Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Freitagsverlosung.

Geschrieben in Allgemein am 26.02.2010

Hallo liebe Leser(innen),

heute ist Freitag, dementsprechend ist unsere Verlosung heute wieder angesagt – fünf Probenpakete warten auf neue Eigentümer. Darüber hinaus ist aber heute nicht nur Freitag, sondern auch der letzte Freitag im Monat. Insofern kommt heute wie versprochen auch noch etwas Besonderes hinzu: Wir verlosen eine der wunderbaren Mizensir Duftkerzen, und zwar eine, die ganz toll zum hoffentlich bald eintretenden Frühling paßt: die Néroli Impérial.

Wer eines der Probenpakete haben mag und/oder die Duftkerze, der schreibt uns bitte bis So, 24 Uhr eine Mail mit seinem Namen und seiner Adresse an info@ausliebezumduft.de und nennt uns einen der Lederdüfte, die diese Woche rezensiert wurden.

Die Gewinner der letzten Freitagsverlosung waren im übrigen: Katrin S., Michaela D., Olivia K., Juliane Z. und Silke S. – herzlichen Glückwunsch!

Wie immer freuen wir uns natürlich, wenn Ihr Zeit, Lust und Muße habt und Eure Eindrücke bezüglich Eures Dufttestens mit uns teilen wollt :)

Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Eure Ulrike.

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Lederluder die Zweite.

Geschrieben in Duft, Leder am 26.02.2010

lederluder2Jasmin und Leder ist eine beliebte Kombination, hatten wir jene doch auch gestern schon mit Mecheris Fleur de Peau. Sicher liegt es auch an den durch das Indol oftmals hervorgerufenen animalischen Tendenzen des Jasmins, die sich ganz hervorragend mit Leder vertragen. Unsere heutigen beiden Kandidaten zeichnen sich ebenfalls dadurch aus, das ihre beiden Hauptprotagonisten Jasmin und Leder heißen. Und – vielleicht verrät es das „Bildchen” nebenan schon: Die Lederlinge heute haben es faustdick hinter den Ohren…

Cuir Ottoman von Parfum d’Empire ist mein erster Kandidat. Parfum d’Empire, diese kleine italienische Manufaktur von Marc-Antoine Corticchiato ist ein, ich werde es nicht müde zu erwähnen, meines Erachtens nach völlig unterschätztes Haus. Zahlreiche bemerkenswerte Düfte stammen dorther, von denen ich einige sicher noch vorstellen werde – unter anderem mein Ambra-Liebling Ambre Russe oder das wunderschön melancholische Rosenchypre Eau Suave, mein krautiger Lederliebling Eau de Gloire, der sich so perfekt für beginnende Sommer eignet und noch viele andere…

Kommen wir zurück zu Cuir Ottoman. Dessen Ingredienzen: Kopfnote: Jasmin, Iris, Labdanum (Zistrose); Herznote: Leder, Tolubalsam, Benzoe; Basisnote: Weihrauch, Vanille, Tonkabohne.
Cuir Ottoman ist, wie jeder Duft von Parfum d’Empire, eine Hommage. Eine Hommage an eine bestimmte Zeit oder Epoche, eine Reminiszenz, eine olfaktorische Impression davon. Cuir Ottoman sieht sich so inspiriert durch die Erotik und das Mysterische des Osmanischen Reiches… Was erwartet uns da? Eine sehr ambivalente und kraftvolle Komposition. Hier prallen alle möglichen Attribute aufeinander: Cuir Ottoman ist sowohl elegant als auch herrisch und dominant, sanft als auch wild und ungezügelt. Bereits kurz nach dem Sprühen zeigt Cuir Ottoman sein wahres Gesicht: Eine virile (Glatt)Ledernote, bestens ausbalanciert durch erdig-weiche, samtige Iris, die für eine durchgängige Süße sowie buttrige Noten sorgt und von indolisch anmutendem, betörendem Vollblutjasmin ergänzt wird. Virtuos abgestimmt ist das ganze Vergnügen mit Harzen, Weihrauch und würzig-weicher Vanille. Cuir Ottoman ist ein sehr besonderer Duft: Einerseits wirklich dreckig, tiefdunkel-ledrig und animalisch, verfügt er doch über eine Eleganz und eine, manche würden jetzt in falsch übersetztem Englisch „sensitive” Art schreiben… Empfindsamkeit? Zartheit? Sensibilität? Kann ein Duft sensibel sein? Ich habe keine Ahnung. Aber ich weiß, daß ein Duft erotisch sein kann. Und das ist er auf jeden Fall. Im übrigen sicher an beiden Geschlechtern.

Parfum d'Empire Cuir OttomanAuf jeden Fall aber bemerkenswert ist nicht nur der Duft selbst, sondern auch eine spezielle Note, die nicht jedem gefallen wird: Ich rieche auf meiner Haut auch… Benzin. Mit etwas Gummi vielleicht? Nicht so extrem wie in den dementsprechenden Comme des Garçons-Düften, nein, aber Cuir Ottoman hat auch schon einen Tick Gummi aus Bulgaris Black inhaliert, die Spritnote wiederum erinnert mich an Nostalgia von Santa Maria Novella, der eigentlich nur Benzin, Rauch und Leder war, wie ein schönes altes Auto, das ich leider noch nie hatte ;)

Das nächste Lederchen ist eines, das ganz bestimmt in nächster Zeit noch bei mir einziehen wird: Tuscan Leather von Tom Ford aus seiner Private Blend Collection, konzipiert als Herrenduft – aber was sagt das schon… Unglücklicherweise habe ich ihn erst spät entdeckt, die Private Blend Collection ist so groß, nicht ganz billig… nun, ich war zu der Zeit auch ein bißchen ledermüde, ergo kam er mir erst vor circa einem halben Jahr unter die Nase. Wow. Ich könnte die ganze Restrezension mit Wows und Woahs füllen, das wäre für Euch aber sicher wenig lesenswert. Ein Kracher. Dieser Duft macht keine Gefangenen, wirklich nicht. Marcher ou mourir – marschieren oder sterben ist hier die Devise, hier gibt es keine Kompromisse. Und ich marschiere mit, keine Frage, schreite vorwärts in heller Freude, denn: Tuscan Leather ist ein Puristenleder allererster Güte, eine wirklich ganz reinrassige Interpretation schönsten Glattleders – einerseits. Aber andererseits eben auch mit einem modernen Twist, einer sehr zeitgemäßen Ausprägung.

Das erschließt sich einem schon nach der Lektüre der Ingredienzen: Safran ist da angeben, Himbeere und Thymian sowie Jasmin, Leder, Hölzer und Weihrauch. Leder ist schon von vornherein das dominierende Element, tiefschwarzes Glattleder wie dasjenige einer unendlich teuren Lederjacke oder einem sündhaften Paar neuer Schuhe (oder auch, olfaktorisch verglichen: wie das in Knize Ten). Rauchige Noten, ein wenig angebrannt, die einem fast schon in der Nase brennen, kommen hinzu und kreieren einen gewagten Spagat mit den wirklich vorhandenen, äußerst deliziösen Beerennoten, die eine hintergründige frische Fruchtigkeit schaffen. Jene Fruchtigkeit beherrscht allerdings eher den Hintergrund beziehungsweise zeichnet diesen, welcher ebenfalls von verhalten-leisen würzigen Noten bestimmt wird. Jasmin hingegen vollendet den Akkord von (Him)Beere und Leder und brilliert mit dem ihm eigenen Aroma, das ich, obgleich abgedroschen, eben immer nicht anders als „betörend” weil eben typisch weißfloral atemberaubend bezeichnen kann. Kühles forderndes Leder kontrastiert mit dezenter Wärme und subtiler Süße – ich finde Tuscan Leather “hot hot hot”.

Für mich von Null auf Hundert einer der schönsten Lederdüfte, den ich kenne… und schon zuckt er wieder, mein Bestellfinger…

Viele liebe Grüße,

Eure duftsüchtige Ulrike.

Bildquelle: Beware! von Jenny Rollo, Warm to cool von Aldon Scott Mc Leod, beide via stockxchng – vielen Dank für die schönen Bilder!

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Condé Nast Verlag: zweite Ausgabe von VOGUE BEAUTY noch in diesem Jahr
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Ein Lederluder…

Geschrieben in Duft, Leder am 25.02.2010

… bin ich schon lange – zumindest olfaktorisch, um Euch gleich vorneweg den Wind aus den Segeln zu nehmen, bevor falsche Vermutungen auftauchen ;) Diese Leidenschaft habe ich mit einigen anderen gemeinsam, unter anderem auch mit Gaia von The Non-Blonde und Marina von Perfumesmellingthings, welche eine ganz imponierende Liste mit Lederdüften erstellt hat – siehe hier.

In letzter Zeit hatten wir ja bereits Mecheris Cuir Cordoba, das mich auf die Idee gebracht hat, ein paar meiner Lieblingsleder mit Euch zu teilen. So habe ich einige herausgepickt und werde Euch heute und auch morgen, vielleicht auch mal noch zu späterer Gelegenheit ein paar davon vorstellen – in kurzer Form und sehr subjektiv selektiert.

Uuuh, Leder, werden sich jetzt einige denken – aber: Der Blick lohnt. Die Bandbreite der Lederkandidaten, im übrigen auch eine der ganz klassischen Duftnoten, gibt einiges her, unter anderem auch etliche Lederchen, die gar nicht so typisch streng nach Leder duften und auch für die Träger und Liebhaber weicherer und/oder femininerer Düfte durchaus einen Testversuch wert sein sollten. So sind auch die ersten beiden Tage meiner Ledernotizen den eher softeren, süßeren und weiblicheren Lederdüften gewidmet, während nächste Woche dann die Düfte für echte Kerle folgen…

viproomBeginnen möchte ich mit Vip Room, dem leider auf – soweit ich weiß – 3000 Exemplare limitierten Signatureduft des gleichnamigen Pariser Nachtclubs. Kreiert wurde Vip Room von Benoist Lapouza, die Ingredienzen sind: Bergamotte, Mandarine, Tiaréblüte, Ananas, Sandelholz, Vetiver, Birke, Iriswurzel, Leder, Styrax, Ambra, Vanille und Moschus.

Vip Room ist… Mata Hari auf Hawaii oder auch: eine Piña Colada trinkende Domina. Mir zaubert dieser Duft jedes Mal postwendend ein Lächeln auf mein Gesicht: Hier treffen tropisch-florale Noten von Tiaré auf frisch-prickelnde Hesperidennoten samt sehr prominenter spritzig-fruchtiger Ananas, definitiv an einen leckeren Cocktail erinnernd und untermalt von einer sehr schönen und weichen Wildledernote. Ein helles und butterweiches Wildleder ist es, das von einer subtil-warmen Süße begleitet wird, die allerdings weit entfernt davon ist, eine ähnliche Direktheit vorzuweisen wie jene fruchtig-offensive in Mecheris Cuir Cordoba oder jene in Lutens’ Daim Blond. Das Wildleder hier ist feiner, weicher, ohne dominant-animalische Noten.

Vip RoomSmooth, mit einer schönen Wärme in der Basis durch samtige Iris, Vanille und Harze erinnert dieses durchaus elegante Düftchen wirklich an einen perfekten Urlaub, ohne in eine banal-blöde Tropic-Tralala-Ebene abzugleiten. Möchte man sich den Duft vorstellen, möge man gedanklich Ananas Fizz oder besser: Bahiana von MPG in einen Topf werfen mit Bulgaris Black, bei welchem man allerdings die doch prägnanten Gummi-/Kautschuknoten etwas zivilisiert (ja, ahnliche Anklänge besitzt auch Vip Room) und durch Cuir Cordobas Wildledernoten ergänzt.

viproom3Ein weiterer Kandidat, wenn wir schon bei Mecheri sind, ist deren A Fleur de Peau. Was sich hier so harmlos anhört, hat es definitiv in sich: Anders als der Name vielleicht vermuten läßt, der frei übersetzt so etwas wie nahe an der Haut heißt, eine Phrase, die aber von der wortwörtlichen Übersetzung der „Hautblume” auch bereits wachgerufen wird – bei A Fleur de Peau handelt es sich mitnichten um das, was man normalerweise unter einem Skin-Duft versteht. Meines Erachtens nach hat sich Frau Mecheri hier ein wenig durch die alten Carons, allen voran Tabac Blond inspirieren lassen, aber auch und vor allem durch Chanels altes Meisterwerk Cuir de Russie. A Fleur de Peau ist eine moderne und etwas vereinfachte Interpretation von letzterem, wie mir scheint: Ein leicht-würzig-pudriger Lederduft mit zum Teil auch ins Indolische gehenden Noten. Indolisch? Das ist eine sogenannte „fäkale” Note, die bei Zibet und auch Jasmin vorkommt – beides Ingredienzen, die A Fleur de Peau beinhaltet. Natürlich riecht der Duft deshalb nicht nach Exkrementen, nein – lediglich hat er die dafür typische, etwas animalische Tendenz, wirkt insofern für meine Nase auch etwas „dreckiger” als Chanels russisches Leder, was durch den vorhandenen Moschus noch unterstrichen wird. Ein Duft, den ich mir sowohl bei Frauen als auch Männern gut vorstellen kann, wobei er letzteren schon ein bißchen Wagemut abverlangt, da er, ja – wollüstig wirkt und eine erotische Aura hat.

Die Ingredienzen, bevor ich es vergesse: Leder, Jasmin, Mandarine, Iris, Ylang-Ylang, Ambra.

Für heute erst einmal genug der Lederchen, morgen geht es weiter…

Ich wünsche Euch einen schönen Tag!

Liebe Grüße, Eure Ulrike.

Bildquelle: Tropical Waters 2 von Dez Pain, Pineapples 2 von Angela Knipe sowie Woman’s Body von Celiece Aurea, alle via stockxchng – Danke für die tollen Bilder!

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Der Biß der Viper – Glamoxy Snake Serum !

Geschrieben in Kosmetik am 24.02.2010

Glamoxy Snake SerumDer Biß der Viper! Wenn Stars Schlange stehen, dann weil sie auf das neue „Snake Serum“ stehen.

Verzeihen Sie  mir das doofe Wortspiel, aber gerade erlebt die Beauty-Szene einen Aufruhr von den Ausmaßen eines „Deep Impacts“. Da fehlen auch einem eingefleischten Szene-Beobachter wie mir mal die Worte (zumindet vernümftige Worte). Auslöser des Aufruhrs in der Welt der Hollywoodstars ist eine ganz unscheinbare kleine schwarze Flasche aus dem Hause Rodial.

Zugegeben, die Marke Rodial war schon immer gut für handfeste Revolutionen, schließlich erobert regelmäßig eines der auf High-Tech-Naturkraft basierenden Produkte die A-Wish-List der Schönen und Reichen. Alleine für den Anti-Aging-Power-Cocktail „Glam Balm“ sollen Gerüchten zufolge alle Big Names in Hollywood schwärmen, von Kylie Minogue, über Amber Valetta bis Sarah Jessica Parker.

Also kann man sich die Szenen, die sich dieser Tage vor New Yorks Parfumerien abspielen in etwa so vorstellen: Hunderte Männer und Frauen drängeln sich für das Glamoxy Snake Serum früh morgens nach Sonnenaufgang vor den noch verschlossenen Glastüren bei Bloomingdales. Es wird gekreischt, Haare gezogen und gegen die unerbittlich verschlossenen Türen gehämmert. Dann endlich, ein verängstigter Wachmann schließt von innen die mächtigen Tore auf, es gibt kein Halten mehr, die Meute rennt los, eine Mischung aus hastenden und schreienden Top-Models, um sich boxende Banker und fluchende Filmstars. Alle haben nur ein Ziel: Den Rodial-Counter. So oder so ähnlich. Vielleicht geht auch die Phantasie mit mir durch. Fakt ist aber: das heißeste, angesagteste Produkt der Saison ist das neue ”Snake Serum“ von Rodial. Punkt.

Lernen von der Natur –  Kapitel 1: Der Biß der Tempelviper

Während hierzulande Möchtegern-Beauties sich noch regelmäßig ihre Dosis Botox ins Gesicht spritzen lassen, den Schönheitschirurgen um Hilfe gegen Fältchen anflehen, die sonst nur all zu oft gar niemanem auffallen würden, und sich alle paar Wochen für ein verlängertes Wochenende zurückziehen, um sich einem chemischen Peeling hinzugeben, hat Rodial längst den Trend der Zukunft erkannt:  effektive Pflege aus Natur-Power. Star aller Produkte ist zum Beispiel der Allround-Wirkstoff aus dem Granatapfel „Ellagtannin“. Er kann die Kollagenproduktion ankurbeln, somit das Gewebe straffen und ist ein echter Anti-Age-Fighter. Ganz neu entdeckt haben die Forscher in den Rodial-Laboratorien aber eine Geheimwaffe, die weniger unschuldig daher kommt wie ein harmloser Granatapfel: ein Wirkstoff, der die Wirkungsweise der Tempelviper nachahmt: Syn-ake (Wortspiel: Snake!).

Zwei Jahre intesivster Studien hat es gebraucht, bis der ultimative Stoff gefunden war, der die Muskelpartien sozusagen „einfriert“. En detail: Syn-ake ist ein Peptid, dem „Gift“ der Tempelviper nachempfunden, das nach dem Auftragen die Kontraktionen der Gesichtsmuskulatur minimieren. Der gesamte Gesichtsbereich erfährt ein kleines, sanftes Lifting, Linien und Fältchen werden aufgefüllt (dank „filow BTX, einem Sauerstoffträger, und „Proturon“, einem intensiven Feuchtigkeitsspender mit 3D-Effekt). Innerhalb kürzester Zeit nach dem Auftragen entspannen sich die Gesichstzüge, der Teint wirkt geglättet. Also im Grunde all das, was sich Botox-Junkies von ihrer Spritze erhoffen, nur ohne Botox und ohne Nebeneffekten! Denn das neue sauerstoffangereicherte  „Glamoxy Snake Serum“ wirkt nur einige stunden lang. Botox-ähnliche Unfälle sind also ausgeschlossen, da die Muskeln nicht völlig lahmgelegt werden, sondern nur kurze Zeit eine keline Pause einlegen dürfen. Nichstdestotrotz sind die Resultate verblüffend: Das Gesicht wirkt erfrischt, runder, aufgefüllter (im positiven Sinne!). Bei langfristiger Anwendung kickt dann auch noch der enthaltene Granatapfel: Der Kollagen-Gehalt der obersten Hautschicht steigt und füllt Falten von innen heraus auf.

Hollywood ist zwar immer schnell dabei, eine neue Pflege als „Wunderprodukt“zu bezeichnen, und dieses Wort kommt mir sicher nicht über die Lippen, respektive auf den Computer. Aber ich muss zugeben, sie alle haben recht, die Sienna Millers, Victoria Beckhams und Angelina Jolies dieser Welt. Denn die sind – so hört man allerorts – bereits große Fans des Viper-Serums. Grund genug hätten sie ja, denn neuerdings sieht man immer wieder ehemalige TV- und  Kino-Sternchen, die mit Botox-festgefrorenem Blick in Kameras weinen, dass sie aufgrund zu vieler Eingriffe und Spritzen keine Mimik mehr hätten und deshalb wiederum keine Aufträge mehr bekämen. Schauspielerinnen, die nicht lächeln oder weinen können will nun mal niemand sehen. Schauspielerinnen mit Falten haben es aber eben auch sehr schwer – die großartige Meryl streep mal ausgenommen. Ergo: Ein Produkt, das Botox-ähnlich wirkt und Linien wegzaubert – aber keine veheerende Langzeitwirkung einbrockt, hat das Zeug zum Superstar der Kosmetik-Welt. Einziger kleiner Haken: ein Fläschen kostet um die 145 Euro – allerdings reichen jeden Morgen und Abend ein paar Tropfen, also hält das Fläschen recht lange. Und seien wir ehrlich: Wer schonmal mit dem Botox-Gedanken gespielt hat, der weiß: Er käme mit irgendwelchen Eingriffen bei weitem nicht so preisgünstig weg.

Nun gibt es dieses „Wundermittel“ (uups, jetzt hab ich’s doch so genannt) also auch in Deutschland! Hurra, endlich Falten-frei-für-alle! Es bleibt abzuwarten, ob sich demnächst deutsche Stars auch an Glastüren drücken, um ein Fläschen zu ergattern. Witzige Überlegung: Neben wem ständen wir dann früh morgens wohl in der Schlange? Neben Heidi Klum, Oliver Pocher und Diane Krüger? Gut, dass es das Mittelchen auch im Internet zu bestellen gibt, dann spart man sich die Prügelei mit der deutschen Prominenz. (Meine Phantasie geht schon wieder mit mir durch). Aber überlegen sie sich schon einmal, was Sie in Zukunft sagen werden, wenn jeder im Büro wissen will, wieso Sie so verdammt gut aussehen. Ich bin nämlich sicher, dass jeder Ihr Geheimnis teilen möchte…

Dann dürfen Sie aber ruhig die Geschichte erzählen, von der Schlange und dem Apfel, und der Schöpfung einer neuen Beauty-Ära.

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Der neue Star: Rodial – Glamoxy Snake Serum
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RODIAL KOSMETIK – das Beste aus Natur und High Tech


Die Wiedergeburt der ganz Großen.

Geschrieben in Allgemein, Ankündigungen am 23.02.2010

„Thierry Mugler” und „Versus” nehmen noch einmal Anlauf. Und die Mode-Fachwelt munkelt: sie könnten es schaffen! Aber während die Fashionistas sich noch gedulden müssen, werden wir Beauty-Victims schon mal verwöhnt…

Thierry Mugler -
das It-Label der Achtziger,
dann Dornröschenschlaf.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin mit Mugler groß geworden. Meine Mutter liebte die extravaganten Schnitte und rasanten Teile, mit denen der Pariser Designer in den Achtzigern regelmäßig für wahre Begeisterungswellen in Modezeitschriften wie bei Kundinnen sorgte. Bedrohlich große Schulterpolster, kantige Schnitte, Leder als ewiges Lieblingsmaterial – der Look der Power-Generation. Doch den Sprung ins neue Jahrtausend hat Mugler irgendwie nicht so recht geschafft. 2003 wurde die einst gefeierte Couture-Linie des Hauses sogar eingestellt. Burn-Out? Oder nur kreativer Verschnaufer? Thierry persönlich hatte sich aus dem kreativen Geschäft nach und nach zurückgezogen, widmete sich anderen Projekten, wie seinen Parfums („Alien”, „Angel” und die „Miroir, Miroir”-Kollektion) und seiner großartigen Make-up-Linie unter dem Namen „die Kunst der Metamorphose”. Wer die gar nicht mal so kleine Range der Mugler-Beauty-Produkte noch nicht kennen sollte, der hat es lässt sich nicht anders sagen – etwas verpasst. Großartige und lang haltende Lip-Glosse in spektakulären Lack-Farben, der beste Eyeliner, den ich kenne, und ein etwas gewöhnungsbedürftiger blauer Glacis-Concealer mit eisigem Frische-Effekt, der aber super-effektiv Rötungen kaschiert. Puder, Lidschatten, Make-up-Base – die Linie umfasst eine ganze Welt außergewöhnlicher Produkte. In neuester Zeit entwarf der Alt-Meister außerdem die Kostüme für Beyonces „I am … Sasha Fierce”-Tournee. Insegsamt blieb Mugler mit seiner Arbeit also immer im Rampenlicht, nur sein Hauptwerk, sein Mode-Label geriet etwas in Vergessenheit. 2008 kam Rosemary Rodriguez zur Marke als neue Chef-Designerin, die zuvor viele Jahre das Label Paco Rabanne federführend gestaltet hatte. Und langsam aber zielsicher baut die quirlige Dame das Unternehmen wieder auf, haucht ihm neues Leben ein. Momentan gibt es neben der eher noch unspektakulären Männermode auch eine kleine Damenkollektion, Tendenz auf dem Trend-Barometer aber steigend. Mode-Experten und kreative Köpfe weltweit orakeln seit ein paar Monaten, Mugler wäre DAS kommende Label, und werde nach der längeren Auszeit wieder in den Fashion-Olymp zurückkehren, ganz nach oben bis an die Spitze.

Hier ein Video mit der Chefdesignerin:

visual-blue-collectionUnd wie es der Zufall will (Ist es ein Zufall?) bringt die Beauty-Kollektion Mugler dieses Jahr eine große Make-up-Kollektion auf den Markt, bleibt die Frage: Profitiert Mugler Beauty vom aufgehenden Stern des Mode-Labels, oder nutzt der Keimling in den Herzen der Fashionistas die Beauty-Range als Nährboden, um dieses Jahr endlich wieder zu voller Blüte zu kommen. Egal, wer wen befruchtet, der Fahrplan für 2010 ist großartig ausgearbeitet und sorgt sicherlich für starke Medien-Präsenz. Und ganz nebenher ist es der perfekte Moment für alle, sich endgültig in Thierrys wunderbare Welt der Metamorphose zu verlieben. Denn 2010 bringt Mugler gleich vier wunderbare Kollektionen, auf die ich bereits eine Preview erhaschen durfte. Den Auftakt macht im März die sogenannte „Blue Collection”. Im Zentrum steht (Ach was) die Farbe Blau. Eine wahre Farbexplosion, die sicherlich ein bisschen Mut erfordert, aber diesen Anspruch hatte Muglers arbeit ja schon immer.

Die Reise in das blaue Universum beginnt mit einem Eyeliner in „Electric Blue”, einem effektvollen Nachtblau mit Metallic-Optik, der mit einem Pinsel aufgemalt wird (also nichts für Ungeübte. Kleiner Tipp: stützen Sie den Ellbogen beim Lidstrich-ziehen auf, dann zittert die Hand weniger und der Strich wird gerader. Notfalls mehrer kleine Punkte setzen und dann erst zu einer Linie verbinden Nur Geduld, mit der Zeit wird die eyeline immer schöner, das Üben lohnt sich, zumal Lidstrich gerade wieder total „in” ist!) Natürlich ist ein blau erst einmal etwas ungewohnt, aber für den Abend ein toller Hingucker. Wer mag, kann die cremige Textur auch mit dem Finger zu „Smokey Eyes” verwischen, allerdings finde ich persönlich die Variante als 60ies-Line einfach super-schick.

regard-stellaire-bleu_freiDer dazu passende Lidschatten „Regard Stellaire Blue Rhapsody” bietet eine Palette verschiedener blau-Schattierungen. Zuerst die Grundierung in „Icy Blue” auf das gesamte Lid auftragen (bis direkt unter die Augenbrauen!) und dann nach Herzenslust mit den anderen Nuancen experimentieren. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem strahlenden Türkis in den inneren Augenwinkeln? Oder das kräftige „City Night Blue” in Bananenform über dem beweglichen Lid – entfalten Sie ihre eigene, spielerische Kreativität, die Farben harmonieren in jedem fall perfekt miteinander, lassen den Blick strahlen und halten besonders lange (ein Benefit, den übrigens alle Mugler-Beauty-Produkte haben: sie halten wirklich wischfest über viele Stunden).

Die Kollektion wird abgerundet durch einen blauen Lip-Gloss, den man zwar auch solo auftragen kann, besonders hübsch finde ich ihn aber als Highlight auf einem klassischen, kühlen roten Lippenstift. Erst das Rot auftragen und dann den gloss nur auf die Lippenmitte tupfen, das lässt den Mund verführerisch schimmern und voller erscheinen. Und das sogar alltagstauglich, während ich die blauen Lidschatten eher für eine rauschende Party auflegen würde, wenn der Look gerne etwas außergewöhnlich strahlen darf.

Im Sommer solle dann eine „Gold Collection” folgen, sowie eine „Bright Collection”, und zum Jahresende schließlich eine „Black Collection”, auf die ich mich schon sehr freue. Habe ich eingangs davon gesprochen, dass Muglers Mode Prognosen zufolge wieder ganz groß im Kommen ist, so lässt sich für die Beauty eher sagen: eine unglaubliche Erfolgsgeschichte geht weiter. Denn die qualitativ wirklich herausragenden Produkte gehören einfach mit zu dem Besten, was der Markt zu bieten hat. Möge der Mugler-Stern weiter leuchten!

Versus -
Donatella haucht dem Jeans-Label
der Versace-Familie neues Leben ein.

Seit dem Tod von Gianni Versace befindet sich das Haus Versace im freien Fall” so hörte man in Mode-Kreisen in den letzten Jahren immer wieder. Donatella wollte es irgendwie nicht so recht gelingen, der Marke mit dem Medusenkopf den Glanz von früher zurückzugeben. Dabei gab es mal eine ganze Versace-Ära. Als alle statusverpflichteten Männer Seidenhemden mit dem römisch-opulenten Mustern trugen, als internationale Celebrities wie Madonna und Lady Di mit Vorliebe in eleganten Abendroben mit Mäander-Design auftraten. Dann kam 1997 der Schock, Gianni Versace, ermordet. Die Mode-Welt hielt den Atem an, Donatella und Bruder Santo ebenfalls. Nur, während sich der schnelllebige Fashion-Zirkus rasch wieder von dem Trauma erholte, verblieb das Label Versace in der Schockstarre. Was einst genial anmutete, verkam zu überteuertem Kitsch, das Label verschuldete sich, manche Kritiker feilten schon an einem Nachruf auf Giannis kulturelles Erbe. Neben den Guccis, Chanels und Pradas unserer Zeit verkam der Medusenkopf beinahe zur Bedeutungslosigkeit. Doch dann kam alles anders, Donatella probte den Aufstand und gewann: Ihre letzten Shows waren riesen Erfolge, sanfte Schnitte und reduzierte Farben statt überholtem Pomp, minimalistisch und elegant. Nah am Zeitgeist. Das gefiel und brachte dem Hause Versace die lang vermisste Reputation zurück. Insider sprechen vom günstigen Einfluß eines neuen Sterns auf Donatella: Christopher Kane, Jungdesigner aus Schottland, der direkt nach dem Studium am renommierten Londoner „Saint Martins College of Art and Design” von Donatella für die Haute-Couture-Accessoires-Kollektion verpflichtet wurde. Und mit eben diesem Jungen Mann gelang Donatella nun ein weiterer Coup, von dem Fachkreise als bester Reset-Versuch der Modewelt sprechen. Denn Christopher Kane entwarf für dieses Frühjahr die „Versus”-Kollektion Women Spring/Summer.

Versus, das war einst die rockigere Seite von Versace, ein jüngeres Label, unkompliziert, sexy, modern. 1989 gelauncht, fand das Label schnell weltweit eine große Fangemeinde, die den „Rock’n'chic”-Style liebte. Lässige Lederjacken, provokante Coolness, sehr feminin – und, was die Männer-Kollektion betraf – mit einer unerhörten Prise Machisme. Die Parfums „Versus Jeans” wurden zum Kassenschlager, der duft „Versus by Gianni Versace” (1990) einer der besten Männerdufte des Jahrzehnts. Versus war Kult. Wie gesagt: War. Denn dann kam die Zeit, in der das Label vom Markt verschwunden war. Seit 2004 gab es von dem Label nur eine überschaubare Palette an Accessoires. Fragt man heute junge Menschen, kennt fast keiner mehr den Namen. Versus? Wer ist das? Doch die kongeniale Zusammenarbeit von Donatella und dem jungen Kane konnte dieses Jahr das Ruder herumreißen. Versus ist wieder da, sexy wie eh und je, frech, provokant und seeehr stylish.

Passend zum erfolgreichen Relaunch der Modemarke bringt Versus nun auch wieder einen Duft auf den Markt, der an den Erfolg alter Versus-Parfums anschließen könnte. Der Name „Versus” bleibt schlicht, der Duft ist alles andere, vielmehr aufregend und eine überspitzte Mischung aus Neo-Romantik und echter, unaufgeregter Weiblichkeit. Das klingt jetzt ziemlich abgehoben, erklärt sich aber vielleicht mit dem neuen Spot, für den Super-Super-Top-Model Lara Stone gewonnen wurde:

Ich finde, der Spot spiegelt das neue Versus-Lebensgefühl sehr gut wieder. Lust auf Party, Power und Luxus. Dazu passt der Duft perfekt, der irgendwo zwischen floral-fruchtig und holzig changiert. In der Kopfnote begegnen mir erstmal Limone und Kumquat, sehr spritzig und unbeschwert, gefolgt von Orangenblüten, Stephanotis (die ein wenig wie Geranie riecht). Der Dry-down enthüllt aber die eigentliche Raffinesse: eine meisterhafte Mischung aus sinnlichem Patchouli, tiefem Moschus und „Ambrette-Seeds” (den Samen einer speziellen Hibiscus-Pflanze). Insgesamt finde ich den Duft in dem schicken Violett-Flakon herrlich (und das sage ich selten!), denn er entwickelt sich auf der Haut ganz besonders, überdeckt oder beherrscht nicht, sondern schmiegt sich an seine Trägerin. Während Modekritiker in allen Medien den Erfolg der Versus-Mode heraufbeschwören, kann ich nur sagen: dieser Duft wird der Fashion nicht nachstehen, er hat das Zeug zu einem Klassiker. Unbedingt einmal proberiechen.

VersusWas bleibt als Fazit zu sagen? Dass Versus und Mugler wieder da sind, und man aufmerksam ihren Kurs verfolgen sollte, denn diese beiden Labels werden tonangebend mitspielen in der ersten Liga der Mode-Welt. Und dass Parfum und Make-up der beiden Häuser ihrer Zeit voraus sind, wie es sich für Trendsetter nun mal gehört. Also verschlafen Sie nicht die Wiedergeburt, hüllen sie Ihren Körper in den violetten Duft von Versus (von dem es übrigens auch eine sehr süße Badelinie geben wird) und tauchen Sie ihren Teint in leuchtendes Blau. Zwei Farben, die dieses Frühjahr den Ton angeben werden.

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende und viele Grüße,

Ihr Constantin Herrmann.

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Le Labo Patchouli 24…

Geschrieben in Duft, Tabak & Rauchiges am 22.02.2010

… habe ich in letzter Zeit fast inflationär erwähnt, ist mir neulich aufgefallen, unter anderem bei Byredos Gypsy Water und Honoré des Prés Schamanentrip – jetzt wurde es Zeit, ihn endlich mal zu rezensieren, uns verbindet nämlich eine ganz besondere Liebe.

le-labo-patchouli-24aGenerell ist Le Labo ein Haus, auf das ich sehr große Stücke halte: Ich mag sowohl das schlichte und puristische Packaging als auch und vor allem so gut wie alle Düfte, für die man sich durch die Bank angesehene Parfumeure geholt hat(te). Im Falle von Patchouli 24 war es die von mir hochgeschätzte Annick Menardo. Was hat die Dame bisher geschaffen? Eine ganze Menge. Im Mainstreambereich angefangen von diversen Lolita Lempicka-Düften über Celine pour Homme, Diesel Fuel for Life for Her and for Him (in Kooperation), Hugo Boss Boss, diverses für Lacoste, Armani, usw. und – hier wird es besonders interessant: Einige wirkliche Klassiker, nämlich: Diors Hypnotic Poison und den kongenialen Bulgari Black mit seinen berühmt-berüchtigen Gumminoten. Im Nischenbereich zeichnet sie sich auch verantwortlich für Le Labos Gaiac 10 sowie für Guerlain Bois d’Armenie.

Meinen Nerv trifft Menardo eigentlich immer, wenn ich etwas im Nischenduftbereich von ihr aufschnappe – so auch bei Patchouli 24. Die Ingredienzen: Patchouli, Birkenteer, Styrax, Vanille.

le-labo-patchouli-241Wie schon bei Le Labo angekündigt, ist Patchouli 24 ein „olfaktorischer Schock”, aber die Hauptingredienz, Patchouli selbst, soll nicht einfach zu entdecken sein in dem Duft – ich halte beides für eine maßlose Untertreibung: Patchouli, wo? Und – olfaktorischer Schock? Mmmmh, ich glaube viele halten diesen Duft für einen Barbaren, ein Monster. Und nicht ganz zu unrecht, aber – er ist grandios. Patchouli 24 kracht einem wie eine Naturgewalt entgegen mit ansonsten in dieser Intensität nicht einmal von Andy Tauer gewohntem Birkenteer, dunkelteerig und sofort ins knochentrocken Ledrige übergehend, knallhart und rauchig, daß es einem Angst und Bange werden könnte. Dieser Duft macht keine halben Sachen, geht keine Kompromisse ein… Darüber hinaus entwickelt die Rauchigkeit alsbald eine äußerst eigene Note, die mich – als Vegetarier – ziemlich an geräucherten Schinken erinnert… und, was soll ich sagen – ich LIEBE diese Note. Patchouli 24 bleibt den ganzen Duftverlauf über rauchig-ledrig und staubtrocken, in höchstem Maße faszinierend ist aber, wie sich langsam, sehr langsam, hinter dem Wüterich die Vanille hervorkommt, ja, wie die Vanille, eine zarte, sanfte, skinnige und pastellgelbe Vanille das Animalische durchdringt und mit ihm tanzt, mit ihm eine Einheit bildet.

Patchouli 24 ist, wie seine Schöpferin Menardo, die ja schon mit Bulgari Black eine Affinität zur Extravaganz bewiesen hat(te), – Wild at Heart. Ungestüm, wüst, heftig und wild – und gleichzeitig so sanft. Selten habe ich Ambivalenz olfaktorisch derart überzeugend umgesetzt gerochen. Ein beeindruckender Duft, der immer einen festen Platz in meinem Schrank haben wird, so rettungslos habe ich mich in ihn verliebt.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag sowie einen guten Start in die Woche – Eure Ulrike.

Le Labo Patchouli 24

Bildquelle: Vielen Dank an Kavewall für die schönen Bilder!

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Reminiscence – Patchouli – Eau de Toilette
Kouros von Yves Saint Laurent – es war einmal….
Eine verführerische Komposition: Comptoir Sud Pacifique – Vanille Ambre


Freitagsverlosung.

Geschrieben in Allgemein am 19.02.2010

Hallo liebe Blogleserinnen und -leser,

wie jede Woche auch diese Woche unsere Probenverlosung: Fünf Päckchen warten auf neue Besitzer – wenn Ihr eines davon haben wollt, schreibt uns bitte bis Sonntag, 24 Uhr eine Mail mit Eurem Namen und Eurer Adresse an info@ausliebezumduft.de und nennt uns einen Duft von Parfums d’Orsay – viel Glück!

Letzte Woche haben gewonnen: Isabelle B., Nicole H., Anette P., Sonja L. und Nikoletta B. – herzlichen Glückwunsch!

Ein schönes Wochenende wünscht Euch Eure Ulrike.

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Freitagsverlosung.
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Heute…

Geschrieben in Allgemein am 19.02.2010

geburtstaghaben einige Menschen Geburtstag – weltweit sicher auch noch einige mehr, es reicht aber eigentlich schon, daß es DREI an der Zahl sind, die meinem Freundes- und Bekanntenkreis angehören. Zum einen wäre da mein Chef zu nennen nebst Anhang: Als Paar an demselben Tag Geburtstag zu haben – das grenzt ja schon schwer an Schicksal, auch für mich ;) Person Nummer drei ist einer meiner besten Freunde. Über diesen möchte ich heute auch etwas erzählen, den der heutige Blogeintrag steht ganz im Zeichen jener Geburtstagskinder, denen ich damit ganz herzlich gratulieren und danken mag!

Einer meiner zwei besten männlichen Freunde, nämlich derjenige welche, der heute Geburtstag hat, nennen wir ihn einmal H, begleitet mich schon seit etlichen Jahren durchs Leben, kennt meine Macken, meine Launen und meine Passionen. Nachdem ich ohnehin, wenn zu einer Todsünde, dann zur Maßlosigkeit tendiere, steckte er meine vor Jahren beginnende Parfumleidenschaft samt damit einhergehender Sammelwut ganz locker weg. „Uli das Trüffelschwein”, permanent auf der Suche nach einem neuen Highlight, das kannte er ja bereits aus anderen Bereichen – für Überraschungen taugte es ergo nicht. Nur, was ihm Verständnisprobleme bereitete, war meine selten, aber dann doch dafür umso intensiver aufflammende plötzliche Verliebtheit bezüglich mancher Düfte: Das Flackern in meinen Augen, meine nicht enden wollende Schwärmerei für die soeben entdeckte Liebe auf den ersten Blick und das rasende Verlangen, diesen Duft unbedingt besitzen zu müssen, sofort und auf der Stelle. „Du bist verrückt. Du redest von Parfums ja wie von Männern – es ist ein Duft, und nur ein Duft” – so oder so ähnlich pflegte H mich gerne zur Räson bringen zu wollen, erfolglos wie sich versteht.

Bis, ja bis zu jenem Frühling, in dem H seine eigene Flasche Parfum X (ihr wißt schon, den Duft, den man oder besser: Mann mal geschenkt bekommt und schön trägt, bis er leer ist, und meistens auch genau so wieder nachkauft…) leer hatte und mich doch tatsächlich nach Rat fragte, gar: um Beratung bat. Etwas „Frisches” sollte es nach eigenem Bekunden sein. Mmmmh, frisch – ich bat um nähere Explikation. „Ja frisch eben”. Und jetzt bitte kein Expertentalk mit Fachterminologie. Gut, nein, soweit wollte ich ohnehin nicht gehen, nein. Aber ich hatte da doch noch eine Frage: Ein Duft für’s Frühjahr, ja? Frisch – ich nehme an, nicht aquatisch sondern lieber Hesperiden?” – „Ja, frisch, sag ich doch.”

Ich habe lange überlegt. Und irgendwann mal voller Stolz bei einem gemütlichen Abend mit H und einem weiteren Freund von mir/uns meine erste Wahl präsentiert: Mark Birley – für mich ein völlig unterschätztes, rares Kleinod von Meisternase Pierre Bourdon. Ein perfekter Understatementduft für Herren, sportlich, klassisch, elegant und maskulin, irgendwie intellektuell und auch ein wenig metro, nicht trendy sondern zeitlos, hach, ich könnte ewig schwärmen… was ich an diesem Abend auch tat, erwartungsvoll das Pröbchen in die Runde streckend. Was hörte ich? Zuerst ein „Pfffft”, dicht gefolgt von einem „Igitt, das ist ja Zitrone”. Bitte? „Bäääh, ich wollte keine Zitrone.” Aber wir hatten doch von einem frischen Duft gesprochen, oder nicht? Und ich hatte gefragt, ob er aquatisch sein sollte oder mit Hesperiden, da fruchtig von vorneherein abgelehnt wurde? „Was weiß denn ich, wie aquatisch riecht, eine Zitrone aber wollte ich nicht, das ist altmodisch.” Sprach’s und gab den Duft an den sich zu einem Mitläufer entpuppenden Herrn rechts weiter, der mit dem Kopf nickend das Vorhandensein von Zitrusfrüchten bestätigte sowie den Befund der Untauglichkeit des Duftes. Von Banausen umgeben… Na wartet, dachte ich – und schnappte mir postwendend einen der klassischsten Hesperidenklassiker meines Sortiments: Clive Christians 1872 for Men.

„Und der?” bot ich ihn nicht ohne Häme feil, wohlwissend, daß auch und gerade dieses hübsche Juwel, das auf einer alten Rezeptur der Crown Perfumery beruht und von Geza Schön wiederbelebt wurde, sowohl Zitrusfrüchte satt enthält als auch ein echter und 200%iger Herrenduft ist. Verhalten kamen die Meinungen zurück und irgendwie auch ein wenig, ja: schwäbisch: „Ned schlecht, doch, kann man lassen… oder?” kommentierte H mit der Zustimmung von seinem Sofanebensitzer. Ich war, ich gebe es ehrlich zu – ein wenig angefressen. Zuerst die Ablehnung gegenüber Mark Birley, dem von mir sorgsam ausgesuchten. Und dann die mangelnde Bereitschaft, sich in den Duft zu vertiefen, sich von ihm mitreißen zu lassen, sich zu begeistern – der Anfang einer jeden neuen Duftliebe bei mir…

… und nicht nur bei mir, wie sich zeigen sollte: So hatte ich H am nächsten Tage kleinlaut am Telefon, der mir beichtete, am Abend davor bei der Heimfahrt mehrmals fast im Graben gelandet zu sein wegen intensivster Schnüffelei an seinem 1872-gezeichneten Arm. Und, ja, wie teuer der doch gleich nochmals wäre…  [die Sprechpause und das Schlucken müßt Ihr Euch an dieser Stelle jetzt denken - H war zu dieser Zeit noch Doktorand und mit einem ebensolchen Budget gesegnet]

Ich habe fies mit mir gekämpft und meine Einzelkindallüren hinuntergeschluckt: Die Flasche 1872 ging damals postwendend in H’s Besitz über, wo sie noch heute heiß geliebt wird. Meine Mutter wäre stolz auf mich gewesen ;)

Alles Liebe und Gute von mir zum Geburtstag an „meine” Drei – wann immer Ihr es auch lest ;) !

Viele liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Bildquelle: Birthday Cake von Ariel da Silva Parreira über stockxchng – vielen Dank!

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Freitagsverlosung.
Reminiscence – Patchouli – Eau de Toilette


Eine Kapsel Glück.

Geschrieben in Allgemein am 18.02.2010

„Natürliche Schönheit von innen” klingt irgendwie abgedroschen. Und dass Schweizer Kräuter mich schöner machen, wollte ich auch nicht glauben. Aber die Power aus vier Tassen feinstem Grünen Tee in einer Kapsel, das muss dem kleinen Alpenvolk erstmal einer nachmachen.

Vor ein paar Wochen saß ich morgens beim Frühstück einem freundlichen Herren aus der Schweiz gegenüber, Marco Baumann, dem Inhaber der Firma „Rausch”. Sie wissen schon, das ist die Marke mit den Haar- und Körperpflegeprodukten, die seit 1890 Mittelchen aus Kräutern herstellt und ein wahrer Geheimtipp der Branche ist, für alle, die einmal Porobleme mit Kopfhaut oder dem Haar hatten. Von Rausch gibt es sogar ein Spezial-Shampoo gegen Läuse, unsexy aber Hören-Sagen nach unheimlich effektiv (Kindergärtnerinnen schwören darauf!). Besagter netter Herr aus der Schweiz hatte nun aber eine fabelhafte Idee: da die Firma alles über die Kraft der Kräuter weiß und die Wünsche und Problemchen seiner Kunden kennt, wie wäre es da, wenn alles Know-How und die besten Wirkstoffe gebündelt werden, in einer kleinen Kapsel. Wo doch Nahrungsergänzungsmittel gerade so hip sind, und alle Welt von der einen Kapsel träumt, die schöner macht. Gesagt, getan, und nun gibt es also brandneu die „Rausch Kräuter Vital Kapseln”. Um der Genauigkeit die Ehre zu geben sind es zwei Kapseln, eine Öl- und eine Kräuter-Kapsel, die gemeinsam eingenommen werden für optimale Bio-Verfügbarkeit, also die bessere Aufnahme und Verwertung im Körper. Die beiden Kapseln gemeinsam enthalten 23 Wirkstoffe, von Omega-3-Fettsäuren (für gesunde Zellen), Vitamin A und E (für seidigen Teint), über Goldhirse-Öl bis zu Algen-Öl und chinesischer Melisse. Gut, das sind nicht alles wirklich Schweizer Kräuter, aber nichts destotrotz allesamt hoch-potente Beauty-Wirkstoffe für Haut, Haare und Nägel.

Aber, gestatten Sie mir die Ehrlichkeit, das ist jetzt alles noch nicht wirklich sooo aufregend oder neu. Haut, Haare, Nägel” – Präparate für diese Dreifaltigkeit gibt es schon lange und viele. Aber jetzt kommt der Clou:

Kräuter Vital Kapseln. Fällt Ihnen etwas auf? Da steht: Vital!
Und das ist neu.

Man muss schon sehr aufmerksam die Verpackung lesen, um über den kleinen Zusatz zu stolpern. Vital. Das kann ja nun alles mögliche und gar nix bedeuten. Klingt halt gut. Aber, die Schweizer sind bekanntlich ein besonders gründliches Volk. Und wenn die „Vital” auf eine Packung schreiben, dann meinen die das so. Denn in der kleinen Tagesdosis aus zwei Kapseln steckt reinster Grüntee, sogenannter OM24-Grüntee.

GrünteeIm Gegensatz zu Schwarzem Tee wird der Grüne Kollege nicht fermentiert und enthält unglaublich viele Wirkstoffe wie Vitamin A und B, Calcium, Kalium, Magnesium, Zink, Fluor und Carotine. Als Antioxidans bekämpft Grüntee nicht nur Freie radikale, sondern beeinflusst auch verschiedene enzyme im menschlichen Körper günstig, die wiederum für den Abbau Freier Radikale verantwortlich sind. Hinzu kommt ein anti-inflammatorischer Effekt, den Anti-Age-experten feiern, wenn sie vom Alterungsprozeß als ganzheitliche „Entzündung” sprechen. Soll heißen: Wer täglich ein paar Tassen Grüntee trinkt, kann das Altern per se unter Umständen verlangsamen. Außerdem enthält Grüner Tee viel Koffein, oder altmodisch „Teein” genannt, wirkt also stark belebend und anregend – und schließlich vermuten Forscher eine krebshemmende Eigenschaft in dem leicht bitteren Tee. Also genug Gründe für Gesundheitsbewußte, sich regelmäßig eine Tasse zu gönnen. Eine Tasse? Ach was! Trinken Sie doch gleich mehrere. Oder noch besser: Gönnen sie sich die neuen Rausch-Kapseln. Denn in der Tagesdosis steckt so viel Grüntee-Power wie in 800 ml Grünem Tee der allerbesten Qualität. Das wirkt enorm gegen die schädlichen Freie Radikale, kommt also der Schönheit zugute, belebt aber auch. Daher das Wörtchen „Vital” im Namen. Denn tatsächlich, schon nach ein paar Tagen habe ich beim Selbsttest gespürt, dass ich mich einfach fitter fühle, mehr Energie habe. Und jeder, der im Job den ganzen Tag viel Leistung bringen muss, weiß, wie toll es sich anfühlt, konzentrierter und kraftvoller durch Papierberge und Stapel von „Joblists” zu pflügen. Und das Ganze sozusagen nur als netter Nebeneffekt von zwei Kaspeln, die mit Schweizer Kräuterkraft eigentlich meiner Haut und meinen Nägeln zugute kommen. Also Schönheit und Vitalität im Doppelpack, dank nur zweier kleiner Kapseln jeden Morgen. Ist das nicht clever?! Ich halte das für die Zukunft der Nahrungsergänzungsmittel, sich nicht nur auf einen kleinen Teilaspekt zu beschränken, sondern dem Organismus im Ganzen etwas Gutes zu tun.

Viele Grüße,

Ihr Constantin Herrmann.

Bildquelle: Tea Leaves von kira69 via stockxchng – danke!

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Ausflug in den Süden gefällig?

Geschrieben in Allgemein, Wissenswertes am 17.02.2010

Nachdem Ulrike mich bereits gestern als neues Team-Mitglied im Blog vorgestellt hat, möchte ich mich wie bereits erwähnt hier nun gerne regelmäßig zu Wort melden – nicht mit Duftrezensionen (darin ist Ulrike unschlagbar), sondern vielmehr mit allerlei Wissenswertem und Hintergrundinformationen rund um das Thema „Parfum”.

Die Idee dazu kam mir, als ich mich die letzten Tage intensiv mit der Beschreibung der im Parfumhandwerk gebräuchlichsten Duftnoten beschäftigt habe. Dabei konnte ich viel Interessantes und für mich Neues über die Parfümerie im Allgemeinen, die botanischen Aspekte und die Methodik der Duftstoffgewinnung erfahren. Warum nicht also den geneigten Blog-Leser an diesen Informationen teilhaben lassen?

800px-lavender_field_provence_france_021Ein Thema für meinen ersten Artikel war schnell gefunden: Beim Blick hinaus ins trüb-kalte Schneegestöber vor meinem Fenster fällt es mir nicht schwer, mich geschlossenen Auges in wärmere Gefilde zu träumen. Und was läge für einen imaginären Kurztrip thematisch näher als das Städtchen Grasse, die sonnenverwöhnte Duftmetropole im Süden Frankreichs. Obwohl ich schon vor Jahren der Provence den einen oder anderen Besuch abgestattet habe, war ich noch nie in jener Stadt, die als das Gründungszentrum der europäischen Parfumindustrie angesehen wird. Vor meinem inneren, zugegeben recht stereotyp getönten Auge taucht ein idyllisches Städtchen mit Palmen und Häusern im mediterranen Stil auf, umgeben von einem Meer aus blau-violetten Lavendelteppichen, die mich, ob ihrer kraftstrotzenden Farbe und ihres herb-frischen Duftes, selbst die emsigen Honigbienchen um ihren täglichen Job beneiden lassen – wer kann schon so einen Arbeitsplatz sein Eigen nennen?

Das reale Grasse kenne ich nur von repräsentativen Fotos und eine gewisse Parallele zu meiner Imagination lässt sich, abgeschwächt natürlich, nicht von der Hand weisen. Historisch gesehen kann die Stadt zumindest eine beachtliche Entwicklung aufweisen. Im 11. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, war Grasse lange Zeit eine Hochburg des Gerbereihandwerks. Ihre Lage an diversen Wasserläufen war für die Verarbeitung von Tierhäuten ebenso ideal wie essentiell. Als im 17. Jahrhundert die Parfümierung von Lederhandschuhen populär wurde, war das eine Art Grundsteinlegung für das Parfumhandwerk, das sich schließlich über diverse Zwischenschritte als eigenständiger Handwerkszweig in Grasse durchsetzen konnte, wie sich mittels Schriftquellen aus dem 18. Jahrhundert belegen lässt.

Die äußerst günstigen klimatischen Bedingungen dieses sonnigen südfranzösischen Fleckchens Erde taten ihr Übriges dazu. Einheimische und aus Indien und Persien importierte Duftpflanzen (wie beispielsweise der Jasmin) konnten hier gleichermaßen wachsen und gedeihen. Rosen, Nelken, Narzissen, Orangenblüten, Tuberosen oder Jasmin – in riesigen Plantagen wurden die kostbare Blütenpracht um die Stadt herum angebaut und pflückfrisch vor Ort weiterverarbeitet.
Die Methodik der Duftstoffgewinnung (also die Destillation, die Expression, die Mazeration, die Enfleurage und die Extraktion mit Lösungsmitteln) wurde von den ortsansässigen Parfumeuren zwar nicht unbedingt erfunden, aber dennoch ausgearbeitet und perfektioniert.

800px-parfumerie_fragonard_grasseÜber die Jahrzehnte und Jahrhunderte entstanden hier etliche renommierte und mittlerweile alteingesessene Parfumfabriken, die das Herz eines jeden Duftliebhabers höher schlagen lassen – Molinard, Galimard, Fragonard, Fleuron de Grasse oder Guy Bouchara, um nur einige wenige Namen zu nennen – stehen auch heute noch für Grasser Qualität und Parfumkunst. Zudem bieten sie dem Provence-Urlauber die Möglichkeit, die alten Produktionsstätten vor Ort zu besichtigen und dabei mehr über das Parfumhandwerk zu erfahren.

Wie sieht es bei Euch aus? Wart Ihr schon in Grasse und habt vielleicht eine der vielen historischen Parfumfabriken besichtigt?

Und: Habt Ihr weitere Anregungen für mich, gibt es Themen rund um Düfte, über die Ihr schon immer einmal etwas erfahren wolltet?

Eine schöne Restwoche Euch und viele Grüße,

Eure Stephanie.

Bildquellen:  Lavendelfeld – danke an Marek Gehrmann – und Parfümerie Fragonard in Grasse – danke an Markus Benet, beide Fotos via Wiki Commons, some rights reserved.

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Lebensweisheit vom 21.03.2007 für den Süden unserer Republik
Verrückte Nase gefällig?
Duftimpressionen von MEMO – Das Geschenk für den Valentinstag


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