Aus Liebe zum Duft Shop Duft Tagebuch

Freie Radikale – Wie gefährdet seid ihr?

Geschrieben in Allgemein am 16.11.2009

„Freie Radikale“ oder „Oxidantien“ sind kleine, wuselnde Terroristen, die unsere Zellen attackieren. Selbst unter günstigen Bedingungen produziert der Körper über 30 Milliarden von Ihnen. Jeden Tag! Die Forschung schreibt ihnen mittlerweile sogar einen Großteil der Schuld zu, warum wir überhaupt altern. Auf jeden Fall beeinflussen sie aber unser Aussehen. Denn die kleinen Fieslinge rauben unserer Haut Ausstrahlung und Leuchtkraft, man spricht von oxidativem Stress, dem unser Teint ausgesetzt ist…
Macht den Selbsttest und erfahrt, wie ihr den kleinen Schurken Paroli bieten können.

Unser Freie Radikale-Schnelltest
Folgende simple Fragen können euch klar machen, wie gefährdet ihr von oxidativem Stress seid:

1. Wohnt ihr in einer größeren Stadt mit viel Verkehr?
2. Raucht ihr mehr als 5 Zigaretten am Tag?
3. Betreibt ihr viel und anstrengenden Sport?
4. Esst ihr oft fettreiche Mahlzeiten?
5. Seid ihr (nach dem BMI) übergewichtig?
6. Trinkt ihr regelmäßig Alkohol?
7. Esst ihr weniger als viermal täglich frisches Obst oder Gemüse?
8. Geht ihr manchmal ins Solarium oder sonnen sich gerne?
9. Schlaft ihr regelmäßig zu wenig oder schlecht?
10. Seid ihr in eurem Job oft gestresst?
11. Haltet ihr euch an eine Diät, um abzunehmen?
12. (Frauen:) Nehmt ihr die „Pille“?

Abseits aller Krankheiten, regelmäßiger Medikamenten-Einnahme oder Arbeit in Risikoberufen (z.B. wenn ihr Radioaktivität ausgesetzt wärt) gilt:
Wer bei den oben gestellten Fragen mehr als dreimal mit JA geantwortet hat, ist erhöhtem oxidativem Stress ausgesetzt.

Dies ist natürlich keine wissenschaftliche Aussage, sondern beruht auf allgemeinen Studien und Erfahrungswerten. Wer wirklich exakt wissen möchte, wie stark er freien Radikalen ausgesetzt ist, sollte einen wissenschaftlichen Blut- oder Urin-Test machen. Fragt am besten euren Arzt danach. Unser Fragen-Katalog soll euch nur ein Gefühl dafür geben, ob ihr ausreichend Vitamine zu euch nehmt, um den freien Radikalen den Kampf anzusagen. Denn Vitamine sind nun mal der beste Zellschutz für euren Körper, eure Haut und euer gutes Aussehen. Lasst mich das näher erklären:

Was sind Freie Radikale?

Die sogenannten Oxidantien, stark reaktionsfähige aber kurzlebige Moleküle mit einem freien Elektron auf der äußeren Schale, sind ein Nebenprodukt der Zellatmung. Das klingt ja zunächst einmal ganz harmlos. Das Problem: Die kleinen Teilchen spielen in unserem Körper völlig verrückt, verhalten sich unberechenbar und aggressiv. Sie marodieren durch die Zellen auf der Suche nach einem Elektron. Denn genau das ist das wichtigste Erkennungsmerkmal dieser Fieslinge: Ihnen fehlt nun mal ein Elektron! Da muss man kein „FBI-Profiler“ sein, um den Tathergang in der Zelle vorherzusagen. Denn wenn erst einmal ein solches Radikal loslegt, passiert folgendes: Es macht sich auf die Suche nach einem anderen wehrlosen Molekül, um ihm ein Elektron zu entreißen.

Freie Radikale, Quelle: http://www.radikalenfaenger.de

Das führt zu einer Kettenreaktion, es entstehen immer mehr freie Radikale, die Folge ist „oxidativer Stress“. Durch diesen Prozess werden erst die Zellmembranen in unserem Körper geschädigt, dann dringen die freien Radikale bis zum Zellkern und der darin enthaltenen Erbsubstanz vor. Die Zelle wird entweder vorzeitig ersetzt, stirbt also ab (dadurch altern wir) oder kann sich sogar verändern. Das kann in der Folge bis zu schwersten Erkrankungen wie Krebs führen. Besonders betroffen von diesem oxidativen Stress ist alles Gewebe, das sich von Haus aus schnell erneuern muss, wie zum Beispiel die Haut, Schleimhaut oder Blut. Wissenschaftler schätzen, dass rund 70 Prozent aller Krankheiten durch freie Radikale entstehen!
Im Bezug auf unsere Schönheit beeinflussen Oxidantien leider auch das Kollagen und die Lipidschicht der Haut. Straffende Hautfasern werden abgebaut, das Bindegewebe wird schlaffer, der Teint ledrig und fahl.
Im Normalfall verfügt der Körper über eine Art eigene Feuerwehr, die sogenannten Radikalenfänger oder Anti-Oxidantien. Diese Spezialeinheit kann die von den Bösewichtern ausgelöste zellschädigende Kettenreaktion aufhalten. Solche antioxidativen Enzyme werden vom Körper selber gebildet, allerdings braucht er für die Produktion dieser Einsatztruppe einiges an Material, wie z.B. Kupfer, Zink, Eisen, Selen und die Vitamine A, C, D oder E. Waren die Anti-Oxidantien erfolgreich bei der Abwehr, sind sie danach „verbraucht“, der Mensch muss also für Nachschub über die Nahrung sorgen, um den Kampf jeden Tag erfolgreich weiterzukämpfen. Und genau hier liegt das Problem: Wer unter oxidativem Stress leidet (siehe Test oben), ist höchst wahrscheinlich auch nicht in der Lage, sein Vitamin-Defizit auszugleichen. Denn zu viele freie Radikale bedeuten auch immer zu wenig Vitamine. Ein Teufelskreis, aus dem nur entkommt, wer gleichzeitig die Ursachen für freie Radikale minimiert und seine Vitamin-Zufuhr erhöht.

Wodurch entsteht ein Vitamin-Defizit?

Ernährung, Quelle: http://www.handelszeitung.atAls Richtlinie für die tägliche Vitamin-Zufuhr gibt es von der „DGE Deutschen Gesellschaft für Ernährung“ verschiedene Werte für Kinder, Erwachsene, Schwangere, etc. (Kann man nachlesen unter www.dge.de). Nun gibt es aber eine endlose Zahl von äußeren und inneren Einflüssen, die unseren Vitaminbedarf erhöhen.
Der Klassiker ist hier natürlich das Rauchen. Mit jeder Zigarette wird der Körper geradezu überschwemmt von freien Radikalen, Schätzungen zufolge entstehen pro Zug hundertmal mehr Oxidantien als der Körper überhaupt Zellen besitzt. Um dagegen anzukommen, muss man schon eine ganze Armada von Vitaminen ins Rennen schicken.
Noch so ein Vitamin-Räuber ist Alkohol: Je höher der tägliche Konsum, desto weniger Vitamine kann der Körper aufnehmen, weil die Leber Nährstoffe schlechter verwerten kann. Dauerstress im Job oder im Privaten, anstrengender Sport, Sonnenbäder und Diäten magern ebenfalls den Vitaminhaushalt ab. Bei Frauen treten natürlich zusätzlich Hormonpräparate wie die „Pille“ oder schlichtweg eine Schwangerschaft mit in den Reigen der Vitamin-Räuber. Und natürlich ganz zu schweigen von dem Problem unserer Zeit Nummer eins: Wie ernähren uns meist nicht ausreichend gesund! Durch die Überdüngung der Felder enthalten Obst und Gemüse weniger Nährstoffe, Industrie- und Fertig-Produkte liefern kaum die benötigten Vitamine. Aber woher weiß man, in welchen Lebensmitteln viele Vitamine stecken und in welchen nicht? Denn darauf kommt es doch bei der Bekämpfung der freien Radikale an…
Da hat die moderne Wissenschaft einen wichtigen Schritt getan: Es gibt die Liste der sogenannten ORAC-Lebensmittel. Der ORAC-Wert (Oxygen Radical Absorbing Capacity) gibt den Grad an, zu dem ein biologischer Stoff ein freies Radikal ausbremst.
Das können Gewürze sein, Beeren, Spinat, Nüsse – im Grunde alles, was man mit der Nahrung aufnehmen kann, und natürlich auch Nahrungsergänzungsmittel. Auf www.oracvalues.com findet ihr eine alphabetische Liste der besten ORAC-Lebensmittel. Aber soviel sei gesagt: Wer regelmäßig Pecan-Nüsse, Goji-Beeren, rohe Ingwerwurzel, frischen Thymian, Cranberries, Artischocken oder Sojasprossen isst, boostet seine Oxidantien-Abwehr schon ungemein! Jetzt müsst ihr es nur noch schaffen, den Stress abzuschalten, regelmäßig sieben Stunden zu schlafen, auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten und nicht ohne UV-Schutz aus dem Haus zu gehen. Wissenschaftler gehen übrigens davon aus, dass der Mensch, der freie Radikale in den Griff bekäme, gut und gerne 120 Jahre alt werden könne.

Was bringen Anti-Oxidantien in Cremes?

Ich sage nur soviel: Cremen, Cremen, Cremen !
Mittlerweile gibt es einige großartige Pflegeprodukte mit hoch-effektiven Anti-Oxidantien, die von außen in die Haut eindringen und sich dort als Bodyguards nützlich machen. Das Resultat: Die Haut wirkt erholter, straffer, strahlender und ist besser geschützt gegen die altersbeschleunigenden freien Radikale.

Hier eine kleine Best-Of-Liste der Cremes mit antioxidativer Power:

1. Lancaster – „365 Cellulair Elixir Intelligent Anti-Ageing Care“
Das Serum für jede Haut, für jeden Tag, für morgens und abends.

Der Lancaster-exklusive, hoch wirksame RPF-Komplex (Radical Protection Factor) aus Fruchtextrakten (Acerola, Pangamina, grüner Kaffee, Rosmarin, grüner Tee, etc.) schützt die Zelle vor freien Radikalen. Gleichzeitig wird die Haut durchfeuchtet, der Teint bekommt einen wunderbaren Glow. Morgens (und wer auf Nummer sicher gehen will gerne auch abends) unter der normalen Gesichtspflege auftragen. Erhältlich für normale oder empfindliche Haut. Wirklich eines der besten anti-oxidativen Schutzsysteme, das ich überhaupt kenne. Und das Beste: Die Haut fühlt sich schon nach kurzer Zeit herrlich entspannt an. Unbedingt mal ausprobieren!

2. Estée Lauder – „Skin Essentials DayWear Plus Multi Protection Anti-Oxidant Moisturizer SPF 15 Sheer Tint“
Radikalenfänger, sanft getönt. Clever!

Eine leichte, getönte Tagescreme, die den eigenen Hautton strahlen lässt. Feuchtikeitsspendend, schützend mit Lichtschutzfaktor 15 und vor allem natürlich mit Anti-Radikale-Power! Der so genannte „Day Wear Plus Schutz“ aus acht Anti-Oxidantien neutralisiert freie Radikale und verstärkt gleichzeitig das hauteigene Verteidigungssystem. Ideal anstatt richtigem Make-up, denn wenn die Haut erstmal befreit aufatmet und strahlt, reicht schon eine leichte getönte Lotion, um ihre Schönheit vollends zur Geltung zu bringen.

3. Cellex-C – „Skin Firming Cream Plus“
Das Beste, was reifer Haut passieren kann.

Cellex-C ist einer der Geheimtipps Hollywoods (nur so als Name-Dropping sei erwähnt, dass Julia Roberts, Sarah Jessica Parker und Uma Thurmann die Marke lieben). Der Clou: Die Formel der Produkt-Linie basiert auf L-Askorbinsäure, also reinstem Vitamin C, Zink und Tyrosin – ein mächtiges Trio im Kampf gegen freie Radikale! In der festigenden, straffenden Creme kommt noch Lykopin hinzu, um den kleinen Fieslingen, denen wir diesen Artikel gewidmet haben, den Garaus zu machen. Und ganz nebenbei werden Altersflecken minimiert, Falten und Linien gemildert und der Haut neue Geschmeidigkeit geschenkt.

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Eine Kapsel Glück.
Das Duft-Tagebuch lädt Euch ein…
Frohe Weihnachten!


Wochenendneuigkeiten.

Geschrieben in Allgemein,Duft am 14.11.2009

Hallo liebe Leser(innen),

… hui, das war ja phänomenal – die Resonanz auf unsere erstmalig durchgeführte freitägliche Pröbchen-Verschenk-Aktion! Vielen lieben Dank für all die Zuschriften!

Wegen des enormen Zulaufs haben wir uns entschieden, die Anzahl der Probenpakete aufzustocken: Es wird nun jeden Freitag fünf Probenpakete geben, die an die schnellsten Antwortenden vergeben werden. Natürlich freuen wir uns auch über Feedback bezüglich der Düfte hier im Blog :)

Darüber hinaus habe ich eine weitere Neuerung zu vermelden, die mich ganz persönlich mit annähernd stolz geschwellter Brust vor Euch treten läßt: Wir haben in unserem Shop die Suche überarbeitet. Es gibt nun die Möglichkeit, gezielt nach in den Düften enthaltenen Ingredienzen zu suchen. Dazu habe ich die Duftnoten aller Parfums manuell überprüft und ergänzt. Wir hoffen, Euch mit dieser Möglichkeit die Suche nach Eurem Traumduft noch besser und einfacher zu gestalten!

Für weitere Verbesserungsvorschläge und Feedback jeglicher Art sind wir gerne allzeit bereit und offen!

Ein schönes Wochenende Euch allen und viele Grüße,

Ulrike.

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Premiere Probenaktion!

Geschrieben in Allgemein am 13.11.2009

Heute machen wir wie letzte Woche angekündigt das erste Mal unsere Probenaktion: Wer Proben der Düfte von dieser Woche haben mag, nenne als Stichwort bitte einen Duft von Different Company, den wir im Sortiment haben, und  schicke uns eine Mail mit Postadresse an: info@ausliebezumduft.de

Der/die Erste bekommt gratis ein Probenpaket mit den beschriebenen Düften.

Viel Glück!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Ulrike.

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Oxymoronalarm – Oriental Lounge von The Different Company.

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Orientalen am 13.11.2009

Ein Oxymoron begegnet uns gerne mal im Alltag: In moderner Literatur aber auch in ganz profanen Situationen tauchen sie auf, diese rhetorischen Figürchen, die zwei gegensätzliche Begriffe beherbergen. Angefangen vom Minuswachstum über den weißen Raben, die Hassliebe und die Eile mit der Weile. Jedoch handelt es sich auch oft um einen Lapsus, ein unfreiwilliges Oxymoron aus Nachlässigkeit oder mangels besseren Wissens, worauf Herr Sick mit Sicherheit in einer seiner Kolumnen auch schon aufmerksam gemacht hat… Ein echtes Oxymoron hingegen ist ein bewußt gewähltes Stilmittel.

Im übertragenen Sinne entdecke ich in der Welt der Düfte entdecke auch immer wieder mal Oxymora. Eines davon ist der neue The Different Company Duft Oriental Lounge – warum will ich Euch gleich erklären…

Zuerst aber die Ingredienzen: Caloupilé (sogenannte Curryblätter des Currybaums namens Murraya koenigii), Bergamotte, Ambra, Tonkabohne, Rose, Labdanum und Satinwood (meint wohl Zanthoxylum – sowohl Früchte als auch Öl des Bäumchens werden in der chinesischen Küche, Medizin und im Haushalt verwendet).

Oriental Lounge möchte eine moderne Variation eines Orientalen sein, dieser klassischen Duftfamilie, eine moderne Interpretation der 1001er Nacht-Thematik. Geschaffen wurde der Duft von Céline Ellena, der Tochter von Jean Claude Ellena, The Different Company-Gründer, Hermès-Hausparfumeur und Parfumeursgenie in Personalunion.

Oriental Lounge Céline Ellena„Oriental Lounge”, so schwärmt die Parfumeurin, die bereits einige Düfte für des Vaters Firma kreierte, „- das ist ein Duft, mysteriös und leuchtend zugleich, aufwühlend und provokativ. Ein moderner und raffinierter Amber, den ich auch gern zu einer Jeans oder einem weißen T-Shirt trage. Es ist ein frisches und feinsinniges Parfum für diejenigen, die auf der Suche nach einem angenehmen, sinnlichen und echten orientalischen Duft sind.”

Mmmmh. Ein echter Orientale. In einigen Artikeln im Internet war daraufhin etwas von „dem perfekten Winterduft” zu lesen. Nein, dem kann ich mich nicht anschließen – ich finde Oriental Lounge zwar sehr vielseitig tragbar, ergo auch im Winter, würde ihn aber eigentlich für alle Jahreszeiten, den Sommer mal ausgenommen, empfehlen.

Wo ist es nun, das Oxymoron, wo hat es sich versteckt? Nun, ein klassisch orientalisches Parfum beinhaltet schwere Blüten, oft auch exotischer Natur, Balsamisches, Harze, Gewürze und teils animalische Komponenten. Dem Charakter nach sind solche Düfte eher schwer, vornehmlich für die kalte Jahreszeit und/oder den Abend reserviert. Und – sie sind oft opulent, manchmal barock anmutend in ihrer Vielfalt.

Dementsprechend überrascht reagierte ich auch, als ich den Duft das erste Mal aufsprühte. Nein, es lag nicht an meiner Haut, der Teststreifen reagiert auch nicht viel anders…

Oriental Lounge beginnt herbfrisch mit zitrischen Akzenten durch Bergamotte. Die Curryblätter entfalten tatsächlich ein dezentes Curryaroma und kreieren im Zusammenspiel mit der Bergamotte annähernd minzig anmutende Anklänge. Ab dem Duftherzen wird es noch ambivalenter: Die Frische bleibt im Hintergrund bis in die Basis erhalten, jedoch übernimmt nun Ambra das Ruder. Von zurückhaltenden Rosennoten begleitet wird der Duft in seiner Basis von Labdanum und Holz sowie Tonkabohne weich aufgefangen.

The Different Company Oriental Lounge

Mit Oriental Lounge hat Céline Ellena einen leichten, fast schon puristischen, modernen Orientalen geschaffen mit bisweilen annähernd frischen Elementen – eine Art intellektuellen Orientalen und insofern eine Kombination, die für mich bisher eigentlich so gut wie undenkbar war, die ich aber bei näherer Betrachtung ziemlich ungewöhnlich und wirklich interessant finde – und die bei mir auf der Haut sehr relaxend rüberkommt.

Insofern wundert Euch nicht über das Bild, es drückt ein paar Attribute aus, die ich mit Oriental Lounge verbinde: Orient (weil Afrika), Modernität, Sonne, Relaxen und – Lounge, das hätte ich nämlich ein bißchen wörtlicher nehmen sollen, dann wäre ich anfänglich gedanklich nicht in Agatha Christies Orientexpress und Lawrence von Arabien-Phantasien steckengeblieben ;)

Bin gespannt ob Euch der Duft genauso überrascht!

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

P.S.: Auf dem (englischsprachigen) Blog Grain de Musc ist ein Interview mit Céline Ellena zu Oriental Lounge zu lesen – siehe hier!

Bildquelle

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Rauhe Schale, weicher Kern: Calamity J von JhaG.

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft am 12.11.2009

Bereits vor einigen Wochen angekündigt, hatte ich jetzt die Ehre mit unserem weiblichen Lucky Luke: Calamity J von Juliette has a Gun, namentlich angelehnt an die berühmt-berüchtigte Wildwest-Legende Calamity Jane.

Wirkliche Kerle können da schon einmal neidisch werden, betrieb Martha Jane Cannary Burke, genannt: Calamity Jane, nämlich bereits vor über hundert Jahren genau das, was für viele zu einem echten Männerleben dazuzugehören scheint: Dem Alkohol- und dem Tabakgenuß über die Maßen zugetan, fluchte und zockte das Teufelsweib sich durch den Wildwest-Alltag, oft Männerkleidung tragend und in unterschiedlichsten Berufen tätig werdend, so unter anderem als Saloondame, Kunstreiterin, Postkutschenfahrerin, Goldgräberin, Wirtin, Scout für die General Custers Armee und als Krankenschwester.

Jedoch – auch in diesem Rauhbein wohnte wohl eine sensible Seele: In glühender Liebe entflammt war Madame Burke, und das für den Pistolenschützen Bill Hickok, genannt Wild Bill. Ob diese Liebe jemals erwidert wurde, wie lange sie hielt – die Legendenbildung trieb fleißig Wildwuchs. Echte Belege gibt es kaum, auch nicht darüber, ob Janes Tochter aus dieser Liebe erwuchs, erwiesen ist nur, daß Jane selbst um Bill einen echten Liebeskult betrieb, bevor sie später einsam und depressiv als Alkoholikerin starb.

Nun, obgleich sich diese Pärchenkonstellation, so sie denn jemals zustande kam, eher wie Bonny & Clyde anhört – in der Intensität der Gefühle, der Liebe für den anderen stehen auch solche Pärchen Romeo und Julia scheinbar in nichts nach. So fügt sich Madame Burke auch perfekt ins Juliette has a Gun-Konzept, das in diesem Falle ja auch wörtlich zu nehmen ist.

calamityjloudillon

Ein Dandy-Parfum soll Calamity J sein, maskulin, jedoch sophisticated und – für Frauen, gerade für Frauen gedacht. Ein Herrenduft für den Mann in der Frau oder so ähnlich – ihr wißt schon, was ich meine ;)

Die Jane für Calamity J spielt Lou Dillon, Schauspielerin und Model sowie Tochter des Regisseurs Jacques Dillon und der Schauspielerin Jane Birkin, die für ihre Affinität zur Amour Fou hinlänglich bekannt ist. Eine gute Jane würde ich sagen: Madame Dillon überzeugt mit Koketterie und rotzig-maskuliner Sinnlichkeit, pendelt spielend zwischen dandyeskem Tomboytum und lolitaesker Femme Fatale-Manier als moderne Flapper-Version.

Und der Duft? Zuerst einmal die Ingredienzen: Kopfnote: Patchouli, Ambra; Herznote: Iris, Ambra, Lavendel; Basisnote: Moschus, Vanille.

Im Auftakt wirbelt einem luftig-leichte, überraschend helle Ambra entgegen, die fast sofort vom Patchouli eingefangen wird. Dadurch erhält der Duft einen leicht zimtigen Anschein, bevor er alsbald ins Herz übergeht, welches mit erdig-herber Iris glänzt und durch den Lavendel in Kombination mit Ambra cremige Wildledernoten hervorbringt. Die Basis aus Moschus und feinwürziger Vanille rundet den Duft weich ab.

Feinwürzig ist in diesem Duft nicht nur die Vanille – insgesamt würde ich ihn als feinwürzig bezeichnen. Entgegen der ursprünglichen Vermutung, die man vielleicht aufgrund der Assoziationen im Zusammenhang mit der Namensgeberin hegt, ist Calamity J mitnichten ein Wüterich. Nein, vielmehr ist der Duft sehr viel tragbarer als vermutet, nämlich: überaus tragbar. Ein schönes Düftchen, das für mich ein wenig wie die gediegen-erotische Alltagsvariante (und das meine ich hier nicht negativ!) von Maurice Roucels Sexy Beast Musc Ravageur für Frédéric Malle anmutet.

Was meint ihr? Wie gefällt Euch der Duft?

Liebe Grüße,

Ulrike – die heute auch mal wieder einen auf Cowboy macht und gleich eine Runde Reiten geht.

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Duftverzeichnis


Von einem, der auszog, die Welt zu entdecken…

Geschrieben in Ambriertes & Harziges,Duft,Holziges,Leder,Orientalen am 11.11.2009

Herr Duchaufour und die Reiselust… Bertrand Duchaufour hat definitiv einen Namen in der Branche. Bekannt durch viele L’Artisan Parfumeur-Düfte, wo er mittlerweile Hausparfumeur ist, kreierte er auch für andere Firmen Wunderbares, das zum Teil großes Aufsehen erregte und etliche Liebhaber fand: So sind zum Beispiel Amouages Jubilation XXV-Düfte von ihm, für deren Männerduft ich sterben könnte, der schöne Gewürzling Baume du Doge von Eau d’Italie sowie deren anmutiges Gothic-Rosenmädchen Paestum Rose. Etliche Comme des Garçons-Düfte (Calamus, Mint, Harissa, Sequoia, Kyoto, Avignon und die komplette Series 5) gehen genauso auf sein Konto wie nicht zuletzt Cipresso di Toscana und das Colonia Assoluta (in Zusammenarbeit mit Jean Claude Ellena) – beide von Acqua di Parma.

Jedoch – bei L’Artisan Parfumeur hat Duchaufour nicht nur die meisten, sondern auch einige seiner schönsten Düfte lanciert: Angefangen bei Mechant Loup und Patchouli Patch sowie Piment Brûlant und Poivre Piquant aus dem Les Épices de la Passion-Set. Und, nicht zu vergessen: Seine Travel-Kollektion. Reise sei hier mitnichten verstanden als spezielle Reiseverpackung – nein, andersherum: Die Inspiration(en) dieser Düfte entstand(en) auf Duchaufours Reisen, und jeder Duft bildet einen anderen Augenblick ab, eine Momentaufnahme eines fernen Landes.

Eigentlich ja logisch, daß sich Parfumeure – genauso wie Literaten, Maler und viele mehr, besser: Künstler im Allgemeinen – durch alles und jeden in ihrer Umgebung inspirieren lassen, daß jede Kleinigkeit als Katalysator dienen kann, als Fokus, als Zentrum einer neuen Kreation. Und Reisen an und für sich sind naturaliter perfekt geeignet für neue Einflüsse, für Innovation.

Aber: Duchaufours Travelkollektion ist durchweg dermaßen gut gemacht. Und sie vermag seine (Reise)Impressionen auf so eindrucksvolle Weise zu vermitteln, daß einem alsbald klar wird, daß dieser Verweis mitnichten ein semikreativer Marketingkniff ist sondern – ja, die schlichte und schöne Idee eines olfaktorischen Reisetagebuchs.

Timbuktu machte damals den fulminanten Anfang, danach kamen Dzongkha, Fleur de Liane und der kürzlich erschienene Havana Vanille.

Nun legt Duchaufour prompt nach: Al Oudh ist sein neuester Streich, deutsch: Das Oud. Schlicht und einfach dieser Name, und somit auch ein wenig provokant. Ist doch gerade Oud, das aus dem Harz des Adlerholzes gewonnene Öl, die, sagen wir mal: Ingredienz der Saison – davon hatte ich es ja bereits in meiner Midnight Oud-Rezension.

„Die Reise ist der Mai, der alles neu macht” – so Thomas Mann einmal. Constantin, der den Duft ja bereits vor einiger Zeit hier rezensierte, hat er wohl komplett umgehauen, salopp formuliert. Constantin gestand aber auch, daß die Oud-Thematik für ihn parfumtechnisch eine noch relativ neue ist. Kann Al Oudh als Duft besagtes Mannsches Reiseversprechen einhalten: Macht Al Oudh alles neu, ist er neu, wirklich neu, und lohnt sich der Test (oder gar Erwerb) eines (vielleicht) xten Oud-Duftes?

Ich würde sagen: Ja. Und ich muß dazu erwähnen, daß ich a) ein ausgesprochener Oud-Fan bin ergo b) diverse Oud-Düfte mein Eigen nenne und deshalb c) mittlerweile doch etwas wählerischer geworden bin, da mein Repertoire bereits eine große Spannbreite an Oud-Düften umfaßt.

Zuerst zu den Ingredienzen: Kopfnote: Kardamom, Dattel, Kumin, rosa Pfeffer; Herznote: Rose, Adlerholz (Oud), Neroli, Weihrauch, Safran, Leder; Basisnote: Zibet, Castoreum, Sandelholz, Patchouli, Myrrhe, Vanille, Tonkabohne, Atlas-Zedernholz.

Frisch aufgesprüht entfaltet Al Oudh sofort fruchtig-alkoholische Punschnoten, in denen man die bisweilen pflaumig anmutende Dattel sofort erkennen kann. Pfeffrig-würzig geht es in das Herz über, in welchem das Oud vollständig zum Tragen kommt: Dunkelsamtig arrangiert nebst Rose und Safran, verziert durch ledrige Akzente erinnert dieses Herzstück am ehesten an andere Oud-Parfums. Hinein ragen allerdings animalische Noten, die so eher seltener vorkommen und bereits die Basis ankündigen: Diese oszilliert zwischen ebenjenen sowie harzigem, patchouligetränktem Waldhonig und einem warmwürzigen Vanillebett.

Oud sollte man schon mögen, möchte man Al Oudh als neuen Freund gewinnen. Allerdings ist die Duchaufoursche Auslegung von Oud, wie eigentlich auch zu erwarten war, orientalischer (zumindest in dem für europäische Nasen typischen Sinne) als die meisten anderen Oud-Düfte: Holziger und gewürziger – das ist ja seine Spezialität -, süßer und weniger medizinisch-düster, wie es bisweilen zum Beispiel bei einigen Montale-Düften der Fall ist.

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Die 6 goldenen Regeln des Schönheitsschlafes

Geschrieben in Allgemein am 10.11.2009

Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Das ist nicht nur gesund und hält uns geistig und körperlich fit, sondern lässt uns auch gut aussehen! Die wichtigsten Fakten rund um den Jungbrunnen, in den wir alle 24 Stunden abtauchen sollten.

Im Grunde könnte man sagen, Thomas Edison ist an allem Schuld. Seit er die 1880 die elektrische Glühbirne zum Alltagsgegenstand machte, können wir die Nacht zum Tag machen, rund um die Uhr arbeiten, lesen, feiern und fernsehen. Aber wer zu wenig schläft, tut sich nichts Gutes. Jeder weiß, wie man nach einer Party-Nacht aussieht: Fahler Teint, dunkle Augenringe und schlechte Laune, die einem förmlich ins Gesicht geschrieben steht. Genauso schlecht ist es, früh ins Bett zu gehen, aber keine Ruhe zu finden. In Deutschland sind Studien zufolge ganze 42 % der Erwachsenen unzufrieden mit ihrem Schlaf. Gehört ihr auch dazu? Dann lest unsere kleine Tipp-Sammlung und tankt ab heute jede Nacht euren Schönheitsschlaf: 

1. Cremen für den Schönheitsschlaf
Nachts ist unser Körper in gewissem Sinne hochaktiv, auch wenn wir schlafen. Die Hirnanhangdrüse schüttet Wachstumshormone aus, das Immunsystem erzeugt neue Abwehrzellen, Haare wachsen. Aber was bedeutet Schlaf für die Haut?
Tagsüber ist unser Teint allerlei Anfeindungen ausgesetzt. UV-Strahlung, Umweltbelastung, Nikotin, ununterbrochene Mimik können die Haut ganz schön alt aussehen lassen. Die Nacht dagegen gehört wie ein regelmäßiges Bad im Jungbrunnen der Regeneration. Schäden werden repariert, Zellen erneuert. Durch diesen Aktionismus verändern sich im Laufe der Nacht auch Feuchtigkeitsgehalt des Teints, Hauttemperatur, und die Aktivität der Talgdrüsen. Gegen Mitternacht ist die Talgproduktion der Haut zum Beispiel niedriger als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt. Deswegen sind Nachtcremes meistens ja auch reichhaltiger. Die Durchblutung wird angekurbelt, die Zellen teilen sich bis zu achtmal schneller als mittags, Hautschüppchen werden abgestoßen. Die notwendige Energie dafür liefern die Mitochondrien, die winzigen aber hocheffektiven Zellkraftwerke, die dafür allerdings unter anderem Sauerstoff brauchen. Deswegen ist es wichtig, dass die Haut nachts gut atmen kann! Also Das Gesicht jeden Abend gründlich reinigen und die Poren von Schmutz und Make-up befreien – und das Schlafzimmer gut lüften! Nachtcremes mit Q10 unterstützen die Mitochondrien noch zusätzlich. Aber im Grunde ist jede Form von Anti-Aging-Pflege nachts besonders sinnvoll, denn jetzt laufen Regeneration und Kollagenaufbau auf Hochtouren, und eine passende Nachtcreme kann diesen Prozess überaus sinnvoll unterstützen. Inhaltstoffe wie Kreatin sorgen dafür, dass die neu gewonnene Energie gespeichert wird. Und weil die Hormonrezeptoren nachts besonders empfänglich sind, gehören auch Cremes mit Phytohormonen, also pflanzlichen Hormonen, z.B. aus Soja, Yamswurzel oder Hopfen, zu den idealen Schichtarbeitern während des Schlafes.
Wem das alles ein Zuviel an Pflege bedeutet, sollte seiner Haut aber zumindest jeden Abend nach der Reinigung eine Extraportion Feuchtigkeit gönnen, denn tagsüber hat sie davon eine Menge verloren, da die Hautbarriere dann durchlässiger ist. Und was gehört nicht ins Abendprogramm? Anti-Oxidative Produkte und alles mit UV-Schutz. Denn diese Produkte eignen sich für die Tagesroutine, wenn es gilt, ein Schutzschild gegen UV-Strahlen und Umweltschäden aufrechtzuerhalten.
Noch ein Extra-Tipp zur kalten Jahreszeit: Wer jetzt häufig trockene oder eingerissene Lippen hat, sollte nachts eine dicke Schicht Lippenpflege auftragen. Denn jetzt sind diese nicht dauernd in Bewegung und die Wirkstoffe können langsam in die empfindliche Lippenhaut einziehen.

2. Das Zu-Bett-gehen zelebrieren
Schlaf, Quelle: http://www.trendsderzukunft.deEines vorab: für erholsamen Schönheitsschlaf müsst ihr euren Körper tagsüber fordern, auspowern sozusagen. Wer sich abends ins Bett legt, ohne müde zu sein, wird nur schwer in den erholsamen Tiefschlaf finden. Viel besser: Geht tagsüber joggen oder abends noch einmal eine halbe stunde spazieren. Und macht euch einen schönen Abend. Statt bequem zuhause zu bleiben, lohnt es sich, den inneren Schweinehund zu überwinden und doch noch kurz mit Freunden ein Glas Wein trinken zu gehen. Dann seid ihr nämlich wirklich müde, wenn ihr ins Bett geht. Aber ihr könnet euch auch kurz vor dem Schlafen noch einiges gönnen, um Nachtruhe, Entspannung und auf diesem Umweg letztlich auch Schönheitsschlaf zu finden: Wer vor dem Schlafengehen noch ein Glas Milch mit Honig trinkt, spendet seinem erschöpften Geist Ruhe. Denn die Milch enthält Tryptophan, eine Aminosäure, die wiederum im Gehirn zu Serotoninausschüttung führt. Und dieses Hormon wirkt beruhigend, anti-depressiv und schlaffördernd. Noch so ein altes Hausrezept, das durchaus Sinn macht: Zieht euch warme Bettsocken an. Kalte Füße fühlen sich nicht nur unangenehm an. Im Gegenteil: warme Füße führen zu einem Anstieg der gesamten Körpertemperatur, Geist und Körper schalten sozusagen einen Gang runter und (kleiner Exkurs in die Mythologie) Vater Hypnos und sein Sohn Morpheus können ihre Arbeit machen. Wer nicht an Omas Glas Milch oder an griechische Götter glaubt und nachts stundenlang Schäfchen zählt, für den haben Schlafforscher noch einen ganz modernen Tipp: Musik. Nicht zu laut, nicht zu schnell, ideal sind 60 bis 80 Schläge die Minute – also in etwa der menschliche Herzschlag – führen zu erholsamen, schnellen Schlaf. Lieblings-Musik vieler Wissenschaftler in diesem Zusammenhang: Bachs berühmte Goldberg-Variationen. CD an, Augen zu, Traum ab. 

3. Den Fernseher aus dem Schlafzimmer verbannen!
Für viele Menschen ist nicht mehr der Sonnenuntergang das Signal, dass es Abend wird und Zeit zum Schlafen, sondern der Moment, wenn der Fernseher eingeschaltet wird. Ab 20 Uhr ist TV-Zeit. Und wer nachts im Bett keine Ruhe findet, lässt sich vom Spätprogramm berieseln. Das ist aber leider Quatsch. Denn das helle, flackernde Licht ist keineswegs eine Einschlafhilfe, sondern führt zu innerer Unruhe. Wer also Schwierigkeiten hat, einzuschlafen, sollte lieber den Fernseher einfach mal eine halbe Stunde früher ausschalten.
Apropos Licht: Studien haben ergeben, dass schon das Licht eines Digitals-Weckers bei empfindlichen Menschen im sonst dunklen Schlafzimmer zu unruhigem Schlaf führen kann. Testet einfach, ob ihr besser schlafen, wenn ihr einen schönen nostalgischen Wecker neben euer Bett stellt.

4. Bestimmt selbst, wann ihr müde werdet!
Ob Frühaufsteher oder Morgenmuffel – nicht alle Menschen haben den gleichen Tagesrhythmus. Manche kommen morgens einfach nicht aus dem Bett (so wie der Autor dieser Zeilen), andere würden dagegen abends schon am Liebsten nach der Tagesschau sofort ins Bett fallen. Scherzhaft nennt man die beiden gängigsten Typen Eulen und Lerchen. Also eher nachtaktive Menschen und Morgentypen. Grund ist der circadiane Rhythmus (circadian bedeutet „die Länge eines Tages betreffend“). 80 Prozent der Menschheit sind sogenannte Mischtypen, bei denen um 3 Uhr nachts die Aktivitätskurve langsam beginnt, anzusteigen. Das führt zu einem ersten Hoch morgens um zehn und einem abends um 18 Uhr. Dazwischen liegt der Siesta-Tiefpunkt um 15 Uhr nachmittags. Bei Lerchen und Eulen liegen die Hochpunkte in Sachen Aktivität einige Stunden entweder nach vorne oder hinten verschoben. Aber diesen besagten circadianen inneren Schuft kann man auch austricksen. Beliebt bei Menschen, die morgens jedes Mal vom Klingeln des Weckers entsetzt sind, sind sogenannte „Lichtwecker“. Sie simulieren einen kleinen Sonnenaufgang auf dem Nachttischchen. Soll heißen, schon eine halbe Stunde vor der Weckzeit beginnt die integrierte Glühbirne, langsam heraufzudämmern, pardon, zu dimmen. Denn auch durch die geschlossenen Lider erkennt das Auge das Licht, also den neuen Tag, und meldet dem Hypothalamus, dass es Zeit ist, aufzuwachen. Aber es gibt noch einen anderen Trick, den Schlaf-Therapeuten gerne empfehlen: Da die Lichtverhältnisse sich den Tag über ändern – logisch, abends wird es ja dunkler und dadurch der Mensch müder – geben sie uns einen gewissen Rhythmus vor. Durch Schichtarbeit, Neonlicht im Büro und helles Licht abends im Wohnzimmer werden diese natürlichen Lichtverhältnisse stark beeinflusst, die körperinterne Uhr gerät durcheinander. Und dagegen hilft eine Sonnenbrille. Klingt simpel, ist aber effektiv. Wer abends zu lange wach ist, sollte ab mittags draußen eine Sonnenbrille tragen und wenn es dunkel wird in den eigenen vier Wänden nur wenig Licht einschalten. So wird der Körper ganz von alleine müde. Wer morgens dagegen viel zu früh wach ist, sollte den Umkehr-Effekt nutzen, also vormittags eine Sonnenbrille tragen und abends möglichst viele Lichter zuhause einschalten. Nach einiger Zeit können Lerchen und Eulen so zu einem normaleren Schlaf finden. Und das kommt natürlich auch der Schönheit zu Gute!

5. Das Kissen gegen Falten
Silkskin, Quelle: http://www.cultbeauty.co.ukWie wichtig Schönheitsschlaf ist, haben wir ja nun gelernt. Aber es gibt da noch etwas, das entscheidend zu eurer guten Nacht beitragen kann. Nämlich die Wahl des richtigen Kissens, beziehungsweise des richtigen Kissenbezuges! Denn natürlich tragen Form, Füllung und Größe eines Kissens maßgeblich dazu bei, wie gut ihr schlaft. Aber das ist nun mal eine Geschmacksfrage und keine wissenschaftlich zu erörternde Angelegenheit. Ganz im Gegensatz zum Kissenbezug. Denn dieser hat durchaus einen messbar großen Einfluss auf die Haut, wie die Forschung mittlerweile ergeben hat. Das Tolle: ein Kissenbezug wie das berühmte „Silkskin“ kann tatsächlich im Schlaf Falten reduzieren. Und das funktioniert so: Während man sich nachts auf dem Kissen herumwälzt, mal seitlich, mal mit dem Gesicht nach unten ins Kissen gekuschelt, verliert die Haut an Feuchtigkeit. Die geht nämlich ins Kissen. Daher entdecken manche Menschen morgens diese niedlichen Knautschfalten, die zum Glück ja immer schnell wieder verschwinden. Auf Dauer raubt so ein Schlaf euch aber euer gutes Aussehen, denn die Haut kann nicht so atmen, wie sie sollte. Die für „Silkskin“ verwendete Seide dagegen enthält hautidentische Proteine und Aminosäuren sowie den selben pH-Wert wie unsere Gesichtshaut. So wird diese im Schlaf geschützt, das Feuchtigkeits-Niveau stabil gehalten. Gleichzeitig kann die Haut ganz bequem atmen, egal in welcher Stellung ihr schlaft. Noch ein Benefit: Vergesst den sogenannten „Bed-Hair-Day“, denn auf dem Seidenkissen rutscht euer Haar ganz elegant bei jedem Stellungswechsel nach, statt sich zu verknoten und zu verheddern. Ihr werdet es selber sehen: Nach einer Nacht auf „Silkskin“ wird euch euer Spiegelbild einfach besser gefallen. Ich schlafe selber seit einigen Jahren mit Silkskin und bin begeistert! P.S.: das Wunderkissen gibt es natürlich auch in Deutschland, online zu bestellen: bei www.ka-su.de). Übrigens: Ein Kissen sollte etwa alle 12 bis 18 Monate ausgetauscht werden, weil das Material dann nicht mehr genug Stütze bieten kann und sich Staubmilben festsetzen können. Aber das beachten wohl genau so wenig Menschen wie die Regel, alle zwei Monate eine neue Zahnbürste zu kaufen…

6. Das richtige Maß finden!
Wissenschaftler wissen längst, wer regelmäßig zu wenig – oder zu schlecht – schläft, beeinflusst Hormonproduktion und Stoffwechsel ungünstig. Ein Schlecht- und Wenig-Schläfer ist von Übergewicht gefährdet. Denn während des Schlafes wird das Hormon Leptin freigesetzt, das dafür sorgt, dass wir uns satt fühlen (sonst müssten wir ja nachts ständig zum Kühlschrank rennen). Bei Schlafmangel wird aber weniger Leptin ausgeschüttet, dafür aber mehr Ghrelin, ein Hormon, das Hungergefühl verursacht. Na bravo. Aber es geht noch weiter: Wer wenig schläft, steigert sein Risiko einer Herzerkrankung, bringt seinen Stress-Haushalt durcheinander, erkältet sich fast dreimal so häufig wie Normal-Schläfer und (sorry, jetzt wird es richtig unangenehm) verdoppelt die Gefahr, früher zu sterben. Also verzichtet doch abends lieber auf die späte Tasse Kaffee, den spannenden Film im Fernsehen und die langen Pokernächte mit den Kumpels. Denn Schlafen ist kein lästiges Übel, das ihr ehrem Körper hin und wieder zugestehen solltet, sondern eine effektive Unterstützung eurer Gesundheit. Aber Achtung: Wer im Umkehrschluss meint, viel Schlafen wäre also ein Heilmittel gegen alle Zipperlein, den muss ich leider auch enttäuschen. Denn auch zuviel Schlaf schadet und wirkt sich ungünstig auf Gesundheit und Lebenserwartung aus. Mehr als neun Stunden Nachtruhe solltet ihr euch verkneifen. Im Durchschnitt reichen einer erwachsenen Frau siebeneinhalb Stunden Schlaf. Männer genügen schon sieben Stunden. Durchschnittlich, wie gesagt. Wie viele Stunden euer perfektes Maß sind? Tja, dafür gibt es nur einen echten Indikator: Wenn euch morgens im Spiegel ein erfrischtes Gesicht anlächelt und ihr euch tagsüber ausgeruht fühlt – dann stimmt die Dosis. Kleiner Tipp noch am Rande: Wer ernsthafte Schwierigkeiten mit dem Schlafen hat, wird das Problem allein mit Beruhigungstees und Co. nicht in den griff bekommen. Aber es gibt Hilfe. Unter www.schlafseminar.de findet ihr professionelle Wochenend-Seminare als Hilfsangebot bei Schafstörungen!

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Eine orientalische Liebe – Lubins Inédite.


Clemency oder: Die verlorene Tochter.

Geschrieben in Blüten,Duft,Leder am 9.11.2009

Wie kürzlich schon angekündigt, erscheint dieser Tage Clemency von Humiecki & Graef und ich harrte schon voller Spannung der ersten Riechprobe, die uns vor kurzem ins Haus trudelte.

Am samstäglichen Beautyboardtreffen (Bericht siehe hier) war es dann soweit: Die ersten lang ersehnten Probetropfen waren angekommen und einige der Teilnehmerinnen testeten bereits ganz fleißig. Ich begnügte mich damit, die Testergebnisse auf deren Armen zu begutachten, wußte ich doch, daß das Pröbchen für eben diesen Bericht hier mit mir nach Hause wandern würde.

Und jetzt? Jetzt sitze ich schon seit geraumer Zeit da und lasse die Feder über dem Papier oder besser die Finger über den Tasten kreisen… und hadere mit der Welt. Oder mit Herrn Laudamiel und Herrn Hornetz, dem bewährten “Les Christoph’s” genannten Parfumeursduo, das auch schon die letzten fünf Düfte für und in Zusammenarbeit mit Fischenich und Müksch, den Kölner Kommunikationsdesignern hinter Humiecki & Graef, kreierten.

Wie man bereits in der Vorankündigung lesen konnte, bin ich ein großer Fan des Hauses: Ich liebe Idee und Konzept, Inhalt und Form, schlicht die ganze Firma. Und eigentlich alle, wirklich alle Düfte.

Humiecki & Graef Clemency

Auch Clemency ist sehr besonders – nur möchte sich der Duft so gar nicht verstehen mit meiner Haut. Was an anderen am vorigen Samstag auf so unterschiedlichste Weise interessant und zum Teil ganz wunderbar roch, geht auf meinem Handrücken so gar nicht. Insofern erspare ich Euch nähere Details zu der völlig verunglückten Mischung welche mir entgegenwallt und beschäftige mich lieber mit den verschiedenen Duftstreifen, die ich mir anstattdessen zu Gemüte führen werde.

Wie schon erwähnt widmet sich Clemency ganz gemäß dem Konzept Humiecki & Graefs einer bestimmten Emotion, nämlich der Milde oder Gnade und dem Stolz – und nicht irgendeiner Person, sondern, ganz spezifisch bezogen auf die Mutter. Clemency ist Ausdruck der Huldigung an die Figur der Mutter, wie ich bereits schrieb, um nochmals meine Ankündigung aufzugreifen: In höchstem Maße feminin verströmt eine Mutter naturaliter eine Art Stolz, der in ihrer Authentizität begründet liegt. Einen Stolz, der Erhabenheit ausstrahlt, aber nie vordergründig ist und sich nicht profilieren muß. Clemency möchte genau diesen bisweilen kontrastierenden Eigenschaften Ausdruck verleihen, die eine Mutter auszeichnen: Weichheit und Größe, Großzügigkeit, Begeisterungsfähigkeit und die Gabe zu Verzeihen, Stolz, Ernsthaftigkeit und Unergründlichkeit.

Typisch für alle Humiecki & Graef-Düfte ist deren Aufbau, an den sich auch Clemency hält: Es gibt hier keinen klassischen pyramidalen Aufbau ergo einen Duftverlauf mit Kopf-, Herz- und Basisnote. Der Aufbau der Düfte ist sternförmig, das heißt alle Komponenten kommen gleichzeitig und ergänzend zum Tragen.

Allerdings meine ich bei Clemency schon gewisse Verschiebungen während des Duftverlaufs feststellen zu können: Der Auftakt ist zitrisch-säuerlich und gleichermaßen floral – eine frische Rose, dekonstruiert, zugespitzt, metallisch und mit einem Hauch jenes Aquatischen versehen, das ich nicht anders zu benennen vermag, aber auch jeder reinen Teerose wie zum Beispiel der in Creeds Fleurs de Thé Rose Bulgare andichte. Darüber lappt später honiglich-fruchtsüße Lindenblüte und Cassie, eine Mimosenverwandte, abgerundet durch Noten feinsten Leders, hell und butterweich, sowie Anklänge von würzigem Sandelholz und Milch.

Ein eigener, erwachsener und facettenreicher Duft – wie Mütter eben so sind ;)

Wenn auch ich für diese wundervolle Mutter verlorengegangen bin dank meiner Hautchemie – ich denke und hoffe, sie findet genügend andere Töchter ;)

Einen schönen Tag Euch allen -

Liebe Grüße,

Ulrike.

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Blask…


Wochenendüberraschung!

Geschrieben in Allgemein,Ankündigungen am 7.11.2009

Zum Wochenende hin noch eine kleine Überraschung und Neuerung: In Zukunft werden wir jede Woche ein Probenpaket passend zu den Rezensionen der Woche schnüren und dies am Ende der Woche an denjenigen verschenken und verschicken, der sich als erster auf meine Freitagsrezension mit einem bestimmten Stichwort bei uns per E-Mail meldet.

Wir hoffen, wir machen Euch damit eine kleine Freude!

Jetzt aber erstmal ein schönes Wochenende Euch allen!

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

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Keine passenden Artikel gefunden

Dover Street Market von Comme des Garçons.

Geschrieben in Duft,Hesperiden,Holziges am 6.11.2009

Dover Street Market ist ein ganz anderer Duft als der gestern vorgestellte Daphne und knüpft somit wieder eher an das typische Comme des Garçons-Profil an, wenn man von einem solchen überhaupt sprechen kann.

Seinen Namen trägt der Duft nach dem gleichnamigen Shop. Wie immer, wenn Frau Kawakubo ihre Finger im Spiel hat, handelt es sich hierbei wahrlich nicht bloß um „irgendein” Geschäft: Dover Street Market wurde 2004 von Rei Kawakubo, dem kreativen Kopf hinter Comme des Garçons, ins Leben gerufen und erstreckt sich in einem alten Londoner Bürgerhaus über sechs Etagen auf 1200qm.

In altbewährter Tradition, wobei dies Wort zu Comme des Garçons so gar nicht passen mag, hatte Kawakubo auch hier eine Vision, die sie zu ihrer Mission machte: “I want to create a kind of market where various creators from various fields gather together and encounter each other in an ongoing atmosphere of beautiful chaos: the mixing up and coming together of different kindred souls who all share a strong personal vision.”

Chaos also ist das Programm, kreatives Chaos: Vive la Révolution – wenn wundert es… war und ist Kawakubo immer schon die intellektuelle Revoluzzerin unter den Modedesignern. Mittlerweile hängen die Kreationen der studierten Philosophin auch gerne mal in Museen, gilt ihr intelligentes Design nicht wenigen als Kunst.

reikawakuboKawakubo gilt als die Erfinderin der Shop-Philosophie des Minimalismus. Sie wirbelte die Modewelt auf, indem sie als erste ihre Kleidung wie Kunsstücke in Szene setzte und sich die Räumlichkeiten passend dazu gestalten ließ, Um dann postwendend darauf dieses Vorgehen fallen zu lassen und ihre Guerillastore-Konzeption zu verfolgen, nachdem etliche Modelabels auf den Zug aufgesprungen waren.

Mit ihrem Dover Street Market möchte sie einen Platz schaffen, an dem Mode zum Faszinosum wird: “We hope to make DSM more and more interesting. I enjoy seeing all the customers coming to DSM dressed in their strong, good looking and individual way. I would like for DSM to be the place where fashion becomes fascinating.”

So werden neben dem Hauslabel Comme des Garçons inklusive seiner vielen Linien auch andere Marken vertrieben: Alber Elbaz for Lanvin, Alexander McQueen, Ann Demeulemeester, Anne Valerie Hash, gareth Pugh, Givenchy, Hussein Chalayan, Maison Martin Margiela, Raf Simons (seit 2006 Chefdesigner von Jil Sander), usw. …

Unterschiedlichste Kreationen werden hier präsentiert und installiert genauso wie Designobjekte, Schuhe und unterschiedlichste Gebrauchsartikel – neben Kunst, wie Kunst. Der Rahmen ist absolut sehenswert.

Und zu diesem paßt Dover Street Market, der Duft zum 5jährigen Jubiläum, natürlich perfekt: ein heller zitrisch-holziger Duft, eine Art moderne Interpretation eines Colognes. Bergamotte und Wacholder im Auftakt, frisch und aromatisch zugleich, ergänzt durch präsente und typische Piniennoten sowie Pfeffer und Koriander. Die Basis ist ebenfalls holzig mit einem Hauch Harzigkeit durch Labdanum.

Meine Nase meint auch ständig Weihrauch wahrzunehmen – vielleicht ist das aber auch eine Freudsche Täuschung, weil ich einfach Weihrauch erwarte, weil er drin sein muß, da irgendwo… Ob nun mit Weihrauch oder ohne – das holzig-pfeffrige Zitrusetwas, das sich vor meiner Nase ausbreitet, gefällt. Ein ruhiger, kontemplativer Avantgarde-Duft mit einer entfernten Ähnlichkeit mit Etros Shaal Nur, mich bisweilen von der Art her etwas an Putmans Préparation Parfumée erinnernd – wahrscheinlich weil das für mich der Inbegriff dieser Bauhaus-Düfte ist. Paßt perfekt zum Existenzialistenlook – aber nicht nur zu dem…

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch!

Liebe Grüße,

Eure Ulrike.

Weitere Einträge zu diesem Thema:

Herbstwonne 2 – Comme des Garçons.
Das ewig Weibliche… Daphne von Comme des Garçons.
Monocle Scent Two: Laurel.


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