dezente wie authentische Wassermelone. Herrn Malles Prophezeiung von üppig-überreifen Früchten sehe ich hier nicht, dafür sind die Noten von Melone und Pflaume viel zu zart: eine wässrig-leichte Fruchtsüße mit säuerlichen Anklängen, die sich mit der immer noch deutlich wahrnehmbaren Pfefferschärfe auf ein pikantes Stelldichein einlässt. Zu diesen tritt ein weiterer Geselle hinzu: Jasmin, welcher sich für seine Verhältnisse in vornehmer Zurückhaltung übt. Mit diesem gewinnt der Duft an Raum, bleibt aber insgesamt eher hautnah. Eine eher dunkel-fruchtige Rose betritt die Bühne, die beinahe seifige Noten mit ins Spiel bringt. Es entwickelt sich eine fruchtig-säuerliche Süße, insgesamt bleibt der Duft aber eher im herberen Milieu. Im Hintergrund sorgt Pfeffer für eine stetige würzig-trockene Schärfe, die sich in der Basis mit Holznoten und leicht rauchig-krautigem Vetiver vereint. Leder kann ich nicht explizit herausschnuppern, zu sehr verschmelzen die einzelnen Duftnoten miteinander. Leider entwickelt sich der Duft auf meiner Haut ganz und gar nicht vorteilhaft, kippt extrem ins Säuerlich-Schweißige… Tja, ich bin eben nicht Thérèse. Böse Hautchemie!

So, nun sitze ich hier, meine Murmel ist ganz benebelt vom Parfum und der verwirrenden Erkenntnis, dass meine persönlichen Erwartungen und der tatsächliche Duft doch reichlich divergieren. Dem romantisch-verklärten Bild, welches ich mir in meinem kleinen Steffi-Köpfchen zusammengeschustert habe, entspricht Le Parfum de Thérèse nicht. In keinster Weise haben wir es hier mit einem pastellig-verspielten Jungmädchenduft zu tun (gewiss, gewiss ich hätte es mir auch schon beim näheren Betrachten der Duftnoten denken können….), kein Werk eines frisch Verliebten, kein rosarote Brille-Duft für eine jugendliche Angebetete, dafür ist er viel zu erwachsen, viel zu reif, viel zu individuell – letzteres liegt duftbiographisch ja auch in seiner Natur. Es ist ein Duft, der gefallen muss, der nicht grundsätzlich gefällig ist. Man kann erschnuppern, dass er das Produkt einer langjährigen Liebe ist. Edmond Roudnitska kannte das Wesen seiner Frau, ihre Vorlieben und Wünsche in- und auswendig als er ihr den Duft auf den Leib schneiderte. Der Prototyp entstand bereits in den 50er Jahren, aber erst 1961 war das Parfum perfekt auf Thérèse abgestimmt. Seither ist an der Rezeptur nichts mehr verändert worden.

Mir persönlich fällt es schwer, mir Thérèses Parfum in den nierentisch-belasteten 50ern oder auch den 60ern vorzustellen, weil mir dafür viel zu modern wirkt. Ja, irgendwie zeitlos-avantgardistisch. Es ist ein sich langsam entwickelnder, lang anhaftender, äußerst komplexer Duft, der ausgewogen-rund wirkt. Die Duftnoten verschmelzen ineinander, sind aber trotzdem noch in ihren individuellen Tendenzen wahrnehmbar. Ausschlaggebend für die Duftharmonie ist meines Empfindens nach der rote Faden, der sich durch den gesamten Duftverlauf mal mehr, mal weniger dominant hindurch zieht: die trockene Pfefferschärfe, die ihre duftenden Begleiter im Laufe der Zeit wechselt, sich weiterentwickelt, aber als Konstante immer erhalten bleibt. Genauso wie Thérèse ihrem Edmond über viele Jahrzehnte hinweg treue Weggefährtin und geliebte Muse war, die seine Kreativität durch ihr bloßes Dasein nährte, ihn unterstütze, ermutigte und ermunterte. Vielleicht können wir in dieser Konstante eine kleine Verbindung zwischen Duft und Liebespaar sehen…. ach, da ist sie wieder meine Romantik! :-)

Einen schönen Tag wünscht Euch,

Eure Stephanie.

Bildquelle: The New Perfume und Sweet Nothings von John William Godward – some rights reserved. Vielen Dank!

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Yoga findet Dich!

Geschrieben in Bücherkiste,Wissenswertes am 28.06.2010

Promis lieben Yoga, von Ralf Bauer bis Jennifer Aniston, von Ursula Karven bis Madonna. Wer kein Yogi ist, fühlt sich irgendwie ausgeschlossen, fast „out“. Zuerst dachten wir, der Trend gehe schon wieder vorbei. Weit gefehlt, immer mehr Yoga-Schulen, -Lehrer und –Bücher schießen aus dem Boden. Vielleicht wird es doch Zeit zu lernen, was Hatha Yoga, Jivamukti und Bikram bedeutet. Und vielleicht ist es an der Zeit zu erfahren, was Yoga für jeden einzelnen von uns tun kann…

Fangen wir von vorne an. Was ist Yoga eigentlich genau? Ein Wundermittel? Sehen all die Stars und Promis so gut aus, weil sie zu Musik fernöstlicher Klangschalen irgendwelche spirituellen Mantras murmeln? Nicht wirklich. Denn Yoga ist durchaus harte Arbeit.

Die positiven Effekte kommen nur durch regelmäßiges Training. Und das über einen längeren Zeitraum, mindestens so etwas zwischen sechs Wochen und vier Monaten. Und zwar bei täglichem Training! Aber die, so sagen Yogis, lassen sich locker durchhalten, denn manche Veränderungen sind doch sofort spürbar. Gestresste fühlen sich auf einmal gelassener, Untrainierten wird ein saftiger Muskelkater am nächsten Tag zeigen, dass auch die „ach-so-sanften“ Übungen eine Menge abfordern.

Ausflüchte wie “Dafür bin ich einfach nicht beweglich genug”, “mein kaputter Rücken erlaubt mir keinen Sport” oder der Klassiker: „ich bin doch kein Hippie“ gelten nicht. Denn erstens kann jeder Mensch Yoga üben, nämlich einfach die Übungen, die er machen kann, so gut er es nun mal kann. Und zweitens kann man das Esoterische auch ausblenden. Was bleibt ist ein Workout für Geist und Körper, der den Stress des Tages minimieren kann, Verspannungen löst, der Psyche mehr Energie spendet und für ein besseres Körperbewusstsein sorgt. Man sitzt aufrechter, hält den Rücken gerader, verfügt über eine dauernde Körperspannung und fühlt sich auf einmal wohler in seinem Körper. Klingt doch super, oder! Das ist auch der Grund, warum die meisten Menschen erst zum Yoga kommen, wenn Sie schon unter Rückenproblemen, Kopfschmerzen oder geistiger Unruhe leiden. Wie sagen Yogis so schön: Wenn die Zeit richtig ist, erwischt sie einen ohnehin, die “Sucht” nach mehr Wohlgefühl.

Was ist Yoga eigentlich?

Diese Frage ist eigentlich andersrum leichter zu beantworten: Was ist Yoga nicht?

Yoga ist keine Religion und auch kein Dogma. Yoga ist vielmehr eine Philosophie aus Indien. Das Wort „Yoga“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Vereinigung“. Vereinigung von Körper und Geist mit „dem großen Ganzen“. Gut, dass klingt jetzt schon wieder unglaublich nach Esoterik-Kram, auf den nun mal nicht jeder steht. Aber in Normal-Deutsch übersetzt bedeutet das nichts anderes als: Yoga vermittelt ein neues Körpergefühl. Geist und Körper werden in Einklang gebracht. Man lernt, Stress wegzuatmen, innere Knoten und Anspannungen mit Workout zu beheben und im Alltag gelassener an die Dinge heranzugehen. Also gar nicht sooo schlimm esoterisch.

Yoga ist aber auch keine Sportart. Auch wenn sie immer wieder so dargestellt wird.

Yoga ist ein Übungsweg. Ziel dieses Weges ist es, zu sich selbst zu finden. Plötzlich versteht man, wieso bestimmte körperliche Probleme auftreten, wie sie entstehen und wie man dagegen steuern kann. Yoga ist weniger Workout für den Körper, sondern vielmehr Entspannung für den Geist. Der Geist lernt mit Hilfe der Methoden des Yoga sich zu sammeln und friedvoll zu werden – vielleicht nicht ständig, aber immer öfter, und vor allem auf Abruf! Das dürfte nicht nur dem Autor dieser Zeilen zugute kommen, der ein rechter Hitzkopf ist. Wenn ich mir angucke, wie viele Menschen morgens beim Autofahren nicht ohne hysterisches Hupen zur Arbeit kommen, würde ich sagen: viel mehr Menschen sollten Yoga machen!

Aber was bedeutet eigentlich: Yoga machen?

Durch die Körper-Übungspraxis des Hatha-Yoga (das ist der erste Übungsweg im Yoga, der Geist und Körper gemeinsam bearbeitet) kann man schlichtweg fitter werden, Muskeln aufbauen und spezielle Symptome, etwa Rückenschmerzen, bekämpfen. Alles das kann laut Yoga-Experten aber nur gelingen, wenn man auch seine „geistigen und spirituellen Muskeln“ trainiere. Soll heißen: mangelnde Fitness, Schwäche und Rückenschmerzen haben in der Regel auch ihre Ursachen darin, dass die Psyche nicht fit und durch vielfältige Zerstreuungen geschwächt ist.

Seien wir ehrlich: Kaum jemand hat Zeit (oder Lust – und vor allem die Kraft, den doofen inneren Schweinehund zu massakrieren), um wirklich regelmäßig ins Fitness-Center zu gehen oder einen Yoga-Kurs zu besuchen. Also bleibt die Bewegung letztendlich bei den meisten auf der Strecke. Umso schlimmer, wenn wir Stress haben. Natürlich: Wer abends erschöpft nach einem langen Tag nach Hause kommt, würde sich lieber auf das Sofa werfen, statt den Körper zu trainieren. Und morgens? Lieber eine halbe Stunde länger schlafen, als Frühsport zu probieren.

Aber hier ist Yoga doch der perfekte Weg zu mehr Stärke. Denn man kann „yogieren“, wann immer man nur will. Ganz Ungeübte sollten am besten nur 10 bis 15 Minuten üben und die Trainingsdauer dann allmählich steigern. Das kann morgens nach dem Aufstehen sein, um Kreislauf, gute Laune und Beweglichkeit zu fördern, oder abends, um den Stress des Tages abzuschütteln und Verspannungen zu lösen.

Es gibt mittlerweile unzählige Yoga-Bücher und –DVDs, die eine Grundanleitung für Asanas (= Yoga-Übungen) bereit halten. Aus denen kann man sich die Übungen heraus picken, auf die man Lust hat, und die eventuellen geistigen oder körperlichen Symptome behandeln. Besonders möchte ich das „Yoga Gesundheitsbuch“ von Anna Trökes empfehlen, das mir beim Einstieg enorm geholfen hat. Hier werden die Grundbegriffe des Yogas erklärt und Asanas gezeigt, die gezielt Beschwerden wie Gelenkschmerzen, Angstzustände, Schlafstörungen, Asthma oder Rückenprobleme behandeln. (Gräfe und Unzer-Verlag 22,90 Euro). Ein toll bebildertes, umfangreiches Kompendium, mit dem man schon ganz schnell loslegen kann.

Mein zweiter Buchtipp wäre Ursula Karvens „Yoga für Dich und überall“, das 60 süß illustrierte und unterhaltsam beschriebene Übungen für den Alltag bereit hält. Denn Yoga kann man zwischendurch auch ganz bequem in den Alltag integrieren. Eine kleine Übung morgens im Bett, um besser in den Tag zu starten. Eine am Schreibtisch, um akuten Stress zu minimieren, eine beim Kochen oder sogar beim Faulenzen im Kinosessel, um ganz nebenbei die Muskulatur zu straffen.

Im Laufe der Zeit haben sich viele Traditionslinien des Yoga herausgebildet, vor 3500 Jahren am Beginn war der Yoga noch sehr stark von einer magischen Sicht auf die Welt geprägt. Daher dürfte auch dieser esoterische Kram rühren, den Yoga immer ein wenig umweht (und mich persönlich Jahre lang davon abgehalten hat, mich mit Yoga auseinanderzusetzen). Die Yogis – früher „Rishi“ (Seher) genannt – waren Menschen, die intensiven Kontakt mit ihren vedischen Göttern pflegten. Sie glaubten, mittels bestimmter Atem- und Meditations-Übungen in Kontakt zu ihren Gottheiten zu treten. Erst ab dem 6. Jahrhundert vor Christus wurden aus diesen als Außenseiter der Gesellschaft betrachteten Rishis richtiggehende Weisheitslehrer, die ihr Können an willige Schüler weitergaben. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten reinen Yogatexte, denn bis dahin wurde das Wissen um Yoga nur mündlich weitergegeben – ein bisschen wie eine Art Geheimlehre.

Yoga wird seitdem in der Gemeinschaft trainiert. 500 v. Christus zog so ein Yogi namens Siddharta Gautama Shakyamuni durch Nordindien, besuchte diverse Yoga-Gruppen und –Lehrer und fand irgendwie alles nicht so richtig toll. Die Lehren, die damals vermittelt wurden, engten ihn zu sehr ein. Er suchte das reine Bewusstsein. Und als er es fand – unter einem Pappelfeigen-Baum, wurde er zu „Buddha“, dem „Erwachten“. Seitdem ist Yoga frei von allen Gottheiten, frei von Religion. Der Yogaweg wie wir ihn heute kennen, nahm seinen Lauf.

Welche Yoga-Arten gibt es, und welche ist die Richtige für mich?

Den zweiten Teil der Frage muss sich wohl jeder Yoga-Neuling selber stellen. Eine Anweisung kann es nicht geben, man findet seinen Stil nur durch Herumprobieren. Am einfachsten ist es wohl, mit dem klassischen Hatha-Yoga zu beginnen und dann nach Lust und Laune hin und wieder etwas Neues zu probieren. Wichtig ist allerdings, dass man nach einiger Zeit einen Yoga-Lehrer sucht und Stunden nimmt (alleine oder in der Gruppe). Erstens, damit sich bei den Übungen nicht Fehler einschleichen und festsetzen, zweitens weil es nur mit einem „Guru“ (ebenfalls ein Wort aus dem Sanskrit, das übersetzt so viel bedeutet wie „der, der Licht ins Dunkel bringt“) möglich ist, Geist und Körper im Sinne des Yoga als Philospohie in Einklang zu bringen.

Hier die wichtigsten Yoga-Wege als Übersicht:

Anusara-Yoga

… vereint mehrer klassische Ansätze. Ziel ist eine freudvolle Praxis, um im Einklang mit dem Körper innere Schönheit zu erleben. Klingt hochgestochen, macht aber richtig Spaß. Man denkt viel über innere Schönheit nach und wie man sie nach außen vermitteln kann.

Ashtanga-Vinyasa

… ist sehr kraftvoll und dynamisch. Basierend auf dem Hatha-Yoga werden sehr anspruchsvolle Asana-Reihen im indischen Stil geübt, die durch Sprünge miteinander verbunden sind. Sehr wichtig dabei: Die typische Yoga-Atmung.

Bikram-Yoga

… ist definitv nichts für Anfänger, denn man kommt mächtig ins schwitzen. Trainiert wird bei 38° Celsius und bis zu 40 % Luftfeuchtigkeit. 24 Hatha-Yoga-Übungen und zwei Atemübungen werden „durchgehechelt“, um Kraft, Balance und Biegsamkeit des Körpers zu steigern. Gleichzeitig soll das Schwitzen den Körper entgiften.

Hatha-Yoga

… ist so etwas wie die Urform aller Yogi-Übungen, ein Oberbegriff für Körper- und Atemübungen, um Seele und Körper in Harmonie zu bringen. Hatha bedeutet so viel wie Kraft, Ausdauer, Energie.

Hormon-Yoga

… ist eine Kombination aus Hatha-Yoga, tibetischen Energieübungen und dem Kundalini-Yoga. Eierstöcke, Schilddrüse und Nebennieren werden gezielt stimuliert, um die Hormonproduktion anzukurbeln. Viele Frauen in den Wechseljahren schwören darauf! Eine Studie der Universität Sao Paolo stellte bei Frauen fest, dass der Östrogen-Spiegel nach vier Monaten Hormon-Yoga um 254 Prozent gestiegen war. Beeindruckend! Aber bitte fragen Sie jetzt nicht, was bei Männern passiert, die dieses Training absolvieren. Ich weiß es nicht…

Jivamukti-Yoga

… stammt aus dem New York der 1980er-Jahre. Jivamukti bedeutet übersetzt so viel wie „Befreiung der Seele“. Fließende, tänzerische Bewegungen statt einzelner Asanas wechseln mit Gesang und Atem-Training, um mentale Stärke und Ausgeglichenheit zu erreichen.

Lassen Sie mich zwei Sätze als Fazit zu meiner neuen Yoga-Begeisterung sagen: Erstens, Yoga hat für jeden etwas zu bieten. Wen das Esoterische nicht stört, oder wer es sogar etwas spirituell mag, für den ist Yoga sowieso super! Wer, na sagen wir, etwas bodenständiger veranlagt ist, der kann das Klim-bim ausblenden und Yoga als sportliche Ertüchtigung sehen. So oder so spürt man schon nach ein paar Trainingsrunden eine effektive Wirkung auf Körper und Geist. Ich persönlich fühle mich herrlich beruhigt. Bei der anschließenden Tiefen-Entspannung, die ich immer noch gleich mitmache, schlafe ich zwar im Handumdrehen ein, und meine Yoga-Lehrerin sagt, das Schnarchen sei eine Zumutung für die Gruppe, aber gleichzeitig verspricht sie, das werde mit der Zeit besser. Denn das ist das Tolle an Yoga: es wird mit der Zeit wirklich immer besser! Man kann immer tiefer und schneller entspannen, spürt, wie der Körper Übungen schafft, bei denen er vorher gestreikt hat. Man spürt, wie Rückenschmerzen und Verspannungen sich in Wohlgefallen auflösen. Und wenn ich jetzt Madonna im Fernsehen wieder mal weise nicken sehe, kann ich zurück lächeln. Ich bin jetzt nämlich ein „Insider“. Und das können Sie auch werden. Oder wie sagt der Yogi so schön: Du findest nicht zu Yoga, Yoga findet dich!

Ihr Constantin Herrmann.

Bildquelle: Bonsai von Gabriella Fabbri und Yoga von Aaron Neifer – beide via StockXng. Some rights reserved. Vielen lieben Dank!

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Freitagsverlosung.

Geschrieben in Allgemein am 25.06.2010

Hallo Ihr Lieben,

wie jede Woche so auch diese unsere altbewährte Freitagsverlosung: Fünf Duftpakete wollen unters Volk – wer eines haben mag, schreibt bitte bis Sonntag, 24 Uhr, eine E-Mail mit seinem Namen und seiner Adresse an info@ausliebezumduft.de und nennt einen Duft, der diese Woche erwähnt wurde – viel Glück!

Die Gewinner der letzten Woche waren: Angelika H., Catrin B., Angelika V., Thomas K. und Petra R. – herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Schnuppern!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Eure Ulrike.

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Unter der Sonne Kaliforniens

Geschrieben in Wissenswertes am 25.06.2010

In meinem letzten Artikel haben wir die Duftvorlieben der großen Diven des alten Hollywoods kennengelernt. Heute werden wir einen Blick auf die Herren der Schöpfung werfen. Außerdem werden wir auch noch erfahren, was die prominenten Männlein und Weiblein heutzutage so an ihre Haut lassen. Was denkt Ihre denn? Was ist heute so Trend bei Hollywoods?? Schade, dass der rote Buzzer hier fehlt und wir nicht einfach mal schnell ein bisschen interaktiv werden können. Manchmal wäre das schon toll. Naja, warten wir einfach noch ein paar Jahre, dann geht das doch bestimmt auch. Er ist ja schließlich unaufhaltsam, der Fortschritt! :-)

Ganz altmodisch werden wir jetzt erst einmal. Ganz soweit zurück wie in meinem letzten Artikel gehen wir allerdings nicht, wir bleiben im 20. Jahrhundert. Erster Kandidat unserer Old Hollywood-Beaus ist kein geringerer als Clark Gable. Berühmt wurde er für die Rolle des Rhett Butler in ‚Vom Winde verweht’ aus dem Jahre 1939. Einen Oscar besaß er zu dieser Zeit schon: 1934 gewann er die begehrte Trophäe für die Hauptrolle in der Screwball-Komödie ‚Es geschah in einer Nacht’. Für die Rolle des Rhett blieb es für ihn bei der Nominierung. Vom American Film Institute wurde er auf Rang 7 der 25 größten männlichen Filmlegenden aller Zeiten gewählt. Sein Lieblingsduft war der Chypre von Coty.

Den ersten Platz in der Herren-Filmlegendenrangliste belegte kein anderer als der wandelnde Trenchcoat Humphrey Bogart. Zu seinen berühmtesten Filmen zählen unter anderem ‚Casablanca’ und ‚Die Spur des Falken’, in denen er zumeist hartgesottene, schnodderige und zynische Charaktere spielte, immer bewaffnet mit einem Glas Whisky und einer Fluppe im Mund. Wenig verwunderlich ist seine Duftpräferenz: Tabarome Millesime von Creed. Wenn man den Duft trägt, fühlt man sich angeblich, als ob man in die Blätter einer kubanischen Zigarre eingewickelt wäre – also: Tabak pur! Das passt, finde ich! Das Schüsschen Single-Malt muss man sich halt dazu denken (oder was trinkt der gute Humphrey immer?). ;-)

Dicht hinter Bogey, auf Platz 2 im Ranking der männlichen Filmlegenden lauert Cary Grant. Der gebürtige Brite brillierte als selbstironisch-unwiderstehlicher Weltmann in unzähligen Komödien und diversen Hitchcock-Filmen. Seine verführerische Wirkung mag vielleicht an seinem Parfum gelegen haben. Creed kreierte für ihn den sportlich-eleganten Duft Green Irish Tweed. Zeitgleich mit Grant machte auch Gary Cooper in Hollywood Karriere. Ich verwechsle die zwei irgendwie auch immer namentlich. Cary und Gary ist aber ja auch zu ähnlich und mein Namensgedächtnis war eh noch nie das beste. Naja, und optisch sind die beiden Herren sich ja nun auch nicht unähnlich mit ihren dunklen Haaren. In den ollen Schwarz-Weiß-Filmen wirkt das ja dann noch mal ähnlicher. Nun, genug meiner persönlichen Zuordnungsprobleme! Herr Cooper war jedenfalls auch ein Anhänger der Creed-Düfte. Er pflegte den Duft Epicea zu tragen, welcher –für die, die Französisch können: Nomen est omen – die Noten von Fichte, Lavendel und Gewürznelke vereint und angeblich die perfekte Verkörperung von Wildnis und Abenteuer darstellt. Gut, diese Duftassoziation lässt mich persönlich spontan eher an einen Indiana Jones oder Crocodile Dundee denken als an den recht schweigsamen, stets integeren Charakterdarsteller Cooper. Aber dafür bin ich halt dann wahrscheinlich doch zu sehr Kind der 80er. Mein Bild von Wildnis respektive Abenteuer basiert auf verschwitzt-verstaubten Archäologen mit Schlapphut und Peitsche oder faltigen Krokodiljägern mit Messer und Lederweste – wenig sophisticated, ich gebe es zu – und nicht nicht mehr auf den ebenso knarzig-ledrigen wie wortkargen Westernhelden mit Fluppe oder Zahnstocher im Mundwinkel, die wohl die Haudegen der Cooper’schen Generation darstellen. Ja, die Zeiten ändern sich! ;-)

Und wenn wir nun schon einmal dabei sind, verlassen wir doch die Bogarts, Grants und Coopers und wenden uns der jüngeren Vergangenheit sowie dem Heute zu. Nehmen wir zum Beispiel mal den eben genannten Indiana Jones-Darsteller Harrison Ford. Im Gegensatz zu seinem berühmten Filmcharakter, der wahrscheinlich nur nach Schweiß, Blut und dem Staub der Wüste duftete, trägt Herr Ford mit Vorliebe….. na, was wohl: Creed. Wie auch George Clooney (mmmh, lecker Kerlchen!), Kevin Costner, Pierce Brosnan, Richard Gere, Russell Crowe, Tom Hanks und der Equidenflüsterer Robert Redford. Eine recht illustre Runde. Mir scheint gar: Jeder, der in Starkreisen was auf sich hält und der gehobeneren Promiriege angehört, trägt die edlen Creed’schen Duftwässerchen. Aber nicht nur Charakterdarsteller mittleren Alters, auch die Pop-R’n’B-Heulboje Justin Timberlake und der ewig verschmitzte Lausbub Robbie Williams tragen Parfums des Traditionshauses. Und: Usher, Ricky Martin, Ozzy Osbourne, Gerard Depardieu, David Beckham, 50 Cent… Ja, die alle auch. Vielleicht muss ich meine These noch mal überdenken…

Mir bekannte Ausnahmen wären Brad Pitt (Musk von Lorenzo Villoresi), Robert Downey Jr. (Gendarme), Jared Leto (CK One), Seal (Gendarme), Tom Cruise (Gendarme), Robert DeNiro (mag die Herrendüfte von Annick Goutal) und noch viele, viele andere.

Und die Ladies im heutigen Hollywood? Nun, wenn ich das so richtig sehe, duftet man als weiblicher Promi am besten süß-exotisch nach Vanille, Kokos oder einfach sauber nach frischer Wäsche respektive frisch geduscht– die Düfte von Comptoir Sud Pacifique, La Maison de la Vanille und die gesamte Clean-Duftbrigade sind absolut hip und up-to-date in den Hügeln rund um Los Angeles. Fast alle aktuellen weiblichen Promis haben diese Düfte auf Ihrer persönlichen Hitliste. Ausnahmen gibt es natürlich auch, wenn auch wenige. Da wären zum Beispiel Schmollmund Scarlett Johansson (passenderweise eher wuchtbrummig: Chanel No. 5 und Muglers Angel), die ewig hüftschwingende Shakira (der leichte, pudrig-florale Duft Petits & Mamans von Bulgari – da hätte ich etwas anderes erwartet), Halle Berry (layert die L’Artisan Düfte Mimosa Pour Moi und Premier Figuier), Jennifer Lopez (anscheinend so überzeugt von sich und ihren Duftkreationsfähigkeiten, dass sie doch tatsächlich hauptsächlich ihren eigenen Duft Glow trägt) und Sarah Jessica Parker, die ihren eigenen Duft Lovely mit dem CdG-Weihrauchduft Avignon layert (das kommt jetzt ehrlich gesagt auch ein wenig unerwartet… mmh, Frau Parker und Weihrauch?? Also, ich find’s gut! Daumen hoch von mir!). Die drei letzteren haben allerdings auch die Exotik- und Sauberdüfte in ihrem Duftschränkchen stehen, wie mir eine zuverlässige Quelle versichert hat. :-)

Nun aber genug des Promi-Geplänkels aus dem sonnigen Kalifornien!

Einen schönen Tag wünscht Euch,

Eure Stephanie.

Bildquelle: Humphrey Bogart & Lauren Bacall und Cary Grant & Audrey Hepburn – beide via WikiMedia Commons. Some rights reserved. Vielen Dank!

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ALzD-Duftsampleprogramm.
Einen schönen Feiertag…
Öfter mal was Neues: Samstagsverlosung.


[→4)-ß-D-GlcpA-(1→3)-ß-D-GlcpNAc-(1→]n – Die Beauty-Formel für Haut, die sich wohlfühlt.

Geschrieben in Kosmetik am 24.06.2010

Durstiger Teint spannt, rötet sich und kann nicht strahlen. Dann braucht die Haut ein bisschen Hilfe, um die benötigte Feuchtigkeit wieder zu speichern, schadhafte Zell-Vernetzungen müssen wieder hergestellt werden. La Roche-Posay bringt nun eine neue Pflegelinie speziell für feuchtigkeitsarme Haut mit der kosmetischen Wunderwaffe unserer Zeit: Fragmentierte Hyaluronsäure. Aber Achtung: Nun wird es ein wenig technisch. Aber es lohnt sich, Ihre Haut wird Ihnen danken!

Wasser und Feuchtigkeit bestimmen unser Leben. Und unsere Schönheit. Denn trockene Haut büßt einiges ihrer Ausstrahlungskraft ein. Jeder Hauttyp braucht Feuchtigkeit in seiner täglichen Pflege-Routine, auch wenn man zu öligem Teint oder Mischhaut neigt. Denn: Feuchtigkeit ist keineswegs gleichzusetzen mit Fett. Je nach Hautbedürfnis sollte die Balance in ihrer Pflege stimmen:

Trockene Haut:

Sie braucht eine fetthaltige Creme, Experten sprechen von einer Wasser-in-Öl-Emulsion, die sich wie ein schützender Film auf den Teint legt und ihn mit Feuchtigkeit versorgt. Eine Creme mit zu hohem Wasseranteil wäre kontraproduktiv, denn solche Öl-in-Wasser-Emulsionen entziehen trockener Haut eher noch Feuchtigkeit. Beim Beauty-Shopping sind für trockene Haut also „reichhaltige“ Cremes ideal.

Normale Haut:

Eine frische, leichte Feuchtigkeitscreme ist hier die Idealbesetzung. Vermeiden Sie Produkte mit Fetten auf Paraffin-Basis, denn bei normaler Haut ziehen diese nicht vollständig ein, sondern können einen soliden Film auf der Haut bilden, der die Haut „abdichtet“ und verstopft.

Mischhaut und fettiger Teint:

Viel hilft diesem Hauttyp nicht viel, sondern kann schnell zu Mitessern und Unreinheiten führen. Eine Creme auf Öl-in-Wasser-Basis mit geringerem Fettanteil reicht. Nur in Ausnahmefällen, z.B. bei trockener Büroluft oder im Winter, brauchen manche Partien (z.B. die Wangen) eine Extraportion Fett. Dann können Sie lokal eine kleine Dosis zuschießen.

Viele Menschen neigen nun von Natur aus zu trockener Haut, mit zunehmendem Alter verstärkt sich das Problem. Aber auch äußere Einflüsse spielen eine wichtige Rolle. Häufiges Waschen (und Duschen), trockene oder kalte Luft, UV-Strahlung und falsche Reinigungsprodukte können das Austrocknen des Teints verschlimmern. Und das gilt für alle Hauttypen, von fettig bis sehr trocken.

Um Feuchtigkeit in der Haut zu halten, ist die Haut auf Verbindungen zwischen den Zellmembranen angewiesen. Diese so genannten „Tight Junctions“ sind schmale Bänder aus Membranproteinen, die die Zellzwischenräume schließen und so eine starke Barriere bilden: Die Diffusionsbarriere. Sie kontrolliert den Transport von Molekülen, also auch von Wasser.

Das Problem: Täglich schädigen wir unsere schützende Hautbarriere. Schaben, schrubben und reiben ein wenig von ihr ab. Wasser, Seife, Shampoo und Reinigungsprodukte lösen die Barriere-Fettstoffe heraus. Bei jedem Gesichtwaschen und trocken reiben mit dem Handtuch wird nicht nur Schmutz entfernt, sondern auch die wichtigen Fettstoffe der Barriere. Dadurch wird diese „undicht“ und Feuchtigkeit kann ganz einfach aus der Haut heraus verdunsten.
Kosmetik-Hersteller „La Roche-Posay“, der Apotheken-Spezialist für Problemlösungen, bringt nun eine neue Pfleglinie auf den Markt, die sich dem Problem der geschädigten Zellvernetzungen, der schadhaften Tight Junctions, annimmt: „Hydraphase Intense“. In der Formel enthaltene fragmentierte Hyaluronsäure soll die Regeneration der Zellvernetzungen anregen, dieser kleinen brückenartigen Bänder, die der Haut helfen, Feuchtigkeit zu speichern. Hyaluronsäure.

Schon oft gehört, kommt auch ständig in der Werbung. Aber: Was ist eigentlich Hyaluronsäure?

Ich persönlich finde den Namen ja irritierend. Hyaluronsäure. Säure! Klingt doch erstmal ziemlich unangenehm. Ist es aber nicht. Die transparente, gelartige Substanz kommt von Natur aus in den Zellzwischenräumen von Haut und Bindegewebe vor. Schon 1656 (vor über 350 Jahren also) hatten Forscher auf die Anwesenheit dieser damals noch nicht näher definierbaren Substanz hingewiesen, als sie die Nabelschnur näher untersuchten. Aber erst im Jahr 1934 konnten Karl Meyer und John Palmer im Kammerwasser des Rinderauges das Polysaccharid finden und bestimmen. Iiiih, Rinderauge, das klingt ja eklig. Aber genau daher kommt der Name Hyaluronsäure (HS), eben vom griechischen Wort „hyaloid“ für gläsern. Der abschreckende Wortanteil „Säure“ kommt schlicht vom HS-Bestandteil Glucuronsäure. Und HS steckt nicht nur in Augen, sondern im ganzen Körper, über 50 Prozent in der Haut, eben in den Zellzwischenräumen der Dermis, über die wir ja heute in diesem Text sprechen. HS ist ein wahrer Feuchtigkeitsmagnet, der von den Bindegewebszellen produziert wird, die Haut aufpolstert, die Kollagen- und Elastinfasern stützt (Anti-Aging!) und sogar Freie Radikale abfangen kann. Aber: Etwa ab dem 25. Lebensjahr leeren sich die HS-Pools nach und nach. Die hauteigene Produktion lässt nach, beziehungsweise kann den Bedarf nicht mehr decken, die haut verliert an Spannkraft und Feuchtigkeit. Dann wird es Zeit, von außen nachzuhelfen.

Hyaluronsäure steckt hochkonzentriert in (Achtung: Jetzt wird es wieder eklig): in der Kammerflüssigkeit des Auges, in der Synovialflüssigkeit der Nabelschnur und in Hahnenkämmen. Aber keine Sorge, heutzutage sind Forscher in der Lage, HS künstlich herzustellen, um genauer zu sein: biotechnologisch aus Fermentation von Mikroorgansimen zu gewinnen, etwa aus Weizen. Die so gewonnene HS ist reiner als die Variante aus dem Hahnenkamm und löst keine Allergien aus, da sie keine tierischen Eiweiße enthält. Diese HS nennt man „Non-animal-source-Hyaluronan“, oder kurz: NASHs, noch so ein Lieblingswort der Kosmetikindustrie.

Das Faszinierende an Hyaluronsäure: Sie besitzt die fast magische Fähigkeit, relativ zu ihrer Masse gewaltige Mengen an Wasser zu binden. Ein Gramm HS kann bis zu unglaubliche sechs Liter Wasser binden! Beispiel aus dem menschlichen Alltag: Der Glaskörper des Auges besteht zu 98 Prozent aus Wasser, das an nur 2 Prozent Hyaluronsäure gebunden ist! Das ist ein bisschen wie bei Götterspeise: Man braucht nur extrem wenig Pulver, um aus viel Wasser ein Dessert zu zaubern…

Der Clou in der neuen La-Roche-Posay „Hydraphase Intense“ ist nun aber eine spezielle Hyaluronsäure, nämlich sogenannte „Fragmentierte HS“:

HS ist nämlich eigentlich ein relativ großes Molekül, zumindest wenn es um den Einsatz in Kosmetikprodukten geht. Topisch aufgetragen, also per Creme auf die Haut aufgebracht, würde HS gar nicht in die Haut eindringen, sie nicht penetrieren. Die Lösung: Man muss das langkettige Molekül aufbrechen, kleiner machen, es eben „fragmentieren“. Dabei hat sich in der langen Entwicklungsgeschichte von HS als kosmetischem Feuchtigkeitsbinder aber herausgestellt, dass nicht die kleinsten Fragmente am Besten funktionieren. Denn: zu kleine Stückchen dringen zwar super bis in die Lederhaut ein, erzielen aber keine nachweisbare Wirksamkeit mehr. Der Mittelweg ist ideal. Nur Fragmente „mittlerer“ Größe (für Chemie-Fans: Molmasse von 50.000 bis 400.000 Daltons) dringen wie gewünscht ein und erreichen eine nachweisbare Wirksamkeit. Diese geringere HS-Molekülmasse macht auch den Effekt der „Hydraphase Intense“ aus:

Besser als bei „konventioneller“ Hyaluronsäure überwindet die HS in fragmentierter Version die Hautbarriere und dringt tiefer in die Epidermis ein. Und dort legt sie los und kurbelt die Synthese der Zellvernetzungsproteine an. Soll heißen: Das eingangs besprochene Problem, dass die Verbindungen zwischen den Zellmembranen geschädigt sind, kann so wieder behoben werden.

Auf gut deutsch zusammengefasst bedeutet das:

„Hydraphase Intense“ spendet nicht nur intensiv Feuchtigkeit, sondern hilft der Haut auch nachhaltig, diese zu speichern. Der Feuchtigkeitsverlust der Haut wird einfach ausgebremst. Eine raffinierte Technologie, die sich auch noch sagenhaft gut anfühlt. Schon kurz nach dem Auftragen spürt man, wie sich der Teint entspannt. Ein seidiger, angenehmer Wellness-Effekt, den jeder lieben wird, dessen durstige Haut spannt und zickt.

Aber erinnern Sie sich an die Hauttypen, über die wir vorhin gesprochen haben? Jeder Teint braucht andere Formulierungen? Auch hier haben die Macher der „Hydraphase Intense“ mitgedacht: Denn es gibt die Power-Creme in zwei Formulierungen, einmal als „Legere“ für normale bis Mischhaut, und als „Riche“ – den reichhaltigen Kollegen für trockene Haut.

Ihr Constantin Herrmann.

Bildquelle: Around the loghouse von Phil Landowski, Erotic von Marek Bernat und Jelly von Fran Gambín – some rights reserved. Vielen Dank!

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The Day After Oder: Die besten Anti-Kater-Tricks.

Geschrieben in Allgemein am 23.06.2010

Nach jeder durchfeierten Partynacht folgt ein mehr oder wenig grausiges Erwachen. Das Dufttagebuch erklärt, wie Sie das nächste Mal den Schaden in Grenzen halten können. Kopfweh? War gestern.

Eine der goldenen Regeln für „Blogger“ lautet, man solle immer offen und ehrlich über das schreiben, was uns gerade bewegt. Ich bemühe mich, diese Maxim immer zu befolgen. Und Sie ahnen es bereits, beziehungsweise die Überschrift dürfte mich verraten haben: Mir geht es heute gar nicht gut. Gestern kam so ziemlich alles zusammen, was einen ganz normalen Tag in einen herrlichen Feier-Tag verwandelt. Sonnigstes Biergarten-Wetter, die Mai-Bäume wurden aufgestellt (eine bayrische Tradition, die bereits mittags mit Bier eingeleitet wird), dann schon leicht angeheitertes Dinner mit Aperitiv, Wein und Schnaps. Anschließend ab an die Champagner-Bar und ab dort nahm das Elend erst richtig seinen Lauf: Barhopping und finaler Absturz in einer Diskothek. Es war eine rauschende Ballnacht!

Aber heute morgen (na gut, Mittag)… Kopfweh, Schwindel, Raucherhusten, das ganze Programm. Ich sitze am Schreibtisch und schwöre wieder mal, niiiie wieder ein Glas Alkohol in die Hand zu nehmen. Das Ganze ist aber eigentlich besonders ärgerlich, weil ich als Beauty-Redakteur es eigentlich besser weiß! Denn, auch wenn es keine einzige wissenschaftlichen Beleg dafür gibt, dass irgend etwas auf dieser Welt zuverlässig gegen einen zünftigen Kater hilft, so gibt es doch zumindest einige erprobte Hausmittelchen, die das Leiden am nächsten Tag deutlich mindern. Man muss das Ganze nur rational angehen und sich vorbereiten wie auf einen Ausflug in die Wildnis. Da würden sie ja auch nicht in Badehosen und Flip-Flops drauf los stolpern. Deswegen erlaube ich mir, Ihnen ein kleines Marschgepäck zusammenzustellen für die nächste Party-Nacht. Oder anders gesagt, die goldenen Regeln für „Feiern ohne Reue“:

1. Bereiten Sie sich vor

Ja gut, Feste soll man feiern, wie sie fallen. Aber in den seltensten Fällen trifft Sie die Erkenntnis, dass Sie sich in einem Gelage befinden, überraschend. Meistens ahnt man zumindest am Anfang eines Abends, wohin die Reise führen wird. Dann ist es Zeit, ein paar Vorkehrmaßnahmen zu treffen. Und nein, damit ist nicht das berüchtigte „Vorglühen“ gemeint, das langsame Einstimmen auf den späteren Vollrausch. Vielmehr sollten Sie eine „Grundlage“ schaffen, um die Wucht zu mindern, mit der späterer Alkohol auf den Körper treffen wird. Das Non-Plus-Ultra vor jeder Party ist eine fettige Mahlzeit. Pizza, Pommes Frites mit Mayonnaise, Nudelauflauf mit Käse überbacken – werfen Sie für diese Nacht alle Diät-Vorsätze über Bord. Denn der Alkohol ruiniert Ihre Kalorien-Rechnung ohnehin, da kommt es auf eine fettige Mahlzeit auch nicht drauf an. Also schlemmen Sie ruhig, denn die Nahrungsfette werden im Dünndarm in Ihre Bestandteile zerlegt und binden dann Alkohol, so dass er nicht frei ins Blut gelangen kann. Aber: Wer mehr trinkt, als Bindungsstellen im Darm bereit stehen, kriegt eben doch wieder seinen Rausch ab. Das Ganze wird also nur in seiner Intensität gemindert und hinausgezögert.

2. Auf der Party

Es gibt ein paar Survival-Tricks, die Sie beherzigen sollten, während die Feier in vollem Gange ist. Vor allem anderen sollten Sie nämlich 1. Zwischendurch immer etwas knabbern und 2. Immer wieder Wasser trinken.

Salzige Snacks, also Mini-Gebäck, Chips, Salzstangen, gesalzene Nüsse, etc. verlangsamen die Alkoholaufnahme ins Blut und stärken den Kreislauf. Gleichzeitig bremsen Sie damit aber auch einen Effekt des Alkohols aus: Denn wer viel trinkt, bewirkt, dass der Körper sehr viel Flüssigkeit und Salze verliert. Das führt dann letztendlich zu Kopfweh. Also schon während der Feier darauf achten, dass Sie den mineralischen Raubbau ausgleichen. Das gilt auch für Wasser. Denn wer zu jedem Drink auch ein Glas Wasser trinkt, mindert die Wirkung des Alkohols und füllt die körpereigenen Flüssigkeitsspeicher immer wieder brav auf. Die Folge: sie sind nicht so schnell betrunken und bekommen nicht so leicht Kopfweh.

Aber für die Katerstimmung am nächsten Morgen ist auch entscheidend, was Sie trinken. Denn nicht jedes Getränk wirkt auf die gleiche Weise. Umso mehr Methanol ein alkoholisches Getränk enthält, desto schlimmer werden die Nachwehen. Rotwein ist zum Beispiel ein Methanol-Champion, soll heißen, wer viel trinkt wird am nächsten Tag bestimmt nicht fröhlich aus dem Bett hüpfen. Ähnlich üble Folgen haben auch die anderen Methanol-Giganten Rum, Brandy oder Whiskey. Aber Rotwein hat noch mehr Talente: Bei manchen Menschen lässt er die Konzentration von Histamin und Serotonin im Blut ansteigen. Dadurch erweitern sich die Blutgefäße – auch im Gehirn – und Kopfweh entstehen. Ergo: Wer sich eher an Weißwein, Gin oder Wodka hält (und nicht zu wild mischt!), minimiert die Kater-Problematik deutlich. Wie gesagt ist es wichtig, vor dem Feiern eine „fettige“ Nahrungsgrundlage zu schaffen. Dagegen hilft es aber wenig, viel zu essen, wenn man erstmal betrunken ist. Wer jetzt noch eine Grundlage schaffen möchte, ist zu spät dran, sorry. Doppelt gemein, denn meistens bekommt man mitten in der Nacht noch mal Heißhunger. Dem können Sie gerne nachgeben (Wie gesagt: die Kalorienbilanz dieser Nacht dürfte eh schon eine mittlere Katastrophe sein, es ist also schon egal), aber das späte Essen wird Ihnen nur marginal helfen, den Kater auszubremsen.

Das letzte, was Sie vor dem Schlafengehen machen sollten, ist, Ihren Wasserspeicher noch einmal aufzufüllen: Trinken Sie einen halben Liter Wasser, idealerweise mit einer Magnesium-Brausetablette drin und einer Kopfschmerztablette dazu (Acetylsalicylsäure wäre das Mittel der Wahl, gibt’s in jeder Apotheke). Denn dann verbessern Sie auf jeden Fall die Qualität Ihres Schlafes. Der dürfte sonst ziemlich unruhig werden. Denn es stimmt zwar, dass Alkohol eine super Einschlaf-Hilfe ist, aber leider auch ein Durchschlaf-Gegner: Kommt der Körper erstmal nach ein paar Stunden Schlaf in den „Entzug“, funkt das Gehirn sozusagen SOS und versucht, uns zu wecken. Das Resultat: Auch wer lange schläft ist nicht ausgeruht, sondern fühlt sich wie erschlagen. Zusätzlich wird das sensible Verhältnis von Traumschlaf und Tiefschlaf verschoben, und zwar in Richtung Tiefschlaf. Um am nächsten Morgen ausgeruht aufzuwachen sind aber beide Phasen wichtig. Genau deshalb fühlt man sich auch so erledigt nach der Party, selbst wenn man eigentlich ausreichend lange geschlafen hat…

3. Der Morgen danach

Jetzt ist es soweit: blicken wir dem Feind ins Auge, soll heißen dem Kater. Den Namen verdankt dieser üble Zustand nach durchfeierten Nächten wahrscheinlich dem „Katarrh“, der altmodischen Bezeichnung für eine Erkältung. Denn so simpel ist der Kater eigentlich: Wir fühlen uns irgendwie grippig. Oder als hätte uns ein Lastwagen überrollt. Egal. Jedenfalls gibt es auch einen wissenschaftlichen Namen für unser aller Leid: „Veisalgia“ (Lustig: Versuchen Sie mal nach ein paar Glas Champagner Ihre Freunde davor zu warnen… Unaussprechbar!). Den Ursprung hat dieses fiktive Wort im norwegischen – hier steht „kveis“ für das Unwohlsein nach dem Feiern – und im griechischen (die alten Griechen waren ja bekannt für ausufernde Gelage): „algos“ steht für Schmerz. Schmerz-schmerz also. Wie treffend!

Wer aufsteht, wird erstmal einen „Brand“ haben. Durst hoch zehn. Löschen Sie dieses Bedürfnis am Besten mit Tee, Fruchtschorle oder einer Vitaminbrausetablette in Wasser aufgelöst. Das regt die Nieren an und gleicht den Flüssigkeitsverlust wieder aus. Frisch gepresster Zitronensaft im Wasser kommt auch gleich dem Kreislauf zugute. Noch besser: Richtige Vitaminbomben. Entweder Sie mixen sich selber einen Cocktail aus frisch pürierten Früchten (aber den will ich sehen, der verkatert aus dem bett kriecht und sich erstmal ans Pürieren macht!), oder Sie sorgen vor und stellen sich ein paar „Smoothies“ in den Kühlschrank. So oder so, mit den Vitamin-Drinks bekommen Sie in Rekordzeit alles, was Sie jetzt brauchen: Der Körper bekommt die nötige Flüssigkeit, damit er den Alkohol schneller „verestern“ kann, sprich abbauen. Gleichzeitig wird der Vitaminverlust behoben, der beim Ausnüchtern entsteht.

Manche Menschen schwören außerdem auf einen Espresso mit einem Schuss Zitronensaft darin. Das ist meiner Meinung nach aber Geschmackssache – mir wird davon nur noch schlechter. Aber generell ist – entgegen der weitverbreiteten Meinung – nichts gegen Kaffee zu sagen. Denn das enthaltene Koffein kann die Kopfschmerzen lindern, gleicht ebenfalls das Minus auf dem Flüssigkeitskonto aus und wirkt natürlich belebend. Aber das ist, wie gesagt, Geschmackssache.

Wem morgens übel ist, der sollte gut überlegen, was er isst. Alles, was sauer, scharf gewürzt oder salzig ist, hilft gegen Übelkeit. Also die Klassiker: saurer Rollmops, Essiggurken und sogar Äpfel. Wenn es Sie ganz „übel“ erwischt, kann Rote-Beete-Saft den Magen besänftigen und unterstützt außerdem die Leber bei ihrer Entgiftungs-Arbeit. Saure, scharfe oder salzige Speisen helfen außerdem gegen die Übelkeit, lautet der Tipp der Ernährungsexpertin. Die Säure fördere den Alkoholabbau, Salz ersetze verlorene Mineralstoffe und scharfe Gewürze regen die Verdauung an. Rollmops, Salzstangen und Essiggurken hätten also durchaus ihre Berechtigung.

Frühstück sollen Äpfel die Übelkeit bekämpfen und munter machen. Rote-Beete-Saft unterstützt ebenso wie Artischockensaft (bzw. eingelegte Artischockenherzen) die Leber und damit die Entgiftung des Körpers.

Die oberste Regel heißt aber: Vergessen Sie Konter-Biere und Co. Wer jetzt weiter trinkt, verzögert den Kater nur. Man fühlt sich vielleicht zunächst besser, aber der leidige Teil kommt unweigerlich, er wird nur hinausgezögert. Außerdem sollten Sie Ihrer Leber nach jeder Party ein paar Tage Ruhe gönnen, als Faustregel: Wer am Wochenende feiern war, sollte sich sieben Tage Alkohol-Verbot auferlegen.

Wenn Sie sich jetzt fragen, wieso wir uns den Kater-Streß eigentlich jedes Mal antun, muss ich zurückfragen. Ist es das nicht wert? Bisschen Kopfweh nehme ich doch hin und wieder gerne in Kauf für eine großartige Nacht wie gestern. Und das nächste Mal ziehe ich das ganze Register, kaufe rechtzeitig Smoothies, Kopfwehtabletten, Magnesium und ein paar Smoothies. Dann wird alles nur noch halb so wild. Und nicht vergessen: eine fröhliche Nacht wirkt sich auch auf Ihre Schönheit aus. Das hat mir schon meine geliebte Großmutter beigebracht. Denn wer richtig Spaß hat, lacht und feiert, der bewirkt für ein paar Tage, dass die gesamte Mimik sich „hebt“. Sie strahlen, das ganze Gesicht lächelt und irgendwie fühlen Sie sich großartig. Denn wer brav jede Nacht seinen Schönheitsschlaf hält, hat vielleicht weniger Kater, aber manchmal eben auch weniger vom Leben.

Ihr Constantin Herrmann.

Bildquelle: French Fries von Waggaway, Wine von Stefan Gustafsson, Toby von Sasarakt und Pickles von Michal Zacharzewski – alle via StockXchng. Some rights reserved. Vielen Dank!

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Iron Man 2 – Wie riecht eigentlich ein Superheld?

Geschrieben in Duft am 22.06.2010

Seht mal da oben… Ist das ein Flugzeug? Ein Ufo? Superman? Nein, alles falsch. Es ist Iron-Man 2, der an die Spitze der Kino-Charts fliegt. Und passend dazu: Der neue Superheldenduft von Diesel. Schnell lesen (‚Mach 5’ wäre durchaus angebracht), und schnell den Duft besorgen!

Hurra, es ist mal wieder soweit: Ich habe einen neuen Lieblingsfilm. Ach was, Film, einen neuen Lieblingsmann, einen neuen Lieblingshelden! Iron Man. Der mit dem feuerwehrroten Stahlanzug. Ein egozentrischer, manchmal unfreiwillig komischer Superheld mit der perfekten Mischung aus Sex-Appeal und arrogantem Machisme, abgeschmeckt mit einem überaus hohen Fun-Faktor und sehenswertem Action-Portfolio. Dabei muss ich zugeben, den Film habe ich erst vor ein paar Tagen an einem verregneten Sonntagnachmittag bei Freunden eher zufällig aus dem DVD-Schrank gezogen. Aber dann: wow! Für Fans von smarten Superhelden, Action-Filmen mit überlebensgroßen Bösewichten und rasanten Hightech-Waffen ist der Film ein richtiger Leckerbissen. Große Lacher inklusive. Und es kommt noch besser, denn aktuell läuft im Kino schon der zweite Teil! Iron Man is back. Und lassen sie es mich mit Keri Hilson sagen: I like!

“Schön, dass ich wieder da bin!”
Tony Stark aka Iron Man

Cineastische sechs Monate sind vergangen (im echten Leben eigentlich zwei Jahre), seit Tony Stark seine Geheimidentität im ersten Filmteil als Iron Man öffentlich gemacht hat. Tony Stark, gespielt von Robert Downey Jr., ist ein Ekel. Waffenproduzent (pauschal schon Mal: Pfui!), skrupellos, macht- und geldgeil. Irgendwie taugt das alles nicht so recht zum Helden. Bis er eines Tages entführt wird von irgendeiner islamistischen Miliz aus Afghanistan. Diese böse Buben-Anleihe aus dem echten Leben verleiht Iron Man 1 leider einen etwas negativen Beigeschmack, irgendwo zwischen bitterster Realität und hollywoodeskem Boulevardkino. Aber ansonsten erzählt der Film mit viel Witz und Hirn wie aus dem Waffenhändler ein plötzlich liebenswerter Superheld wird. Ohne Superkräfte, genetische Mutation oder irgend einem Chemielabor-Atom-was-auch-immer-Unfall, bastelt sich Tony Stark in der Gefangenschaft notgedrungen einen Kampfanzug und schafft es mit dem Ding, sich zu befreien. Von diesem Moment an beschließt er, der Welt Frieden zu bringen (natürlich vor allem für die USA) und feilt fleißig an seinem Kampfanzug-Boliden, bis das Ding eine funkelnde rot-goldene Power-Rüstung ist, die ihm ungeahnte Kräfte verleiht, ihn fliegen lässt und ganz nebenbei zum Frauenschwarm macht. Schließlich eröffnet Iron Man der Welt seine Identität: alle sollen erfahren, wer hinter der gepanzerten Maske des Philantropen steckt: Tony Stark!

Das klingt jetzt alles in etwa so wie die anderen üblichen Marvel-Helden. Alles Gutmenschen, entweder geläutert oder von Geburt an, die sich durch eine Schar von Widersachern kämpfen.

Aber Iron Man ist anders.

Irgendwie witziger. Nicht so abgebrüht wie Superman, nicht so tölpelhaft wie der junge Spiderman und schon gar nicht so depressiv wie Batman. Iron Man hat verdammt viel Spaß. Und der Zuschauer darf mitlachen. Und mitfiebern, denn irgendwo zwischen Welt-retten und Einfach-nur-cool-aussehen muss ja auch noch ein Frauenherz erobert werden.

Also, wie gesagt: sechs Monate ist es her, dass Tony Stark sich als coolster Mann des Planeten geoutet hat. Und er liebt seine neue Rolle, legt Auftritte hin wie ein Rockstar, lässt sich feiern. Dazu röhrt im jetzt laufenden zweiten Film der schlau ausgewählte Soundtrack von ACDC. Iron Man rockt das Haus! Aber was wäre ein Superheld ohne Gegner? Die stehen alsbald Schlange.

Es ist zwar nicht der zu erwartende „Mandarin“, seine kommunistische Antipode aus den alten Marvel-Comic-Heften, die Partie war dem Filmstudio wohl nicht mehr zeitgemäß. Dafür aber sieht sich der gutaussehende Lebemann dem wachsenden Druck seiner eigenen US-Regierung ausgesetzt, die den Kampfanzug gerne in Serie fertigen würden. Dann taucht plötzlich ein slawischer Schlägertyp auf, der Starks (an sich ja geheime) Technologie zu zwei verdammt gefährlichen Plasma-Peitschen umgebaut hat: Ivan „Whiplash“ Vanko (unglaublich toll-bös gespielt von Mickey Rourke)!

Aha, übrigens, der „Mandarin“ war den Filmemachern nicht mehr zeitgemäß (im Gegensatz zur in den 70’ern noch reale Bedrohung durch das rote China). Aber ein russisch-anmutender Ivan darf es dann doch sein?

Wie dem auch sei, es reiht sich noch ein fieser Waffenhändler in den Reigen der Widersacher ein, um gemeinsam mit Peitschen-Vanko eine Armee aus Roboter-Dronen zu bauen. Leider ist die dichte Handlung des Iron Man 2 deutlich überladen, aber in 125 Minuten Länge gelingt dem Regisseur John Favreau letztendlich doch der Spagat zwischen zu viel Stoff und angenehmer Screwball-Action-Unterhaltung. Und jetzt mal an alle Männer gesprochen: Nehmen Sie Ihre Frauen ruhig mit ins Kino. Der Film ist charmant genug, um auch weibliche Fans zu finden, die Damen dürfen nach Herzenslust Robert Downey Jr. und seine schlagfertigen Statements anschmachten, während die Herren der Schöpfung wahlweise Gwyneth Paltrow oder Scarlett Johansson gut finden dürfen (Tut Tony Stark ja auch: “Googelst du sie etwa?”
”Na, anstarren darf ich sie ja nicht.”). Und Iron Man als fliegende Kampfmaschine ist sowieso für alle Action-Freunde ein echter Kracher. Oder wie Mr. Stark es selbst sagt:

“Ich beschreibe es als das, was es in Wirklichkeit ist.”
“Und zwar?”
“Es ist eine… ähem… Hightech-Prothese.”

Stan Lee, der Autor der Marvel-Erfolge „Spider Man“, „Daredevil“ und „Fantastic Four“ schuf 1963 die Figur des Iron Man (übrigens: mal drauf achten, in Iron Man 1 und 2 tritt der Meister selbst in einer Mini-Rolle auf. Das ist dann, wenn die hartgesottenen Fans in den vorderen Reihen plötzlich gröhlen). Und er entschied sich bewusst gegen magische Kräfte oder ein Wesen aus dem All wie beim Silver Surfer. Iron Man schöpft seine Power aus einer genialen wissenschaftlichen Erfindung: der rot-goldene Kampfanzug, der Tony Starks Kräfte vervielfacht und ihn mit Mach 5 fliegen lässt…

Und, was fällt uns bei Stärke, Coolness und Superheld für ein Duft ein? Genau: Diesels ONLY THE BRAVE, der Duft im Faust-Flakon. Das dachten sich wohl auch die Diesel-Parfumeure und bringen jetzt zu Iron Man 2 eine limitierte Sonder-Edition auf den Markt: „Diesel Only The Brave Iron Man Limited Edition“ (längster Parfum-Name der Welt…). Die eh schon sehr ansehnliche Faust, die seit 2009 zu recht in unglaublich vielen Männerbadezimmern steht, trägt nun für kurze Zeit den feuerroten Handschuh des Iron Man – was ich persönlich einfach saustark (Pardon) finde. Kann ein Flakon noch mehr Selbstbewusstsein ausstrahlen?

Der Duft selbst ist – genau wie der Leinwandheld – die perfekte Mischung von lässig, unverschämt sexy und trendy. Den ersten Schlag machen in der Kopfnote frische Zitrone, Mandarine und Koriandernoten, eine Etage tiefer lauern (das von mir so geliebte) Labdanum, ein Hauch smartes Lavendel und charmante Rose, während in der Basis Ambra und Zedernholz für den mächtigen Wumms Sexappeal sorgen. Zugegeben, ein Mass-Market-Produkt, aber dafür ein richtig cooles. Wenn ich je die Welt rette, dann trage ich dabei diesen Duft! Und wenn sich Iron Man für einen seiner Star-Auftritte vor kreischenden weiblichen Fans rüstet, dann trägt er auch Diesel, davon bin ich mittlerweile überzeugt.

Denn:

Vielleicht mag ich gerade deswegen Tony Stark aka Iron Man so gerne. Er verkörpert alles, was wir Männer gerne wären: Er hat Geld wie Heu, zieht von Party zu Party, klopft coole Sprüche, sieht verdammt gut aus und rettet auch noch ganz nebenbei die Welt. Rasant, witzig, intelligent, unwiderstehlich. Eben genau wie der Duft! Also bitte, wenn es da draußen noch echte Helden gibt, dann besorgt Euch den Duft. Ich will keinen von Euch morgens in der U-Bahn ohne erwischen! Und für alle anderen Nicht-Heroes, Männer wie Frauen, gilt: Film angucken und schwärmen.

All you women who want a man of the street
But you don’t know which way you wanna turn
Just keep a coming and put your hand out to me
‘Cause I’m the one who’s gonna make you burn
(ACDC – „Shoot to Thrill“ aus dem Iron Man 2 Soundtrack)

Ihr Constantin Herrmann.

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Die Schöne und das Biest: Antihéros
Vielleicht liegt es…


Old Hollywood Glamour

Geschrieben in Wissenswertes am 21.06.2010

Mode, Parfums und Stars – diese drei Begriffe scheinen in der heutigen Zeit irgendwie zusammenzugehören wie in meiner Jugend nur Tick, Trick und Track. Fast jeder Promi, der wahlweise eine Rolle in einem Hollywood-Blockbuster ergattern konnte oder auch nur einmal einen Top100-Hit landete, ist nebenberuflich als Mode- oder Duftdesigner tätig. Naja, oder besser: Man gibt seinen Namen dafür her. So bleibt man in aller Munde, was für die praktisch veranlagte Promiseele ja äußerst wichtig ist. Die Düfte von Fräulein Spears, der SATC-Quäkstimme Sarah Jessica Parker und dem ausladenden Gesäß La Lopez überfluten die Drogerien und Parfumerien. Das Schlimmste dabei ist: Es ist kein Ende in Sicht. Denn: Die Duftwässerchen verkaufen sich und zwar nicht zu knapp. Ich erinnere mich noch an eine Nahtoderfahrung (ja, man kann es ruhig und getrost so nennen), als ich mein zartes Näschen voller Einfalt und jugendlichem Leichtsinn über einen mir angebotenen Teststreifen hielt, auf dem ein Duft war von… leider weiss ich nicht mehr genau, von wem. Prominent war er/sie/es auf jeden Fall. Nun ja, mir verschlug jedenfalls es dabei nicht nur die Sprache, sondern auch fast den Atem und ich möchte betonen: Nicht vor Verzückung! Aber wie ich mir immer so schön ins Gedächtnis rufe: Geschmäcker sind verschieden! Außerdem war ich auch mal 15 (mein Duft damals, als Teenie der 90er nicht verwunderlich: CK One) und kann mich daher rückblickend ansatzweise in die hormongeplagten, dauergiggelnden Mädels hineinversetzen, die wohl das Hauptklientel der prominenten Duftwässerchen darstellen. In entsprechenden Foren tauschen sich jene jedenfalls ausgiebig über die, ich zitiere: „Hamma“-Düfte von Britney, Kylie, JLo & Co aus. Nun, was den Kostenpunkt angeht, dürfte das Taschengeld für den Erwerb von Lovely, Curious und Glow sowie all die anderen ähnlich klingenden, da immer irgendwie mädchenhaft-bezaubernd betitelten Parfums reichen, da sie dann doch eher im schülerfreundlichen unteren Preissegment angesiedelt sind.

Mir persönlich stellt sich da die Frage, was denn die werten Damen (und Herren) Hollywood-Duftkreateure denn selbst an ihre zarte Promihaut lassen. Nur schwerlich kann ich mir vorstellen, dass da nur Wasser und ganz wichtig: der eigene Duft ran darf. Was sind denn überhaupt die Lieblingsdüfte unserer Stars und Sternchen? Und was trugen die großen Diven vergangener Zeiten?

Wie wir noch erfahren werden und wie auch irgendwie zu erwarten war, haben sich die Parfumgeschmäcker in den letzten 120 Jahren ziemlich gewandelt. Wir beginnen vor langer, langer Zeit, sprich: Im ausgehenden 19. Jahrhundert. Wir befinden uns hier zwar noch nicht in den Hügeln des kalifonischen Sonnenstaates, die amerikanische Filmmetropole existierte zu diesem Zeitpunkt nämlich noch gar nicht. Im Europa des späten 19. Jahrhunderts war die Französin Sarah Bernhardt die prominenteste Schauspielerin, berühmt unter anderem für ihre Darstellung der Kameliendame. Die göttliche Bernhardt duftete am liebsten nach dem holzigen Orientalen ‚Jicky’ von Guerlain aus dem Jahre 1889, später dann nach dem Houbigant Blütenklassiker ‚Quelques Fleurs’. Einige Jahrzehnte später (nun sind wir in Kalifornien angekommen) trug eine andere Schauspielerin den Beinamen ‚die Göttliche’: Greta Garbo. Die gebürtige Schwedin ist eine der größten US-Filmlegenden und unsere erste wirkliche Repräsentantin des Old Hollywood Glamours. Zu ihren Duftlieblingen gehörten The Crown Perfumerys Florientale ‚Tanglewood Bouquet’ und die Balmain-Düfte ‚Vent Vert’ sowie ‚Ivoire de Balmain’.

Wie die Garbo zählt auch Marlene Dietrich zu den Filmgöttinnen des alten Hollywoods. Bereits vor ihrer Emigration in die USA war die Dietrich irgendwie anders als andere Frauen ihrer Zeit. Sie war nicht gefällig, hatte Ecken und Kanten, trug gerne Männerkleidung und rauchte wie ein Schlot. Damals ein Skandal! Rebellisch und unkonventionell zeigen sich auch ihre Duftpräferenzen: Der wild-ledrige ‚Bandit’ von Piguet, Carons Ode an die rauchende Frau ‚Tabac Blonde’ sowie der Peitschenhieb ‚Coup de Fouet’. Auch ‚Fracas’ zählte zu den Düften ihrer Wahl und natürlich ihre persönliche Duftkreation aus dem Hause Creed ‚Angelique Encens’ aus dem Jahre 1933, der mittlerweile leider vom Markt genommen wurde – den Reformulierungen sei Dank.

Irgendwie anders und unkonventionell in ihrer Art war auch ihre Hollywood-Kollegin Katharine Hepburn. Sie war hoch gebildet, hatte einen Uni-Abschluss in Philosophie und Geschichte, was in der damaligen Zeit als Frau und unter Schauspielern eher argwöhnisch beäugt wurde. Außerdem besaß sie eine gehörige Portion Selbstbewusstsein, eine scharfe Zunge und ein oftmals herrisches Auftreten, was ihr den Beinamen ‚die Zarin’ eintrug. Anspruchsvoll war sie nicht nur in ihrer Rollen-, sondern auch in ihrer Duftauswahl: Sie liebte den Guerlain-Duft ‚Vol de Nuit’ aus dem Jahre 1933.

Ganz anders dagegen ihre zarte Nachnamensvetterin Audrey. Die grazile Schönheit mit den braunen Rehaugen liebte florale Düfte: ‚Spring Flower’ von Creed gehörten ebenso zu ihrem Sortiment wie Patous Jasmin- und Rosenbombe ‚Joy’ oder der fruchtige Blütenduft ‚Ivoire de Balmain’. Untrennbar verbunden ist die Holly Golightly-Darstellerin aber mit einer Duftkreation aus dem Hause Givenchy. Der französische Modeschöpfer Hubert de Givenchy lernte die damals 24-jährige Schauspielerin bei den Dreharbeiten zu ihrem Film ‚Sabrina’ kennen. Es entwickelte sich eine langjährige Freundschaft. Sie wurde seine Muse, er ihr „Leib- und Magen“-Modedesigner. Fortan trug sie in allen ihren Filmen seine Kostüme. Er kreierte ihr zu Ehren den romantisch-floralen Duft ‚L’Interdit’.

Zeitgleich mit der jungen Hepburn etablierte sich auch eine andere junge Schauspielerin vor den Kameras Hollywoods, die aber das genaue Gegensteil der zart-elfenhaften Audrey war. Marilyn Monroe stilisierte sich innerhalb weniger Jahre zum sexbombigen Weltstar. Sie war schon zu Lebzeiten eine Legende und ist es bis heute geblieben. Und welcher ebenso legendäre Duft lag ihr wohl besonders am Herzen? Ja klar: ‚Chanel No. 5’. Im Bett trug sie nach eigener Aussage gewöhnlich nur ein paar Tropfen dieses Duftes. Ah ja… Aber ehrlich: Hätten wir etwas anderes erwartet? Neben Chanels fünfter Sinfonie hatte sie (außerhalb des Bettes) eine Vorliebe für den Rosen- und Jasminkracher ‚Joy’ sowie ‚Fracas’, diese trug sie dann auch gerne in Kombination mit Kleidung. ;-)

Der kühlen US-Ostküstenschönheit Grace Kelly wurde zu ihrer Hochzeit mit dem monegassischen Fürsten Rainier vom Traditionshaus Creed der Duft ‚Fleurissimo’ kreiert. Eine Sonderanfertigung, die fünf Jahre lang nur ihr vorbehalten war. Nach Ablauf dieser Exklusivfrist war Jackie Kennedy eine der ersten, die die florale Komposition (ja, der Name lässt es bereits vermuten) aus Tuberose, Veilchen, Iris und Rose orderten.

Mit ihrem Creed-Exklusivduft ist die schöne Grace in illustrer Gesellschaft. Bereits im Jahre 1760 (!!) in London gegründet, erlangte das Parfumhaus Creed schnell großes Ansehen beim englischen Hofe. Alsbald wurde Creed offizieller königlicher Hoflieferant Queen Victorias. Auch die anderen Königshäuser Europas konnten gar nicht genug von den Creed’schen Spezialkreationen bekommen. Was früher nur Königs vorbehalten war, kann heute jeder in Auftrag geben, der genug Zaster im Portokässchen zur Verfügung hat: Für einen Betrag im sechsstelligen Rahmen kreiert Creed jedem einen persönlichen Duft nach eigenen Wünschen und Vorlieben, auf den man 5 Jahre lang das Exklusivrecht hat. Nicht schlecht! Zum bedufteten Auftragsklientel gehörten die schon erwähnten Marlene Dietrich und Audrey Hepburn, aber auch Cary Grant, Winston Churchill oder Gerard Depardieu trugen bzw. tragen maßgeschneiderte Creed-Parfums.

Doch was die Herren der Schöpfung in Old Hollywood so an ihre Haut ließen und wie man als Promi unter der Sonne Kaliforniens heutzutage duftet, das erfahrt Ihr in meinem nächsten Artikel!

Einen schönen Tag wünscht Euch,

Eure Stephanie.

Bildquelle: Sarah Bernhardt von Nadar, Marlene Dietrich sowie Marilyn Monroe – alle via WikiMedia Commons. Some rights reserved. Vielen Dank!

Weitere Einträge zu diesem Thema:

LOHAS – gesund und nachhaltig! Teil 2
Herbstwonne 4 – Juliette has a gun Calamity J
One Night in Paris…


Freitagsverlosung.

Geschrieben in Allgemein am 18.06.2010

Hallo Ihr Lieben,

wie jede Woche auch diesen Freitag unsere Verlosung: Fünf Probenpakete wollen unter das Volk gebracht werden. Wer eines haben mag schreibt uns bitte bis Sonntag, 24 Uhr, eine Mail an info@ausliebezumduft.de und nennt uns einen Duft, den wir diese Woche rezensiert haben. Namen und Adresse nicht vergessen! Viel Glück!

Die Gewinner der letzten Woche waren: Eva K., Marion S.-K., Sonja R.-B., Monica H. und Karin V. – herzlichen Glückwunsch!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Eure Ulrike.

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