Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Maiglöckchen oder: Von Männern und Frauen…

Geschrieben in Duft,Solifloral am 20.05.2010

Es ist Mai. Und endlich frühlingshaft, (fast schon) sommerlich. Das Blog will befüllt werden, was liegt näher, ein spezifisches Thema zu wählen, vielleicht gar: ein maienspezifisches Thema? Ja, richtig, ich steuere das Maiglöckchen an.

Bei meiner Recherche zum Thema bin ich auf folgende Kolumne bei www.kolumnen.de gestoßen, die aus der Feder beziehungsweise aus den Tasten eines Herrn namens Stefan Schrahe stammt: Der Duft von Maiglöckchen, siehe hier.

Ein nettes und lesenswertes Textchen wie ich finde – nicht nur, weil es kurzweilig und witzig geschrieben ist, sondern weil man einiges über Männlein und Weiblein erfährt, was man natürlich ohnehin schon wußte… Herr Schrahe hatte wie ich vor, einen Text über Maiglöckchen zu verfassen und begab sich ebenfalls im WWW auf die Suche nach Hintergrundinformation – mit spärlicher Ausbeute und stetig fallendem Interesse…

Und wo landet man dann als Mann? Nicht bei dem mythologischen Ursprung des Maiglöckchens, das einerseits aus den Tränen Marias unter dem Kreuze Jesu entstanden sein soll oder andererseits aus dem Blut des französischen Heiligen Saint Leonard gewachsen sein soll, das dieser im Kampf gegen einen Drachen ließ, nein… Auch nicht bei der Symbolik des reinweißen Blümchens, das oft mit Unschuld und Reinheit gleichgesetzt wird und deshalb allzugerne Brautsträuße schmückt und eine Lieblingsblume der Frau Napoleons, der Kaiserin Joséphine war. Nein, Mann landet beim Sex. Weil sich Maiglöckchen nämlich angeblich positiv auf Spermien auswirkt laut einer in dem Magazin Science veröffentlichten Studie – sie dienen quasi als eine Art Gaspedal, beschleunigen sie beziehungsweise ihr Geruch doch gar die Geschwindigkeit der Spermien. Für Herrn Schrahe nimmt so die Anfangszeile des Gedichtes von Fallersleben namens „Maiglöckchen läutet in dem Tal“ gleich eine ganz andere Bedeutung an…

Aha. Typisch Mann – könnte ich jetzt sagen. Oder mir zumindest denken. Denn, ganz abgesehen davon, daß ich das Fallersleben-Gedicht gar nicht schlecht finde, ist meine Assoziation bei Maiglöckchen eine ganz andere: Im Regelfall denke ich an Omaparfums. Leider. Und somit auch irgendwie an Talpunkte, aber ganz anderer, nämlich olfaktorischer Natur.

Maiglöckchen zeitgemäß umzusetzen, von mir aus nicht unbedingt avantgardistisch oder futuristsch, aber doch zumindest jung oder auch junggeblieben – das scheint keine so einfache Aufgabe zu sein. Sehr Ihr das auch so? Ich kenne ehrlicherweise sehr sehr wenige Düfte mit präsentem Maiglöckchen, die ich tragen würde oder auch nur: ertragen kann. Morgane Le Fay Classic, der leider vergriffene, gehört dazu, von dem ich eine Flasche wie einen Schatz in meinem Regal hüte. Sein Quasi-Nachfolger Yellow ebenfalls. Van Cleef & Arpels Muguet Blanc sowie das Maiherz von Parfums MDCI und Delrae Roths Début. Viel mehr fällt mir auf Anhieb gerade mal nicht ein und obschon es noch ein paar Kandidaten geben wird – allzu viele werden es wohl aber nicht sein…

Micallefs Lucky Charm durften wir bereits auf der Messe in Düsseldorf entdecken und – der Duft ist eine wirkliche Ausnahme. Ein rares Juwel, denn es scheint Frau Micallef ganz vorzüglich gelungen zu sein, ein Maiglöckchen in den Mittelpunkt des Duftes zu stellen und jenen mit einer Leichtigkeit und Frische zu versehen, die im Rahmen dieser Düfte ihresgleichen sucht.

Virtuos setzte man hier jenen Liebreiz des kleinen Frühlingsboten um, indem man seinen Duft so authentisch wie möglich einzufangen versuchte: Maiglöckchen, soeben gepflücktes, weht der geneigten Nase entgegen samt der ihm eigenen unschuldigen Honigsüße, von frischem eigenen Blattgrün umfangen und garniert mit herb-säuerlichen Fruchtnoten von Mandarine, schwarzer Johannisbeere und Pflaume. Die Bienenwachsnote in der Basis sorgt für wirklich lediglich dahingehauchte Gourmandanklänge, gleich der fernen Ahnung frischen Backwerks.

Weder pudrig noch pappig, nicht madamig, altbacken und/oder omahaft, nein – jung, beschwingt, frühlingshaft, leicht und traumhaft schön. Auch wenn Lucky Charm limitiert ist (ich weiß…), der Preis kein Schnäppchen und der Flakon nicht jedermanns Sache – für Fans von leichten Blütendüften, von Midgardens Summersent und von Maiglöckchen ganz speziell ist das auf jeden Fall ein Probiermuß.

Liebe Grüße und einen schönen Tag Euch allen,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Convallaria Majalis von Kurt Stueber via wikicommons, some rights reserved. Vielen lieben Dank!

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SoOud.

Geschrieben in Duft,Holziges,Orientalen,Tabak & Rauchiges am 19.05.2010

Gestern hatte ich ja bereits einiges zu der leider mehr als prekären Situation von Oud als Rohstoff erzählt.

Nichtsdestotrotz ist und bleibt es trotzdem eine wunderschöne Parfumingredienz und es gibt auch dieses Jahr eine weitere neue Firma, die sich ganz dem Thema Oud verschrieben hat, ja es sogar im Namen trägt: SoOud oder auch So Oud gaben sich auf der Mailänder Esxence das erste Mal die Ehre und werden uns in allernächster Zukunft auch in Deutschland zu beglücken (ver)suchen.

„An invitation to discover inner beauty, beyond every dogma and ideology“ möchte SoOud sein, eine Einladung, innere Schönheit zu entdecken, ab- oder vielmehr: jenseits jeglichen Dogmas und jeglicher Ideologie.

„This and much more is to be found in SoOud, the new collection of fragrances created by a mysterious French nose with Intertrade Europe. And it is no surprise that the picture of a middle-eastern woman has been chosen, veiled with the classic niquab, to illustrate these entirely new and fascinating fragrances: SoOud is mystery, because it does not reveal the identity of its creator. “

Nun ja… Den Schleier des Mysteriösen bezüglich des Kreateurs kann ich für Euch lüften – Der Parfumeur hinter SoOud ist Stéphan Humbert Lucas, die Nase von Nez à Nez. Ansonsten halte ich den Zusatz bezüglich der Ideologie- und Dogmenferne für nicht ganz unnötig, da man als Symbol für den mysteriösen Charakter der Düfte eben den Niqab gewählt hat… Ich als alter Agnostiker finde das nicht ganz so glücklich gewählt, da für mich der Niqab oder auch Tschador eben – im übrigen genauso wie ein Kreuz – (in den allermeisten Fällen) als ein religiöses Symbol zu werten ist… Egal, Religion soll jetzt nicht unser Anliegen sein, obgleich ich mir vorstellen kann, daß einigen die Motivik der Firma doch aufstoßen wird.

Aber, SoOud meint es ja eben anders: „Because SoOud, apart from every cultural legacy, is a “battement d’aile au dessus du nid fragile et craintif”, a poetic homage by a mysterious nose to the beauty of the soul, to his women, to their dreams veiled by an ancient modesty. “ Eine poetische Hommage an die Schönheit der Frau, der weiblichen Seele. Soso. Octavian Coifan von 1000 Fragrances mutmaßt, daß der Name eventuell von der Saoud-Königsfamilie stammen könnte – in jedem Falle wohnt aber der ganzen Linie mächtig Adlerholz inne, nämlich in, so heißt es, außergewöhnlich hoher Konzentration.

Die Konzentration ist ohnehin etwas Neues, die Düfte werden nämlich als Parfum Nectar und Eau Fine präsentiert, wobei ersteres eine wesentlich höhere Konzentration besitzt als zweiteres. In jedem Falle durfte mein Chef im Gegensatz zu mir die Düfte schon testen und war wohl sehr angetan, das läßt mich zugegebenermaßen doch auch schon ein wenig mit den Hufen scharren, Oud, mein altes Lieblingsthema eben.

Sieben Düfte sind es, die uns erwarten:

Hajj the Sage – „Woodland Freshness“. Als frisch und holzig beschrieben mit einem (be)ruhigen(den) Nomadengeist. Kopfnote: Bergamotte, kandierte Mandarine, Sternanis; Herznote: Rosenholz, Osmanthus, Süßholz / Lakritze, Ingwer; Basisnote: Patchouli, Tolubalsam, Tabakblätter, Vetiver.

Fam the Mouth – „Floral Oud“. Beschrieben als intensives Erlebnis flammenroter Gewürze, in perfekter Harmonie kombiniert mit warmen holzigen Tönen in einer Umarmung von pudrig-floralen Tönen. Ja, wirklich. Nur mit den dazugehörigen Noten komme ich zum Teil (noch) nicht ganz klar: Kopfnote: Safran, Chili, Rose; Herznote: Adlerholz / Oud, Cashmeran, Rose sowie „Rubber Sap“ und „Vinyl Accord“; Basisnote: Sandelholz, Zedernholz, Milch und Moschus.

Asmar (the) Dark Brown – „Woody Amber“. Hier erwartet uns sicher etwas sehr Leckeres: „When Dorian Gray meets Sheherazade“, so das Pressematerial. Diese Begegnung interessiert mich in der Tat, vor allem in Verbindung mit einem versprochenen Ambraduft und diesen Ingredienzen: Kopfnote: Bergamotte, weißer Honig, Nelke; Herznote: gerösteter Kaffee, Ambra, Traube(nmark); Basisnote: Ambra, Tabakblätter, Leder, Moschus, Vanille.

Al Jana the Garden – „Fresh, aromatic, watery, woody.“ Bio-zertifizierte Materialien sollen es sein in Form eines „transluziden Duftes“ vereinigt. Kopfnote: Thymian, Zitrone, Sternanis; Herznote: Immortelle, Ylang-Ylang, Zypresse, Muskatellersalbei; Basisnote: Virginia-Zedernholz, Vetiver, Sandelholz, Tonkabohne.

Ouris the Sublime – „Flowery, fruity, vanilla.“ Eine Symphonie pastelliger Farben soll es sein mit allen erdenklichen fruchtigen Noten, Blumen und Anklängen türkischer Süßigkeiten beziehungsweise Loukoum. Dazu dann Irisbutter und Mandelcreme und heraus kommt ein perfekter Damenduft – ich bin gespannt… Kopfnote: Pfirsich, Pflaume, schwarze Johannisbeere, Honig, Tagetes; Herznote: Jasmin, Zedernholz, Mandel; Basisnote: Iris, Vanille, Sandelholz, Tonkabohne.

Nùr the Light – „Dry Balsam.“ Nùr soll so etwas wie die „Augen, der Spiegel der Seele sein“ – davon ist zumindest die Rede, insofern erwartet uns hier sicher kein Doriansches Dunkelgewächs , nein, vielmehr ein perlig-pudriger Ambraduft der eher helleren Sorte. Kopfnote: Zitrone, Weihrauch, Kamille, Wermut; Herznote: Ambra, Zedernholz, Aprikose, Iris; Basisnote: Eichenmoos, russisches Leder, Bourbon-Vanille.

Burqa – „Woody with oriental hints of leather and amber.“ Und weiter: „Like pure blood flowing, mystical and fluid, from every temple, with tones of Chinese ink and bewitched by essences of hard wood, this anthracite fragrance is a liquid incense with a notable prestige and elegance.“ Ganz abgesehen davon, daß ich, oh Wunder, den Namen nicht mag, weil ich außer den 20er Jahre-Turbanen von Madame Baba, kürzlich in der Rezension von L’Artisans Nuit de Tubéreuse erwähnt, keine (Ver)Schleier(ungen) mag, hört sich das doch in der Tat sehr interessant an: Tintenoten… die erinnern mich gleich an den genialen Pure Oud. Und Leder wird auch versprochen sowie Weihrauch… Mhhhhmmm… Kopfnote: Jasmin, Rose, Veilchen, Kardamom, Salbei; Herznote: Leder, Benzoeharz, Myrrhe, Tinte, „Rubber Sap“ (Kautschuk? Latex?); Basisnote: Ambra, Teak, Patchouli, Guajakholz.

Sobald die Düfte ihren Weg auf meinen Schreibtisch gefunden haben folgt natürlich eine Rezension, versprochen!

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Eine neue Kollektion…
Duftverzeichnis L – Z


Zu Oud-ter Letzt…

Geschrieben in Duft,Holziges,Wissenswertes am 18.05.2010

Was dieses Jahr die Tuberose, war letztes Jahr definitiv Oud – der Renner in der Parfumbranche…

Eine angesagte Ingredienz, das gute Oud. Viele wissen wohl so ungefähr, woher Oud kommt beziehungsweise kennen dessen Herkunft und Herstellung. Ich war darüber auch im Bilde, dachte ich zumindest. Vor ein paar Tagen habe ich einen exzellenten Film zu diesem Thema auf Arte gesehen, „Adlerholz – Vom teuersten Duft der Welt“, Regie: Monika Kovacsics, Stefan Degert – ich kann ihn nur jedem empfehlen, der sich für das Thema interessiert.

Eigentlich ist es ein Trauerspiel. Oud ist die teuerste Duftingredienz der Welt, definitiv. In guter Qualität wiegt man es heute locker mit Gold auf, vielmehr: Es ist sogar deutlich teurer als Gold.

Warum, was macht diesen Preis aus und wie nun entsteht denn Oud überhaupt? Es wird aus dem Harz verschiedener Bäume gewonnen, die zu der Gattung der Aquilaria, der Adlerholzbäume gehören. Das Harz sondert der Baum als Reaktion auf Verletzungen oder auch Parasitenbefall ab.

Allerdings bildet der Baum mitnichten bei jeder Verletzung jenes besondere Harz. Es ist der Wissenschaft bis heute ein Rätsel, wann und warum genau dieses Harz entsteht beziehungsweise was für dessen Bildung verantwortlich ist. Vermutungen gehen dahin, daß ein oder mehrere bestimmte Pilzsorten dafür verantwortlich sein könnten, in diese Richtung wird auch fleißig geforscht. Bisher wurden zwei bis drei Dutzend Pilzsorten an und in den betroffenen Bäumen festgestellt, einige wurden bereits klassifiziert, andere sind noch unbekannt. Fest steht aber, daß bisher sowohl der definitive Auslöser des Verharzungsprozesses genauso unbekannt ist wie der Auslöser des spezifischen (Harz)Geruches, der das Öl so begehrt macht. Weder Baumart noch Standort noch Klima scheinen alleine ausschlaggebend dafür zu sein, wie Wissenschaftler bereits herausgefunden haben.

Auch chemisch gibt uns das Oud nach wie vor noch Rätsel auf: Nicht nur seine Bildung beziehungsweise der Mechanismus derselben ist absolut unbekannt, sein Aufbau ist auch derart komplex, darüber hinaus ist noch völlig unerschlossen, welche Bestandteile überhaupt für den Geruch zuständig sind – will sagen: Man tapst bisher noch vollkommen im Dunklen.

Das ist insofern ziemlich desaströs als das mittlerweile dasjenige Harz, das von der Evolution dazu ersonnen wurde, den Baum zu retten, ihm als Selbstschutz mit auf den Weg gegeben wurde, den Baum nun in seiner Existenz bedroht und ihm zum Verhängnis zu werden droht – in vielen Ländern ist er schon gänzlich ausgerottet.

Die verharzten Stücke des Adlerholz- oder auch Agarbaumes haben nicht nur viele Bezeichnungen wie Adler-, Paradies, Aloe-, Agallocheholz, Calambac oder Oud(h) – sie haben auch viele Fans. Die Anwendungsbereiche sind unterschiedlich, einerseits sind sie beliebt und begehrt als Räucherwerk im nahen Osten, diversen arabischen Ländern sowie Asien, darüber hinaus erfreut sich das Oudöl nicht nur im arabischen Raum großer Beliebtheit, es hat mittlerweile auch in Europa Einzug in die Parfums und somit den Parfummarkt gefunden.

Verwendet werden lediglich die befallenen Stücke, die in Japan auch Jinko genannt werden, sinkender Duft – weil (nur) das verwundete Holz im Wasser sinkt. Und alle wollen natürlich nur exzellente Qualitäten – Oud, das z.b. aus im Wasser verrottenen Bäumen gewonnen wird, gehört zu den billigsten Qualitäten, nicht die richtige Verletzung für den allerfeinsten aller Oudgerüche.

Da sowohl die Parfumindustrie als auch vor allen Dingen Reiche aus dem Orient und Asien wahre Traumpreise für Oud bester Qualität bezahlen, nahm der Raubbau vor allem in den letzten zehn-, fünfzehn Jahren sprunghaft zu. Noch vor 20 bis 30 Jahren waren auf diversen asiatischen Inseln sowie in Indien alte Oudriesen zu finden, zum Teil 100, 150 Jahre alt – diese findet man heute nur noch in äußerst überschaubarer Anzahl in manch gut geschütztem botanischem Garten. Alles andere ist den Oudjägern zum Opfer gefallen, die schneller alles abholzen, als sich die Bestände überhaupt wieder aufforsten lassen. Das ist doppelt tragisch. Vor allem auch, weil mittels professioneller Methoden schonend Adlerholz am lebenden Baum abgetragen werden könnte, man die Bäume meist aber so zerstückelt, daß sie ganz absterben. Ganz abgesehen davon, daß man meist ohnehin andere Wege bestreitet – man holzt sofort ab. Und findet leider nur in weniger als 10% der gefällten Bäume das begehrte Adlerholz.

Mich hat der Film ehrlicherweise traurig gestimmt. Und ich habe mich mitschuldig gefühlt, denn ich liebe Oud und dessen mannigfaltiges geruchliches Spektrum – es weist oft medizinische Anklänge auf und reicht von bitteren, herben und sehr würzigen Noten bis hin zu fast ambriert wirkenden, balsamisch-süßen, immer begleitet von dieser rauchigen Holzigkeit… Es vermittelt mir immer ein Gefühl von Geborgenheit, von Stärke, von Ursprünglichkeit. So bleibt nur zu hoffen, daß man bald synthetische Mittel und Wege findet, Oud nachzuahmen – was wohl bisher so nicht machbar war/ist – und/oder ich plädiere für den Einsatz von mehr „Wasserleichen“ wie oben geschildet – dann verzichte ich auch gerne auf zwei, drei subtilere und feinere Nuancen und schaue mir dann beim nächsten Lombokbesuch lieber die paar übriggebliebenen Urwaldriesen in Natura an.

Liebe Grüße sendet Euch

Eure Ulrike.

Bildquelle: Aquilaria von DXLINH, Agarwood von Hafizmuar, beides via Wiki Commons, some rights reserved. Vielen lieben Dank!

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Neuigkeiten die Zweite.
Wie die Jagd auf ein Phantom
Es oud-et sehr…


Alles neu macht der Mai…

Geschrieben in Ankündigungen am 17.05.2010

… macht die Seele frisch und frei – so dichtete der Herr von Kamp. Nein, nicht BrötchenKamps, der kann sicher auch nicht dichten, es war bereits anno dazumal, genauer: Anfang des 19. Jahrhunderts und der zugehörige Knabe ein deutscher Schriftsteller und Pädagoge, der sich mit jener Volksweise nicht nur in die Herzen der Menschen sondern auch nachfolgend in die deutschen Schulbücher schrieb.

Recht hat er aber, es steht im Parfummarkt wieder jede Menge Neues an, das ich für Euch zusammengesucht habe.

Der rührige Tom Ford hat nicht nur einen äußerst sehenswerten Film – A Single Man, Constantin hat ihn Euch bereits vorgestellt dieser Tage – geschaffen, auch seine Private Blend Kollektion erfreut sich über Zuwachs: Azure Lime heißt der Neue und sieht sich inspiriert durch die Insel karibische Insel Mustique. Blüten, gerne ein wenig tropisch (in ersten Blogrezensionen liest man natürlich von Gardenien) sind wohl darin enthalten genauso wie Hölzer, Moschus und Zitrusfrüchte. Wie üblich für die Private Kollektion gibt es die 50ml-Größe sowie den 250ml-Bottich.

Unser Herr Lutens läßt sich natürlich auch nicht lumpen und rückt wie jedes Jahr um diese Zeit mit Informationen über seine kommenden Neuveröffentlichungen raus: Zwei Düfte, einer für die Paris-exklusive Linie und einer für die Exportkollektion, wie immer. Boxeuses, der Pariser, wird der holzig-ledrigen Fraktion zugerechnet und soll Gourmandanklänge von Süßholz/Lakritze sowie Pflaume enthalten, was mich natürlich gleich hellhörig werden läßt. Bas de Soie, die seidenen Strümpfe, kommt in die Exportkollektion und ist ein Floraler, der, auf Hyazinthe basierend, Iris und pudrige Noten enthält. Boxeuses kommt im Herbst (September) und Bas de Soie wird uns bereits Mitte Juni erfreuen – ersterer in der 75ml-Größe und zweiterer in 50ml, preislich bei ca. 110 Euro und knapp 80 Euro.

Auf der Messe bereits entdeckt und geschnuppert hatte ich vollkommen die Neuen des Herrn Guillaume von Parfumerie Generale unterschlagen: Gardenia Grand Soir und Bois Naufragé, beide limitiert. Gardenia Grand Soir wird als authentische, sehr natürliche Gardenie beschrieben – ganz entgegen der Name vielleicht vermuten läßt, welcher eher auf den großen Auftritt am Abend hinweist. Den kann man mit diesem Duft aber durchaus auch haben – ich kann mich dem Pressematerial sowie den Worten des Herrn Guillaume nur anschließen, der mir jenes auch auf der Messe in Düsseldorf zu seinem Duft erzählte: Diese Gardenie, die mit Sandelholz versetzt wurde, ist annähernd fotorealistisch, lieblich, betörend, aber nicht narkotisierend, zauberhaft leicht für einen Weißblütler und mit grünen Noten angereichert. Bei mir hat sie eine sehr positive Erinnerung hinterlassen, bin gespannt auf den ausgedehnten Test. Hier auch ein nettes Interview zum Duft.

Auch Bois Naufragé habe ich als sehr interessant und schön in Erinnerung – namentlich angelehnt an Treibholz, untergegangenes (Schiffs)Holz evoziert der Duft mit seinen Noten von Feige und Feigenholz, Ambra und Fleur de Sel (dem Luxussalz der Sterneköche) grüne und salzige Noten, welche an die See erinnern, die das so lange beheimatete. Dazu gesellen sich eigentümlich warme Noten, welche an Sonnenmilch erinnern, die vom Meer von der sonnenverwöhnten Haut gespült wurden… Soweit ich mich erinnere ein bemerkenswerter und eigenständiger Duft mit skinnigen und gleichzeitig salzig-holzigen sowie grünen Elementen. Sobald er verfügbar ist folgt natürlich eine ausführliche Rezension :)

Die Italiener von Profumi del Forte ergänzen ihre Versilia-Linie nun mit Duft drei und vier, Versilia Aurum und Versilia Platinum. Versilia Aurum hört sich wie ein sommerlicher fruchtig-floraler Charmeur an mit seinen Ingredienzen: Kopfnote: Orange, Pflaume, Erdbeere; Herznote: Herznote: Rose, Jasmin,Tuberose, Maiglöckchen, Ylang-Ylang, Iris, Sonnenblume, Orchidee; Basisnote: Vanille, Tonkabohne, Perubalsam, Tolubalsam, Sandelholz, weißer Moschus, Ambra. Des Parfumeurs Intention war es, den Geist des Goldes wiederzugeben, einen Duft zu kreieren, „der kostbar ist, aber nicht anmaßend oder überheblich wirkt.“ Das ist im seiner Meinung nach gelungen: „ Am Ende habe ich, glaube ich, den richtigen Weg gefunden – mit einem Mix aus süß und warm, einer zarten Balance zwischen Früchten und Blumen, Hölzern, Harzen, Meeresbrisen und aphrodisierenden Erinnerungen.“

Versilia Platinum ist einem anderen Edelmetall gewidmet, dem Platin. Die Ingredienzen: Kopfnote: Bergamotte, Grapefruit, Rosa Pfeffer, schwarzer Pfeffer, Rhabarber, Myrrhe; Herznote: Geranium, Freesie, Magnolie, Rose, Maiglöckchen; Basisnote: Vanille, Strohblume, Eichenmoos, Weihrauch, Zedernholz, Vetiver, Patchouli. Auch hier war mal wieder der firmeneigene Poet am Werke, was die Duftbeschreibung angeht: „Aus dem Tagebuch des Chefparfumeurs: „An dem Tag, als ich die Gipfel der Apuanischen Alpen erreichte, versunken in die Betrachtung des Meeres, war ich gefangen zwischen ganz unterschiedlichen Welten, die ich mit einem Blick umfassen konnte: die brennende Sonne auf den Stränden und die glasklare Spiegelung der Marmorberge hinter mir, das intensive Blau des tyrrhenischen Meeres und das starke Grün der Kastanienwälder, die fließende Schönheit des Strandes im Sommer und die ewige Schlichtheit dieses glühend heißen Teils von Versilia. Ich stellte mir den Charme eines Parfums vor, das die Landschaft mit ihren weit auseinander liegenden Stimmungen, geschmeidig und mysteriös, bekannt und doch anders als jedes andere Parfum umfasst. Ein einzigartiger Duft, wie das kostbarste der Metalle, das Platin.’’ Wir dürfen gespannt sein…

Verwirrung hat auch noch eine andere Firma gestiftet, und zwar der verrückte Riechkolben von Alessandro Gualtieri, Kopf, Herz und Nase von Nasomatto: Nuda heißt deren neuester Streich, exakt so wie der Neue von Il Profumo. Von einer „Bombe“ ist die Rede, einer „Explosion“. Gewisse Ähnlichkeiten zu der Sexbomb Narcotic Venus sind wohl vorhanden, im Gegensatz zu der dort vorherrschenden Tuberose/Gardenie ist es hier deren Weißblütler-Schwester Jasmin aus Frankreich, die das zentrale Element des Duftes und somit die olfaktorische Verführerin darstellt.

Wenn wir es gerade von Nasomatto haben… Black Afgano, der limitiert im letzten Jahr erhältlich war und sich zügig ausverkaufte, wird aufgrund der sehr großen Nachfrage einmalig nochmals aufgelegt. Soweit wir über den Vertrieb erfahren haben wird es allerdings bei dieser einmaligen Neuauflage bleiben. Wer also noch ein Fläschchen mag – demnächst sollten sie in Bruchsal landen.

Ein weiterer Italiener hat auch noch etwas für uns in petto: Lorenzo Villoresi verspricht uns für Herbst diesen Jahres endlich, endlich mal wieder einen neuen Duft. Iberborea soll er heißen und ist eine Hommage an die Hyperboreer, die Einwohner des sagenhaften mythologischen Landes Hyperborea, den Lieblingen des Gottes des Lichts, des Frühlings, der Heilung und der Künste – Apollon. Sonne, Frühjahr und Kunst – was anderes soll daraus entsprießen als ein Blütenduft? Genau, ein solcher soll es werden, sogar mit (für Villoresi doch ungewöhnlichen) frischen Akzenten.

Des weiteren beehren und Nez à Nez mit einem neuen Parfum: Hiroshima Mon Amour heißt der Duft. Die Noten: Kopfnote: Yuzu, chinesische Mandarine, Pflaume; Herznote: Ambroxan, Wacholder, Birke, Sake, Kirschkerne; Basisnote: Bienenwachs, Moschus, Ambra, Vanille.

So, damit will ich es auch erst einmal wieder bewenden lassen mit den Neuigkeiten -

einen schönen Tag Euch allen und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Vive la France!
Das Duft-Tagebuch lädt Euch ein…


Freitagsverlosung.

Geschrieben in Allgemein am 14.05.2010

Hallo liebe Leser und Leserinnen,

heute wie eh und je unsere Freitagsverlosung für Euch: Wer eines unserer fünf Probenpakete haben mag schreibt uns bitte bis So, 24 Uhr, eine Mail an info@ausliebezumduft.de und nennt uns einen Duft, der diese Woche von mir rezensiert wurde – bitte vergeßt nicht Euren Namen und Eure Adresse in der Mail anzugeben! Viel Glück!

Die Gewinner der letzten Woche, denen ich viel Spaß beim Schnuppern wünsche: Christian S., Christiane H., Annette N., Karin V. und Renate E. – herzlichen Glückwunsch!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Eure Ulrike

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One Night in Paris…

Geschrieben in Duft,Solifloral am 14.05.2010

Sehnsüchtig erwartet wird er, der Neue aus dem Hause L’Artisan Parfumeur: Natürlich wieder von Bertrand Duchaufour, der mittlerweile Hausparfumeur bei L’Artisan ist und sich diesmal der Tuberose angenommen hat.

Nuit de Tuberéuse, die Nacht der Tuberose, ein „Parfum für aufregende Sommernächte in Paris“, wie das Pressematerial verspricht, denn, so daß Pressematerial:

„Pariser Sommernächte sind zu romantisch, als dass man ihnen widerstehen könnte. Die hellen Lichter und das pulsierende Nachtleben der Stadt sind berauschend, fast schon hypnotisch. Sie sind von einer durchscheinenden Anmut, besitzen eine geheime Sinnlichkeit voller verstörender Magie, die die Sinne elektrifiziert.“

So unwiderstehlich wie die Nächte der französischen Hauptstadt, die gerne als „romantischste (Haupt)Stadt der Welt“ gehandelt wird und wie Venedig als (Welt)Stadt der Liebe gilt, soll also auch die Nacht der Tuberose sein… Daß Paris anbetungswürdig ist daran besteht kein Zweifel – was für viele Künstler galt und gilt, trifft auch auf etliche Normalsterbliche zu: Der Lutetia verfallen, Paris, der Schönen und Mutter der Kunst, wie Georg Heym in seinem schwärmerischen Gedicht Sehnsucht nach Paris schreibt. Ein Blick in Googles Streetview – umstritten, aber nicht reizlos – wird auch jeden Kenntnislosen überzeugen…

Überzeugt hat auch Herr Duchaufour bereits in seiner Laufbahn – der „innovative Alchimist“, wie ihn L’Artisan Parfumeur beschreibt, kreierte vor seiner festen Tätigkeit dort bereits unter anderem deren Düfte Timbuktu, Piment Brûlant, Poivre Piquant, Dzongkha und Fleur de Liane geschaffen sowie etliche Düfte für Comme des Garçons (Calamus, Mint, Avignon, Kyoto, Rhubarb etc.), Baume du Doge für Eau d’Italie und natürlich den von mir heißgeliebten Jubilation XXV for Men zum 25jährigen Bestehen des Hauses Amouage aus dem Oman.

Ein Meister des Würzigen und der Gewürzige, aber auch der transparenten Töne – und ein Händchen für Weihrauch und Konsorten… Insofern war von vorneherein klar, daß Nuit de Tubéreuse keine Tuberose von der Stange werden konnte – zumindest für mich. Und mich hat sie nicht enttäuscht, die Nachtblüherin des Herrn Duchaufour…

Aufregend, sinnliche und zeitgenössisch soll sie sein – das ist sie, und wie… Diese Tuberose unterscheidet sich von allem, was ich bisher kenne an Tuberosendüften – von Malle bis Lutens über Delrae Roth

Bereits im Auftakt strömt einem die hypnotisierende Hauptfigur entgegen: Luzide und betörende Tuberose, allerdings ganz anders gebettet als sonst der Fall. Diese Tuberose sieht sich sofort flankiert von Pfeffer, dessen scharfe Würzigkeit von krautigem Engelwurz und Ginster unterstützt wird. Dazu gesellt sich überraschend deutlich wahrnehmbar fruchtig-herbe Mango, deren exotische Facette von Orangenblüte und Ylang im Herzen aufgegriffen werden. Im Laufe der Zeit gewinnt die Tuberose an Cremigkeit, dank dem akzentuierenden Pfeffer wahrt der Duft allerdings gelungen (s)eine Balance, ohne ins allzu Semifloral-Süße abzudriften. Die Basis läßt den Duft holzig-erwärmt ausklingen und untermalt nochmals dessen Würzigkeit.

Ein sinnlicher Duft und eine ungewöhnliche, weil herb-fruchtige (Mango-)Tuberose, modern, aber doch zeitlos umgesetzt. Und – sportlich zwar, weil frisch, aber eben doch – Femme Fatale. Von dieser Assoziation kann ich mich im Zusammenhang mit Tuberosen nie (ganz) verabschieden – und mußte spontan an ein weiteres femme-fatalistisches Pariser Nachtschattengewächs denken, dem ich diese Tuberose sofort „andichten“ würde: An die Stylistin Catherine Baba, die mit ihrem mondänen divaesk-dekadenten Old-Hollywood-Glamour-Modemix seitenweise Modeblogs zu füllen vermag…

Ganz ehrlich? Ich als Nicht-Blümchen, das heißt als Besitzer von verschwindend wenigen Blütendüften (ok, nehmen wir Iris und Rose mal aus, da gibt es ja viele dunkle Gesellen für mich…) war head-over-heels verliebt und trage seit Wochen bei den gestiegenen Temperaturen nichts anderes. Ich brauche eine Flasche. Und, wohlgemerkt: Ich spreche von ganz existentiellem Brauchen, nicht von zierenden Bedürfnissen…

Bin mal gespannt wie es Euch damit geht…

Einen schönen Tag wünscht Euch

Eure Ulrike.

P.S.: (Fast) vergessen, die Ingredienzen: Kopfnote: rosa Pfeffer, Angelika/Engelwurz, Kaskarillabaum, Mandarine, ; Herznote: Ylang-Ylang, Orangenblüte, Mango, Tuberose, Rose, Ginster; Basisnote: Nelke, Hölzer, Sandelholz, Labdanum, Moschus.

Bildquelle: Catherine Baba, zweiteres fotografiert von Ali Mahdavi, some rights reserved. Für weitere Inspiration und Information: www.catherinebaba.com

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Frohes Neues!
Die Herren von Prudence Paris.
Prudence Paris Teil 3.


Tuberose die Dritte…

Geschrieben in Duft,Solifloral,Tabak & Rauchiges am 13.05.2010

Ich bin ein Freund des Hauses Histoires de Parfums, mag einige der bisherigen Düfte, unter anderem Vert Pivoine sowie den Sadisten, 1740 Marquis de Sade, sehr gerne. Den Weg, den Gérald Ghislain aber seit Moulin Rouge 1889 einschlägt, empfinde ich als absolut beeindruckend: Schon bei jenem faszinierte mich kürzlich die Vielfalt der Bilder, die dieser evozierte, der Farbenrausch und die vorherrschende olfaktorische skinnige Trockenheit. Dieser angenehm an frühere Kosmetik, an Lippenstifte oder Puder erinnernde vollkommen trockene Süße, hautnah und intim, dabei auch ein bißchen… verrucht? Verführerisch? In jedem Falle – erwachsen. Und somit paßt sie meines Erachtens nach optimal zu der Tuberosenmotivik.

Exakt jenes geruchliche Moment der Trockenheit findet sich meines Erachtens nach sowohl in der No. 1, La Capricieuse, als auch in der No. 3, der Animalischen, welche ich heute noch rezensieren möchte.

Die Wilde, Leidenschaftliche, Animalische… beginnt mit einem kurzen Intermezzo von Neroli und Orange, welches aber alsbald die Bühne räumt für ausgeprägte Tuberosen- und Pflaumennoten, intensiv und dominant, welche wiederum von besagter Trockenheit begleitet werden. Von Gräsern, getrockneten und Kräutern ist die Rede im Pressematerial – diese rieche ich, alle aber getrocknet und trocken, ergänzt von zimtigen Anklängen würzig-süßer Schärfe, welche allerdings auch von der Immortelle aus der Basis herrühren könn(t)en. Diese gestaltet sich besonnen aber bestimmt mit aromatischen Noten besagter Strohblume und hellem Tabak.

Für mich ist der Duft das Resultat einer Ménage à Trois, einer geheimen: Madame Tuberose suchte sich zwei Liebhaber, nämlich Marquis de Sade und Dandy (Parfums d’Orsay), mit welchen sie sich zu einem diskreten Stelldichein verabredete. Heraus kam – L’Animale, ein Vollblutweib.

Keine typische Tuberose, mitnichten, und auch deshalb gerade sehr testenswert. Sehr gut gelungen und in meiner Phantasie durchaus lecker an einem Kerl – dem richtigen oder besser: passenden natürlich vorausgesetzt ;)

Was haltet Ihr von dem Trio? Habt Ihr es schon testen können? Und seht Ihr ebenfalls einen neuen Aspekt in der Handschrift Ghislains? Ich bin sehr gespannt auf Eure Meinungen!

Morgen folgt noch eine weitere Tuberose, um die Woche komplett zu machen: Diejenige des Herrn Duchaufour, Nuit de Tubéreuse.

Bis dahin alles Liebe und viele Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Gustav Klimt: Hygeia via wikicommons – lieben Dank!

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Duftverzeichnis


Das ewig Weibliche…

Geschrieben in Duft,Solifloral am 12.05.2010

… läßt sich mitnichten mittels einer Facette darstellen, ergo entschied sich Gérald Ghislain von Histoires de Parfums eben für drei: Drei neue Tuberosendüfte huldigen drei verschiedenen Frauentypen oder vielleicht vielmehr: drei verschiedenen Facetten des Weiblichen.

Les Tubéreuses bestehen aus 1 – La Capricieuse, 2 – La Virginale und 3 – L’Animale. Die Kapriziöse, die Unschuldige oder auch Jungfräuliche und die Animalische, Hemmungslose, Wilde?

Die kapriziöse Diva trägt nicht umsonst die Nummer Eins… Bergamotte dient lediglich als temporärer Auftakt, der den Weg ebnet ins tiefste Herz des Duftes: Eine mächtige Tuberose, in voller Blüte stehend nebst einer ebenfalls sehr dominanten, samtig-erdigen Iris. Dieses stolze Duo korrespondiert hervorragend mit der buttrig-weichen Wildledernote, während Safrans Würze für salzig-skinnige Akzente sorgt und sich die Basis von einem Hauch dunkel-pudrigem Kakao unterstrichen sieht.

Ein sehr erwachsener Duft, allen voran durch die omnipräsente Iris, die auf meiner Haut wesentlich dominanter ist als die Tuberose. Die Ledernoten sind satt und stilprägend, durch den salzigen Hautton mimt La Capricieuse am ehesten ein wirklich teures Kleidungsstück aus Leder, welches direkt auf der Haut getragen wird – purer sublimer Luxus würde ich sagen. Eine Frau, die weiß, was sie will – so abgedroschen das auch klingen mag.

An der Nummer zwei hätte Nabokov seine wahre Freude gehabt: La Virginale ist eine kleine Lolita. Das erinnert mich eine amüsante Stelle bei Pitigrilli, der sich in einem seiner Werke darüber ausläßt, weshalb Nonnen in Klöstern immer so unglaublich unattraktiv sein müßten – er, wäre er derjenige, der diese „Stellen“ besetzen würde, er würde sie mit den attraktivsten aller Frauen besetzen und nicht mit derlei Besen, diese würden einem genau das Gegenteil des Bezweckten vermitteln, nämlich, daß, wer der Sünde(n) widersteht, zu einer vertrockneten Jungfer werde ;)

Ich wage mir schon vorzustellen, woher die Unschuld in La Virginale rührt, denn tatsächlich atmet der Duft eine Helligkeit, die derlei Assoziationen hervorruft. Allerdings, genau wie in der Dialektik: Sobald der Begriff der Unschuld gesetzt ist, erweckt man auch das Gegenteil zum Leben, die Schuld oder besser: Sünde… und die Ahnung einer solchen findet man auch in La Virginale. Auch, wenn sie nicht weiß, was sie tut – hier weht bereits der Geist der Verführung… Tuberose in allerschönster Blüte, ergänzt von hesperidischen und fruchtigen Noten – Kirsche, tiefrot und deutlich zu vernehmen samt Mandarine, welche den Duft in sein dicht-florales Herz geleiten, das durch Tiaré und Frangipani eine überbordend exotische Ausrichtung erfährt.

Tropisch wirkt der Duft und betörend, kommt hier auch sozusagen die Schwester der Tuberose, ein weiterer weißer Nachtblüher, der Jasmin, ins Spiel. Unterstrichen wird die vollblütige Ausstrahlung des Herzens von einer Basis aus Hölzern, Patchouli und Vanille, welche für einen süß-warmen Hintergrund sorgen. Diese Unschuld ist zu tief, um wirklich unschuldig zu sein…

Einen schönen Tag und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Stone Face von Petr Kovar via stockxchng, some rights reserved. Vielen lieben Dank!

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Duftverzeichnis


Die Tuberosenmanie…

Geschrieben in Duft,Solifloral,Wissenswertes am 11.05.2010

… hat den Duftmarkt fest in ihrem Griff: Was die letzten Jahre Oud war, welches inflationär in etlichen Parfums auftauchte – sehr zu meiner Freude, wie ich gestehen muß – ist wohl in diesem Jahr die Tuberose. Prada lancierte Infusion de Tuberose, Histoires de Parfums ein ganzes Trio zum Thema und von Bertrand Duchaufour, dem Hausparfumeur von L’Artisan Parfumeur, kam der lang ersehnte neue Duft des Hauses, Nuit de Tubéreuse.

Viel bekannt ist nicht über die Tuberose, auch Nachthyazinthe: Sie stammt höchstwahrscheinlich aus Mexiko und wurde wohl im 17. Jahrhundert von dort aus nach Europa importiert, in Indien aber ebenfalls bereits schon (seit) Mitte des 17. Jahrhunderts kultiviert. Sie ist der Gattung nach eine Agave, der Unterfamilie der Agavengewächse entstammend und zeigt sich als einer Zwiebel entspringende fleischige Pflanze, die über einen ährenartigen Blütenstand verfügt. In wachsigem Weiß gehalten verströmt dieser einen intensiven Duft: Schwer und süß, annähernd honiggleich und vor allem eines – betörend, verführerisch.

Als typischer weißer Nachtblüher ähnelt sie – auch geruchstechnisch – dem Jasmin, welcher ebenfalls in Anbau, Ernte und Ertrag ein schwieriges Pflänzchen darstellt. Noch heute extrem teuer und kompliziert in der Handhabung faszinierte er bereits früher die Menschheit, so auch den gerade in Grasse angekommenen Grenouille in Patrick Süskinds Parfum:

“Ende Juli begann die Zeit des Jasmins, im August die der Nachthyazinthe. Beide Blumen waren von so exquisitem und zugleich fragilem Parfum, daß ihre Blüten nicht nur vor Sonnenaufgang gepflückt werden mußten, sondern auch die speziellste, zarteste Verarbeitung erheischten. Wärme verminderte ihren Duft, das plötzliche Bad im heißen Mazerationsfett hätte ihn völlig zerstört. Diese edelsten aller Blüten ließen sich ihre Seele nicht einfach entreißen, man mußte sie ihnen regelrecht abschmeicheln. In einem besonderen Beduftungsraum wurden sie auf mit kühlem Fett bestrichene Platten gestreut oder locker in ölgetränkte Tücher gehüllt und mußten sich langsam zu Tode schlafen. Erst nach drei oder vier Tagen waren sie verwelkt und hatten ihren Duft an das benachbarte Fett und Öl abgeatmet. Dann zupfte man sie vorsichtig ab und streute frische Blüten aus. Der Vorgang wurde wohl zehn, zwanzig Mal wiederholt, und bis sich die Pomade sattgesogen hatte und das duftende Öl aus den Tüchern abgepreßt werden konnte, war es September geworden. Die Ausbeute war noch um ein Wesentliches geringer als bei der Mazeration. Die Qualität aber einer solchen durch kalte Enfleurage gewonnenen Jasminpaste oder eines Huile Antique de Tubereuse übertraf die jedes anderen Produkts der parfümistischen Kunst an Feinheit und Originaltreue.”

Von Erotik ist hier ebenfalls ein paar Zeilen weiter die Rede, wie auch nicht, in Anbetracht einer solch narkotisierenden Blüte? Mein Verhältnis zu weißen Blüten ist normalerweise ein sehr zurückhaltendes. Tuberose allerdings liebe ich, auch wenn ich bisher nur exakt zwei Tuberosendüfte auf meine Haut ließ, selten – es sind Amoureuse von Delrae Roth und die Tubereuse Criminelle von Serge Lutens.

Letzterer Herr hat mich, ich werde es nicht müde zu erwähnen, auf die Tuberose gebracht – mit einem Interview vor einigen Jahren, in einem Printmedium. Ich hab es hier vorliegen, da ausgerissen, aber vergessen, eine Notiz zu machen – keine Ahnung mehr, aus was für einer Zeitschrift es stammt, leider. In besagtem Interview bekennt Lutens seine Leidenschaft zu der Poesie von Jean Genet, Rainer Maria Rilke, Gérard de Nerval und Charles Baudelaire, dem Poète Maudite, den er als seinen Lieblingsdichter bezeichnet:

„Ich liebe seine gesamte Poesie. Baudelaire verkörpert in seiner Dichtung die Liebenden, die Nacht, die Schönheit, den Tod, die Hässlichkeit. …“

Gefragt nach dem Warum antwortet Lutens folgendermaßen:

„Charles Baudelaire fängt das ein, was die Schönheit in ihrer Eigenart ausmacht – mit ihrer transzendenten und fleischlichen Seite. Er findet Schönheit in Ruhe, in Duft, in Schmuck in Geräuschen und auch in der Hässlichkeit. Seine Sicht der Erotik ist stark mit dem Tod verbunden. Baudelaire ist ein Romantiker, öffnet gleichzeitig die Tür zur Moderne.“

Für mich gibt es keine andere in der Parfumfabrikation verwendete Blüte, die jene Art von Ästhetik der Erotik oder besser: Erotik der Ästhetik besser darzustellen vermögen könnte als die Tuberose. Die Tuberose, diese höchst empfindliche Königin der Nacht in weißes Wachs gegossen, wunderschön, auf fast schon schmerzhafte Weise betörend süß und – vergänglich, ach so vergänglich. Und somit auch auf eine Art morbide anmutend.

Deshalb sollte für mich eine Tuberose auch erwachsen interpretiert werden – nicht unbedingt „nicht jugendfrei“, obgleich das natürlich auch eine Option ist, in jedem Falle aber nicht girliesk.

Ich werde Euch in den folgenden Tagen sowohl die drei Tuberosen von Histoires vorstellen als auch das neueste Werk von Bertrand Duchaufour. Und ich kann Euch bereits jetzt sagen: Es lohnt sich zu schnuppern… und natürlich weiterzulesen ;)

In diesem Sinne – hoffentlich bis morgen!

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Polianthes Tuberosa von Forest & Kim Starr via wikicommons – some rights reserved. Vielen lieben Dank!

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Herbstwonne 1 – Parfum D’Empire
Tuberose die Dritte…
One Night in Paris…


Und weiter geht es…

Geschrieben in Duft am 10.05.2010

… mit Boudica the Victorious, unserer Kriegerkönigin aus Great Britain. Letzte Woche bereits begonnen, werde ich Euch heute hier noch einige ausgewählte Düfte der Kollektion im Schnelldurchlauf präsentieren.

Pure – Citrus Unisex: Laut Boadicea „An innocent fragrance with a twist. The initial simplicity is a deceptive as it grows into a perfume for all seasons.“ Parfum für jede Jahreszeit – ja. Unisex – jein. Total innovativ? Jein. Ein Fruchtcocktail mit tropischen Anklängen, zitrisch-prickelnd und Tiefe atmend durch ein Jasmin-Rosen-Herz auf einer schönen Wärme spendenden Basis aus Sandelholz und Eichenmoos. Je mehr Zeit verrinnt, desto mehr allerdings formt sich Pure zu einem aurengleichen Duft, der in der Tat exotisch und auf eine bestimmte Art und Weise durchdringend sowie sehr rein wirkt. Marina von Perfumesmellingthings scheint er total head-over-heels erwischt zu haben, ich zitiere:

„Pure! The clean, comforting non-smell of a white t-shirt…I was attracted by the almost aldehydic and understated sparkle of the citrus top notes, by the way basil and juniper tempered the would-be robustness and sweetness of the base of sandalwood, patchouli and vanilla. There was an easy grace about Pure, something a little bit child-like…It was the comfort of the familiar, of the neutral…the calming, soft energy of the color white.“

Das kann ich jetzt so nicht für mich unterschreiben. Zuallererst entsprechen die Noten mit Basilikum, Wacholder und Vanille nicht dem, was ich rieche. Und auch nicht dem, was Boadi für den Duft angibt. Sei es drum – ich verstehe, was sie meint und sehe zwar keine Erhabenheit in dem Duft, aber zumindest kann ich das familiäre, vertraute und komfortabel-angenehme Moment sehr gut nachvollziehen, das hat Pure in jedem Fall. Selbst testen ist aber angesagt – die Ingredienzen sind für den eigentlichen Duft dieses Parfums nicht ausschlaggebend bzw. führen, was die Richtung angeht, ein wenig in die Irre.

Seductive – Musk Unisex: Verführend soll er sein, der „intriguing and extremely sensual blend of camphoracious notes against a heart of pepper, patchouli and ambergris.“ Rosmarin in der Kopfnote, Tanne und Pfeffer im Herzen sowie Patchouli, Ambra und Moschus in der Basis. Weshalb dieser Duft jetzt in die Moschus-Kategorie fällt will sich mir nicht wirklich erschließen. Mir ist das Verführer-Thema ja nicht ganz fremd, es ist Thema meiner Dissertation, in jedem Falle dürfte dieser Duft hier mein Favorit sein, was die Linie angeht: Krautig-ätherischer Rosmarin (darauf bezieht sich wohl die Kamphermetapher) mit brust- und lungenweitenden harzigen Tannennoten und subtiler Pfefferwürze auf einem sanften Lager von Moschus und Ambra, welches eigenartig skinnige Momente stiftet und mit Patchouli die Tiefe des Duftes verstärkt.

Alluring – Floral Women’s: „A gentle, feminine fragrance of great depth and tenacity“, so die Firma, die die Kopfnote mit Sommerfrüchten benennt, das Herz mit Rose und Ylang-Ylang füllt und in die Basis Patchouli und weiteres, natürlich Ausgewähltes und Wertvolles gepackt hat. Moos ist da für mich auf jeden Fall drin in der Basis, überhaupt rieche ich auf jeden Fall eines: Ein fruchtiges Rosenchypre, und zwar ein sehr schönes. Aber, Herr Boadi, ich muß sie enttäuschen – dieser Platz ist in meinem Herzen schon vergeben, und zwar an Eau Suave von Parfum d’Empire. In diese Richtung geht Alluring aber in jedem Falle, einzig – ein wenig fröhlicher ist er, ein wenig sonnenverwöhnter. Ich schlage mich wie annähernd immer auf die Seite der Melancholie ;)

Invigorating – Citrus Unisex: „Fruity and fun.“ Drei Worte und sechs Ingredienzen – Bergamotte im Kopf, Jasmin und Geranium im Herzen und Pfeffer im Hintern äh Ambra, Tanne und Labdanum in der Basis. Auch hier führen die Noten irgendwie in die Irre. Zumal sie in der nächsten Pressemitteilung dann wieder anders angegeben sind – da kommt nämlich Yuzu hinzu und Orange samt Lakritze und dunkler Schokolade. Darauf basiert auch die gar begeisterte Rezension bei Now smell this. Für mich ein flirrend-flirtiger Duft, hell und luftig, unbeschwert. Jasmin, betörend weil eben einmal nicht narkotisierend-schwer-erdrückend und ohne jegliche indolischen Anklänge, ich meinte eigentlich auch fruchtige Noten zu entdecken, Beeren. Hesperiden sind auf jeden Fall in den Anfängen vorhanden, weichen dann aber recht zügig um später in der Tat leichten Lakritz-Kakao-Noten Platz zu machen, die aus dem Duft aber weder einen Gourmandduft noch einen Herbst-/Winterkandidaten machen. Für mich, da schließe ich mich den Amis an, definitiv ein gut gelaunter Duft für die wärmere(n) Jahreszeit(en).

Delicate – Floral Women’s: Der Mai, der Mai… „A dance through a May Bluebell Wood carpeted with flowers“ soll es sein. Ein harmonischer Blütengrünling würde ich sagen, Frische und Frühling ausstrahlend. Narzisse(n) im Kopf schwirrend und Bergamotte (welche für mich kaum zu entdecken ist), Jasmin und Rose im Herzen und eine Basis von Sandelholz und Styraxharz. Alles wieder ein wenig verfremdend – Delicate ist voll überschwenglich grüner Noten und mit definitiver Priorität auf die Narzisse, ich entdecke hier keine verführerischen Weißblüter sondern grün in allen Möglichen Facetten mit zart-herben floralen Kontrasten, darüber hinaus aldehydische Anklänge und vor allem eine definitiv chyprierte Ausprägung. Angenehm altmodisch oder besser: nostalgisch. Und wohl einer der Düfte, die Madame Obama so begeisterten – kann ich mir gut vorstellen: Ein Duft für eine präsente und elegante Frau, die definitiv Frau ist, aber keinen girliesken Schnickschnack und Firlefanz braucht, um sich so zu fühlen.

Exotic – Musk Unisex: Wieder eine dieser unbrauchbaren Einteilungen… Der Duft hat seinen Namen wohl von dem afrikanischen Costus, einem Verwandten der Ingwergewächse, der hier nicht zu knapp mit verarbeitet wurde. Eine gewisse ins Herbe weisende Fruchtigkeit ist verdeckt erkennbar, begleitet von Lilien und zarter Rose, welche von kuschelig-warmen Noten umhüllt werden: Ambra und Moschus tun hier ihr Übriges, Weihrauch soll auch mit von der Partie sein, kann ich aber kaum entdecken. Aber den Lavendel in der Kopfnote kann ich entdecken nebst verhaltener Bergamotte. Ersterer unterstreicht vortrefflich den samtweichen Charakter des Duftes. Smooooooth.

So. Das war es erst einmal für heute. Ich würde mich über Eure Eindrücke von und zu der Linie freuen! Ansonsten wünsche ich Euch in jedem Falle einen guten Start in die Woche und verbleibe

mit lieben Grüßen,

Eure Ulrike.

Bildquelle: John Opie: Boadice haranguing the Britains via Wiki Commons.

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Our summer draw goes into extra time!
Und noch einmal – die Vergessenen.
Unser Sommergewinnspiel geht in die Verlängerung!


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